Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL DEVICE HAVING AN ACOUSTIC COMPONENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/157560
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical device having an acoustic component for transmitting sound, which acoustic component has a textile element having a multi-layer structure, wherein the textile element has a single woven fabric, which is woven in a multiple-layer manner with at least a first woven fabric layer and a second woven fabric layer. The first woven fabric layer is formed from at least one first thread having a first thread diameter and the second woven fabric layer is formed form at least one second thread having a second thread diameter, which is smaller than the first thread diameter.

More Like This:
Inventors:
MÜLLER, Hugo (Hinterbissaustr. 12, 9410 Heiden, 9410, CH)
SIEBER, Markus (Hinterbissaustr. 12, 9410 Heiden, 9410, DE)
SONDEREGGER, Kilian (Hinterbissaustr. 12, 9410 Heiden, 9410, CH)
Application Number:
EP2017/051979
Publication Date:
September 21, 2017
Filing Date:
January 31, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SEFAR AG (Hinterbissaustr. 12, 9410 Heiden, 9410, CH)
International Classes:
D03D1/00; D03D11/00; D03D13/00; D03D15/00; H04R1/02
Foreign References:
US8685198B22014-04-01
DE202013003527U12013-04-23
DE102009044740A12011-06-09
DE10345575B32005-01-27
DE102005057024B32006-12-07
US8685198B22014-04-01
US6512884B12003-01-28
US20090268928A12009-10-29
DE202013003527U12013-04-23
DE102009044740A12011-06-09
Attorney, Agent or Firm:
WUNDERLICH, Rainer et al. (Irmgardstr. 3, München, 81479, DE)
Download PDF:
Claims:
S 2084

PATENTANSPRÜCHE

1. Elektrisches Gerät mit einer Akustikkomponente zum Übertragen von Schall, welche ein Textilelement (5) mit einem mehrlagigen Aufbau aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Textilelement (5) ein einzelnes Gewebe ( 0) aufweist, welches mehrlagig mit zumindest einer ersten Gewebelage (20) und einer zweiten Gewebelage (30) gewebt ist,

dass die erste Gewebelage (20) aus mindestens einem ersten Faden (21, 22) mit einem ersten Fadendurchmesser gebildet ist und

dass die zweite Gewebelage (30) aus mindestens einem zweiten Faden (31, 32) mit einem zweiten Fadendurchmesser gebildet ist, welcher kleiner als der erste Fadendurchmesser ist.

2. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der erste Fadendurchmesser mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens dreimal so groß wie der zweite Fadendurchmesser ist.

3. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass der erste Fadendurchmesser zwischen 30μιτι und 400pm, vorzugsweise zwischen 50μηη und 300μηη, beträgt und

dass der zweite Fadendurchmesser zwischen 10μιη und ΙΟΟμιη, vorzugsweise zwischen 15μηη und 50μιτι, beträgt.

4. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass der erste Faden (21, 22) und der mindestens zweite Faden (31, 32) als ein Monofilamentfaden ausgebildet sind.

5. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mindestens zwei Gewebelagen (20, 30) über einen Bindeschuss und/oder eine Bindekette miteinander verwebt sind.

6. Elektrisches Gerät nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein erster Faden (21, 22) als Bindeschuss oder Bindekette vorgesehen ist.

7. Elektrisches Gerät nach Anspruch 5 oder 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass jeder dritte bis dreißigste Schussfaden (21, 31) oder Kettfaden (22, 32) als ein Bindeschuss beziehungsweise als eine Bindekette vorgesehen ist.

8. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Fadenzahl von 5 bis 150 Fäden/cm, vorzugsweise 10 bis 120 Fäden/cm, bei der ersten Gewebelage (20) und eine Fadenzahl von 40 bis 400 Fäden/cm, vorzugsweise 50 bis 380 Fäden/cm, bei der zweiten Gewebelage (30) vorgesehen ist.

9. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Gewebekonstruktion mit drei, vier oder mehr Gewebelagen (20, 30) gewebt ist.

10. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Beschichtung oder eine andere Oberflächenmodifikation aufgebracht ist.

11. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass dieses als ein Telefon, insbesondere ein Mobiltelefon, ein Computer, insbesondere ein tragbarer Computer, ein Tablet, eine Spielkonsole, ein TV-Gerät, ein Radiogerät, ein Lautsprecher, ein Kopfhörer, ein Mikrofon oder eine Uhr ausge bildet ist.

Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Gewebelage (20) mit den durchmessergrößeren ersten Fäden (21 22) zu einer Außenseite eines Gerätegehäuses gerichtet ist.

Description:
ELEKTRISCHES GERÄT MIT AKUSTIKKOMPONENTE

Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einer Akustikkomponente gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die US 8,685,198 B2 lehrt eine textile Anordnung für eine Akustikkomponente, die einen zweilagigen Aufbau aufweist. Die Textilanordnung weist eine Gewebeschicht auf, die nach dem Heißschmelzverfahren mit einem Polymerfilm als zweiter Schicht verbunden ist. Ein Aufbau einer Akustikkomponente aus mehreren Schichten dient dem Erzielen guter Klang- und Akustikeigenschaften insbesondere bei einem Mobilfunkgerät.

Aus der US 6,512,884 ist es bekannt, für Akustikkomponenten textile Gewebe zu verwenden. Diese sind in einer mehrschichtigen Anordnung mit einer Polymerfolie verarbeitet. Die einzelnen Schichten der Anordnung werden vor einer Verwendung miteinander, beispielsweise mittels einer adhäsiven Verbindelinie in einem Randbereich verklebt.

Die US 2009/0268928 lehrt einen Schichtaufbau einer Akustikkomponente, bestehend aus zumindest einem Gewebe und einer porösen Membran. Diese sind miteinander durch Verschweißen oder durch Vorsehen eines Adhäsivs miteinander verbunden. Hierbei handelt es sich üblicherweise um Schweißpunkte, für welche die aneinanderliegenden Schichten bis zu einer Schmelztemperatur punktuell erhitzt werden oder um ein zusätzliches, beispielsweise thermoplastisches Material, das in fließfähigem Zustand zwischen den Schichten als Kopplungsmedium, insbesondere punktuell vorgesehen ist.

Die bekannten Verbindungsarten bei Akustikkomponenten sind alterungsanfällig, was insbesondere für Klebeverbindungen gilt. Verklebte Schichten können sich lösen und delaminieren. Eine Veränderung der Schichtverbindung führt zu einer unerwünschten Beeinträchtigung der Klang- und Schallübertragungseigenschaften. Aus der DE 20 2013 003 527 U1 ist ein Filtermedium zur Fest-/Flüssigtrennung und aus der DE 10 2009 044 740 A1 ist ein Drahtgewebe bekannt.

Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, ein elektrisches Gerät mit einer Akustikkomponente zur Übertragung von Schall anzugeben, welche eine hohe mechanische Belastbarkeit und Langlebigkeit bei guten akustischen Eigenschaften ermöglicht.

Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein elektrisches Gerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße elektrische Gerät weist eine Akustikkomponente mit Textilelement mit einem mehrlagigen Aufbau auf, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass das Textilelement ein einzelnes Gewebe aufweist, welches mehrlagig mit zumindest einer ersten Gewebelage und einer zweiten Gewebelage gewebt ist, dass die erste Gewebelage aus mindestens einem ersten Faden mit einem ersten Fa-dendurchmesser gebildet ist und dass die zweite Gewebelage aus mindestens einem zweiten Faden mit einem zweiten Fadendurchmesser gebildet ist, welcher kleiner als der erste Fadendurchmesser ist.

Weiterhin ist die Akustikkomponente dadurch gekennzeichnet, dass ein erfindungsgemäßes Textilelement vorgesehen ist.

Das erfindungsgemäße elektrische Gerät ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine erfindungsgemäße Akustikkomponente eingebaut ist.

Zum Herstellen eines Textilelements ist vorgesehen, dass beim Weben ein Fadenabstand zwischen zwei Schuss- und/oder Kettfäden einer zweiten Gewebelage zwischen zwei Schussfäden oder Kettfäden der ersten Gewebelage sich mit dem Abstand von dem Schussfaden beziehungsweise dem Kettfaden der ersten Gewebelage verändert, insbesondere mit zunehmendem Abstand vergrößert. Vorzugsweise wird nur der Abstand zwischen den Schussfäden verändert.

Ein Grundgedanke der Erfindung liegt darin, eine Akustikkomponente als einzelnes Gewebe mit mehreren Gewebelagen vorzusehen, wobei die einzelnen Gewebelagen mit unterschiedlicher Fadenstärke gebildet sind. Hierbei kann insbesondere ein Unter- schied in der Maschenweite zwischen den einzelnen Schichten vorgesehen sein. Die Akustikkomponente wird als eine Einheit gewebt. Es entfallen somit alterungsanfällige Klebe- oder Schweißverbindungen. Die Verwendung unterschiedlicher Fäden für die einzelnen Gewebelagen erlaubt eine gezielte Einstellung von Klang- und Tonübertragungsqualitäten. Ein Delaminieren ist zuverlässig unterbunden. Das Textilelement ist zudem besonders stabil und kann bei guten akustischen und/oder optischen Eigenschaften einen zuverlässigen Schutz gegen Beschädigung oder Eindringen von Fremdkörpern, Staub, Schmutz oder flüssigen Medien bieten.

Bei einem Verfahren zum Herstellen eines Textilelements insbesondere für eine Akustikkomponente ist angegeben, das Textilelement als mehrlagiges Gewebe vorzusehen, wobei einzelne Kett- und/oder Schussfäden der einzelnen Gewebelagen mit zumindest, zu diesen querverlaufenden einzelnen Schuss- und/oder Kettfäden einer weiteren, benachbarten Gewebelage verwoben werden. Der Abstand normaler Fäden der Gewebelagen, welche zwischen zwei verbindenden Fäden vorgesehen sind, kann beim Weben definiert variieren, wobei eine besonders gleichmäßige Maschenweitenverteilung im fertigen Textil erzielt werden kann. Dies betrifft insbesondere solche maschenbildenden, normalen Fäden in den Gewebelagen, welche zum Bindeschuss- oder der Bindekette der entsprechenden Gewebelage oder der verbundenen Gewebelage parallel ausgerichtet sind.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der erste Fadendurchmesser mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens dreimal so groß wie der zweite Fadendurchmesser ist. Somit können Gewebelagen in einem einzelnen Textilelement zur Verfügung gestellt werden, die unterschiedliche Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Luftdurchlässigkeit, Filtereigenschaften und Schmutzrückhaltevermögen, unterscheidbare Griffigkeit und Textur und/oder unterscheidbare mechanische Stabilität aufweisen. Die verschiedenen Fadendurchmesser des zumindest ersten und zweiten Fadens können insbesondere zu verschiedenen Raumdichten der gewebten Teilelemente, also der Gewebelagen, als auch zu einem individuell einstellbaren Resonanzverhalten des Textilelements beitragen, indem die Vorteile unterschiedlicher Fadendurchmesser in einem Textilelement kombiniert werden.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der erste Fadendurchmesser zwischen 30 pm und 400 pm, vorzugsweise zwischen 50 pm und 300 μιη, beträgt und dass der zweite Fadendurchmesser zwischen 10 [im und 100 μιη, vorzugsweise zwischen 15 μιη und 50 μηη, beträgt. Grundsätzlich kann der Fadendurchmesser für die jeweilige Gewebelage des Textilelements bedarfsgerecht an die Anforderungen der Akustikkomponente, in welcher das Textilelement vorgesehen werden kann, angepasst werden. Für die Fertigung von Akustikkomponenten kann es vorteilhaft sein, besonders leichte, insbesondere dünne Gewebelagen in dem Textilelement vorzusehen, welche besonders verzerrungsarm bei der Schallübertragung oder Schallerzeugung wirken. Besonders bevorzugt ist es, dass zumindest eine zweite Gewebelage mit einem sehr kleinen, vorzugsweise technisch minimal möglichen Fadendurchmesser gebildet ist.

Neben den Fadendurchmessern ist auch die Fadenzahl in den Gewebelagen für die akustischen und mechanischen Eigenschaften von Bedeutung. Nach einer Ausführung der Erfindung ist es bevorzugt, dass eine Fadenzahl von 5 bis 150 Fäden/cm, vorzugsweise 10 bis 120 Fäden/cm, bei der ersten Gewebelage (20) und eine Fadenzahl von 40 bis 400 Fäden/cm, vorzugsweise 50 bis 380 Fäden/cm, bei der zweiten Gewebelage (30) vorgesehen ist.

Eine zweckmäßige Ausführungsform des erfindungsgemäßen Geräts besteht darin, dass der erste Faden und der mindestens zweite Faden als ein Monofilamentfaden ausgebildet sind. Monofilamentfäden können ein synthetisches Material, insbesondere ein Polymer, wie Polyethylenthereftalat (PET), Polyacetylen (PA), Polyetheretherketo- ne (PEEK), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polybutylentherephthalat (PBT), Po- lyethylennaphthalat (PEM), Polylactat (PLA), Polystyrole (PS), Co-Polymere und/oder Blockpolymere dieser oder Mischungen hiervon, aufweisen. Monofilamentfäden können insbesondere eine glatte beziehungsweise ebenmäßig strukturierte Oberfläche aufweisen. Dies kann für ein einheitliches Resonanzverhalten des Textilelements, insbesondere seiner einzelnen Gewebelagen, vorteilhaft sein. Monofilamentfäden zeichnen sich durch eine faserarme, insbesondere faserfreie und/oder einheitliche beziehungsweise glatte Fadenoberfläche aus.

Zum Bilden eines Textilelements als einzelnes Gewebe, das mehrlagig mit Gewebelagen gewebt ist, ist es nach der Erfindung vorteilhaft, dass die mindestens zwei Gewebelagen über einen Bindeschuss und/oder eine Bindekette miteinander verwebt sind. Solche (Binde-)Schuss- und/oder (Binde-)Kettfäden von mindestens einer Gewebela- ge können Fäden einer zweiten Gewebelage, welche zu diesen querverlaufen, hintergreifen beziehungsweise übergreifen, wodurch Fäden der zweiten Lage in die Struktur einer ersten benachbarten Lage eingearbeitet sind und die beiden Gewebelagen als einzelnes Gewebe gebildet sind. Die so gewebten Verbindepunkte, welche auch Kreu- zungs-, Verknüpfungs- oder Knotenpunkte genannt werden, können die einzelnen Lagen gegeneinander festlegen. Mehrere Lagen bilden einen guten Filter für spezielle Frequenzen und Töne. Nach der Erfindung ist auch vorgesehen, dass neben dem mehrlagigen Gewebe zusätzlich weitere konventionell aufgebaute Schichten vorgesehen sein können.

Durch das Miteinbeziehen von Fäden einer zweiten Gewebelage in die Fadenanordnung einer ersten Gewebelage können die mindestens zwei Gewebelagen miteinander zu einem einzigen Gewebe zumindest punktuell verknüpft beziehungsweise verwebt werden. An den Kreuzungspunkten kann der entsprechende Bindeschuss und/oder die Bindekette sowohl einen querverlaufenden Faden der weiteren, beispielsweise zweiten, Gewebelage statt eines querverlaufenden Fadens der eigenen, beispielsweise ersten oder einer dritten, Gewebelage hintergreifen oder übergreifen. Es kann auch bedarfsgerecht ein querverlaufender Faden der ersten Gewebelage gemeinsam mit dem querverlaufenden Faden der zweiten Gewebelage hintergriffen oder übergriffen werden. Im Verknüpfungspunkt kann demnach der miteinbezogene querverlaufende Faden der weiteren Gewebelage in die erste Gewebelage strukturtragend eingewebt sein. Als Bindefaden, also Bindeschuss oder Bindekette, können insbesondere spezielle Fäden vorgesehen werden, welche sich von den weiteren Fäden einer Gewebelage unterscheiden.

Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des erfindungsgemäßen Geräts besteht darin, dass der erste Faden als Bindeschuss oder Bindekette vorgesehen ist. Der mindestens erste strukturbildende Faden, der die erste Gewebelage bildet, kann für das Verweben mit einer zweiten Gewebelage verwendet werden. Das Erzeugen eines einzelnen Gewebes, welches mehrlagig gewebt ist, kann demnach ohne weitere Verknüpfungselemente, insbesondere spezielle Verknüpfungsfäden, gebildet werden.

Für eine besonders stabile Verwebung der Gewebelagen kann es nach der Erfindung zweckmäßig sein, dass jeder dritte bis dreißigste Schussfaden oder Kettfaden als ein Bindeschuss beziehungsweise eine Bindekette vorgesehen ist. Die gleichmäßige Verteilung von Bindeschüssen und/oder Bindeketten über die Fläche des Gewebes kann einen Zusammenhalt der einzelnen Gewebelagen in besonders zuverlässiger Weise sicherstellen. Hierbei kann bevorzugterweise der Abstand der Bindeschüsse und/oder Bindeketten gleichmäßig über das Gewebe verteilt sein. Beispielsweise können die einzelnen Bindefäden der ersten Gewebelage aus demselben, insbesondere dem ersten Faden gebildet sein.

Ein bevorzugter Aufbau der Gewebelagen des erfindungsgemäßen Geräts besteht darin, dass beim Weben ein Fadenabstand zwischen Schuss- oder Kettfäden der zweiten Gewebelage zwischen zwei Schussfäden oder Kettfäden sich mit dem Abstand vom Schussfaden beziehungsweise Kettfaden der ersten Gewebelage verändert, insbesondere mit zunehmendem Abstand vergrößert. Zwischen zwei Fäden paralleler Ausrichtung einer ersten Gewebelage kann jeweils eine Gruppe, ge-webelage- bildender Schuss- beziehungsweise Kettfäden derselben Ausrichtung einer weiteren Gewebelage vorgesehen sein. Der Abstand zwischen direkt benachbarten Schuss- beziehungsweise Kettfäden einer solchen Gruppe kann dem Betrag nach variieren, insbesondere zunehmen, je weiter die beiden betreffenden Fäden von dem nächsten parallel laufenden Faden der ersten Gewebelage beabstandet sind. Die Zahl der normalen Schuss- beziehungsweise Kettfäden zwischen zwei benachbarten Bindefäden kann variieren. So kann in vorteilhafter Weise Spannungen im Gewebe vorgebeugt werden, welche insbesondere auf das Einarbeiten der Bindefäden in benachbarte Gewebelagen zurückführbar sein können. Im Endprodukt kann eine besonders gleichmäßige Fadenverteilung erreicht werden.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass eine Gewebekonstruktion mit drei, vier oder mehr Gewebelagen gewebt ist. Die zum Verweben der einzelnen Gewebelagen vorgesehenen Bindeschussfäden und/oder Bindekettfäden können vorzugsweise zwischen verschiedenen Gewebelagen gegeneinander versetzt vorgesehen sein. Hierbei kann in vorteilhafter Weise einem Verziehen des Gewebes sowie einem punktuellen Anhäufen von Gewebematerial im Bereich der Knotenpunkte vorgebeugt werden. Besonders bevorzugt ist es, dass Bindefäden unterschiedlicher Gewebelagen ebenfalls einen gleichmäßigen Abstand zueinander aufweisen. Es können also nicht nur Bindefäden zwischen einer ersten und einer zweiten Gewebelage, also in einer ersten Ebene, zueinander gleichmäßig beabstandet sein sondern auch die Bindefäden der ersten Ebene, gegenüber Bindefäden zwischen der zweiten und einer dritten Gewebelage, also in einer weiteren, zweiten Ebene gleichmäßig verteilt sein.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass eine Be- schichtung oder eine andere Oberflächenmodifikation aufgebracht ist. Diese kann auf dem fertig gewebten Textilelement oder zumindest einem Teil der Fäden vorgesehen sein. Hierbei können zum einen Fäden, insbesondere Schuss- und/oder Kettfäden im Gewebe vorgesehen sein, welche bereits vor der Verarbeitung eine Beschichtung aufweisen. Die Oberflächenmodifikation kann beispielsweise durch Tauchbeschichtung, Koextrusion oder Bedampfen/Besprühen erzeugt sein. Ausgewählte Bereiche des erfindungsgemäß gebildeten Gewebes können auch im Nachhinein mit einer Beschichtung oder einer anderen Oberflächenmodifikation versehen werden, also nach dem Bilden des Gewebes. Diese Bereiche können sich sowohl auf einen Bereich einer ersten Gewebelage, eine Auswahl von Gewebelagen oder alle Gewebelagen des Gewebebereichs erstrecken. Dies kann beispielsweise in vorteilhafter Weise zur Ausbildung von medienabweisenden Eigenschaften zur Verbesserung der akustischen Eigenschaften und/oder der optischen Beschaffenheit des Gewebes eingesetzt werden.

Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts besteht darin, dass mindestens eine erfindungsgemäße akustische Komponente eingebaut ist. Die Akustikkomponente ist eine Komponente, welche der gezielten Schall- oder Klangübertragung dient. Sie kann Teil eines elektrischen/elektronischen Bauteiles, wie ein Lautsprecher oder ein Mikrofon oder mit einem solchen assoziiert sein. Grundsätzlich ist jede Komponente umfasst, welche zur Schallübertragung vorgesehen ist, insbesondere auch Abdeckungen an Schallübertragungskanälen.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts besteht darin, dass dieses als ein Telefon, insbesondere ein Mobiltelefon, ein Computer, insbesondere ein tragbarer Computer, ein Tablet, eine Spielkonsole, ein TV-Gerät, ein Radiogerät, ein Lautsprecher, ein Kopfhörer, ein Mikrofon oder eine Uhr ausgebildet ist. Elektronische Geräte sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für Spezialanwendungen können in vielfacher Weise Mittel zum Aussenden und/oder Aufnehmen von Schall aufweisen. Diese können, insbesondere im Bereich der erfindungsgemäßen Akustikkomponente, besonders widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse sein, wobei eine besonders verzerrungsarme Schallübertragung beziehungsweise -erzeugung bereitgestellt werden kann.

Zum Bereitstellen einer ersten schützenden Schicht der Akustikkomponente kann eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts darin bestehen, dass die erste Gewebelage mit dem durchmessergrößeren ersten Faden zu einer Außenseite eines Gerätegehäuses gerichtet ist. Die erste Gewebelage kann so die darunter befindlichen, insbesondere feiner gewebten, empfindlicheren Gewebelagen vor Beschädigung und/oder Verschmutzung schützen. Die erste Gewebelage kann mit einem besonderen Aussehen gebildet sein, wodurch der akustischen Komponente eine besondere Wertigkeit verliehen werden kann. In bestimmten Fällen kann auch eine umgekehrte Anordnung sinnvoll sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles weiter beschrieben, welches schematisch in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Textilelementes für ein erfindungsgemäßes Gerät; und

Fig.2 eine schematische Darstellung von parallelen Fäden (Schuss- oder

Kettfäden) einer einzelnen Gewebelage mit variierendem Fadenabstand für ein Textilelement für das erfindungsgemäße Gerät.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Textilelementes 5 mit einem mehrlagigen Gewebe 10, von welchem zumindest die Fäden einer ersten Gewebelage 20 und einer zweiten Gewebelage 30 dargestellt sind. Die Fäden einer Sorte sind in Figur 1 teilweise in nachstehende Weise nummeriert. Die Beschriftung der beiden Pfeile der Fig. 1 mit„Kette" und„Schuss" bezeichnen die zweidimensionale Ausrichtung der Schuss- beziehungsweise Kettfäden. Die erste Gewebelage 20 weist nach Fig. 1 eine größere Maschenweite als die zweite Gewebelage 30 auf und ist insbesondere durch die schwarz dargestellten Schussfäden 21 und Kettfäden 22 gebildet. Die Fäden 21 , 22 der ersten Gewebelage 20 weisen, wenn auch hier nur sehr gering, einen größeren Fadendurchmesser auf, als die Fäden 31 , 32 der zweiten Gewebelage 30. Wie für ein einfaches Gewebe üblich, wird der Schussfaden 21 der ersten Gewebelage 20 vorzugsweise alternierend vor beziehungsweise hinter dem Kettfaden 22 geführt, wodurch die erste Gewebelage 20 gebildet ist. Das Vor- beziehungsweise Hintergreifen des Kettfaden 22 durch den Schussfadens 21 ist beispielhaft mit den Bezugszeichen 23 und 24 gekennzeichnet.

Über der ersten Gewebelage 20 ist eine zweite Gewebelage 30 angeordnet, welche Schussfäden 31 und Kettfäden 32 aufweist. Die Kettfäden 32 beziehungsweise Schussfäden 31 der zweiten Gewebelage 30 weisen einen geringeren Abstand von ihren parallel gerichteten benachbarten Fäden 21 , 22, als in der ersten Gewebelage 20, auf. Die zweite Gewebelage 30 stellt nach Fig. 1 somit eine feinere Gewebelage gegenüber der ersten grobmaschigeren Gewebelage 20 dar. Die zweite Gewebelage 30 hat also eine geringere Maschenweite.

Die zweite Gewebelage 30 weist ebenfalls erste Bereiche 33 auf, in welchen der Schussfaden 31 oberhalb des Kettfadens 32 geführt ist sowie zweite Bereiche 34, in denen der Schussfaden 31 hinter dem Kettfaden 32 verläuft. Grundsätzlich können die erste und die zweite Gewebelage 20, 30 beliebige sowie unterschiedliche Webmuster aufweisen.

Nach Fig. 1 sind vier Verbindepunkte 40 zwischen der ersten Gewebelage 20 und der zweiten Gewebelage 30 dargestellt. Insbesondere in diesem Punkt übergreift der Schussfaden 21 der weitmaschigeren ersten Gewebelage 20 einen Kettfaden 32a der zweiten Gewebelage 30, wodurch eine Verbindung zwischen der ersten und zweiten Gewebelage 30 geschaffen ist. Der Kettfaden 32a wird somit in die Struktur der ersten Gewebelage 20 mittels des Bindeschussfadens 21 der ersten Gewebelage 20 eingearbeitet. Durch das Vorsehen mehrerer über das Gewebe 10 verteilte Verbindemaschen an den Verbindepunkten 40 kann eine stabile Verbindung zwischen der ersten Gewebelage 20 und der zweiten Gewebelage 30 bereitgestellt werden.

Nach Fig. 1 sind zumindest zwei Schussfäden 21 der ersten Gewebelage 20 maßgeblich mit den Kettfäden 32a der zweiten Gewebelage 30 für das Verbinden der zwei Gewebelagen 20 und 30 vorgesehen. Ebenso können Schussfäden 31 der zweiten Gewebelage 30 mit Kettfäden 22 der ersten Gewebelage 20 in verbindende Überlagerung verwebt sein. Weiterhin können zum Verweben von Gewebelagen Schussfäden unterschiedlicher Gewebelagen und/oder Kettfäden der Gewebelagen zum Bilden des mehrlagigen Gewebes vorgesehen werden.

Nach Fig. 1 sind die Schussfäden 21 der ersten Gewebelage 20 als (Binde-) Schussfäden vorgesehen, welche regelmäßig Kettfäden 32a der zweiten Gewebelage 30 übergreifen. Zwischen den Bindeschussfäden 21 der ersten Gewebelage 20 sind in einer Draufsicht Schussfäden 31 der zweiten Gewebelage 30 angeordnet.

Fig. 2 zeigt schematisch die Schussfäden 21 , 31 der ersten Gewebelage 20 sowie zweiten Gewebelage 30 eines Ausschnitts des Gewebes 10 beim Weben. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, kann der Abstand zwischen den einzelnen Schussfäden 31 der zweiten Gewebelage 30 in der Nähe der (Binde-)Schussfäden 21 der ersten Gewebelage geringer sein, als mit zunehmendem Abstand von den (Binde-)Schussfäden 21. Durch diese Anordnung kann ein besonders stabiles Gewebe gebildet werden.

Was in Fig. 2 für die Schussfäden der ersten Gewebelage 20 und zweiten Gewebelage 30 schematisch dargestellt ist, kann ebenfalls beim Vorsehen von Bindekettfäden Anwendung finden. Werden nicht alle Schussfäden 21 der ersten Gewebelage 20 verknüpfend eingesetzt, kann der Abstand der Schussfäden 31 der zweiten Gewebelage zwischen den Schussfäden 21 der ersten Gewebelage 20 ebenfalls in voranstehend beschriebener Weise variieren. Selbiges kann für die Kettfäden 22 der ersten Lage 20 gelten, sollten Kettfäden 22 verknüpfend verwendet werden.