| WO/2011/153125 | HIGH INTENSITY DISCHARGE LAMP WITH A ROTATIONALLY ASYMMETRIC DISCHARGE CHAMBER |
| JP08236078 | TUBULAR BULB |
| JP3863332 | METALLIC VAPOR DISCHARGE LAMP |
BEHRENDT, Andreas (Engelmannweg 4, Berlin, 13403, DE)
LIEPELT, Marco (Semmelweisstr. 40, Berlin, 12524, DE)
KAUFMANN, Rene (Hemmensteig 19, Berlin, 12345, DE)
SCHIMMEL, Joerg (Fohlenweg 15, Leegebruch, 16767, DE)
BEHRENDT, Andreas (Engelmannweg 4, Berlin, 13403, DE)
LIEPELT, Marco (Semmelweisstr. 40, Berlin, 12524, DE)
KAUFMANN, Rene (Hemmensteig 19, Berlin, 12345, DE)
| Ansprüche 1. Hochdruckentladungslampe mit einem vakuumdicht abge¬ schlossenen Entladungsgefäß, das transluzent oder trans¬ parent für UV-Strahlung ist, und das aus Glas oder Kera¬ mik, das eine Längsachse (A) definiert, und das eine durch UV-Strahlung anregbare Füllung enthält, und das zwei Elektroden enthält, und das an mindestens einem En¬ de durch eine Abdichtung verschlossen ist, wobei das Entladungsgefäß von einem evakuierten oder gasgefüllten Außenkolben umgeben ist, der mit mindestens einer ersten Quetschung verschlossen ist, wobei die Quetschung mindestens eine Folie enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Quetschung des Außenkolbens eine Blase ei¬ ner Folie zugeordnet ist, wobei die Blase mit einem Me¬ dium gefüllt ist, das fähig ist, UV-Strahlung abzustrah- len, die zumindest teilweise in das Entladungsgefäß ge¬ langt . 2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkolben aus UV-absorbierendem Quarzglas gefertigt ist . 3. Lampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschaft der UV-Absorption durch eine Dotierung mit Metalloxiden erreicht wird. 4. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Blasen symmetrisch zwischen zwei Folien in der ersten Quetschung angeordnet sind. 5. Lampe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den zwei Blasen 0,5 bis 2 mm beträgt. 6. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium ein Edelgas, insbesondere Argon, ist. 7. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blase quer zur Achse längsgestreckt angeordnet ist, wo- bei die Blase den Rand der ersten Folie berührt und vom Rand der zweiten Folie beabstandet ist. 8. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß aus Quarzglas oder Keramik gefertigt ist . 9. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie zumindest im Bereich der zugeordneten Blase gezackt ist. 10. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie Lanzettform besitzt 11. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß einseitig oder zweiseitig mittels einer Quetschung verschlossen ist. 12. Hochdruckentladungslampe mit einem vakuumdicht ab¬ geschlossenen Entladungsgefäß, das transluzent oder transparent für UV-Strahlung ist, und das aus Glas oder Keramik, das eine Längsachse (A) definiert, und das eine durch UV-Strahlung anregbare Füllung enthält, und das zwei Elektroden enthält, und das an mindestens einem En¬ de durch eine Abdichtung verschlossen ist, wobei das Entladungsgefäß von einem gasgefüllten Außenkolben umgeben ist, der mit mindestens einer ersten Quetschung verschlossen ist, wobei die Quetschung mindestens eine Fo¬ lie enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Vo¬ lumen des Außenkolbens mit einem Medium gefüllt ist, das fähig ist, UV-Strahlung abzustrahlen, die zumindest teilweise in das Entladungsgefäß gelangt, wobei der Kalt fülldruck des Mediums im Bereich 0,1 bis 1,5 mbar liegt . 13. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Quetschung am Außen¬ kolben ausgebildet ist, wobei ein Gestell das Entla¬ dungsgefäß haltert, das eine lange Stromzuführung auf¬ weist, wobei das Ende der Stromzuführung achsparallel in die Quetschung eingeführt ist. 14. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Folie, die in der einzigen Quetschung enthalten ist, sich bis in das innere Volumen des Außenkolbens erstreckt. 15. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der frei ins Innere des Außenkol¬ bens ragende Rand der Folie mit Spitzen versehen ist. |
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine elektrische Lampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es handelt sich dabei insbe- sondere um M e t a 11 h a 1 o g e n i d 1 amp e n oder auch Hg- Hochdruckentladungslampen .
Stand der Technik
Aus der WO 03/044826 und der US 5 323 091 ist eine Lampe bekannt, bei der im Bereich einer Folie eine gasgefüllte Kavität geformt ist. Sie enthält einen Bestandteil der Füllung des Entladungsvolumens. Dadurch wird eine kapazi ¬ tive Kopplung vermieden und die Zündung erleichtert.
Für übliche Zündungen wird in vielen Fällen radioaktives Kryptongas (Kr 85) dem Brennerfüllgas beigemischt. Eine Ersatzlösung für den Wegfall oder für die Reduzierung von Kr 85 im Brennerfüllgas von Hochdruckentladungslampen ist zur sicheren Zündung technisch notwendig. In anderen F ä l l e n w e r d e n E r s a t z l ö s u n g e n f ü r Hochdruckentladungslampen ohne Kr 85 mit unsicher arbeitenden Zündhilfen oder für Lampen deren Zündhilfen negativen Einfluß auf die Eigenschaften und Funktion der Lampe haben, gesucht. In Hochdruckentladungslampen mit kryptonfreien Edelgasen (z.B. Argon, Xenon, Neon) oder reduziertem Kr85-Anteil im Brenner-Füllgas werden Zündhilfen, wie Zündstrich, Zündhilfselektroden, kontaktierte oder nicht kontaktierte Zündhilfen eingesetzt .
Eine weitere und noch teuere Lösung ist der Einsatz von UV-Enhancern . Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 12 bereitzustel ¬ len, die eine zuverlässige Ionisation des Füllgases im Entladungsgefäß zum Zwecke der Zündung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 oder 12 gelöst. Besonders vorteilhafte Aus ¬ gestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lampe besitzt ein vakuumdicht abge- schlossenes Entladungsgefäß, das eine Lampenachse defi ¬ niert, und das von einem Außenkolben umgeben ist.
Das Entladungsgefäß kann entweder aus Quarzglas oder aus Keramik gefertigt sein. Es kann einseitig oder zweiseitig verschlossen sein. Das Leuchtmittel im Innern des Entladungsgefäßes ist ein Entladungsbogen zwischen zwei Elektroden. Es ist mit zu ihm führenden inneren Stromzuführungen elektrisch leitend verbunden .
Erfindungsgemäß wird in einer Ausführungsform eine ver- besserte Zündung dadurch erreicht, dass im Bereich einer Abdichtung des Außenkolbens, die normalerweise eine Quet ¬ schung ist, eine Zündblase angebracht ist. Die Zündblase sitzt in der Nähe einer Folie. Sie kann dazu einen geringen Abstand haben, bevorzugt ist sie jedoch mit der Folie direkt verbunden, so dass die Zündblase den inneren Rand der Folie umschließt.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Material des Außenkol ¬ bens um Quarzglas, das mit einem UV-Absorbierenden Mit- tel, insbesondere ein Oxid des Cer, dotiert ist. Überra ¬ schend ist, dass trotz der UV-absorbierenden Eigenschaft des Glases ausreichend UV-Strahlung bei der Zündung erzeugt wird, die in dem Entladungsgefäß die Zündung initi- iert.
Der besondere Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Her ¬ stellung der Blase sehr einfach in den Fert igungsprozess integriert werden kann. Ein weiterer ganz besonderer Vorteil ist, dass es damit möglich wird, auch im Falle kera- mischer Entladungsgefäße eine sehr einfache Zündhilfe zur Verfügung zu stellen. Bisher dachte man, dass eine Zündblase am Außenkolben von dem Entladungsgefäß zu weit ent ¬ fernt ist, so dass man gerade bei keramischen Entladungs ¬ gefäßen zu extra angefertigten Zündhilfen griff. Das Innere der Blase ist mit einem anregbaren und/oder ionisierbaren, während der Zündung UV-Strahlung aussendenden Gas gefüllt. Besonders kostengünstig ist hier die Verwendung von Argon, weil dieses ohnehin als Spülgas bei der Herstellung verwendet wird. Möglich ist grundsätzlich aber auch die Verwendung anderer Edelgase, oder auch von Stickstoff oder auch von Mischungen davon.
Besonders gut eignet sich diese Anordnung bei einseitig gequetschten Lampen. Dort sind die Abstände von der Quetschung des Außenkolbens hin zum Entladungsgefäß besonders gering.
Weiter ist ein Entladungsgefäß aus Quarzglas oder Keramik wie PCA, jeweils bevorzugt ohne UV-absorbierende Zusätze, bevorzugt. Damit kombiniert ist ein Außenkolben aus Quarzglas mit UV-absorbierenden Zusätzen wie Ce203, Ce02 oder auch Ti02 allein oder in Kombination. Am einfachsten lässt sich eine kleine Blase in der Ebene der Folie direkt neben der Folie liegend verwenden.
Das Volumen und die geometrische Abmessung der Blase lässt sich je nach Typ und Wattage der Lampe anpassen. Bevorzugt wird Argon als Füllgas verwendet, mit einem Kalt fülldruck von etwa 0,1 bis 1,5 bar.
Im Prinzip genügt eine Blase zwischen zwei Folien in einer Quetschung. Noch besser geeignet sind zwei Blasen, die zwischen den zwei Folien nebeneinander liegen. Der Abstand zwischen der Längsseite der Folie und der Blase ist bevorzugt möglichst klein, insbesondere höchs ¬ tens 1 mm, bzw. ist der Abstand der Blase zumindest zu einer Folie gleich null.
Bevorzugt sind sowohl Entladungsgefäß als auch Außenkol- ben aus Quarzglas, evtl. auch aus Hartglas.
Im einzelnen lässt das neue Merkmal sich als eine Integ ¬ ration eines UV-Enhancers in die Außenkolbenquetschung verstehen. Überraschend daran ist besonders, dass das zum UV-Schutz dotierte Quarzglas des Außenkolbens eine ausreichend ionisierende UV-Strahlung zum Entladungsgefäß durchlässt, was offenbar mit der Besonderheit der dünnen Wandstärke im Bereich der Quetschung zusammenhängt. Die nähere Untersuchung zeigt, dass während der Zündung vermutlich durch Effekte an den Grenzflächen zwischen den metallischen Bauteilen und den Glas-Bauteilen der Quetschung des Außenkolbens die Absoprtion der UV- Strahlung vermieden wird und/oder durch Fluoreszenz eine ausreichende UV-Strahlung den Brenner erreicht. Die neuartige Lösung ist nicht nur sehr zuverlässig, sondern auch Kostengünstig. Es sind keine weiteren Bauteile oder Prozeßschritte notwendig, während Bauteile wie UV-Enhancer sehr teur sind. Hinzu kommt einen eindeutige Qualitätsverbesserung. Das Zündverhalten ist jetzt viel besser als bei üblichen Lampen mit Kr 85. Hinzu kommt, dass es keine zusätzlichen Bauteile als Fehlerquelle oder Verunreinigungsquelle gibt. Außerdem gibt es keine zusätzlichen metallischen Bauteile im Außenkolben oder am Entladungsgefäß.
Die Beobachtung einer durch die Erfindung bewirkten äußerst schnellen und zuverlässigen Zündung lässt sich dadurch erklären, dass ein Rückkopplungseffekt zwischen Blase (n) und Entladungsgefäß stattfindet, der zu einer schnellen Versträkung der UV-Strahlung führt. Damit dieser auftritt, sollten Blase und Entladungsgefäß nicht oder möglichst wenig gegeneinander abgeschattet sein. Insbesondere sollten nach Möglichkeit keine oder möglichst wenig aborbierenden oder streuenden Lampentiele den optischen Weg versperren. Überdies hat die Quetschung offenbar lichtleitende Wirkung. Hinzu kommt, dass die Blase, wenn sie die Folie berührt, eine Emission entlang der grenzfläche Metall-Glas in der Quetschung durchführen kann, was die UV-Strahlung gezielt in Richtung Entladungsgefäß lenkt und umgekehrt in die Blase zurückwirft. Als Blase eignet sich überraschenderweise sogar das innere Volumen des Außenkolbens selbst, wenn der Fülldruck an Edelgas darin sorgfältig eingestellt wird. Insbesondere sollte er in einem Bereich 0,1 bis 1,5 mbar (kalt) liegen. Wesentliche Merkmale der Erfindung in Form einer nume- rierten Aufzählung sind:
1. Hochdruckentladungslampe mit einem vakuumdicht abge ¬ schlossenen Entladungsgefäß, das transluzent oder transparent für UV-Strahlung ist, und das aus Glas oder Keramik, das eine Längsachse (A) definiert, das eine durch UV-Strahlung anregbare Füllung enthält, und das zwei Elektroden enthält, und das an mindestens ei ¬ nem Ende durch eine Abdichtung verschlossen ist, wobei das Entladungsgefäß von einem evakuierten oder gasge ¬ füllten Außenkolben umgeben ist, der mit mindestens einer ersten Quetschung verschlossen ist, wobei die Quetschung mindestens eine Folie enthält, dadurch ge ¬ kennzeichnet, dass in der ersten Quetschung des Außen- kolbens eine Blase einer Folie zugeordnet ist, wobei die Blase mit einem UV-abstrahlenden Medium gefüllt ist, wobei ein Teil dieser Strahlung in das Entla ¬ dungsgefäß gelangt.
2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkolben aus UV-absorbierendem Quarzglas gefertigt ist.
3. Lampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschaft der UV-Absorption durch eine Dotierung mit Metalloxiden erreicht wird. 4. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Blasen symmetrisch zwischen zwei Folien in der ersten Quetschung angeordnet sind. Lampe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den zwei Blasen 0,5 bis 2 mm beträgt . Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium ein Edelgas, insbesondere Argon, ist. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blase quer zur Achse längsgestreckt angeordnet ist, wobei die Blase den Rand der ersten Folie berührt und vom Rand der zweiten Folie beabstandet ist. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß aus Quarzglas oder Keramik gefer ¬ tigt ist. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie zumindest im Bereich der zugeordneten Blase gezackt ist. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie Lanzettform besitzt Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß einseitig oder zweiseitig mittels einer Quetschung verschlossen ist. Hochdruckentladungslampe mit einem vakuumdicht abge ¬ schlossenen Entladungsgefäß, das transluzent oder transparent für UV-Strahlung ist, und das aus Glas oder Keramik, das eine Längsachse (A) definiert, und das eine durch UV-Strahlung anregbare Füllung enthält, und das zwei Elektroden enthält, und das an mindestens einem Ende durch eine Abdichtung verschlossen ist, wobei das Entladungsgefäß von einem gasgefüllten Außen- kolben umgeben ist, der mit mindestens einer ersten Quetschung verschlossen ist, wobei die Quetschung mindestens eine Folie enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Volumen des Außenkolbens mit einem Me- dium gefüllt ist, das fähig ist, UV-Strahlung abzu ¬ strahlen, die zumindest teilweise in das Entladungsge ¬ fäß gelangt, wobei der Kalt fülldruck des Mediums im Bereich 0,1 bis 1,5 mbar liegt.
13. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Quetschung am Außen ¬ kolben ausgebildet ist, wobei ein Gestell das Entla ¬ dungsgefäß haltert, das eine lange Stromzuführung auf ¬ weist, wobei das Ende der Stromzuführung achsparallel in die Quetschung eingeführt ist. 14. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Folie, die in der einzigen Quetschung enthalten ist, sich bis in das innere Volumen des Außenkolbens erstreckt.
15. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der frei ins Innere des Außenkol ¬ bens ragende Rand der Folie mit Spitzen versehen ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen: Figur 1 ein Aus führungsbeispiel einer Metallhalogenid- lampe in Seitenansicht;
Figur 2 ein Detail der Quetschung aus Figur 1 in Seitenansicht ; Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einer Bla ¬ se;
Figur 4 ein Ausführungsbeispiel mit einer Folie mit ge ¬ zacktem Rand Figur 5 ein Ausführungsbeispiel einer Lampe mit zwei ¬ seitig verschlossenem Entladungsgefäß;
Figur 6 ein Ausführungsbeispiel einer Lampe mit zwei ¬ seitig verschlossenem Entladungsgefäß in einem zweiseitig verschlossenen Außenkolben. Figur 7 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einer Lampe mit zweiseitig verschlossenem Entla ¬ dungsgefäß in einem einseitig verschlossenen Au ¬ ßenkolben .
Figur 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Lampe mit zweiseitig verschlossenem Entladungsgefäß in einem einseitig verschlossenen Außenkolben.
Figur 9 ein Detail eines bevorzugten Ausführungsbei ¬ spiels einer Lampe mit zweiseitig verschlossenem Entladungsgefäß in einem einseitig verschlossenen Außenkolben.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
In Figur 1 ist eine Metallhalogenidlampe 1 gezeigt, die einseitig abgedichtet ist. Es handelt sich um eine 150 W Lampe mit einem Entladungsgefäß 2 aus Quarzglas. Dieses enthält zwei Elektroden 3, deren Schaft 4 an Folien 5 in einer einzigen Quetschung 6 enden. Die Füllung des Entla- dungsgefäßes enthält Metallhalogenide, Edelgas und Queck ¬ silber .
Das Entladungsgefäß 2 ist von einem Außenkolben 8 umge ¬ ben, der im wesentlichen zylindrisch ist und mit einer Kuppe 9 an einem ersten Ende abgeschlossen ist. Das andere Ende ist von einer Quetschung 10 verschlossen, die ebenfalls zwei Folien 11 aufweist, die parallel zueinan ¬ der angeordnet sind. Innere Stromzuführungen 12 verbinden die Folien 5 im Entladungsgefäß mit den Folien 11 im Au- ßenkolben. Von dem Außenkolben erstrecken sich äußere Stromzuführungen 14 nach außen. Der Außenkolben ist aus Quarzglas gefertigt, das mit einer Dotierung zur Absorp ¬ tion von UV-Strahlung versehen ist. Übliche Dotierungen sind Oxide des Cer und/oder des Titan. Eine derart kompakte Lampe erreicht trotz hoher Belastung eine Lebensdauer von mindestens 6000 Std., insbesondere sogar mehr als 12000 Std. bei optimaler Gestaltung.
Figur 2 zeigt ein Detail der äußeren Quetschung. Zwischen den beiden Folien 11 sind zwei kleine Blasen 15 in die Quetschung eingebaut. Jede Blase 15 ist im Prinzip etwas länglich geformt und mit Argon gefüllt. Die Blase ist so angeordnet, dass ihr folienseitiger Rand möglichst in der Nähe der Folie 11 angeordnet ist. Vorteilhaft ist die Blase so angeordnet, dass der folienseitige Rand die Fo- lie direkt tangiert, da dann die UV-Produktion in der Blase am besten funktioniert.
Symmetrisch zur Anordnung der ersten Blase 15 ist auch die zweite Blase 15 an der zweiten Folie 11 angeordnet. Der Abstand d zwischen den beiden Blasen ist typisch 0,5 bis 2 mm. Das Argon wird bei der Zündung zur Entladung angeregt und emittiert neben Licht auch UV-Strahlung in das Entladungsgefäß.
In der Praxis zeigt sich, dass die normale Gestaltung der Längsseite der Folie, die üblicherweise lanzettartig ges- taltet ist, bereits als Spitze, an der bevorzugt Entla ¬ dungen auftreten, ausreicht. Zur besseren Anregung von UV-Strahlung kann am Innenrand der Folie ein der Blase zugeordneter Bereich der Folie gezackt sein, da im Bereich von Spitzen und durch längere Folienkanten höhere Feldstärken auftreten, siehe Figur 4.
Figur 3 zeigt, dass im Prinzip auch eine einzige Blase 20 genügt. Jedoch ist dabei möglichst darauf zu achten, dass die Blase nicht beide Folien 11 gleichzeitig berührt, da es sonst zu einem Durchschlag im Gas der Blase kommen könnte. Besser geeignet ist hier eine unsymmetrische Ges ¬ talt der Blase. Dabei ist die einzige Blase 20 quer zur Lampenachse A gestreckt. Der erste Rand der Blase berührt dabei die erste Folie 11 wie oben bereits geschildert. Der zweite Rand endet jedoch kurz vor der zweiten Folie 11. Der Abstand c zwischen zweitem Blasenrand und Folien ¬ rand liegt bevorzugt im Bereich 0,3 bis 0,8 mm. Eine län ¬ gere Blase ist nachteilig, da es hier zu einem direkten Durchschlag über die Blase kommen könnte.
Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit zwei Blasen 15 mit symmetrischer Gestalt. Dabei hat die Folie 11 einen gezackten Bereich 21 im Bereich, wo die Blase 15 die Folie 11 berührt. Dadurch wird die Zündung besonders zuverlässig durchgeführt.
Untersuchungen der Zündzeit zeigen, dass diese in etwa unabhängig von einem gezackten Bereich ist, was vermut- lich an der vorgegebenen Lanzettform der Folie liegt, deren spitz zulaufende Kante die Zündung in jedem Fall erleichtert. Eine typische Zeit bis zur Zündung (Gesamt ¬ startzeit) ist 1 bis 2 Sekunden, dabei ist die Durch- schlagszeit in der Blase deutlich kleiner als 0,1 Sekunden. Dabei wird typisch 0,1 bis 0,3 bar reines Argon als Füllung der Blase verwendet.
Im Prinzip ist diese Zündanordnung auch für zweiseitig verschlossene Entladungsgefäße 25 geeignet, die in einem einseitig geschlossenen Außenkolben untergebracht sind, siehe Figur 5. Dabei ist allerdings der Abstand zwischen den Blasen und dem Zentrum des Entladungsgefäßes, das hier aus Keramik gefertigt ist, meist merklich größer, so dass der Output an UV-Strahlung aus den Blasen eher höher als im einseitig gequetschten Fall sein sollte. Dies wird durch beispielsweise durch geeigneten Druck in der Blase erreicht .
Des weiteren zeigt Figur 6 ein Ausführungsbeispiel für ein zweiseitig abgeschlossenes keramisches Entladungsge- fäß 30 in einem zweiseitig verschlossenen Außenkolben 31. Dabei ist der Außenkolben 31 zweiseitig mit einer Quet ¬ schung 32 verschlossen, in der jeweils eine Folie 33 untergebracht ist. Bei einer ersten Quetschung 33 ist eine Blase 34 seitlich an der Folie angebracht. Vom Gestell 35 für die Halterung des zweiten Endes des Entladungsgefäßes aus geht eine Zündantenne 36 am Innenrand es Außenkolbens entlang bis zur ersten Quetschung 32, in der die freie Spitze 37 der Antenne endet. Diese Spitze initiiert in der Blase die UV-Strahlung. Die in die Quetschung des Außenkolbens integrierte Blase kann ohne Zusatzaufwand beim Prozess der Quetschung unter Argon-Spülung mit hergestellt werden. Meist werden zwei in der Quetschungsebene befindliche Argonblasen verwen- det, die sich ausgehend von den beiden Molybdän-Folien gegenüberliegen und gegeneinander durch Quarzglasmaterial abgedichtet sind.
Für den Quetschprozess werden am einfachsten die Quetschbackenfronten an der Sollposition der Argonblasen ausge- spart. Durch die geringere Quarzglasverdichtung im Bereich der Aussparung bilden sich Argonblasen im Quarzglas dann von selbst.
Als Füllgas der Blase eignet sich bevorzugt Inertgas wie Argon oder Neon, da dieses für das Spülen ohnehin verwen- det wird.
Das Material des Entladungsgefäß ist transluzent oder transparent. Es ist insbesondere transparent für UV- Strahlung in einem Bereich innerhalb von 200 bis 400 nm, so dass eine Zündhilfe am Außenkolben die Vorionisierung der Füllung des Entladungsgefäßes bewerkstelligen kann.
Im Falle eines gasgefüllten Außenkolbens muss darauf ge ¬ achtet werden, dass das darin enthaltene Gas die UV- Strahlung nicht absorbiert.
Im Prinzip ist es auch möglich statt einer Quetschung ei- ne Einschmelzung o.ä. am Außenkolben als umgebendes Medi ¬ um für die Blase zu verwenden, oder sogar den Außenkolben selbst. Statt einer Folie genügt dann auch die Nachbar ¬ schaft zu einer Stromzuführung, die ggf. in der Nähe der Blase gezackt ist. In US5323091 wird die Zündblase mit einer Hilfselektrode oder Zündelektrode kontaktiert. Das ist bei der vorlie ¬ gende Erfindung nicht unbedingt erforderlich. Die Hilfs ¬ entladung in der Zündblase wird insbesondere allein zwi- sehen den Elektrodensystemen ohne Zusatz einer weiteren Elektrode gezündet. Die Anwendung einer Hilfselektrode ist jedoch nicht ausgeschlossen.
In Figur 7 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der der Außenkolben 26 selbst als Blase wirkt. Dabei handelt es sich um einen einseitig ge ¬ quetschten Außenkolben 26, der gezielt mit wenig Argon gefüllt ist, mit einem Kalt fülldruck von 0, 1 bis 5 mbar, bevorzugt 0,2 bis 1,3 mbar. Im Prinzip eignet sich auch anderes Edelgas oder Mischungen davon, wie beispielsweise Neon oder Krypton oder Xenon oder deren Mischungen, auch mit Argon. Überraschenderweise lässt sich allein durch die Füllung des Außenkolbens eine Zündhilfe bewirken. Da ¬ bei ist die lange Stromzuführung 27 möglichst achsparal ¬ lel in die Quetschung geführt. Der achsparallele Ab- schnitt 28 bildet dadurch einen gut ausgeprägten Trichter 29, der ein natürliches Reservoir für eine Zündhilfe darstellt. Auf eine extra Blase im Bereich der Quetschung kann dadurch verzichtet werden. Die Schräge 30 ist bei der langen Stromzuführung 26 in das innere Volumen des Außenkolbens verlagert. Im Detail ist der Trichter in Fi ¬ gur 7a dargestellt.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 ist der Außenkolben 26 so gestaltet, dass mindestens eine Folie 31 in das innere Volumen des Außenkolbens hinein- ragt. Das Volumen ist wieder mit einem Edelgas mit Kalt- fülldruck von 0,1 bis 5 mbar, bevorzugt 0,2 bis 1,3 mbar, gefüllt .
In einem besonders bevorzugten Aus führungsbeispiel gemäß Figur 9 ist wieder der Außenkolben 26 so gestaltet, dass mindestens eine Folie 31 in das innere Volumen des Außen ¬ kolbens hineinragt. Das Volumen ist wieder mit einem Edelgas mit Kalt fülldruck von 0,1 bis 5 mbar, bevorzugt 0,2 bis 1,3 mbar, gefüllt. Jedoch ist das hineinragende Ende der Folie mit Spitzen 32 versehen, die die Entladung erleichtern. Am einfachsten wird dies durch einen gezackten Rand bewerkstelligt.
Next Patent: DEVICE FOR PARKING CONTROL, WITH DYNAMIC ALLOCATION OF SPACES TO FAVOURED VEHICLES
