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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRET FILTER ELEMENT AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/031490
Kind Code:
A1
Abstract:
A method for producing an electret filter element according to one of the preceding claims, comprising the steps: providing fibers (6), providing a spraying device (1) for a fluid, producing a spray cloud (3) of electrically charged fluid droplets (4), guiding the fibers (6) through the spray cloud (3), wetting the fibers (6) with the fluid droplets (4) and depositing the fibers (6) to form a fiber layer (8), is characterized, with regard to the problem of creating a filter element which has a homogeneous charge distribution and a high filter efficiency while being cost-effective to produce, in that the fluid droplets (4) are electrically charged by an electrical field between breakaway fluid droplets (4a) and a counter electrode (5). An electret filter element is produced according to the method.

Inventors:
VEESER, Klaus (Eichenweg 23, Weinheim, 69469, DE)
KRAUSE, Martin (Birkenstrasse 14, Hirschberg, 69493, DE)
GIANG, Toan-Hieu (Kurt-Schumacher-Allee 25a, Viernheim, 68519, DE)
ZABOLD, Jochen (Hofwiese 16, Birkenau, 69488, DE)
Application Number:
EP2009/006217
Publication Date:
March 25, 2010
Filing Date:
August 27, 2009
Export Citation:
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Assignee:
CARL FREUDENBERG KG (Höhnerweg 2-4, Weinheim, 69469, DE)
VEESER, Klaus (Eichenweg 23, Weinheim, 69469, DE)
KRAUSE, Martin (Birkenstrasse 14, Hirschberg, 69493, DE)
GIANG, Toan-Hieu (Kurt-Schumacher-Allee 25a, Viernheim, 68519, DE)
ZABOLD, Jochen (Hofwiese 16, Birkenau, 69488, DE)
International Classes:
B01D39/16; D04H1/42; D04H3/02; D06M11/05; D06M11/13; D06M11/76
Attorney, Agent or Firm:
CARL FREUNDENBERG KG (Patente und Marken, Weinheim, 69465, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines Elektretfilterelements nach einem der voranstehenden Ansprüche, umfassend die Schritte:

Bereitstellen von Fasern (6), Bereitstellen einer Sprüheinrichtung (1 ) für ein Fluid, Erzeugen eines Sprühnebels (3) aus elektrisch geladenen Fluidtropfen (4), Führen der Fasern (6) durch den Sprühnebel (3), Benetzen der Fasern (6) mit den Fluidtropfen (4) und Ablegen der Fasern (6) zu einer Faserlage (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidtropfen (4) durch ein elektrisches Feld zwischen abreissenden Fluidtropfen (4a) und einer Gegenelektrode (5) elektrisch aufgeladen werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein

Sprühnebel (3) erzeugt wird, in welchem 60% oder mehr als 60% der sich darin aufhaltenden elektrisch geladenen Fluidtropfen (4) eine elektrische Ladung gleicher Polarität aufweisen.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sprühnebel (3) erzeugt wird, in welchem die Polarität der elektrischen Ladung der sich darin aufhaltenden Fluidtropfen (4) von der Fluidtropfengröße unabhängig ist.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) auf der der Sprüheinrichtung (1) abgewandten Seite der Gegenelektrode (5) durch den Sprühnebel (3) geführt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Sprüheinrichtung (1) eine Düse (2) verwendet wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidtropfen (4) durch ein elektrisches Feld mit zeitlich wechselnder Polarität aufgeladen werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) durch ein Melt-Blown-Verfahren hergestellt und bereitgestellt werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid auf den Fasern (6) verdampft wird, wobei die elektrische

Ladung der Fluidtropfen (4) die Aufladung der Fasern (6) bewirkt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Faserlagen (8) übereinander abgelegt werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) zwischen zwei Sprühnebeln (3) hindurchgeführt werden.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) zwischen zwei Sprühnebeln (3) hindurchgeführt werden, wobei die Fluidtropfen (4) durch gegensinnig oder gleichsinnig orientierte elektrische Felder zwischen den abreissenden Fluidtropfen (4a) und den jeweiligen Gegenelektroden (5) elektrisch aufgeladen werden.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzeugung des Sprühnebels (3) ein Fluid verwendet wird, in welchem ein Leitfähigkeitssalz gelöst ist.

13. Elektretfilterelement mit mindestens einer Faserlage (8) mit Fasern (6), welche elektrische Ladungen tragen, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Ladungen durch geladene Fluidtropfen (4) entstanden sind, die in einem elektrischen Feld geladen wurden, wobei die Fluidtropfen (4) durch ein elektrisches Feld zwischen abreissenden Fluidtropfen (4a) und einer Gegenelektrode (5) elektrisch aufgeladen wurden.

14. Elektretfilterelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) innerhalb einer Faserlage (8) gleichnamige Ladungen tragen.

15. Elektretfilterelement nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (6) innerhalb einer Faserlage (8) Ladungen unterschiedlicher Polarität tragen, wobei auf mindestens einer der Fasern (6) mehrere Ladungen unterschiedlicher Polarität verteilt sind.

Description:
Elektretfilterelement und Verfahren zu dessen Herstellung

Beschreibung

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Elektretfilterelements, welches die folgenden Schritte umfasst: Bereitstellen von Fasern, Bereitstellen einer Sprüheinrichtung für ein Fluid, Erzeugen eines Sprühnebels aus elektrisch geladenen Fluidtropfen, Führen der Fasern durch den Sprühnebel, Benetzen der Fasern mit den Fluidtropfen und Ablegen der Fasern zu einer Faserlage. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Elektretfilterelement mit mindestens einer Faserlage mit Fasern, welche elektrische Ladungen tragen.

Stand der Technik

Aus der EP 1 417 176 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei welchem Fasern durch einen Sprühnebel aus Fluidtropfen geführt werden. Die Fluidtropfen weisen eine Größe von weniger als 20 μm auf. Bei diesem Verfahren werden die

Fluidtropfen unter Nutzung des Lenard-Effekts („Lenard-Charging-Effect") durch Aufspalten elektrisch geladen. Die bereits geladenen Fluidtropfen werden gemeinsam mit den Fasern durch ein elektrisches Feld geführt. Bei diesem Verfahren entstehen statistisch verteilt Fluidtropfen mit unterschiedlichen Polaritäten. Es entstehen hier sowohl positiv als auch negativ geladene Fluidtropfen in nur schwer steuerbarer Verteilung. Des Weiteren ist die Polarität der elektrischen Ladung der Fluidtropfen von der Fluidtropfengröße abhängig. Die Fluidtropfen werden durch das mechanische Versprühen in große und kleine Fluidtropfen mit jeweils unterschiedlicher elektrischer Ladung aufgeteilt.

Filterelemente der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik ebenfalls bereits bekannt. Insbesondere ist es bekannt, Vliesstoffe aus Mikrofasem durch verschiedene Verfahren aufzuladen. Aus der EP 0 845 058 A1 ist ein Verfahren bekannt, mit dem Filterelemente einer sehr hohen Filtereffizienz geschaffen werden können. Diese Filterelemente zeichnen sich durch eine sehr hohe Filtereffizienz gegenüber Feinaerosolen aus.

Bei dem aus der EP 0 845 058 A1 bekannten Verfahren werden Wassertropfen als Ladungsträger auf einen fertigen Vliesstoff aufgebracht. Dabei weisen die zugleich aufgebrachten Wassertropfen unterschiedliche Ladungen auf. Zur Verbesserung der elektrischen Aufladbarkeit wird dem Polymer, aus dem die Fasern des Vliesstoffes gefertigt sind, ein Zusatzstoff beigemengt.

Bei diesem Verfahren ist nachteilig, dass die Wassertropfen auf den bereits fertig gestellten Vliesstoff gesprüht werden. Durch die Anwendung dieses Verfahrens treten Filtereffekte auf, die eine kontinuierliche Verteilung der Ladungen innerhalb des Vliesstoffes verhindern. Je dichter der verwendete Vliesstoff ist, desto höher sind die Wasserdrücke, die aufzuwenden sind, um Ladungen homogen innerhalb des Vliesstoffes zu verteilen. Diese hohen Wasserdrücke können jedoch die Vliesstoffstruktur negativ verändern oder sogar zerstören.

Des Weiteren ist nach dem Aufsprühen großer Mengen Wasser ein Trockenprozess erforderlich. Während des Trockenprozesses wird der Vliesstoff thermisch beaufschlagt, wodurch die elektrische Ladung reduziert werden kann. Daher erfolgt die Trocknung vorzugsweise bei niedrigen Temperaturen in einem Vakuum. Hiermit sind ein großer apparativer Aufwand und erhebliche Kosten verbunden.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Elektretfilterelement zu schaffen, welches bei kostengünstiger Fertigung eine homogene Ladungsverteilung und eine hohe Filtereffizienz zeigt.

Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Danach ist das eingangs genannte Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidtropfen durch ein elektrisches Feld zwischen abreissenden Fluidtropfen und einer Gegenelektrode elektrisch aufgeladen werden.

Die Fluidtropfen werden erfindungsgemäß durch ein elektrisches Feld, welches sich zwischen einer Gegenelektrode und dem abreissenden Fluidtropfen selbst ausbildet, polarisiert. Dieses elektrische Feld sorgt für einen

Ladungsüberschuss am Fluidtropfen, der nach dessen Abriss bestehen bleibt.

Durch diese konkrete Ausgestaltung werden die Fluidtropfen beim Abreißen an der Sprüheinrichtung durch das elektrische Feld nicht nur polarisiert sondern mit einer bevorzugten Ladung aufgeladen. Die Aufladung der Fluidtropfen erfolgt daher nicht zufällig und mit einer gewissen Verteilung, sondern einheitlich. Im Idealfall tragen alle von der Sprüheinrichtung erzeugten Fluidtropfen gleichnamige elektrische Ladungen, das heißt, zeigen die gleiche elektrische Polarität. Erfindungsgemäß ist daher konkret erkannt worden, dass die Ladung auf den Fluidtropfen nicht zufällig, sondern durch ein elektrisches Feld definiert mit einer steuerbaren Verteilung erzeugbar ist. Dabei ist insbesondere erkannt worden, dass Fluidtropfen einer einheitlichen elektrischen Ladung erzeugbar sind, um Fasern ausschließlich mit einer elektrischen Ladung einer einheitlichen Polarität aufzuladen.

Des Weiteren ist erfindungsgemäß erkannt worden, dass das elektrische Feld erlaubt, eine deutlich höhere Ladungsmenge pro Fluidtropfenoberfläche zu erzielen. Daher kann das erfindungsgemäße Elektretfilterelement unter Verwendung einer relativ geringen Menge des Fluids eine sehr starke elektrische Aufladung zeigen. Durch Verwendung einer relativ geringen Menge des Fluids ist es nicht notwendig, das Elektretfilterelement zur Trocknung stark zu erwärmen, so dass einerseits Energie gespart und andererseits die elektrische Ladung auf dem Elektretfilterelement nicht geschwächt wird.

Bei diesem Verfahren kann vorteilhaft ein Fluid unter geringem Druck auf Fasern gesprüht werden, bevor diese zu einer Faserlage abgelegt werden. Hierdurch wird eine Veränderung der Struktur der Faserlage vermieden.

Des Weiteren können die Fasern derart mit Ladungen versehen werden, dass diese auch im Inneren der abgelegten Faserlage eine ausreichende Ladungsmenge aufweisen. Durch das genannte Verfahren können Faserlagen mit einer räumlich homogenen Faserladung über dem gesamten Dickenquerschnitt erzeugt werden, wobei die Faserlage nahezu nicht in ihrer Struktur durch Fluide beeinträchtigt wird.

Folglich ist die eingangs genannte Aufgabe gelöst. Vor diesem Hintergrund könnte ein Sprühnebel erzeugt werden, in welchem 60% oder mehr als 60% der sich darin aufhaltenden elektrisch geladenen Fluidtropfen eine elektrische Ladung gleicher Polarität aufweisen. Hierdurch können die Fasern mit einer nahezu einheitlichen elektrischen Ladung versehen werden. Vorzugsweise wird ein Sprühnebel erzeugt, in welchem 80% oder mehr als80 % der sich darin aufhaltenden elektrisch geladenen Fluidtropfen eine elektrische Ladung gleicher Polarität aufweisen

Ein Sprühnebel könnte erzeugt werden, in welchem die Polarität der elektrischen Ladung der sich darin aufhaltenden Fluidtropfen von der

Fluidtropfengröße unabhängig ist. Hierdurch ist eine gleichmäßige, homogene und materialschonende Benetzung der Fasern ermöglicht.

Die Fasern könnten auf der der Sprüheinrichtung abgewandten Seite der Gegenelektrode durch den Sprühnebel geführt werden. Hierdurch bleibt das Material, aus dem die Fasern gefertigt sind, vom elektrischen Feld weitgehend unbeeinträchtigt. Die Fluidtropfen werden daher durch ein starkes elektrisches Feld, die Fasern durch einen nahezu feldfreien Raum geführt.

Die elektrische Spannung zwischen dem abreissenden Fluidtropfen und der Gegenelektrode ist in Abhängigkeit von der geometrischen Anordnung und dem eingesetzten Fluid zu wählen. Bevorzugte Werte für die elektrische Spannung liegen zwischen 60 Volt und 15000 Volt. Es ist auch denkbar, bei größeren Abständen zwischen Sprüheinrichtung und Gegenelektrode Spannungen zwischen 30000 V und 100000 Volt zu erzeugen. Die Gegenelektrode kann als Ringelektrode ausgestaltet sein. Die Ausgestaltung als Ringelektrode ist vorteilhaft, da ein kegelförmiger Sprühnebel das Innere des Rings durchdringen kann. Die Werte für den Durchmesser d der Ringelektrode und die Entfernung x der Ringelektrode von der Spitze der Sprüheinrichtung sind empirisch zu ermitteln und hängen von der elektrischen Feldstärke am Abrissort des Fluidtropfens ab. Der Wert d hängt außerdem von den Dimensionen des Kegels des kegelförmigen Sprühnebels ab. Bevorzugt beträgt d zwischen 10 und 50 mm und x zwischen 5 und 40 mm. Des weiteren kann die Gegenelektrode als punktförmige Elektrode innerhalb eines hohlen Sprühkegels ausgestaltet sein.

Als Sprüheinrichtung könnte eine Düse verwendet werden. Eine Düse zeigt einen relativ engen Austrittsbereich, an dem ein Fluid abreißen und zu Fluidtropfen zerstäubt werden kann. Dabei ist darauf zu achten, dass die Düse aus einem nicht leitfähigen Material besteht oder am Austrittsort des Fluidtropfens elektrisch isoliert ist. Des Weiteren wäre denkbar, als Sprüheinrichtung eine Aerosolquelle zu verwenden, die eine definierte Größenverteilung der Fluidtropfen erzeugt, beispielsweise ein Schwingblendenaerosolgenerator.

Die Fluidtropfen könnten durch ein elektrisches Feld mit zeitlich periodisch wechselnder Polarität aufgeladen werden. Die Frequenz dieses periodischen Wechsels ist in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, mit der die Fasern die Sprüheinrichtung passieren, und der gewünschten Ladungsverteilung zu wählen. Durch diese konkrete Ausgestaltung ist es möglich, Fluidtropfen unterschiedlicher elektrischer Ladung bzw. unterschiedlicher Polarität zur Aufladung der vorbeiströmenden Fasern zu nutzen. Ganz konkret ist hierbei denkbar, dass auf einer einzelnen Faser dadurch mehrere Ladungen unterschiedlicher Polarität verteilt sind. Vor diesem Hintergrund ist auch denkbar, eine Streifenaufladung bzw. eine streifenförmige Aufladung der Fasern zu realisieren.

Die Fasern könnten durch ein Melt-Blown-Verfahren hergestellt und bereitgestellt werden. Durch diese konkrete Ausgestaltung können die Fasern direkt nach ihrer Erzeugung durch einen Melt-Blown-Prozess durch den Sprühnebel hindurchgeführt und aufgeladen werden. Dabei kann ein Fluid verwendet werden, welches unter geringem Druck auf die Fasern gesprüht wird. Die Fasern werden erst nach Aufladung zu einer Faserlage abgelegt, so dass eine negative Beeinträchtigung der Struktur der Faserlage durch die Fluidtropfen verhindert wird.

Das Fluid könnte auf den Fasern verdampft werden, wobei die elektrische Ladung der Fluidtropfen für die Aufladung der Fasern sorgt. Bei Erzeugung der Fasern durch ein Melt-Blown-Verfahren weisen die Fasern unmittelbar nach Verlassen der Melt-Blown-Düse eine Prozesswärme auf. Diese Prozesswärme kann genutzt werden, um die Fluidtropfen zu verdampfen, die sich auf den vorbeiströmenden Fasern anlagern. Des Weiteren sind Fasern, die durch ein Melt-Blown-Verfahren hergestellt sind, direkt nach Verlassen der Melt-Blown- Düse noch weich. Dies hat den Vorteil, dass die Polymere, aus denen die MeIt- Blown-Fasem hergestellt sind, durch die elektrisch geladenen Fluidtropfen besonders leicht modifiziert und aufgeladen werden können. Diese elektrische Ladung wird daher sozusagen in Polymeren eingefroren, wenn diese erkalten. Die Ladungen befinden sich nicht nur an der Oberfläche sondern auch innerhalb der Faser, was eine wesentlich höhere Lebensdauer bewirkt.

Es könnten mehrere Faserlagen übereinander abgelegt werden. Durch diese konkrete Ausgestaltung kann ein Elektretfilterelement geschaffen werden, welches verschiedene Faserlagen unterschiedlicher elektrischer Ladungen bzw. Polaritäten aufweist. Beispielsweise ist eine alternierende Abfolge negativ und positiv geladener Faserlagen denkbar, die als Laminat ausgebildet sind.

Die Fasern könnten zwischen zwei Sprühnebeln hindurchgeführt werden.

Hierdurch ist eine beidseitige Aufladung eines Faserstroms oder von Fasern eines Faserstroms realisierbar.

Die Fasern könnten zwischen zwei Sprühnebeln hindurchgeführt werden, wobei die Fluidtropfen durch gegensinnig oder gleichsinnig orientierte elektrische Felder zwischen den abreissenden Fluidtropfen und den jeweiligen Gegenelektroden elektrisch aufgeladen werden. Hierdurch ist eine beidseitige Aufladung eines Faserstroms oder von Fasern eines Faserstroms realisierbar, wobei auf beiden Seiten entweder elektrische Ladungen gleicher Polarität oder unterschiedlicher Polaritäten aufbringbar sind.

Für die Erzeugung des Sprühnebels könnte ein Fluid verwendet wird, in welchem ein Leitfähigkeitssalz gelöst ist. Hierdurch kann nachgewiesen werden, ob ein Elektretfilterelement nach dem hier beschriebenen Verfahren gefertigt wurde, da das Leitfähigkeitssalz und dessen Verteilung auf den Fasern des Elektretfilterelements analytisch nachgewiesen werden kann. Das Leitfähigkeitssalz kann als NaCI oder Ammoniumhydrogencarbonat ausgestaltet sein.

Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein eingangs genanntes Elektretfilterelement gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die elektrischen Ladungen durch geladene Fluidtropfen entstanden sind, die in einem elektrischen Feld geladen wurden, wobei die Fluidtropfen durch ein elektrisches Feld zwischen abreissenden Fluidtropfen und einer Gegenelektrode elektrisch aufgeladen wurden.

Um Wiederholungen in Bezug auf die erfinderische Tätigkeit zu vermeiden, sei auf die Ausführungen zum Verfahren verwiesen.

Durch die erhöhte Ladungsmenge in den Fluidtropfen wird die Filterwirksamkeit des Elektretfilterelements verbessert, so dass ein γ-Wert von > 0,14 erreicht wird. Dabei ermittelt sich der γ-Wert aus der Gleichung:

Y = (- In (Penetration)) / Druckdifferenz . Dabei wird die Druckdifferenz zwischen Anströmseite und Abströmseite eines Elektretfilterelements in Pascal eingesetzt. Für die Penetration werden Werte zwischen 0 und 1 eingesetzt, wobei 1 für einen Penetrationsgrad von 100 % steht. Dies bedeutet, dass durch eine angeströmte Elektretfilterelementfläche alle Partikel hindurchgehen. Ein Wert von 0 drückt aus, dass alle Partikel zurückgehalten werden. Die Partikel sind als NaCI-Partikel mit einem mittleren Durchmesser von 0,26 μm ausgestaltet. Die Konzentration des NaCI im anströmenden Fluidstrom beträgt 12 bis 20 mg/m 3 .

Das Elektretfilterelement wird vorzugsweise durch das hier beschriebene Verfahren gefertigt.

Die Fasern könnten innerhalb einer Faserlage gleichnamige Ladungen tragen. Durch diese konkrete Ausgestaltung ist es möglich, ein Elektretfilterelement zu schaffen, welches aus mehreren unterschiedlichen Faserlagen besteht, die unterschiedliche elektrische Polaritäten zeigen.

Vor diesem Hintergrund ist denkbar, dass die Fasern innerhalb einer Faserlage Ladungen unterschiedlicher Polarität tragen, wobei auf mindestens einer der Fasern mehrere Ladungen unterschiedlicher Polarität verteilt sind. Dadurch können eine Vielzahl von Mikrofeldem auf einer Faser erzeugt werden, so dass die gesamte Faserlage ein besonders hohes Abscheidevermögen für Feinaerosole zeigt.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung auf vorteilhafte Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht der Sprüheinrichtung, der eine Ringelektrode gegenüberliegt,

Fig. 2 eine Detailansicht der Spitze der Sprüheinrichtung mit Darstellung einer Ausrichtung des elektrischen Feldes zum im Abriss befindlichen Fluidtropfen,

Fig. 3 eine schematische Ansicht von Fasern, die durch ein Melt-Blown-

Verfahren hergestellt sind und durch einen kegelförmigen Sprühnebel aus elektrisch geladenen Fluidtropfen geführt werden,

Fig. 4 eine schematische Ansicht einer einzelnen Faser, auf der sich exemplarisch negativ geladene Fluidtropfen anlagern, und

Fig. 5 eine schematische Ansicht eines Verfahrens, bei dem Fasern zwischen zwei Sprühnebeln hindurchgeführt werden.

Ausführung der Erfindung

Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht eine Sprüheinrichtung 1 , die als Düse ausgebildet ist. Aus der Spitze 2 der Sprüheinrichtung 1 tritt ein kegelförmiger Sprühnebel 3 aus, der aus einzelnen Fluidtropfen 4 besteht. Die Fluidtropfen 4 sind elektrisch geladen. Die Aufladung erfolgt durch ein elektrisches Feld, das sich zwischen den abreissenden Fluidtropfen 4a und einer Ringelektrode 5 ausbildet.

Im Sprühnebel 3 weisen 60% oder mehr als 60% der sich darin aufhaltenden elektrisch geladenen Fluidtropfen 4 eine elektrische Ladung gleicher Polarität auf. Im Sprühnebel 3 ist die Polarität der elektrischen Ladung der sich darin aufhaltenden Fluidtropfen 4 von der Fluidtropfengröße unabhängig.

Fig. 2 zeigt in einer Detailansicht (kreisförmige Ansicht) die Spitze 2 der Sprüheinrichtung 1 gemäß Fig. 1 , aus der Fluidtropfen 4 austreten und abreissen. Die Fluidtropfen 4a werden vor ihrem Abreissen durch ein elektrisches Feld, dessen Feldlinien durch Pfeile dargestellt sind, definiert im hier skizzierten Fall mit negativer elektrischer Ladung aufgeladen.

Fig. 3 zeigt in einer schematischen Ansicht die Sprüheinrichtung 1 , aus deren Spitze 2 ein Sprühnebel 3 austritt. Der Sprühnebel 3 besteht aus elektrisch geladenen Fluidtropfen 4. Die Fluidtropfen 4 werden durch ein elektrisches Feld aufgeladen, welches sich zwischen den abreissenden Fluidtropfen 4a und der Ringelektrode 5 ausbildet. Die Ringelektrode 5 weist einen Abstand x von etwa 5 bis 40 mm zur Austrittsöffnung der Spitze 2 auf. Die durch den Abriss des Fluidtropfens 4 bedingte Unterbrechung der elektrischen Verbindung zur geerdeten Sprüheinrichtung 1 oder zum geerdeten Fluid verhindert einen Ladungsausgleich. Die definiert negativen Ladungen verbleiben auf dem Fluidtropfen 4 und können so zur Faser 6 transportiert werden.

Das erfindungsgemäße Elektretfilterelement wird nach dem folgenden Verfahren hergestellt: Es werden Fasern 6 bereitgestellt, die aus einer Melt-Blown-Düse 7 ausgestoßen werden. Des Weiteren wird eine Sprüheinrichtung 1 bereitgestellt, welche einen Sprühnebel 3 aus elektrisch geladenen Fluidtropfen 4 erzeugt. Der Sprühnebel 3 ist als Sprühkegel ausgestaltet. Die Fasern 6 werden durch den kegelförmigen Sprühnebel 3 geführt. Die Fasern 6 werden auf der der Sprüheinrichtung 1 abgewandten Seite der Gegenelektrode 5 durch den Sprühnebel 3 geführt. Dabei werden die Fasern 6 mit den Fluidtropfen 4 benetzt. Darauf werden die Fasern 6 zu einer Faserlage 8 abgelegt. Die Ablage erfolgt auf einem Förderband 9, so dass eine kontinuierliche Herstellung einer Faserlage 8 möglich ist.

Die Fluidtropfen 4 werden durch das elektrische Feld zwischen der Gegenelektrode 5 und dem abreissenden Fluidtropfen 4a elektrisch negativ aufgeladen. Als Sprüheinrichtung 1 wird eine Düse verwendet. Die Fasern 6 werden durch ein Melt-Blown-Verfahren hergestellt und bereitgestellt. Bei den Fasern 6 handelt es sich um Mikrofasem, die einen Durchmesser zwischen 0,1 μm und 20 μm aufweisen. Bei dem Fluid handelt es sich um Wasser. Bevorzugt zeigt das Fluid bzw. das Wasser eine elektrische Leitfähigkeit, die eine Polarisierbarkeit des abreissenden Fluidtropfens 4a bei der vorliegenden elektrischen Feldstärke am Abrissort des Fluidtropfens 4a erleichtert. Die elektrische Leitfähigkeit kann durch ein geeignetes Additiv, beispielsweise ein Leitfähigkeitssalz wie NaCI oder Ammoniumhydrogencabonat, modifiziert werden. Das Additiv sollte vorzugsweise nicht auf der Faser 6 verbleiben. Das Additiv kann aber in für die Anwendung unkritischen Mengen vorteilhaft auf den Fasern 6 verbleiben, um durch geeignete Analytik nachweisbar zu sein.

Fig. 4 zeigt eine nicht maßstäbliche Detailansicht einer Faser 6, auf der sich exemplarisch negativ geladene Fluidtropfen 4 anlagern. Das Fluid verdampft auf der Faser 6 und die elektrische Ladung der Fluidtropfen 4 bewirkt die Aufladung der Faser 6. Die Prozesswärme der Faser 6, die durch ein MeIt- Blown-Verfahren hergestellt wurde, wird genutzt, um das Fluid zu verdampfen. Den Polymeren, aus denen die Fasern 6 hergestellt sind, kann zur Verbesserung der elektrischen Aufladbarkeit ein Zusatzstoff zur Ladungssteuerung beigemengt werden. Als Zusatzstoff könnte beispielsweise Chimassorb, Firma CIBA eingesetzt werden.

Fig. 5 zeigt in schematischer Ansicht die Durchführung eines Verfahrens, bei dem die Fasern 6 zwischen zwei gegenüberliegenden Sprühnebeln 3 hindurchgeführt werden. Die Fasern 6 können zwischen zwei Sprühnebeln 3 hindurchgeführt werden, wobei die Fluidtropfen 4 durch gegensinnig oder gleichsinnig orientierte elektrische Felder zwischen den abreissenden Fluidtropfen 4a und den jeweiligen Gegenelektroden 5 elektrisch aufgeladen werden.

Ein weiteres Elektretfilterelement wird dann nach dem folgenden Verfahren hergestellt:

Es werden Fasern 6 bereitgestellt, die aus der Melt-Blown-Düse 7 ausgestoßen werden. Des Weiteren werden gegenüberliegende zwei Sprüheinrichtungen 1 bereitgestellt, welche zwei Sprühnebel 3 aus elektrisch geladenen Fluidtropfen 4 erzeugen. Die Sprühnebel 3 sind als Sprühkegel ausgestaltet. Die Fasern 6 werden zwischen den kegelförmigen Sprühnebeln 3 durchgeführt. Die Fasern 6 werden auf den der jeweiligen Sprüheinrichtung 1 abgewandten Seite der jeweiligen Gegenelektrode 5 durch den Sprühnebel 3 geführt. Dabei werden die Fasern 6 mit den Fluidtropfen 4 beidseitig benetzt. Darauf werden die Fasern 6 zu einer Faserlage 8 abgelegt. Die Ablage erfolgt auf einem Förderband 9, so dass eine kontinuierliche Herstellung einer Faserlage 8 möglich ist.

Die Fluidtropfen 4 werden durch die elektrischen Felder zwischen den Gegenelektroden 5 und den abreissenden Fluidtropfen 4a elektrisch negativ aufgeladen. Als Sprüheinrichtung 1 wird eine Düse verwendet. Die Fasern 6 werden durch ein Melt-Blown-Verfahren hergestellt und bereitgestellt. Bei den Fasern 6 handelt es sich um Mikrofasern, die einen Durchmesser zwischen 0,1 μm und 20 μm aufweisen. Bei dem Fluid handelt es sich um Wasser. Bevorzugt zeigt das Fluid bzw. das Wasser eine elektrische Leitfähigkeit, die eine Polarisierbarkeit des abreissenden Fluidtropfens 4a bei der vorliegenden elektrischen Feldstärke am Abrissort des Fluidtropfens 4a erleichtert. Die elektrische Leitfähigkeit kann durch ein geeignetes Additiv, beispielsweise ein Leitfähigkeitssalz wie NaCI oder Ammoniumhydrogencabonat, modifiziert werden. Das Additiv sollte vorzugsweise nicht auf der Faser 6 verbleiben. Das Additiv kann aber in für die Anwendung unkritischen Mengen vorteilhaft auf den Fasern 6 verbleiben, um durch geeignete Analytik nachweisbar zu sein.

Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre wird einerseits auf den allgemeinen Teil der Beschreibung und andererseits auf die Patentansprüche verwiesen.

Abschließend sei ganz besonders hervorgehoben, dass die zuvor ausgewählten Ausführungsbeispiele lediglich zur Erörterung der erfindungsgemäßen Lehre dienen, diese jedoch nicht auf diese Ausführungsbeispiele einschränken.