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Title:
ELECTRICAL CONNECTOR AND ELECTRICAL CABLE ARRANGEMENT EQUIPPED THEREWITH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101412
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical connector (1) for electrically coupling first and second electrical cables (2, 3) comprising at least two electrical conductors (4-7). The connector (1) has at least a first printed circuit board (22) associated with the first cable (2), and at least a second printed circuit board (23) associated with the second cable (3), which printed circuit boards in total have a number of conductive structures, with first contact portions (24, 25) for electrically contacting the associated conductors (4-7) and second contact portions (26, 27), corresponding at least to the number of conductors (4-7). The connector (1) furthermore has a number of coupling elements (19), which are designed to electrically contact the second contact portions (26, 27) of a corresponding printed circuit board (22, 23) associated with the corresponding conductor (4-7), with bridging of a physical gap between the first and second printed circuit board (22, 23), corresponding to the number of conductors (4-7). The invention also relates to an electrical cable arrangement (100) comprising a connector (1) of this kind.

Inventors:
SCHMIDBAUER, Fabian (Eschenstraße 8, Taufkirchen/Vils, 84416, DE)
WIESMAYER, Daniel (Gobenerstraße 19, Vilsbiburg, 84137, DE)
KOMAR, Florian (Brauerstraße 8, Velden, 84149, DE)
Application Number:
EP2018/077312
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
October 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LISA DRÄXLMAIER GMBH (Landshuter Straße 100, Vilsbiburg, 84137, DE)
International Classes:
H01R12/53; H01R11/11; H01R12/71; H01R12/73; H01R13/187; H01R13/627; H01R31/06; H05K1/11
Domestic Patent References:
WO2012023505A12012-02-23
Foreign References:
US8241049B22012-08-14
US20120190219A12012-07-26
EP0119013A21984-09-19
DE102011110441A12013-02-21
US20080293262A12008-11-27
DE102012213391A12014-05-22
US20150015567A12015-01-15
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Claims:
ANSPRÜCHE

1. Elektrischer Verbinder (1 ) zum elektrischen Koppeln von wenigstens zwei

elektrischen Leitern (4 - 7) aufweisenden, ersten und zweiten elektrischen Leitungen (2, 3), mit

- wenigstens einer der ersten Leitung (2) zugeordneten, ersten Leiterplatte (22) sowie wenigstens einer der zweiten Leitung (3) zugeordneten, zweiten Leiterplatte (23), die jeweils insgesamt eine mindestens der Anzahl der Leiter (4 - 7) entsprechende Anzahl von Leitstrukturen mit ersten Kontaktabschnitten (24, 25) zum elektrischen Kontaktieren der zugeordneten Leiter (4 - 7) sowie zweite Kontaktabschnitte (26, 27) aufweisen, und

- einer der Anzahl der Leiter (4 - 7) entsprechenden Anzahl von

Koppelelementen (19), die zum elektrischen Kontaktieren der dem jeweiligen Leiter (4 - 7) zugeordneten zweiten Kontaktabschnitte (26, 27) der jeweiligen Leiterplatte (22, 23) unter Überbrückung eines räumlichen Spalts zwischen der ersten und zweiten Leiterplatte (22, 23) eingerichtet sind.

2. Verbinder (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelelemente (19) an den jeweiligen zweiten Kontaktabschnitten (26, 27) lösbar anliegen.

3. Verbinder (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Koppelelemente (19) innerhalb eines elektrisch isolierenden Koppelgehäuses (14) angeordnet sind, das an den beiden Leitungen (2, 3) befestigbar oder befestigt ist.

4. Verbinder (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige

Leiterplatte (22, 23) zum Kontaktieren der Koppelelemente (19) zumindest abschnittsweise in das Koppelgehäuse (14) einsteckbar oder eingesteckt ist.

5. Verbinder (1 ) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Koppelelemente (19) in das Koppelgehäuse (14), insbesondere durch Umspritzen mit Kunststoff, eingebettet sind.

6. Verbinder (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass am Leitungsende der jeweiligen Leitung (2, 3) ein elektrisch isolierendes Leitungsendegehäuse (8, 9) angebracht ist, über das die jeweilige Leiterplatte (22, 23) zumindest abschnittsweise hervorsteht.

7. Verbinder (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige

Leitungsendegehäuse (8, 9) ein elektrisches Schirmungselement aufweist.

8. Verbinder (1 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Leitungsendegehäuse (8, 9) eine Rasteinrichtung (10, 1 1 ) zum Verbinden der beiden Leitungen (2, 3) über ein an den Rasteinrichtungen (10, 1 1 ) verrastbares

Zwischenelement (14) aufweist.

9. Elektrische Leitungsanordnung (100), mit

- wenigstens zwei elektrischen Leitungen (2, 3), die jeweils mindestens zwei elektrische Leiter (4 - 7) aufweisen, und

- einem die Leitungen (2, 3) miteinander koppelnden Verbinder (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

10. Leitungsanordnung (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an einem dem Verbinder (1 ) zugewandten Leitungsende der jeweiligen Leitung (2, 3) ein Leitungsendegehäuse (8, 9) mit einer dem Leitungsende abgewandten

Rasteinrichtung (10, 1 1 ) angebracht ist.

1 1. Leitungsanordnung (100) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungsendegehäuse (8, 9) über ein jeweils daran verrastetes Koppelgehäuse (14) miteinander verbunden sind.

Description:
ELEKTRISCHER VERBINDER UND DAMIT AUSGESTATTETE ELEKTRISCHE

LEITUNGSANORDNUNG

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Verbinder zum elektrischen Koppeln von einer ersten und zweiten elektrischen Leitung, die jeweils wenigstens zwei elektrische Leiter aufweisen. Ferner betrifft die Erfindung eine elektrische Leitungsanordnung, bei der zwei Leitungen mit einem solchen Verbinder miteinander verbunden sind.

Stand der Technik

Für Datenleitungen und ähnliche Anwendungen in Fahrzeugen werden häufig verdrillte Leitungspaare eingesetzt, um generell die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), das heißt z.B. das Übersprechverhalten der Datenleitung, zu verbessern. Solche Leitungen, insbesondere unshielded-twisted-pair (UTP) Leitungen werden in Fahrzeugen u.a. für Ethernet-Anwendungen und für differentielle Bussysteme, wie etwa den CAN-Bus oder FlexRay, eingesetzt. Für möglichst gute elektrische Übertragungseigenschaften der Leitung ist diese über eine möglichst große Länge verdrillt (=Verdrilllänge) und weist nur am

Leitungsende eine vergleichsweise kurze Länge von wenigen Zentimetern auf, in der die Leitungen entdrillt, also nicht verdrillt, sind (=Entd rilllänge). Mit einer größeren Verdrilllänge bzw. einer kürzeren Entdrilllänge werden die elektrischen Übertragungseigenschaften der Datenleitung insbesondere bzgl. differentieller Signale im Fahrzeug verbessert.

Sollen verdrillte Leitungen jedoch mit Steckverbindergehäuse oder ähnlichem versehen werden, stellt sich häufig das Problem, dass bei sehr kurzen Entdrilllängen die lagerichtige Orientierung der Kontaktteile zur Orientierung der Gehäusekammern nicht gegeben ist, so dass die mit elektrischen Kontaktteilen versehenen Leitungsenden kaum oder gar nicht in die Steckverbindergehäuse eingeführt werden können. Ein Einfuhren der Kontaktteile in die Steckverbindergehäuse wäre in diesem Fall nur möglich, wenn die Leitungsenden wieder zum Teil entdrillt werden.

Aus der DE 10 2012 213 391 A1 ist in diesem Zusammenhang bekannt, dass insbesondere bei automotiven Ethernet Anwendungen eine zu große Entdrilllänge zur Folge hat, dass die System relevanten elektrischen Eigenschaften des Übertragungsmediums nicht eingehalten werden.

Um dieses Problem zu beheben, schlägt der genannte Stand der Technik vor, im

Übergangsbereich zwischen einem verdrillten und einem entdrillten Teil einer Leitung sowie einen jeweils an Leitungsenden angebrachten elektrischen Steckkontakt zu fixieren. Die Steckkontakte sind an einem dreh- und verschiebbaren Drehwerkzeug fixiert, das dann gedreht und verschoben wird, um auch noch den entdrillten Teil der Leitung zu verdrillen. Danach werden die Leitungsenden bzw. die Steckkontakte durch ein Greifelement derart gegriffen, dass die Leitungsenden bzw. Steckkontakte auch nach dem Entfernen des Drehwerkzeugs hinsichtlich ihrer Ausrichtung unverändert bleiben. Obwohl damit eine korrekte Ausrichtung der Leitungsenden bzw. Steckkontakte erreicht wird, gestaltet sich die Fertigung einer solchen Leitung durch die erforderlichen Werkzeuge und Greifer weiterhin aufwendig. Zudem gestaltet sich die Integration des vorgeschlagenen Werkzeugs in bestehende Bestückungsautomaten relativ aufwendig.

Des Weiteren ist z.B. aus der US 2015 / 0 155 670 A1 ein Steckverbinder bekannt, bei dem die Leitungsenden von Leitungen zunächst mit einer kurzen Entdrilllänge in ein erstes Gehäuse und dieses dann in das eigentliche Steckverbindergehäuse eingesteckt werden. Nachteilig daran ist, dass zum automatisierten Konfektionieren dieser Anordnung die Leitungsenden mehrfach in Gehäuse eingesteckt werden müssen.

Beschreibung der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, unter Einsatz konstruktiv möglichst einfacher Mittel eine mit geringem Aufwand automatisierbare Möglichkeit zum elektrischen Verbinden bzw. Koppeln von mindestens zwei elektrischen Leitungen zu schaffen. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den begleitenden Figuren angegeben.

Dementsprechend ist erfindungsgemäß ein elektrischer Verbinder zum elektrischen Koppeln von wenigstens zwei, vorzugsweise miteinander verdrillten, elektrischen Leitern

aufweisenden ersten und zweiten elektrischen Leitungen vorgesehen. Die Leiter können dabei auch einen eigenen Isolationsmantel aufweisen, der zum elektrischen Koppeln am freien Ende entfernt ist.

Der Verbinder verfügt über wenigstens eine der ersten Leitung zugeordnete, erste

Leiterplatte sowie wenigstens eine der zweiten Leitung zugeordnete, zweite Leiterplatte. Dabei kann unter einer der jeweiligen Leitung zugeordneten Leiterplatte verstanden werden, dass die erste Leiterplatte (nur) mit den Leitern der ersten Leitung und die zweite Leiterplatte (nur) mit den Leitern der zweiten Leitung elektrisch verbunden sind. Jede der beiden Leiterplatten weist jeweils insgesamt eine mindestens der Anzahl der Leiter entsprechende Anzahl von Leitstrukturen, wie etwa Leiterbahnen, mit ersten Kontaktabschnitten zum elektrischen Kontaktieren der zugeordneten Leiter sowie zweite Kontaktabschnitte auf. Die ersten Kontaktabschnitte können vorzugsweise zum stoffschlüssigen Fügen, z.B. durch Löten, mit den Leitern eingerichtet sein. Des Weiteren weist der Verbinder eine der Anzahl der Leiter entsprechende Anzahl von Koppelelementen auf, die zum elektrischen

Kontaktieren der dem jeweiligen Leiter zugeordneten zweiten Kontaktabschnitte der jeweiligen Leiterplatte unter Überbrückung eines räumlichen Spalts oder Abstands zwischen der ersten und zweiten Leiterplatte eingerichtet sind. Die Leiterplatten können mit ihren Substraten aneinanderstoßen, jedoch darf keine elektrische Verbindung zustande kommen. Die Koppelelemente können z.B. Stanz-/Biegeteile aus einem elektrisch leitfähigen

Metallwerkstoff sein. Idealerweise können sie so gebogen sein, dass die Kontaktierung der zweiten Kontaktabschnitte mit einer Federkraft erfolgen kann.

Die erfindungsgemäße Konfiguration des Verbinders bietet gleich mehrere Vorteile. So müssen die Leiter nicht mit elektrischen Kontaktteilen versehen werden, die dann auch noch insbesondere lagerichtig in Kontaktteilgehäuse eingeführt werden müssen. Vielmehr können die Leiter mit einer besonders kurzen Entdrilllänge verdrillt werden und können dann - im Prinzip unabhängig von ihrer Lage und Ausrichtung - einfach mit den ersten Kontaktabschnitten der zugeordneten Leiterplatte stoffschlüssig verbunden werden. Durch den Entfall des Ausrichtens von Kontaktteilen kann die Herstellung einer elektrischen Leitungsanordnung durch den erfindungsgemäßen Verbinder leichter automatisiert werden bzw. sind keine Werkzeuge zum Ausrichten und Kontrolle der Ausrichtung der Kontaktteile mehr notwendig. Diese Vereinfachung der Herstellung erhöht auch die Prozesssicherheit. Darüber hinaus zeichnet sich die mit dem Verbinder ausgestaltete Leitungsanordnung aufgrund der kurzen Entdrilllänge durch eine gute elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) aus.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Koppelelemente an den jeweiligen zweiten Kontaktabschnitten lösbar anliegen. Es ist also nur eine

Lötverbindung zwischen den Leitern und den ersten Kontaktabschnitten notwendig, während die zweiten Kontaktabschnitte lediglich durch Anliegen kontaktiert werden.

Zum Schutz der Koppelelemente vor mechanischen Einflüssen können die Koppelelemente innerhalb eines elektrisch isolierenden Koppelgehäuses angeordnet sein, das an den beiden Leitungen befestigbar oder befestigt ist. Das Koppelgehäuse kann also auch eine mechanische Verbindung zwischen den elektrisch zu koppelnden Leitungen hersteilen und so diese Zusammenhalten. Die Verbindung kann vorzugsweise mittelbar über z.B.

Leitungsendegehäuse hergestellt werden.

Der Verbinder kann auch als Steckverbinder ausgestaltet werden, indem die jeweilige Leiterplatte zum Kontaktieren der Koppelelemente zumindest abschnittsweise in das die Leitungen verbindenden Koppelgehäuse einsteckbar oder eingesteckt ist. Zunächst werden also die Leiter stoffschlüssig mit der jeweiligen Leiterplatte verbunden, dann werden die Leiterplatten von unterschiedlichen Seiten in das Koppelgehäuse eingesteckt, wodurch die Leiterplatten elektrisch verbunden werden.

Zur einfacheren Handhabung, insbesondere einfachen Montage des Verbinders können die Koppelelemente in das Koppelgehäuse, insbesondere durch Umspritzen mit Kunststoff, eingebettet sein. Hierzu können die Koppelelemente beispielsweise in ein

Spritzgusswerkzeug eingelegt und dann mit einem geeigneten Kunststoffmaterial umspritzt werden. Um einerseits die Leiter und insbesondere deren Kontaktabschnitt zu den Leiterplatten zu schützen und andererseits eine Verbindungsmöglichkeit der beiden Leitungen zu schaffen, kann am Leitungsende der jeweiligen Leitung ein elektrisch isolierendes

Leitungsendegehäuse angebracht sein, über das die jeweilige Leiterplatte zumindest abschnittsweise hervorstehen kann. Alternativ kann das Leitungsendegehäuse aber auch so ausgestaltet sein, dass die Leiterplatte nicht darüber hervorsteht, jedoch das

Leitungsendegehäuse eine Öffnung zum Einführen der Koppelelemente aufweist.

Um die EMV weiter zu verbessern, kann das jeweilige Leitungsendegehäuse ein elektrisches Schirmungselement aufweisen. Dies kann z.B. als Metalleinsatz ausgeführt sein und hierfür in das jeweilige Leitungsendegehäuse, beispielsweise durch Umspritzen mit Kunststoff, eingebettet sein.

Es ist zusätzlich auch möglich, dass das Koppelgehäuse ein elektrisches

Schirmungselement aufweist, bei dem es sich auch um einen Metalleinsatz handelt.

Zwischen den Schirmungselementen der Leitungsendegehäuse und des Koppelgehäuses kann dann eine Schirmübergabe erfolgen.

Um die beiden Leitungen auch mechanisch miteinander zu verbinden, kann das jeweilige Leitungsendegehäuse eine Rasteinrichtung zum Verbinden der beiden Leitungen über ein an den Rasteinrichtungen verrastbares Zwischenelement, insbesondere über das

Koppelgehäuse, aufweisen. Die Rasteinrichtung kann jeweils z.B. als Rastzunge ausgeführt sein, die mit einer zweiseitig ausgebildeten Gegenrasteinrichtung des Zwischenelements, insbesondere des Koppelgehäuses, verrastbar ist.

Die Erfindung betrifft auch eine elektrische Leitungsanordnung, die wenigstens zwei elektrischen Leitungen aufweist, die jeweils mindestens zwei elektrische Leiter haben.

Zwischen den Leitungen ist ein die Leitungen miteinander koppelnder Verbinder in einer oder mehreren der vorstehenden Ausführungsvarianten angeordnet.

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung kann an einem dem Verbinder zugewandten Leitungsende der jeweiligen Leitung ein Leitungsendegehäuse mit einer dem Leitungsende abgewandten Rasteinrichtung angebracht sein. Dieses Leitungsendegehäuse kann vorzugweise für beide Leitungsenden identisch ausgestaltet sein, so dass es sich dann um Gleichteile handelt. Die Leitungsendegehäuse können jeweils über eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung, wie sie z.B. vom Crimpen bekannt ist, an dem Leitungsende befestigt sein. Um dann die Leitungsendegehäuse und somit auch die Leitungen auch mechanisch miteinander zu verbinden, kann ein, insbesondere symmetrisch ausgestaltetes, Zwischenelement an beiden Leitungsendegehäusen verrastet werden.

Bei dem eingesetzten Verbinder sind Koppelelemente zur elektrischen Verbindung zweier Leiterplatten vorgesehen. Damit zur mechanischen Verbindung der Leitungen nicht noch ein weiteres Zwischenelement notwendig ist, können die Leitungsendegehäuse über ein jeweils daran verrastetes Koppelgehäuse miteinander verbunden sein.

Kurze Figurenbeschreibung

Nachfolgend wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine erfindungsgemäße elektrische Leitungsanordnung in einer

perspektivischen Seitenansicht,

Figur 2 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Leitungsanordnung und

Figur 3 in einer perspektivischen Ansicht eine elektrische Leitung mit einem daran befestigten Leitungsendegehäuse und einer darüber hervorstehenden Leiterplatte.

Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen und dienen nur der Erläuterung der Erfindung. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind durchgängig mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Detaillierte Beschreibung

Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine elektrische Leitungsanordnung 100, die beispielsweise für Datenleitungen in einem Kraftfahrzeug geeignet ist. Die

Leitungsanordnung 100 weist einen elektrischen sowie mechanischen Verbinder 1 auf, der zwei aufeinander zu gerichtete elektrische Leitungen 2 und 3 miteinander verbindet, bei denen es sich hier um so genannte unshielded-twisted-pair (UTP) Leitungen handelt. Diese weisen jeweils zwei miteinander, also paarweise, verdrillte elektrische Leiter 4 und 5 der ersten Leitung 2 bzw. 6 und 7 der zweiten Leitung 3 auf (siehe Figur 2), wobei diese Anzahl von Leitern in diesem Ausführungsbeispiel lediglich exemplarisch gewählt ist. Die Leitungen 2, 3 weisen jeweils einen (nicht näher bezeichneten) äußeren Isolationsmantel auf, in dem die Leiter 4, 5 bzw. 6, 7 miteinander verdrillt angeordnet sind. An ihren der anderen Leitung 2, 3 zugewandten freien Enden sind die Leiter 4, 5 bzw. 6, 7 durch Entfernen eines (nicht näher bezeichneten) inneren Isolationsmantels freigelegt.

An den aufeinander zu gerichteten Leitungsenden der Leitungen 2, 3 ist jeweils ein

Leitungsendegehäuse 8 und 9 angebracht, bei denen es sich um identisch ausgebildete Gleichteile handelt. Zur Befestigung besteht zwischen den Leitungsendegehäuse 8, 9 ein form- und kraftschlüssiger Eingriff, wobei zusätzlich jeweils ein (nicht näher bezeichnetes) Zugentlastungselement angebracht ist, das das jeweilige Leitungsendegehäuse 8, 9 mit dem äußeren Isolationsmantel der entsprechenden Leitung 2, 3 verbindet. Um den

Leitungsendegehäuse 8, 9 mittelbar miteinander verbinden zu können, weist jedes

Leitungsendegehäuse 8, 9 eine Rasteinrichtung 10, 1 1 auf, die im Wesentlichen eine Rastzunge 12, 13 haben, die sich hin zu der jeweils anderen Leitung 2, 3 erstreckt.

Die Leitungsendegehäuse 8, 9 sind über ein an den Rasteinrichtungen 10, 1 1 verrastetes, symmetrisch ausgebildetes Koppelgehäuse 14 miteinander verbunden, das hierfür zwei Gegenrasteinrichtungen 15, 16 aufweist. Die Gegenrasteinrichtungen 15, 16 verfügen jeweils über einen Rastbügel 17, 18, an dem eine nach innen gerichtete (nicht näher bezeichnete) Rastnase zum in Eingriff bringen mit den Rastzungen 12, 13 ausgeformt ist.

Wie in Figur 2, die eine Schnittansicht der Leitungsanordnung 100 zeigt, zu erkennen ist, sind in das Koppelgehäuse 14 eine Anzahl von zueinander identischen Koppelelementen 19 angeordnet, die hier als Federelemente ausgebildet sind. Die Anzahl der Koppelelemente 19 entspricht der Anzahl der Leiter 4 bis 7 der Leitungen 2, 3, die über das Koppelgehäuse 14 mechanisch sowie über die Koppelelemente 19 miteinander verbunden werden sollen.

Lediglich aufgrund der seitlichen Schnittansicht ist in Figur 2 nur das erste Koppelelement von mehreren nebeneinander angeordneten Koppelelementen 19 zu sehen. Die

Koppelelemente 19 sind insbesondere in Längserstreckungsrichtung der Leitungsanordnung 100 symmetrisch ausgebildet und, zumindest in diesem Ausführungsbeispiel, in das Koppelgehäuse 14 eingebettet, indem sie mit dem Kunststoffmaterial des Koppelgehäuses 14 umspritzt sind. Das Koppelgehäuse 14 weist einen in Längserstreckungsrichtung der Leitungsanordnung 100 durchgängig ausgebildeten sowie stirnseitig beidseitig offenen Aufnahmeraum 20 auf, in dem die Koppelelemente 19 aufgenommen und durch einen durch das Kunststoffmaterial mit ausgeformten Mittelsteg 21 in Position und Lage gehalten sind.

Weiter geht aus Figur 2 hervor, dass die Koppelelemente 19 einerseits an einer ersten Leiterplatte 22 und andererseits an einer zweiten Leiterplatte 23 anliegen, von denen wiederum die erste Leiterplatte 22 mit den Leitern 4, 5 der ersten Leitung 2 und die zweite Leiterplatte 23 mit den Leitern 6, 7 der zweiten Leitung 3 über eine durch Löten ausgebildete stoffschlüssige Verbindung elektrisch verbunden sind. Hierfür weisen die Leiterplatten 22, 23 jeweils eine den Leitern 4, 5 bzw. 6, 7 entsprechende Anzahl von zugeordneten ersten Kontaktabschnitten 24 bzw. 25 auf. Die Leiterplatten 22, 23 sind in dem jeweiligen

Leitungsendegehäuse 8, 9 gehalten und stehen in Richtung der jeweils anderen Leitung 2, 3 über dieses hervor. Mit den ersten Kontaktabschnitten 24, 25 sind über (nicht dargestellte) Leitstrukturen in Form von Leiterbahnen zweite Kontaktabschnitte 26, 27 elektrisch verbunden, die an dem über das Leitungsendegehäuse 8, 9 hervorstehenden Abschnitt der Leiterplatten 22, 23 ausgebildet sind.

Wie in Figur 2 erkennbar, liegen die Koppelelemente 19 jeweils gleichzeitig an den zweiten Kontaktabschnitten 26 der ersten Leiterplatte 22 und an den zweiten Kontaktabschnitten 27 der zweiten Leiterplatte 23 an und kontaktieren diese so elektrisch. D.h., dass die jeweiligen zweiten Kontaktabschnitte 26, 27 über die Koppelelemente 19 paarweise miteinander elektrisch gekoppelt sind. Hierzu sind die Leiterplatten 22, 23 jeweils aus entgegen gerichteten in den Aufnahmeraum 20 des Koppelgehäuses 14 eingesteckt und befinden sich dort mit den entsprechend gebogenen Koppelelementen 19 in Anlage.

Über das Koppelgehäuse 14 sind die Leitungen 2, 3 also mechanisch miteinander verbunden, über die im Koppelgehäuse 14 untergebrachten Koppelelemente 19 sind die Leiter 4 und 6 sowie 5 und 7 elektrisch miteinander verbunden.

Schließlich zeigt Figur 3 einen ersten Teil der Leitungsanordnung 100 mit der ersten Leitung 2 mitsamt erstem Leitungsendegehäuse 8 und erster Leiterplatte 22 in einer perspektivischen Ansicht. Daraus geht hervor, dass die Leiterplatte 22 (wie auch die zweite Leiterplatte 23) in diesem Ausführungsbeispiel zwei zweite Kontaktabschnitte 26 für zwei Koppelelemente 19 aufweist, da die erste Leitung 2 die zwei elektrischen Leiter 4, 5 hat. Ausgehend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Leitungsanordnung 100 und der Verbinder 1 in vielerlei Hinsicht abgewandelt werden. So ist es z.B. möglich, dass in den Leitungsendegehäusen 8, 9 und/oder in dem Koppelgehäuse 14 Schirmungselemente zur elektrischen Abschirmung angeordnet sind. Es ist auch denkbar, dass die

Rasteinrichtungen 10, 1 1 und die Gegenrasteinrichtungen 15, 16 konstruktiv anders ausgestaltet werden.

BEZUGSZEICHENLISTE

100 Elektrische Leitungsanordnung 1 Verbinder

2 Erste Elektrische Leitung

3 Zweite Elektrische Leitung

4-7 Elektrischer Leiter

8 Erstes Leitungsendegehäuse 9 Zweites Leitungsendegehäuse

10 Erste Rasteinrichtung

1 1 Zweite Rasteinrichtung

12 Erste Rastzunge

13 Zweite Rastzunge

14 Koppelgehäuse

15 Erste Gegenrasteinrichtung

16 Zweite Gegenrasteinrichtung

17 Erster Rastbügel

18 Zweiter Rastbügel

19 Koppelelement(e)

20 Aufnahmeraum

21 Mittelsteg

22 Erste Leiterplatte

23 Zweite Leiterplatte

24, 25 Erste(r) Kontaktabschnitt(e)

26, 27 Zweite(r) Kontaktabschnitt(e)