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Title:
ELECTRIC MOTOR WITH AN ELECTROMAGNETICALLY ACTUATED BRAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/119804
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electric motor with an electromagnetically actuated brake and cooling channels which extend into a distribution duct (11) located in a housing part of the motor, the brake includes a coil member (7), in particular a magnet member, in which an energizable coil is accommodated, a pipe (4) which runs through a bore in the coil member (7) extends into the distribution duct (11). A seal (42) is arranged axially between a first housing part, in particular an intermediate part (9), and a second housing part, in particular a coil body (7), said seal sealing the inner area of the brake counter to the external surroundings. Said seal (42) seals the inner area of the brake towards the pipe (4). In particular, an intermediate part (9) radially surrounds, forming a housing, an armature plate (8) of the brake and a brake lining carrier (15) of the brake and comprises an axial continuous bore, through which the pipe extends.

Inventors:
WILGING KLAUS (DE)
Application Number:
EP2015/002445
Publication Date:
August 04, 2016
Filing Date:
December 03, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SEW EURODRIVE GMBH & CO (DE)
International Classes:
H02K7/102; F16D55/28; F16D59/02; H02K9/19; F16D121/22
Foreign References:
US2607445A1952-08-19
GB470607A1937-08-18
DE102008028605A12009-12-24
EP2445090A12012-04-25
US20140077633A12014-03-20
DE4442867A11996-06-13
DE102013210559A12014-12-11
DE102012001701B32013-03-14
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Claims:
Patentansprüche:

1. Elektromotor mit aus Gehäuseteilen zusammengesetztem Gehäuse und elektromagnetisch betätigbarer Bremse, wobei der Motor Kühlkanäle aufweist, die in einen Verteilerkanal (11) münden, der in einem Gehäuseteil des Motors angeordnet ist, wobei die Bremse einen Spulenkörper (7), insbesondere Magnetkörper, aufweist, insbesondere in welchem eine elektrisch bestrombare Spule aufgenommen ist, wobei ein Rohrteil (4) in den Verteilerkanal (11 ) mündet, welche durch eine Bohrung des Spulenkörpers (7) geführt ist, wobei eine Dichtung (42) axial zwischen einem ersten Gehäuseteil, insbesondere also

Zwischenteil (9), und einem zweiten Gehäuseteil, insbesondere also Spulenkörper (7), angeordnet ist, welche den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, gegen die äußere Umgebung abdichtet, wobei der von dem Rohrteil (4) überdeckte Radialabstandsbereich mit dem von der Dichtung (42) überdeckten Radialabstandsbereich überlappt oder von dem von der Dichtung (42) überdeckten Radialabstandsbereich überdeckt ist, wobei die Dichtung (42) den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, zum Rohrteil (4) hin abdichtet, insbesondere wobei das Rohrteil (4) zur äußeren Umgebung hin nicht abgedichtet ist und/oder wobei die Dichtung (42) das Rohrteil (4), insbesondere in Umfangsrichtung, teilweise umgibt und eine entsprechende Öffnung aufweist, insbesondere wobei ein Zwischenteil (9) eine Ankerscheibe (8) der Bremse und einen

Bremsbelagträger (15) der Bremse gehäusebildend insbesondere radial umgibt und eine axial durchgehende Bohrung aufweist, durch welche das Rohrteil (4) hindurchgeführt ist, insbesondere wobei die Bohrung koaxial ausgerichtet ist zur durch den Spulenkörper (7) durchgehenden Bohrung, durch welche das Rohrteil (4) ebenfalls hindurchgeführt ist.

2. Elektromotor mit aus Gehäuseteilen zusammengesetztem Gehäuse und elektromagnetisch betätigbarer Bremse, wobei der Motor Kühlkanäle aufweist, die in einen Verteilerkanal (11 ) münden, der in einem Gehäuseteil des Motors angeordnet ist, wobei die Bremse einen Spulenkörper (7), also Magnetkörper, aufweist, in welchem eine elektrisch bestrombare Spule aufgenommen ist, wobei ein Rohrteil (4) in den Verteilerkanal (11 ) mündet, welche durch eine Bohrung des Spulenkörpers (7) geführt ist, wobei eine Dichtung (42) axial zwischen einem ersten Gehäuseteil, also Zwischenteil (9), und einem zweiten Gehäuseteil, also Spulenkörper (7), angeordnet ist, welche den Innenraum der Bremse, den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse gegen die äußere Umgebung abdichtet, wobei der von dem Rohrteil (4) überdeckte Radialabstandsbereich mit dem von der Dichtung (42) überdeckten Radialabstandsbereich überlappt oder von dem von der Dichtung (42) überdeckten Radialabstandsbereich überdeckt ist, wobei die Dichtung (42) den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, zum Rohrteil (4) hin abdichtet, wobei das Rohrteil (4) zur äußeren Umgebung hin nicht abgedichtet ist und/oder wobei die Dichtung (42) das Rohrteil (4) in Umfangsrichtung teilweise umgibt und eine entsprechende Öffnung aufweist, wobei ein Zwischenteil (9) eine Ankerscheibe (8) der Bremse und einen Bremsbelagträger (15) der Bremse gehäusebildend radial umgibt und eine axial durchgehende Bohrung aufweist, durch welche das Rohrteil (4) hindurchgeführt ist, wobei die Bohrung koaxial ausgerichtet ist zur durch den Spulenkörper (7) durchgehenden Bohrung, durch welche das Rohrteil (4) ebenfalls hindurchgeführt ist.

3. Elektromotor nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Dichtung (42) als Flachdichtung aus einem Material höherer Elastizität als das erste und als das zweite Gehäuseteil (9, 7) ausgeführt ist.

4. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine zweite Dichtung (43) axial zwischen dem ersten Gehäuseteil (9) und einem dritten Gehäuseteil (10) angeordnet ist, welche den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, gegen die äußere Umgebung abdichtet, wobei der von dem Rohrteil (4) überdeckte Radialabstandsbereich mit dem von der zweiten Dichtung (43) überdeckten Radialabstandsbereich überlappt oder von dem von der zweiten Dichtung (43) überdeckten Radialabstandsbereich überdeckt ist, wobei die zweite Dichtung (43) den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, zum Rohrteil (4) hin abdichtet, insbesondere wobei das Rohrteil (4) zur äußeren Umgebung hin nicht abgedichtet ist und/oder wobei die zweite Dichtung (43) das Rohrteil (4), insbesondere in Umfangsrichtung, teilweise umgibt und eine entsprechende Öffnung aufweist, insbesondere wobei die zweite Dichtung (43) als Flachdichtung ausgeführt ist, insbesondere aus einem Material höherer Elastizität als das erste und als das dritte Gehäuseteil (10).

5. Elektromotor nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zweite Dichtung (43) als Flachdichtung aus einem Material höherer Elastizität als das erste und als das dritte Gehäuseteil (9, 10) ausgeführt ist.

6. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Rohrteil (4) mit dem Spulenkörper (7) schraubverbunden ist, insbesondere wobei das Rohrteil (4) einen Außengewindeabschnitt aufweist, der eingeschraubt ist in einen Innengewindeabschnitt des Spulenkörpers (7).

7. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Verteilerkanal (11 ) auf der der Statorwicklung zugewandten Seite, insbesondere axialen Seite, angeordnet ist, wobei das Rohrteil (4) durch eine Ausnehmung des Gehäuseteils (1 ) geführt ist, welche auf der vom Verteilerkanal (11 ) abgewandten Seite des Gehäuseteils (1 ) angeordnet ist oder zur Bremse hin mündet.

8. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Rohrteil (4) mittels Dichtung, insbesondere O-Ring, mit dem Gehäuseteil verbunden ist.

9. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Zwischenteil (9) aus Aluminium und das Gehäuseteil (1 ) aus Stahl gefertigt ist, wobei der Spulenkörper (7) aus ferromagnetischem Material gefertigt ist.

10. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Verteilerkanal (11 ) auf größerem Radialabstand angeordnet ist als das vom den

Verteilerkanal (11 ) aufweisenden Gehäuseteil (1 ) aufgenommene Lager der Rotorwelle.

11. Elektromotor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Rohrteil (4) mehrteilig und/oder aus Kupfer ausgeführt ist.

Description:
Elektromotor mit elektromagnetisch betätigbarer Bremse

Beschreibung: Die Erfindung betrifft einen Elektromotor mit elektromagnetisch betätigbarer Bremse.

Ein Bremsmotor ist ein Elektromotor mit elektromagnetisch betätigbarer Bremse.

Aus der EP 2 445 090 A1 ist eine dynamoelektrische Maschine mit

Haltebremsvorrichtung bekannt, wobei der Motor Kühlkanäle aufweist, die in einem

Verteilerkanal münden, der in einem Gehäuseteil des Motors angeordnet ist, wobei die Bremse einen Spulenkörper aufweist, wobei eine Rohrleitung in den Verteilerkanal mündet. Aus der US 2014/0077633 A1 ist ein Fahrzeug bekannt.

Aus der DE 44 42 867 A1 ist eine Antriebsanordnung für ein Straßenfahrzeug bekannt. Aus der DE 10 2013 210 559 A1 ist eine Motor-Generator-Einheit bekannt.

Aus der DE 10 2012 001 701 B3 ist eine Federdruckbremse mit einem Magnetgehäuse bekannt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Bremsmotor weiterzubilden, wobei dieser möglichst kompakt ausgeführt sein soll.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Elektromotor mit elektromagnetisch betätigbarer Bremse nach den in Anspruch 1 oder 2 angegebenen Merkmalen gelöst. Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Elektromotor mit elektromagnetisch betätigbarer Bremse sind, dass der Motor Kühlkanäle aufweist, die in einen Verteilerkanal münden, der in einem Gehäuseteil des Motors angeordnet ist,

BESTÄTIGUNGSKOPIE wobei die Bremse einen Spulenkörper, insbesondere Magnetkörper, aufweist, insbesondere in welchem eine elektrisch bestrombare Spule aufgenommen ist, wobei ein Rohrteil in den Verteilerkanal mündet, welche durch eine Bohrung des Spulenkörpers geführt ist, wobei eine Dichtung axial zwischen einem ersten Gehäuseteil, insbesondere also Zwischenteil, und einem zweiten Gehäuseteil, insbesondere also Spulenkörper, angeordnet ist, welche den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, gegen die äußere Umgebung abdichtet, wobei der von dem Rohrteil überdeckte Radialabstandsbereich mit dem von der Dichtung überdeckten Radialabstandsbereich überlappt oder von dem von der Dichtung überdeckten Radialabstandsbereich überdeckt ist, wobei die Dichtung den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, zum Rohrteil hin abdichtet, insbesondere wobei das Rohrteil zur äußeren Umgebung hin nicht abgedichtet ist und/oder wobei die Dichtung das Rohrteil, insbesondere in Umfangsrichtung, teilweise umgibt und eine entsprechende Öffnung aufweist, insbesondere wobei die Dichtung als Flachdichtung ausgeführt ist, insbesondere aus einem Material höherer Elastizität als das erste und als das zweite Gehäuseteil..

Von Vorteil ist dabei, dass die Kühlmittelzufuhr von der B-Seite aus, also gegenüberliegend von der Abtriebsseite, also A-Seite, ausführbar ist. Von dort sind auch die elektrischen Anschlüsse betätigbar. Somit ist eine sehr geringe radiale Ausdehnung des Motors erreichbar. Die Bremse ist somit nur mit Ausnehmungen für die Ölzufuhr auszustatten.

Weiter ist von Vorteil, dass bei einem Leck des Rohrteils das austretende Kühlmedium nicht in den Innenraum der Bremse eintritt sondern in die äußere Umgebung hin. Auf diese Weise ist das Rohrteil einerseits axial geschützt im Gehäuse geführt und somit auch eine kompakte Ausführung des Motors erreichbar, andererseits ist aber auch ein Schutz des Innenraums und somit der Funktionsteile der Bremse, wie Spulenwicklung, Federelement, Ankerscheibe,

Bremsbelagträger und Bremsbeläge, erreicht. Denn das austretende Kühlmedium wirkt korrosiv und könnte auch elektrische Fehlströme der Spulenwicklung des Elektromagnets der Bremse bewirken. Der Motor ist also kompakt ausgeführt, ohne dass die Sicherheit reduziert ist. Die Sicherheit ist somit erhöht trotz kompakter Ausführung, also geringem Bauraum und relativ großer Nähe der Funktionsteile zum Rohrteil.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist eine zweite Dichtung axial zwischen dem ersten Gehäuseteil und einem dritten Gehäuseteil angeordnet, welche den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule umfassenden Innenraum der Bremse, gegen die äußere

Umgebung abdichtet, wobei der von dem Rohrteil überdeckte Radialabstandsbereich mit dem von der zweiten Dichtung überdeckten Radialabstandsbereich überlappt oder von dem von der zweiten

Dichtung überdeckten Radialabstandsbereich überdeckt ist, wobei die zweite Dichtung den Innenraum der Bremse, insbesondere den die Spule

umfassenden Innenraum der Bremse, zum Rohrteil hin abdichtet, insbesondere wobei das Rohrteil zur äußeren Umgebung hin nicht abgedichtet ist und/oder wobei die zweite Dichtung das Rohrteil, insbesondere in Umfangsrichtung, teilweise umgibt und eine entsprechende Öffnung aufweist, insbesondere wobei die zweite Dichtung als Flachdichtung ausgeführt ist, insbesondere aus einem Material höherer Elastizität als das erste und als das dritte Gehäuseteil. Von Vorteil ist dabei, dass das Zwischenteil beidseitig abgedichtet ist und das Rohrteil wiederum geschützt geführt ist im Gehäuse, ohne nach außen abgedichtet zu sein. Zum Innenraum jedoch ist eine Abdichtung und somit Sperre für das Kühlmedium mittels der Dichtungen bewirkbar. Für beide Abdichtungen eignet sich als Material ein Kunststoff oder ein Kunststoff, wohingegen die Gehäuseteile aus Metall gefertigt sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Rohrteil mit dem Spulenkörper schraubverbunden, insbesondere wobei das Rohrteil einen Außengewindeabschnitt aufweist, der eingeschraubt ist in einen Innengewindeabschnitt des Spulenkörpers. Von Vorteil ist dabei, dass das Rohrteil am Spulenkörper befestigt ist. Außerdem ist das Rohrteil ins Gehäuseteil eingesteckt und somit ist das Rohrteil an zwei voneinander axial beabstandeten Stellen gelagert.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Verteilerkanal auf der der Statorwicklung zugewandten Seite, insbesondere axialen Seite, angeordnet, wobei das Rohrteil durch eine Ausnehmung des Gehäuseteils geführt ist, welche auf der vom Verteilerkanal abgewandten Seite des Gehäuseteils angeordnet ist oder zur Bremse hin mündet. Von Vorteil ist dabei, dass eine kompakte Ausführung des Motors erreichbar ist, indem die Kühlmittelzufuhr von der einen axialen Seite zur anderen axialen Seite ausführbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Rohrteil mittels Dichtung, insbesondere O-Ring, mit dem Gehäuseteil verbunden. Von Vorteil ist dabei, dass eine Abdichtung in einfacher Weise erreichbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umgibt ein Zwischenteil eine Ankerscheibe der Bremse und einen Bremsbelagträger der Bremse gehäusebildend insbesondere radial und weist eine axial durchgehende Bohrung auf, durch welche das Rohrteil hindurchgeführt ist, insbesondere wobei die Bohrung koaxial ausgerichtet ist zur durch den Spulenkörper durchgehenden Bohrung, durch welche das Rohrteil ebenfalls hindurchgeführt ist. Von Vorteil ist dabei, dass der Abstand zwischen Spulenkörper und Gehäuseteil festlegbar ist durch das Zwischenteil. Das Rohrteil ist außerdem durch eine axial durchgehende Ausnehmung, insbesondere Bohrung, im Zwischenteil geführt.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Zwischenteil aus Aluminium und das Gehäuseteil aus Stahl gefertigt, wobei der Spulenkörper aus ferromagnetischem Material gefertigt ist. Von Vorteil ist dabei, dass Aluminium magnetische Wechselfelder abschirmt und den magnetischen Fluss des

Gleichfeldes nicht umleitet.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Verteilerkanal auf größerem Radialabstand angeordnet als das vom den Verteilerkanal aufweisenden Gehäuseteil aufgenommene Lager der Rotorwelle. Von Vorteil ist dabei, dass die vom Verteilerkanal gespeisten Kühlkanäle auf größerem Radialabstand anordenbar sind. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen

Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.

Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:

In der Figur 1 ist die Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Elektromotor gezeigt. In der Figur 2 ist ein zugehöriger Schnitt entlang der in Figur 1 gekennzeichneten Linie gezeigt.

In der Figur 3 ist ein Bereich des Gehäuses des Elektromotors gezeigt, wobei Dichtungen (42, 43), insbesondere Flachdichtungen, zwischen Gehäuseteilen (7, 9, 10) angeordnet sind. In Figur 4 ist ein Querschnitt durch eine 42 der Dichtungen gezeigt.

Wie in den Figuren dargestellt, weist das Gehäuse des Elektromotors ein Gehäuseteil 1 auf, welches den elektrischen Anschlussbereich gehäusebildend umgibt. Hierzu ist im metallischen Gehäuseteil 1 eine durchgehende Ausnehmung ausgeführt, in welcher ein Kabeldurchführungsteil 2, insbesondere Kabelverschraubung, angeordnet ist, so dass ein Kabel 3 von der äußeren Umgebung des Elektromotors in den elektrischen

Anschlussbereich führbar ist und dort mit einer Anschlussvorrichtung 5 verbunden ist, mit welcher auch die Statorwicklungsdrahtendabschnitte verbunden sind. Somit ist die

Verschaltung, also beispielsweise Sternschaltung oder Dreieckschaltung, des Motors mittels der Anschlussvorrichtung 5 vorgebbar.

Außerdem weist das Gehäuseteil 1 eine weitere durchgehende Ausnehmung auf, durch welche ein Rohrteil 4 durchgeführt ist.

Mit dem Gehäuseteil 1 ist ein Spulenkörper 7, insbesondere also Magnetkörper, einer elektromagnetisch betätigbaren Bremse fest verbunden.

Der Elektromotor weist eine Rotorwelle 14 auf, die über Lager im Gehäuse gelagert. Das Gehäuse umfasst ein Gehäuseteil 13, insbesondere Statorgehäuse, welches axial beidseitig mit einem weiteren Gehäuseteil 10, insbesondere Lagerschild, fest verbunden ist.

Zwischen dem als Lagerschild fungierenden weiteren Gehäuseteil 10 und dem Spulenkörper 7, der aus einem ferromagnetischen Stahlguss, wie GGG, gefertigt ist, ist ein Zwischenteil 9 angeordnet. Die genannte feste Verbindung wird mittels einer Verbindungsschraube 12 ausgeführt, welche durch das als Statorgehäuseteil fungierende Gehäuseteil 13, durch das Zwischenteil 9 und den Spulenkörper 7 geführt ist und diese axial aufeinander zu drückt.

Das Zwischenteil 9 ist vorzugsweise aus Aluminium, die anderen Gehäuseteile (13, 1 ) aus Stahl oder Stahlguss gefertigt.

Eine Ankerscheibe 8 ist drehfest aber axial verschiebbar mit dem Spulenkörper 7 verbunden, wobei Führungselemente die axiale Führung bewirken.

Im Spulenkörper 7 ist eine bestrombare Spule in einer Ringnut des Spulenkörpers 7

aufgenommen, wobei die Ringachse der Ringnut koaxial zur Achse der Rotorwelle 14 ausgerichtet ist.

Die Ankerscheibe 8 wird bei Bestromung der Spule zum Spulenkörper 7 hingezogen entgegen der von einem Federelement 6 erzeugten Federkraft, wobei das Federelement 6 abgestützt ist am Spulenkörper 7 und auf die Ankerscheibe 8 drückt. Drehfest aber axial verschiebbar auf der Rotorwelle 14 ist ein Bremsbelagträger 15 zwischen Ankerscheibe 8 und Gehäuseteil 10 angeordnet, das auch eine Gegenbremsfläche aufweist.

Bei Nichtbestromung der Spule wird die Ankerscheibe 7 auf den Bremsbelagträger 15 gedrückt und dieser dann auf die Gegenbremsfläche.

Im Gehäuseteil 10 ist ein ringförmiger Verteilerkanal 1 langeordnet, aus dem Kühlkanäle mit einem Kühlmedium speisbar sind, die axial durch den Stator geführt sind. Die Kühlkanäle sind in Umfangsrichtung voneinander vorzugsweise regelmäßig beabstandet und münden in den ringförmigen Verteilerkanal 11.

Das Rohrteil 1 weist einen Außengewindeabschnitt auf, der mit einem Innengewindeabschnitt einer axial durch den Spulenkörper 7 durchgehenden Bohrung schraubverbunden ist. Das Rohrteil 1 mündet in den ringförmigen Verteilerkanal 11. Das Rohrteil ist durch eine Bohrung im Zwischenteil hindurchgeführt. Somit ist also der Motor, insbesondere der Bereich des Stators mit einem Kühlmedium kühlbar, wie Öl oder Wasser.

Im in der Figur nicht gezeigten weiteren Lagerschild, welches auf der von der Bremse axial abgewandten Seite des Motors angeordnet ist, ist ebenfalls ein ringförmiger Verteilerkanal angeordnet, in welchen die Kühlkanäle münden und von dem dann durch ein weiteres Rohrteil das Kühlmedium aus dem Motor herausführbar ist.

Auf diese Weise ist der Motor flüssigkeitsgekühlt betreibbar, wobei der Motor als Bremsmotor ausgeführt ist und die Bremse trotzdem sehr kompakt bleibt. Denn die Durchführung des Rohrteils 4 von der B-Seite, also einem axialen Endbereich, her, benötigt kein weiteres

Bauvolumen. Das Rohrteil 4 erstreckt sich axial und geradlinig. Es muss also nicht gebogen werden. Somit ist die Kühlmittelzufuhr von der B-Seite aus ausführbar. Ebenso sind die elektrischen Anschlüsse von der B-Seite aus betätigbar. Denn die Funktion des Anschlusskastens ist axial hinter der Bremse angeordnet. Auf der vom Stator axial abgewandten Seite der Bremse, insbesondere des Spulenkörpers 7, sind also elektrische Anschlussvorrichtungen und

Kühlmittelzufuhr angeordnet.

Somit ist die radiale Ausdehnung des Motors gering.

Das Rohrteil 4 ist in dem von der Anschlussvorrichtung 5 überdeckten axialen Bereich mit einem größeren Querschnitt ausgeführt als in dem vom Spulenkörper 7 überdeckten axialen Bereich.

Das Rohrteil 4 ist also von der Gehäuseoberfläche zum Gehäuseteil 10 hin verjüngt ausgeführt.

Das Rohrteil 4 ist in eine Ausnehmung des Gehäuseteils 10 eingesteckt und mittels Dichtungen, wie O-Ring, zum Gehäuseteil 10 hin abgedichtet. Die Ausnehmung mündet in den ringförmigen Verteilerkanal 11.

Die Kabelverschraubung 2, also die Herausführung der elektrischen Leitungen, ist auf einem nicht verschwindenden Radialabstand angeordnet und in Umfangsrichtung von dem Rohrteil 4 beabstandet, die auf gleichem oder ähnlichem Radialabstand angeordnet ist oder sein darf. Wie in Figur 3 gezeigt, ist die dichte Verbindung zwischen dem Zwischenteil 9 und dem

Gehäuseteil 10, insbesondere Lagerschild, mittels einer Dichtung 42 hergestellt und die dichte Verbindung zwischen dem Zwischenteil 9 und dem Gehäuseteil 10, insbesondere Lagerschild, mittels einer Dichtung 43.

Beide Dichtungen sind nach dem in Figur 4 gezeigten Prinzip ausgeführt, also nach radial innen abdichtend, indem die Dichtungen 42 und 43 als Flachdichtungen ausgeführt sind. Teilweise umschließen die Dichtungen 42 und 43 zwar das Rohrteil 4, jedoch ist der umschlossene Bereich zur äußeren Umgebung hin nicht geschlossen und somit nicht abgedichtet,

insbesondere weist also eine jeweilige Ausnehmung 41 der jeweiligen Dichtung 42 auf, also einen nicht abgedichteten Bereich 41. Bei einem eventuellen Leck des Rohrteils 4 tritt somit das austretende Kühlmedium in die Umgebung heraus und nicht in den abgedichteten Innenraum, also zur Bremse hin. Somit ist das Rohrteil 4 geschützt im Gehäuse geführt und nur durch den nicht abgedichteten Bereich von der Umgebung her zugänglich.

Der von den Dichtungen 42 und 43 in axialer Richtung überdeckte Bereich ist mindestens fünfzigmal oder mindestens hundertmal kleiner als der von den Dichtungen 42 und 43 in radialer Richtung überdeckte Bereich. Beim Schraubverbinden des Gehäuses werden die Gehäuseteile in axialer Richtung

aufeinander gepresst und somit die Dichtungen 42 und 43 elastisch in axialer Richtung gedrückt, so dass die in axialer Richtung vorhandene Wandstärke der Dichtungen 42 und 43 entsprechend verringert ist. Das Rohrteil 4 ist auch mehrteilig ausführbar.

Bezugszeichenliste Gehäuseteil

Kabeldurchführungsteil, insbesondere Kabelverschraubung Kabel

Rohrteil

Anschlussvorrichtung

Federelement

Spulenkörper, insbesondere Magnetkörper

Ankerscheibe

Zwischenteil

Gehäuseteil, insbesondere Lagerschild

ringförmiger Verteilerkanal

Verbindungsschraube

Gehäuseteil

Rotor

Bremsbelagträger

Ausnehmung der Dichtung 42, also nicht abgedichteter Bereich Dichtung

Dichtung