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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL INSULATION OF A BUSBAR IN A BUSBAR TRUNKING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/000731
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the electrical insulation of a busbar (2) in a busbar trunking system for electrical energy distribution. The invention relates in particular to an insulation arrangement (1), to an insulating element (12) for use in such an insulating arrangement (1), and to a correspondingly insulated busbar (2). A technique is proposed for the simplified insulation of busbars (2) in busbar trunking systems, in which the following are provided: a first sheet-like insulating element (9) for covering at least a part of a lateral face (3) of the busbar (2) and a further insulating element (12) for covering an end face (4) of the busbar (2) in a region (13) in which the run of the busbar (2) changes direction, wherein said further insulating element (12) is adapted to the busbar (2) and is appropriately pre-formed.

Inventors:
ALEFELDER, Frank (Kurtsiefener Str. 13a, Neunkirchen-Seelscheid, 53819, DE)
NEUMANN, Thomas (Krönerstraße 50, Leipzig, 04318, DE)
Application Number:
EP2011/058908
Publication Date:
January 05, 2012
Filing Date:
May 31, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ALEFELDER, Frank (Kurtsiefener Str. 13a, Neunkirchen-Seelscheid, 53819, DE)
NEUMANN, Thomas (Krönerstraße 50, Leipzig, 04318, DE)
International Classes:
H02G5/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Isolieranordnung (1) zur elektrischen Isolation einer Stromschiene (2) in einem Schienenverteilersystem zur elekt- rischen Energieverteilung,

- mit wenigstens einem ersten Flächen-Isolierelement (9) zum Abdecken zumindest eines Teiles einer Seitenfläche (3) der Stromschiene (2),

- mit wenigstens einem weiteren Isolierelement (12) zum Abde¬ cken einer Stirnfläche (4) der Stromschiene (2) in einem Be¬ reich (13), in dem der Verlauf der Stromschiene (2) seine Richtung ändert, wobei dieses weitere Isolierelement (12) an die Stromschiene (2) angepasst und entsprechend vorgeformt ist .

2. Isolieranordnung (1) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

es sich bei dem wenigstens einen ersten Flächen- Isolierelement (9) um ein in Stromschienenlängsrichtung (8) appliziertes Isolierelement, vorzugsweise in Form einer Iso¬ lierfolie oder eines Isolierbandes, handelt. 3. Isolieranordnung (1) nach Anspruch 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Seitenfläche (4) der Stromschiene (2) in dem Bereich (13), in dem der Verlauf der Stromschiene (2) seine Richtung ändert, wenigstens teilweise von einem zweiten Flä- chen-Isolierelement (14) abgedeckt wird, das von dem ersten Flächen-Isolierelement (9) unabhängig auf der Seitenfläche (4) anbringbar ist, wobei das zweite Flächen-Isolierelement (14) zugleich zur Befestigung des weiteren Isolierelements (12) an der Stromschiene (2) dient.

4. Isolierelement (12) zur elektrischen Isolation einer

Stromschiene (2) in einem Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

es ausgebildet ist zum Abdecken einer Stirnfläche (4) der Stromschiene (2) in einem Bereich (13), in dem der Verlauf der Stromschiene (2) seine Richtung ändert, wobei es an die Stromschiene (2) angepasst und entsprechend vorgeformt ist.

5. Isolierelement (12) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem glasfaserverstärkten Thermoplastmate- rial besteht.

6. Isolierelement (12) nach Anspruch 4 oder 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

es einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist, der U-Grund (15) zum Abdecken der oberen bzw. unteren Stirnfläche (4) der Stromschiene (2) ausgebildet ist und die U-Schenkel (16) an Bereichen (17) der Seitenflächen (4) der Stromschiene (2) anliegen, welche an die obere bzw. untere Stirnfläche (4) der Stromschiene (2) angrenzen, wobei die Dicke (18) der U- Schenkel (16) geringer ist als die Dicke (19) des U-Grundes

(15) .

7. Stromschiene (2) für ein Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung, mit einer Isolieranordnung (1) zu ihrer elektrischen Isolation,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Isolieranordnung (1) wenigstens ein erstes Flächen- Isolierelement (9) zum Abdecken zumindest eines Teiles einer ihrer Seitenflächen (3) und wenigstens ein weiteres Isolierelement (12) zum Abdecken einer ihrer Stirnflächen (4) in einem Bereich (13) aufweist, in dem ihr Verlauf seine Richtung ändert, wobei dieses weitere Isolierelement (12) an die

Stromschiene (2) angepasst und entsprechend vorgeformt ist.

8. Stromschiene (2) nach Anspruch 7, mit einer sich in dem Bereich (13), in dem ihr Verlauf seine Richtung ändert, verringerten Dicke (22) .

9. Verfahren zur elektrischen Isolation einer Stromschiene (2) in einem Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung, mit den Schritten: - Abdecken zumindest eines Teiles einer Seitenfläche (3) der Stromschiene (2) mit wenigstens einem ersten Flächen- Isolierelement (9),

- Abdecken einer Stirnfläche (4) der Stromschiene (2) mit we- nigstens einem weiteren Isolierelement (12) in einem Bereich (13), in dem der Verlauf der Stromschiene (2) seine Richtung ändert, wobei dieses weitere Isolierelement (12) an die

Stromschiene (2) angepasst und entsprechend vorgeformt ist.

Description:
Beschreibung

Elektrische Isolation einer Stromschiene in einem SchienenverteilerSystem

Die vorliegende Erfindung betrifft die elektrische Isolation einer Stromschiene in einem Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Isolieranordnung, ein Isolierelement zur Verwendung in einer solchen Isolieranordnung und eine entsprechend isolierte Stromschiene.

Schienenverteilersysteme zur Energieverteilung sind in viel ¬ fältiger Ausgestaltung aus dem Stand der Technik bekannt. Sie dienen als Bindeglied zwischen Transformator und Energieverbraucher und spielen zusammen mit Schaltanlagen und

Schaltschranksystemen eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung, beispielsweise in Industrieanlagen. Im Unterschied zu Energieverteilungssystemen, die eine Übertragung mit Hilfe von mehr oder weniger flexiblen Stromkabeln realisieren, werden bei Schienenverteilersystemen starre Stromschienen verwendet, die einen zumeist rechteckigen Querschnitt aufweisen.

Eine besonders platzsparende Variante kann durch Schienenver- teilersysteme in Sandwichbauweise verwirklicht werden. Diese zeichnen sich durch eine gleichbleibende Stromtragfähigkeit aus, unabhängig davon, ob die Stromschienen horizontal, vertikal, flach oder hochkant angeordnet sind. Mit anderen Wor ¬ ten ermöglichen solche Systeme einen Transport großer Ener- giemengen auch über lange Strecken, unabhängig von der Lage der Stromschienen. Zur Vermeidung von Spannungsdurchschlägen ist eine Isolation der Schienenverteilersysteme erforderlich und zwar sowohl nach außen, als auch zwischen den einzelnen Stromschienen. Die Art und Weise, wie die notwendige Isolation der Strom- schienen erreicht wird, ist dabei nicht nur für die Funkti ¬ onssicherheit der Schienenverteilersysteme wichtig, sondern hat auch Einfluss auf die Herstellungskosten derartiger Systeme . Es ist bekannt, einzelne Stromschienen mit Hilfe von thermi ¬ schen oder elektrostatischen Beschichtungsverfahren mit einer Isolationsschicht zu versehen. Diese Art der Isolation ist jedoch vergleichsweise aufwendig, da die nicht zu isolieren ¬ den Kontaktbereiche der Stromschienen zuvor abgeklebt oder anderweitig freigehalten werden bzw. nach der Beschichtung vom Isoliermaterial befreit werden müssen.

Es ist darüber hinaus bekannt, Stromschienen durch das Anbringen von Isolierband oder -folie zu isolieren, wobei das Isoliermaterial zumeist auf die Stromschienen aufgeklebt wird. Das Anbringen eines derartigen Isoliermaterials ist we ¬ niger aufwendig als das oben erwähnte Beschichtungsverfahren . Allerdings bedarf es zum Einhalten der geforderten Luft- und Kriechstrecken insbesondere bei längsappliziertem, d.h. bei in Stromschienenlängsrichtung appliziertem Isoliermaterial einer Korrekturisolation in solchen Bereichen, in denen der Stromschienenverlauf seine Richtung ändert. Bei den oben ge ¬ nannten Schienenverteilersystemen sind dies insbesondere die gekröpften Bereiche an den Enden der Stromschienen. Das An- bringen der Korrekturisolation erfolgt zumeist durch manuelles Umwickeln der Stromschienen mit Isoliermaterial und ist daher ebenfalls vergleichsweise aufwendig. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Technik zur vereinfachten Isolation von Stromschienen in Schienenver- teilersystemen bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1, 4 und 7 angegebenen Vorrichtungen bzw. durch ein Verfahren nach Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben .

Danach zeichnet sich die Isolieranordnung zur elektrischen Isolation einer Stromschiene in einem Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung durch wenigstens ein erstes Flächen-Isolierelement zum Abdecken zumindest eines Tei ¬ les einer Seitenfläche der Stromschiene und wenigstens ein weiteres Isolierelement zum Abdecken einer Stirnfläche der Stromschiene in einem Bereich aus, in dem der Verlauf der

Stromschiene seine Richtung ändert. Dieses weitere Isolier ¬ element ist erfindungsgemäß an die Stromschiene angepasst und entsprechend vorgeformt. Eine mit einem solchen Isolierelement und/oder einer solche Isolieranordnung versehene Stromschiene ist im Vergleich zu herkömmlichen Stromschienen preiswerter herstellbar, da die Isolationskosten geringer sind. Da eine potentiell fehlerbe ¬ haftete manuelle Korrekturisolation nicht mehr erforderlich ist, wird durch die Erfindung zugleich eine besonders sichere Isolation der Stromschiene in denjenigen Bereichen erreicht, in denen der Stromschienenverlauf seine Richtung ändert.

Die im Folgenden im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen erläuterten Vorteile und Ausgestaltungen gelten sinngemäß auch für das erfindungsgemäße Verfahren und umge ¬ kehrt . Eine Kernidee der Erfindung ist es, die Korrekturisolation, wie sie insbesondere bei längsappliziertem Isoliermaterial erforderlich ist, dadurch deutlich zu vereinfachen, dass die Stromschiene in dem Bereich, in dem ihr Verlauf seine Rich- tung ändert, mit Hilfe von Isolierelementen zum Abdecken der Stromschienenstirnflächen isoliert wird, wobei diese Isolierelemente bereits an die Stromschiene angepasst und entspre ¬ chend vorgeformt sind. Mit anderen Worten handelt es sich bei diesen Isolierelementen nicht mehr um flexible Bänder oder Folien, sondern um mehr oder weniger starre, vorgeformte, d. h. bereits im Vorfeld an die Stromschiene, insbesondere an die Abmessungen der Stromschiene und entsprechend der Rich ¬ tungsänderung des Stromschienenverlaufes angepasste Elemente. Wegen ihrer die Stromschienenstirnflächen überdeckenden Form werden diese Isolierelemente nachfolgend auch als Isolierkap ¬ pen bezeichnet. Sie dienen jeweils zum Abdecken wenigstens einer Stirnfläche der Stromschiene in einem Bereich, in dem der Verlauf der Stromschiene seine Richtung ändert. Dieser Bereich umfasst somit einen Teilabschnitt, in dem die Strom ¬ schiene in einer ersten Richtung, beispielsweise der Haupt ¬ verlaufsrichtung, verläuft, und wenigstens einen weiteren Teilabschnitt, in dem die Stromschiene in einer von dieser ersten Richtung verschiedenen zweiten Richtung verläuft.

Sofern vorhanden, kann dieser Bereich auch den gesamten Abschnitt der Stromschiene umfassen, der verglichen mit einer Verlaufsrichtung der Stromschiene, beispielsweise der Haupt ¬ verlaufsrichtung, einen geänderten Richtungsverlauf aufweist. Vorzugsweise umfasst dieser Bereich zusätzlich auch denjenigen, in einer dritten Richtung verlaufenden Abschnitt, der sich an den in der zweiten Richtung verlaufenden Abschnitt anschließt, sofern vorhanden, und so weiter. Es ist dabei nicht angestrebt, wesentliche Bereich der Strom ¬ schiene mit den erfindungsgemäßen Isolierelementen zu versehen. So liegt es nicht in der Absicht der Erfindung, die ge- nannten Isolierelemente in Bereichen einzusetzen, in denen sich über eine längere Distanz die Verlaufsrichtung der

Stromschiene nicht ändert. Dort hat sich die Verwendung der bekannten Techniken bewährt. Die Erfindung greift hingegen insbesondere in Bereichen einzelner Richtungsänderungen, z.B. bei einem Richtungswechsel von einer ersten zu einer zweiten Verlaufsrichtung, oder in Bereichen, in denen mehrere Richtungsänderungen kurz hintereinander auftreten, z.B. bei einem Richtungswechsel von einer ersten zu einer zweiten Verlaufsrichtung und zurück, wie sie typischerweise bei den Abkröpfungen in den Endbereichen der Stromschienen in Schienenverteilerystemen vorliegen. Wesentlich ist, dass die vorgeformten Isolierelemente in denjeni ¬ gen, besonders kritischen Bereichen angewendet werden, in de- nen eine aufwendige manuelle Korrekturisolation vermieden werden soll.

In denjenigen Bereichen der Stromschiene, in denen der Stromschienenverlauf seine Richtung nicht ändert, werden erste Flächen-Isolierelemente zur Isolation eingesetzt. Unter einem Flächen-Isolierelement wird dabei ein Isolierelement verstan ¬ den, welches ausgebildet ist zur Isolation einer Fläche oder mehrerer zusammenhängender Flächen. Das Flächen- Isolierelement weist vorzugsweise die Gestalt längsapplizier- ter Isolierklebebänder oder -folien auf und ist ausgebildet zur Isolation von Seitenflächen und/oder Stirnflächen der Stromschienen . In den anderen, jeweils durch wenigstens eine Richtungsände ¬ rung der Stromschiene bestimmten Bereichen, dienen die erfindungsgemäßen Isolierkappen zur Isolation der Stromschienenstirnflächen. Die Seitenflächen der Stromschienen werden in diesen Bereichen in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wenigstens teilweise von zweiten Flächen- Isolierelementen abgedeckt und damit isoliert, wobei die zweiten Flächen-Isolierelemente von den ersten Flächen- Isolierelementen unabhängig auf den Seitenflächen anbringbar sind. Die zweiten Flächen-Isolierelement dienen dabei zu ¬ gleich zur Befestigung der Isolierkappen. Dies erfolgt vorzugsweise derart, dass die zweiten Flächen-Isolierelemente über die Schenkel der Isolierkappen geklebt werden. Alternativ dazu ist es möglich, die Isolierkappen mit Hilfe der ersten Flächen-Isolierelemente zu befestigen, in dem die ¬ se länger ausgeführt sind und über die an den Seitenflächen der Stromschiene anliegenden Schenkel der Isolierkappe her ¬ übergeführt werden.

Alternativ zu den oben geschilderten Befestigungsmethoden, bei denen die Isolierkappen mit Hilfe von Klebebändern oder dergleichen an der Stromschiene fixiert werden, ist es ebenfalls möglich, die Isolierkappen derart auszubilden, daß in den Bereichen mit Richtungsänderungen keine zusätzlichen Flächen-Isolierelemente zur Isolation der Seitenflächen der Stromschiene benötigt werden. In diesem Fall weisen die Iso ¬ lierkappen verlängerte Schenkel auf, die jeweils mit Verbin ¬ dungselementen zur Ausbildung einer Rast- oder Schnappverbin- dung oder dergleichen ausgebildet sind. Die Verbindungsele ¬ mente an den Schenkeln der Isolierkappe für die obere Stirnfläche der Stromschiene verbinden sich dann mit den Verbindungselementen an den Schenkeln der Isolierkappe für die un- tere Stirnfläche der Stromschiene. Beispielsweise verrasten die entsprechenden Befestigungselemente in- bzw. miteinander, so dass im montierten Zustand die beiden Isolierkappen von oberer und unterer Stirnfläche die Stromschiene in dem Be- reich vollständig umgreifen.

Alternativ dazu ist es möglich, die Isolierkappen mit Hilfe zusätzlicher Befestigungsmittel zu fixieren, zum Beispiel mit Hilfe von Kabelbindern, Bandagen, Klammern, Federn, Gummirin- gen oder dergleichen. Ebenfalls ist es möglich, die Isolierkappen direkt auf die Stromschienen aufzukleben.

Die Isolierkappen bestehen vorzugsweise aus einem Thermoplastmaterial. Es handelt sich mit anderen Worten um ther- misch geformte Kunststoffteile, insbesondere aus polymeren

Kunststoffen. Wegen der benötigten Dünnwandigkeit der an den Seitenflächen der Stromschiene anliegenden Schenkel der Isolierkappen hat sich der Einsatz von glasfaserverstärkten Thermoplasten bewährt.

Alternativ hierzu können die vorgeformten Isolierkappen auch aus Isolierfolien- oder Isolierbandmaterial bestehen. Im Unterschied zu herkömmlichen, beispielsweise auf Rollen ange ¬ ordneten Isolierbändern oder -folien sind die aus diesen Ma- terialien gefertigten Isolierkappen jedoch nicht mehr oder nur noch zu einem vergleichsweise geringen Teil flexibel. We ¬ sentlich dabei ist, dass die Isolierkappen nicht in aufwendi ¬ ger Art und Weise an die Abmessung der Stromschiene, insbe ¬ sondere deren Dicke, und den Verlauf der Richtungsänderung der Stromschiene angepasst werden müssen, sondern bereits in einer entsprechenden Weise vorgeformt sind und daher nur noch auf die obere bzw. untere Stirnfläche der Stromschiene aufge ¬ steckt und dort fixiert werden müssen. Eine aufwendige Nach- bearbeitung, wie sie bei einem flexiblen Isoliermaterial der Fall ist, entfällt. Durch die Standardisierung der üblicherweise in Schienenverteilersystemen verwendeten Stromschienen und deren Verläufe ist es möglich, mit einigen wenigen Iso- lierkappentypen nahezu alle Stromschienenarten auf die erfindungsgemäße Art und Weise zu isolieren.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine Stromschiene eines Schienenverteilersystems in

Explosionsdarstellung,

Fig. 2 eine Detailansicht eines Endbereich der Stromschie ¬ ne aus Fig. 1,

Fig. 3 den Endbereich der Stromschiene aus Fig. 2 im isolierten Zustand, Fig. 4 eine Isolierkappe in perspektivischer Ansicht,

Fig. 5 die Isolierkappe aus Fig. 4 in einer Schnittansicht, Fig. 6 eine symbolische Darstellung einer Stromschienenverjüngung im Kröpfungsbereich,

Fig. 7 eine symbolische Darstellung der Stromschienenverjüngung in einer Schnittansicht.

Sämtliche Figuren zeigen die Erfindung lediglich schematisch und mit ihren wesentlichen Bestandteilen. Gleiche Bezugszei- chen entsprechen dabei Elemente gleicher oder vergleichbarer Funktion .

Eine Isolieranordnung 1 zur elektrischen Isolation einer ein- zelnen Stromschiene 2 für ein Schienenverteilersystem zur elektrischen Energieverteilung ist in Fig. 1 abgebildet. Die Stromschiene 2 weist einen rechteckigen Querschnitt auf, so dass sich die zu isolierende Oberfläche der Stromschiene 2 aus zwei sich gegenüberliegenden Seitenflächen 3 und zwei die Seitenflächen 3 jeweils verbindenden Stirnflächen 4 ergibt. Die Stromschiene 2 weist an ihren Enden 5 Kontaktflächen 6 auf, die nicht isoliert werden. Unmittelbar benachbart zu den Kontaktflächen 6 weist die Stromschiene 2 an ihrem vorderen und ihrem hinteren Ende 5 jeweils eine Abkröpfung 7 auf, die das Zusammenstecken einzelner Stromschienen ermöglicht.

Die Isolieranordnung 1 umfasst in Stromschienenlängsrichtung 8 applizierte ersten Flächen-Isolierelemente 9 in Form von Isolierklebeband, das zum Abdecken der Seitenflächen 3 und der Stirnflächen 4 der Stromschiene 2 in einem ersten Bereich 11 ohne Richtungsänderung dient.

Die Isolieranordnung 1 umfasst weiterhin Isolierkappen 12 zum Abdecken der oberen und unteren Stirnflächen 4 der Strom- schiene 2 in einem weiteren Bereich 13 der Stromschiene 2, in dem der Verlauf der Stromschiene 2 seine Richtung ändert. Die Isolierkappen 12 sind an Form und Abmessung der Stromschiene 2 angepasst und entsprechend vorgeformt. Die Isolieranordnung 1 umfasst darüber hinaus zweite Flächen- Isolierelemente 14 in Form von Isolierklebeband, das zum Ab ¬ decken der Seitenflächen 3 der Stromschiene 2 in dem Bereich 13 dient, in dem der Verlauf der Stromschiene 2 seine Rieh- tung ändert. Dabei sind die zweiten Flächen-Isolierelemente 14 unabhängig von den ersten Flächen-Isolierelementen 9 auf den Seitenflächen 3 anbringbar, insbesondere in zeitlich nacheinander folgenden Bearbeitungsschritten. Die zweiten Flächen-Isolierelemente 14 sind wegen ihrer geringen Größe und wegen ihrer Ausführung als Klebeelemente besonders ein ¬ fach applizierbar und dienen sowohl der Befestigung der Isolierkappen 12, als auch der Isolation der Seitenflächen 3 in diesen Bereichen 13.

Zur Isolation der Stromschiene 2 wird zunächst ein erstes Flächen-Isolierelement 9 so auf eine erste Seitenfläche 3 der Stromschiene 2 aufgebracht, dass es die gesamte Seitenfläche 2 in einem Bereich 11 überdeckt, in dem keine Richtungsände- rung erfolgt. Zum Abdecken der Stirnflächen 4 der Stromschiene 2 wird das erste Flächen-Isolierelement 9 oben und unten über die Stirnflächen 4 umgeschlagen. Anschließend wird ein weiteres erstes Flächen-Isolierelement 9 zum Abdecken der ge ¬ genüberliegenden Seitenfläche 3 der Stromschiene 2 ange- bracht.

Wie in den Fig. 2 und 3 näher dargestellt, werden im An- schluss daran in den Bereichen 13, in denen die Stromschiene 2 eine Richtungsänderung erfährt, auf die obere Stirnfläche 4 und die untere Stirnfläche 4 der Stromschiene 2 Isolierkappen 12 aufgesetzt und mit Hilfe der zweiten Flächen- Isolierelementen 14 fixiert. Hierzu werden die Isolierkappen im Bereich der Seitenflächen 3 von den zweiten Flächen- Isolierelementen 14 übergeklebt.

Die Isolierkappen 12 bestehen aus einem glasfaserverstärkten Thermoplastmaterial. Sie weisen einen im Wesentlichen ei ¬ förmigen Querschnitt auf, wie in den Fig. 4 und 5 darge- stellt. Der U-Grund 15 ist zum Abdecken der oberen bzw. unteren Stirnfläche 4 der Stromschiene 2 ausgebildet. Er ist ent ¬ sprechend der konvexen Ausbildung der Stirnflächen 4 konkav geformt .

Im montierten Zustand liegen die U-Schenkel 16 an Bereichen

17 der Seitenflächen 3 der Stromschiene 2 an, welche unmit ¬ telbar an die Stirnflächen 4 der Stromschiene 2 angrenzen. Die U-Schenkel 16 verlaufen im montierten Zustand bis zu den die Seitenflächen 4 nach oben bzw. unten begrenzenden Kanten

18 der Seitenflächen. An die U-Schenkel 16 schließt sich der U-Grund 15 an, der die U-Schenkel 16 miteinander verbindet.

Die Dicke 18 der U-Schenkel 16 ist geringer ist als die Dicke 19 des U-Grundes 15, so dass sich die resultierende Gesamtdi ¬ cke der Isolation im Bereich der U-Schenkel 16 aus der Dicke 18 der U-Schenkel 16 einerseits und der Dicke von auf die U- Schenkel 16 zu Befestigungszwecken aufgebrachten Flächen- Isolierelemente 14 andererseits ergibt. Die Lage der Flächen- Isolierelemente 14 ist in Fig. 5 auf einer Seite der Isolier ¬ kappe 12 mit durchbrochener Linie angedeutet.

In dem Bereich 13, in dem der Stromschienenverlauf seine Richtung ändert, weist die Stromschiene 2 einen verringerten Querschnitt auf, vgl. Fig. 6. Dadurch weist die Stromschiene 2 in diesem Bereich 13 im Vergleich zu der Dicke 21 im Bereich 11 eine geringere Dicke 22 auf. Selbst der Einsatz von Isolierkappen 12 mit besonders kräftigen Wandstärken führt dann nicht zu einem Aufbauen des Isoliermaterials 16, 14. Diese Ausführungsform ist insbesondere für solche Stromschie ¬ nen 2 interessant, die in Schienenverteilersystemen eingesetzt werden, welche nach der Sandwich-Bauweise gefertigt sind . Die beispielsweise aus Kupfer gefertigte Stromschiene 2 weist in dem betreffenden Bereich 13 nur in denjenigen Teilbereichen 17 der Seitenflächen 3 eine verringerte Dicke 22 auf, an denen die Isolierkappen 12 im montierten Zustand tatsächlich anliegen, siehe Fig. 7. Die Dickendifferenz entspricht dabei im Wesentlichen der Dicke 18 eines U-Schenkels 16. Das Iso ¬ liermaterial 14 liegt dann im Wesentlichen eben an der Seitenfläche 4 an. Eine solche Form der Stromschiene 2 lässt sich vergleichsweise einfach mit Hilfe eines entsprechend an- gepassten Extrudierverfahrens verreichen.

In weiteren Ausführungsvarianten der Erfindung sind die verschiedenen Anwendungsformen miteinander kombiniert. Ebenfalls kann die erfindungsgemäße Isolationstechnik mit herkömmlichen Beschichtungstechniken kombiniert werden.

Bezugs zeichenliste

1 Isolieranordnung

2 Stromschiene

3 Seitenfläche

4 Stirnfläche

5 Ende

6 Kontaktfläche

7 Abkröpfung

8 Stromschienenlängsrichtung

9 erstes Flächenisolierelement

10 (frei)

11 Bereich ohne Richtungsänderung

12 Isolierkappe

13 Bereich mit Richtungsänderung

14 zweites Flächenisolierelement

15 U-Grund

16 U-Schenkel

17 Anlagebereich

18 Dicke des U-Schenkels

19 Dicke des U-Grundes

20 (frei)

21 Dicke

22 verringerte Dicke