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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL TRACTION DRIVE FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/024296
Kind Code:
A1
Abstract:
In an electrical traction drive for a vehicle, comprising at least two individual wheel drives that are to be controlled independently of each other, the drives are able to be operated redundantly in order for an emergency operating function to be implemented.

Inventors:
HAAG, Alexander (Dorfstraße 5, Ingelfingen, 74653, DE)
KLETT, Sascha (Hofackerweg 13, Oppenweiler, 71570, DE)
ARNOLD, Ralf (Amrichshäuser Straße 33/1, Künzelsau, 74653, DE)
Application Number:
DE2017/200070
Publication Date:
February 08, 2018
Filing Date:
July 21, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ZIEHL-ABEGG AUTOMOTIVE GMBH & CO. KG (Günther-Ziehl-Straße 1, Kupferzell, 74635, DE)
International Classes:
B60L3/00; B60K6/20; B60K6/26; H02J7/14; H02P5/68; H02P5/74
Domestic Patent References:
WO2014048462A12014-04-03
Foreign References:
DE19910091C12000-08-03
DE102005004330A12006-08-10
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ULLRICH & NAUMANN (Schneidmühlstraße 21, Heidelberg, 69115, DE)
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Claims:
A n s p r ü c h e

1. Elektrischer Traktionsantrieb für ein Fahrzeug, mit mindestens zwei unabhängig voneinander anzusteuernden Einzelradantrieben, wobei zur Realisierung einer Notlauffunktion die Antriebe redundant funktionsfähig sind.

2. Antrieb nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Einzelradantriebe zur Realisierung der Notlauffunktion jeweils eine eigene steuerungs- und/oder leistungstechnische Vernetzung im Sinne eines Subsystems haben.

3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vernetzung bzw. das Subsystem zwei separate Datenbus-Schnittstellen an einem zentralen Achsantriebs-Steuergerät zur Ansteuerung der Einzelradantriebe umfasst. 4. Antrieb nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vernetzung bzw. das Subsystem eine Not-Energiequelle umfasst, die die erforderliche Energie für das Leistungsteil eines jeweiligen Umrichters bereitstellt.

5. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Not-Energie- quelle ein Energie-Erzeuger ist.

6. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Not-Energiequelle ein Akkumulator bzw. eine Batterie ist. 7 Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Not-Energiequelle ein Netzgerät oder Spannungswandler ist.

8. Antrieb nach Anspruch 4 und ggf. einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Not-Energiequelle zu einer reduzierten Spannungs- oder Stromansteuerung der Einzelradantriebe dient.

9. Antrieb nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Not-Energiequelle eine symmetrische, asymmetrische Traktion oder der Antrieb eines einzigen Antriebsrades bewirkt wird.

10. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Notlauffunktion, d.h. der Notlaufbetrieb, bei Detektion vorgebbarer Parameter automatisch aktivierbar ist.

1 1. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Notlauffunktion, d.h. der Notlaufbetrieb, per Schalter, Taster, Fußpedal, etc. aktivierbar ist.

12. Antrieb nach Anspruch 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mit oder nach Aktivierung der Notlauffunktion die Fahrtrichtung wählbar ist. 13. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Notlauffunktion aktivierendes Niedervolt-Signal über eine Steuerungsleitung direkt oder über das Achsantriebs-Steuergerät an den Umrichter mindestens eines der Einzelradantriebe geführt wird, wobei derselbe Umrichter aktiv mit Energie versorgt wird.

14. Antrieb nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der eigentliche Fahrbetrieb über einen Stellstrom im Umrichter realisiert wird, wobei der Betrag des Stellstroms in einer dem Umrichter zugeordneten Software hinterlegt ist. 15. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Notlauffunktion ganz überwiegend oder vollständig über Software implementierbar und entsprechend in bestehende Antriebe nachrüstbar ist.

16. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Notlauffunktion, insbesondere die Algorithmen der Notlauffunktion, insgesamt oder zumindest teilweise als Software im Motor-Steuergerät, in einem originären oder in einem redundanten sekundären Hardware-Bereich, hinterlegt ist.

17. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Notlauffunktion, insbesondere die Algorithmen der Notlauffunktion, insgesamt oder zumindest teilweise als Software im Umrichter oder alternativ Motorsteuergerät hinterlegt ist.

18. Antrieb nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass in der Software der Notlauffunktion eine Leistungslimitierung zur Vermeidung einer weiteren Beschädigung des Antriebssystems hinterlegt ist.

Description:
ELEKTRISCHER TRAKTIONSANTRIEB FÜR EIN FAHRZEUG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Traktionsantrieb für ein Fahrzeug, wobei das Fahrzeug einzeln angetriebene Räder der Antriebsachse(n) hat.

Der Begriff „Fahrzeug" ist im weitesten Sinne zu verstehen, wobei es hier ganz überwiegend um Personenfahrzeuge, inklusive Omnibusse sowie um Nutzfahrzeuge, inklusive Sonderfahrzeuge geht. Tritt in hybrid- oder batterieelektrischen Fahrzeugen ein Schaden im Antriebssystem auf, insbesondere an einem Verbrennungsmotor, einem Elektromotor, dem Getriebe, dem Differenzial, einem Umrichter oder an der Hochvoltbatterie, lässt sich das Fahrzeug nicht mehr von der Stelle bewegen und wird als so genannter„Liegenbleiber" bezeichnet. Solche„Liegenbleiber" stellen ein Hindernis und eine Gefahr im Straßenverkehr dar. Das erforderliche Abschleppen bedingt zudem erhebliche Kosten.

Hybridfahrzeuge umfassen üblicherweise zum Verbrennungsmotor einen elektrischen Zentralmotor sowie ein Getriebe und ein Differenzial. Zum diesbezüglichen Stand der Technik sei auf Figur 1 verwiesen. Der Zentralmotor wird über eine Hochvoltbatterie und einen Umrichter mit elektrischer Energie versorgt. Ein Steuergerät dient zur Ansteuerung des Zentralmotors.

Aus der Praxis sind auch bereits elektrische Einzelradantriebe mit Getriebeüber- setzung und getriebelose Einzelradantriebe als Direktantrieb bekannt, nämlich sogenannte Radnabenmotoren. Sie finden sowohl im Bereich der Personenkraftwagen als auch im Bereich der Nutzfahrzeuge und Omnibusse sowie bei Sonderfahrzeugen ihren Einsatz. Ungeachtet der konkreten Ausführung ist bei einem Schaden im Antriebssystem eine Weiterfahrt aus fahrzeugeigenem Antrieb nicht mehr möglich, beispielsweise aufgrund einer Blockade rotierender Teile im Antriebsstrang. Das liegengebliebene Fahrzeug muss daher abgeschleppt oder vor Ort instandgesetzt werden. Insbesondere an Gefahrenstellen wie unübersichtlichen Kurven, an Baustellen, auf mehrspurigen Kraftfahrstraßen/Schnellstraßen/Autobahnen, an Bahnübergängen, etc. bedeutet dies eine Gefahr für Fahrer, Insassen und Dritte.

Aus dem aus der Praxis bekannten Stand der Technik ist die einfache Vernetzung sogenannter Radnabenantriebe bekannt. Sie sind in den Antriebsstrang integriert und es erfolgt eine zentrale Absicherung der Einzelradantriebe sowie eine An- steuerung über eine einzige Schnittstelle am Steuergerät des Antriebs (vgl. Figur 2). Ein zuverlässiger Notlaufbetrieb ist damit nicht möglich, da beispielsweise ein Fehler in der Stromversorgung beide Antriebe deaktivieren kann. Ein Fehler in der Datenbus-Leitung würde ebenfalls zu einem Funktionsverlust beider Antriebe führen. Ein echter Notlaufbetrieb ist gemäß Stand der Technik daher nicht möglich.

Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Traktionsantrieb für ein Fahrzeug mit einzeln angetriebenen Rädern zu schaffen, der mit einfachen Mitteln, ohne besonderen konstruktiven Aufwand, einen Notlaufbetrieb ermöglicht, um ein Liegenbleiben des Fahrzeugs zu vermeiden. Die Not- lauffunktion soll es zumindest ermöglichen, das Fahrzeug eigenständig aus dem Gefahrenbereich zu fahren. Im Idealfall soll es möglich sein, das Fahrzeug eigen- ständig zur nächsten Service-Werkstatt zu fahren.

Voranstehende Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Danach ist bei einem elektrischen Traktionsantrieb für ein Fahrzeug, welches mindestens zwei unabhängig voneinander ansteuerbare Einzelradantriebe auf einer Achse hat, die Notlauffunktion dadurch realisiert, dass die Antriebe redundant funktionsfähig sind. Dies bedeutet, dass zumindest dann, wenn nicht gleichzeitig beide Einzelradantriebe defekt sind, einer der Antriebe im Notlauf arbeiten kann.

Zur Realisierung der Notlauffunktion umfassen die beiden Einzelradantriebe jeweils eine eigene steuerungs- und/oder leistungstechnische Vernetzung im Sinne eines Subsystems. Dazu kann die Vernetzung bzw. das Subsystem zwei separate Datenbus-Schnittstellen an einem zentralen Achsantriebs-Steuergerät umfassen, nämlich zur unmittelbaren oder mittelbaren Ansteuerung der jeweiligen Einzelradantriebe. Insoweit ist die Abhängigkeit von einer einzigen Datenbusleitung eliminiert.

Des Weiteren kann die Vernetzung bzw. das Subsystem eine Not-Energiequelle umfassen, die die erforderliche Energie für das Leistungsteil eines jeweiligen Umrichters bereitstellt.

Bei der Not-Energiequelle kann es sich um einen Energie-Erzeuger handeln bzw. kann der Energie-Erzeuger Bestandteil der Not-Energiequelle sein. Dabei kann es sich um einen Generator, um Solarzellen, etc. handeln.

Bei der Not-Energiequelle kann es sich bevorzugt um einen Akkumulator bzw. eine Batterie handeln, die in kleinerer Bauart und geringerer Leistung bereitgestellt wird. Die Not-Energiequelle dient zur Spannungs- bzw. Stromversorgung der Einzelradantriebe im Notlaufbetrieb, wobei diese in ihrer Leistung reduziert ist, zumal die Not-Energiequelle ausschließlich zur Gewährleistung der Notlauffunktion dient.

Auch ist es denkbar, dass die Not-Energiequelle eine asymmetrische Traktion oder den Antrieb eines einzigen Antriebsrads bewirkt, um das Fahrzeug eigenständig aus dem Gefahrenbereich zu bewegen oder es mit reduzierter Geschwindigkeit zur nächsten Service-Werkstatt zu fahren.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Notlauffunktion, d.h. der Notlaufbetrieb, bei Detektion vorgebbarer Parameter automatisch aktivierbar ist. Die Detektion kann beispielsweise aus einem Steuergerät oder einem Batteriemanagementsystem heraus erfolgen.

Ebenso und im Rahmen einer besonders einfachen Ausgestaltung ist es denkbar, dass die Notlauffunktion, d.h. der Notlaufbetrieb manuell, per Schalter, Taster, etc. vom Fahrer des Fahrzeugs aktivierbar ist, nämlich dann, wenn der Schaden/Defekt eingetreten ist. Mit Aktivierung der Notlauffunktion wird dann beispielsweise die Not-Energiequelle und/oder werden die besonderen Steuermechanismen des die Notlauffunktion bewirkenden Subsystems aktiviert. Mit oder nach Aktivierung der Notlauffunktion ist die Fahrtrichtung wählbar, so dass das Fahrzeug hinreichend gut manövrierbar ist. Dabei kann das Gaspedal zur üblichen Betätigung dienen oder auf eine geeignete Schalt- oder Regelvorrichtung (Hebel, etc.) wirken. Ein die Notlauffunktion aktivierendes Niedervolt-Signal kann über eine Steuerungsleitung direkt oder über das Achsantriebs-Steuergerät an den Umrichter und mindestens einen der Einzelantriebe geführt werden. Dabei ist wesentlich, dass derselbe Umrichter aktiv mit Energie versorgt wird, ggf. von der Not-Energiequelle her.

Der eigentliche Fahrbetrieb wird über einen Stellstrom im Umrichter realisiert, wobei der Betrag des Stellstroms in einer dem Umrichter zugeordneten Software hinterlegt sein kann. Auf diese Software greift auch das Subsystem der Notlauffunktion zu, um eine hinreichende Energieversorgung im Notlaufbetrieb zu gewährleisten.

Die Notlauffunktion ist ganz überwiegend oder vollständig über Software implementiert. Entsprechend kann diese in bestehende Antriebe nachgerüstet werden. Insbesondere die Algorithmik der Notlauffunktion ist insgesamt oder zumindest teilweise als Software im Umrichter-Steuergerät, in einem originären oder einem redundanten sekundären Hardware-Bereich, hinterlegt.

Ebenso ist es denkbar, dass die Notlauffunktion, insbesondere die Algorithmen der Notlauffunktion, insgesamt oder zumindest teilweise als Software im Batterie- Management-System hinterlegt ist.

Wie bereits zuvor ausgeführt, kann über die Software der Notlauffunktion eine weiterreichende Beschädigung des Antriebssystems vermieden werden, nämlich dadurch, dass sie eine Leistungslimitierung im Notlaufbetrieb herbeiführt, ggf. unter Berücksichtigung des jeweils detektierten bzw. ermittelten Defekts.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 in schematischer Darstellung einen elektrischen Zentralmotor umfassenden Antrieb bei einfacher Vernetzung (Stand der Technik),

Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Radnabenantriebe umfassenden

Antrieb mit einfacher Vernetzung (Stand der Technik),

Fig. 3 in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei Radnabenantrieben auf einer Achse und einfacher Vernetzung, unter Realisierung eines Notlaufbetriebs,

Fig. 4 in schematischer Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei Radnabenantrieben auf einer Achse und einfacher Vernetzung, unter Realisierung eines Notlaufbetriebs und

Fig. 5 in schematischer Darstellung ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei Radnabenantrieben auf einer Achse und zusätzlicher Vernetzung, unter Realisierung eines Notlaufbetriebs.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Ansicht einen den Stand der Technik betreffenden Antrieb beispielsweise eines Hybrid-Fahrzeugs, bezogen auf den elektrischen Teil des Antriebs. Es ist als Elektromotor ein Zentralmotor 1 vorgesehen, der über ein Differenzial 2 auf eine Achse 3 wirkt.

Der Zentralmotor 1 wird über eine Energiequelle 4 (üblicherweise HV-Batterie) mit Energie versorgt, die über einen Umrichter 5, angesteuert über ein Antriebs- Steuergerät 6, den Zentralmotor 1 mit elektrischer Energie versorgt. Fig. 2 zeigt eine aus der Praxis ebenfalls bereits bekannte Variante, nämlich die Vorkehrung zweier Radnabenantriebe 7 bei einfacher Vernetzung. Auch hier werden die beiden Antriebe über eine Energiequelle 4 mit Hochvolt- Gleichspannung versorgt. Das Antriebs-Steuergerät 6 steuert die beiden Antriebe 7 jeweils über einen dem jeweiligen Antrieb 7 zugeordneten Umrichter 5, wobei der den Umrichter 5 enthaltene Funktionsblock weitere funktionale Elemente umfassen kann. Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antriebs mit Realisierung eines Notlaufbetriebs, wobei dort eine Vernetzung vorgesehen ist. Beide Radnabenantriebe 7 haben als jeweiliges Subsystem eine eigene Vernetzung. Dies bedeutet im Detail eine getrennte Absicherung der Energiequelle 4 bzw. der Hochvolt-Gleichspannungsversorgung. Des Weiteren sind für die Ansteuerung zwei getrennte Datenbus-Schnittstellen 8 am zentralen Antriebs-Steuergerät 6 (CU) vorgesehen.

Optional kann eine zur Energiequelle 4 (Hochvoltbatterie) alternative Energiequelle zur Versorgung der Antriebe eingesetzt werden.

Im Rahmen der Fig. 3 entnehmbaren Ausgestaltung muss sichergestellt sein, dass eine Steuerungsleitung 10 im Niedervoltbereich von einem dort nicht gezeigten Notlaufschalter an den Umrichter 5 von mindestens einem Radnabenantrieb 7 und eine Energieversorgung 4 an demselben Umrichter 5 aktiv vorliegt. Die Steuerungsleitung 10 kann über das Antriebs-Steuergerät 6 direkt an den Umrichter 5 angebunden sein. Alternativ ist eine Anbindung über CAN-Bus des Notlaufschalters an den Umrichter möglich.

Fig.4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Antriebs, wobei dort neben der eigentlichen Energiequelle 4 eine Not-Energiequelle 9 vorgesehen ist. Bei der Not-Energiequelle kann es sich wie bei der eigentlichen Energiequelle 4 um eine Hochvoltbatterie handeln, wobei sowohl der eigentlichen Energiequelle 4 als auch der Not-Energiequelle 9 ein Batteriemanagementsystem (BMS) zugeordnet sein kann. Das BMS kann Teilbereich oder Untereinheit der gesamten Anordnung der Energieversorgung sein. Mittels eines vorzugsweise integrierten Software-Analysesystems kann die Anordnung der Energiequelle 4 und der Not-Energiequelle 9 auf vollständige oder bedingte Funktionsfähigkeit geprüft werden.

Gemäß der Anordnung in Fig. 4 ist sichergestellt, dass eine Steuerungsleitung 10 im Niedervoltbereich von einem Notlaufschalter 1 1 an den Umrichter 5 zu mindestens einem der Antriebe 7 führt. Im Konkreten führt die Steuerungsleitung 10 von dem Notlaufschalter 1 1 über das Achsantriebs-Steuergerät 6 zu dem Umrichter 5. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass an dem gleichen Umrichter 5 aktiv die Energieversorgung vorliegt, entweder über die eigentliche Energiequelle 4 oder über die Not-Energiequelle 9. Wesentlich ist, dass die Steuerungsleitung 10 über das Antriebs-Steuergerät 6 oder direkt an den Umrichter 5 angebunden sein kann. Die Betätigung kann dann im Notlaufbetrieb über das Gaspedal 12 und den Richtungsschalter 1 1 erfolgen.

Fällt die Versorgungsspannung der Energiequelle 4 aus, wird über zusätzliche Anschlusspunkte eine Notspannung von der Not-Energiequelle 9 her angeschlossen bzw. aktiviert, die die erforderliche Energie für das Leistungsteil 13 des Umrichters 5 bereitstellt.

Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Antriebs. Es umfasst die Funktionseinheit des Umrichters 5. Neben dem Signalteil 14 ist ein zusätzlicher Bereich 15 vorgesehen, so dass der Notlaufbetrieb über eine getrennte Schnittstelle betrieben werden kann. Die Vorgabe des Stellstroms erfolgt wiederum über die Steuerungsleitung 10, wobei das Signal über einen Wahlschalter 1 1 oder einen Analogwertgeber ausgelöst wird. Das Gaspedal 12 kann im Notlaufbetrieb herkömmlich betätigt werden. Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lehre wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Ansprüche verwiesen. Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lehre lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.

Bezugszeichenliste

1 Zentralmotor, Elektromotor

2 Differenzial

3 Achse

4 Energiequelle

5 Umrichter, Umrichtereinheit

6 Antriebs-Steuergerät

7 Radnabenantrieb, Einzelantrieb

8 Datenbus-Schnittstelle

9 Not-Energiequelle

10 Steuerungsleitung

11 Notlaufschalter, Wahlschalter, Richtungsschalter

12 Gaspedal

13 Leistungsteil des Umrichters

14 Signalteil des Umrichters

15 zusätzlicher Signalteil für Notlaufsteuerung