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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL SWITCHING ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197109
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical switching arrangement comprising a first switching contact piece (9) and a second switching contact piece (10). The two switching contact pieces (9, 10) can be moved relative to one another by means of a kinematic chain. A transmission element (20) of the kinematic chain guides a freely movable inertia element (28).

Inventors:
ROSE-PÖTZSCH, Alexander (Bernauer Str. 81, Panketal, 16341, DE)
Application Number:
EP2019/056217
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 13, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
H01H33/42; H01H3/30
Domestic Patent References:
WO2016045984A12016-03-31
WO2015165685A12015-11-05
Foreign References:
EP0107881A11984-05-09
GB1157015A1969-07-02
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Claims:
Patentansprüche

1. Elektrische Schaltanordnung aufweisend ein erstes Schalt kontaktstück (9) und ein zweites Schaltkontaktstück (10), welche mittels einer kinematischen Kette relativ zueinander bewegbar sind,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s ein bewegbares Trägheitselement (28) von einem Transmissions element (20) der kinematischen Kette geführt ist.

2. Elektrische Schaltanordnung nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Transmissionselement (20) ein Rotator ist.

3. Elektrische Schaltanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch

2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Transmissionselement (20) ein Translator ist.

4. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Trägheitselement (18) getrieben von dem Transmissionsele ment (20) einen Impuls über eine Bewegung des Transmissions elementes (20) hinaus abgibt.

5. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Trägheitselement (28) von dem Transmissionselement (20) umgriffen geführt ist.

6. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Trägheitselement (28) nach Art eines Kolbens in einem Zy linder geführt ist.

7. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Transmissionselement (20) eine Schaltstange ist.

8. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s ein Endlagenanschlag (26a, 26b) durch einen Armaturkörper (24a, 24b) des Transmissionselementes (20) gebildet ist.

9. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis

8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Trägheitselement (28) mit einem Rückstellmittel verbunden ist .

10. Elektrische Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Schaltkontaktstücke (9, 10) Teil einer Vakuumschaltröhre (1) sind.

11. Relativbewegung eines ersten Schaltkontaktstückes (9) zu einem zweiten Schaltkontaktstück (10) einer elektrischen Schaltanordnung, wobei die Relativbewegung mittels einer ki nematischen Kette übertragen wird.

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s

- bei einer Schaltbewegung ein Transmissionselement (20) der kinematischen Kette bewegt wird,

- ein Trägheitselement (28) getrieben durch die kinematische Kette beschleunigt wird,

- das Trägheitselement (28) einen Impuls auf zumindest eines der Schaltkontaktstücke (9, 10) abgibt, um einem Kontaktprel len zumindest eines der Schaltkontaktstücke (9, 10) entgegen zu wirken.

12. Relativbewegung nach Anspruch 11,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s es sich bei der Relativbewegung um eine Einschaltbewegung handelt.

13. Relativbewegung nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Trägheitselement (28) vom Transmissionselement (20) be- schleunigt wird.

14. Relativbewegung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s ein Impuls des Trägheitselementes (28) auf die kinematische Kette eingekoppelt und von dieser weitergeleitet wird.

Description:
Beschreibung

Elektrische Schaltanordnung

Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltanordnung auf weisend ein erstes Schaltkontaktstück und ein zweites Schalt kontaktstück, welche mittels einer kinematischen Kette rela tiv zueinander bewegbar sind.

Eine Schaltanordnung ist beispielsweise aus der Patent

Specification GB 1,157,015 bekannt. Dort ist ein elektrischer Vakuumschalter beschrieben, der relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke aufweist. Zum Bewirken einer Relativbewe gung der Schaltkontaktstücke ist eine kinematische Kette ein gesetzt. Weiterhin weist der dortige Vakuumschalter ein Ge häuse auf, in welchem ein Massekörper federbelastet gelagert ist. Dieser Massekörper nebst Feder dient einem Dämpfen einer Schaltbewegung. Zwar erweist sich eine derartige Konstruktion als wirksam, jedoch ist durch den zusätzlichen Massekörper bzw. durch das zusätzliche Federelement ein zusätzlicher Bauraum an dem Vakuumschalter vorzusehen. Dadurch vergrößert sich die Anordnung und neben erhöhten Kosten für den Vakuum schalter selbst potenzieren sich die Kosten durch zusätzli chen Platzbedarf für ein sich darum gruppierendes Schaltfeld.

Somit ergibt sich als Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Schaltanordnung anzugeben, welche eine Schaltbewegung ausrei chend dämpft, wobei jedoch auf zusätzlichen Bauraum am Gehäu se der Schaltanordnung verzichtet werden soll.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer elektrischen

Schaltanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass ein bewegbares Trägheitselement von einem Transmissions element der kinematischen Kette geführt ist.

Elektrische Schaltanordnungen dienen einem Schalten eines Strompfades, wobei der Strompfad einem Führen eines elektri- sehen Stromes dient. Dabei ist der elektrische Strom von ei ner Spannungsdifferenz getrieben. Mittels einer elektrischen Schaltanordnung kann die Impedanz des Strompfades verändert werden. Beispielsweise kann mittels relativ zueinander beweg barer Schaltkontaktstücke der Strompfad unterbrochen oder durchgeschaltet werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass le diglich eines der beiden relativ zueinander bewegbaren

Schaltkontaktstücken bewegbar ist. Es kann jedoch auch vorge sehen sein, dass beide Schaltkontaktstücke bewegbar sind. Bei der Verwendung von relativ zueinander bewegbaren Schaltkon taktstücken ist es notwendig, eine Antriebsenergie mittels einer Antriebsanordnung bereitzustellen und diese Antriebs energie in eine Relativbewegung der Schaltkontaktstücke umzu setzen. Zur Übertragung einer Bewegung von der Antriebsanord nung zu zumindest einem der Schaltkontaktstücke kann eine ki nematische Kette genutzt werden. Je nach Anforderungen an die elektrische Schaltanordnung kann ein schnelleres oder langsa meres Ändern der Impedanz des Strompfades vorgesehen sein. Insbesondere bei schnellen Änderungsnotwendigkeiten, z. B. an Leistungsschaltern, insbesondere an Leistungsschaltern, die eine Vakuumschaltröhre aufweisen, sind entsprechend Massen rasch zu beschleunigen und rasch abzubremsen.

Bei der Nutzung einer Vakuumschaltröhre an einer elektrischen Schaltanordnung sind die Schaltkontaktstücke innerhalb einer Röhre angeordnet, welche die Schaltkontaktstücke fluiddicht einhaust. Das Innere der Vakuumschaltröhre ist dabei evaku iert, so dass einem Entstehen von Lichtbögen innerhalb der Vakuumschaltröhre entgegengewirkt wird. Zur elektrischen Kon taktierung ist der Strompfad entsprechend durch die Wandung der Vakuumschaltröhre hindurch zu leiten, wobei dadurch die Fluiddichtigkeit nicht beeinflusst werden sollte. Eine Bewe gung kann ausgehend von einer Antriebsanordnung über eine ki nematische Kette bis zu zumindest einem der Schaltkontaktstü- cke übertragen werden. Auch die Bewegung ist unter Beibehal tung der Fluiddichtigkeit der Vakuumschaltröhre auszuführen. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass Radialdichtun- gen oder reversibel verformbare Wandungsabschnitte der Vaku- umschaltröhre genutzt werden. Beispielsweise kann ein Ab schnitt der kinematischen Kette fluiddicht in einen umform baren Abschnitt der Wandung der Vakuumschaltröhre eingesetzt werden. Der reversibel verformbare Abschnitt kann beispiels weise nach Art eines Faltenbalges ausgeführt werden, so dass bei vergleichsweise großen Hüben die Umformung des Materials begrenzt wird.

Eine kinematische Kette dient der Übertragung einer Antriebs energie bzw. einer Bewegung von einer Antriebsanordnung bis zumindest zu einem der Schaltkontaktstücke . Die kinematische Kette kann verschiedene Transmissionselemente aufweisen, die eine Bewegungsübertragung ermöglichen. Ein Transmissionsele ment kann beispielsweise eine Welle, ein Rad, ein Zahnrad, eine Schubstange, eine Kurbel, ein Pleuel, eine Zahnstange, ein Riemen, eine Kette usw. sein. Je nach Bedarf und Ausfüh rung der Antriebsanordnung kann die kinematische Kette ver schiedenartig aufgebaut werden. Im Idealfalle ist die kinema tische Kette derart ausgestaltet, dass eine von der Antriebs anordnung abgegebene Bewegung mit einem vorgegebenen Bewe gungsprofil in eine Relativbewegung der Schaltkontaktstücke übertragen wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass dieses Übertragen in möglichst starrer Form, d. h. ohne Umformung innerhalb der kinematischen Kette erfolgt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die kinematische Kette selbst Ge triebeelemente aufweist, um beispielsweise eine Übersetzung oder Untersetzung einer Bewegung im Verlauf der kinematischen Kette zu erzeugen oder beispielsweise die Art der Bewegung umzuformen (z. B. eine translatorische Bewegung in eine rotatorische Bewegung usw.). Als solches ist ein Transmissi onselement bewegbar angeordnet und wird bei einem Schaltvor gang einer Bewegung unterworfen. Das Transmissionselement mit seiner Beweglichkeit kann dabei genutzt werden, um ein Träg heitselement zu führen. Das Trägheitselement weist eine Masse auf, mittels welcher Energie beispielsweise zwischengespei chert werden kann oder Impulse aufgenommen und abgegeben wer- den können. So ist es beispielsweise möglich, das Trägheits element frei bewegbar anzuordnen, so dass in Abhängigkeit der Bewegung des Transmissionselementes eine darauf folgende Re aktion des Trägheitselementes erfolgt. Durch eine freie

Bewegbarkeit kann das Trägheitselement sich relativ zum

Transmissionselement bewegen. Bedarfsweise kann sich das Trägheitselement korrespondierend zum Transmissionselement bewegen. Das Trägheitselement kann vorteilhaft bewegbar am Transmissionselement gelagert sein. Somit ist es beispiels weise möglich, das Übertragungsverhalten der kinematischen Kette durch das Trägheitselement zu beeinflussen. So kann beispielsweise das Trägheitselement einem Schwingen oder Aus buckeln des Transmissionselementes, durch welches es geführt ist, entgegenwirken, so dass das Übertragungsverhalten der kinematischen Kette verbessert wird. Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das frei bewegbare Trägheitselement in gleicher Art bewegbar ist wie das Transmissionselement. D. h. eine Bewegungsart des Transmissionselementes wird in gleich artiger Weise von dem Trägheitselement nachvollzogen bzw. übernommen .

Zum Führen des bewegbaren Trägheitselementes kann ein Trans missionselement beispielsweise eine Bahn aufweisen, entlang welcher das bewegbare Trägheitselement frei bewegbar ist. Bei spielsweise kann es sich bei der Bahn um eine Kulisse han deln, in welcher das Transmissionselement geführt ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Transmissionselement zur Führung auf einem Trägheitselement aufsitzt. Zwischen dem Trägheitselement und dem Transmissionselement sollte dabei un abhängig von der konkreten Ausführung eine Spielpassung ge bildet werden, die eine Relativbewegung zwischen Trägheits element und führendem Transmissionselement ermöglicht. So können das Trägheitselement und das Transmissionselement re lativ zueinander gleiten, rollen, wälzen, schwingen, pendeln usw Vorteilhaft kann die Masse des Trägheitselementes genutzt werden, um insbesondere zu Beginn und zum Ende einer Relativ bewegung der Schaltkontaktstücke deren Bewegung zu beinfluss- en . Beispielsweise kann eine Bewegung des Schaltkontaktstü- ckes durch ein bewegtes Trägheitselement unterstützt werden, so dass ein sicheres Kontaktieren der Schaltkontaktstücke ge währleistet ist. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass durch das Trägheitselement beispielsweise einem Kontaktprel len entgegengewirkt wird, indem ein zumindest teilweiser „Verzehr" eines Impulses durch das frei bewegbare Trägheits element erfolgt. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Träg heitselement die Bewegung der kinematischen Kette stützt, wo bei dies insbesondere dann von Vorteil ist, wenn die An triebsanordnung beispielsweise eine Störung aufweist, so dass die im Trägheitselement gespeicherte Energie genutzt werden kann, um eine Relativbewegung der Schaltkontaktstücke zuei nander fortzuführen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Transmissionselement ein Rotator ist.

Ein rotierendes Transmissionselement ist ein Rotator. Dabei ist ein Rotator von der Existenz einer Rotationsachse ge prägt. Der Rotator kann vollständig endlos kreisend gelagert sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Rotator lediglich innerhalb eines bestimmten Sektors schwenkbeweglich gelagert ist. Der Rotator kann das Trägheitselement führen, insbesondere kann das Trägheitselement am Rotator derart ge führt sein, dass dieses ebenfalls um eine Schwenkachse frei bewegbar ist und auf eine Kreisbahn gezwungen wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Transmissionselement ein Translator ist.

Ein Translator transliert bevorzugt auf einer linearen Achse, um eine Bewegung zu übertragen. Das frei bewegbare Trägheits element sollte dabei parallel zu der Achse oder genau auf der Achse frei bewegbar sein, auf welcher der Translator bewegbar ist. Die kinematische Kette kann dabei verschiedenartige Transmissionselemente aufweisen, welche untereinander gekop pelt sind. Beispielsweise können Rotatoren, Translatoren mit einander in Wechselwirkung stehen, so dass eine geeignete Be wegungsumformung bzw. -weiterleitung einer von einer An triebsanordnung abgegebenen Bewegung bis zu zumindest einem der Schaltkontaktstücke erfolgen kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Trägheitselement getrieben von dem Transmissionselement einen Impuls über eine Bewegung des Transmissionselementes hinaus abgibt.

Das Trägheitselement sollte zumindest an einem Punkt mit dem führenden Transmissionselement in Kontakt treten können, so dass von dem Transmissionselement eine Bewegung auf das Träg- heitselement übertragen werden kann. Umgekehrt kann auch vor gesehen sein, dass das Trägheitselement einen Impuls auf das Transmissionselement einkoppelt. So kann beispielsweise ein unelastischer Stoß zwischen Transmissionselement und Träg heitselement vorgesehen sein, um Energie von dem einen Ele ment zu dem anderen Element übertreten zu lassen. Beispiels weise kann durch das Trägheitselement eine Resonanz in der kinematischen Kette verhindert werden. Entsprechend wird die kinematische Kette bzw. das Gesamtsystem von Antriebsanord nung, kinematischer Kette und relativ zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken vor unerwünschten Schwingungen und Re flexionen derselben geschützt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Trägheitselement von dem Transmissionselement umgriffen geführt ist.

Das Trägheitselement kann von dem Transmissionselement um griffen geführt werden, insbesondere kann das Trägheitsele ment vollständig im Innern eines Transmissionselementes ange- ordnet sein, so dass von außen ein unmittelbarer Zugang zu dem Trägheitselement nicht möglich ist. Beispielsweise kann das Trägheitselement in einem Hohlraum des Transmissionsele mentes angeordnet sein. Dies gestattet es, beispielsweise auch Transmissionselemente einzusetzen, die eine Vielzahl von granulären Körpern aufweisen. Dies ist je nach gewünschter Wirkung des Trägheitselementes von Vorteil, da neben einem Übertragen eines Impulses auch ein Umformen/Verformen des Trägheitselementes mit seinen Teileelementen eine zusätzliche Energiewandlung in Wärme erfolgen kann.

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Trägheits element nach Art eines Kolbens in einem Zylinder geführt ist.

Ein Zylinder kann beispielsweise durch eine rohrförmige

Schaltstange gebildet sein, wobei in der Rohrausnehmung form komplementär ein Prisma oder eine Kugel, vorzugsweise ein Zy linder verschieblich gelagert ist. Je nach Passung zwischen Trägheitselement und Transmissionselement kann eine Relativ bewegung des Trägheitselementes zusätzlich durch ein Verdrän gen von Fluiden, wie beispielsweise Luftpolstern, beeinflusst und folglich das Verhalten der kinematischen Kette verändert werden .

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Transmissi onselement eine Schaltstange ist.

Eine Schaltstange dient einer Übertragung einer Bewegung, wo bei eine Bewegung im Wesentlichen in Richtung der Längsachse der Schaltstange übertragen wird. Eine Schaltstange ist be vorzugt zur Übertragung von translatorischen Bewegungen ein gesetzt, wobei diese in begrenztem Maße getrieben von

Schwenkanteilen (beispielsweise in Kurbeltrieben) überlagert sein können. Eine Schaltstange ist dabei bevorzugt rohrförmig und hohl auszubilden, so dass die Rohrausnehmung zur Führung des frei bewegbaren Trägheitselementes genutzt werden kann. Vorteilhafterweise wirkt die Schaltstange dabei elektrisch isolierend, so dass im Verlauf der kinematischen Kette ein elektrisch isolierender Bereich gebildet ist. Beispielsweise kann die Schaltstange elektrisch isolierendes Material, bei spielsweise einen Kunststoff oder ein Harz, aufweisen, wel ches rohrförmig ausgeformt ist. Um die Schaltstange abzu schließen, können beispielsweise Armaturkörper eingesetzt werden, die einem Koppeln bzw. einem Anschlägen weiterer Transmissionselemente dienen.

Durch die elektrisch isolierenden Eigenschaften kann die Schaltstange im Verlauf der kinematischen Kette eingesetzt werden, um beispielsweise einer Potentialtrennung eines der Schaltkontaktstücke gegenüber der Antriebsanordnung zu die nen. Armaturkörper können dabei beispielsweise elektrisch leitend wirken, wobei die Schaltstange zwischen den

Armaturkörpern einen elektrisch isolierenden Abschnitt auf weisen kann. Als Armaturkörper sind beispielsweise Guss-, Schmiede-, Fräskörper usw. verwendbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass ein Endlagenanschlag durch einen Armaturkörper des Transmis sionselementes gebildet ist.

Ein Armaturkörper dient an einem Transmissionselement bei spielsweise einer Kopplung bzw. Verbindung des Transmissions elementes mit weiteren Transmissionselementen in einer kine matischen Kette. Als solches weisen die Armaturkörper im Re gelfall eine hohe mechanische Widerstandsfähigkeit auf. Die Armaturkörper können dazu dienen, Kräfte an einem Transmissi onselement zu verteilen, um eine punktuelle Überlastung der selben zu vermeiden. Ein Armaturkörper kann dabei einen End lagenanschlag bilden, um ein an dem Transmissionselement be vorzugt frei geführtes Trägheitselement in seiner Bewegbar- keit zu begrenzen. Beispielsweise kann über den Armaturkörper ein Impuls von oder zum Trägheitselement übertragen werden. Ein Trägheitselement kann beispielsweise längs seiner Bewe gungsbahn, beispielsweise einer linearen Achse, beidseitig von Armaturkörpern in seiner Bewegung begrenzt werden. Ein Armaturkörper kann beispielsweise auch einen Zugang zum Träg heitselement verschließen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Trägheitselement mit einem Rückstellmittel verbunden ist.

Ein Trägheitselement kann an einem Transmissionselement frei geführt sein. Durch die Nutzung eines Rückstellmittels kann in Abhängigkeit des Schaltzustandes der elektrischen Schalt anordnung eine bevorzugte Lage des Trägheitselementes vorein gestellt werden. Beispielsweise kann im Ein- oder Ausschalt zustand der Schaltanordnung das Trägheitselement an eine be vorzugte Position verbracht werden. Entsprechend kann das Trägheitselement ausreichend Energie aufnehmen und effizient seine Funktion innerhalb der kinematischen Kette ausüben. Ein Rückstellmittel kann beispielsweise ein Federelement, ein Rückstellhaken oder ähnliches aufweisen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Schaltkontaktstücke Teil einer Vakuumschaltröhre sind.

Eine Vakuumschaltröhre wird bevorzugt in elektrischen Schalt anordnungen eingesetzt, welche einer Leistungsschaltung die nen. Leistungsschaltungen sind dann vorzusehen, wenn Be triebsströme oder Betriebsströme übersteigende Fehlerströme, wie z. B. Kurz- und Erdschlussströme, zu unterbrechen sind. Eine Vakuumschaltröhre weist dabei einen Vakuumröhrenkörper auf, welcher in seinem Inneren evakuiert ist. Eine Schalt strecke zwischen den Schaltkontaktstücken ist dabei innerhalb des evakuierten Raumes der Vakuumschaltröhre angeordnet. Eine Relativbewegung der Schaltkontaktstücke wird dadurch erzielt, dass zumindest eines der Schaltkontaktstücke über eine kine matische Kette relativ zu dem anderen Schaltkontaktstück be wegbar ist. Die kinematische Kette kann dabei eine Wandung der Vakuumschaltröhre in fluiddichter Form durchsetzen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass eine Radialdich- tung oder eine Axialdichtung verwendet wird, welche die kine matische Kette abdichtet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Vakuumschaltröhre mit einem elastisch verform baren Wandungsabschnitt ausgestattet ist, welcher fluiddicht mit der kinematischen Kette verbunden ist, so dass eine Rela tivbewegung der kinematischen Kette eine Umformung einer Wan dung der Vakuumschaltröhre bewirkt. Als elastisch verformba rer Wandungsabschnitt kann beispielsweise ein Faltenbalg ein gesetzt werden, welcher eine translatorische Bewegung durch eine Wandung der Vakuumschaltröhre unterstützt.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren an zugeben, mit welchem ein prellreduziertes Schalten einer elektrischen Schaltanordnung ermöglicht wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Relativbewegung eines ersten Schaltkontaktstückes zu einem zweiten Schaltkon taktstück einer elektrischen Schaltanordnung, wobei die Rela tivbewegung mittels einer kinematischen Kette übertragen wird, dadurch gelöst, dass

- bei einer Schaltbewegung ein Transmissionselement der kine matischen Kette bewegt wird,

- ein Trägheitselement getrieben durch die kinematischen Ket te beschleunigt wird,

- das Trägheitselement einen Impuls auf zumindest eines der Schaltkontaktstücke abgibt, um einem Kontaktprellen zumin dest eines der Schaltkontaktstücke entgegenzuwirken.

Bei einer Relativbewegung der beiden Schaltkontaktstücke zu einander kann vorgesehen sein, dass zumindest eines der bei den Schaltkontaktstücke bewegt wird, während das andere Schaltkontaktstück in Ruhe verbleibt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass beide Schaltkontaktstücke bewegt wer den, um eine Relativbewegung zu erzeugen. Unabhängig von der Art und Weise der Bewegung der Schaltkontaktstücke relativ zueinander sind bei einer Bewegung von Massen Schwingungen und Pendelbewegungen nahezu unvermeidbar. Insbesondere zum Ende einer Schaltbewegung, also zum Ende einer Einschaltbewe gung oder zum Ende einer Ausschaltbewegung kommt es zu einem abrupten Abbremsen zumindest eines der Schaltkontaktstücke .

In diesen Situationen können unerwünschte Bewegungen auf die kinematische Kette rückwirken. Es kann beispielsweise ein so genanntens Kontaktprellen auftreten. Durch die Nutzung eines Trägheitsmomentes eines Trägheitselementes kann einer derar tigen Bewegung entgegengewirkt werden. Das Trägheitselement kann zunächst getrieben durch ein Transmissionselement der kinematischen Kette beschleunigt werden und nach einem Ab bremsen des Schaltkontaktstückes durch die im Trägheitsele ment gespeicherte Energie weiter bewegt werden. Die gespei cherte Energie kann genutzt werden, um ein Kontaktprellen zu mindest zu mindern. Beispielsweise kann bei einem Einschalt vorgang ein Schaltkontaktstück gegen ein anderes Schaltkon taktstück schlagen. Ein dabei auftretender Impuls (Prellen) kann durch ein Überlagern von einem durch das Trägheitsele ment abzugebenden Impuls reduziert werden. Dazu ist es not wendig, dass die Bewegung der Schaltkontaktstücke zueinander und damit eine Bewegung der kinematischen Kette und die Art und Weise der Bewegbarkeit des Trägheitselementes abgestimmt wird. Beispielsweise kann durch eine Anpassung der Masse des Trägheitselementes der Zeitpunkt und die Intensität des vom Trägheitsmoment abgebbaren Impulses verändert werden. Des Weiteren kann durch die Art der Lagerung des Trägheitselemen tes bzw. durch die Art der Führung des Trägheitselementes insbesondere am Transmissionselement die Übergabe des Impul ses hinsichtlich des Zeitpunktes sowie hinsichtlich der In tensität variiert werden. Vorteilhaft ist dabei, wenn das Transmissionselement eine Führung des Trägheitselementes übernimmt. Das Trägheitselement selbst kann durch ein Trans missionselement beschleunigt werden. Weiterhin kann auch der Impuls, welcher von dem Trägheitselement abgegeben wird, über die kinematische Kette übertragen bzw. weitergeleitet werden.

Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen, dass es sich bei der Relativbewegung um eine Einschaltbewegung handelt. Bei einer Einschaltbewegung werden die beiden Schaltkontakt- stücke einander angenähert und schlussendlich treten die Schaltkontaktstücke in galvanischen Kontakt. Um eine ausrei chende Kontaktierung der Schaltkontaktstücke zu bewirken, müssen die Schaltkontaktstücke mit einer entsprechenden

Kraftwirkung gegeneinander gepresst werden. Um diese Kraft wirkung zu überwinden, muss die kinematische Kette eine aus reichende Energie zur Verfügung stellen. Dabei kann es zu ei nem so genannten Kontaktprellen kommen, bei welchem ein Kon takt gegen einen anderen Kontakt gepresst wird und aufgrund der im jeweiligen Schaltkontaktstück gespeicherten Bewegungs energie auch eine Rückbewegung, beispielsweise aufgrund un terschiedlicher Masseverhältnisse oder eines Auffahrens eines bewegbaren Schaltkontaktstückes auf ein ortsfestes Schaltkon taktstück, auftreten. Zusätzlich kann ein Kontaktprellen auch durch eine bestimmte Form der Schaltkontaktstücke, beispiels weise stirnseitige Kontakte, die stirnseitig gegeneinander gepresst werden, gefördert werden. Je nach Ausgestaltung kann ein mehrfaches Kontaktprellen, z. B. ein- bis dreimaliges Kontaktprellen, bis zu einem Einnehmen der endgültigen Ein- schaltposition der Schaltkontaktstücke relativ zueinander auftreten. Durch einen geeigneten Zeitpunkt des Einwirkens des Impulses des Trägheitselementes, beispielsweise unmittel bar zum Auftreten des ersten Kontaktprellens oder erst nach einem zweiten Kontaktprellen usw., kann ein sicheres Ein schalten durch die Verwendung eines Trägheitselementes unter stützt werden.

Vorteilhafterweise kann dabei vorgesehen sein, dass das Träg heitselement vom Transmissionselement beschleunigt wird.

Ein Transmissionselement der kinematischen Kette kann bei spielsweise in Form einer Antriebsstange ausgeführt werden, wobei die Bewegung des Transmissionselementes auf das Träg heitselement übertragen werden kann. Das Transmissionselement kann beispielsweise das Trägheitselement führen und bei einer Einschaltbewegung oder Ausschaltbewegung eine Beschleunigung des Trägheitselementes bewirken. Somit kann auf das Träg heitselement Energie übertragen werden, welche zu einem spä teren Zeitpunkt von dem Trägheitselement abgegeben werden kann. Das Transmissionselement kann so zum einen der Übertra gung einer Bewegung, welche beispielsweise von einer An triebsanordnung bereitgestellt wird, bis zumindest zu einem der Schaltkontaktstücke dienen und gleichzeitig auch einem Betätigen des Trägheitselementes dient. Das Trägheitselement kann beispielsweise auch dazu dienen, die von dem Trägheits element abzugebende elektrische Energie wieder in die kinema tische Kette einzukoppeln. Zur Energieübertragung kann das Transmissionselement Endlagenanschläge aufweisen.

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass ein Impuls des Trägheitselementes auf die kinematische Kette eingekoppelt und von dieser weitergeleitet wird.

Die kinematische Kette kann zum Übertragen einer Antriebsbe wegung genutzt werden, aber auch um eine Bewegung des Träg- heitselementes zu steuern. Das Trägheitselement kann durch die kinematische Kette beschleunigt, aber auch von der kine matischen Kette abgebremst werden. Ein Abbremsen des Träg- heitselementes kann genutzt werden, um einen Impuls des Träg- heitselementes in die kinematische Kette einzukoppeln und diesen Impuls durch die kinematische Kette weiterleiten zu lassen. Vorteilhafterweise kann eine Übertragung des Impulses von dem Trägheitselement zu einem Zeitpunkt stattfinden, an welchem die kinematische Kette abgebremst wird/ist.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sche matisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher be schrieben. Dabei zeigt die

Figur 1 einen Schnitt durch eine elektrische Schaltan ordnung mit einer Vakuumschaltröhre und rela- tiv zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken und die

Figur 2 einen Schnitt durch ein Transmissionselement.

Die Figur 1 zeigt eine elektrische Schaltanordnung in soge nannter Dead-Tank-Ausführung . Eine Vakuumschaltröhre 1 ist elektrisch isoliert gegenüber einem Kapselungsgehäuse 2 ange ordnet. Das Kapselungsgehäuse 2 weist Abschnitte auf, die aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind, wobei die elektrisch leitfähigen Abschnitte des Kapselungsgehäuses 2 Erdpotential führen. An dem Kapselungsgehäuse 2 sind Flan sche 3 angeordnet, welche der elektrisch isolierten Durchfüh rung von einem ersten und einem zweiten Phasenleiteranschluss 4a, 4b dienen. Vorliegend ist der Grundkörper des Kapselungs gehäuses 2 als metallischer Gusskörper bevorzugt aus Alumini um ausgeführt, wobei die Flansche 3 einstückig mit dem Grund körper des Kapselungsgehäuses 2 verbunden sind. Zum Ver schließen der Flansche 3 sind Durchführungsisolatoren 5a, 5b vorgesehen, welche die Flansche 3 fluiddicht verschließen und ihrerseits fluiddicht von jeweils einem der Phasenleiteran schlüsse 4a, 4b durchsetzt sind.

Das Innere des Kapselungsgehäuses 2 ist mit einem elektrisch isolierenden Fluid bevorzugt mit Fluoranteil, z. B. Schwefel hexafluorid, Fluornitril, Flurketon oder auch Kohlendioxid, Stickstoff, gereinigter Luft sowie Gemischen mit diesen Stof fen usw. befüllt. Das Innere des Kapselungsgehäuses 2 ist be vorzugt unter Überdruck stehend mit dem elektrisch isolieren den Fluid befüllt, so dass die Isolationsfestigkeit des elektrisch isolierenden Fluids zusätzlich verbessert wird.

Die Vakuumschaltröhre 1 ist beispielsweise über die Phasen leiteranschlüsse 4a, 4b, und die Durchführungsisolatoren 5a, 5b im Innern des Kapselungsgehäuses 2 beabstandet zum Kapse lungsgehäuse 2 gehalten. Die Vakuumschaltröhre 1 weist einen Röhrenkörper 6 mit im Wesentlichen hohlzylindrischer Struktur auf. Der Röhrenkörper 6 ist beispielsweise aus elektrisch isolierendem Material gebildet, wobei gegebenenfalls auch feldbeeinflussende Steuerelektroden am/im Röhrenkörper 6 an geordnet sein können. Stirnseitig ist der Röhrenkörper 6 von einem elektrisch leitfähigen ersten und zweiten Stirndeckel 7a, 7b verschlossen. An dem ersten Stirndeckel 7a ist der erste Phasenleiteranschluss 4a elektrisch leitend sowie me chanisch stabilisierend angeschlagen, so dass die Vakuum schaltröhre 1 zumindest teilweise über den ersten Stirndeckel 7a beabstandet gegenüber dem Kapselungsgehäuse 2 in dessen Inneren positioniert ist. Der erste Stirndeckel 7a dient wei terhin auf seiner dem Innenraum der Vakuumschaltröhre 1 zuge wandten Seite der Positionierung eines Kontaktstieles 8. Der Kontaktstiel 8 ist zentrisch an dem ersten Stirndeckel 7a an geordnet und ragt frei in das Innere der Vakuumschaltröhre 1 hinein. An seinem freien Ende trägt der Kontaktstiel 8 ein erstes Schaltkontaktstück 9. Das erste Schaltkontaktstück 9 ist ortsfest ausgebildet und über dem Kontaktstiel 8 gehal tert sowie elektrisch leitend mit dem ersten Phasenleiteran schluss 4a verbunden. Koaxial, dem ersten Schaltkontaktstück 9 stirnseitig gegenüberliegend ist ein zweites Schaltkontakt- stück 10 im Innern der Vakuumschaltröhre 1 angeordnet. Das zweite Schaltkontaktstück 10 ist ebenfalls an einem Kontakt stiel 11 befestigt. Der Kontaktstiel 11 des zweiten Schalt kontaktstückes 10 durchsetzt den zweiten Stirndeckel 7b. Der zweite Stirndeckel 7b ist dazu mit einer zentrischen Ausneh mung 12 versehen, durch welche Kontaktstiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 hindurch ragt. Der Kontaktstiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 ist axial bewegbar gela gert, so dass bei einer Bewegung des Kontaktstiels 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 auch eine Axialbewegung des zweiten Schaltkontaktstückes 10 erfolgt. Dadurch ist ein be wegbares zweites Schaltkontaktstück 10 gebildet, welches re lativ zum ersten Schaltkontaktstück 9 bewegbar ist. Der Kon taktstiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 ist elekt risch leitend ausgeführt und Teil einer kinematischen Kette, welche der Übertragung einer Bewegung auf das zweite Schalt kontaktstück 10 dient. Um eine Fluiddichtigkeit der Vakuum- schaltröhre 10 zu erzielen, ist die zentrische Ausnehmung 12 von einem Faltenbalg 13 umgriffen, welcher fluiddicht mit dem Randbereich der zentrischen Ausnehmung 12 verbunden ist. Der Faltenbalg 13 ist beispielsweise ein metallischer Faltenbalg 13 und mit dem zweiten Stirndeckel 7b verlötet. Der Falten balg 13 umgreift dabei den Kontaktstiel 11 des zweiten

Schaltkontaktstückes 10 und ist fluiddicht mit dem Kontakt stiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 verbunden. Da durch ist bei einer Relativbewegung des Kontaktstiels 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 eine Verformung des Falten balges 13 zu verzeichnen, wobei der Kontaktstiel 11 des zwei ten Schaltkontaktstückes 10 als Teil der kinematischen Kette eine Wandung der Vakuumschaltröhre 1 fluiddicht durchsetzt. Entsprechend kann im Innern der Vakuumschaltröhre 1 eine Eva kuierung vorgenommen werden, so dass ein annähernd ladungs trägerfreier Raum im Innern der Vakuumschaltröhre 1 vorliegt. Damit ist auch die Schaltstrecke zwischen den beiden relativ bewegbaren Schaltkontaktstücken 9, 10 nahezu frei von La dungsträgern, so dass ein sicheres Trennen und Schließen der Schaltkontaktstücke 9, 10 ermöglicht ist.

Um die Vakuumschaltröhre 1 zentrisch zu halten, ist eine Kon takthülse 14 vorgesehen, welche stirnseitig am zweiten Stirn deckel 7b eine formkomplementäre Aufnahme für die Vakuum schaltröhre 1 bildet. Die Kontakthülse 14 ihrerseits ist man telseitig mit dem zweiten Phasenleiteranschluss 4b verbunden, wodurch dieser die Kontakthülse 14 im Innern des Kapselungs gehäuses 2 beabstandet zu den Wandungen haltert. Durch die formkomplementäre Aufnahme in der Kontakthülse 14 kann eine Spielpassung zur Vakuumschaltöhre 1 gebildet werden, so dass beispielsweise im System entstehende Wärmedehnungen ausgegli chen werden können. Im Innern der Kontakthülse 14 ist das aus der Vakuumschaltröhre 1 herausragende Ende des Kontaktstieles 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 angeordnet. Das her ausragende Ende des Kontaktstiels 11 des zweiten Schaltkon taktstückes 10 ist mit einer Kontaktscheibe 15 im Durchmesser vergrößert. Die Kontaktscheibe 15 kontaktiert einerseits den Kontaktstiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10, anderer seits kontaktiert die Kontaktscheibe 15 die Innenmantelfläche der Kontakthülse 14 gleitend. Dadurch ist auch bei einer Re lativbewegung des zweiten Schaltkontaktstückes 10 nebst zuge hörigem Kontaktstiel 11 eine elektrische Kontaktierung des zweiten Phasenleiteranschlusses 4b über die Kontakthülse 14, die Kontaktscheibe 15 und den Kontaktstiel 11 mit dem zweiten Schaltkontaktstück 10 gegeben. Entsprechend kann zwischen den beiden Phasenleiteranschlüssen 4a, 4b bei einer Relativbewe gung der beiden Schaltkontaktstücke 9, 10 zueinander eine Impedanzänderung in dem zwischen den beiden Phasenleiteran schlüssen 4a, 4b verlaufenden Strompfad hervorgerufen werden.

Zum Antreiben einer Relativbewegung der beiden Schaltkontakt- stücke 9, 10 zueinander ist eine Antriebsanordnung 16 außer halb des Kapselungsgehäuses 2 positioniert. Über eine Welle 17, welche eine Wandung des Kapselungsehäuses 2 fluidgedich tet über eine Radialdichtung durchsetzt, ist eine Bewegung fluiddicht durch die Wandung des Kapselungsgehäuses 2 über tragbar. Vorliegend gibt die Antriebsanordnung 16 eine trans latorische Bewegung ab, die über einen ersten Schwenkhebel 18 in eine Drehbewegung der Welle 17 gewandelt wird und über ei nen zweiten Schwenkhebel 19 in eine Linearbewegung eines Transmissionselementes 20 gewandelt wird. Dazu ist der erste Schwenkhebel 18 außerhalb des Kapselungsgehäuses 2 angeord net. Der zweite Schwenkhebel 19 ist innerhalb des Kapselungs gehäuses 2 angeordnet. Um eine Kontaktanpresskraft in einge schaltetem Zustand auf das erste sowie das zweite Schaltkon taktstück 9, 10 ausüben zu können, ist am freien Ende des Kontaktstiels 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10, welches von dem zweiten Schaltkontaktstück 10 abgewandt ist, eine Kontaktanpressfeder 21 angeordnet. Die Kontaktanpressfeder 21 ist zwischen dem Transmissionselement 20 sowie dem Kontakt stiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 befindlich und ebenfalls Teil der kinematischen Kette. Bei einem Schaltvor gang, insbesondere bei einem Einschaltvorgang, erfolgt nach einer ersten galvanischen Kontaktierung der beiden Schaltkon- taktstücke 9, 10 eine weitere Bewegung der Antriebsanordnung 16 (Überhub) , wodurch eine Kompression der Kontaktanpressfe- der 21 erfolgt und dauerhaft ein elektrischer Verbund zwi schen den beiden Schaltkontaktstücken 9, 10 erzielt wird. In der Figur 1 ist die Vakuumschaltröhre 1 mit den beiden rela tiv zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken 9, 10 im aus geschalteten Zustand gezeigt. Die kinematische Kette er streckt sich dabei ausgehend von der Antriebsanordnung 16 zu dem ersten Schwenkhebel 18 über die Welle 17, den zweiten Schwenkhebel 19, das Transmissionselement 20, die Kontaktan- pressfeder 21 und den Kontaktstiel 11 des zweiten Schaltkon taktstückes 10 bis zu einem zweiten Schaltkontaktstück 10.

Das Transmissionselement 20 bildet dabei einen elektrisch isolierenden Abschnitt in der kinematischen Kette, so dass eine Übertragung des elektrischen Potentials von dem Kontakt stiel 11 des zweiten Schaltkontaktstückes 10 bzw. von der Kontakthülse 14 durch das Transmissionselement 20 ausge schlossen ist.

Im Folgenden wird anhand der Figur 2 der Aufbau des Transmis sionselementes 20 beschrieben. Das Transmissionselement 20 weist eine Längsachse 22 auf, zu welcher rotationssymmetrisch ein elektrisch isolierender Röhrenkörper 23 ausgerichtet ist. Der Röhrenkörper 23 weist dabei einen im Wesentlichen kreis ringförmigen Querschnitt auf und ist endseitig von einem ers ten Armaturkörper 24a und einem zweiten Armaturkörper 24b ab geschlossen. Der erste Armaturkörper 24a dient einer Verbin dung des Transmissionselementes 20 mit dem zweiten Schwenkhe bel 19 der kinematischen Kette. Dazu weist der erste Armatur körper 24a eine gabelförmige Aufnahme mit Querbohrung auf.

Der zweite Armaturkörper 24b ist mit einer stirnseitigen Ge windebohrung 25 versehen, in welche ein Gewindebolzen 4 (vor liegend der Kontaktanpressfeder 21) eingeschraubt werden kann. An dem Rohrkörper 23 können endseitig jeweils Kräfte über die Armaturkörper 24a, 24b ein- bzw. ausgekoppelt wer den. Die Armaturkörper 24a, 24b sind dabei formkomplementär in den Rohrkanal des Rohrkörpers 23 eingesetzt und winkel- starr mit dem Rohrkörper 23 verbunden. Dadurch ist der Rohr kanal stirnseitig verschlossen, wobei am ersten Armaturkörper 24a ein erster Endlagenanschlag 26a und am zweiten Armatur körper 24b ein zweiter Endlagenanschlag 26b gebildet ist. Die Endlagenanschläge 26a, 26b sind vorliegend eben ausgeführt und sind im Wesentlichen lotrecht zur Längsachse 22 angeord net. Der zweite Endlagenanschlag 26b weist dabei eine kreis förmige Anschlagfläche, der erste Endlagenanschlag 26a eine kreisringförmige Anschlagfläche auf, da der erste Armaturkör per 24a einen Ausströmkanal 27 aufweist, welcher in der An schlagfläche des ersten Endanschlages 26a mündet.

Im Rohrkanal ist ein Trägheitselement 28 angeordnet. Das Trägheitselement 28 weist eine geeignete Masse auf, um Impul se zu übertragen bzw. Schwingungen in geeigneter Form zu be einflussen. Beispielsweise kann es sich bei dem Trägheitsele ment 28 um einen metallischen Körper handeln, welcher form komplementär zum Querschnitt des Rohrkanals des Rohrkörpers 23 ausgeformt ist. Der Rohrkanal bildet somit eine Führung für das Trägheitselement 28, wobei das Trägheitselement 28 relativ zum Transmissionselement 20 frei beweglich ist. Das Transmissionselement 20 ebenso wie das Trägheitselement 28 sind als Translatoren ausgebildet, wobei die Translationsach se sowohl vom Trägheitselement 28 als auch vom Transmissions element 20 einander gleichen. In der Figur 2 nicht darge stellt, kann weiterhin vorgesehen sein, dass dem Trägheits element 28 eine Rückstelleinrichtung zugeordnet ist, so dass über die Rückstelleinrichtung eine bestimmte Vorzugslage des Trägheitselementes 28 relativ zum Transmissionselement 20 eingenommen werden kann. Diese bevorzugte Lage kann in Abhän gigkeit des Schaltzustandes der Vakuumschaltröhre 1 unter schiedlich gewählt sein. Darüber hinaus kann das Trägheits element 28 aus mehreren Massenkörpern zusammengesetzt sein, wodurch die Wirkung des Trägheitselementes 28 verändert wird. Weiterhin ist über die Nutzung eines Ausgleichskanals 27 eine Beeinflussung des Bewegungsprofiles des Trägheitselementes 28 möglich. Je nach Querschnitt und Passung des Trägheitselemen- tes 28 im Rohrkanal des Röhrenkörpers 23 kann ein Abbremsen erzwungen werden, beispielsweise aufgrund einer Verdrängung eines Luftpolsters.

Die Figur 2 zeigt den Zustand des Transmissionselementes 20 nebst Trägheitselement im ausgeschalteten Zustand der Vakuum schaltröhre 1 wie in der Figur 1 gezeigt. Bei einer Ein- schaltbewegung wird über die Antriebsanordnung 16 eine Bewe gung in Richtung der Pfeile, d. h. in Richtung der Längsachse 22 des Transmissionselementes 20 erzeugt. Das Trägheitsele ment 28 wird über den ersten Endlagenanschlag 26a beschleu nigt. Mit einem Abbremsen der Bewegung des Transmissionsele mentes 20 bzw. der kinematischen Kette hält das Trägheitsele ment 28 seine Bewegung aufrecht, welche auf das Trägheitsele ment 28 über das Transmissionselement 20 aufgeprägt wurde.

Das Trägheitselement 28 nähert sich dem zweiten Endlagenan schlag 26b. Unter Berücksichtigung der Dimension des Trans missionselementes 20, insbesondere in Richtung der Längsachse 22, der Masse des Trägheitselementes 28 usw., kann ein An schlägen des Trägheitselementes 28 an dem zweiten Endlagenan schlag 26b in dem Moment erfolgen, in welchem beispielsweise aufgrund des Aufschlagens der beiden Schaltkontaktstücke 9,

10 aufeinander ein so genanntes Kontaktprellen auftritt. Der Impuls des Trägheitselementes 28 auf den zweiten Endlagenan schlag 26b kann einem Kontaktprellen entgegenwirken.

Analog kann auch bei einem Ausschaltvorgang die Trägheit des Trägheitselementes 28 genutzt werden. Bei einem Ausschaltvor gang erfolgt zunächst ein Beschleunigen des Transmissionsele mentes 20 nebst Trägheitselement 28. Mit dem Erreichen einer Ausschaltlage der beiden Schaltkontaktstücke 9, 10 zueinander kann der Impuls des Trägheitselementes 28 genutzt werden, um z. B. ein sicheres Erreichen einer Endlage oder ein Verklin- ken der kinematischen Kette vorzunehmen.