| JP07167185 | VIBRATION CONTROL DEVICE |
| WO/1999/022153 | ELASTOMERIC BEARING AND ASSEMBLY METHOD THEREFOR |
| WO/2009/054926 | SUSPENSION SYSTEM FOR AIRCRAFT AUXILIARY POWER UNIT WITH ELASTOMERIC MEMBER |
LIPPKE, Oliver (Keplerstrasse 23, Remseck, 71686, DE)
ZAWADZKI, Bernd (Friedenstrasse 10, Schwaikheim, 71409, DE)
HÜBNER GMBH (Heinrich-Hertz-Strasse 2, Kassel, 34123, DE)
SCHARF, Lothar (Auf dem Kreuzweg 2 A, Bad Sooden-Allendorf, 37242, DE)
LIPPKE, Oliver (Keplerstrasse 23, Remseck, 71686, DE)
ZAWADZKI, Bernd (Friedenstrasse 10, Schwaikheim, 71409, DE)
| Patentansprüche
1. Elastomer-Metall-Element für ein Elastomer-Metall-Lager, insbesondere als Lagerverbindung zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahrzeug,
mit einem inneren zylindrischen Metallteil (2) zur Verbindung mit einem ersten zu lagernden Bauteil,
mit zwei äußeren, gegenüberliegenden und das innere zylindrische Metallteil teilweise übergreifenden Blechschalenteilen (4, 5; 4', 5'), und
mit zwischen dem inneren Metallteil (2) und den Blechschaltenteilen (4, 5; 4', 5') festhaftenden Elastomerkörpern (6, 7, 8, 9), wobei das Elastomer- Metall-Element (1 ) unter Aufbringung einer radialen Vorspannung in den Elastomerkörpern (6, 7, 8, 9), in ein Aufnahmeauge (19) an einem zwei- ten zu lagernden Bauteil einpressbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Verdrehanschlag (16, 17 mit 13, 20) vorgesehen ist, der über einem bestimmten Anschlagfreigabemoment, bis zu dem das Elastomer-
Metall-Lager (1 ) eine relativ hohe Verdrehsteifigkeit mit etwa linearer Ver- drehfederkennung aufweist, unter Freigabe der Anschlagabstützung überdrückbar ist, wodurch eine weitere Verdrehauslenkung mit einer horizontal oder abfallend verlaufenden Verdrehfederkennung aufgenommen wird.
2. Elastomer-Metall-Element nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Blechschalenlängsränder nach radial innen mit einer Anschlagkontur abgebogen sind,
dass zwischen den zwei, in Umfangsrichtung jeweils gegenüberliegenden
Blechschalenlängsrändern auch im eingepressten Zustand ein Abstand verbleibt,
dass im Bereich dieser Abstände das innere Metallteil jeweils einen längs verlaufenden Zylinderabschnitt aufweist, auf dem jeweils ein längs verlaufender Elastomeranschlag festhaftend angebracht ist,
dass beidseitig jeweils an den Anschlaglängskanten jedes Elastomeranschlags die zugeordneten Blechschalenränder mit ihrer Anschlagkontur zur Ausbildung eines Verdrehanschlags im eingepressten Zustand anliegen und sich bis zu einer Verdrehbelastung mit einem bestimmten Anschlagfreigabemoment dort mit relativ hoher Verdrehsteifigkeit abstützen bei etwa linearer Verdrehfederkennung,
dass die Anschlagkontur der Blechlängsränder und/oder die Anschlaglängskanten in Verdrehrichtung Auflaufschrägen aufweisen dergestalt, dass bei einer Verdreh belastung über dem Anschlagfreigabemoment die jeweils belasteten beiden Blechschalenränder mit ihrer Anschlagkontur über die belasteten Anschlaglängskontur unter Freigabe der Anschlag- abstützung auf die Elastomeranschläge aufgleiten, wozu jeweils ein Verdrehfreiraum zwischen einer Anschlagkontur eines Blechlängsrandes und eines längs benachbarten Elastomerkörpers sowie jeweils ein Aufgleit- freiraum radial über den Elastomeranschlägen vorgesehen ist, so dass weitere Verdrehungen mit horizontaler oder abfallender Verdrehfeder- kennung aufgenommen werden.
3. Elastomer-Metall-Element nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechschalenlängsränder (12) zur Ausbildung der Anschlagkontur und der Auflaufschrägen zu einem Rollrand (13) eingerollt sind oder eine nach radial innen weisende Längssicke (20) aufweisen.
4. Elastomer-Metall-Element nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Höhe der beiden Elastomeranschläge (16, 17) etwa dem halben Durchmesser des Rollrands (13) oder etwa der halben Tiefe der Längssicke (20) entspricht.
5. Elastomer-Metall-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei längsstreifenförmige Elastomerkörper (6, 7, 8, 9) zwischen dem inneren Metallteil (1 ) und einem Blechschalenteil (4, 5; 4', 5') mit einem Zwischenabstand (10) und Abständen (11) zu den Blechschalenlängsrändern (12) vorgesehen sind.
6. Elastomer-Metall-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stirnseiten des inneren Metallteils (2) gegeneinander versetzte Gewindebohrungen (3) vorgesehen sind zur beid- seitigen Anbringung von Wangenteilen (24, 25), die gegebenenfalls Bestandteile des ersten zu lagernden Bauteils (29) sind.
7. Elastomer-Metall-Element nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Längen der Blechschalenteile (4, 5; 4', 5'), der Elasto- merkörper (6, 7, 8, 9) und der Elastomeranschläge (16, 17) kürzer als das zylindrische innere Metallteil (2) sind dergestalt, dass dort beidseitig Rücksprünge (23) gebildet sind mit axialen Freiräumen zu den angrenzenden Wangenteilen (24, 25), und
dass auf die Blechschalenteile (4, 5; 4', 5') beidseitig im Stirnseitenbereich Axialanschlagscheiben (26, 27) aufgesteckt sind, die sich axial zur Lagerlängsmitte hin am Aufnahmeauge (19), welches entsprechend axial kürzer als die Blechschalenteile (4, 5; 4', 5') ist, abstützen, so dass bei einer axialen Lagerauslenkung, gegebenenfalls nach dem Durchlaufen eines Spalts (28) die Axialanschlagscheiben (26, 27) ihre Anschlagfunktion am jeweils zugeordneten Wangenteil aufnehmen.
8. Elastomer-Metall-Element nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialanschlagscheiben (26, 27) Elastomer-Scheiben oder Elastomer-Metall-Scheiben sind.
9. Elastomer-Metall-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Blechschalenteil (4, 5; 4', 5') für eine Lagesicherung der zugeordneten Axialanschlagscheibe (26, 27) an wenigstens einem Stirnseitenbereich eine radial nach außen gerichtete Umbördelung (30) aufweist.
10. Elastomer-Metall-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgleitfläche für einen Blechschalenlängsrand (12) auf den Elsatomeranschlägen (16, 17) eben flach in der Art eines Zylinderabschnitts oder nach radial außen aufgewölbt ist. |
Beschreibung
Elastomer-Metall-Element für ein Elastomer-Metall-Laαer. insbesondere als Lagerverbindunq zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Elastomer-Metall-Element für ein Elastomer-Metall- Lager, insbesondere als Lagerverbindung zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahrzeug, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein bekanntes, gattungsgemäßes Elastomer-Metall-Element für ein Elastomer- Metall-Lager (DE 19 55 308 C3) besteht aus einem inneren zylindrischen Metallteil zur Verbindung mit einem ersten zu lagernden Bauteil und zwei äußeren gegenüberliegenden und das innere zylindrische Metallteil teilweise übergreifenden Blechschalen, wobei zwischen dem inneren Metallteil und den Blechschalenteilen festhaftend Elastomerkörper angebracht sind. Das Elastomer-Metall-Element ist unter Aufbringung einer radialen Vorspannung in den Elastomerkörpern in ein Aufnahmeauge an einem zweiten zu lagernden Bauteil einpressbar.
Das bekannte Elastomer-Metall-Element weist im Herstellzustand jeweils einen Abstand zwischen gegenüberliegenden Blechschalenlängsrändern sowie in diesem Bereich einen keilförmigen Längsschlitz im Elastomermaterial auf. Im montierten, ins Aufnahmeauge eingepressten Zustand sind diese Längsschlitze geschlossen und die Blechschalenlängsränder liegen aneinander an, so dass sich dadurch sowohl ein geschlossen umlaufender, zylindrischer Elastomerringkörper als auch eine umlaufende Blechhülse ergibt. Im mon-
tierten Zustand ergibt sich damit über den betriebsmäßig zulässigen Verdrehwinkeln eine etwa linear ansteigende Verdrehfederkennung. Zudem ist dieses Elastomer-Metall-Element aufgrund des im montierten Zustand geschlossen durchgehenden Elastomerkörperrings, insbesondere bei größeren Verdreh- winkeln progressiv ansteigend relativ hart.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber ein Elastomer-Metall-Element für ein Elastomer-Metall-Lager vorzuschlagen, dessen Verdrehkennlinie im montierten Zustand über einen von der unbelasteten Lage ausgehenden bestimm- ten Verdrehwinkel etwa linear ansteigt und bei einer weiteren Verdrehung entsprechend einem höheren Drehmoment die Verdrehkennung etwa horizontal oder bevorzugt abfallend weiterverläuft.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 ist am Elastomer-Metall-Element in dessen montierten Zustand ein Verdrehanschlag vorgesehen, welcher bis zu einem bestimmten Anschlagfreigabemoment und damit einem zugeordneten bestimmten Verdrehwinkel Verdrehkräfte bei relativ hoher Verdrehsteifigkeit mit einer etwa linearen Verdrehfederkennung abstützt und aufnimmt. Oberhalb eines solchen Drehmoments als Anschlagfreigabemoment ist der Verdrehanschlag überdrückbar, wodurch dessen Anschlagabstützung ganz oder weitgehend freigegeben wird. Dadurch werden weitere Verdrehauslenkungen über dem Anschlagfreigabemoment mit einer anschließend horizontal oder abfallend ver- laufenden Verdrehkennung aufgenommen, wobei dann die Verdrehkräfte weitgehend nur noch molekular in den Elastomerkörpern aufgenommen werden. Somit ist das Elastomer-Metall-Lager hinsichtlich entsprechend größerer Verdrehauslenkungen relativ weich gestaltet.
Ein bevorzugter Anwendungsfall eines solchen Elastomer-Metall-Lagers besteht in einer Lagerverbindung zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahr-
zeug. Dabei werden zwei zweiachsige Fahrzeuge jeweils mit einem Kuppelmodul ausgerüstet und bei Bedarf zu einem Gesamtfahrzeug zusammengekuppelt, wobei durch die Kuppelmodule zwischen den Einzelfahrzeugen eine Plattform für einen Personendurchgang ausgebildet wird. Bei Busfahr- zeugen kann eine solche Plattform mit einem Großraumfaltenbalg abgedeckt werden. Durch die erfindungsgemäße Lagerung soll eine solche Plattform während des normalen Fahrbetriebs möglichst horizontal gehalten werden, um für Menschen einen bequemen, gefahrlosen Durchgang zu schaffen. Dies wird mit dem erfindungsgemäßen Elastomer-Metall-Lager dadurch erreicht, dass beim Verdrehen der Fahrzeuge um die Längsachse von bis zu etwa 3° Verdrehwinkel, beispielsweise ausgelöst durch Fahrbahnunebenheiten, die Fahrzeugbewegungen mit einer hohen Torsionssteifigkeit, bedingt durch die Funktion des Verdrehanschlags, nahezu linear aufgenommen werden. Bei größeren gegenseitigen Verdrehwinkeln, z. B. bei einem Unfall, soll dagegen die sonst relativ starre Ankupplung nicht weiter verhärten, sondern Verdrehbelastungen sollen dann bei freigegebenem Verdrehanschlag über eine horizontal oder abfallend weiterlaufende Verdrehfederkennung aufgenommen werden. Damit können unter anderem bei einem Unfall mit höheren relativen Verdrehwinkeln zwischen den gekuppelten Fahrzeugen um deren Längsachse, Schäden im Fahrzeuggerippe verhindert oder zumindest reduziert werden.
Als Elastomermaterial kann bevorzugt Gummi verwendet werden, wobei dessen festhaftende Verbindungen durch Vulkanisieren hergestellt werden. Das Innenteil und die Blechschalenteile können gegebenenfalls nicht durch Metalle sondern durch Kunststoffe mit vergleichbaren Materialeigenschaften hergestellt sein.
Bei einer bevorzugten konkreten Ausführungsform eines Elastomer-Metall- Elements gemäß Anspruch 2, sind die Blechschalenlängsränder nach radial innen mit einer Anschlagkontur abgebogen, so, dass zwischen den zwei, in Umfangsrichtung jeweils gegenüberliegenden Blechschalenlängsrändern auch
im eingepressten Zustand ein Abstand verbleibt. Das innere Metallteil weist jeweils im Bereich eines solchen Abstands einen längs verlaufenden Zylinderabschnitt auf, auf dem jeweils ein längs verlaufender Elastomeranschlag festhaftend angebracht ist. Ein solcher Elastomeranschlag kann insbesondere als längs verlaufende Elastomerleiste gleicher Stärke ausgebildet sein oder gegebenenfalls eine leichte Aufwölbung nach radial außen aufweisen.
An jedem Elastomeranschlag sind beidseitig jeweils Anschlaglängskanten ausgebildet, an denen die zugeordneten Blechschalenränder mit ihrer An- schlagkontur zur Ausbildung eines Verdrehanschlags im eingepressten und montierten Zustand anliegen. Die Anschlagkonturen stützen sich dabei bis zu einer Verdrehbelastung mit einem bestimmten Anschlagfreigabemoment dort mit relativ hoher Verdrehsteifigkeit und mit etwa linearer Verdrehfederkennung ab.
Die Anschlagkontur der Blechlängsränder und/oder die Anschlaglängskanten weisen in Verdrehrichtung Auflaufschrägen auf dergestalt, dass bei einer Verdrehbelastung über dem Anschlagfreigabemoment die jeweils belasteten beiden Blechschalenränder mit ihrer Anschlagkontur über die belasteten An- schlaglängskanten unter Freigabe der Anschlagabstützung auf die Elastomeranschläge aufschnappen und aufgleiten. Um dies zu ermöglichen, ist jeweils ein Verdrehfreiraum zwischen einer Anschlagkontur eines Blechlängsrandes und eines längs benachbarten Elastomerkörpers sowie jeweils ein Aufgleitfrei- raum radial über den Elastomeranschlägen vorgesehen. Nach diesem Hinweg- schnappen und Aufgleiten der Anschlagkontur auf den jeweiligen Elastomeranschlag werden weitere Verdrehungen, bevorzugt ab ca. 3° Verdrehwinkel mit horizontal oder abfallend weiterverlaufender Verdrehfederkennung aufgenommen.
Nach Anspruch 3 sind für eine bevorzugte Ausbildung einer Anschlagkontur die Blechschalenlängsränder zu einem Rollrand eingerollt. Alternativ dazu
kann eine Anschlagkontur über eine radial innen weisende Längssicke geformt sein.
Um ein einfaches Hinwegschnappen und Aufgleiten der Anschlagkontur auf die Elastomeranschläge zu ermöglichen, wird mit Anspruch 4 vorgeschlagen, diese mit einer radialen Höhe etwa im halben Durchmesser des Rollrands oder alternativ mit der halben Sickentiefe auszuführen.
In einer Weiterbildung nach Anspruch 5 sind jeweils zwei längsstreifenförmige Elastomerkörper zwischen dem inneren Metallteil und einem zugeordneten Blechschalenteil vorgesehen, die jeweils in Umfangsrichtung gesehen mit einem Zwischenabstand und Abständen zu den Blechschalenlängsrändern angeordnet sind. Bei einem horizontalen Einbau des Elastomer-Metall-Elements und einer in einer horizontalen Querrichtung liegenden Anordnung der Ver- drehanschläge wird durch die vorstehende längsstreifenförmige Anordnung der Elastomerkörper erreicht, dass diese in Vertikal- und in Querrichtung als Schub-Druckelemente eine Führung übernehmen, insbesondere im bevorzugten Anwendungsfall eine Führung einer Verbindung zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahrzeug bei zwei gekuppelten Fahrzeugen.
Gemäß Anspruch 6 sind an den Stirnseiten des inneren Metallteils gegeneinander versetzte Gewindebohrungen vorgesehen zur beidseitigen Anbringung von Wangenteilen, die gegebenenfalls Bestandteile des ersten zu lagernden Bauteils sind. In einer Weiterbildung nach Anspruch 7 sind die axialen Längen der Blechschalenteile, der Elastomerkörper und der Elastomeranschläge kürzer als das zylindrische innere Metallteil dergestalt, dass dort beidseitig am inneren Metallteil Rücksprünge gebildet sind mit axialen Freiräumen zu den angrenzenden Wangenteilen. Auf die Blechschalenteile sind jeweils stirnseitig Axialanschlagscheiben aufgesteckt, die sich axial zur Lager- längsmitte an einem entsprechend axial kürzeren Aufnahmeauge abstützen, so dass sie bei einer axialen Lagerauslenkung gegebenenfalls nach Durchlau-
fen eines Spalts ihre Anschlagfunktion am zugeordneten Wangenteil aufnehmen. In der bevorzugten Anwendung für die Verbindung zwischen einem Kuppelmodul und einem Fahrzeug wird somit insbesondere bei der Anordnung von vier Elastomerkörpern gemäß Anspruch 5 die Lagerstelle in Fahrzeug- längsrichtung weich gestaltet, läuft jedoch in Axialrichtung gegen einen durch die Axialanschlagscheiben beidseitig ausgebildeten Axialanschlag. Bevorzugt sind solche Axialanschlagscheiben nach Anspruch 8 als Elastomer-Scheiben oder Elastomer-Metall-Scheiben ausgeführt.
Weiter kann gegebenenfalls nach Anspruch 9 wenigstens ein Blechschalenteil an wenigstens einen Stirnseitenbereich eine radial nach außen gerichtete Umbördelung aufweisen, wodurch jeweils eine Lagesicherung für die Anschlagscheiben ausgebildet ist.
Durch eine unterschiedliche Gestaltung der Aufgleitflächen an den Elastomeranschlägen gemäß Anspruch 10 ergeben sich Dimensionierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Verdrehkennlinie.
Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Elastomer-Metall-Elements in Axialrichtung im Herstellzustand,
Fig. 2 einen Längsschnitt entlang der Linie B-B aus Fig. 1 ,
Fig. 3 einen Längsschnitt entlang der Linie A-A aus Fig. 1 ,
Fig. 4 eine erste Ausführungsform einer Blechschale,
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform einer Blechschale,
Fig. 6 eine Ansicht in Axialrichtung eines Elastomer-Metall-Lagers mit einem montierten Elastomer-Metall-Element in der Ausführungsform nach Fig. 1 ,
Fig. 7 eine Ansicht entsprechend Fig. 6, jedoch mit einem Elastomer- Metall-Element unter Verwendung einer Blechschalenausführungs- form nach Fig. 5,
Fig. 8 eine Ansicht entsprechend Fig. 7 in verdrehter Position,
Fig. 9 eine Ansicht in Axialrichtung eines fertig montierten Elastomer- Metall-Lagers mit Axialanschlagscheiben, und
Fig. 10 einen Längsschnitt entlang der Linie C-C aus Fig. 9.
Mit der Axialansicht der Fig. 1 sowie mit den Längsschnitten in den Figuren 2 und 3 ist ein Elastomer-Metall-Element 1 dargestellt, mit einem inneren zylin- drischen Metallteil 2, welches als dickwandiges stabiles Rohr ausgebildet ist, für eine Verbindung mit einem ersten zu lagernden Bauteil, beispielsweise einem Kuppelmodul. Für eine solche Verbindung können an den Stirnseiten des Metallteils 2 gegeneinander versetzte Gewindebohrungen 3 vorgesehen werden und/oder das Metallteil 2 ist Bestandteil des angrenzenden Bauteils.
Weiter besteht das Elastomer-Metall-Element 1 aus zwei äußeren, gegenüberliegenden und das innere zylindrische Metallteil teilweise übergreifenden Blechschalenteilen 4, 5, wobei zwischen dem inneren Metallteil 2 und den Blechschalenteilen 4, 5 Elastomerkörper 6, 7, 8 und 9 festhaftend angebracht sind. Dabei sind jeweils zwei längsstreifenförmige Elastomerkörper 6, 7 einem Blechschalenteil 4, bzw. Elastomerkörper 8, 9 dem Blechschalenteil 5 zuge-
ordnet, wobei zwischen den Elastomerkörpern eines Blechschalenteils jeweils ein Zwischenabstand 10 liegt sowie jeweils ein Abstand 11 zu einem zugeordneten Blechschalenlängsrand 12 besteht.
Die Blechschalenlängsränder 12 sind zu einer Anschlagkontur abgebogen, wobei hier jeweils ein Rollrand 13 geformt ist. Die Blechschalenteile 4, 5 entsprechen somit der Ausführungsform einer Blechschale 4, wie sie in Fig. 4 in einer Axialansicht im Herstellzustand dargestellt ist.
Zwischen den jeweils gegenüberliegenden Rollrändern 13 liegt jeweils ein Abstand 14. In diesem Abstandsbereich weist das innere zylindrische Metallteil 2 beidseitig gegenüberliegend einen längs verlaufenden Zylinderabschnitt 15 auf, auf dem jeweils ein längs verlaufender Elastomeranschlag 16, 17 in der Form eines längs verlaufenden Elastomerstreifens festhaftend angebracht ist. Jeder Elastomeranschlag 16, 17 hat zwei gegenüberliegende Anschlaglängskanten 18 an denen sich der jeweils zugeordnete Blechschalenlängsrand 12, hier ein Rollrand 13 im montierten und belasteten Zustand abstützen kann. Die Anschlaglängskanten 18 sind zu Auflaufschrägen geneigt.
Die radiale Höhe der beiden Elastomeranschläge 16, 17 entspricht etwa dem halben Durchmesser des Rollrands 13.
In Fig. 6 ist das Elastomer-Metall-Element nach den Figuren 1 bis 3 in ein zylindrisches Aufnahmeauge mit etwas reduziertem Durchmesser eingepresst, wodurch die Elastomerkörper 6, 7, 8, 9 mit radialer Vorspannung etwas verformt sind und die Rollränder 13 an den Anschlaglängskanten 18 der Elastomeranschläge 16 und 17 anliegen.
In Fig. 7 ist eine weitgehend gleiche Ausführungsform wie in Fig. 6 gezeigt, die sich lediglich dadurch unterscheidet, dass bei den Blechschalenteilen 4', 5' als
Anschlagkontur an den Blechschalenlängsrändern 12 jeweils nach radial innen
weisende Längssicken 20 bogenartig eingeformt sind. In Fig. 7 sind somit Blechschalenteile 4' verwendet, wie eines in Fig. 5 in Axialansicht im Herstellzustand gezeigt ist.
Die Funktion eines solchen fertig montierten Elastomer-Metall-Lagers hinsichtlich einer Verdrehbelastung entsprechend Pfeil 21 ist in Fig. 8 dargestellt: Die Elastomeranschläge 16, 17 bilden hier in Verbindung mit den Längssicken 20 Verdrehanschläge, die bis zu einer bestimmten Verdrehbelastung ihre Funktion behalten und damit schon bei geringsten Verdrehwinkeln zu einer relativ hohen Verdrehsteifigkeit führen. über einer bestimmten Verdrehbelastung entsprechend einem Anschlagfreigabemoment wird die Anschlagab- stützung dadurch überdrückt, dass die Anschlagkontur, hier die jeweils belasteten Längssicken 20 auf den entsprechenden Elastomeranschlag 16, 17 aufgleiten, wie dies an den Stellen 22 und 22' dargestellt ist. Damit ist die Ver- drehanschlagfunktion der Elastomeranschläge 16, 17 aufgehoben und die Verdrehbelastungen werden ausschließlich nur noch in den dabei verformenden Elastomerkörpern 6, 7, 8, 9 mit einer etwa horizontalen oder abfallend verlaufenden Verdrehfederkennung aufgenommen.
Aus den Figuren 2, 3 sowie Fig. 10 ist ersichtlich, dass die axialen Längen der Blechschalenteile 4, 5 bzw. 4', 5', der Elastomerkörper 6, 7, 8, 9 und der Elastomeranschläge 16, 17 kürzer als die axiale Länge des inneren Metallteils 2 sind, wobei jeweils beidseitig Rücksprünge 23 ausgebildet sind. Aus den Figuren 8 und 9 ist zu ersehen, dass an den Stirnseiten des inneren Metallteils 2 zu beiden Seiten Wangenteile 24, 25 angeschraubt bzw. z. B. angegossen sind, wobei durch die axialen Rücksprünge 23 Freiräume zu den angrenzenden Wangenteilen 24, 25 geschaffen sind. Zudem sind Anschlagscheiben 26, 27 in der Art von Elastomerscheiben jeweils stirnseitig auf die Blechschalenteile 4, 5 bzw. 4', 5', die wie aus Fig. 10 ersichtlich, die Blechschalenteile 4, 5 bzw. 4', 5' axial überragen und sich nach axial innen auf einem entsprechend kürzeren Aufnahmeauge 19 abstützen. Die axiale Stärke der Axialanschlag-
Scheiben 26, 27 ist jeweils etwas geringer als die axiale Freiraumerstreckung zwischen den Stirnseiten des Aufnahmeauges 19 und den Wangenteilen 24, 25, so dass zwischen den Wangenteilen 24, 25 und den Axialanschlagscheiben 26, 27 jeweils ein Spalt 28 verbleibt. Bei einer relativ geringen axialen Lagerauslenkung entsprechend der Spaltbreite nehmen somit die Axialanschlagscheiben 26, 27 ihre Anschlagfunktion auf. Die Anschlagscheiben 26, 27 können aber im axial unbelasteten Zustand gegebenenfalls auch direkt an den Wangenteilen 24, 25 anliegen.
Die Wangenteile 24, 25 sind fest mit dem ersten zu lagernden Bauteil, beispielsweise einem Kuppelmodul 29 fest verbunden, wobei das Aufnahmeauge 19 ein Bestandteil eines zugeordneten Fahrzeugaufbaus ist.
Aus den Figuren 9 und 10 ist zudem ersichtlich, dass die Blechschalenteile 4, 5 zudem für eine Lagesicherung der Anschlagscheiben 26, 27 an den Stirnseitenbereichen jeweils zwei gegenüberliegende, radial nach außen gerichtete Umbördelung 30 aufweisen.
Aus Fig. 9 ist zudem eine alternative Form der Elastomeranschläge 16, 17 ersichtlich (strichliert am Elastomeranschlag 17 eingezeichnet), wobei dessen
Aufgleitfläche für einen Rollrand 13 nach einer Anschlagüberdrückung nach radial außen etwas aufgewölbt sein kann, wobei es wesentlich ist, dass auch hier zwischen den Elastomeranschlägen 16, 17 und dem Aufnahmeauge trotz der Aufwölbung ein ausreichend großer Aufgleitfreiraum 31 für einen Rollrand 13 oder einer Längssicke 20 zur Verfügung steht.
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