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Title:
ELECTRICAL COUPLING FOR CONNECTING A WIND TURBINE TO AN ELECTRICITY NETWORK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/043479
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a coupling (10) for connecting a wind turbine to an electricity network, comprising a first support (20), having at least one first electrical plug connector (30), and a second support (40), having at least one second electrical plug connector (50), designed in a complementary manner to the first electrical plug connector (30), wherein the first support (20) and the second support (40) are rotatable relative to each other, characterized in that at least one of the plug connectors (30) is designed, in order to form and to separate an electrical plug connection, to be movable relative to the other plug connector (50) crosswise to the plane of the support (20, 40), and the plug connectors (30, 50) are sealed against penetration by moisture, both when connected to each other and when separated from each other.

Inventors:
SIEGFRIEDSEN, Sönke (Am grünen Kranz 6, Rendsburg, 24768, DE)
Application Number:
IB2018/055896
Publication Date:
March 07, 2019
Filing Date:
August 06, 2018
Export Citation:
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Assignee:
AERODYN CONSULTING SINGAPORE PTE LTD (230 Victoria Street, #11-03/04 Bugis Junction Towers, Singapore 4, 188024, SG)
International Classes:
F03D80/80; F03D7/02; F03D13/25
Domestic Patent References:
WO2011065840A22011-06-03
Foreign References:
US20110181127A12011-07-28
US20120202369A12012-08-09
JP2009240021A2009-10-15
DE102010045920A12012-03-22
GB2526567A2015-12-02
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Claims:
ANSPRÜCHE

1 . Elektrische Kupplung (10) zur Anbindung einer Windenergieanlage an ein Stromnetz mit

- einem ersten Träger (20) mit wenigstens einem ersten elektrischen.

Steckverbinder (30), und

- einem zweiten Träger (40) mit wenigstens einem komplementär zum ersten elektrischen Steckverbinder (30) ausgebildeten zweiten elektrischen Steckverbinder (50),

wobei der erste Träger (20) und der zweite Träger (40) drehbar zueinander eingerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Steckverbinder (30) zum Ausbilden und Trennen einer elektrischen Steckverbindung relativ zum anderen Steckverbinder (50) verfahrbar eingerichtet ist und die Steckverbinder (30, 50) sowohl im miteinander verbundenen Zustand als auch im voneinander getrennten Zustand gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abgedichtet sind.

2. Elektrische Kupplung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

wenigstens eine Steckverbinder (30, 50) quer zur Ebene der Träger (20, 40) axial verfahrbar eingerichtet ist.

3. Elektrische Kupplung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

wenigstens eine Steckverbinder (30, 50) in der Ebene der Träger (20, 40) radial verfahrbar eingerichtet ist.

4. Elektrische Kupplung ( 10) nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Träger (20. 40) jeweils als Scheibe ausgebildet sind.

5. Elektrische Kupplung ( 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine den Zwischenraum, zwischen den Trägern (20, 40) gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit schützende Dichtung (60).

6. Elektrische Kupplung ( 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine jeweils am ersten Träger (20) und am zweiten Träger (40) angeordnete Mehrzahl von Steckverbindern (30, 50) mit einer gemeinsamen die Mehrzahl von Steckverbindern (30, 50) umgebenden, die Mehrzahl von

Steckverbindern. (30, 50) vor Feuchtigkeit schützenden Dichtung (60).

7. Elektrische Kupplung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine eine in Richtung des zweiten Steckverbinders (50) auf den ersten Steckverbinder (40) Kraft ausübende Feder.

8. Elektrische Kupplung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch einen die relative Drehposition der Träger (20,40) zueinander erfassenden Sensor (70).

9. Elektrische Kupplung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch einen die Träger (20, 40) relativ zueinander verdrehenden Drehantrieb (80).

10. Windenergieanlage (WEA) gekennzeichnet durch eine Kupplung ( 10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Windenergieanlage (WEA) eine um einen im Wesentlichen drehfest verankerten Ankerpunkt (A) drehbar eingerichtete

schwimmende Windenergieanlage ist und der erste Steckverbinder (30) fest mit einem mit den stromerzeugenden elektrischen Komponenten der Windenergieanlage ( WEA) verbundenen elektrischen Leiter (90) verbunden ist und der zweite Steckverbinder (50) drehfest mit einem Seekabel ( 100) verbunden ist.

1 1. Windenergieanlage (WEA) nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen netzseitig mit dem zweiten Steckverbinder (30) elektrisch verbundenen Hochleistungsschalter.

12. Windenergieanlage (WEA) nach einem der Ansprüche 10 und 1 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Träger (20, 40) im Wesentlichen horizontal ausgerichtet und um eine im Wesentlichen vertikale Achse zueinander drehbar eingerichtet sind.

13. Windenergieanlage (WEA) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, gekennzeichnet durch einen die Drehposition der Windenergieanlage (WEA) relativ zur Kupplung (10) erfassenden Sensor.

Description:
ELEKTRISCHE KUPPLUNG ZUR ANBINDUNG

EINER W INDENERGIEANLAGE AN EIN STROMNETZ Die Erfindung betrifft eine elektrische Kupplung zur Anbindung einer Windenergieanlage an ein Stromnetz. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Kupplung zur Anbindung einer Windenergieanlage an ein Stromnetz, mil einem ersten Träger mit wenigstens einem ersten elektrischen Steckverbinder, und einem zweiten Träger mit wenigstens einem komplementär zum ersten elektrischen Steckverbinder ausgebildeten zweiten elektrischen Steckverbinder, wobei der erste Träger und der zweite Träger drehbar zueinander eingerichtet sind.

Speziell betrifft die Erfindung eine schwimmende Windenergieanlage, die um einen im Wesentlichen drehfest angeordneten. Ankerpunkt drehbar eingerichtet ist. Die eingangs genannte Kupplungsvorrichtung ist bereits aus der KR 10-1.368777 B1 bekannt.

Die aus der KR 10-1368777 B1 bekannte, im Turm einer Onshore-Windenergieanlage angeordnete Kupplung besteht aus zwei übereinander angeordneten, als Scheiben

ausgebildeten Trägern, die zueinander drehbar eingerichtet sind und jeweils eine Mehrzahl von fest mit den Scheiben verbundenen Steckverbindern aufweisen. Die Steckverbinder der einen Scheibe bilden mit den Steckverbindern der anderen Scheibe eine Steckverbindung aus, die die in der Gondel angeordneten Anlagenkomponenten mit den im Fuß der

Windenergieanlage angeordneten Anlagenkomponenten verbindet. Bei Drehung der Gondel der Windenergieanlage werden sich nun die elektrischen Leiter, die die in der Gondel angeordneten elektrischen Komponenten mit den in der oberen Scheibe angeordneten Steckverbindern verbinden, verdrehen, sodass es beizeiten notwendig ist, diese elektrischen Leiter zu entdrehen, damit sie nicht beschädigt oder gar zerrissen werden. Hierfür werden die Scheiben und somit die Steckverbinder durch voneinander weg bewegen der Scheiben voneinander getrennt, die obere Scheibe in eine Position gedreht, in der die elektrischen Leiter entdreht sind und die Steckverbinder der oberen und unteren Scheibe sich in der entdrehten Ausgangsposition gegenüberliegen und die Scheiben mit den Steckverbindern zur Ausbildung einer elektrischen Steckverbindung wieder zusammengeführt

Ein Nachteil der bekannten Kupp lungs Vorrichtung ist, dass diese nur im

Niederspannungsbereich betrieben werden kann, da ein Abheben der als Scheiben ausgebildeten Träger bei Anwendungen im Mittelspannungs- oder Hochspannungsbereich ohne weitere Anpassungen zu Anlageschaden durch Überlast oder Kurzschluss fuhren kann.

Nachteilig an der bekannten Kupplung ist auch, dass die Kupplung in klimatischen Gebieten mit hoher Feuchtigkeit, insbesondere bei der Verwendung von Offshore- Windenergieanlagen, nur unzureichend gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt ist. Dabei ist insbesondere hinderlich, dass die als Scheiben ausgebildeten Träger der Steckverbinder voneinander getrennt werden müssen, sodass die Abdichtung der gegeneinander beweglichen Scheiben nicht nur aufwandig wäre. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass ein Abheben der einen Scheibe von der anderen Scheibe bei vollständiger Abdichtung durch das bei diesem Vorgang entstehende Vakuum, behindert und das Eindringen von Feuchtigkeit durch die Dichtung sogar begünstigt wird.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kupplung zu schaffen, die vor dem Eindringen von Feuchtigkeit wirkungsvoll geschützt ist und insbesondere auch im Mittelspannungs- und Hochspannungsbereich verwendet werden kann.

Diese Aufgabe wird, erfindungsgemäß durch die elektrische Kupplung mit den Merkmalen von Anspruch 1 und die Windenergieanlage mit den Merkmalen von Anspruch 10 gelöst. Die Unteransprüche geben jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.

Grundgedanke der Erfindung ist es, die die Steckverbinder tragenden Träger so anzuordnen, dass für das Ausbilden und Trennen der Steckverbindung nicht die Träger relativ zueinander verfahren werden müssen, sondern lediglich wenigstens einer der Steckverbinder relativ zum andern Steckverbinder. Durch diese Ausgestaltung wird eine (gemeinsame) Dichtung der Steckverbinder gegen Feuchtigkeit ermöglicht und die aus dem Stand der Technik, bekannten Nachteile vermieden. Erfindungsgemäß ist also eine elektrische Kupplung zur Anbindung einer Windenergieanlage an ein Stromnetz vorgesehen, mit einem ersten Träger mit wenigstens einem ersten elektrischen Steckverbinder, einem zweiten Träger mit wenigstens einem komplementär zum ersten elektrischen Steckverbinder ausgebildeten zweiten elektrischen Steckverbinder, wobei der erste Träger und der zweite Träger drehbar zueinander eingerichtet sind, wenigstens einer der Steckverbinder zum Ausbilden und Trennen einer elektrischen Steckverbindung relativ zum anderen Steckverbinder verfahrbar eingerichtet ist und die Steckverbinder sowohl im miteinander verbundenen Zustand als auch im voneinander getrennten Zustand gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abgedichtet sind.

Die Träger können im einfachsten Fall als gegeneinander verdrehbare Rahmen ausgestaltet sein, an denen die Steckverbinder angeordnet sind.

Bevorzugt sind die Träger jedoch jeweils als Scheibe ausgebildet, in die die Steckverbinder eingelassen sind. Insbesondere sind die Träger als identisch ausgebildete Scheiben ausgebildet, die deckungsgleich übereinander angeordnet sind.

Alternativ ist besonders bevorzugt der Durchmesser der einen Scheibe größer ausgebildet als der Durchmesser der anderen Scheibe, wobei, die größere Scheibe eine den Rand der kleineren Scheibe wenigstens teilweise umfassende Schürze ausbildet. Speziell ist in diesem seitlichen Bereich eine die beiden Träger gegeneinander abdichtende Dichtung vorgesehen, wobei die Anordnung an der Seite den Vorteil hat, dass die obere Scheibe keine Gewichtskraft auf die Dichtung ausübt und der Verschleiß der Dichtung damit relativ gering ist. Einer der Träger ist drehbar eingerichtet, wobei die Drehachse des drehbaren Trägers bei Ausgestaltung der Träger als Scheiben zugleich im Mittelpunkt der Scheiben liegt.

Bevorzugt ist in der Drehachse ein Drehantrieb angeordnet, dessen einer Teil mit dem einen Träger und dessen anderer Teil mit dem anderen Träger verbunden ist.

Alternativ ist der eine Träger als den anderen Träger umgebender Ring ausgebildet, wobei der wenigstens eine Steckverbinder in diesem Fall in der Ebene der Träger radial verfahrbar eingerichtet ist. Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist eine den Zwischenraum zwischen den Trägern gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit schützende Dichtung vorgesehen. Ist insbesondere eine jeweils am ersten Träger und am zweiten Träger engeordnete Mehrzahl von Steckverbindern vorgesehen, so werden diese mit einer gemeinsamen die Mehrzahl von Steckverbindern umgebenden Dichtung vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt.

Die Steckverbindung ist speziell so ausgebildet, dass der erste Steckverbinder vom zweiten Steckverbinder nur gegen die Kraft einer Feder gelöst werden kann. Die Feder stlltzt sich also am ersten Träger ab, wobei deren Kraft auf den ersten Steckverbinder in Richtung des zweiten Steckverbinders wirkt und die Kupplung also immer einen Zustand anstrebt, in dem die Steckverbinder miteinander verbunden sind. Um die genaue Positionierung der Steckverbinder zueinander gewährleisten zu können, ist des Weiteren ein die Drehposition der Träger zueinander erfassender Sensor vorgesehen. Dieser Sensor ist bevorzugt als Absolutwertgeber ausgebildet.

Entsprechend wird auch eine Windenergieanlage beansprucht, wobei die Windenergieanlage eine um einen im Wesentlichen drehfest verankerten Ankerpunkt drehbar eingerichtete schwimmende Windenergieanlage ist und der erste Steckverbinder fest mit einem mit den stromerzeugenden elektrischen Komponenten der Windenergieanlage verbundenen elektrischen Leiter verbunden ist und der zweite Steckverbinder drehfest mit einem Seekabel verbunden ist.

Bei dieser Ausgestaltung sind es also nicht Komponenten einer Windenergieanlage, die ein Verdrehen elektrischer Leiter bewirken, sondern die schwimmende Windenergieanlage, die drehbar an einem Ankerpunkt verankert ist, als solche. Bevorzugt weist die Windenergieanlage einen netzseitig mit dem zweiten Steckverbinder elektrisch verbundenen Hochleistungsschalter auf. Der Hochleistungsschalter kann alternativ in einer Trafostation angeordnet und damit nicht Bestandteil der Windenergieanlage sein. In jedem Fall ist aber eine Anordnung vorzusehen, bei dem der zweite Steckverbinder netzseitig mil einem Hochleistuiigsschalter elektrisch verbunden ist, um die Anlage und vor allem die elektrische Kupplung stromlos zu schalten. Die Windenergieanlage muss in diesem Fall mit einem eigenen Energiespeichel' (und selbstverständlich auch einer eigenen Steuerung) ausgerüstet sein, damit das Entdrehen der elektrischen Leiter durch den .Drehantrieb automatisiert bewirkt werden kann.

Der Ankerpunkt ist speziell als drehfest verankerte Mooring-Boje ausgebildet.

Wird eine Mooring-Boje zur mechanischen Befestigung der schwimmenden

Windenergieanlage verwendet, ist wiederum bevorzugt vorgesehen, dass die Kupplung in der Mooring-Boje angeordnet ist. Die Kupplung kann aber auch außerhalb der Mooring-Boje, beispielsweise im Fundament oder einem dem Fundament Auftrieb verleihenden Schwimmer angeordnet sein. In jedem Fall sind die Träger besonders bevorzugt im Wesentlichen horizontal ausgerichtet und um eine im Wesentlichen vertikale Achse zueinander drehbar eingerichtet.

Schließlich ist noch ein die Drehposition der Windenergieanlage relativ zur Kupplung erfassender Sensor vorgesehen, der bei Überschreiten eines vorbest.immt.en Drehwinkels bzw. einer vorbestimmten Anzahl von Drehungen mittels einer entsprechend vorzusehenden Steuerung das Lösen der Steckverbindung bewirkt.

Dabei ist auch eine zentrale Steuerung vorgesehen, die nicht nur das Lösen der

Steckverbindung, sondern auch das Abschalten der Windenergieanlage, Betätigung des Hochleistungsschalter, Mitteilung an die Steuerwarte eines Windparks, Verdrehen des einen Trägers bis zur Ausgangsposition, Herstellen der elektrischen Verbindung, Betätigen des Hochieistungsschalters und Wiederanschalten der Anlage regelt. Diese zentrale Steuerung kann auch in der Hauptsteuerung der Anlage integriert sein, wobei vorteilhaft eine eigene Pufferbatterie vorzusehen ist.

Die Erfindung ist besonders für die von der Anmelderin entwickelten schwimmenden Windenergieanlagen geeignet, die beispielsweise im Zusammenhang mit den Druckschriften WO 2016/000681 A1 und DE 10 2016 1 1 1 332 B3 bekannt geworden sind. Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den beigefügten Zeichmingen

dargestellten, besonders bevorzugt ausgestalteten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. .1 eine perspektivische Ansicht einer besonders bevorzugt ausgestalteten

schwimmenden Windenergieanlage mit einer erfindungs gemäß ausgestalteten Kupplung;

Fig. 2 eine geschnittene Seitenansicht einer besonders bevorzugt ausgestalteten

schwimmenden Windenergieanlage mit einem besonders bevorzugt ausgestalteten Ausfuhrungsbeispiel einer Kupplung nach der Erfindung;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der besonders bevorzugt ausgestalteten Kupplung aus Fig. 2;

Fig. 4 eine geschnittene Seitenansicht der bevorzugt ausgestalteten Kupplung mit miteinander verbundenen Steckverbindern;

Fig. 5 eine geschnittene Seitenansicht der bevorzugt ausgestalteten Kupplung mit voneinander getrennten Steckverbindern; und

Flg. 6 eine geschnittene Seitenansicht der bevorzugt ausgestalteten Kupplung mit voneinander getrennten Steckverbindern und relativ zueinander verdrehten Trägern.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer besonders bevorzugt ausgestalteten schwimmenden Windenergieanlage, die um einen Ankerpunkt drehbar mit diesem verbunden ist und bei der die erfindungsgemäß ausgestaltete Kupplung vorteilhaft verwendet werden kann.

Insbesondere zeigt Fig. 1 eine schwimmende Windenergieanlage WEA, die mittels eines Seekabels 100 an ein Stromnetz angeschlossen ist. Dabei zeigt Fig. 2 eine geschnittene Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Windenergieanlage WEA mit einem besonders bevorzugt, ausgestalteten Ausführungsbeispiel einer Kupplung 10 nach der Erfindung.

Das in Fig.2 dargestellte Detail der schwimmenden Windenergieanlage WEA zeigt einen Querschnitt durch einen mit dem Fundament F verbundenen Schwimmer S, in dessen Bereich eine Kupplung zur Verbindung mit dem Ankerpunkt A vorgesehen ist. Der Ankerpunkt A ist insbesondere als Mooring-Boje ausgebildet, wobei die Windenergieanlage A um den

Ankerpunkt drehen kann. Hierfür weist die Mooring-Boje eine fest mit dem Gewässerboden verbundene Bodenplatte auf, die in einem Lagerinnenring gelagert ist, sodass die fest mit der Wandung der Mooring-Boje verbundene Windenergieanlage WEA um die Bodenplatte drehen karen-kann. Der Ankerpunkt A ist also in Bezug auf den Gewässergrund im

Wesentlichen drehtest verankert und mit einem Seekabel 100 verbunden, über das die Windenergieanlage WEA mit einem Stromnetz verbunden ist.

Im Inneren der Mooring-Boje ist besonders bevorzugt ein die Windenergieanlage WEA mit. dem Stromnetz verbindender Hochleistungsschalter 1 10 angeordnet, auf dem wiederum besonders bevorzugt die elektrische Kupplung 10 gemäß der Erfindung drehfest angeordnet ist, die das Seekabel 100 (mittelbar) über die Kupplung 10 mit einer Mehrzahl von elektrischen Leitern 90 verbindet, die zu den stromerzeugenden elektrischen Komponenten der Windenergieanlage WEA fuhren (nicht dargestellt).

Bei Drehung der Windenergieanlage WEA um den im Wesentlichen drehfesten Ankerpunkt A werden sich daher die elektrischen Leiter 90 - wie dargestellt - umeinander verdrehen und müssen wieder, wie im Folgenden erläutert werden wird, nach Erreichen eines vorgegebenen Grenzwertes entdreht werden.

Die elektrische Kupplung 10 also solche ist einer in Fig. 3 gezeigten perspektivischen Ansicht im Detail dargestellt.

Die elektrische Kupplung 10 weist einen oberen ersten Träger 20 und einen unteren zweiten Träger 40 auf, die mittels des Drehantriebs 80 gegeneinander drehbar eingerichtet sind. Insbesondere ist der mit den Leitern des Seekabels 100 verbundene untere zweite Träger 40 drehfest mit dem Ankerpunkt A verbunden. Der obere erste Träger 20, der mit den zu den stromerzeugenden elektrischen Komponenten der Windenergieanlage WEA führenden elektrischen Leitern 90 verbunden ist, ist mittels des Drehantriebs 80 zur Entdrehimg der elektrischen Leiter 90 drehbar um den ersten Träger 40 eingerichtet.

Entsprechend sind also - wie Fig. 4 zeigt - die am oberen ersten Träger 20 und die am unteren zweiten Träger 40 angeordneten Steckverbinder 30, 50 im Strom erzeugenden Betriebszustand der Windenergieanlage WEA miteinander verbunden.

Die Mehrzahl der dargestellten Steckverbinder 30, 50 ist gemeinsam Uber eine den oberen ersten Träger 20 gegenüber dem unteren zweiten Träger 40 abdichtende Dichtung 60 abgedichtet. Die Dichtung 60 ist dabei an einer sich am ersten Träger 20 ausgebildeten in Richtung des zweiten Trägers 40 erstreckenden, diesen umfassenden Schürze befestigt und stützt sich seitlich am Rand des zweiten Trägers 40 ab.

Der Drehantrieb 80 ist insbesondere so ausgestaltet, dass dessen einer Teil mit dem unteren zweiten Träger 40 verbunden ist, in dem eine mit dem oberen ersten Träger 20 fest verbundenen Achse drehbar gelagert ist. Durch Antrieb der Achse durch den mit dem unteren zweiten Träger 40 verbundenen Teil des Drehantriebs kann der obere erste Träger 20 relativ zum unteren zweiten Träger 40 verdreht werden. Die absolute Position der Träger 20, 40 zueinander wird durch den Positionssensor 70 erfasst. Hierfür ist insbesondere vorgesehen, dass der Sensor 70 fest mit dem oberen ersten Träger 20 verbunden und radial zum unteren zweiten Träger 40 ausgerichtet ist und der untere zweite Träger 40 eine die Drehposition des ersten Trägers 20 relativ zum zweiten Träger 40 angebende Markierung trägt, die vom Positionssensor 70 erfasst werden kann. Bei der Markierung handelt es sich beispielsweise um eine eine Absolutweiterfassung der Drehposition der Träger 20, 40 zueinander erlaubende Codierung, die ein geregeltes Anfahren der Zielposition erlaubt. Alternativ kann auch ein ortsfest an der Windenergieanlage WEA installierter Sensor vorgesehen sein, der eine auf dem drehbaren Träger 20 angeordnete Markierung/Codierung erfasst, der die Drehposition der Kupplung 10 zur Windenergieanlage WEA bei Drehung um den Ankerpunkt A erfasst und auch ein geregeltes Anfahren beim Eindrehen der Kabel 90 ermöglicht.

Dreht sich nun die Windenergieanlage WEA um die fest mit dem Ankerpunkt A verbundene elektrische Kupplung 10, sodass die fest mit dem oberen ersten Träger 20 verbundenen Leiter 90 miteinander verdreht werden, ist ein Entdrehen der Leiter 90 notwendig. Die Drehposition der Windenergieanlage WEA im Verhältnis zur Kupplung 10 wird dabei von einem weiteren (nicht dargestellten) Sensor Uberwacht, der die relative Drehposition der Windenergieanlage WEA zur Kupplung 10 Oberwacht. Dieser Sensor entspricht der zuvor genannten Alternative für den dargestellten Sensor 70, sodass auf diesen gegebenenfalls ganz verzichtet werden kann.

Für das Entdrehen der mit dem oberen ersten Träger 20 verbundenen Leiter 90 wird die Anlage zunächst in einem ersten Schritt durch Betätigen eines netzseitig angeordneten Hochleistungsschalters 1 10vom Stromnetz genommen. Der Hochleistungsschalter 1 10 ist insbesondere in der Mooring-Boje angeordnet.

In einem zweiten Schritt werden die Steckverbinder 30, 50 voneinander getrennt. Dieses erfolgt in dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel durch Verfahren des im oberen ersten Träger 20 angeordneten Steckverbinders 30 quer zur Ebene der Träger 20, 40. Hierfür kann ein pneumatischer, elektrischer oder elektromagnetischer Hubmechanismus vorgesehen sein. Der Hubmechanismus ist insbesondere für jeden Stecker einzeln ausgebildet sein, wobei die Einzelmechanismen durch eine gemeinsame Steuerung aufeinander abgestimmt betätigt werden. Zur Ausführung dieses Schrittes bedarf es einer in der Windenergieanlage WEA vorgesehenen eigenen Stromversorgung.

Sind die Steckverbinder 30, 50 voneinander getrennt, können der obere erste Träger 20 mittels des Drehantriebs 80 relativ zum unteren Träger 40 gedreht und somit die durch Drehung der Windenergieanlage WEA. um den Ankerpunkt A verdrehten Leiter 90 wieder entdreht werden. Fig. 6 zeigt eine geschnittene Seitenansicht der bevorzugt ausgestalteten Kupplung mit voneinander getrennten Steckverbindern und relativ zueinander verdrehten Trägern 20, 40. Nachdem die elektrischen Leiter 90 wenigstens teilweise, bevorzugt aber vollständig entdreht sind, wird mittels des Drehantriebs 80 und des Sensors 70 eine Drehposition Hingefahren, in der die Steckverbinder 30, 50 wieder fluchtend ausgerichtet sind und miteinander verbunden werden können.

Der Hubmechanismus der Steckverbinder ist. insbesondere jeweils mit einem

Bndlagenschalter ausgestattet. Durch, den Endlagensehalter kann überprüft werden, ob der Steckverbinder 30 jeweils eine Position eingenommen hat, in der die Steckverbinder 30, 50 voneinander getrennt sind, damit die Träger 20, 40 relativ zueinander verdreht werden können bzw. ob die Steckverbinder 30, 50 miteinander verbunden sind und die Windenergieanlage mittels des Hochleistungsschalters wieder an das Stromnetz angeschlossen werden kann. Die Steuerung der Windenergieanlage ist dabei bevorzugt so ausgestaltet, dass der

Hochleistungsschalter nach dem Entdrehen der Leiter 90 nicht betätigt werden kann, wenn nicht alle Steckverbinder 30, 50 wieder miteinander verbunden sind.

Nach erfolgter Steckverbindung kann die Windenergieanlage WEA wieder ans Netz gehen.