Templin, Frank (Weißenseerweg 2 Berlin, D-10367, DE)
Rehnelt, Karl (Kleiberweg 8 München, D-81249, DE)
Templin, Frank (Weißenseerweg 2 Berlin, D-10367, DE)
Aus der EP 0 352 771 A2 ist eine Schmelzsicherung mit wenig- stens einem unter Vorspannung mit einer Kontaktfläche eines Schaltungssubstrats verlötbaren Federarm bekannt, die durch ein derartiges Blechbauelement gebildet ist. Derartige Schmelzsicherungen werden benötigt, um Schaltungsteile, ins- besondere von Schichtschaltungen, wie z. B. Schichtwider- stände, vor thermischer Überlastung zu schützen. Zu diesem Zweck wird die Kontaktfläche des Substrates mit der der Fe- derarm verlötet ist, so angeordnet, daß zwischen dem gegen thermische Überlastung zu sichernden Schaltungsteil der Schichtschaltung und dem zur Verbindung des Federarmes mit der Kontaktfläche verwendeten Lot ein möglichst guter Wärme- kontakt vorhanden ist. Bei geeigneter Wahl des Lotes erweicht das Lot, bevor der zu schützende Schaltungsteil durch Über- hitzung Schaden nehmen kann. Der vorgespannte Federarm kommt dadurch frei und kann eine elektrische Verbindung zwischen der Kontaktfläche und dem Federarm unterbrechen, indem er den Bereich der Kontaktfläche verläßt.
Beim Auflöten von aus dünnen Blechen geformten Bauelementen, beispielsweise den beschriebenen Schmelzsicherungen, kann der Bereich der Ausbreitung des Lötzinnes nur unzureichend be- grenzt werden. Aufgrund von Kapillareffekten ziehen sich die Lötmedien, also das im Lot befindliche Flußmittel und das Lot
selbst, auch außerhalb der vorgesehenen Kontaktflächen in den Spalt zwischen Schaltungssubstrat und Blechstreifen und füh- ren so zu einer unbrauchbaren Verbindung. Selbst wenn das Blechbauelement scheinbar plan direkt auf der Substratober- fläche aufliegt, wird es in der Realität immer auf den höchstgelegenen Punkten der Oberflache gelagert sein, so daß dazwischen möglicherweise mit dem Auge nicht wahrnehmbare Spalten gebildet sind, die von den Lötmedien eingenommen wer- den können. Vor allem aber bildet die ggf. mit Lot versehene Kontaktfläche selbst einen definierten Auflagepunkt für das Blechbauelement, der natürlich etwas oberhalb des sonstigen Niveaus der Substratoberfläche liegt.
Die auf diese Weise an unerwünschte Stellen unterhalb des Blechbauelements eingedrungenen Lötmedien können dort zu ei- ner Verharzung führen, die insbesondere im Hinblick auf die oben beschriebene Funktion von Schmelzsicherungen die uner- wünschte Wirkung eines Festklebens des Federarms haben kann, der somit nicht mehr in der Lage ist, durch Wegschnellen von der Kontaktfläche die Sicherung funktionsgemäß auszulösen.
Dieses Problem erforderte bisher eine aufwendige Nachbearbei- tung (Waschen) der kompletten Baugruppe.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein Blechbauelement der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sich eine Be- grenzung der Lötmedien auf vorherbestimmte Bereiche auf ein- fache Weise ergibt.
Erfindungsgemäß ergibt sich die Lösung dieser Aufgabe bei ei- nem Blechbauelement der eingangs genannten Art dadurch, daß der an die jeweilige Kontaktfläche angrenzende Abschnitt un- mittelbar zur Kontaktfläche hin mit einer bis zur Unterkante des dünnen Abschnitts reichenden und damit zur Substratober- fläche hin offenen Ausnehmung ausgebildet ist, durch die der Fluß der Lötmedien unterbrechbar ist.
Die Erfindung ist besonders vorteilhaft bei einem als Schmelzsicherung mit wenigstens einem unter Vorspannung mit einer Kontaktfläche des Schaltungssubstrats verlötbaren Fe- derarm ausgebildeten Blechbauelement einsetzbar. Erfin- dungsgemäß ist dann die Verbindung zwischen Federarm und Schaltungssubstrat auf die Lötstelle begrenzt, so daß bei ei- nem Erweichen des Lotes aufgrund von Überhitzung der Federarm und damit die Schmelzsicherung ordnungsgemäß auslösen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von vier Figuren noch näher erläutert. Dabei zeigen, Figur 1 bis 3 in einer Seitenansicht drei Ausführungsbei- spiele eines erfindungsgemäßen Blechbauteils, das auf einem Substrat angeordnet ist, Figur 4 in Draufsicht von oben eine Schmelzsicherung, die als bügeiförmiges Blechbauteil ausgebil- det ist.
In Figur 1 bis 3 ist jeweils das Ende eines Federarms mit dem Abschnitt 2 dargestellt, wobei die gesamte Anordnung besser in Figur 4 zu erkennen ist, in der eine U-förmige Bügelsiche- rung 7 mit zwei Federarmen 8 zu erkennen ist, wobei die Enden der Federarme 8 jeweils auf einer Kontaktfläche 1 des Schal- tungssubstrats verlötet waren. In Figur 4 ist der rechte Fe- derarm 8 in einer Stellung dargestellt, nachdem er sich von seiner Kontaktfläche 1 gelöst hat.
In den Figuren 1 bis 3 ist jeweils außerdem die Substratober- fläche 4 dargestellt, wobei die mit den Lötmedien6 bedeckte Kontaktfläche einen definierten, erhöhten Auflagepunkt für das Ende des Federarms bilden. Erfindungsgemäß wird in den dünnen Abschnitt 2 (Höhe ca. 1 mm, Breite < 0, 1 mm) bei- spielsweise eine längliche, horizontale Aussparung 5 (Figur 1), eine buckelartige Ausnehmung 5 (Figur 2) oder eine nut- bzw. spaltartige Ausnehmung 5 (Figur 3) eingebracht.
Überraschenderweise kann durch diese einfache Maßnahme eine Abgrenzung des gewünschten Lötbereiches erfolgen, da der Fluß der Lötmedien zu den von der Kontaktfläche 1 weiter entfern- ten Bereichen des Abschnitts 2 durch die zur Substratoberflä- che 4 hin offenen Ausnehmungen 5 unterbrochen wird und somit eine saubere Lötung auf einem begrenzten Raum gewährleistet ist. Selbstverständlich können auch von verschieden Seiten an eine Lötstelle angrenzende Abschnitte 2 jeweils mit einer er- findungsgemäßen Ausnehmung 5 versehen werden.
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