Gantke, Reinhard (Ahornweg 45, Grossbettlingen, 72663, DE)
| 1. | Elektrohandwerkzeug mit einem rotierend antreibbaren scheibenförmigen Werkzeug (22) mit einer an dem Elektrohandwerkzeug (10) befestigbaren Schutzhaube (28, 32), die um eine zu einer Welle (34) parallele oder zu dieser koaxialen Achse (24) zumindest beschränkt und teilweise drehbar ist, wobei in einer Ruheposition der Schutzhaube (28,32) ein Werkzeug (22) vollständig abdeckbar ist, und durch eine Rückstelleinrichtung eine Rückstellkraft auf die Schutzhaube (28,32) in Richtung der Ruheposition wirkt und die Schutzhaube (28,32) einen festen Teil (28) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (28,32) zwei (32a, 32b) oder mehr bewegliche Teile umfasst, die zusammen mit dem festen Teil (28) in der Ruheposition das Werkzeug (22) vollständig abdecken. |
| 2. | Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (28,32) drei oder mehr bewegliche Teile besitzt. |
| 3. | Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile der Schutzhaube (28, 32), insbesondere die beweglichen Teile (32a, 32b) teleskopartig segmentiert und ineinander schiebbar sind. |
| 4. | Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Teil (28) in Richtung eines Gehäuses (12) des Elektrohandwerkzeugs (10), und insbesondere symmetrisch zu dessen Längsachse (14) angeordnet ist. |
| 5. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Teil (28) im wesentlichen 120° des Werkzeugs (22) abdeckt. |
| 6. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei bewegliche Teile (32a, b) jeweils im wesentlichen zwischen 120° bis 180° des Werkzeugs (22) in der Ruheposition überdecken. |
| 7. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Teil (32) unlösbar mit dem Maschinengehäuse (12) verbunden ist. |
| 8. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung eine in Richtung auf die Ruheposition vorgespannte Feder ist. |
| 9. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Teile (32a, b) durch Inkontaktbringen mit einem Gegenstand, insbesondere einem Werkstück, bewegbar und insbesondere voneinander trennbar sind. |
| 10. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem oder mehreren der beweglichen Teile (32a, b), im Bereich der Kontaktstellen zu weiteren Teilen der Schutzhaube (28, 32) eine Zuführungseinrichtung (36) für ein Werkstück vorgesehen sind. |
| 11. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine manuelle Öffnungseinrichtung (40) zum Öffnen der Schutzhaube (28, 32) vorgesehen ist. |
| 12. | Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (40) im Bereich eines an dem Elektrohandwerkzeug (10) vorgesehen Haltegriffs (42) vorgesehen ist. |
| 13. | Elektrohandwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absaugvorrichtung anschließbar ist. |
| 14. | Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugvorrichtung im Bereich des festen Teils (28) der Schutzhaube anschließbar ist. |
Eine derartige Handwerkzeugmaschine kann beispielsweise als handgeführte Winkelschleifmaschine oder handgeführte Kreissäge ausgebildet sein.
Bei einem aus der Praxis bekannten handgeführten Winkelschleifer ist eine das scheibenförmige Werkzeug darstellende Trennscheibe etwa über 180° ihres Umfangs mittels einer festen Schutzhaube abgedeckt. Die Schutzhaube kann starr montierbar oder abnehmbar sein und deckt den in Richtung des Benutzers weisenden Bereich der Trennscheibe zumindest teilweise ab. Der vom Benutzer abgewandte Bereich der Trennscheibe liegt frei und dient zur Bearbeitung des Werkstücks.
Grundsätzlich gilt, dass beim Arbeiten mit Elektrohandwerkzeugen, die mit einem rotierenden Werkzeug arbeiten, beispielsweise einer Trennscheibe, es zum Bruch des Werkzeugs kommen kann. Diese gewöhnlich verwendeten, seitlich offenen Schutzvorrichtungen weisen nur eine sehr begrenzte Schutzleistung für den Bediener gegen wegschleudernde Teile auf, worin ein hohes Risiko für den Bediener liegt.
Ein weiteres Gefahrenpotential liegt in dem nachlaufenden Werkzeug nach dem Abschalten der Elektrohandmaschine. Das noch rotierende Werkzeug kann beim Ablegen Unfälle verursachen oder Beschädigungen hervorrufen. Zur Verringerung des Risikos existieren u. a. EU-Sicherheitsempfehlungen, wonach die Schutzvorrichtung im Leerlauf des Werkzeugs zwangsläufig dasselbe verdecken muss, sowie nach Beendigung eines Arbeitsvorgangs die Schutzvorrichtung selbständig in ihre Ausgangsstellung zurückkehren soll und ein Anschluss für eine Absaugvorrichtung vorgesehen sein soll.
Bei einer aus der Praxis bekannten handgeführten Kreissäge, wie sie z. B. in der DE 35 05 040 C2 gezeigt ist, ist das scheibenförmige Werkzeug aus einem im Wesentlichen kreisscheibenförmigen Sägeblatt gebildet. Das Sägeblatt kann mittels einer im Wesentlichen um die Drehachse des Sägeblatts schwenkbaren Schutzabdeckung nahezu vollständig abgeschirmt sein. Beim Eintauchen des Sägeblatts in ein zu bearbeitendes, plattenartiges Werkstück öffnet die Schutzabdeckung entweder selbsttätig oder nach Auslösen einer Verriegelung. Sobald das Sägeblatt aus dem zu bearbeitenden Werkstück entfernt wird, schließt die Schutzabdeckung selbsttätig.
Bekannte Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass die Schutzvorrichtungen für einen Werkzeugwechsel in der Regel zu demontieren sind, und keinerlei Anpassmöglichkeiten an verschiedene Wellenabmessungen bestehen.
Eine Handwerkzeugmaschine nach dem Stand der Technik ist beispielsweise aus der DE 101 10 119 AI bekannt, die ein Elektrohandwerkzeug mit einem drehend antreibbaren scheibenförmigen Werkzeug beschreibt, umfassend eine schwenkbare Werkzeugabdeckung. Dabei soll die Werkzeugabdeckung so gestaltet sein, dass die Stirnseite der Werkzeugabdeckung bei einer Betätigung zumindest einen Teil der Oberfläche des scheibenförmigen Werkzeugs in eine Richtung quer zur Umfangsrichtung desselben überquert und eine im Wesentlichen gekrümmte Stirnfläche hat. Des Weiteren ist eine feste Schutzhaube vorgesehen, die das Werkzeug zum Benutzer hin umfangseitig abdeckt. Dabei ist die Schwenkachse für die Werkzeugabdeckung exzentrisch zur Spindelachse des Werkzeugs vorgesehen. Nachteilig ist hierbei, aufgrund der exzentrischen Anordnung der Anlenkung der Werkzeugabdeckung, dass lediglich eine Verschwenkung in eine Richtung erfolgen kann, so dass die Maschine nicht beliebig beispielsweise für Rechts-und Linkshänder einsetzbar ist und auch bestimmte Bearbeitungssituationen nur schwierig realisiert werden können.
Des Weiteren ist aus der DE 30 37 573 C2 eine zweiteilige Schutz-und Absaughaube für Winkelschleifmaschinen bekannt, umfassend einen stationären Haubenteil sowie einen schwenkbar gelagerten Haubenteil, wobei beide Haubenteile sektorförmig ausgebildet sind und der Sektorwinkel des ersten Haubenteils kleiner als der Sektorwinkel des zweiten Haubenteils ist, wobei durch Verschwenkung des verschwenkbaren zweiten Haubenteils ein zusätzlicher Arbeitsbereich für eine Eckenbearbeitung frei wird. Nachteilig ist hierbei, dass keine vollständige Abdeckung des Werkzeugs in der Ruheposition gegeben ist.
Des Weiteren offenbart die DE 101 07 290 A1 eine Schutzvorrichtung für Elektrohandmaschinen, umfassend einen starren und einen drehbaren Teil, der den Gefahrenbereich nahezu vollständig abdeckt. Darüber hinaus ist eine Rückstellvorrichtung vorgesehen, die ein Zurückschwenken des schwenkbaren Teils in eine Ruheposition sicherstellt.
Nachteilig ist hierbei die geringe Flexibilität.
Das deutsche Gebrauchsmuster G 90 05 339.7 offenbart ein rotierendes Werkzeug, insbesondere eine Pendelschleifmaschine, bei der eine drehbare Schutzhaube, zusätzlich zu einer starren Schutzhaube vorgesehen ist, wobei ein Stellantrieb für die zweite Schutzhaube vorgesehen ist, wobei eine Steuerung des Stellantriebs zwangsläufig in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen erfolgen soll. Eine derartige Konstruktion ist aufwendig und darüber hinaus erfolgt keine automatische Rückstellung der Schutzhaube.
Schließlich ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 85 32 524.4 eine Vollschutzhaube für eine tragbare Werkzeugmaschine bekannt, die das Schneidwerkzeug voll umgibt, insbesondere für Winkelschleifer, mit einem starren Haubenteil und einer Pendelhaube, wobei Haubenteil und Pendelhaube zusammen einen geschlossenen, im Wesentlichen nur im Bereich der Werkzeugwelle offenen Raum bilden und das Schneidwerkzeug umschließen. Dabei ist vorgesehen, dass die Pendelhaube so anzubringen ist, dass die Pendelhaube im Betrieb durch Auflegen auf das Werkstück mit der Drehrichtung der Werkzeugwelle nach hinten in das obere Haubenteil verschwenkt und nach Beendigung des Arbeitsvorgangs die Pendelhaube wieder nach vorne gleitet und wieder einen Vollschutz bildet, obwohl das Schneidwerkzeug noch immer rotiert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Handwerkzeug bereitzustellen, das den gängigen Richtlinien genügt und gleichzeitig ein Arbeiten in sämtlichen Lagen ermöglicht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Elektrohandwerkzeug der gattungsgemäßen Art, bei dem die Schutzhaube zwei oder mehr bewegliche Teile umfasst, die zusammen mit dem festen Teil in der Ruheposition des Werkzeugs dieses vollständig abdecken.
Durch eine derartige Gestaltung mit einem festen Teil sowie mindestens zwei oder mehr beweglichen Schutzhaubenteilen, wobei in einer Ruheposition das Werkzeug ganz umschlossen wird, entsteht der Vorteil, dass nur ein geringer Verschwenk- bzw. Verschiebeweg der einzelnen Anteile oder Segmente der beweglichen Schutzhaube notwendig wird. Insbesondere kann der Verschiebeweg jeweils anteilig von zwei aneinandergrenzenden Schutzhaubenteilen realisiert werden, so dass keine großen Verschiebewege notwendig werden, und dennoch eine Vielzahl von Bearbeitungspositionen erreicht werden können. D. h. zum Öffnen der beweglichen Schutzhaube wird nicht nur ein Schutzhaubensegment bewegt, sondern wenigstens die zwei an eine Bearbeitungsstelle angrenzenden Segmente, so dass zur Freigabe eines vorgegebenen Werkzeugbereichs jeweils nur kleine Bewegungen der Segmente notwendig sind. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Schließen durch Federkraft erfolgt, d. h. dass die beweglichen Teile durch eine Federkraft so vorgespannt sind, dass sie gegeneinander anliegen. Hierdurch kann ein verbesserter Schutz von Anwender und Umgebung vor Schäden durch Berührung des rotierenden Werkzeugs erreicht werden. Auch bei Scheibenbruch wird eine verbesserte Abdeckung erreicht. Schließlich kann der Funkenflug an die Umgebung sowie die Verschmutzung durch Staub verringert werden. Durch die Verwendung von zwei oder mehr beweglichen Schutzhaubenteilen ist die Bewegungsfreiheit gegenüber herkömmlichen Schutzhauben erhöht. Durch die besonders gute Erreichbarkeit auch schwieriger Bearbeitungsstellen wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Anwender eines entsprechenden Elektrohandwerkzeugs eine Demontage des Schutzmechanismus vornimmt, was in der Vergangenheit oft erfolgt ist, verringert.
Schließlich kann durch die besonders gute Abdeckung des Werkzeugs auch bei beispielsweise einem Winkelschleifer ein sogenannter"gegenläufiger Schnitt"eingesetzt werden, der im Stand der Technik aufgrund von Staub und Funkenflug nicht verwendet wird. Der gegenläufige Schnitt wird seither lediglich bei Handkreissägen eingesetzt. Durch die Nutzung dieser Schnittrichtung können jedoch die Anwendungskräfte verringert und die Schnittgeschwindigkeit erhöht werden.
Eine Positionierung der Schutzhaube je nach Anwendungsfall entfällt, wodurch der Aufwand zum Umrüsten verringert wird.
Teilweise unergonomische Körperhaltungen durch festgestellte oder nur teilweise bewegliche Schutzhauben werden vermieden, die insbesondere zum Ende längerer Trennschnitte oft zu unpassenden Fixierungen führen.
Nach einem ersten Ausführungsbeispiel kann dabei vorgesehen sein, dass das Elektrohandwerkzeug eine Schutzhaube mit drei oder mehr beweglichen Teilen aufweist, die insbesondere teleskopartig segmentiert und ineinander schiebbar sind.
Trotz dieser Ineinanderschiebbarkeit kann vorgesehen sein, dass zwischen jedem der Teile oder Segmente und einem benachbarten Teil oder Segment der Bearbeitungsbereich angeordnet sein kann. Durch die Vorsehung von mehr als zwei ineinanderschiebbaren Teilen wird die Sicherheit deutlich verbessert bei gleichzeitig hoher Flexibiltät des Arbeitsbereichs. Neben einer teleskopartig ineinanderschiebbaren Gestaltung können die Segmente auch stoßartig gegeneinander anliegen und gegeneinander vorgespannt sein.
Die beweglichen Teile der Schutzhaube können sich dabei bis in den Bereich der starren Schutzhaube erstrecken, die die beweglichen Teile zumindest teilweise überdecken bzw. aufnehmen kann.
Im Gegensatz zu gegeneinander anliegende Segmente bzw. Teile der beweglichen Schutzhaube, wobei entweder zwischen jedem beliebigen oder nur bestimmten Segmenten ein Teilbereich des Werkzeugs als Arbeitsbereich von der Schutzhaube befreit werden kann, wird für die Flexibilität der Größe des Arbeitsbereichs durch die teleskopartig ineinanderschiebbaren Teile ein Vorteil erreicht. Bei einer teleskopartigen Gestaltung kann die bewegliche Schutzhaube z. B. auch 360° umspannen. Bei einer stoßartigen Gestaltung muss der maximal vorzusehende Arbeitsbereich minimal ausgespart werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass bei einer teleskopartigen Gestaltung der Segmente nicht zwischen jedem der einzelnen Teile ein Arbeitsbereich definiert werden kann. Sofern sich jedoch die beweglichen Teile über annähernd 360° des Werkzeugs erstrecken, können die Teile, zwischen denen ein Arbeitsbereich definiert werden kann, frei beweglich an die jeweilige gewünschte Arbeitsposition gedreht werden ohne weitere Bereiche freizugeben. Dabei erfolgt, z. B. federvorgespannt, eine Belastung der Teile zwischen denen der Arbeitsbereich aufgespannt werden kann in der Ruheposition gegeneinander. Wird nun eine Öffnung des Arbeitsbereiches vorgenommen, so schieben sich die einzelnen Segmente ineinander, wobei z. B. das innerste Segment das Segment ist, dass dem definierten Arbeitsbereich am nächsten liegt. Die Segmente können dabei teilweise durch die starre Schutzhaube, die den dem Benutzer zugewandten Bereich abdeckt, überdeckt sein und in diesem geführt werden. Die gesamte bewegliche Schutzhaube kann dabei bezüglich der festen Schutzhaube zumindest in dem Bereich, der nicht durch die feste Schutzhaube überdeckt ist, frei verschwenkt werden.
Durch die starke Aufteilung kann insbesondere der notwendige Platzbedarf, der für die Verschiebung der einzelnen Teile erforderlich ist, verringert werden. Dabei kann durch Vorsehung von drei oder mehr Bestandteilen, die beweglich sind, der Verschiebeweg weiter verringert werden und damit die Sicherheit der Maschine auch über längere Schnittwege sichergestellt werden, da jeweils nur ein geringer Öffnungswinkel und damit nur ein geringes Freiliegen des Werkzeugs besteht.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der feste Teil der Schutzhaube in Richtung eines Gehäuses des Elektrohandwerkzeugs bzw. des Benutzers zeigt und insbesondere symmetrisch zur Längsachse des Gehäuses angeordnet ist.
Insbesondere kann der feste Teil im Wesentlichen 120° der Schleifscheibe abdecken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Maschinen, die teilweise bis zu 180° der Schleifscheibe abdecken, kann so ein größerer Winkelbereich zur Bearbeitung von Werkstücken herangezogen werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass die zwei beweglichen Teile jeweils im Wesentlichen 120° des Werkzeugs in der Ruheposition überdecken. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die beweglichen Teile der Schutzhaube jeweils im Wesentlichen 180° bzw. zwischen 180° und 120° abdecken und bei einer Öffnung der Schutzhaube die beweglichen Teile entweder innerhalb des festen Teils aneinander vorbeigleiten oder teleskopisch ineinander schiebbar sind, so dass unabhängig von der Winkelposition auf dem Werkzeug, die zur Bearbeitung dienen soll, stets der gesamte restliche Bereich des Werkzeugs durch die Schutzhaube umschlossen ist.
Alternativ kann auch lediglich eine Überdeckung von einem Viertel, also 90° bzw. eine Überdeckung von 180° durch den festen Anteil gegeben sein. Insbesondere kann vorgesehen, dass sich die beweglichen Schutzhaubenteile über den freien Umfang, der nicht durch den festen Schutzhaubenteil überdeckt ist, vorzugsweise in gleiche Teile aufteilen.
Dabei kann vorgesehen sein, dass der feste Teil unlösbar mit dem Maschinengehäuse verbunden ist. Insbesondere kann auch der bewegliche Teil unlösbar verbunden sein, um so eine Demontage seitens des Anwenders zu verhindern.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Schutzhaube selbständig durch den Kontakt mit dem zu bearbeitenden Werkstück geöffnet wird, wobei die Öffnung jeweils nur so viel erfolgt, wie von dem Werkzeug zur Bearbeitung unbedingt freigelegt werden muss.
Hierzu kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass an einem oder mehreren der beweglichen Teile der Schutzhaube im Bereich der Kontaktstellen zwischen den beweglichen Teilen, die zur Freigabe eines Arbeitsbereichs vorgesehen sind, Zuführungseinrichtungen für ein Werkstück vorgesehen sind.
Hierdurch wird ein leichteres Öffnen sowie ein leichteres Positionieren des Werkzeugs des Elektrohandwerkzeugs am Werkstück erreicht. Ein Abgleiten mit der Schutzhaube am Werkstück kann somit weitgehend vermieden werden.
Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass eine manuelle Betätigung der Schutzhaube erfolgen kann, wobei beispielsweise eine zum Öffnen der Schutzhaube vorgesehene Öffnungseinrichtung im Bereich eines an einem Elektrohandwerkzeug vorgesehenen Haltegriffs angeordnet sein kann.
Schließlich kann zur weiteren Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie für eine geringere Beeinträchtigung der Umwelt vorgesehen sein, dass eine Absaugvorrichtung an das Elektrohandwerkzeug angeschlossen werden kann, wobei die Absaugvorrichtung insbesondere im Bereich des festen Teils der Schutzhaube eine Anschlussmöglichkeit besitzen kann.
Durch eine entsprechende Anordnung der Absaugvorrichtung wird durch die Absaugvorrichtung keine Beeinträchtigung der Sicherheitseinrichtungen hervorgerufen, wobei insbesondere am Gehäuse des Elektrohandwerkzeugs die Zuführung zur Absaugvorrichtung sicher erfolgen kann bzw. entsprechende Staubauffangeinrichtungen angebracht werden können.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Anmeldungsunterlagen. Die Erfindung soll im Folgenden anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Dabei zeigen : Figur 1 einen Winkelschleifer in einer Seitenansicht und Figur 2 den Winkelschleifer gemäß Figur 1 in einer Ansicht von unten.
Figur 1 zeigt einen Winkelschleifer in einer Seitenansicht, der in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Der Winkelschleifer umfasst ein Maschinengehäuse 12, das eine Längsachse 14 aufweist, entlang der sich das Maschinengehäuse erstreckt. Dabei umfasst das Maschinengehäuse 12 ein werkzeugseitiges Ende 16 sowie ein entgegengesetztes Ende 18, an dem ein Kabel 20 zum Anschluss an ein Stromversorgungsnetz vorgesehen ist. Im Maschinengehäuse 12 ist ein Antriebsmotor vorgesehen, der über eine Welle ein Werkzeug, hier eine Schleifscheibe 22 drehend antreibt. Darüber hinaus ist ein Umlenkgetriebe (nicht dargestellt) vorgesehen, über welches die Drehbewegung in Richtung der Achse 14 in eine Drehbewegung in Richtung einer Achse 24, die der Rotationsachse des Werkzeugs 22 entspricht und durch den Mittelpunkt des Werkzeugs verläuft, umgelenkt wird. Das Umlenkgetriebe ist hierbei in einem Getriebegehäuse 26 angeordnet, das mit dem Motorgehäuse bzw.
Maschinengehäuse 12 verbunden ist. Einstückig mit dem Motor- bzw. Maschinengehäuse 12 ist ein starrer bzw. fester Teil einer Schutzhaube 28 verbunden, die zur teilweisen Abdeckung des Werkzeugs 22 dient, wobei der feste Anteil der Schutzhaube 28 in Richtung auf das Maschinengehäuse und damit in Richtung auf einen Bediener des Elektrohandwerkzeugs bei einer normalen Bedienposition gerichtet ist.
Das Gehäuse 12 kann dabei aus Kunststoff hergestellt sein, insbesondere in Form eines Zweischalengehäuses, das im Spritzgussverfahren produziert wird. Im festen Anteil der Schutzhaube 28 kann darüber hinaus einstückig hiermit verbunden ein Stutzen 30 angeordnet sein, an den eine externe Staubabsaugvorrichtung angeschlossen werden kann, wodurch die Staubentwicklung beim insbesondere Schleifen deutlich verringert werden kann. Hierdurch wird die Umweltbelastung, aber auch die Belastung der Bedienperson mit zum Teil gesundheitsgefährdenden Schleifstäuben verringert.
Das Gehäuse 12 selbst dient hierbei als erster Handgriff, wobei das Gehäuse 12 vom Bediener mit einer oder beiden Händen umgriffen wird, so dass die Maschine auf diese Weise gehalten und positioniert werden kann.
Um den Sicherheitsrichtlinien zu genügen und ein besonders ergonomisches Arbeiten auch an schwierig zu erreichenden Positionen bzw. über längere Bearbeitungsstrecken zu gewährleisten, ist des Weiteren ein beweglicher Anteil der Schutzhaube 32 vorgesehen, die aus mindestens zwei Teilen besteht. Dabei überdeckt der bewegliche Teil 32 der Schutzhaube den vom Bediener weg gerichteten Teil des Werkzeugs 22. Die Schutzhaube umgreift dabei in der gezeigten Seitenansicht das Werkzeug sowohl an seiner Ober-als auch seiner Unterseite und lässt an der Unterseite lediglich eine Öffnung für die das Werkzeug tragende Welle 34, die koaxial zur Längsachse 24 des Schleifwerkzeugs verläuft.
Dabei weisen der feste Anteil 28 sowie die beweglichen Anteile 32 der Schutzhaube zusammen im Wesentlichen ebenfalls eine kreisförmige Form auf, wobei der Durchmesser der Schutzhaube größer als der Durchmesser des Werkzeugs 22 ausgelegt ist.
Figur 2 zeigt nun den Winkelschleifer 10 in einer Ansicht von unten in Richtung des Pfeils II. Dabei kann in der Ansicht von unten die Aufteilung der Schutzhaube in feste 28 und bewegliche Bestandteile 32 gesehen werden. Der feste Anteil 28 umschließt dabei im Wesentlichen einen Bereich von 120° des Werkzeugs 22, wobei die Anordnung des festen Teils 28 symmetrisch zur Längsachse 14 des Gehäuses 12 verläuft.
Die beweglichen Bestandteile 32a und 32b umschließen hierbei jeweils im Wesentlichen 180° des Werkzeugs, wobei der bewegliche Teil 32b teleskopartig in den beweglichen Teil 32a eingeschoben werden kann und darüber hinaus beide beweglichen Teile innerhalb des starren Teils 28 teleskopartig geführt sind.
Darüber hinaus sind die beweglichen Bestandteile 32a und 32b mit einer Zuführungseinrichtung 36 ausgestattet, die durch zwei Vorsprünge am Kreisumfang der beweglichen Teile 32a und 32b im Bereich der Kontaktflächen zwischen den beweglichen Bestandteilen der Schutzhaube gebildet wird, wobei die beiden Vorsprünge einen V-förmigen Bereich zwischen sich einschließen, sofern die Schutzeinrichtung in der Ruheposition ist und das zu bearbeitende Werkstück in Richtung des Pfeils 38 zwischen die Vorsprünge eingeführt und durch den V-förmigen Zwischenraum sicher geführt wird und so zu einer Auseinanderspreizung der beweglichen Bestandteile 32a und 32b der Schutzhaube führt, wobei die Bestandteile um die Längsachse 24 verdreht werden.
Beide beweglichen Bestandteile der Schutzhaube 32a und 32b sind dabei über eine Feder vorgespannt, wobei die Federkraft jeweils in Richtung auf den anderen Schutzhaubenbestandteil 32a bzw. 32b wirkt. Auf diese Weise sowie durch die Anordnung der beweglichen Schutzhaubenanteile über 180° wird erreicht, dass jeweils nur ein geringer Anteil des Werkzeugs freigegeben wird, wodurch zu jedem Zeitpunkt eine größtmögliche Abdeckung des Werkzeugs und damit eine größtmögliche Sicherung der Umwelt und des Bedieners erreicht wird.
Alternativ zu der Zuführungseinrichtung, die zu einer automatischen Öffnung der Schutzhaube 32 bei Kontakt mit einem Werkstück führt, kann des Weiteren eine manuelle Öffnungseinrichtung 40 vorgesehen sein, die an einem zusätzlichen Handgriff 42 angebracht sein kann, wobei der zusätzliche Handgriff 42 an der festen Schutzhaube 28 angeordnet ist. Durch den zusätzlichen Handgriff 42 kann die Handwerkzeugmaschine noch sicherer im Zweihandbetrieb geführt werden, auch bei größeren wirkenden Kräften.
Auf diese Weise kann eine Winkelschleifmaschine bereitgestellt werden, die einen größtmöglichen Schutz gewährleistet und gleichzeitig ein besonders ergonomisches Arbeiten in einem möglichst großen Winkelbereich über das Werkzeug 22 ermöglicht.
Next Patent: METHOD FOR PRODUCING VITRIFIED DIAMOND WHETSTONE
