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Title:
ELECTRIC MOTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/162620
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electric motor, in particular for a fluid assembly, comprising an outer stator and an inner rotor which is mounted in a rotatable manner about an axis (A). The outer stator comprises a plurality of ferromagnetic pole pieces (4) which are arranged about the axis (A) and which comprise winding cores that extend substantially radially, an injection-molded plastic structure (13) with a bushing (14) and winding supports (17) which are molded thereon and which envelope the winding cores, and stator windings which are received on the winding supports (17). The bushing (14) comprises a sleeve (15) with a closed inner surface (19), which extends radially within the pole piece (4), and a terminating piece (16), which closes the sleeve (15) at the end face. The rotor is arranged within the sleeve (15) and is mounted in a bearing arranged in the terminating piece (16).

Inventors:
LAHAJNAR, Franci (Planina 14, 5282 Cerkno, 5282, SI)
JEZERSEK, Boris (Godovic 139, 5275 Godovic, 5275, SI)
JERAM, Borut (Bukovo 25, 5282 Cerkno, 5282, SI)
Application Number:
EP2018/055710
Publication Date:
September 13, 2018
Filing Date:
March 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KOLEKTOR GROUP D.O.O. (Vojkova ulica 10, 5280 Idrija, 5280, SI)
International Classes:
H02K1/14; H02K5/08; H02K5/128; H02K15/12
Domestic Patent References:
WO2016203592A12016-12-22
Foreign References:
EP1281229B12004-02-11
EP1422809A22004-05-26
GB1485059A1977-09-08
JP2013215023A2013-10-17
DE10052797A12002-05-08
Attorney, Agent or Firm:
GRÄTTINGER MÖHRING VON POSCHINGER PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT (Wittelsbacherstraße 2b, Starnberg, 82319, DE)
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Claims:
Ansprüche

Elektromotor, insbesondere für ein Fluidaggregat , mit einem Außenstator (1) und einem um eine Achse (A) drehbar gelagerten Innenrotor, wobei der

Außenstator (1)

- eine Mehrzahl von um die Achse (A) herum

angeordneten ferromagnetischen Polstücken (4) mit sich im Wesentlichen radial erstreckenden

Wicklungskernen (5) ,

- eine spritzgeformte Kunststoffstruktur (13) mit die Wicklungskerne (5) umhüllenden

Wicklungsträgern (17) und einer Hülse (15), welche eine sich radial innerhalb der Polstücke (4) erstreckende, geschlossene Innenfläche (19) aufweist, und

- auf den Wicklungsträgern (17) aufgenommene

Statorwicklungen (10)

umfasst und der Rotor (R) innerhalb der Hülse (15) angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kunststoffstruktur (13) eine Büchse (14) umfasst, welche ihrerseits die Hülse (15) sowie ein diese endseitig verschließendes Abschlussstück (16) umfasst, wobei der Rotor (R) in einem in dem

Abschlussstück (16) angeordneten Lager (L) gelagert ist .

Elektromotor nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Kunststoffstruktur (13) aus Epoxy-Thermoset besteht. Elektromotor nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abschlussstück (16) mindestens zwei Stützvorsprünge (27) angeordnet sind, an denen eine Leiterplatte (25) mit einer elektronischen Motorsteuerung fixiert ist.

Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abschlussstück

(16) Aufnahmen (34) für elektrische Kontaktstücke

(35) angeformt sind.

Elektromotor nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (34) jeweils zu einem Zwischenraum zwischen zwei Polstücken (4) fluchten .

Elektromotor nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktstücke (35) U-förmig gestaltet sind mit einem in einem

Kontaktstift (40) auslaufenden Schenkel (37).

Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Polstücke (4) radial außen von einem sie kontaktierenden Neutral- Ring (12) umgeben sind.

Elektromotor nach Anspruch 7, dadurch

gekennzeichnet, dass mit dem Neutral-Ring (12) ein Neutral-Kontakt (32) verbunden ist, der in einem Stützelement (31) des Abschlussstücks (16)

aufgenommen ist.

9. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Polstücke (4) radial außen T-förmig ausgeführt sind.

10. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungsträger (17) radial außen in angeformte Abschlussplatten (22) übergehen.

11. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, dass in die Büchse (14) eine Einsatzbüchse, bevorzugt aus Edelstahl, eingebettet ist .

12. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (15)

gegenüber dem Abschlussstück (16) eine Dichtstruktur für einen dichten Anschluss an ein Aggregatgehäuse aufweist .

13. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet, dass die Polstücke (4) Teil einer zusammenhängenden Polstruktur (3) sind, indem sie radial innen im Bereich von Fortsätzen (6) untereinander über Verbindungsstege (7) verbunden sind .

14. Elektromotor nach Anspruch 13, dadurch

gekennzeichnet, dass die Polstruktur (3) aus einem Lamellenstapel besteht.

15. Elektromotor nach Anspruch 14, dadurch

gekennzeichnet, dass nur ein Teil der Lamellen Verbindungsstege (7) aufweist und ringförmig

zusammenhängend ist.

16. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (1) einen in situ aus Kunststoff spritzgeformten, an die

Kunststoffstruktur (13) angespritzten Außenkorpus (46) aufweist, in den die Kunststoffstruktur (13) samt Statorwicklungen (10) sowie, soweit vorhanden, der Neutral-Ring (12) und die Leiterplatte (25) eingebettet sind.

17. Elektromotor nach Anspruch 16, dadurch

gekennzeichnet, dass der Außenkorpus (46) und die Kunststoffstruktur (13) aus übereinstimmendem

Material bestehen.

18. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor eine aus einem Lamellenstapel bestehende Kernstruktur (49) aufweist .

19. Elektromotor nach Anspruch 18, dadurch

gekennzeichnet, dass in die Kernstruktur (49) gesinterte Permanentmagnete (51) eingesetzt sind.

20. Elektromotor nach Anspruch 18 oder Anspruch 19,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kernstruktur (49) zumindest teilweise mit einem Kunststoffmantel (52) umgössen ist.

Description:
Elektromotor

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Elektromotor. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Elektromotor in Innenrotorbauweise, d. h. einen einen Außenstator und einen um eine Achse drehbar gelagerten Innenrotor aufweisenden Elektromotor. Speziell betrifft die vorliegende Erfindung einen Elektromotor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Elektromotoren sind in einer geradezu unüberschaubaren Vielzahl unterschiedlicher Bauweisen und Konzeptionen bekannt. Es gibt sie als Innenrotor-, als Außenrotor- und als Scheibenmotoren, als Wechselstrom- und als

Gleichstrommotoren, letztere mit mechanischer oder elektronischer Kommutierung, etc., etc. Die Auswahl des für eine bestimmte Anwendung am besten geeigneten

Elektromotors erfolgt dabei typischerweise anhand

diverser verschiedener Gesichtspunkte und Kriterien. Zu berücksichtigen sind beispielsweise die vorhandene

Spannungsversorgung, die benötigte Motor- Betriebscharakteristik (Motorkennlinie) , das vorhandene Raumangebot, die Kostensituation, eine ggf. geforderte EMV-Verträglichkeit , die vorhandene Kühlsituation, etc.

Die DE 10052797 AI offenbart eine Radialpumpe mit einem Pumpenkopf, dessen Laufrad durch einen Elektromotor der gattungsgemäßen Art angetrieben ist. Der Elektromotor ist dabei in einem topfförmigen Motorgehäuse untergebracht; sein Stator ist an dem Boden des Motorgehäuses

angebracht. Gegenüber seinem Boden ist das Motorgehäuse durch ein einen Ansaugstutzen aufweisendes Pumpengehäuse verschlossenen, welches gemeinsam mit einem darin aufgenommenen Einsatz den Raum für das Laufrad definiert. Der Motorrotor ist über seine Welle einerseits an dem Boden des Motorgehäuses und andererseits in dem Einsatz des Pumpenkopfes gelagert. Durch einen sich über seinen Boden hinausgehend erstreckenden ringförmigen Fortsatz bildet das Motorgehäuse einen durch einen Deckel

verschlossenen Aufnahmeraum für die Motorsteuerung und sonstigen elektronischen Komponenten aus.

Die vorliegende Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, einen Elektromotor bereitzustellen, der sich in noch besserer Weise für den Antrieb eines Fluidaggregats

(beispielweise eines Ölabscheiders in einem KFZ) eignet und - bei der Möglichkeit einer kostengünstigen

Herstellung - den dabei in diverser Hinsicht bestehenden Anforderungen in hervorragender Weise gerecht wird.

Gelöst wird diese Aufgabenstellung durch den in Anspruch 1 angegebenen Elektromotor, d.h. durch einen Elektromotor in Innenrotorbauweise, der sich durch die folgenden in Kombination zusammenwirkenden Merkmale auszeichnet: Der Außenstator umfasst eine Mehrzahl von um die Achse herum angeordneten ferromagnetischen Polstücken mit sich im Wesentlichen radial erstreckenden Wicklungskernen, eine spritzgeformte Kunststoffstruktur mit einer Büchse und daran angeformten, die Wicklungskerne umhüllenden

Wicklungsträgern, und auf den Wicklungsträgern

aufgenommenen Statorwicklungen. Die Büchse umfasst eine Hülse mit einer sich radial innerhalb der Polstücke erstreckenden, geschlossenen Innenfläche und ein die Hülse endseitig verschließendes Abschlussstück. Der Rotor ist innerhalb der Hülse angeordnet und in einem in dem Abschlussstück angeordneten Lager gelagert. Ein zentrales Merkmal des erfindungsgemäßen Elektromotors besteht demgemäß in einer komplexen, an die Polstücke spritzgeformten, mehrere Funktionalitäten in sich

vereinigenden Kunststoffstruktur . Diese umfasst zumindest eine Büchse und daran angeformte, die Wicklungskerne (der Polstücke) umhüllende Wicklungsträger, wobei die Büchse ihrerseits eine Hülse mit einer sich radial innerhalb der Polstücke erstreckenden geschlossenen, typischerweise zylindrischen Innenfläche und ein die Hülse endseitig verschließendes Abschlussstück umfasst. Aufgrund der geschlossenen Innenfläche der Hülse sowie des diese endseitig verschließenden Abschlussstücks eignet sich die Büchse der Kunststoffstruktur dabei für eine dauerhaft absolut zuverlässige dichte Abgrenzung zweier Bereiche des Außenstators, nämlich jenes (inneren) Bereichs, in welchem der Innenrotor angeordnet ist, und jenes

(äußeren) Bereichs, in welchem sich, auf die

Wicklungsträger gewickelt, die statorseitigen Wicklungen befinden. Eine solche hermetische Kapselung des

Rotorraumes ermöglicht wiederum insbesondere die

Integration des Elektromotors in die jeweilige Anwendung sowie eine entsprechende Betriebsweise des Elektromotors dergestalt, dass der Rotor von einem Fluid umspült ist, bei dem es sich namentlich um jenes Fluid handelt, auf das ein durch den Elektromotor betriebenes Aggregat

(beispielsweise ein Ölabscheider eines Kfz) einwirkt. Damit entfällt das Erfordernis einer hermetischen

Abdichtung jenes Aggregats gegenüber dem Rotor des

Elektromotors. Es besteht die Möglichkeit einer

effektiven Kühlung des Elektromotors durch das innerhalb der Büchse (in dem Rotorraum) zirkulierende Fluid. Zudem kann bei geeignetem Fluid dieses zur Schmierung der Rotorlagerung beitragen, die gemäß der vorliegenden

Erfindung mittels eines in dem Abschlussstück der Büchse angeordneten Lagers erfolgt. Auf der anderen Seite kommt der äußere Bereich des Stators, in welchem sich

insbesondere die Statorwicklungen befinden, nicht mit jenem Fluid in Berührung. Die Lagerung des Rotors an dem Abschlussstück der Büchse der Kunststoffstruktur erlaubt zudem eine besonders kostengünstige Herstellung des Elektromotors. Die komplexe Kunststoffstruktur kann überdies, wie sich aus den folgenden Erläuterungen ergibt, noch verschiedene weitere Funktionalitäten übernehmen .

Im Hinblick auf die ihr zukommenden Funktionalitäten besteht die Kunststoffstruktur bevorzugt aus einem

Thermoset-Material , besonders bevorzugt aus Epoxy- Thermoset. Namentlich die für die Lagerung des Rotors erforderliche Belastbarkeit der Kunststoffstruktur lässt sich dabei bereits mit vergleichsweise geringen

Wandstärken erreichen, was der Realisierung

vergleichsweise kompakter und leichter Elektromotoren nach dem erfindungsgemäßen Konzept entgegenkommt.

Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind an dem Abschlussstück mindestens zwei Stützvorsprünge angeordnet, an denen eine Leiterplatte mit einer elektronischen Motorsteuerung fixiert ist. Die Leiterplatte erstreckt sich dabei bevorzugt quer zur Achse des Motors nahe der Stirnseite des Abschlussstücks. Dies ist besonders günstig im

Hinblick auf die Herstellung einer zuverlässigen

Kontaktierung der statorseitigen Wicklungen mit der Leiterplatte mit geringem Aufwand. In diesem Zusammenhang zeichnet sich eine ganz besonders bevorzugte

Weiterbildung der Erfindung dadurch aus, dass an dem Abschlussstück Aufnahmen für elektrische Kontaktstücke angeformt sind. Jene Aufnahmen - und demgemäß die in sie eingesetzten Kontaktstücke - können dabei namentlich jeweils zu einem Zwischenraum zwischen zwei Polstücken fluchten. Und die Kontaktstücke sind bevorzugt U-förmig gestaltet, so dass der Wicklungsdraht zwischen zwei auf einander benachbarten Wicklungsträgern aufzubringenden Statorwicklungen durch das U-förmige Kontaktstück hindurch verlegt wird. Besonders günstig ist es dabei, wenn die Kontaktstücke einen in einem Kontaktstift auslaufenden Schenkel aufweisen, wobei die Kontaktstifte mit der Leiterplatte kontaktiert sind.

Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Polstücke radial außen von einem sie kontaktierenden, sich senkrecht zur Achse erstreckenden Neutral-Ring umgeben sind. Bevorzugt ist der - besonders bevorzugt aus einem Stapel von

Ringlamellen zusammengefügte - Neutral-Ring dabei mit einem stiftförmigen Neutral-Kontakt verbunden. Zu dessen Führung weist das Abschlussstück der Kunststoffstruktur besonders bevorzugt ein spezifisches Stützelement auf. Durch dieses wird der Neutral-Kontakt so positioniert, dass beim Aufsetzen der Leiterplatte auf die weiter oben erläuterten Stützvorsprünge des Abschlussstücks

(zusätzlich zu einer Kontaktierung der Kontaktstücke) auch eine elektrische Verbindung zum Neutral-Kontakt hergestellt werden kann.

Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der

Erfindung sind die Polstücke radial außen T-förmig ausgeführt. So ergibt sich ein großflächiger Übergang der Polstücke zu dem Neutral-Ring . Zwischen den T-förmigen Enden ("Köpfen") einander benachbarter Polstücke besteht dabei jeweils ein Spalt, der das Aufbringen der

Wicklungen auf die Wicklungsträger in Anwendung der

Nadel-Wickeltechnik (von außen) ermöglicht. In diesem Sinne besteht bevorzugt auch zwischen jeweils zwei einander benachbarten Abschlussplatten, in welche die Wicklungsträger der Kunststoffstruktur vorzugsweise radial außen übergehen bzw. die radial außen an die

Wicklungsträger angeformt sind, jeweils ein Spalt, welcher das Durchtreten der Wicklungsnadel ermöglicht.

Gemäß einer abermals anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist in die Büchse der Kunststoffstruktur eine Einsatzbüchse, besonders bevorzugt aus Edelstahl eingebettet. Hierdurch lassen sich die statischen

Eigenschaften verbessern, wobei zugleich nachteilige Auswirkungen auf die magnetischen Eigenschaften

unterbleiben. Auch kann dies bei bestimmten Anwendungen im Hinblick auf eine optimale Abschirmung des Fluids, welches den Rotorraum durchströmt, gegenüber dem

Wicklungsbereich des Stators günstig sein.

Im Interesse einer besonders zuverlässigen Abdichtung der einzelnen Bereiche des Stators gegeneinander (s.o.) ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn die Hülse

stirnseitig, gegenüber dem Abschlussstück eine

Dichtfläche oder eine sonstige Dichtstruktur für einen dichten Anschluss an ein Aggregatgehäuse bzw. sonstiges Bauteil eines durch den Elektromotor angetriebenen

Aggregats aufweist. Beispielsweise kann an der Stirnseite der Hülse eine umlaufende Nut zur Aufnahme eines O-Rings vorgesehen sein.

Gemäß einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Polstücke Teil einer

zusammenhängenden Polstruktur, indem sie radial innen im Bereich von Fortsätzen untereinander jeweils über

Verbindungsstege verbunden sind. Die Verbindungsstege weisen dabei minimale Querschnitte auf, die für die

Formbeständigkeit der Polstruktur ausreichen aber für magnetischen Fluss einen großen Widerstand bilden; so weisen die Verbindungsstege zwischen den einzelnen

Polstücken namentlich nur geringe radiale Erstreckung auf. Im Hinblick auf die maßgeblich vereinfachte

Herstellung des erfindungsgemäßen Elektromotors wird der Nachteil einer - durch Streuverluste - geringfügig reduzierten Effizienz in Kauf genommen. Besteht, wie dies in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung der Fall ist, die Polstruktur aus einem Lamellenstapel, so ist in besonders bevorzugter Weiterbildung nur ein Teil der Lamellen ringförmig zusammenhängend, indem die einzelnen Polstücklamellen untereinander über Verbindungsstege verbunden sind; in den übrigen Schichten der Polstruktur sind demgegenüber jeweils separate Polstücklamellen vorgesehen, zwischen denen jeweils ein Freiraum besteht. So kann bei einer aus einem Lamellenstapel bestehenden Polstruktur beispielsweise nur jede zweite, jede dritte oder jede vierte Lamelle ringförmig zusammenhängend ausgeführt sein. Hierdurch lassen sich die erwähnten Streuverluste minimieren. Die erfindungsgemäß an die Polstruktur spritzgeformte, die erwähnten Freiräume zwischen den einzelnen Polstücklamellen ausfüllende

Kunststoffstruktur gewährleistet dabei die Integrität der Polstruktur, obwohl bei dieser nur ein Teil der Lamellen Verbindungsstege aufweist und auf diese Weise ringförmig zusammenhängend ausgeführt ist. Gemäß einer alternativen Ausgestaltung können im Bereich jener Verbindungsstege die einzelnen ringförmig geschlossenen Polstruktur- Lamellen (durch Einprägungen oder dergleichen) dünner sein als in ihren übrigen Bereichen, so dass zwischen den einzelnen Verbindungsstegen der zu einer Polstruktur zusammengefügten ringförmig geschlossenen Polstruktur- Lamellen jeweils ein axialer Abstand besteht. Ein für die Herstellung der Polstruktur-Lamellen besonders geeignetes Material ist klassischer "electric steel".

Eine wiederum andere bevorzugte Weiterbildung der

Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Stator einen aus Kunststoff in situ spritzgeformten, an die Kunststoffstruktur angespritzten Außenkorpus aufweist, in den die Kunststoffstruktur samt Wicklungen sowie, soweit vorhanden, der Neutral-Ring und die Leiterplatte

eingebettet sind. Der an die bis dahin gefertigte Einheit aus Polstruktur, daran spritzgeformter

Kunststoffstruktur, auf diese aufgebrachten

Statorwicklungen, aufgesetztem Neutral-Ring und

angeschlossener Leiterplatte angespritzte Außenkorpus steift den Stator weiter aus. Zugleich bildet er einen mechanischen und chemischen Schutz der verschiedenen Komponenten des Stators, beispielsweise gegen Korrosion. Durch die aussteifende Funktion des Außenkorpus kann die spritzgeformte (innere) Kunststoffstruktur entsprechend schwächer ausfallen, d. h. sich weitgehend auf die

Materialstärke beschränken, die für die Erfüllung der während der Herstellung des Stators wesentlichen

Eigenschaften erforderlich ist. Die Aussteifung von Außenkorpus und Kunststoffstruktur untereinander wird dabei besonders begünstigt, wenn beide Teile aus einem übereinstimmenden Material (insbesondere Epoxy-Thermoset ) bestehen, so dass Außenkorpus und Kunststoffstruktur sich idealerweise miteinander zu einer Einheit verbinden.

In abermals anderer bevorzugter Weiterbildung der

vorliegenden Erfindung weist der Rotor eine aus einem Lamellenstapel bestehende Kernstruktur auf. Besonders bevorzugt verfügt die Kernstruktur dabei über mehrere Durchbrüche, in welche (bevorzugt gesinterte) Permanent- Magnete eingesetzt sind. Auch die Kernstruktur ist dabei besonders bevorzugt - zumindest teilweise, nämlich stirnseitig - mit einem Kunststoffmantel umgössen. Dessen Material ist auf die jeweilige Anwendung abgestimmt, so dass der Kunststoffmantel insbesondere einen Schutz der Kernstruktur gegen chemische Einflüsse durch das in dem Rotorraum zirkulierende Fluid bewirkt.

Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten bevorzugten

Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigen

Figuren 1-8 den Stator eines erfindungsgemäßen

Elektromotors anhand der Schritte seiner Herstellung und

Figuren 9-11 den zum Zusammenwirken mit dem Stator

nach den Figuren 1-8 geeigneten Rotor anhand der Schritte seiner Herstellung.

Basis der Herstellung des Außenstators 1 (vgl. Fig. 8) ist die in Fig. 1 gezeigte, aus einem Lamellenstapel bestehende Polstruktur 3. Diese ist zusammengefügt aus elf identischen ringförmig geschlossenen Polstruktur- Lamellen 2 und - jeweils abwechselnd - zwischen diesen in zehn Schichten angeordneten einzelnen Polstück-Lamellen 2 ' . Die sechspolige Polstruktur 3 weist sechs gleichmäßig um die Achse A herum angeordnete ferromagnetische

Polstücke 4 auf. Diese umfassen jeweils einen sich radial erstreckenden Wicklungskern 5. Radial innen weisen die Polstücke 4 jeweils zwei sich in Umfangsrichtung

erstreckende Fortsätze 6 auf. In den elf durch die ringförmig geschlossenen Polstruktur-Lamellen 2

gebildeten Schichten sind die einander zugewandten

Fortsätze 6 zweier einander benachbarter Polstücke 4 jeweils über Verbindungsstege 7 miteinander verbunden; diese weisen eine nur minimale radiale Erstreckung auf. In den zehn weiteren Schichten bestehen zwischen den einzelnen Polstücklamellen 2' Freiräume 55 (vgl. Fig. 4). Radial außen sind die Polstücke 4 T-förmig ausgeführt. Zwischen den T-förmigen Köpfen 8 einander benachbarter Polstücke 4 besteht jeweils ein Spalt 9 hinreichender Breite, um - in Nadel-Wickeltechnik von außen her - die Statorwicklungen 10 (vgl. Fig. 5) zu erzeugen. Mittig an den T-förmigen Köpfen 8 der Polstücke vorgesehene

Entlastungskerben 11 dienen der Möglichkeit einer

definierten Deformation der Polstücke 2 beim späteren Aufpressen des Neutral-Ringes 12 (vgl. Figuren 5 und 6) .

In einer Spritzgießform wird an die Polstruktur 3 eine komplexe Kunststoffstruktur 13 aus Epoxy-Thermoset durch Spritzformen angeformt (vgl. Fig. 2-4) . Die

Kunststoffstruktur 13 umfasst dabei eine Büchse 14, welche sich im Wesentlichen aus einer Hülse 15 und einem diese endseitig verschließenden Abschlussstück 16

zusammensetzt, und an der Hülse 15 einstückig angeformten, von dieser radial abstehenden

Wicklungsträgern 17, welche die Wicklungskerne 5 der Polstruktur 3 umhüllen. Die (radial inneren) Fortsätze 6 der Polstücke 2 sind dabei, ebenso wie die

Verbindungsstege 7, im Bereich der Hülse 15 vollständig in die Kunststoffstruktur 13 eingebettet. Der

Innendurchmesser d der Hülse 15 ist dabei etwas geringer als der Durchmesser D des zentralen Durchbruchs 18 der Polstruktur, so dass die Hülse 15 eine vollständig geschlossene zylindrische innere Umfangsfläche 19 aufweist. An der Stirnseite 20 weist die Hülse 15 eine der Aufnahme eines O-Rings dienende Ringnut 21 auf, so dass ein fluiddichter Anschluss der Kunststoffstruktur 13 an ein benachbartes Bauteil möglich ist.

Radial außen gehen die Wicklungsträger 17 in an sie einstückig angeformte Abschlussplatten 22 über. Diese erstrecken sich in axialer sowie in Umfangsrichtung über den jeweils zugeordneten Wicklungsträger 17 hinaus und begrenzen radial nach außen hin den für die Aufnahme der jeweiligen Statorwicklung 10 zur Verfügung stehenden Raum. In Umfangsrichtung erstrecken sich die

Abschlussplatten 22 dabei im selben Maß wie die T- förmigen Köpfe 8 der Polstücke 4, so dass die Enden der letzteren freiliegen. Radial außen liegen die T-förmigen Köpfe 8 der Polstücke ohnehin vollständig frei, um einen - im Hinblick auf den magnetischen Fluss - optimalen Kontakt zu dem später aufgepressten, aus einem Ring- Lamellenstapel aufgebauten Neutral-Ring 12 zu

ermöglichen .

Das Abschlussstück 16 der Büchse 14 der

Kunststoffstruktur 13 ist innen gestuft ausgeführt. Hier ist ein Sitz 23 für die Aufnahme eines Wälzlagers

ausgebildet, welches der Lagerung der Rotorwelle dient. Da es auf Details hiervon vorliegend nicht ankommt, sind der Rotor R, dessen Rotorwelle W und das in dem Sitz 23 aufgenommene Lager L in Fig. 4 nur schematisch

angedeutet. Außen weist die Kunststoffstruktur 13

verschiedene Funktionselemente auf. So sind an dem

Abschlussstück 16 verschiedene Stützvorsprünge mit jeweils einer Auflagefläche 24 für eine Leiterplatte 25 mit einer elektronischen Motorsteuerung (vgl. Fig. 6) angeformt. Ein zentraler Stützvorsprung 26 ist dabei als eine im Bereich der Achse A angeordnete zapfenartige Erhebung ausgeführt. Und drei periphäre Stützvorsprünge 27 sind jeweils endseitig an einem zugeordneten Arm 28 angeordnet. Zwei von ihnen verfügen über Zentrierzapfen 29, welche mit korrespondierenden Zentrierbohrungen 30 in der Leiterplatte 25 zusammenwirken, um deren Lage zu sichern. Im Bereich des dritten periphären

Stützvorsprungs 27 ist demgegenüber ein Durchbruch 31 für die Durchführung des mit dem Neutral-Ring 12 verbundenen Neutral-Kontakts 32 vorgesehen. Auf diese Weise bildet der dritte periphäre Stützvorsprung 27 zugleich ein

Stützelement 33 für den Neutral-Kontakt 32 aus.

An jedem der drei Arme 28, die im Übrigen um jeweils 120° zueinander versetzt sind und jeweils zu einem

Zwischenraum zwischen zwei Wicklungsträgern 17 fluchten, ist eine Aufnahme 34 für ein metallisches elektrisches Kontaktstück 35 ausgebildet. Die drei Kontaktstücke 35 sind U-förmig gestaltet, wobei die Öffnung 36 jeweils zur Leiterplatte 25 weist. Zu dem durch die beiden Schenkel 37 des jeweiligen Kontaktstücks 35 begrenzten Raum fluchtend weist der zugeordnete Arm 28 zwei Kerben 38 auf, so dass jeweils zwischen den beiden benachbarten Statorwicklungen 10 der Wicklungsdraht 39 durch die beiden Kerben 38 hindurch in das U-förmige Kontaktstück 35 eingelegt werden kann. Jeweils läuft einer der beiden Schenkel 37 jedes Kontaktstücks 35 in einem Kontaktstift 40 aus. Dieser greift in eine korrespondierende

Kontaktbohrung 41 auf der Leiterplatte 25 ein.

Entsprechendes gilt für den am Ende des Neutral-Kontakts 32 vorgesehenen Kontaktstift 42.

Jeweils zwischen zwei Armen 28 sind an das Abschlussstück 16 drei Leitstege 43 angeformt. Diese weisen jeweils eine darin ausgeführte Kerbe 44 auf. Die Kerben 44 dienen jeweils der Aufnahme zweier Verbindungsabschnitte 45 des Wicklungsdrahts 39 jeweils zwischen zwei einander

gegenüberliegenden phasengleichen Statorwicklungen 10. Diese werden, wie insbesondere aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich, jeweils auf einen Wicklungsträger 17

gewickelt, und zwar in dem radial innen durch die

Außenfläche der Hülse 15 und radial außen durch die

Innenseite der Abschlussplatte 22 begrenzten Raum. So ist ersichtlich ein direkter Kontakt des Wicklungsdrahts 39 mit der Polstruktur 3 zuverlässig ausgeschlossen.

Nach dem Anbringen der Leiterplatte 25 und deren

elektrischer Kontaktierung mit den drei Kontaktstücken 35 und dem Neutral-Kontakt 32 (Fig. 7) wird die

entsprechende Baugruppe in einer Spritzgießform mit dem gleichen Epoxy-Thermoset , aus dem auch die

Kunststoffstruktur 13 besteht, umspritzt. Es entsteht hierdurch ein aus Kunststoff spritzgeformter, an die bis dahin gefertigte Einheit aus Polstruktur 3, daran

spritzgeformter Kunststoffstruktur 13, in diese eingesetzten Kontaktstücken 35 und auf diese aufgebrachten Statorwicklungen 10, aufgesetztem Neutral- Ring 12 samt Neutral-Kontakt 32 und elektrisch

angeschlossener Leiterplatte 25 angespritzter Außenkorpus 46, in den die besagten Bauteile (Kunststoffstruktur 13 samt Statorwicklungen 10 sowie der Neutral-Ring 12 und die Leiterplatte 25) vollständig eingebettet sind. An dem Außenkorpus 46 sind drei Befestigungslaschen 47

angeformt. Die von Anfang an an der Leiterplatte 25 vorgesehene Anschlussbuchse 48 ragt aus dem Außenkorpus 46, in dem sie mechanisch fest verankert ist, heraus.

Der - innerhalb der Hülse 15 angeordnete und um die Achse A drehbar gelagerte - Innenrotor des den Außenstator 1 nach den Figuren 1-8 aufweisenden Elektromotors ist hinsichtlich besonderer Gestaltungsmerkmale in den

Figuren 9-11 veranschaulicht. Er umfasst eine aus einem Lamellenstapel aus ferromagnetischem Material bestehende, mit einer - nicht gezeigten - Rotorwelle zu verbindende Kernstruktur 49. Diese weist vier Durchbrüche 50 auf, in welche - in Quadratanordnung - vier aus NdFeB gesinterte Permanentmagnete 51 eingesetzt sind. Die Kernstruktur 49 ist dergestalt mit einem Kunststoffmantel 52 umgössen, dass die beiden Stirnflächen 53 weitestgehend bedeckt und auch die verbleibenden Hohlräume der Durchbrüche 50 mit Kunststoff gefüllt sind. Der äußere Umfang 54 der

Kernstruktur 49 bleibt indessen frei.