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Title:
ELECTRIC MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/091242
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electric machine (10), in particular for moving movable parts in a motor vehicle, comprising a commutator (55), which is arranged on a rotor shaft (20) and which can be connected to a current source in an electrically conductive manner by means of electrical brushes (26), wherein the brushes (26) are electrically connected to a contacting component (16), which is arranged at an axial end of a pole housing (12), which holds a stator (13), wherein an electrical connector component (18) having connection pins (42) for the brushes (26) is arranged on the contacting component (16), wherein at least one electronic interference-suppression element (60), which lies radially outside of the pole housing (12), is arranged in the electrical connector component (18).

Inventors:
BAKAI, Laszlo (Karolina ut 61. 3/15, 1113 Budapest, 1113, HU)
BENECKE, Jens (Steinstrasse 55c, Buehl, 77815, DE)
UNGVARI, Peter (Bartfai street 20, 1172 Budapest, 1172, HU)
SZUCS, Norbert (Hernad utca 43, 3.em/1, 1078 Budapest, 1078, HU)
Application Number:
EP2017/077285
Publication Date:
May 24, 2018
Filing Date:
October 25, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
H02K5/22; H02K5/14; H02K7/116; H02K11/026; H02K23/66
Domestic Patent References:
WO2001059915A12001-08-16
Foreign References:
US20040232784A12004-11-25
US20070103013A12007-05-10
DE102005047428A12007-04-05
DE102010062727A12012-06-14
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Claims:
Ansprüche

1 . Elektrische Maschine (10), insbesondere zum Verstellen beweglicher Teile im Kraftfahrzeug, mit einem auf einer Rotorwelle (20) angeordneten

Kommutator (55), der mittels elektrischer Bürsten (26) mit einer Stromquelle elektrisch leitend verbindbar ist, wobei die Bürsten (26) elektrisch mit einem Kontaktierungs-Bauteil (16) verbunden sind, das an einem axialen Ende eines einen Stator (13) aufnehmenden Polgehäuses (12) angeordnet ist, wobei am Kontaktierungs-Bauteil (16) ein Stecker-Bauteil (18) mit Anschluss- Pins (42) für die Bürsten (26) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Stecker-Bauteil (18) mindestens ein elektronisches Entstörelement (60) angeordnet ist, das radial außerhalb des Polgehäuses (12) liegt.

2. Elektrische Maschine (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Pins (42) mittels Leiterbahnen (50) elektrisch mit den Bürsten (26) verbunden sind, und das mindestens eine Entstörelement (60) elektrisch mit den Leiterbahnen (50) kontaktiert ist - wobei insbesondere das mindestens eine Entstörelement (60) als SMD- Bauteil ausgebildet ist, dessen Anschluss-Beinchen (68) mit den Leiterbahnen (50) angelötet oder angeschweißt sind.

3. Elektrische Maschine (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass das mindestens eine Entstörelement (60) als ein Kondensator (62) zum Schutz vor einer Überspannung ausgebildet ist, der mindestens eine Kapazität von 1 μΡ aufweist, wobei insbesondere das mindestens eine Entstörelement (60) zusätzlich zum Kondensator (62) einen Varistor (64) aufweist, die beide in einem gemeinsamen Gehäuseelement (66) angeordnet sind.

4. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen (50) als Stanzbiegeteile (51 ) ausgebildet sind, die in das Kontaktierungs-Bauteil (16) eingesteckt oder mit diesem umspritzt sind, wobei insbesondere zur Kontaktierung des mindestens einen Entstörelements (60) an den Leiterbahnen (50) axial abstehende Kontaktlaschen (70) angeformt sind. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungs-Bauteil (16) mittels eines radialen Stegs (30) mit dem Stecker-Bauteil (18) verbunden ist, und insbesondere einstückig mit diesem als Kunststoff-Spritzgussteil ausgebildet ist.

Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stecker-Bauteil (18) einen Steckerkragen (40) aufweist, in dem die Anschluss-Pins (42) angeordnet sind, und einen - vorzugsweise lösbaren - Stecker-Deckel (76) aufweist, der einen

Aufnahmeraum (74) für das mindestens eine Entstörelement (60) im

Stecker-Bauteil (18) verschließt.

Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anschluss-Pins (42) in Axialrichtung (24) der Rotorwelle (20) erstrecken und der Stecker-Deckel (76) axial gegenüberliegend zu den Anschluss-Pins (42) angeordnet ist und den axial offenen Aufnahmeraum (74) abdeckt.

Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine umlaufende Wand (80) des

Aufnahmeraums (74) durch eine axiale Verlängerung des Steckerkragens (40) ausgebildet ist, und der Stecker-Deckel (76) mittels einer Clips-oder Rastverbindung (84) mit der umlaufenden Wand (80) verbindbar ist.

Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker-Deckel (76) zur

elektromagnetischen Abschirmung eine Metallschicht aufweist, und sich insbesondere als EMV-Schutzschild radial innerhalb des Polgehäuses erstreckt und elektrisch mit diesem verbunden ist.

0. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stecker-Bauteil (18) mit dem Stecker- Deckel (76) radial vollständig außerhalb des Polgehäuses (12) angeordnet ist.

1 1 . Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungs-Bauteil (16) axial zwischen dem Polgehäuse (12) und einem Getriebegehäuse (14) angeordnet ist, in das die Rotorwelle (20) des Rotors (15) zur

Drehmomentübertragung axial hineinragt.

12. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass außer dem mindestens einen Entstörelement (60) sämtliche Elektronikbauteile (88) der elektrischen Maschine (10) unmittelbar auf dem Kontaktierungs-Bauteil (16) angeordnet sind und die elektrische Maschine (10) keine Elektronikplatine aufweist.

13. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungs-Bauteil (16) einen sich radial erstreckenden Grundkörper (32) mit einer Durchgangsöffnung (34) in

Axialrichtung (24) aufweist, durch die die Rotorwelle (20) hindurchgreift, und die äußere umlaufende Wand (44) des Grundkörpers (32) eine Außenwand (45) der elektrischen Maschine (10) bildet. 14. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsten (26) als Hammerbürsten (27) ausgebildet sind, die bevorzugt mittels Federarmen (29) an einem

Kontaktierungs-Bauteil (16) separat hergestellten Bürstenelement (17) befestigt sind, das zumindest elektrisch mit dem Kontaktierungs-Bauteil (16) verbunden ist.

15. Elektrische Maschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Pins (42) durch eine

Zwischenwand (72) hindurchgeführt sind, die den Steckerkragen (40) vom Aufnahmeraum (74) trennt, wobei die Anschluss-Pins (42) einteilig mit den

Leiterbahnen (50) ausgebildet sind, die im Aufnahmeraum (74) in

Radialrichtung (23) verlaufen und in den Steckerkragen (40) hinein axial abgewinkelt ausgebildet sind, wobei insbesondere die axialen

Kontaktlaschen (70) im Aufnahmeraum (74) axial über die darin radial verlaufenden Leiterbahnen (50) hinausragen.

Description:
Beschreibung Titel

Elektrische Maschine Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Maschine mit einem

Elektromotor und einem von diesem antreibbaren Getriebe, das in einem Getriebegehäuse angeordnet ist, wobei der Elektromotor ein zugeordnetes Motorgehäuse aufweist und zur Stromversorgung über einen mit einem

Bürstenträger verbundenen Anschluss-Stecker elektrisch leitend verbindbar ist.

Aus dem Stand der Technik sind derartige Elektromotor-Antriebe bekannt, die beispielsweise zum Antrieb von Sitzverstellern, Fensterhebern und/oder Scheibenwischern in Kraftfahrzeugen dienen können. Diese Elektromotor- Antriebe haben einen in einem Motorgehäuse angeordneten Elektromotor, der in Wirkverbindung mit einem in einem Getriebegehäuse angeordneten Getriebe steht, wobei das Motorgehäuse und das Getriebegehäuse aneinander befestigt sind, z. B. miteinander verschraubt oder vernietet sind. Dem Elektromotor ist über einen Stecker ein zum Betrieb erforderlicher Motorstrom zuführbar.

Mit der DE102010062727 A1 ist ein Bürstenhalter-Bauteil eines Elektromotor- Antriebs bekannt geworden, das axial zwischen dem Elektromotor und einem Getriebegehäuse angeordnet ist. Am Bürstenhalter-Bauteil ist radial ein Stecker für die Stromversorgung angeordnet. Auf dem ringförmigen Grundkörper des Bürstenhalter-Bauteils sind verschiedene Elektronikkomponenten befestigt, wie Sensorbauteile oder Entstörbauteile, die die EMV-Abstrahlung verbessern. Ein solches Bürstenhalter-Bauteil baut zwar mit allen darauf angeordneten

Elektronikkomponenten kompakt, jedoch ist für bestimmte Anwendungen die EMV-Verträglichkeit nicht ausreichend. Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße elektrische Maschine mit den Merkmalen des

unabhängigen Anspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass durch die Anordnung des Entstörelements radial außerhalb des Motorgehäuses das Entstörelement weit weg von den Bürsten angeordnet ist, die am Kommutator anliegen. Durch die Befestigung des Entstörelements innerhalb des Stecker- Bauteils, das mit dem Kontaktierungs-Bauteil verbunden ist, kann das

Entstörelement mit kurzen Verbindungsleitungen an sowieso benötigten

Leiterelementen angeschlossen werden. Dadurch kann die Entstör-Wirkung wesentlich verbessert werden, ohne dass der Montageaufwand und

Bauraumbedarf beim Befestigen des Entstörelements steigt.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den unabhängigen Ansprüchen vorgegebenen Ausführungen möglich. Bei der Anordnung des Entstörelements im Stecker- Bauteil kann das Entstörelement direkt mit den Leiterstreifen verbunden werden, die an einem Ende als Stecker-Pins ausgebildet sind und am anderen Ende mit den Bürsten verbunden sind. Diese Leiterstreifen können vorteilhaft als Biegestanzteile ausgebildet werden, an denen das mindestens eine Entstörelement angelötet oder angeschweißt werden kann.

Dabei kann das Entstörelement vorteilhaft als sogenanntes SMD-Bauteil (Surface Mounted Device) hergestellt werden, an dem kurze Anschlussdrähte angeformt sind, die elektrisch mit den Leiterstreifen kontaktiert werden können.

Das Entstörelement weist bevorzugt einen Kondensator auf, der beispielsweise eine Kapazität von mindestens 1 μΡ zur Verfügung stellt. Durch solch einen Kondensator können die am Kollektor anliegenden Bürsten besonders gut vor einer Überspannung bewahrt werden. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist auch ein Varistor Bestandteil des mindestens einen Entstörelements, wobei bezüglich der

Optimierung des Bauraums und des Montageprozesses der Varistor zusammen mit dem Kondensator von einem gemeinsamen Gehäuseelement umschlossen wird.

Sind die Leiterstreifen als Biegestanzteile ausgebildet, können beispielsweise für zwei Kohlebürsten zwei solcher Leiterstreifen in das Kontaktierungs-Bauteil eingesetzt werden. Je nach Ausführung des Kontaktierungs-Bauteils können diese Stanzteile entweder nur in das Stecker-Bauteil eingesteckt werden, oder aber vom Kunststoffmaterial des Stecker-Bauteils umspritzt werden. Somit kann das mindestens eine Entstörelement unmittelbar an die einstückig ausgebildeten Biegestanzteile elektrisch kontaktiert werden. Zur leichteren Zugänglichkeit der Schweiß- oder Lötelektroden beim Befestigen der Anschlussdrähte des mindestens einen Entstörelements sind an den Biegestanzteilen

gegenüberliegend zu den Enden der Stecker-Pins axiale Kontaktlaschen mit ausgestanzt, an denen die Anschlussdrähte des mindestens einen

Entstörelements elektrisch kontaktiert sind.

Für die Montage der elektrischen Maschine ist es von Vorteil, wenn das Stecker- Bauteil als ein Teil zusammen mit dem Kontaktierungs-Bauteil ausgebildet ist, weil dann mit der Montage des Kontaktierungs-Bauteils axial auf den Stator gleichzeitig das Stecker-Bauteil radial außerhalb des Poltopfes mechanisch fest angeordnet ist. Dabei erstreckt sich zwischen dem Stecker-Bauteil und dem Kontaktierungs-Bauteil, das bevorzugt eine sich radial erstreckende Grundplatte aufweist, in Radialrichtung ein Steg zwischen dem Kontaktierungs-Bauteil und dem Stecker-Bauteil. Dabei erstrecken sich die Leiterstreifen über ihre gesamte Länge in einem einzigen Bauteil, was deren Montage wesentlich erleichtert.

Die Stecker-Pins sind in einem umlaufenden Steckerkragen angeordnet, der sich beispielsweise in Axialrichtung parallel zur Rotorwelle des Elektromotors erstreckt. Gegenüberliegend zu den freien Enden der Anschluss-Pins weist das Stecker-Bauteil einen Aufnahmeraum für das mindestens eine Entstörelement auf, der mit einem Stecker-Deckel verschließbar ist. In den Aufnahmeraum kann das Entstörelement sehr günstig axial eingesetzt werden, derart, dass sich die Anschluss-Beinchen des Entstörelements in Radialrichtung zur Rotorachse hin erstrecken. Dabei liegen die

Anschlussbeinchen an den axialen Kontaktlaschen der Leiterbahnen an und können so mit Schweiß- oder Lötzangen elektrisch kontaktiert werden, die die Anschluss-Beinchen beispielsweise in Umfangsrichtung gegen die

Kontaktlaschen pressen.

Der Stecker-Deckel ist bevorzugt als von dem Stecker-Bauteil separat gefertigtes Bauteil hergestellt, der nach der Montage die elektrische Kontaktierung des mindestens einen Entstörelements den Aufnahmeraum für das Entstörelement verschließt. Da der Aufnahmeraum beispielsweise von einer axialen

Verlängerungswand des Steckerkragens gebildet wird, ist der Aufnahmeraum in Axialrichtung hin offen ausgebildet. Dabei kann der separate Stecker-Deckel in Axialrichtung auf das Stecker-Bauteil aufgesteckt werden und beispielsweise mittels einer Clips- oder Rastverbindung zuverlässig am Stecker-Bauteil befestigt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Aufnahmeraum auch mit einer Kunststoffmasse vergossen werden, die die Entstörelemente im Stecker-Bauteil zuverlässig auch bei starken Erschütterungen in Position hält.

Liegt das Stecker-Bauteil zusammen mit dem Stecker-Deckel radial außerhalb des Polgehäuses und insbesondere des sich axial anschließenden

Getriebegehäuses, kann der separat ausgebildete Stecker-Deckel nach der Montage des mindestens einen Störelements auf einfache Weise axial auf den Aufnahmeraum aufgesetzt werden.

Bei solch einer Ausführung ist das Kontaktierungs-Bauteil axial zwischen dem Polgehäuse und dem Getriebegehäuse verspannt, wobei das Kontaktierungs- Bauteil in der sich radial erstreckenden Grundplatte einen zentralen Durchbruch aufweist, durch den die Ankerwelle vom Rotor in das Getriebegehäuse hineinragt.

Die erfindungsgemäße Anbindung des Entstörelements ist besonders vorteilhaft für elektrische Maschinen, bei denen keine zusätzliche Leiterplatte für elektronische Bauteile benötigt wird. Daher sind alle notwendigen elektronischen Komponenten direkt auf dem Kontaktierungs-Bauteil angeordnet, wobei das Entstörelement möglichst weit entfernt von der Rotorwelle im Stecker-Bauteil angeordnet ist. Durch diese Anordnung ist gegebenenfalls keine zusätzliche EMV-Abschirmung notwendig, so dass die Anzahl der Bauteile und der

Montageschritte reduziert wird.

Die Grundplatte des Kontaktierungs-Bauteils kann unmittelbar zur Aufnahme der Bürsten dienen, die entweder als Köcherbürsten oder Hammerbürsten ausgebildet sein können. Alternativ sind die Bürsten in einem separaten

Bürstenelement angeordnet, dessen Bürsten dann elektrisch mit dem Kontaktier- Bauteil verbunden sind. Auf der Grundplatte ist gegebenenfalls ein

Sensorelement zur Drehlageerfassung der Rotorwelle angeordnet. Ebenso werden die Leiterstreifen, die die Kohlebürsten kontaktieren, auf dem

Grundkörper des Kontaktierungs-Bauteils fixiert. Dies geschieht beispielsweise mittels einer Rastverbindung oder mittels Umspritzen mit dem Kunststoffmaterial des Kontaktierungs-Bauteils.

Die Leiterstreifen erstrecken sich radial von der Grundplatte des Kontaktierungs- Bauteils über den Steg in das Stecker-Bauteil hinein, und sind dort abgewinkelt, so dass sie sich dort als Anschluss-Pins in Axialrichtung erstrecken. Zwischen dem Steckerkragen für die Anschluss-Pins und dem Aufnahmeraum für das mindestens eine Entstörelement ist bevorzugt eine Trennwand angeordnet, die sich quer zur Rotorwelle erstreckt. Die abgewinkelten Leiterstreifen durchdringen diese Trennwand, so dass die Kontaktlaschen für das Entstörelement in einem abgegrenzten Aufnahmeraum angeordnet sind. Die Umfangswand des

Aufnahmeraums kann in Umfangsrichtung (Tangentialrichtung) ausgebildete Durchbrüche aufweisen, durch die die Schweiß- bzw. Lötzangen in

Tangentialrichtung hindurch die Kontaktlaschen kontaktieren können. Bei dieser Ausführung weist der Stecker-Deckel bevorzugt ebenfalls eine Umfangswand auf, die sich in Axialrichtung erstreckt und nach dessen Montage auf das Stecker- Bauteil die tangentialen Durchbrüche für die Kontaktlaschen abdeckt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten

Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Gesamtansicht einer elektrischen Maschine gemäß einer

Ausführungsform, und

Fig. 2 ein Kontaktierungs-Bauteil der elektrischen Maschine gemäß Fig. 1 .

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Figur 1 zeigt eine elektrische Maschine 10, wie sie beispielsweise zum Verstellen beweglicher Teile - vorzugsweise Fensterscheiben, Schiebedächer oder

Sitzkomponenten - im Kraftfahrzeug eingesetzt wird. Dabei ist in einem

Polgehäuse 12 ein Stator 13 angeordnet, innerhalb dem ein Rotor 15 angeordnet ist, dessen Rotorwelle 20 sich axial vom Polgehäuse 12 in ein axial sich anschließendes Getriebegehäuse 14 erstreckt. Dabei wird das Antriebsmoment von der Rotorwelle 20 auf ein im Getriebegehäuse 14 angeordnetes Getriebe übertragen, dass ein Abtriebselement 22 aufweist, das in eine nichtdargestellte Mechanik eingreift, die beispielsweise Teile eines Fahrzeugsitzes oder eine Fensterscheibe im Kraftfahrzeug bewegt. In Axialrichtung 24 ist zwischen dem Polgehäuse 12 und dem Getriebegehäuse 14 ein Kontaktierungs-Bauteil 16 angeordnet, dass mit den Bürsten 26 zur elektrischen Kontaktierung eines auf der Rotorwelle 20 angeordneten Kommutators verbunden ist.

Dabei können die Bürsten 26 als Hammerbürsten 27 oder Köcher-Bürsten 28 ausgebildet sein. Das Kontaktierungs-Bauteil 16 weist ein Stecker-Bauteil 18 auf, das in Radialrichtung 23 radial ausserhalb des Polgehäuses 12 und des

Getriebegehäuses 14 angeordnet ist. Dabei ist das Stecker-Bauteil 18 mittels eines radialen Steges 30 an das Kontaktierungs-Bauteil 16 angebunden. Das Kontaktierungs-Bauteil 16 weist radial innerhalb des Polgehäuses 12 einen Grundkörper 32 auf, der eine zentrale Aussparung 34 aufweist, durch die hindurch in Axialrichtung 24 sich die Rotorwelle 20 erstreckt. Das Stecker-Bauteil

18 weist einen Steckerkragen 40 auf, innerhalb dessen die Anschluss-Pins 42 zur elektrischen Kontaktierung der elektrischen Maschine 10 angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 erstreckt sich der Steckerkragen 40 mit den Anschluss-Pins 42 in Axialrichtung 24, so dass der korrespondierende Stecker in ebenfalls in Axialrichtung 24 in den Steckerkragen 40 einschiebbar ist. Aus Figur 1 ist ersichtlich, dass der Grundkörper 32 des Kontaktierungs-Bauteils 16 zwischen zwei Flanschen 92, 94des Polgehäuses 12 und des Getriebegehäuses 14 axial verspannt ist, wobei die äußere Umfangswand 44 des Grundkörpers 32 in diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig einen Teil der Aussenwand 45 der elektrischen Maschine 10 bildet. Beispielsweise wird das Getriebe-Gehäuse 14 mit dem Polgehäuse 12 mittels Schrauben 48 oder anderen

Verbindungselementen verbunden, wodurch das Kontaktierungs-Bauteil 16 zwischen dem Polgehäuse 12 und dem Getriebegehäuse 16 fest verspannt und fixiert ist.

In Figur 2 ist ein Kontaktierungs-Bauteil 16 dargestellt, wie es beispielsweise in der elektrischen Maschine 10 gemäß Figur 1 verbaut werden kann. Hier sind die Bürsten 26 beispielsweise als Hammerbürsten 27 ausgebildet, die mit ihren Federbeinen 29 an einem - beispielsweise separat gefertigten - Bürstenelement 17 befestigt sind. Dieses Bürstenelement 17 liegt axial am Kontaktierungs-Bauteil 16 an und die Bürsten 26 sind elektrisch mit elektrischen Leiterbahnen 50 des Kontaktierungs-Bauteils 16 verbunden, die den elektrischen Kontakt zu den Anschluss-Pins 42 herstellen. Alternativ kann das Bürstenelement 17 auch einstückig mit dem Kontaktierungs-Bauteil 16 gefertigt sein, wobei die Bürsten 26 auch als Köcherbürsten 28 ausgebildet sein können. Die Leiterbahnen 50 sind im Ausführungsbeispiel als Stanzbiegeteile 51 ausgebildet, deren erstes Ende 52 mit einer Bürste 26 verbunden ist, und deren gegenüberliegendes Ende 53 den Anschluss-Pin 42 bildet. Dabei verlaufen die Leiterbahnen 50 entlang des radialen Stegs 30 radial aus dem Polgehäuse 12 hinaus in das Stecker-Bauteil 18. Im Stecker-Bauteil 18 ist ein Entstörelement 60 angeordnet, dass elektrisch mit den Leiterbahnen 50 verbunden ist. Da in diesem Ausführungsbeispiel das komplette Stecker-Bauteil 18 radial ausserhalb des Polgehäuses 12 angeordnet ist, ist auch das Entstörelement 60 vollständig radial ausserhalb des

Polgehäuses 12 angeordnet. Das Entstörelement 60 ist hier als SMD-Bauteil (Surface Mounted Device) ausgebildet, dass direkt elektrisch mit den

Leiterbahnen 50 verbunden, bevorzugt verlötet oder verschweißt ist. Das

Entstörelement 60 enthält einen Kondensator 62, der die elektrische Maschine 10 vor Uberspannungen schützt. Der Kondensator 62 weist beispielsweise eine Kapazität von mindestens 1 μΡ (>10 -6 F) auf, um entsprechende

Spannungsspitzen abzufangen. Zusätzlich weist das Entstörelement 60 einen Varistor 64 auf, der gemeinsam mit dem Kondensator 62 innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses 66 angeordnet ist. Das Gehäuse 66 ist beispielsweise als Keramik ausgebildet, aus der heraus Anschlussbeinchen 68 für die elektrische Kontaktierung des Entstörelements 60 ragen. Für die elektrische Kontaktierung des Entstörelements 60 sind die Anschlussbeinchen 68 an die Leiterbahn 50 angeschweißt oder angelötet. Zur leichteren Montage sind an den Leiterbahnen 50 sich in Axialrichtung 24 erstreckende axialen Fortsätze 70 ausgebildet, die beispielsweise beim Stanzprozess der Leiterbahnen 50 in einem Prozessschritt hergestellt werden können. Im Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Leiterbahnen 50 ausgehend von deren als Anschluss-Pins 42

ausgebildeten zweiten Enden 53 in Axialrichtung 24 innerhalb des

Steckerkragens 40. Innerhalb des Steckerkragens 40 ist eine Zwischenwand 72 ausgebildet, durch die hindurch die Leiterbahnen 50 in einen Aufnahmeraum 74 für das Entstörelement 60 geführt sind. Diese Zwischenwand 72 trennt somit die Anschluss-Pins 42 vom Aufnahmeraum 74. Innerhalb des Aufnahmeraums 74 sind die Leiterbahnen 50 in Radialrichtung 23 abgewinkelt und verlaufen entlang des radialen Stegs 30 zum Grundkörper 32, wo sie mit den Bürsten 26 kontaktiert sind. Im Ausführungsbeispiel ist der Aufnahmeraum 74 mit einem lösbaren Stecker-Deckel 76 verschließbar, der nach fertiger Montage des Entstörelements 60 den Aufnahmeraum 74 vollständig verschließt. Der Aufnahmeraum 74 weist eine umlaufende Wand 80 auf, die näherungsweise als axiale Verlängerung des Steckerkragens 40 über die Zwischenwand 72 hinaus ausgebildet ist. In der umlaufenden Wand 80 sind Durchbrüche 81 ausgespart, durch die hindurch nicht dargestellte Schweiß- oder Lötzangen die Anschlussbeinchen 68 gegen die Leiterbahnen 50 pressen können. Bevorzugt stehen die axialen Fortsätze 70 der Leiterbahn 50 axial über die Zwischenwand 72, die den Boden des

Aufnahmeraums 74 bildet, über, so dass die Anschlussbeinchen 68 direkt mit den axialen Fortsätzen 70 verbunden werden können. Nach dem elektrischen Verbinden des Entstörelements 60 mit den Leiterbahnen 50 wird der Stecker- Deckel 76 beispielsweise mittels einer Rastverbindung 84 auf dem Stecker- Bauteil 18 fixiert. Hierzu sind beispielsweise an der umlaufenden Wand 80 Rastelemente 85 ausgebildet, die mit Gegenrastelementen 86 des Stecker- Deckels 76 zusammenwirken. Optional kann der Aufnahmeraum 74 auch ausgegossen werden, um das Entstörelement 60 und dessen elektrische Verbindung zur Leiterbahn 50 zuverlässig zu schützen. Das Entstörelement 60, bzw. dessen Gehäuse 66 weist in Axialrichtung 24 gesehen einen

näherungsweise viereckigen oder rechteckigen Grundriss auf, von dem aus sich die Anschlussbeinchen 68 in Radialrichtung 23 zum radialen Steg 30 hin erstrecken. Die umlaufende Wand 80 des Aufnahmeraums 74 ist

korrespondierend zum Grundriss des Entstörelements 60 ebenfalls viereckig bzw. rechteckig ausgebildet. Außer dem Entstörelement 60 sind innerhalb des Stecker-Bauteils 18 keine weiteren elektronischen Bauelemente 88 angeordnet, sondern diese sind auf dem Grundkörper 32 des Kontaktierungs-Bauteils 16 radial innerhalb des Polgehäuses 12 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel weist die elektrische Maschine 10 keine Elektronikplatine auf, sondern die

elektronischen Bauelemente 88 sind unmittelbar am Grundkörper 32 des Kontaktierungs-Bauteils 16. befestigt

Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist der Stecker-Deckel 76 auch nach dem axialen Verbinden des Getriebegehäuses 14 mit dem Polgehäuse 12 mit dem Stecker-Bauteil 18 lös- oder schließbar. Dadurch kann das Entstörelement 60 auch noch am Schluss nach der fertigen Zusammenbau des Elektromotors mit dem Getriebegehäuse 14 montiert werden. Alternativ kann das Entstörelement 60 auch vor dem Einbau des Kontaktierungs-Bauteils 16 in das Polgehäuse 12 mit dem Entstörelement 60 bestückt werden. Dabei kann auch auf einen lösbaren Stecker-Deckel 76 verzichtet werden und das Entstörelement 60 beispielsweise im Stecker-Bauteil 18 umspritzt werden. Durch eine metallische Ausbildung des Stecker-Deckels 76 kann zusätzlich eine elektromagnetische Abschirmung (EMV) realisiert werden, die verhindert, dass die als Antenne wirkenden Leiterbahnen 50 und /oder die Anschluss-Pins 42 störende

Abstrahlung erzeugen. Dabei kann insbesondere der Stecker-Deckel 76 auch einstückig mit einem elektrisch leitenden EMV-Schirm ausgebildet sein, der sich radial in das Polgehäuse 12 hinein erstreckt. Dabei kann ein solcher Stecker- Deckel 76 über das EMV-Schild elektrisch mit dem Polgehäuse 12 und/oder einem Lager der Rotorwelle 20 verbunden sein. Damit können von der

Kommutierung erzeugte elektromagnetische Störungen in einem mit dem Polgehäuse 12 geschlossenen Käfig abgeschirmt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den Figuren dargestellte konkrete Form des Polgehäuses 12, des Getriebegehäuses 14 und des Kontaktierungs-Bauteils 16 an die entsprechende Anwendung der elektrischen Maschine 10 angepasst werden kann. So kann beispielsweise der Grundkörper 32 je nach Anforderung unterschiedliche elektronische Komponenten 88 aufnehmen. Ebenfalls kann die Ausgestaltung der Leiterbahn 50 variiert werden und beispielsweise mit dem Kontaktierungs-Bauteil 16 umspritzt werden oder in dieses eingeclipst werden. Durch die räumliche Entfernung des Entstörelements 60 von den Bürsten 26 kann je nach Anwendung auf jegliche zusätzliche E MV-Abschirmung verzichtet werden oder beispielsweise der Stecker-Deckel 76 mit einer metallischen Abschirmung versehen sein. In einer alternativen nicht dargestellten Ausführung kann sich der Steckerkragen 40 mit den Anschlusspins 42 auch in Radialrichtung 23 oder Tangentialrichtung 25 zur Rotorwelle 20 erstrecken. Dabei ist das Stecker-Bauteil 18 mit dem Entstörelement 60 trotz einstückiger Ausbildung mit dem Kontaktierungs-Bauteil 16 immer jeweils radial ausserhalb des Polgehäuses 12 und bevorzugt auch radial ausserhalb des Getriebegehäuses 14 angeordnet. Alternativ kann das Stecker-Bauteil 18 auch separat gefertigt sein und nachträglich mit dem Kontaktier-Bauteil 16 verbunden, insbesondere in letzteres eingesteckt werden. Das Entstörelement 60 ist bevorzugt als Kombi-Element mit dem Kondensator 62 und dem Varistor 64 ausgebildet.