Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL SWITCHGEAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/080250
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical, in particular electromechanical, switchgear (10) having a rotary drive (30) which can be retrofitted. In the process, the required installation space should not be increased as a result of the rotary drive (30) being retrofitted. The invention proposes changing over an electrical switchgear (10), which can be operated by an operator control element (16, 17) which can be moved in a substantially translatory manner between two end positions and is arranged on a front face (11) of the switchgear, with a rotary drive (30) from the substantially translatory operator control movement to a rotary operator control movement, wherein the rotary drive (30) has a first axis (32), which is arranged substantially perpendicular to the operator control face (11) of the switchgear (10), and a driver element (35, 36, 37), which is operatively connected to the first axis, for the operator control element (16, 17), and providing the switchgear with a holder for the rotary drive, so that the rotary drive can be integrated in the switchgear (10). As a result, the required installation space of the appliance remains the same, irrespective of whether it can be switched in a translatory or rotary manner. A rotary drive (30), in the form of a corresponding module which can be installed in the holder of the switchgear (10), can be produced from a small number of parts in a cost-effective manner.

Inventors:
KOCH, Detlef (Mainstr. 38, Köln, 50996, DE)
HEINS, Volker (Am Reuterpfad 17, Rheinbach, 53359, DE)
FLEITMANN, Gregor (Glück-Auf-Str. 25, Kerpen, 50169, DE)
MADER, Hans-Jürgen (In der Mühlhöll 5, Dieblich, 56332, DE)
KUTSCHE, Wolfgang (Brabanterstr. 12, Weilerswist, 53919, DE)
Application Number:
EP2011/072610
Publication Date:
June 21, 2012
Filing Date:
December 13, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
EATON INDUSTRIES GMBH (Hein-Moeller-Strasse 7-11, Bonn, 53115, DE)
KOCH, Detlef (Mainstr. 38, Köln, 50996, DE)
HEINS, Volker (Am Reuterpfad 17, Rheinbach, 53359, DE)
FLEITMANN, Gregor (Glück-Auf-Str. 25, Kerpen, 50169, DE)
MADER, Hans-Jürgen (In der Mühlhöll 5, Dieblich, 56332, DE)
KUTSCHE, Wolfgang (Brabanterstr. 12, Weilerswist, 53919, DE)
International Classes:
H01H11/00; H01H71/56
Foreign References:
DE9203532U1
DE4322215A1
JPS5139765U
EP1648008A1
DE4322215A1
DE102006001404B3
DE9203532U1
Other References:
Anonymous: "Montageanweisung DA-NZM 7, DAOV-NZM7, HU-NZM7", Kloeckner-Moeller GmbH, , Nr. 02/99 AWA 123-1346 1. Februar 1999 (1999-02-01), Seiten 1-4, XP002633912, 53105 Bonn Gefunden im Internet: URL:ftp://ftp.moeller.net/DOCUMENTATION/AW A_INSTRUCTIONS/13460299.pdf [gefunden am 2011-04-20]
Anonymous: "Montageanweisung D-NZM10", Moeller GmbH , Nr. 12/98 AWA 123-1131 1. Dezember 1998 (1998-12-01), Seiten 1-2, XP002633913, 53105 Bonn Gefunden im Internet: URL:ftp://ftp.moeller.net/DOCUMENTATION/AW A_INSTRUCTIONS/11311298.pdf [gefunden am 2011-04-20]
Attorney, Agent or Firm:
LEADBETTER, Benedict (Route de la Longeraie 7, Morges, CH-1110, CH)
Download PDF:
Claims:
Elektrisches Schaltgerät (10), das mit einem im Wesentlichen translatorisch zwischen zwei Endstellungen bewegbaren und an der Bedienseite (11) des

Schaltgerätes angeordneten Bedienelement (16, 17) bedienbar ist, wobei das elektrische Schaltgerät (10) mit einem Drehantrieb (30) von der im Wesentlichen translatorischen Bedienbewegung auf eine rotatorische Bedienbewegung umrüstbar ist, und wobei der Drehantrieb (30) eine erste Achse (32), die im Wesentlichen senkrecht zur Bedienseite (11) des Schaltgerätes (10) angeordnet ist, und ein mit der ersten Achse (32) wirkverbundenes Mitnehm er organ (35, 36, 37) für das

Bedienelement (16, 17) aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Schaltgerät (10) eine Aufnahme (20) für den Drehantrieb (30) aufweist, so dass der Drehantrieb (30) zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, in das Schaltgerät (10) integriert ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Bedienelement ein Kipphebel (16) ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Bedienelement ein Riegel (17) ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Mitnehmerorgan (16, 17) des Drehantriebs (30) schwenkbar um die erste Achse (32) des Drehantriebes (30) gelagert ist. Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Drehantrieb (30) zusätzlich eine seitliche Schnittstelle mit einer zweiten Achse (33) aufweist, die in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung zur ersten Achse (32) angeordnet ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zweite Achse (33) des Drehantriebes (30) mit der ersten Achse (32) des Drehantriebes (30) wirkverbunden ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zweite Achse (33) des Drehantriebes (30) mit der ersten Achse (32) des Drehantriebes (30) über Kegelräder (34) wirkverbunden ist.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest eine Achse (32 33) des Drehantriebes (30) zumindest in einem Außenbereich über einen nicht runden Querschnitt verfügt.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 8

dadurch gekennzeichnet,

dass der nicht runde Querschnitt durch ein Vierkantprofil gebildet wird.

Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Halterung (14) für eine Fernbedienung des Drehantriebs (30) an der ersten Seite (12) des Schaltgerätes, an der sich die seitliche Schnittstelle befindet, und eine Einhängevorrichtung (15) an der zweiten Achse (33) des Drehantriebs (30) vorgesehen ist, so dass der Drehantrieb (30) fernbedienbar ist.

11. Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Halterung (14) für eine Fernbedienung des Drehantriebs (30) an der Bediensseite (11) des Schaltgerätes, an der sich die bedienseitige Schnittstelle befindet, und eine Einhängevorrichtung (15) an der ersten Achse (32) des

Drehantriebs (30) vorgesehen ist, so dass der Drehantrieb (30) fernbedienbar ist.

12. Elektrisches Schaltgerät (10) nach Anspruch 10 oder 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Halterung (14) an der Seite (11, 12) des Schaltgerätes (10) und die Einhängevorrichtung (15) an der Achse (32, 33) des Drehantriebs (30) für das

Einhängen eines Seilzuges geeignet sind.

13. Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Riegel (17) eine Schaltkulisse (18) aufweist. 14. Elektrisches Schaltgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Schaltgerät eine Frontabdeckung, insbesondere eine Frontklappe (13), aufweist, die einen ersten Durchbruch für das Bedienelement sowie einen zweiten Durchbruch für die erste Achse (32) des Drehantriebes aufweist, sodass der Drehabtrieb zumindest teilweise hinter der Frontabdeckung im Gehäuse des

Schaltgerätes (10) aufgenommen ist.

Description:
ELEKTRISCHES SCHALTGERAET

Die Erfindung betrifft ein elektrisches, insbesondere elektromechanisches Schaltgerät mit Drehantrieb. Elektromechanische Schaltgeräte, z.B. Leistungsschalter oder Leistungstrenner, weisen häufig einen mit einer Schaltkulisse verbundenen Kipphebel, der sich zwischen einer EIN- und einer AUS-Stellung bewegt, auf. Der Kipphebel ist über die Schaltkulisse des

Schaltschlosses mit den beweglichen Schaltkontakten des Leistungsschalters durch eine unter Federvorspannung stehende Knieheb elanordnung verbunden, die die Kontakte öffnet und den Kipphebel in Abhängigkeit von bestimmten Auslösebedingungen bei Überstrom in eine AUSGELÖST-Stellung bringt. Die Ein- bzw. Ausschaltbewegung geschieht bei diesen Schaltgeräten durch eine Bewegung des Kipphebels um eine Schaltachse des Schaltgerätes, wobei der Radius dieser Bewegung so groß und der Winkel zwischen den beiden Maximal Stellungen AUS und EIN so klein ist, dass die auszuführende Bewegung zum Schalten zwischen diesen Stellungen im Wesentlichen translatorisch ist. Solche Schalter sind im Stand der Technik bekannt und in vielfältiger Weise auf dem Markt verfügbar.

Marktanforderungen betreffen zuvor beschriebene Schaltgeräte, die aber mit einer rotatorischen Bewegung ein- bzw. ausschaltbar sein sollen. Auch solche Geräte sind auf dem Markt von vielen Herstellern breit verfügbar.

Um die Variantenvielfalt zu begrenzen, ist es aus Herstellersicht vorteilhaft, wenn beide Bedienformen mit ein und demselben Grundgerät realisiert werden können. Aus

Kundensicht ist eine nachträgliche, kostengünstige Umrüstung eines bestehenden

Schaltgerätes von der im Wesentlichen translatorischen zur rotatorischen Bewegungsform wünschenswert. Dabei soll der benötigte Einbauraum nicht vergrößert werden. Aus der DE 43 22 215 AI ist ein Leistungsschalter bekannt, der als Grundgerät eine Betätigung über einen Kipphebel mit einer im Wesentlichen translatorischen Bewegung wie zuvor beschrieben ermöglicht. Auf das Gerät kann ein Drehantrieb aufgesetzt werden, der einen Drehgriff und ein Gehäuse aufweist. Dabei ist das Gehäuse des Drehantriebs quaderförmig ausgebildet und hat einen auf das Schaltergehäuse am Kipphebel

formschlüssig aufsetzbaren Gehäuseboden, von dem zwei Lagerwangen mit koaxial ausgerichteten Lagerelementen parallel zueinander abgewinkelt sind und an entsprechend ausgebildeten Drehlagerungen am Schaltergehäuse schwenkbar angeordnet sind. Der Drehantrieb ist teuer in der Herstellung und ein entsprechend umgerüstetes Schaltgerät verlangt einen größeren Einbauraum als das im Wesentlichen translatorisch zu schaltende Grundgerät.

Die DE 10 2006 001 404 B3 offenbart ebenfalls einen Drehantrieb für einen elektrischen Schalter mit Kipphebelbetätigung. Eine drehbar gelagerte, als Rahmen oder Bügel ausgebildete Wirkverbindung betätigt den Kipphebel. Über eine Mitnehmeranordnung zwischen einer in einer Montageplatte geführten Welle und der Wirkverbindung ist der Kipphebel und damit das Schloss des Schaltgerätes in die Stellungen EHST und AUS betätigbar. Auch dieser Drehantrieb ist teuer in der Herstellung. Der benötigte Einbauraum eines mit diesem System umgerüsteten Schaltgerätes benötigt ebenfalls einen größeren Einbauraum als das im Wesentlichen translatorisch zu schaltende Grundgerät.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein mit einem Drehantrieb nachrüstbares, im Wesentlichen translatorisch zu schaltendes elektrisches Schaltgerät anzugeben, das günstig herstellbar ist und keinen gegenüber dem im Wesentlichen translatorisch zu betätigenden Grundgerät vergrößerten Einbauraum verlangt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 7.

Die Erfindung schlägt vor, ein elektrisches Schaltgerät, das mit einem im Wesentlichen translatorisch zwischen zwei Endstellungen bewegbaren und einem an einer Frontseite des Schaltgerätes angeordneten Bedienelement bedienbar ist, wobei das elektrische Schaltgerät mit einem Drehantrieb von der im Wesentlichen translatorischen Bedienbewegung auf eine rotatorische Bedienbewegung umrüstbar ist, und wobei der Drehantrieb eine erste Achse, die im Wesentlichen senkrecht zur Bedienseite des Schaltgerätes angeordnet ist, und ein mit der ersten Achse wirkverbundenes Mitnehmerorgan für das Bedienelement aufweist, mit einer Aufnahme für den Drehantrieb zu versehen, so dass der Drehantrieb in das Schaltgerät integrierbar ist. Dadurch bleibt der benötigte Einbauraum des Gerätes unabhängig davon, ob es translatorisch oder rotatorisch geschaltet werden kann, gleich. Ein Drehantrieb als entsprechendes, in die Aufnahme des Schaltgerätes einbaubares Modul ist kostengünstig aus wenigen Teilen herstellbar.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Drehantrieb ein Mitnehmerorgan für das Bedienelement auf, das schwenkbar um die erste Achse des Drehantriebs gelagert ist. Der Drehantrieb kann dadurch sehr kompakt gebaut werden. Er ist von der Bedienseite aus in das Grundgerät einbaubar, wenn das Grundgerät einen Einbauraum neben dem Kipphebel aufweist. Als Bedienelement ist ein Kipphebel denkbar, der selbst schwenkbar um eine Schaltachse des Schaltgerätes angeordnet ist. Es ist aber auch denkbar, als Bedienelement einen flachen Riegel vorzusehen, der rein translatorisch zwischen der EHST- und der Ausstellung verschiebbar ist. Im Falle eines Kipphebels als Bedienelement ist das

Mitnehmerorgan beispielsweise als Gabel vorstellbar, die den Kipphebel umfaßt. Wenn das Bedienelement aus einem flachen Riegel besteht, kann eine Schaltkulisse an diesem Bedienelement vorgesehen werden, in das ein Verbindungslement wie beispielsweise ein Stift, der auf einem Hebel als Mitnehmerorgan angeordnet ist, eingreift.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Drehantrieb zusätzlich eine seitliche Schnittstelle mit einer zweiten Achse auf, die in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung zur ersten Achse angeordnet ist. Dadurch kann bei einem

erfindungsgemäßen Schaltgerät die rotatorische Schaltbewegung sowohl von der Front des Schalters, d.h. der Bedienseite, die den Kipphebel aufweist, als auch von einer Seite aus, die im Wesentlichen senkrecht zur Bedienseite liegt, eingeleitet werden. Dieser Vorteil kommt vor Allem bei einer Einbausituation des Schaltgerätes in einem Schaltschrank zum Tragen, bei der das Schaltgerät auf den üblicherweise auf der Rückwand des

Schaltschranks vorgesehenen Aufnahmen befestigt ist, aber von der Schaltschrankseite aus bedienbar sein soll. Es gibt Einbausituation, bei denen das Schaltgerät aus der Ferne, z.B. von einer Außenseite eines Schaltschranks, im dem das Schaltgerät eingebaut ist, bedient werden soll. Ist diese Schaltschrankaußenseite, von der das Schaltgerät aus bedient werden soll, eine

Schaltschankseite, die im Wesentlichen parallel zur Frontseite, d.h. zur Bedienseite, des Schalters, liegt, kann die Drehachse des Drehantriebs z.B. mit einer aufsteckbaren Stange verlängert werden. Üblicherweise ist bei dieser Einbausituation an dieser

Schaltschrankfrontseite eine Tür vorgesehen, mit der der Schaltschrank geöffnet werden kann. Es ist vorteilhaft, die Verlängerung der Drehantriebsachse so zu dimensionieren, dass sie bei geschossener Tür durch eine entsprechende Bohrung in der Tür über die

Türfront soweit hinaus ragt, dass ein Drehgriff aufgesetzt werden kann. Es ist vorteilhaft, wenn die Achse des Drehantriebs, als auch die Verlängerungsachse, zumindest im Bereich, auf den ein Griff aufgesetzt werden kann, ein nicht kreisrundes Profil aufweist. Dabei kann es sich um ein Dreikant-, Vierkant- oder auch Vielzahnprofil handeln. Dadurch kann eine formschlüssige Verbindung zwischen der Achse und dem aufsteckbaren Griff bzw. der aufsteckbaren Verlängerungsstange erreicht werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung weist das elektrische Schaltgerät an der Wand, an der sich der Griff für die Betätigung des Drehantriebes aufstecken läßt, eine Halterung für eine Fernbedienung des Drehantriebs auf. An dieser Halterung kann beispielsweise ein Seilzug eingehangen werden, der zu einem Griff z.B. an einer Außenwand des

Schaltschranks führt, so dass das Schaltgerät von dort aus fernbedienbar ist.

Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Abbildungen.

Von den Abbildungen zeigt: Fig. 1 Ein elektromechanisches Schaltgerät mit Aufnahme für einen Drehantrieb

Fig. 2 Drehantrieb Fig. 3 Prinzipskizze Drehantrieb mit Eingriff in eine Schaltkulisse

Fig. 4 elektromechanisches Schaltgerät mit Drehantrieb Fig. 5 elektromechanisches Schaltgerät mit Drehantrieb und Griff bedienseitig

Fig. 6 elektromechanisches Schaltgerät mit Drehantrieb und seitlichem Griff

Fig. 7 elektromechanisches Schaltgerät mit Drehantrieb und Halterung für Fernantrieb

Fig. 8 Prinzipskizze elektromechanisches Schaltgerät mit Fernantrieb

In Fig. 1 ist ein Leistungsschalter 10 als Beispiel für ein elektromechanisches Schaltgerät dargestellt. Auf der Front- oder Bedienseite 1 1 ist ein Kipphebel 16 angeordnet, mit dem der Schalter mit einer im Wesentlichen translatorischen Bewegung ein- bzw. ausgeschaltet wird. Weiterhin ist eine erste Seite 12 zu sehen, sowie eine Aufnahme 20, die zur

Frontseite 11 hin geöffnet ist und sich neben dem Kipphebel 16 zur ersten Seite 12 hin befindet.

Nach einer besonderen Ausführungsform ist dabei in Fig. 6 zu sehen, wie in einer

Frontabdeckung, insbesondere einer Frontklappe 13, entsprechende Durchbrüche für den Kipphebel 16 und eine erste Achse 32 des Drehantriebes vorgesehen sind.

Nach anderen Ausführungsformen ist die Frontabdeckung als, beispielsweise

verschiebbare, Frontabdeckungsplatte vorgesehen. Fig. 2 zeigt einen Drehantrieb (30) zum Einbau in die Aufnahme 20. Der Drehantrieb weist ein Gehäuse 31, eine erste Achse 32 und eine zweite Achse 33 auf. Weiterhin ist eine Gabel 35 zu erkennen, die den Kipphebel 16 umfassen kann. Daneben ist auch ein

Kegelrad 34 zu erkennen, das die Wirkverbindung der zweiten Achse 32 mit der ersten Achse 32 herstellt. Beide Achsen 32, 33 weisen an ihren äußeren Enden ein Vierkantprofil auf. Nach einer besonderen Ausführungsform ist der Drehantrieb und/oder der

Kegelradmechanismus und/oder eine zweite Achse des Drehantriebes, vorzugsweise komplett, hinter der Frontklappe 13 des Gehäuses des Schaltgerätes angeordnet. Fig. 3 ist eine Prinzipskizze eines Drehantriebs, der sich im Eingriff mit einer Schaltkulisse befindet. Im oberen Teil der Figur ist die Situation in einer Draufsicht auf die Bedienseite 11 des Schalters dargestellt, im unteren Teil aus der Sicht A-A. Die beiden Achsen 32 und 33 des Drehantriebs 30 sind über Kegelräder 34 verbunden. Ein Hebel 36 ist mit der ersten Achse 34 verdrehfest verbunden. Der Hebel 36 trägt an dem der ersten Achse 34 des Drehantriebs gegenüberliegenden Ende einen Stift 37, der in eine Schaltkulisse 18, die sich auf einem Riegel 17 als Bedienelement des Schaltgerätes befindet, eingreift. Dadurch bewegt sich der Riegel 17 in positiver oder negativer x-Richtung, je nach Drehbewegung der ersten Achse 32 des Drehantriebs. Im oberen Teil der Fig. 3 ist ausgezogen die untere Position der Schaltkulisse 18 dargestellt, was beispielsweise der AUS-Position des Schaltgerätes entspricht. Durch Drehung der ersten Achse 32 des Drehantriebs beschreibt der Stift 37 auf dem Hebel 36 einen Kreisbogen, wie durch den Pfeil angedeutet, bis er die obere, gestrichelt dargestellte Position erreicht. Dadurch wird in diesem Beispiel das Schaltgerät aus der AUS-Position in die EIN-Position gebracht. Dabei kann der Antrieb des Drehantriebs z.B. über einen Griff, der auf der ersten Achse 32 verdrehfest angebracht ist, angetrieben werden, oder durch z.B. einen ähnlichen Griff, der auf der zweiten Achse 33 verdrehfest angebracht ist. Im letzten Fall wird die Antriebskraft, die durch den Griff auf die zweite Achse 33 aufgebracht wird, über die Kegelräder 34 auf die erste Achse 32 übertragen. Fig. 4 stellt den Leistungsschalter 10 aus Fig. 1 mit eingesetzem Drehantrieb 30 dar. Die erste Seite 12 des Leistungsschalters weist eine Aussparung in der Gehäusewand auf, durch die die zweite Achse 33 des Drehantriebs 30 aus dem Leistungsschalter 10 hinausführt. Der Leistungsschalter 10 weist eine Frontklappe 13 auf, die im geschlossenen Zustand die Bedienseite 11 des Leistungsschalters abdeckt. Die Frontklappe 13 weist Durchbrüche für den Kipphebel 16 und die erste Achse 32 des Drehantriebsauf. Die Gabel 35 des Drehantriebs 30 umgreift den Kipphebel 16. Durch Drehen einer Achse 32, 33 des Drehantriebs 30 wird die Gabel 16 in eine Drehbewegung um die erste Achse 32 versetzt. Durch die Gabel 16 wird dabei der Kipphebel 16 von der AUS- in die EIN-Position und umgekehrt bewegt.

Fig. 5 zeigt den Leistungsschalter 10 aus Fig. 4 mit geschlossener Frontklappe 13. Ein Griff 38 ist auf die erste Achse 32 des Drehantriebs 30 montiert. Der Griff weist mehrere Durchgangsbohrungen 39 auf, durch die Bügel von Bügelschlössern gesteckt werden können, wenn sich der Kipphebel in der AUS-Position befindet. Dadurch ist es möglich, das Schaltgerät in einer sicheren Position gegen unbefugtes Einschalten zu sichern. Fig. 6 zeigt den gleichen Leistungsschalter 10 aus Fig. 5 mit einem Griff 38, der statt auf der ersten Achse 32 auf die zweite Achse 33 montiert ist. Zusätzlich ist dieser

Leistungsschalter mit einer Halterung 14 für die Aufnahme eines Übertragungselements 40 einer Fernbedienung versehen. Diese Aufnahme 14 ist auf die erste Seite 12 des

Leistungsschalters montiert. Sie dient z.B. als Gegenlager eines Seilzuges als

Übertragungselement 40, der an der zweiten Achse 33 angreifen kann. Dadurch kann der Leistungsschalter aus der Ferne, z.B. von außerhalb eines Schaltschranks, in dem der Leistungsschalter eingebaut ist, ein- oder ausgeschaltet werden.

In Fig. 7 ist der Leistungsschalter 10 aus Fig. 6 ohne montierten Griff 38 und mit demontierter Frontklappe 13 abgebildet. Es ist wieder die Halterung 14 zu erkennen, die verdrehfest an der ersten Seite 12 des Gehäuses des Leistungsschalters 10 befestigt ist. Weiter ist eine Einhängevorrichtung 15 zu sehen, die verdrehfest auf die zweiten Achse 33 montiert ist. Wird z.B. ein Seilzug als Übertragungselement 40 in die Einhängevorrichtung 15 und die Halterung 14 als Gegenlager eingehangen, kann die zweite Achse 33 aus der Ferne betätigt werden.

Fig. 8 ist die Prinzipskizze eines Leistungsschalters 10, der über einen Seilzug als

Übertragungselement 40, der über eine Halterung 14 und eine Einhängevorrichtung 15 an der zweiten Achse 33 des Drehantriebs 30 angreift, fernbetätigt werden kann. Neben Seilzügen sind auch alle anderen geeigneten Ubertragungslemente 40, wie z.B. Gestänge, vorstellbar. Bezugszeichenli ste :

10 Leistungsschalter

11 Bedienseite

12 erste Seite

13 Frontklappe

14 Halterung

15 Einhängevorrichtung

16 Kipphebel

17 Riegel

18 Schaltkulisse

20 Aufnahme

30 Drehantrieb

31 Gehäuse

32 erste Achse

33 zweite Achsel

34 Kegelrad

35 Gabel

36 Hebel

37 Stift

38 Griff

39 Durchgangsb ohrung

40 Übertragungselement