FÜHRER, Thomas (Pankower Str. 13, Blomberg, 32825, DE)
KROME, Karsten (Richthofenstraße 41, Detmold, 32756, DE)
NEHM, Detlef (Unterm Fleck 17, Schieder-Schwalenberg, 32816, DE)
FELDNER, Ralf (Stembergstraße 37, Detmold, 32760, DE)
FRANKE, Jens (Birkenweg 7, Blomberg, 32825, DE)
ANDRESEN, Jens (Schambrede 28, Blomberg, 32825, DE)
FÜHRER, Thomas (Pankower Str. 13, Blomberg, 32825, DE)
KROME, Karsten (Richthofenstraße 41, Detmold, 32756, DE)
NEHM, Detlef (Unterm Fleck 17, Schieder-Schwalenberg, 32816, DE)
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| Patentansprüche 1. Elektrostecker (1), insbesondere Ladestecker für ein Kraftfahrzeug, mit einem Gehäuse (4) und einem Griff (5) zum Halten des Elektrosteckers (1), wobei das Gehäuse (4) einen Steckabschnitt (6), eine Kabelanschlussöffnung (10) und einen Kabelführungskanal (11) aufweist, der Steckabschnitt (6) eine Mehrzahl elektrischer Kontakte (7) zum Einstecken in eine Elektrodose (2) und zum Kontaktieren dort vorgesehener Gegenkontakte (9) aufweist, die Kabelanschlussöffnung (10) zum Einlassen bzw. Auslassen eines elektrischen Kabels (3) vorgesehen ist, das Kabel (3) in dem Kabelführungskanal (11) von der Kabelanschlussöffnung (10) zu dem Steckabschnitt (6) führbar und dort mit den elektrischen Kontakten (7) elektrisch kontaktierbar ist und der Griff (5) einen Greifabschnitt (12) zum Greifen mit einer menschlichen Hand aufweist und derart an dem Gehäuse (4) befestigt ist, dass der Greifabschnitt (12) die Kabelanschlussöffnung (10) und den Kabelführungskanal (11) nicht umgreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelanschlussöffnung (10) in einem Bereich zwischen dem Steckabschnitt (6) und dem dem Steckabschnitt (6) abgewandten Ende des Greifabschnitts (12) vorgesehen ist. 2. Elektrostecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelanschlussöffnung (10) in einem Bereich unterhalb des Greifabschnitts (12) vorgesehen ist. 3. Elektrostecker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelführungskanal (11) oder/und der Greifabschnitt (12) derart gewinkelt ist, dass er in seinem dem Steckabschnitt (6) zugewandten Bereich in Längsrichtung des Steckabschnitts (6) verläuft und in seinem der Kabelanschlussöffnung (10) zugewandten Bereich in einer Richtung verläuft, die mit der Längsrichtung des Steckabschnitts (6) einen Winkel einschließt, wobei gilt 120° < < 150°, vorzugsweise 130° < < 140°. 4. Elektrostecker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifabschnitt (12) einen parallel zur Längsrichtung des Steckabschnitts (6) verlaufenden Bereich (15) aufweist und die Kabelanschlussöffnung (10) unterhalb dieses Bereichs (15) vorgesehen ist. 5. Elektrostecker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifabschnitt (12) in seinem dem Steckabschnitt (6) abgewandten Bereich (16) parallel zu dem Kabelführungskanal (11) in seinem dem Steckabschnitt (6) abgewandten Bereich verläuft. 6. Elektrostecker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Steckabschnitt (6) abgewandte Bereich des Greifabschnitts (12) in Längsrichtung des Kabelführungskanals (11) in seinem dem Steckabschnitt (6) abgewandten Bereich über die Kabelanschlussöffnung (10) hinausragt . 7. Anordnung von einem Elektrostecker (1) nach einem der vorherigen Ansprüche mit einem daran angebrachten elektrischen Kabel (3) , wobei das Kabel (3) durch die Kabelanschlussöffnung (10) und den Kabelführungskanal (11) hindurch in das Gehäuse (4) des Elektrosteckers (1) hineingeführt und mit den elektrischen Kontakten (7) elektrisch kontaktiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich beim Halten des Elektrosteckers (1) am Greifabschnitt (12) des Griffs (5) eine Ausrichtung des Gehäuses (4) ergibt, bei der die Längsachse des Steckabschnitts (6) mit der Horizontalen einen Winkel ß einschließt, wobei gilt - 12° < ß < 12°, vorzugsweise -7° < ß -S 7°, ganz besonders bevorzugt -4° < ß < 4°. 8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel ß erzielt wird, wenn für die Länge 1 des frei hängenden Kabels gilt 70 cm < 1 < 150 cm, vorzugsweise 80 cm < ß < 140 cm, ganz besonders bevorzugt 90 cm < 1 < 130 cm. 9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) einstückig aufgebaut ist und das Kabel (3) in dem Gehäuse (4) mittels einer Kabelzuentlastungs- Crimphülse (17) gehalten ist. 10. Verwendung eines Elektrosteckers (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder einer Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 zum Laden eines Elektrofahrzeugs . |
Die Erfindung betrifft einen Elektrostecker, mit einem Gehäuse und einem Griff zum Halten des Elektrosteckers , wobei das Gehäuse einen Steckabschnitt, eine Kabelanschlussöffnung und einen Kabelführungskanal aufweist, der Steckabschnitt eine Mehrzahl elektrischer Kontakte zum Einstecken in eine
Elektrodose und zum Kontaktieren dort vorgesehener
Gegenkontakte aufweist, die Kabelanschlussöffnung zum
Einlassen bzw. Auslassen eines elektrischen Kabels vorgesehen ist, das Kabel in dem Kabelführungskanal von der
Kabelanschlussöffnung zu dem Steckabschnitt führbar und dort mit den elektrischen Kontakten elektrisch kontaktierbar ist und der Griff einen Greifabschnitt zum Greifen mit einer menschlichen Hand aufweist und derart an dem Gehäuse befestigt ist, dass der Greifabschnitt die Kabelanschlussöffnung und den Kabelführungskanal nicht umgreift.
Derartige Elektrostecker sind aus der Praxis bekannt,
insbesondere als Ladestecker für ein Kraftfahrzeug. Mit dem vermehrten Aufkommen von Elektrofahrzeugen ist es erforderlich geworden, leicht handhabbare Möglichkeiten bereitzustellen, um die Batterien der Elektrofahrzeuge wieder aufzuladen. Dazu sind Ladestationen entwickelt worden, an denen Elektroautos mit Strom "betankt" werden können, ähnlich wie bei
herkömmlichen Tankstellen, an denen Autos mit Benzin bzw.
Diesel betankt werden.
Das Elektroauto wird zum "Betanken" mit der Ladestation über ein Kabel verbunden, das einseitig, also entweder an dem
Elektroauto oder an der Ladestation, fest verbunden sein kann, jedenfalls aber auf der anderen Seite steckbar sein muss. Um dieser Steckbarkeit zu entsprechen, sind Elektrostecker entwickelt worden, die sich auch von Laien einfach und sicher handhaben lassen sollen, nämlich insbesondere ohne Gefährdung einer sie benutzenden Person angewandt werden können. Diese Elektrostecker sollen insbesondere für jedermann einfach steckbar und wieder entfernbar sein. Dies gilt insbesondere auch für kleine, weniger kräftige und zierliche Personen, die einen derartigen Stecker mit dem daran angebrachten
Elektrokabel ebenfalls einfach und sicher handhaben können müssen .
Aus der Praxis bekannt sind nun derartige Ladestecker für Elektroautos, die ein Gehäuse mit einem Steckabschnitt sowie einem Griff aufweisen, wobei der Steckabschnitt und der Griff annähernd senkrecht zueinander verlaufen. Am unteren Ende des Griffs ist das Kabel in das Gehäuse eingeführt, so dass das Kabel innerhalb des Gehäuses, nämlich durch den Griff
hindurch, zum Steckabschnitt geführt wird, wo es mit
elektrischen Kontakten des Elektrosteckers elektrisch
kontaktiert ist. Auf diese Weise wird eine Handhabung des Ladesteckers ähnlich wie bei einer Pistole ermöglicht, so dass ein Ein- bzw. Ausstecken des Ladesteckers in horizontaler Richtung unterstützt werden soll.
Allerdings hat sich gezeigt, dass bei derartigen Ladesteckern der Griff, der durch einen Teil des Gehäuses selbst gebildet ist und durch den hindurch das Kabel geführt ist, mitunter mit einem sehr großen Durchmesser ausgestaltet werden muss, so dass ein Greifen und insbesondere Umgreifen des Griffs mit einer menschlichen Hand schwierig ist, insbesondere für kleinere und zierliche Personen. Im Übrigen gilt insbesondere im Fall der Verwendung von Gleichstrom als Ladestrom, dass es zu einer nicht unerheblichen Erwärmung des Kabels kommen kann, so dass durch die Führung des Kabels durch den Griff hindurch auch der Griff stark erwärmt wird. Dies ist für einen
Verwender nicht nur unangenehm sondern kann eine Benutzung ohne Schutzhandschuhe unmöglich machen, insbesondere nach einem längeren Ladevorgang, wenn es zu einer sehr starken Erhitzung des Griffs gekommen ist.
Dieser Problematik kann durch eine Konstruktion abgeholfen werden, die ebenfalls aus der Praxis bekannt ist und bei der ein Griff vorgesehen ist, der derart an dem Gehäuse angebracht ist, dass ein als Greifabschnitt vorgesehener Bereich des Griffs den Bereich des Gehäuses nicht umfasst bzw. umschließt, in dem das Kabel durch das Gehäuse hindurchgeführt ist. Eine derartige Konstruktion soll den weiteren Vorteil haben, dass die Dimension des eigentlichen Greifabschnitts frei wählbar ist und damit den ergonomischen Anforderungen entsprechen kann, ohne dass Rücksicht genommen werden muss auf durch das Gehäuse bzw. das Kabel gegebene Randbedingungen, wie ein erforderlicher Mindestdurchmesser. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich derartige Ladestecker mit einem separat an dem
Gehäuse angebrachten Griff gleichwohl nur schwer handhaben lassen und sich ihre Bedienung schwierig gestaltet.
Ausgehend von dieser Situation ist es die Aufgabe der
Erfindung, einen derartigen Elektrostecker, insbesondere einen Ladestecker für ein Kraftfahrzeug, bereitzustellen, bei dem eine Erwärmung des Griffs vermieden werden kann und der sich gleichzeitig auch von kleineren und zierlicheren Personen gut und ergonomisch handhaben lässt.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die
Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben .
Insofern ist eine Lösung der Erfindung ein Elektrostecker, insbesondere ein Ladestecker für ein Kraftfahrzeug, mit einem Gehäuse und einem Griff zum Halten des Elektrosteckers , wobei das Gehäuse einen Steckabschnitt, eine Kabelanschlussöffnung und einen Kabelführungskanal aufweist, der Steckabschnitt eine Mehrzahl elektrischer Kontakte zum Einstecken in eine
Elektrodose und zum Kontaktieren dort vorgesehener
Gegenkontakte aufweist, die Kabelanschlussöffnung zum
Einlassen bzw. Auslassen eines elektrischen Kabels vorgesehen ist, das Kabel in dem Kabelführungskanal von der
Kabelanschlussöffnung zu dem Steckabschnitt führbar und dort mit den elektrischen Kontakten elektrisch kontaktierbar ist und der Griff einen Greifabschnitt zum Greifen mit einer menschlichen Hand aufweist und derart an dem Gehäuse befestigt ist, dass der Greifabschnitt die Kabelanschlussöffnung und den Kabelführungskanal nicht umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelanschlussöffnung in einem Bereich zwischen dem
Steckabschnitt und dem dem Steckabschnitt abgewandten Ende des Greifabschnitts vorgesehen ist.
Es ist also ein wesentlicher Punkt der Erfindung, dass der Elektrostecker ein Gehäuse mit einem daran angebrachten Griff aufweist, wobei der Greifabschnitt des Griffs, also der
Bereich, der von einer menschlichen Hand gegriffen werden soll, derart angeordnet ist, dass er den Kabelführungskanal, durch den ein sich gegebenenfalls erwärmendes Kabel
hindurchgeführt werden soll, nicht umfasst bzw. umschließt. Bei einer derartigen Konstruktion ist nun insbesondere
vorgesehen, dass die Kabelanschlussöffnung, also der Bereich, in dem das Kabel in das Gehäuse herein- bzw. herausführbar ist, nicht am hintersten und/oder am untersten Ende des
Gehäuses, typischerweise hinter dem Griff, vorgesehen ist, sondern zwischen dem Steckabschnitt und dem diesem abgewandten Ende des Greifabschnitts des Griffs.
Mit anderen Worten bedeutet dies, dass bei horizontaler
Ausrichtung des Steckabschnitts, die die natürliche und übliche Ausrichtung zum Einstecken in eine zugehörige
Elektrodose darstellt, ein Verlauf eines an dem Gehäuse angebrachten Kabels unterhalb des Greifabschnitts erzielt werden kann. Das heißt, dass erfindungsgemäß die Vorteile der beiden eingangs genannten Elektrostecker miteinander
kombiniert werden können, nämlich eine ergonomische und einfache Handhabbarkeit des Elektrosteckers auch für
schwächere Personen unter Vermeidung einer Erwärmung des
Greifabschnitts des Griffs.
In diesem Zusammenhang ist gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die
Kabelanschlussöffnung in einem Bereich unterhalb des
Greifabschnitts vorgesehen ist. Auf diese Weise kann sehr einfach realisiert werden, dass sich auch ein an dem
Elektrostecker angebrachtes Kabel unterhalb des
Greifarmabschnitts befindet, was die zuvor angesprochenen ergonomischen Vorteile hat.
Vorzugsweise ist ferner vorgesehen, dass der
Kabelführungskanal oder/und der Greifabschnitt derart
gewinkelt ist, dass er in seinem dem Steckabschnitt
zugewandten Bereich in Längsrichtung des Steckabschnitts verläuft und in seinem der Kabelanschlussöffnung zugewandten Bereich in einer Richtung verläuft, die mit der Längsrichtung des Steckabschnitts einen Winkel einschließt, wobei gilt 120° < < 150°, vorzugsweise 130° < < 140°.
Ist der Kabelführungskanal auf diese Weise gewinkelt, so wird im vorderen Bereich, also in dem auf den Steckabschnitt hinführenden Bereich, erreicht, dass das Kabel aufgrund seines Verlaufs in Längsrichtung des Steckabschnitts einfach mit den dort vorgesehenen elektrischen Kontakten kontaktierbar ist. Eine entsprechende Konstruktion entspricht nämlich einer typischen und bewährten Anordnung von Gehäuse und Kabel relativ zu einander. Durch die Abwinkelung des Kabelführungskanals im hinteren Bereich, also in dem Bereich, der auf die
Kabelanschlussöffnung hinführt, wird ein Herausführen des Kabels aus dem Gehäuse schräg nach unten hin erleichtert, so dass auf diese Weise die zuvor schon angesprochenen
ergonomischen Vorteile erzielbar sind.
Bei einer entsprechenden Abwinklung des Greifabschnitts des Griffs wird der Vorteil erzielt, dass der Elektrostecker praktisch an seinem vorderen, zu dem Steckabschnitt parallel verlaufenden Bereich auf einer menschlichen Hand,
typischerweise auf Teilen des Zeigefingers, ruhen kann, dort nämlich praktisch "hängt", während der hintere Bereich der eigentliche von der Hand umgriffene Bereich ist, mit dem der Elektrostecker manipuliert werden kann, insbesondere also hin- und her bewegt sowie in die richtige Position bzw. Ausrichtung gebracht werden kann. Eine ganz bevorzugte Ausgestaltung liegt in diesem Zusammenhang darin, dass der Kabelführungskanal und der Greifabschnitt zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, parallel zueinander verlaufen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, dass der Greifabschnitt des Griffs einen parallel zur Längsrichtung des Steckabschnitts verlaufenden Bereich aufweist und die Kabelanschlussöffnung unterhalb dieses Bereichs vorgesehen ist. Bei der zuvor beschriebenen Handhabung des Griffs, nämlich beim "Hängen" des
Elektrosteckers auf Bereichen des Zeigefingers der Hand und Manipulation des Steckers durch die den hinteren Bereich des Greifabschnitts umfassende Hand, wird durch die vorliegend beschriebene Konstruktion eine noch höhere Ergonomie erzielt: Ein dem Elektrostecker zugeführtes Kabel kann nämlich im
Wesentlichen direkt unterhalb des vorderen, parallel zur
Längsrichtung des Steckabschnitts verlaufenden Bereichs des Greifabschnitts vorgesehen werden. Schließlich ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der dem Steckabschnitt abgewandte Bereich des Greifabschnitts des Griffs in Längsrichtung des Führungskanals über die Kabelanschlussöffnung hinausragt.
Damit ist gemeint, dass der hintere Bereich des
Greifabschnitts des Griffs über den Bereich der
Kabelanschlussöffnung hinaus nach hinten und/oder nach unten ragt. Auch dies fördert eine ergonomische Handhabung des gesamten Elektrosteckers, indem eine derartige Führung eines dem Elektrosteckers zugeführten Kabels ermöglicht wird, die nur geringe Kräfte zur Folge hat, die zum korrekten,
typischerweise horizontalen, Ein- bzw. Ausstecken des
Elektrosteckers von einem Verwender überwunden werden müssen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung von einem
Elektrostecker wie oben beschrieben mit einem daran
angebrachten elektrischen Kabel, wobei das Kabel durch die Kabelanschlussöffnung und den Kabelführungskanal in das
Gehäuse des Elektrosteckers hineingeführt und mit den
elektrischen Kontakten elektrisch kontaktiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich beim Halten des Elektrosteckers am Greifabschnitt des Griffs eine Ausrichtung des Gehäuses ergibt, bei der die Längsachse des Steckabschnitts mit der Horizontalen einen Winkel ß einschließt, wobei gilt -12° < ß < 12°, vorzugsweise -7° < ß < 7°, ganz besonders bevorzugt -4° < ß < 4°.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere bevorzugt, dass der Winkel ß erzielt wird, wenn für die Länge 1 des frei hängenden Kabels gilt 70 cm < 1 < 150 cm, vorzugsweise 80 cm < 1 < 140 cm, ganz besonders bevorzugt 90 cm < 1 < 130 cm.
Diese zuvor beschriebenen Ausgestaltungen einer Kombination eines weiter oben beschriebenen Elektrosteckers mit einem daran angebrachten elektrischen Kabel hat sich als ergonomisch besonders bevorzugt herausgestellt, da auf diese Weise ein ausbalanciertes System realisiert werden kann, dessen
Ruhestellung dadurch gekennzeichnet ist, dass die
Längsrichtung des Steckabschnitts im Wesentlichen in
horizontaler Richtung verläuft. Wie zuvor schon angesprochen, ist dies die typische Richtung zum Einstecken bzw.
Herausziehen des Elektrosteckers aus einer entsprechenden Elektrodose, die z. B. an einem Elektroauto oder an einer Ladestation vorgesehen ist.
Weiterhin ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen, dass das Gehäuse einstückig aufgebaut ist und das Kabel in dem Gehäuse mittels einer
Kabelzuentlastungs-Crimphülse gehalten ist. Auf diese Weise werden ein sehr stabiler Aufbau und sehr hohe
Kabelauszugskräfte erreicht.
Schließlich betrifft die Erfindung noch die Verwendung eines zuvor beschriebenen Elektrosteckers bzw. einer zuvor
beschriebenen Anordnung eines Elektrosteckers mit einem Kabel zum Laden eines Elektrofahrzeugs . Dabei kann der
Elektrostecker sowohl am Elektroauto als auch - alternativ oder zusätzlich dazu - an der Ladestation über eine
korrespondierende Elektrodose steckbar sein.
Mit der Erfindung und dem zuvor beschriebenen bevorzugten Weiterbildungen können sich also insbesondere folgende
Funktionen, Wirkungen und Vorteile erzielen lassen:
Es muss kein umspritztes und damit kostenaufwändiges Gehäuse vorgesehen werden, und auch ein Gehäuse aus zwei Halbschalen, die nur schwer abzudichten sind, kann vermieden werden.
Vielmehr ist vorzugsweise ein geschlossenes, d. h.
einstückiges, Gehäuse vorgesehen, bei dem von vorne ein Kontakteinsatz eingeschoben werden kann, und das über eine radial Dichtung gegen das Eindringen von Staub und
Feuchtigkeit geschützt werden kann.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Kabelanschlussöffnung in einem Bereich zwischen dem Steckabschnitt und dem dem
Steckabschnitt abgewandten Ende des Greifabschnitts des Griffs kann ein schräger Kabelabgang nach unten erzielt werden, der einem Abknicken des Kabels entgegenwirkt und damit die
Ergonomie deutlich verbessert. Dies gilt insbesondere deshalb, da Ladekabel für Elektroautos typischerweise einen sehr großen Durchmesser haben und sehr schwer sind, häufig nämlich mit 5 Leitern mit einem jeweiligen Durchmesser von 16 mm 2 bestückt sind, so dass insgesamt ein Durchmesser des elektrischen
Kabels von 30 mm und mehr erreicht wird.
Der erfindungsgemäße Elektrostecker kann derart ausgebildet sein, das er so in der Hand liegt, dass er, z. B. auch durch das daran angebrachte Kabel, in eine horizontale Position pendelt, in der die Längsrichtung des Steckabschnitts im
Wesentlichen horizontal verläuft. Auf diese Weise lässt sich der Elektrostecker besonders komfortabel in eine
korrespondierende Elektrodose einstecken, die in einer
Ladestation oder in einem Elektroauto vorgesehen sein kann.
Dadurch, dass der Greifabschnitt des Griffs ein in das Gehäuse hineingeführtes Kabel nicht umschließt, wird die bis zu 40 K betragende Erwärmung des Kabels beim Ladevorgang nicht auf den Griff übertragen, und die Steck- bzw. Ziehkräfte können genau in Richtung des Steckvorgangs eingeleitet werden, ohne den Elektrostecker zu verkanten, was bei Steckkräften von bis zu 80 N einen erheblichen Vorteil darstellt.
Zwischen dem Elektrostecker und einer korrespondierenden
Elektrodose kann eine lösbare Verriegelung vorgesehen sein, die z. B. über einen an dem Elektrostecker vorgesehenen
Kipphebel erfolgt, der federunterstützt mit dem Daumen bedient werden kann. Die entsprechenden Auszugskräfte betragen hier vorzugsweise wenigstens 500 N.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen Elektrostecker gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit zugehöriger
Elektrodose in einer perspektivischen Ansicht von hinten,
Fig. 2 den Elektrostecker gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht von vorne,
Fig. 3 den Elektrostecker gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer
Seitenansicht und
Fig. 4 den Elektrostecker gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer perspektivischen Explosionsdarstellung .
Bei dem im Folgenden beschriebenen bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist immer ein Elektrostecker mit einem daran angebrachten Kabel gezeigt, während die Erfindung auch einen derartigen Elektrostecker ohne ein derartiges elektrisches Kabel betrifft.
In Fig. 1 ist nun ein Elektrostecker 1 gemäß dem vorliegenden beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung zusammen mit einer korrespondierenden Elektrodose 2 gezeigt, in der der Elektrostecker 1 eingesteckt werden kann. Bei dem Elektrostecker 1 handelt es sich um einen Ladestecker für ein hier nicht dargestelltes Kraftfahrzeug, nämlich ein
Elektroauto. Mittels des Elektrosteckers 1 kann ein
Elektroauto, das mit einer Elektrodose 2 versehen ist, mit einer nicht weiter dargestellten Ladestation verbunden werden. Die Verbindung erfolgt über ein Kabel 3, das mit der
Ladestation fest verbunden ist oder das mit der Ladestation ebenfalls steckbar kontaktiert werden kann.
Der Aufbau des Elektrosteckers 1 gemäß dem vorliegenden bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nun wie folgt :
Der Elektrostecker 1 weist ein Gehäuse 4 und einen Griff 5 zum Halten des Elektrosteckers 1 auf. Das Gehäuse 4 weist einen Steckabschnitt 6 auf, der, wie aus Figur 4 ersichtlich, eine Mehrzahl von elektrischen Kontakten 7 aufweist. Im
Steckabschnitt 6 sind die elektrischen Kontakte 7 von einer elektrischen Wandung 8 umgeben. Wie wiederum aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Steckabschnitt 6 des Elektrosteckers 1 zum Einstecken in die Elektrodose 2 vorgesehen und zum
Kontaktieren dort vorgesehener Gegenkontakte 9.
Ferner weist das Gehäuse 4 eine Kabelanschlussöffnung 10 auf, durch die hindurch, wie insbesondere Fig. 3 entnehmbar, das Kabel 3 in das Gehäuse 4 des Elektrosteckers 1 hineingeführt ist. Innerhalb des Gehäuses 4 ist ein Kabelführungskanal 11 vorgesehen, der in Fig. 3 gestrichelt dargestellt ist, da er nur in einer Schnittansicht sichtbar wäre. Durch den Kabelführungskanal 11 hindurch ist das Kabel 3 von der
Kabelanschlussöffnung 10 bis zu den elektrischen Kontakten 7 im Steckabschnitt 6 geführt.
Wie allen Figuren entnehmbar, ist der Griff 5 einstückig an das Gehäuse 4 angeformt und weist einen Greifabschnitt 12 auf, der zum Umgreifen mit einer menschlichen Hand geeignet ist. Der Griff 5 mit seinem Greifabschnitt 12 ist nun derart an dem Gehäuse 4 befestigt, dass der Greifabschnitt 12 die
Kabelanschlussöffnung 10 und den Kabelführungskanal 11 nicht umfasst bzw. umschließt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der Griff 5 mit seinem Greifabschnitt 12 nicht um das in das Gehäuse 4 hineingeführte Kabel 3 herum verläuft, der
Greifabschnitt 12 nämlich im Abstand zum Kabel 3 angeordnet ist. Damit wird vermieden, dass sich der Griff 5, insbesondere der Greifabschnitt 12, aufgrund einer Erwärmung des Kabels 3 selbst auch stark erwärmt.
Was die Anordnung der Kabelanschlussöffnung 10 angeht, ist nun vorgesehen, dass diese in einem Bereich zwischen dem
Steckabschnitt 6 und dem diesem abgewandten Ende des
Greifabschnitts 12 vorgesehen ist. Dieser Bereich ist in Fig. 3 mit seinen Bereichsgrenzen 13 und 14 angedeutet. Damit ist die Kabelanschlussöffnung 10 auch in einem Bereich unterhalb des Greifabschnitts 12 vorgesehen. Dabei setzt sich der
Greifabschnitt 12, wie insbesondere Fig. 3 entnehmbar, aus zwei Abschnitten zusammen, nämlich einem ersten Abschnitt 15, der parallel zu Längsachse des Steckabschnitts 6 verläuft und einem zweiten Abschnitt 16, der parallel zu dem Bereich des Kabelführungskanals 11 verläuft, der der Kabelanschlussöffnung 10 zugewandt ist. Damit ist der Greifabschnitt 12 des Griffs 5 genauso gewinkelt wie der Kabelführungskanal 11. Beim Greifabschnitt 12 verläuft der dem Steckabschnitt 6 zugewandte erste Bereich 15 parallel zu Längsachse des
Steckabschnitts 6, während der hintere zweite Bereich 16 nach unten abgewinkelt ist, und zwar um einen Winkel der zwischen 130° und 140° liegt.
Entsprechendes gilt für den Kabelführungskanal 11: Dieser weist in seinem hinteren Bereich schräg nach unten während er in seinem vorderen dem Steckbereich 6 zugewandten Bereich parallel zur Längsachse des Steckbereichs verläuft. Im Übrigen verlaufen damit der Kabelführungskanal 10 sowie der
Greifabschnitt 12 des Griffs 5 in wesentlichen Abschnitten parallel zueinander.
Hinsichtlich der Kabelanschlussöffnung 10 gilt bei dem
vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel auch, dass die Kabelanschlussöffnung 10 unterhalb des parallel zur
Längsrichtung des Steckabschnitts 6 verlaufenden Bereichs 15 des Greifabschnitts 12 vorgesehen ist. Auf diese Weise ist es beim Halten des Elektrosteckers 1 mit einer dem
Greifabschnitts 12 des Griffs 5 umgreifenden Hand möglich, dass sich der Elektrostecker 1 derartig auspendelt, dass er seine Gleichgewichtsstellung bei einer im Wesentlichen
horizontalen Ausrichtung der Längsachse des Steckabschnitts 6 findet. Im Übrigen gilt, dass der dem Steckabschnitt 6 abgewandte zweite Bereich 16 des Greifabschnitts 12 in
Längsrichtung des Kabelführungskanals 11 nach hinten und nach unten über die Kabelanschlussöffnung 10 hinausragt, was ebenfalls Fig. 3 entnehmbar ist.
Das an dem Elektrostecker 1 angeschlossene Kabel 3 ist nun derart dimensioniert, dass bei dem vorliegenden Elektrostecker 1 beim Halten am Greifabschnitt 12 des Griffs 5 eine
Ausrichtung des Gehäuses 4 erzielt wird, bei der die
Längsachse des Steckabschnitts 6 mit dem Boden, also der Horizontalen, einen sehr kleinen Winkel einschließt, der betragsmäßig 4° nicht übersteigt. Dies erleichtert ein
manuelles Ein- bzw. Ausstecken des Elektrosteckers 1 in horizontaler Richtung. Die Länge des Kabels 3, bei der ein Winkel von 4° oder weniger erzielt wird, kann vorliegend bei einer freien Kabellänge, also der Länge des Kabels 3 zwischen der Kabelanschlussöffnung 10 und dem Boden, auf dem das Kabel 3 aufliegt, bei einer Länge von 90 cm bis 130 cm erzielt werden .
Schließlich sei noch erwähnt, dass bei dem vorliegend
beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung das Gehäuse 4 einstückig ausgebildet ist und das Kabel 3 in dem Gehäuse 4 mittels einer Kabelzugentlastung-Crimphülse 17 gehalten ist, was sehr hohe Kabelauszugskräfte gewährleistet.
Außerdem ist an dem Elektrostecker 1 ein Kipphebel 18
vorgesehen, mit dem eine Verriegelung zwischen der Elektrodose 2 und dem Elektrostecker 1 erzielt werden kann, wie z. B. Fig. 1 entnehmbar. Der Kipphebel 18 kann federunterstützt mit dem Daumen bedient werden, und beim Einrasten des Kipphebels 18 in eine entsprechende Rastöffnung 19 in der Elektrodose 2 können Auszugskräfte von über 500 N erzielt werden.
Bezugs zeichenliste
Ladestecker 1
Elektrodose 2
Kabel 3
Gehäuse 4
Griff 5
Steckabschnitt 6 elektrische Kontakte 7
Wandung 8
Gegenkontakte 9
Kabelanschlussöffnung 10
Kabelführungskanal 11
Greifabschnitt 12 vordere Bereichsgrenze 13 hintere Bereichsgrenze 14 erster Abschnitt des Greifabschnitts 15 zweiter Abschnitt des Greifabschnitts 16
Kabelzugentlastungs-Crimphülse 17
Kipphebel 18
Rastöffnung 19
