| JP2010233418 | LINEAR MOTOR |
| JP2009089518 | LINEAR MOTOR AND METHOD FOR MOUNTING THE SAME |
| JP2009060730 | LINEAR MOTOR |
GRAF, Daniel (Eberdinger Weg 3/2, Ditzingen, 71254, DE)
| Ansprüche 1. Elektrischer Linearantrieb zur Erzeugung von geradlinigen Bewegungen entlang einer vorbestimmten Bewegungsachse mit einer Stator-Baugruppe (12) und einer Läufer-Baugruppe (18), die relativ zur Stator-Baugruppe (12) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Läufer-Baugruppe (18) als zumindest ein bandförmiger und umlenkbarer Läufer (19) ausgebildet ist, dass die Stator-Baugruppe (12) zumindest einen Grundkörper (14) und eine Vielzahl von im Grundkörper (14) angeordneten Spulenkörpern (16) aufweist, die zur Erzeugung einer Antriebskraft entlang der vorbestimmten Bewegungsachse des Läufers (19) im Grundkörper (14) ausgerichtet sind, dass der zumindest eine Grundkörper (14) zumindest zwei Umlenkungen (22) einer Umlenkeinrichtung (21) zugeordnet ist, durch welche der Läufer (19) zumindest teilweise entlang des Grundkörpers (14) geführt ist und zumindest einen ersten Überdeckungsbereich (42) zum Grundkörper (14) bildet, und dass der Läufer (19) zumindest ein Koppelelement (24) zur Übertragung einer Linearbewegung auf eine zu bewegende Last aufweist. 2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) durch die Umlenkung (22) zumindest teilweise entlang des Grundkörpers (14) geführt wird und in einen weiteren Überdeckungsbereich (42) übergeführt wird, in dem die Bewegungsrichtung des Läufers (19) entgegengesetzt zum ersten Überdeckungsbereich (42) ist. 3. Linearantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) eine Vielzahl von im Abstand zueinander angeordneten Permanentmagneten (37) aufweist, die im Läufer (19) eingelegt oder integriert oder auf dem Läufer (19) aufgebracht oder fixiert sind. 4. Linearantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19), der vorzugsweise nach dem Zugprinzip arbeitet, als Gliederkette mit mehreren Kettengliedern (28) ausgebildet ist, bei dem zwei zueinander beabstandete Kettenglieder (28) durch eine Lagerachse (29) schwenkbar miteinander verbunden sind, die vorzugsweise spielfrei zueinander angeordnet sind. 5. Linearantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Läufer (19), insbesondere an der Lagerachse (29) oder an dem Kettenglied (28) zumindest ein Führungselement (39) vorgesehen ist, welches an zumindest einer Führung (41) angreift und den Läufer (19) in einem definierten Abstand zum Grundkörper (14) der Stator-Baugruppe (12) führt. 6. Linearantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (41) am Grundkörper (14) der Stator-Baugruppe (12) angeordnet ist und vorzugsweise als Lauf- oder Gleitfläche ausgebildet ist und dass das Führungselement (39) zumindest ein Wälzoder Gleitlager aufweist, welches vorzugsweise an der Lagerachse (29) vorgesehen ist. 7. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Umlenkung (22) der Umlenkeinrichtung (21) einen Durchmesser aufweist, der zumindest geringfügig größer als eine tangential zur Umlenkung (22) zugeordnete Stirnfläche des Grundkörpers (14) ausgebildet ist. 8. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) in einem zwischen dem Grundkörper (14) und einem weiteren Statorabschnitt (54) gebildeten Spalt hindurchführbar ist. 9. Linearantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19), der nach dem Schubprinzip arbeitet, lose aneinander gereihte Kettenglieder (28) aufweist, welche in einer Führung (56) vorgesehen sind, wobei die Führung (56) in einem Gehäuse (61) vorgesehen ist, welches den Grundkörper (14) und den Statorabschnitt (54) umfasst. 10. Linearantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der nach dem Schubprinzip arbeitende Läufer (19) Kettenglieder (28) aufweist, welche in Schubrichtung eine konvexe oder konkave vordere Stirnseite (57) aufweisen, die an einer komplementär ausgebildeten Stirnseite (58) der vorauseilenden Kettenglieder (28) angreifen und insbesondere dazwischenliegend eine reibungsminimie- rende Beschichtung oder eine Wälzlagerung aufweisen. 11. Linearantrieb nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenglieder (28) eine seitliche Lagerung aufweisen, die als mechanische Lagerung, insbesondere Rollenlagerung oder Gleitlagerung, oder als magnetische Lagerung ausgebildet sind. 12. Linearantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) aus einem Polymer- oder Gummiwerkstoff- ausgebildet ist. 13. Linearantrieb nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19), der aus Polymer- oder Gummiwerkstoff ausgebildet ist und nach dem Schubprinzip arbeitet, in einer Führung (56) vorgesehen ist, wobei die Führung (56) durch den Grundkörper (14) und den den Grundkörper (14) umgebenden Statorabschnitt (54) gebildet ist. 14. Linearantrieb nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) in der Führung (56) in einem Flüssigkeitsfilm, insbesondere in einen unter Druck stehenden Ölfilm, gelagert ist. 15. Linearantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass spiegelbildlich zum ersten Überdeckungsbereich (42) eines ersten Läufers (19) und eines ersten Grundkörpers (14) ein weiterer Überdeckungsbereich (42) zwischen einem zweiten Läufer (19') und einem zweiten Grundkörper (14') gebildet ist und der erste und zweite Läufer (19, 19') miteinander bewegungsgekoppelt sind. 16. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer (19) als Endlosband ausgebildet ist und den zumindest einen Grundkörper (14) der Stator-Baugruppe (12) vollständig umschließt. 17. Linearantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Grundkörper (14) eine Kühlung (62), insbesondere die Spulenkörper (16) umgebende Kühlkanäle vorgesehen ist. 18. Linearantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (56) zur Aufnahme von zumindest einem Läufer (19) durch eine mitbewegte Abdeckung (66) oder eine feststehende Abdeckung (69) geschlossen ist, und vorzugsweise der Läufer (19) durch die Abdeckung (66) in der Führung (56) eingespannt ist. |
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Linearantrieb zur Erzeugung von geradlinigen Bewegungen entlang einer vorbestimmten Bewegungsachse.
Aus der DE 203 16 493 Ul ist ein Linearantrieb bekannt, der mit einer Stator-Baugruppe (Sekundärteil) und einer Läufer-Baugruppe (Primärteil) versehen ist, die relativ zueinander beweglich sind. Die Stator- Baugruppe umfasst ein U-förmiges Gehäuse, das zwei parallele Schenkel aufweist, die über einen Verbindungsschenkel miteinander verbunden sind. An den beiden parallel ausgerichteten Schenkeln sind jeweils Magnete zum Aufbau eines magnetischen Feldes vorgesehen, welche die Stator-Baugruppe bilden. Der Läufer ist mit zumindest einer eisenlosen Wicklung versehen, die sich in einem Spalt zwischen den beiden Schen- kein des Gehäuses befindet. Zusätzlich weist der Läufer einen antriebs- seitigen Fortsatz für eine Befestigung an einer zu bewegenden Last auf. Durch eine solche Anordnung soll eine hohe Dynamik erzielbar sein, da die bewegte Masse des Läufers mit den darin angeordneten Spulen gering ist.
Solche Anordnungen weisen den Nachteil auf, dass die zu erzeugende Kraft zur Bewegung einer Last durch die Größe des Läufers im Stator beschränkt ist. Zumeist werden in der Länge kleine Läufer vorgesehen, damit das im Verhältnis dazu lang ausgebildete Statorgehäuse einen möglichst großen Hub ermöglicht. Dies bedingt wiederum eine nur geringe Antriebskraft zum Bewegen einer Last oder es erfordert eine entsprechende Baugröße zur Erzeugung großer Antriebskräfte. Darüber hinaus ist die Kabelführung zur Stromversorgung aufwändig und nachteilig.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Linearmotor zu schaffen, der bei einem geringen Bauvolumen gleiche dynamische Eigenschaften oder bei gleichem Bauraum entsprechend höhere Antriebskräfte ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen elektrischen Linearantrieb gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
Durch die Ausgestaltung der Läufer-Baugruppe mit einem bandförmigen und umlenkbaren Läufer sowie einer Stator-Baugruppe, die zumindest einen Grundkörper mit einer Vielzahl von Spulenkörpern aufweist, die zur Erzeugung einer Bewegungsrichtung entlang einer vorbestimmten Bewegungsachse des Läufers zum Grundkörper ausgerichtet sind und mit zumindest zwei Umlenkungen einer Umlenkeinrichtung, welche dem Grundkörper zugeordnet sind, so dass zumindest ein erster Überdeckungsbereich zwischen dem Läufer und dem Grundkörper gebildet ist, wird ermöglicht, dass während der Verfahrbewegung des an einer Last angreifenden Koppelelementes eine gleichbleibende Länge des Überdeckungsbereiches erhalten bleibt, so dass eine permanent wirkende Flä- che für die Erzeugung der Antriebsbewegung des Läufers vorliegt. Dadurch kann eine wesentlich höhere Antriebskraft bei gleichem Bauraum zum Bewegen einer Last erzielt werden, als dies bei einer Vorrichtung gemäß des eingangs genannten Standes der Technik der Fall ist, da der permanent zur Verfügung stehende Überdeckungsbereich größer als ein herkömmlicher Läufer ist, dessen Größe sich aus der Länge des Läufers ergibt, die jedoch wesentlich kleiner als die ansteuerbare Verfahrstrecke des Linearantriebs ist. Es kann also bei gleicher Antriebskraft ein verkleinerter Bauraum erzielt werden, wodurch eine erhöhte Flexibilität in der Anwendung geschaffen wird. Eine solche Anordnung ermöglicht eine kompakte Bauweise, wobei die Länge der Antriebsstrecke durch den Abstand zwischen zwei Umlenkungen und einem dazwischen sich erstreckenden oder dazu benachbarten Grundkörper bestimmt ist.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Linearantriebs sieht vor, dass der Läufer durch die Umlenkung zumindest teilweise entlang des Grundkörpers geführt wird und in einen weiteren Überlappungsbereich übergeführt wird, indem die Bewegungsrichtung des Läufers entgegengesetzt zum ersten Überlappungsbereich ist. Dadurch kann beispielsweise bewirkt werden, dass bei einem plattenförmigen Grundkörper ein erster Überlappungsbereich, der entlang einer Stirnfläche gebildet ist, auch an der gegenüberliegenden Stirnfläche ausgebildet werden kann. Dadurch wird die permanent wirkende Fläche zur Erzeugung einer Antriebskraft auf den Läufer verdoppelt. Dies ermöglicht eine weitere Verkleinerung des Bauraumes. Alternativ kann bei gleichem Bauraum eine Erhöhung der Antriebskraft erzielt werden.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Läufer eine Vielzahl mit Abstand zueinander angeordneten Permanentmagneten aufweist, die eingelegt oder integriert sind. Diese können beim Herstellungsprozess eingebracht werden. Ebenso können die Permanentmagnete nachträglich durch eine Klebe-, Klemmoder Rastverbindung oder dergleichen am Läufer angeordnet werden.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Läufer als Gliederkette oder als Gliederband ausgebildet ist, bei der zwei zueinander benachbarte Kettenglieder durch eine Lagerachse schwenkbar miteinander verbunden sind. Diese Anordnung ermöglicht eine einfache Anpassung des Läufers an die Länge des Grundkörpers beziehungsweise den Abstand von zumindest zwei Umlenkeinrichtungen zueinander. Durch die Ausgestaltung einer Gliederkette ist ein modularer Aufbau eines Bandes mit zwei Enden oder eines Endlosbandes geschaffen. Ein solcher Läufer kann sowohl nach dem Zugprinzip als auch nach dem Schubprinzip arbeiten.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kettenglieder der Gliederkette spielfrei zueinander angeordnet sind. Beispielsweise können vorgespannte Lager eingesetzt werden für den Fall, dass die Kettenglieder der Gliederkette nach dem Zugprinzip arbeiten. Dadurch soll bei einem Richtungswechsel in der Bewegungsrichtung zum Antrieb einer Last eine möglichst exakte Ansteuerung geschaffen werden.
Am Läufer, insbesondere an der Lagerachse oder an dem Kettenglied des Läufers, ist bevorzugt zumindest ein Führungselement vorgesehen, welches an zumindest einer Führung angreift und das zum Beispiel Endlosband oder Kettenglied in einem definierten Abstand zum Grundkörper der Stator-Baugruppe führt. Dieser definierte Abstand ist zur Induzierung einer Antriebskraft in der Läufer-Baugruppe in Abhängigkeit der Spulenkörper und den verwendeten Materialien für den Läufer und/oder den gegebenenfalls daran angeordneten Permanentmagneten maßgeblich und kann durch die Anordnung der Führungselemente entlang einer Antriebsstrecke konstant gehalten werden.
Die Führung der Führungselemente ist bevorzugt an dem zumindest einen Grundkörper der Stator-Baugruppe angeordnet. Insbesondere kann diese daran integriert sein, so dass eine konstruktiv einfache Ausgestaltung gegeben ist. Insbesondere ist diese Führung als Lauf- oder Gleitfläche ausgebildet. Dadurch kann eine reibungsarme Führung erzielt werden, die nur geringfügig der maximalen Antriebskraft beziehungsweise der Kraft zum Bewegen einer Last entgegenwirkt. Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass das zumindest eine Führungselement als Rollen- oder Gleitlager ausgebildet ist. Die Führungselemente werden bevorzugt an die Führung angepasst, so dass entsprechend reibungsarme Paarungen ausgewählt werden. Beispielsweise kann das Führungselement als Wälzlager ausgebildet sein, welches auf einer Lauffläche abrollt. Alternativ können auch Gleitlager vorgesehen sein. Das Führungselement, welches beispielsweise als Rollen- oder Wälzlager ausgebildet ist, wird bevorzugt an der Lagerachse befestigt, wodurch eine bauteilreduzierte Anordnung gegeben ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Umlenkeinrichtung als Umlenkung eine Umlenkrolle, Umlenkwalze oder halbkreisförmige Führung aufweist. Solche Umlenkeinrichtungen können bevorzugt im Durchmesser der Dicke eines benachbarten Grundkörpers der Stator-Baugruppe entsprechen, so dass beispielsweise ein oberer und unterer Bahnabschnitt des Läufers parallel zum Grundkörper geführt wird. Des Weiteren wird bevorzugt durch eine Bandspanneinrichtung eine Einstellung für die Bandspannung ermöglicht, sofern der Läufer im Zugprinzip arbeitet. Zusätzlich können auftretende Längenänderungen ausgeglichen werden, die beispielsweise aufgrund von Beschleunigungsvorgängen und somit Verfahrgeschwindigkeitsände- rungen des Läufers auftreten. Eine solche Bandspanneinrichtung kann sowohl bei der Ausgestaltung des Läufers als Endlosband als auch bei der Ausgestaltung des Läufers als ein durchlaufendes Band, bzw. ein nicht geschlossenes Band vorgesehen sein. Bei der Ausgestaltung eines durchlaufenden Bandes kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine Umlenkwalze unmittelbar an einer Stirnseite des Grundkörpers vorgesehen ist und eine gegenüberliegende Umlenkwalze außerhalb des Bereiches des Grundkörpers liegt, so dass der Läufer parallel zum Grundkörper geführt, jedoch in entgegengesetzter Richtung zur weiteren Umlenkwalze den Läufer umlenkt. Dadurch kann eine Art Z-förmige Führung entlang des Grundkörpers erzielt werden, bei der beidseitig des Grundkörpers Überdeckungsbereiche ausgebildet sind, die in die selbe Richtung eine Antriebskraft erzeugen. Ergänzend kann eine solche Bandspanneinrichtung bei der zuletzt genannten Ausführungsform in einer Auf- oder Abwickeleinrichtung des Läufers vorgesehen sein, wodurch die Anordnung des durchlaufenden Läufers zum Grundkörper ermöglicht wird.
Nach einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Läufer in einem zwischen dem Grundkörper und einem weiteren Statorabschnitt gebildeten Spalt hindurchführbar ist. Somit sind beidseitig vom Läufer innerhalb des Überdeckungsbereiches des Läufers und Grundkörpers entlang einer linearen Bewegungsachse Spulenkörper vorgesehen, die eine Antriebskraft auf den Läufer übertragen.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Läufer, der nach dem Schubprinzip arbeitet, lose aneinander gereihte Kettenglieder aufweist, welche in einer umlaufenden Führung vorgesehen sind, wobei die Führung in einem Gehäuse vorgesehen ist, welches den Grundkörper und den Statorabschnitt umfasst. Dadurch wird ein geschlossenes System gebildet, welches in Form eines kompakten Antriebes ausgebildet ist. Darüber hinaus ist bei dieser Anordnung eine Abschirmung zur Umgebung bezüglich des magnetischen Flusses möglich. Darüber hinaus wird durch die Aneinanderreihung der Kettenglieder eine spielfreie Anordnung ermöglicht.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der nach dem Schubprinzip arbeitende Läufer Kettenglieder aufweist, welche in Schubrichtung eine konvexe oder konkave vordere Stirnseite aufweisen, die an einer komplementär ausgebildeten Stirnseite des vorauseilenden Kettengliedes angreift. Bevorzugt ist zwischen den aneinander grenzenden Stirnseiten der Kettenglieder eine reibungsminimierende Beschichtung oder ein Wälzkörper vorgesehen.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Kettenglieder eine seitliche Lagerung aufweisen, die als mechanische Lagerung oder als magnetische Lagerung ausgebildet ist. In Abhängigkeit der Kraftverhältnisse und des Einbauvolumens eines solchen Linearantriebes kann die mechanische oder magnetische Lagerung ausgewählt werden. Bei der mechanischen Lagerung sind bevorzugt Rollen- oder Wälzlager vorgesehen. Alternativ kann ebenso eine Gleitlagerung durch eine entsprechende Materialpaarung ermöglicht sein. Durch die alternative Ausgestaltung einer Magnetlagerung kann ein Luftspalt zwischen den Kettengliedern und den äußeren Führungswänden gegeben sein, wodurch eine reibungsfreie oder zumindest reibungsarme Führung ermöglicht ist.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Läufer, der aus einem Polymer- oder Gummiwerkstoff ausgebildet ist und nach dem Schubprinzip angetrieben wird, in einer vorzugsweise umlaufenden Führung vorgesehen ist, wobei die Führung zumindest zwischen dem Grundkörper und einem dem Grundkörper umgebenden Statorabschnitt ausgebildet ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Führung in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei der Grundkörper und der Statorabschnitt Teil dieses Gehäuses sind, so dass eine umlaufende Führung gegeben ist. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass in den geradlinigen Abschnitten der Führung sowohl die Spulenkörper im Grundkörper als auch im Statorabschnitt vorgesehen sind. Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass eine einfache Einbindung von Permanentmagneten in dem Läufer ermöglicht ist und gleichzeitig ein präziser Schubantrieb durchgeführt werden kann. Bevorzugt ist vorgesehen, dass solche Läufer aus Polymer- oder Gummiwerkstoff mit Verstärkungen durch Fasereinlagen, Stahleinlagen, Gewebe, Stahlbandeinlagen oder dergleichen ausgebildet sind.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des aus Polymer- oder Gummiwerkstoff ausgebildeten Läufers ist vorgesehen, dass dieser in einer Führung durch einen Flüssigkeitsfilm geführt ist. Diese Flüssigkeitsführung, insbesondere Ölschmierung, ermöglicht eine Leichtgängigkeit des Läufers aus einem Polymer- oder Gummiwerkstoff. Bevorzugt ist eine Öldruckschmierung vorgesehen.
Eine weitere alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass spiegelbildlich zu einem ersten Überdeckungsbereich eines ersten Läufers und einem ersten Grundkörper ein weiterer Überdeckungsbereich zwischen einem weiteren Läufer und einem weiteren Grundkörper gebildet ist und dass der erste und weitere Läufer miteinander bewegungsge- koppelt sind. Dadurch kann erzielt werden, dass die Antriebskraft aus einem Überdeckungsbereich verdoppelt wird, so dass eine doppelte Antriebskraft für die Bewegung eines Gegenstandes bereitgestellt werden kann. Sofern der erste und zweite Läufer als umlaufendes Endlosband ausgebildet sind, kann die Antriebskraft sogar vervierfacht werden.
Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Läufer aus einem Polymer- oder Gummiwerkstoff ausgebildet ist. Diese Läufer können nach dem Zugprinzip, bevorzugt nach dem Schubprinzip, betrieben werden. Bevorzugt ist der Läufer aus Polymer- oder Gummiwerkstoff als Endlosband vorgesehen, welches in einer Führung läuft. Ein solcher Läufer ermöglicht ebenfalls eine quasi spiel- und verformungsfreie Übertragung von Kräften. Des Weiteren können solche Bänder ebenso mit Permanentmagneten versehen sein, indem diese beispielsweise in eine Ausnehmung eingeklipst oder eingeklebt oder auch während des Herstellvorgangs eingeschlossen werden.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Linerantriebes ist vorgesehen, dass der Läufer als Endlosband ausgebildet ist und den zumindest einen Grundkörper der Stator-Baugruppe vollständig umgibt. Dadurch kann eine kompakte Anordnung geschaffen werden. Zusätzlich kann dadurch bewirkt werden, dass die Antriebskraft verdoppelt wird, indem die auf einer Oberseite und Unterseite am Grundkörper zugeordneten Spulenkörper auf eine der Oberseite und der Unterseite dem Grundkörper zugeordneten Bandabschnitt des Endlosbandes einwirken.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Grundkörper der Stator-Baugruppe eine Kühlung vorgesehen ist. Diese Kühlung umfasst insbesondere die Spulenkörper umgebende Kühlkanäle oder Kühlschlangen. Dadurch wird eine Erwärmung des Linearantriebes während dem Betrieb verringert oder reduziert. Zur Kühlung kann ein fließfähiges Medium, insbesondere Luft, Kühlflüssigkeit oder Wasser, verwendet werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Führung der Stator-Baugruppe, in der der Läufer angeordnet ist, durch eine mitbewegte Abdeckung geschlossen ist oder eine feststehende Abdeckung aufweist, die vorzugsweise abnehmbar ist. Die Ausgestaltung einer mitbewegten Abdeckung ermöglicht, dass die Führung trotz einer Verfahrbewegung entlang eines vorgesehen Verfahrbereiches vollständig geschlossen werden kann. Gleichzeitig wird dadurch eine Einspannung des Läufers, der insbesondere als Gummiband ausgebildet ist, ermöglicht. Bevorzugt sind hierfür einzelne Kettensegmente vorgesehen, die insbesondere im Schubbetrieb mitbewegt werden. Bei der alternativen Ausführungsform, welche eine feststehende Abdeckung in dem Grundkörper vorsieht, können wesentliche Bereiche der Führung überdeckt werden. Insbesondere bei einer Doppelführung kann durch die feststehende Abdeckung, welche die beiden Führungen überdeckt, eine einfache und schnelle Montage erfolgen.
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Ansicht auf einen erfindungsgemäß ausgebildeten Linearantrieb,
Figur 2 eine schematische Seitenansicht des
Linearantriebes gemäß Figur 1,
Figur 3 eine schematische Detailansicht auf einen Läufer des Linearantriebes,
Figur 4 eine schematische Schnittdarstellung entlang des Läufers entlang der Linie A-A in Figur 3, Figuren 5a und 5b schematische Seitenansichten von alternativen Ausgestaltungen des Linearantriebes gemäß Figur 1,
Figur 6 eine schematische Schnittdarstellung einer alternativen Ausführungsform zu Figur 1,
Figur 7 eine Seitenansicht der alternativen Ausführungsform zu Figur 6 im Teilschnitt,
Figur 8 eine schematische Seitenansicht einer weiteren alternativen Ausführungsform zu Figur 1,
Figur 9a eine schematische Seitenansicht einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Linearantriebes gemäß Figur 1,
Figur 9b eine schematische Schnittdarstellung der Führung des Linearantriebes gemäß Figur 9a,
Figuren 10a und 10b eine schematische Seiten- und Schnittansicht einer alternativen Ausführungsform eines Kettengliedes gemäß eines alternativen Linearantriebes in Figur 9,
Figuren IIa und IIb eine schematische Seiten- und Schnittansicht einer alternativen Ausführungsform eines Kettengliedes gemäß eines alternativen Linearantriebes in Figur 9, Figur 12 eine schematische Seitenansicht einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Linearantriebes gemäß Figur 1,
Figur 13 eine schematische Schnittdarstellung entlang der Linie XIII-XIII des Linearantriebes gemäß Figur 12,
Figuren 14a und 14b eine schematische Seiten- und Schnittansicht eines Verschlusselementes eines alternativen Linearantriebes gemäß Figur 12 und
Figuren 15a und 15b eine schematische Seiten- und Schnittansicht einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Linearantriebs gemäß Figur 1.
In den Figuren 1 und 2 ist eine schematische Draufsicht und Seitenansicht eines erfindungsgemäßen elektrischen Linearantriebes 11 dargestellt. Der Linearantrieb 11 umfasst eine Stator-Baugruppe 12, welche einen Grundkörper 14 mit darin angeordneten Spulenkörpern 16 umfasst. Des Weiteren umfasst der Linearantrieb 11 eine Läufer-Gruppe 18, welche zumindest einen Läufer 19 umfasst, der bandförmig und umlenkbar ausgebildet ist. Beispielhaft ist dieser Läufer 19 als Endlosband ausgebildet. Zur Umlenkung des Läufers 19 sind zumindest zwei im Abstand zueinander angeordnete Umlenkungen 22 vorgesehen, die eine Umlenkeinrichtung 21 ausbilden. Die Umlenkungen 22 sind bevorzugt als Rollen ausgebildet und können eine axiale Beweglichkeit aufweisen, um eine Bandspannung zu erzielen. Bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2 sind die Umlenkungen 22 jeweils einer Stirnseite des Grundkörpers 14 zugeordnet. Der Grundkörper 14 ist durch nicht näher dargestellte Befestigungsmittel an einem Maschinengestell, an Halterungen oder dergleichen befestigbar. Ebenfalls sind an dem Grundkörper 14 e- lektrische Anschlüsse vorgesehen oder elektrische Leitungen angeord- net, die nicht näher dargestellt sind, um die Spulenkörper 16 mit elektrischer Energie zu versorgen.
An dem Läufer 19 ist zumindest ein Koppelelement 24 vorgesehen, damit die Bewegung des Läufers 19 auf eine anzutreibende Last oder ein zu bewegendes Element oder einen zu bewegenden Gegenstand 26, der symbolisch dargestellt ist übertragen werden kann.
Ein solcher Antrieb kann nach dem Schub- und Zugprinzip arbeiten. Diese Antriebe haben gemeinsam, dass die feststehenden Komponenten als Stator-Baugruppe, welche bevorzugt Spulenkörper umfasst, bestromt werden und die bewegten Komponenten, also Läufer-Baugruppen, welche bevorzugt Permanentmagnete umfasst, stromlos sind. Dadurch kann eine Vereinfachung im Aufbau erzielt werden.
Der Läufer 19 in Figur 2 ist schematisch vereinfacht als Band dargestellt. Der Läufer 19 besteht gemäß den Figuren 3 und 4 aus einer Vielzahl von Kettengliedern 28, die durch eine gemeinsame Lagerachse 29 gelenkig und schwenkbar zueinander angeordnet sind. Dabei ist beispielsweise vorgesehen, dass ein erstes Kettenglied 28 an einer Stirnseite einen Mittelsteg 31 mit einer Durchgangsbohrung 32 aufweist, wobei der Mittelsteg 31 in eine U-förmige Ausnehmung 33 eines benachbarten Kettengliedes 28 einsetzbar ist, wobei Schenkelabschnitte 34 der U-förmigen Ausnehmung ebenfalls Durchgangsbohrungen 32 aufweisen, so dass eine Lagerachse 29 die beiden Kettenglieder 28, vorzugsweise spielfrei, wie beispielsweise durch ein vorgespanntes Lager, miteinander verbinden kann. Diese in den Figuren 3 und 4 dargestellte Anordnung ist nur beispielhaft. Weitere alternative Verbindungen und Anordnungen von Kettengliedern zueinander können ebenfalls in Abhängigkeit der Anwendungsfälle denkbar sein.
In einem mittleren Abschnitt des Kettengliedes 28 ist ein Aufnahmebereich 36 vorgesehen, in den zumindest ein Permanentmagnet 37 einsetzbar oder darin integriert ist. Der Aufnahmeraum 36 ermöglicht einen magnetischen Rückfluss. Der Permanentmagnet 37 erstreckt sich bevorzugt über die gesamte Breite des Kettengliedes 28. Die Abstände der Aufnahmebereiche 36 der jeweiligen Kettenglieder 28 zueinander sind aufeinander abgestimmt, so dass regelmäßige Abstände vorgesehen sind. Alternativ zu der in Figur 3 und 4 dargestellten Ausführungsform eines Kettengliedes 28 kann auch ein einteiliges Bauteil vorgesehen sein, bei dem der Permanentmagnet 37 im Kettenglied 28 eingeschlossen beziehungsweise integriert oder daran befestigt ist.
Am jeweils äußeren Ende der Lagerachse 29 ist bevorzugt ein Führungselement 39, insbesondere ein Rollenlager, vorgesehen, welches an einer Führung 41 (Figur 6) aufliegt und abrollt. Die Führung 41 ist bevorzugt an dem Grundkörper 14 vorgesehen oder durch ein separates Bauteil lösbar daran befestigt.
Bei der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich die Antriebsstrecke zur Erzeugung einer Antriebskraft für den Läufer 19 über die gesamte Länge des Grundkörpers 14 in der Bewegungsachse des Läufers 19 beziehungsweise durch den dadurch gebildeten Überdeckungsbereich 42 erstreckt. Folglich kann bei einer relativ kleinbauenden Einheit dennoch eine große Antriebsfläche im Läufer 19 erzielt werden, insbesondere, da auf einer Ober- und Unterseite des Grundkörpers 14 die Bildung eines Überdeckungsbereiches 42 zur Erzeugung der Antriebskraft ermöglicht ist. Alternativ kann der Überdeckungsbereich 42 auch nur auf der Ober- oder Unterseite des Grundkörpers 14 ausgebildet sein. Sofern beidseitig am Grundkörper 14 ein Überdeckungsbereich 42 ausgebildet ist, kann zwischen der Reihe der Spulenkörper 16 an der Oberseite und der Reihe der Spulenkörper 16 an der Unterseite des Grundkörpers 14 eine Abschirmung integriert werden. Durch diese prinzipielle Anordnung kann auch vorgesehen sein, dass sehr schmale Einbauräume genutzt werden können, in denen der Grundkörper 14 entsprechend um die Reduzierung der Breite des Läufers 19 verlängert wird, um den selben Flächeninhalt zwischen Spulenkörper 16 und Läufer 19 für die erforderliche Antriebskraft zu erzielen.
In den Figuren 5a und 5b sind alternative Anordnungen eines Linearantriebes 11 dargestellt. Gemäß Figur 5a kann der Grundkörper 14 beispielsweise T-förmig ausgebildet sein und der Läufer 19 die T-förmige Ausgestaltung des Grundkörpers 14 umgeben. Durch Umlenkungen 22 wird ermöglicht, dass der Läufer 19 mit einem vorbestimmten Spalt zum Grundkörper 14 gehalten wird. Zusätzlich können noch Führungselemente 39 am Läufer 19 vorgesehen sein. Die Antriebsstrecke a ist beispielsweise durch die in einer horizontalen Ebene liegenden Umlenkungen 22 gebildet, wobei die Antriebsleistung durch den Überdeckungsbereich 42 gebildet ist. Durch die weiteren zusätzlichen Überdeckungsbereiche 42 des T-förmig ausgebildeten Grundkörpers 14 wird die Antriebsleistung erhöht.
Die geometrische Ausgestaltung des Grundkörpers 14 kann in vielfältiger Weise erfolgen. In Figur 5b ist beispielsweise eine weitere alternative Ausgestaltung dargestellt. Dabei sind die Umlenkungen 22 beispielsweise in einem Dreieck zueinander ausgerichtet. Auch diese Ausführungsform und Geometrie des Grundkörpers 14 weist bei sonst gleichem Aufbau des Linearantriebes 11 gemäß Figur 1 und 2 eine erhöhte Antriebskraft auf.
In Figur 6 ist eine schematische Schnittansicht einer alternativen Ausgestaltung eines Läufers 19 zu den Figuren 3 und 4 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist anstelle einer Gliederkette ein durchgehendes Band 52 aus einem Polymerwerkstoff, als Verbundwerkstoff aus faserverstärkten Zugbändern mit Umhüllungen aus Kunststoff oder dergleichen vorgesehen, welches Permanentmagnete 37 aufnimmt. Des Weiteren ist eine Lagerachse 29 mit vorzugsweise daran angeordneten Führungselementen 39 vorgesehen. Die Lagerachse 29 ist über ein Lagergehäuse 30 oder eine Lageraufnahme zum Band 52 befestigt. Das Lagergehäuse 30 sorgt gleichzeitig für eine Queraussteifung des Bandes 52, wodurch ein konstanter Abstand zum Grundkörper 14 erzielt werden kann. Die Führungselemente 39 stützen sich an der Führung 41 ab. Die Führung 41 ist bevorzugt am Grundkörper 14 vorgesehen. Diese Führungselemente 39 können bei entsprechender Ausgestaltung des Bandes 52 auch entfallen, so dass über das Band 52 die Führung zum Grundkörper 14 erfolgt und dadurch ein konstanter Abstand zwischen dem Permanentmagneten 37 und den Spulenkörpern 16 im Grundkörper 14 eingehalten wird. An dem Band 52 kann ein Koppelelement 24 befestigt werden, um die Bewegung des Linearantriebes 11 auf die zu bewegende Last oder Gegenstand 26 zu übertragen.
In Figur 7 ist eine weitere schematische Schnittansicht der alternativen Ausführungsform in Figur 6 dargestellt.
In Figur 8 ist eine weitere alternative Ausgestaltung des Linearantriebes 11 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist parallel zum Grundkörper 14 und im Abstand dazu angeordnet ein Statorabschnitt 54 vorgesehen, der dem Läufer 19 zugeordnet ist und eine Vielzahl von Spulenkörpern 16 aufweist. Der Läufer 19 kann bei dieser Ausführungsform mit Permanentmagneten 37 als auch ohne Permanentmagnet 37 ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform umfasst die Stator-Baugruppe 12 sowohl die Spulenkörper 16 im Grundkörper 14 und den Statorabschnitt 54.
Eine weitere bevorzugte und nicht näher dargestellte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Stator-Baugruppe 12 und die Läufer- Baugruppe 18 als eine Baueinheit oder Moduleinheit ausgebildet sind. Diese Anordnung ermöglicht ein einfaches Integrieren in ein Maschinenkonzept zum Bewegen einer Last oder eines Bauteils beziehungsweise Bauelementes. Dadurch kann eine vorgefertigte Baugruppe mit definierten Schnittstellen bereitgestellt werden. Dabei ist die Baueinheit beispielsweise vollständig gekapselt. Somit kann beim Einsatz von Magneten eine Abschirmung der Antriebseinheit gegeben sein. Die Kapselung umfasst bevorzugt einen Längsschlitz, durch welchen ein Koppelelement 24 herausragt, das mit dem Läufer 19 verbunden ist, um die Last zu bewegen. Dieser Schlitz kann bevorzugt ebenfalls verschließbar ausgebildet sein.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Läufer 19 magnetfrei ausgebildet ist. Insbesondere bei der Hindurchführung des Läufers 19 durch einen Spalt, der durch den Grundkörper 14 und den Statorabschnitt 54 gebildet ist, kann eine magnetfreie Ausgestaltung des Läufers 19 vorgesehen sein. Der Antrieb des Läufers 19 erfolgt dabei nach dem Prinzip von Asynchronmotoren. In Figur 9a ist eine weitere alternative Ausgestaltung des Linearantriebs 11 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Läufer 19 als umlaufendes Band beziehungsweise als Endlosband vorgesehen ist, wobei der Läufer 19 in einer Führung 56 gemäß Figur 9b geführt ist. Diese Führung 56 ist in einem Gehäuse 61 oder Gehäuseteil vorgesehen und verläuft abschnittsweise zwischen dem Grundkörper 14 und dem Statorabschnitt 54. Der Statorabschnitt 54 und der Grundkörper 14 sind bevorzugt Teil des Gehäuses 61 oder bilden das Gehäuse 61. Die Führung 56 ist vollständig umlaufend und geschlossen ausgebildet. Die Umlenkeinrichtung 21 mit deren Umlenkungen 22 ist dabei in dem Gehäuse 61 bevorzugt integriert. Gemäß dem Ausführungsbeispiel in Figur 9a weist der Läufer 19 mehrere einzelne Kettenglieder 28 auf, welche an deren Ober- und Unterseite Permanentmagnete 37 umfassen. An einer vorderen Stirnseite 57 des Kettengliedes 28 ist beispielsweise eine konvexe Stirnseite 57 vorgesehen, welche an einer komplementären Stirnseite 58 des vorauseilenden Kettengliedes 28 angreift. Somit ist diese Stirnseite 58 konkav ausgebildet. Dadurch kann ein sicheres Aneinan- derliegen und Aneinandergreifen der Kettenglieder 28 sowie eine im Umlenkradius veränderbare Anordnung der Kettenglieder 28 zueinander geschaffen werden. Die Schubkettenglieder weisen den Vorteil auf, dass diese spielfrei aneinander liegen und auch bei einer Richtungsumkehr eine exakte Ansteuerung ermöglichen.
Die Führungen 56 gemäß Figur 9b weisen beispielsweise ein oder mehrere Gleitelemente 53 auf, welche die Kettenglieder 28 innerhalb der Führung 56 positionieren. Durch die geometrische Ausgestaltung der Führung 56 und/oder der Gleitelemente 53 kann ein Luftspalt 55 zwischen dem Grundkörper 14 und den an den Kettengliedern 28 angeordneten Permanentmagneten 37 eingestellt werden. Die Gleitelemente 53 können anwendungsspezifisch nur in Z- oder X-Richtung die Führung der Kettenglieder 28 abhängig von einer liegenden oder stehenden Anordnung des Linearantriebes 11 übernehmen oder gleichzeitig in Z- und X- Richtung die Führung übernehmen, wie in Figur 9b dargestellt ist.
Durch die Anordnung des Grundkörpers 14 und Statorabschnitts 54 sowie den jeweiligen Spulen 16 zur Führung 56 kann ein doppelter Über- deckungsbereich 42 entlang einer Verfahrstrecke erzielt werden, wie dies auch in Figur 9a vorgesehen ist. Darüber hinaus kann diese Anordnung den Vorteil aufweisen, dass um die Spulenkörper 16 umlaufend eine Kühlung 62 vorgesehen sein kann, um eine Erwärmung während des Betriebes des Linearantriebes 11 zu vermeiden oder zu verringern. Insbesondere können Kühlkanäle oder Kühlschlangen vorgesehen sein.
In den Figuren 10a und 10b ist eine alternative Ausführungsform für eine mechanische Lagerung von Kettengliedern 28 eines Läufers 19 gemäß Figur 9a dargestellt. Beispielsweise kann eine Rollenlagerung 60, insbesondere ein Wälz- oder Kugellager, vorgesehen sein, welches um eine am Kettenglied 28 feststehende oder drehbar angeordnete Lagerachse 63 drehbar aufgenommen ist und in einem entsprechenden Lagerspalt 64 benachbart zur Führung 56 geführt wird. Ebenso kann der Lagerspalt 64 auch Teil der Führung 56 sein. Durch die Lagerung werden die Kettenglieder 28 mit einem beidseitigen Luftspalt 55 in der Führung 56 geführt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten alternativen Ausgestaltung der Führung 56 der Kettenglieder 28 des Läufers 19 gemäß Figur 9b oder Figur 10a und 10b ist eine magnetische Lagerung vorgesehen. In den Schnittdarstellungen gemäß den Figuren IIa und IIb ist die Magnetlagerung näher dargestellt. Figur IIa zeigt eine Seitenansicht des Linearantriebes 11, bei dem die Bewegungsrichtung des Kettengliedes 28 nach links erfolgt. Die Figur IIb zeigt einen Schnitt durch das Kettenglied 28 und die Führung 56 hindurch. Über die Breite des Kettengliedes 28 sind beispielsweise an jeder Längsseite drei Magnete 37, 38 vorgesehen. Den zwei äußeren Führungsmagneten 38 im Läufer 19 gegenüberliegend sind im Grundkörper 14 als auch im Statorabschnitt Führungsmagnete 38 vorgesehen, die zusammen mit den äußeren Führungsmagneten 38 des Läufers 19 die Magnetlagerung bilden. Der mittlere Permanentmagnet 37 im Kettenglied 28 ist einem Spulenkörper 16 im Grundkörper 14 und Statorabschnitt 54 gegenüberliegend angeordnet, wodurch der Antrieb erfolgt. Die Anzahl und die Anordnung der Führungsmagnete 38 zur Magnetlagerung sowie die Anzahl der Spulenkörper 16 und den zugeord- neten Permanentmagneten 37 kann entsprechend dem Anwendungsbeispiel ausgelegt werden.
In Figur 12 ist eine weitere alternative Ausgestaltung des Linearantriebes 11 dargestellt. Die Figur 13 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Linie XIII-XIII in Figur 12 des Linearantriebes 11. Bei dieser Ausgestaltung arbeitet der Läufer 19 nach dem Schubprinzip. Bevorzugt ist ein Gummischubband beziehungsweise ein Läufer 19 aus einem Polymeroder Gummiwerkstoff vorgesehen, der in einer umlaufenden Führung 56 vorgesehen ist. Der Läufer 19 nimmt bevorzugt die Permanentmagnete 37 auf. Beispielsweise können diese während der Herstellung des Läufers 19 eingelegt, eingeklebt oder eingepresst werden. Dieser Läufer 19 ist bevorzugt in einer geschlossenen Führung 56 vorgesehen, welche durch eine Abdeckung 66 vollständig abgeschlossen ist. Dadurch wird eine Einspannung des Bandes 52 erzielt. Gleichzeitig kann eine Flüssigkeitsschmierung 71 oder Flüssigkeitslagerung, insbesondere Öldruckschmierung, des Läufers 19 in der Führung 56 vorgesehen sein. Dies ermöglicht eine Leichtgängigkeit und verringert die Reibung zwischen dem Läufer 19 und Führungswänden der Führung 56. Dadurch kann auch das Entstehen von Reibungswärme verhindert werden.
Die Abdeckung 66 ist durch mitbewegte Kettensegmente 68 ausgebildet und in den Figuren 14a und 14b näher dargestellt. Die mitbewegten Kettensegmente 68 weisen ein Führungssegment 59 auf, welches dazu dient, das Kettensegment 68 in dem Grundkörper 14 zu führen und die einseitig offene Führung 56 zu schließen und insbesondere eine Abstützfläche für das Endlosband während dem Schubbetrieb zu bilden. Die Führungssegmente 59 können als Nut oder anderweitige in der Geometrie aufweisende Hinterschneidungen ausgebildet sein. Die Kettensegmente 68 weisen eine konvexe Stirnseite 57 auf, an welcher eine konkave Stirnseite 58 des nachfolgenden Kettensegmentes eingreift. Dadurch kann eine einfache Umlenkung und ein einfacher Schubbetrieb ermöglicht werden. Bevorzugt kann auch bei diesen Kettensegmenten 68 eine reibungsminimierende Beschichtung oder eine Wälzlagerung zwischen zwei Kettensegmenten 68 vorgesehen sein. In Figur 15a ist eine schematische Seitenansicht einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Linearantriebes lldargestellt. Diese Anordnung arbeitet nach dem Schubprinzip, wobei dem ersten Läufer 19 spiegelbildlich ein zweiter Läufer 19' angeordnet ist, so dass ein Doppelbandantrieb ermöglicht ist. Beide Läufer 19, 19' sind im Bereich der Spiegelachse aneinander liegend angeordnet und bevorzugt miteinander bewegungsgekoppelt. Somit kann insbesondere durch das Koppelelement 24 eine Last bewegt werden. Aufgrund dieser Anordnung des ersten und zweiten Läufers 19 nach dem Doppelbandprinzip kann eine sechsfache Antriebskraft entlang der Verfahrstrecke zwischen dem Läufer 19 und dem Grundkörper 14 erzielt werden, da insgesamt sechs Überdeckungsbereiche 42 eine Antriebskraft für das Koppelement 24 zur Verfügung stellen. Dabei ist vorgesehen, dass entlang der Verfahrstrecke jeweils ein Überdeckungsbereich 42, 42' des Läufers 19, 19' vorgesehen ist. Gegenüberliegend in jeweils entgegengesetzter Bewegungsrichtung und parallel verlaufend sind beim Läufer 19 zwei Überdeckungsbereiche 42 und beim Läufer 19' zwei Überdeckungsbereiche 42' gebildet. Dies beruht darauf, dass auf beiden Seiten des Läufers der Statorabschnitt 54 beziehungsweise 54' ausgebildet werden kann, wohingegen im bewegungsgekoppelten Bereich der Läufer entlang der Verfahrstrecke nur ein Statorabschnitt 54, 54' im Läufer 19, 19' zugeordnet werden kann. Des Weiteren ist alternativ auch möglich, dass die beiden Läufer 19, 19', welche mit dem Koppelelement 24 verbunden sind, einen geringen Abstand zueinander aufweisen, so dass zwischen dem Läufer 19, 19' entlang der Verfahrstrecke ebenfalls noch ein Statorabschnitt 45, 45' ausgebildet werden kann.
In Figur 15b ist eine schematische Schnittdarstellung des Linearantriebs 11 gemäß Figur 15a dargestellt. Dabei ist vorgesehen, dass der Grundkörper 14 und der Statorabschnitt 54 dem gemeinsamen Gehäuse 61 angeordnet sind, wobei die Führung 56 durch zwei U-förmige Vertiefungen in dem Gehäuse 61 gebildet sind. Über eine Abdeckung 69 werden bevorzugt beide Führungen 56 geschlossen, wobei in der Abdeckung 69 eine Langlochöffnung 67 vorgesehen ist, durch welche das Koppelelement 24 herausgeführt wird. Diese Ausgestaltung ermöglicht auch, dass das Doppelbandprinzip sowohl bei der Ausführungsform gemäß Figur 9a und deren Alternativen als auch durch die Ausführungsform gemäß Figur 12 verwirklicht werden kann. Die Langlochöffnung 67 kann durch einen verschiebbaren Verschluss geschlossen ausgebildet werden. Dabei kann eine analoge Anordnung, wie in Figur 14a und 14b beschrieben, vorgesehen sein.
