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Title:
ELECTRIC MOTORCYCLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/249320
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electric motorcycle (10) having a housing (14), positioned at the center of the electric motorcycle (10) in a front view, for housing the electric motor and/or a transmission, an internal cooling device (20) and/or an electronic component (22) and two cooling elements (16) extending outward from the side of the housing (14) and attached on opposite sides of the housing (14). Exterior cooling ribs (26) are arranged on the cooling elements (16), which cooling ribs extend in the longitudinal direction of the electric motorcycle (10), such that the cooling elements (16), together with the cooling ribs (26) thereof, are directly in contact with the air surrounding the electric motorcycle (10). The cooling device (20) and/or the electronic component (22) is, at least in portions, housed in at least one of the cooling elements (16) and thermally connected to the cooling element (16).

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Inventors:
KALLICH STEFAN (DE)
GRAF HUBERT (DE)
HOEHL JOHANNES (DE)
BAEUMEL RAINER (DE)
TRAUB FLORIAN (DE)
Application Number:
EP2020/062525
Publication Date:
December 17, 2020
Filing Date:
May 06, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG (DE)
International Classes:
B60K1/00; B60K11/02; B60K11/06
Foreign References:
US9821883B22017-11-21
DE3223624A11984-01-05
US9941768B22018-04-10
EP2143627A22010-01-13
EP2871123A12015-05-13
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Claims:
Patentansprüche

1. Elektromotorrad mit einem in Frontansicht mittig des Elektromotorrads (10) positionierten Gehäuse (14) zur Unterbringung eines Elektromotors und/oder eines Getriebes, einer internen Kühleinrichtung (20) und/oder einer Elektronikkomponente (22) und zwei an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses (14) angebrachten, von seitlich des Gehäuses (14) sich nach außen weg erstreckenden Kühlkörpern (16),

wobei an den Kühlkörpern (16) außenliegende Kühlrippen (26) angeordnet sind, die sich in Längsrichtung des Elektromotorrads (10) erstrecken, sodass der Kühlkörper (16) samt seiner Kühlrippen (26) direkt mit der Umgebungsluft des Elektromotorrads (10) in Kontakt steht,

und wobei die Kühleinrichtung (20) und/oder die Elektronikkomponente (22) zumindest abschnittsweise in zumindest einem der Kühlkörper (16) untergebracht und thermisch mit dem Kühlkörper (16) verbunden ist, um thermische Energie der Kühleinrichtung (20) und/oder der Elektronikkomponente (22) über den Kühlkörper (16) an die Umgebung des Elektromotorrads (10) abzugeben.

2. Elektromotorrad nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (26) einstückig an dem zugeordneten Kühlkörper (16) angeformt sind.

3. Elektromotorrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Kühlrippen (26) um den zugeordneten Kühlkörper (16) umfangsmäßig geschlossen umlaufen.

4. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (20) einen Flüssigkeitskühler für eine Komponente des Elektromotorrads (10) und/oder einen Kühler für vom Kühlkörper entfernte Komponenten des Elektromotorrads (10) umfasst und/oder dass die Elektronikkomponente (22) eine Leistungselektronik und/oder eine Ladeelektronik umfasst.

5. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Kühlkörper (16) einen Hohlraum (24) aufweist, in dem die Kühleinrichtung (20) und/oder die Elektronikkomponente (22) angeordnet ist. 6. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hohlraum (24) ragende, innenliegende Kühlrippen (38) an zumindest einem Kühlkörper (16) vorgesehen sind, insbesondere wobei die innenliegenden Kühlrippen (38) im Hohlraum (24) direkt mit der Kühleinrichtung (20) und/oder Elektronikkomponente (22) verbunden sind.

7. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörper (16) und die außenliegenden Kühlrippen (26) ein Leichtmetall, vorzugsweise Aluminium umfassen oder aus diesem bestehen.

8. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kühlkörper (16) im mittleren oder unteren Drittel der Höhe (HG) des Gehäuses (14) erstrecken und wenigstens 50 mm beabstandet vom oberen und unteren Ende des Gehäuses (14) enden und in Fahrzeuglängsrichtung kürzer als das Gehäuse (14) sind.

9. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörper (16) in Fahrzeuglängsrichtung gesehen jeweils eine horizontale Breite (BK) haben, die wenigstens 40% der maximalen Breite (BG) des Gehäuses (14) entspricht.

10. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (32) des am weitesten von einer zur vertikalen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Mittelebene (28) des Elektromotorrads (10) entfernten Punktes jedes Kühlkörpers (16) zur Mittelebene (28) des Elektromotorrads (10) zumindest 35% der Gesamtbreite (BM) des Elektromotorrads (10) beträgt.

1 1. Elektromotorrad nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Kühlkörper (16) spiegelbildlich zur vertikalen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Mittelebene (28) des Elektromotorrads (10) angeordnet sind.

Description:
Elektromotorrad

Die Erfindung betrifft ein Elektromotorrad.

Ein Elektromotorrad ist ein zumindest teilweise durch einen Elektromotor angetriebenes Zweirad. Der Elektromotor wandelt hierfür die in einem Hochvoltspeicher gespeicherte elektrische Energie in mechanische Energie zum Vortrieb um.

Sowohl während des Betriebs als auch während des Ladens des Hochvoltspeichers entsteht Wärme durch Energieverluste. Die Wärme muss dann entsprechend abgeführt werden.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen verwenden hierfür typischerweise eine an der Frontschürze des Elektromotorrads angeordnete Airbox, die die Umgebungsluft über einen Strömungskanal an die zu kühlende Komponente des Elektromotorrads führt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Wärmeabfuhr des Elektromotorrads zu verbessern.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Elektromotorrad vorgesehen, das ein in Frontansicht mittig des Motorrads positioniertes Gehäuse zur Unterbringung eines Elektromotors und/oder eines Getriebes, eine interne Kühleinrichtung und/oder eine Elektronikkomponente und zwei an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses angebrachte, von seitlich des Gehäuses sich nach außen weg erstreckende Kühlkörper umfasst. Dabei sind an den Kühlkörpern außenliegende Kühlrippen angeordnet, die sich in Längsrichtung des Elektromotorrads erstrecken, sodass der Kühlkörper samt seiner Kühlrippen direkt mit der Umgebungsluft des Elektromotorrads in Kontakt steht. Die Kühleinrichtung und/oder die Elektronikkomponente ist zumindest abschnittsweise in zumindest einem der Kühlkörper untergebracht und thermisch mit dem Kühlkörper verbunden, um thermische Energie der Kühleinrichtung und/oder der Elektronikkomponente über den Kühlkörper an die Umgebung des Elektromotorrads abzugeben.

Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, die zu kühlende interne Kühleinrichtung und/oder Elektronikkomponente mittels zweier Kühlkörper direkt durch die Umgebungsluft des Elektromotorrads zu kühlen. Die Kühleinrichtung und/oder Elektronikkomponenten sind dabei zumindest abschnittsweise in zumindest einem der Kühlkörper angeordnet. Die Kühlkörper ragen seitlich vom Elektromotorrad abstehend nach außen. Durch die Anordnung der Kühlkörper steht eine große Fläche der Kühlkörper direkt mit der Umgebungsluft in Kontakt, sodass eine verbesserte Kühlung realisiert wird, da eine größere Menge an thermischer Energie abgeführt werden kann. Dadurch, dass zumindest ein Teil der Kühleinrichtung und/oder Elektronikkomponente in seitlich vom Elektromotorrad abstehenden Kühlkörpern angeordnet ist, wird zusätzlicher Bauraum an dem Elektromotorrad gewonnen, sodass beispielsweise eine größere Batterie verbaut werden kann.

Unter„direkt mit der Umgebungsluft des Elektromotorrads in Kontakt stehen“ wird erfindungsgemäß verstanden, dass der bei einer Bewegung des Elektromotorrads entstehende Fahrtwind die Kühlkörper umströmt. Die Umgebungsluft wird also nicht über einen Strömungskanal zu den Kühlkörpern geführt.

Es stehen insbesondere fünf Seitenflächen des Kühlkörpers direkt mit der Umgebungsluft in Kontakt, sodass eine große Kontaktfläche zwischen Kühlkörpern und Umgebungsluft bereitgestellt wird.

Ein Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die Kühlrippen einstückig an dem zugeordneten Kühlkörper angeformt sind. Auf diese Weise wird eine gute Wärmeleitung zwischen Kühlkörper und Kühlrippen realisiert.

Um eine homogene Verteilung der thermischen Energie entlang der Kühlrippen zu realisieren, können zumindest einige der Kühlrippen um den zugeordneten Kühlkörper umfangsmäßig geschlossen umlaufen.

Die Elektronikkomponente umfasst beispielsweise eine sich in Betrieb stark erwärmende Leistungselektronik und/oder eine Ladeelektronik. In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Kühleinrichtung einen Flüssigkeitskühler für eine Komponente des Elektromotorrads und/oder einen Kühler für vom Kühlkörper entfernte Komponenten des Elektromotorrads. Durch die Kühlkörper wird somit die Wärmeabfuhr der zu kühlenden Komponenten des Elektromotorrads verbessert.

Beispielsweise sind die Komponenten des Elektromotorrads die Elektronikkomponente, der Elektromotor, das Getriebe und/oder die Batterie des Elektromotorrads.

Als Kühlflüssigkeit für den Flüssigkeitskühler kann Wasser, Öl, Glykol oder ein Glykol-Wasser-Gemisch verwendet werden.

Zumindest einer der Kühlkörper kann einen Hohlraum aufweisen, in dem die Kühleinrichtung und/oder die Elektronikkomponente angeordnet ist. Somit wird die Kühleinrichtung und/oder die Elektronikkomponente vor äußeren Einflüssen, beispielsweise Feuchtigkeit, geschützt.

Um eine effiziente Wärmeleitung zu realisieren, können in den Hohlraum ragende, innenliegende Kühlrippen an zumindest einem Kühlkörper vorgesehen sein.

Beispielsweise sind die innenliegenden Kühlrippen im Hohlraum direkt mit der Kühleinrichtung und/oder Elektronikkomponente über flächigen Kontakt verbunden. Auf diese Weise wird ein einfacher Aufbau der Kühlkörper gewährleistet. Auch kann das Öl direkt die Rippen kontaktieren.

Es ist denkbar, dass die Kühlkörper und die außenliegenden Kühlrippen ein Leichtmetall, vorzugsweise Aluminium umfassen oder aus diesem bestehen. Somit wird ein leichter Kühlkörper bereitgestellt, sodass Gewicht am Elektromotorrad eingespart wird. Zudem hat Aluminium sehr gute Wärmeleiteigenschaften.

Um einen möglichst tiefen Schwerpunkt des Elektromotorrads zu realisieren, können sich die Kühlkörper im mittleren oder unteren Drittel der Höhe des Gehäuses erstrecken und wenigstens 50 mm beanstandet vom oberen und unteren Ende des Gehäuses enden. Vorzugsweise sind die Kühlkörper in den unteren zwei Dritteln des Gehäuses angeordnet und erstrecken sich soweit nach außen weg, dass die Kühlkörper in einer maximalen Schräglage des Elektromotorrads die Straße nicht kontaktieren.

Außerdem sind die Kühlkörper in Fahrzeuglängsrichtung kürzer als das Gehäuse, sodass zusätzlicher Platz für die Füße und Beine des Fahrers des Elektromotorrads geschaffen wird.

Beispielsweise haben die Kühlkörper in Fahrzeuglängsrichtung gesehen jeweils eine horizontale Breite, die wenigstens 40% der maximalen Breite des Gehäuses entspricht. Somit wird der Fußbereich des Fahrers des Elektromotorrads bei einem seitlichen Umkippen des Elektromotorrads zusätzlich geschützt.

Der Abstand des am weitesten von einer zur vertikalen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Mittelebene des Elektromotorrads entfernten Punktes jedes Kühlkörpers zur Mittelebene des Elektromotorrads kann zumindest 35% und höchstens 50% der Gesamtbreite des Elektromotorrads betragen. Somit wird die Spurbreite des Elektromotorrads durch ein anderes Bauteil bestimmt, beispielsweise den Lenker, und gleichzeitig wird eine möglichst große Kontaktfläche an den Kühlkörpern zur Wärmeabfuhr bereitgestellt.

Vorzugsweise sind die zwei Kühlkörper spiegelbildlich zur vertikalen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Mittelebene des Elektromotorrads angeordnet. Auf diese Weise wird eine ungleichmäßige Krafteinwirkung des Fahrtwindes auf unterschiedliche Seiten des Elektromotorrads verhindert.

Eine Variante der Erfindung sieht vor, dass in einem Kühlkörper die Elektronikkomponenten und im anderen der Flüssigkeitskühler positioniert sind. Der Kühlkörper bildet so einen Teil des Flüssigkeitskühlers.

Weiterhin ist es auch denkbar, den Kühler, beispielsweise eine Kühlleitung, einer vom Kühlkörper entfernten Komponente abschnittsweise im Kühlkörper anzuordnen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie aus den beigefügten Zeichnungen, auf die im Folgenden Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen: - Figur 1 eine schematische Frontansicht eines erfindungsgemäßen Elektromotorrads,

- Figur 2 eine schematische Frontansicht eines Gehäuses mit Kühlkörpern aus der Figur 1 ,

- Figur 3 eine schematische Draufsicht auf das Gehäuse mit Kühlkörpern der Figur 2, und

- Figur 4 einen Schnitt durch einen Kühlkörper entlang der Schnittlinie IV-IV der Figur 3.

Figur 1 zeigt schematisch ein Elektromotorrad 10 in einer Frontansicht.

Das Elektromotorrad 10 ist ein zumindest teilweise, insbesondere vollständig durch einen Elektromotor angetriebenes Motorrad.

Das Elektromotorrad 10 hat einen Lenker 12, ein Gehäuse 14 zur Unterbringung des Elektromotors und/oder eines Getriebes, zwei Kühlkörper 16 ein Vorderrad 18, eine interne Kühleinrichtung 20 und mehrere Elektronikkomponenten 22, von denen nur eine gezeigt ist.

Die im Folgenden eingeführten Längen, Breiten und Höhen des Elektromotorrads 10 und einzelner Komponenten des Elektromotorrads 10, wie des Gehäuses 14 und der Kühlkörper 16, beziehen immer auf die Einbaulage im Elektromotorrad 10.

Die Länge einer im Folgenden beschriebenen Komponente ist die Ausdehnung in der Längsrichtung des Elektromotorrads 10, also in Fahrzeuglängsrichtung, in der Einbaulage. Die Breite ist dann die in horizontaler, orthogonal zur Fahrzeuglängsrichtung angeordnete Ausdehnung der Komponente und die Höhe einer Komponente die Ausdehnung in vertikaler Richtung.

Der Lenker 12 bestimmt, wie in Figur 1 gezeigt, die Gesamtbreite B M des Elektromotorrads 10.

Die interne Kühleinrichtung 20 umfasst beispielweise einen Flüssigkeitskühler für das Getriebe, den Elektromotor oder die Batterie des Elektromotorrads 10 und/oder einen Kühler für die vom Kühlkörper entfernten Komponenten des Elektromotorrads 10. Die Elektronikkomponente 22 weist eine Leistungselektronik und/oder eine Ladeelektronik des Elektromotorrads 10 auf.

Die Leistungselektronik ist beispielsweise ein Inverter, der die von der Batterie des Elektromotorrads 10 bereitgestellte Gleichspannung in eine Wechselspannung umwandelt, und/oder ein Spannungswandler, der die hohen Spannungen (mehr als 60 V) der Batterie in niedrige Spannungen (12 V bis 24 V) transferiert, die für ein Bordnetz des Elektromotorrads 10 benötigt wird. Durch das Bordnetz werden Komponenten des Elektromotorrads 10 wie ein digitaler Tachometer, ein Blinker, etc. mit elektrischer Energie versorgt.

Die Kühlkörper 16 sind an entgegengesetzten Seiten des Elektromotorrads 10 angeordnet.

Genauer gesagt sind die Kühlkörper 16 an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses 14 angeordnet, sodass die Kühlkörper 16 eine Boxer-Silhouette für das Elektromotorrad 10 erzeugen.

Mit anderen Worten erzeugen die Kühlkörper 16 ein Erscheinungsbild wie bei einem Motorrad mit einem Boxermotor, bei dem die Zylinder auf entgegengesetzten Seiten des Motorrads angeordnet sind.

Die Kühlkörper 16 weisen einen Hohlraum 24 auf (siehe Figur 4), in dem die interne Kühleinrichtung 20 und/oder die Elektronikkomponente 22 zumindest abschnittsweise untergebracht sind.

In der Ausführungsform der Figur 1 ist die interne Kühleinrichtung 20 zumindest abschnittsweise in dem in der Frontansicht gesehenen linken Kühlkörper 16 angeordnet und die Elektronikkomponente 22 zumindest abschnittsweise in dem rechten Kühlkörper 16.

Da die interne Kühleinrichtung 20 und die Elektronikkomponente 22 innerhalb des zugeordneten Hohlraums 24 angeordnet sind und somit in der Frontansicht der Figur 1 nicht sichtbar sind, sind die interne Kühleinrichtung 20 und die Elektronikkomponente 22 in der Figur 1 gestrichelt dargestellt.

An den Kühlkörpern 16 sind jeweils außenliegende Kühlrippen 26 angeordnet, die sich in Längsrichtung des Elektromotorrads 10 erstrecken und um den jeweiligen Kühlkörper 16 umfangsmäßig geschlossen umlaufen. Die Kühlrippen 26 sind einstückig an den zugeordneten Kühlkörper 16 angeformt, indem sie zusammen ein Gußteil bilden.

Die Kühlkörper 16 in Kombination mit den zugeordneten außenliegenden Kühlrippen 26 sind also als Lamellenkühler ausgeführt.

In der Ausführungsform der Figur 1 sind die Kühlkörper 16 und die außenliegenden Kühlrippen 26 aus einem Leichtmetall, vorzugsweise aus Aluminium.

In der Figur 1 ist zu sehen, dass die zwei seitlich abstehenden Kühlkörper 16 spiegelbildlich zu einer vertikalen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Mittelebene 28 des Elektromotorrads 10 angeordnet sind.

Genauer beträgt der maximale Außenabstand 30 der Kühlkörper 16 voneinander, also der Abstand der am weitesten von der Mittelebene 28 entfernten Punkte der jeweiligen Kühlkörper 16 zueinander 70 % bis 100 % der Gesamtbreite BM des Elektromotorrads 10.

In der Figur 1 beträgt der Außenabstand 30 in etwa 75 % der Gesamtbreite BM des Elektromotorrads 10.

Mit anderen Worten ist der Abstand 32 des am weitesten von der Mittelebene 28 entfernten Punktes jedes Kühlkörpers 16 zur Mittelebene 28 zwischen 35 % und 50 % der Gesamtbreite BM des Elektromotorrads 10.

Die Kühlkörper 16 sind dazu ausgebildet, die thermische Energie der Kühleinrichtung 20 und der Elektronikkomponente 22 an die Umgebung des Elektromotorrads 10 abzuführen.

Hierfür steht der linke Kühlkörper 16 thermisch mit der Kühleinrichtung 20 und der rechte Kühlkörper 16 thermisch und physisch mit der Elektronikkomponente 22 in Kontakt, sodass die thermische Energie der Kühleinrichtung 20 und/oder der Elektronikkomponente 22 an die Kühlkörper 16 und die entsprechenden Kühlrippen 26 übertragen wird.

Die Kühlkörper 16 und die Kühlrippen 26 stehen mit der Umgebungsluft des Elektromotorrads 10 in Kontakt, sodass die thermische Energie durch Wärmeleitung, an die Umgebungsluft abgegeben wird. Die Figur 2 zeigt das Gehäuse 14 und die Anordnung der Kühlkörper 16 an dem Gehäuse 14 in der Frontansicht der Figur 1.

Es ist zu sehen, dass die z.B. als einstückige Körper ausgeführten Kühlkörper 16 an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses 14 angebracht sind.

In der Figur 2 sind außerdem die maximale Höhe H G und die maximale Breite B G des Gehäuses 14 sowie die Breite BK eines Kühlkörpers 16 eingezeichnet. Dabei entspricht die Breite BK des Kühlkörpers in etwa 50 % der Breite B G des Gehäuses 14.

Im Allgemeinen beträgt die Breite BK des Kühlkörpers 16 zumindest 40 % der Breite B G des Gehäuses 14.

Ferner ist zu sehen, dass die Kühlkörper 16 im vertikal zumindest großteils, vorzugsweise komplett mittleren Drittel 34 seitlich an dem Gehäuse 14 angebracht sind. Zur Veranschaulichung sind hierfür zwei Hilfslinien 36 eingezeichnet, die das Gehäuse 14 in der Höhe H G in drei gleichgroße Teile unterteilen.

Im Allgemeinen kann der Kühlkörper 16 auch im unteren Drittel oder in den unteren zwei Dritteln des Gehäuses 14 angeordnet sein oder sich dorthin erstrecken.

Die Kühlkörper 16 weisen zum oberen und unteren Ende des Gehäuses 14 einen Abstand A auf, der wenigstens 50 mm beträgt.

In der Ausführungsform der Figur 2 sind die Abstände A zum oberen und unteren Ende des Gehäuses 14 gleich. Im Allgemeinen können diese natürlich unterschiedlich sein.

Die Figur 3 zeigt das Gehäuse 14 und die Kühlkörper 16 in einer Draufsicht.

Zusätzlich zur Breite B G des Gehäuses 14 und zur Breite BK der Kühlkörper 16 sind auch die Länge LK der Kühlkörper 16 und die Länge L G des Gehäuses 14 eingezeichnet.

Es ist zu sehen, dass die Kühlkörper 16 in Fahrzeuglängsrichtung kürzer sind als das Gehäuse 14, d. h. die Kühlkörper 16 weisen eine geringere Länge LK auf als die Länge L G des Gehäuses 14. Die Figur 4 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV der Figur 3 durch den linken Kühlkörper 16.

Im Inneren des Kühlkörpers 16, d. h. im Hohlraum 24 sind innenliegende Kühlrippen 38 vorgesehen, die die interne Kühleinrichtung 20 mit dem Kühlkörper 16 thermisch kontaktieren.

Es ist also eine direkte Wärmeleitung zwischen der Kühleinrichtung 20 und dem Kühlkörper 16 über die innenliegenden Kühlrippen 38 realisiert.

Die gezeigte Ausführungsform in der Figur 4 ist nur beispielhaft zu verstehen. Es ist denkbar, dass die Elektronikkomponente 22 alternativ oder zusätzlich innerhalb des Kühlkörpers 16 oder zwischen den Rippen angeordnet ist.

Außerdem ist es denkbar, dass die interne Kühleinrichtung 20 und/oder die Elektronikkomponente 22 den gesamten Hohlraum 24 des Kühlkörpers 16 ausfüllt.

Ferner kann bzw. können auch der Kühlkörper 16 und/oder die Kühlrippen 26, 38 zumindest abschnittsweise flüssigkeitsdurchströmt sein, sodass eine effiziente Kühlung der Kühlflüssigkeit bereitgestellt wird.