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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICALLY ACTUATED CARBURETOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/136199
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrically actuated carburetor (1) for gasoline engines, having an air funnel (4) for taking in fuel from a fuel line (2) opening into the air funnel (4), said fuel line being connected to a fuel chamber and comprising a fuel nozzle (3) between the fuel chamber and the opening (5) in the air funnel (4) for adjusting a quantity of fuel that can be drawn in from the fuel chamber due to low pressure in the air funnel (4), flexibly adaptable as a carburetor particularly for motorized tools. In order for the carburetor to overcome the disadvantages of the aforementioned prior art and to have a simple, robust construction allowing constant long-term behavior, at least two Tesla diodes (6, 7) are connected in series with the fuel nozzle (3), between which a pump chamber (8) having a pump unit (9) is located.

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Inventors:
KELLERMANN, Christian (Haupstraβe 34, Hamburg, 22145, DE)
Application Number:
EP2010/003218
Publication Date:
December 02, 2010
Filing Date:
May 27, 2010
Export Citation:
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Assignee:
MAKITA CORPORATION (3-11-8 Sumiyoshi-cho, Anjo-shi, Aichi, 446-8502, JP)
KELLERMANN, Christian (Haupstraβe 34, Hamburg, 22145, DE)
International Classes:
F02D3/04; F02M1/14; F02M7/093; F02M69/18; F02M69/36
Domestic Patent References:
WO2003081045A12003-10-02
Foreign References:
EP1353058A22003-10-15
GB1135431A1968-12-04
US3439895A1969-04-22
DE10216084A12003-10-30
DE10242816A12004-03-25
Attorney, Agent or Firm:
RICHTER, WERDERMANN, GERBAULET & HOFMANN (Neuer Wall 10, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE:

1. Elektrisch angesteuerter Vergaser (1) für Otto-Motoren mit einem Lufttrichter (4) zum Ansaugen von Kraftstoff aus einer in den Lufttrichter (4) mündenden Brennstoffleitung (2), die an einer Brennstoffkammer angeschlossen ist und zwischen Brennstoffkammer und Mündung (5) im Lufttrichter (4) eine Brennstoffdüse (3) zur Einstellung einer aufgrund von Unterdruck im Lufttrichter (4) aus der Brennstoffkammer ansaugbaren Kraftstoffmenge aufweist, dadurch gekenn- zeichnet, dass in Reihenschaltung mit der Brennstoffdüse (3) zumindest zwei Tes- la-Dioden (6, 7) vorgesehen sind, zwischen denen sich eine Pumpkammer (8) mit einer Pumpeinheit (9) befindet.

2. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tesla- Dioden (6, 7) im Verlauf von der Brennstoffdüse (3) zum Lufttrichter (4) in Sperrrichtung eingebracht sind, so dass eine die Tesla-Dioden (6, 7), die Pumpkammer (8) und die Pumpeinheit (9) umfassende Reguliereinheit (30) die Funktion einer Drosseleinheit besitzt.

3. Vergaser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Pumpeinheit (9) ein Membranelement ist.

4. Vergaser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeinheit (9) einen Pumpkolben besitzt.

5. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeinheit (9) spannungsmoduliert angesteuert ist.

6. Vergaser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeinheit (9) pulsweitenmoduliert angesteuert ist.

7. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeinheit (9) auf der Grundlage von Messwerten, wie insbesondere einem Abgas-Lambda-Wert, geregelt ist.

8. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tesla-Dioden (6, 7) mit Ottokraftstoff als Kraftstoff eine Diodizität zwischen 1,1 und 3, insbesondere zwischen 1,3 und 2 besitzen.

9. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reynoldszahl in den Tesla-Dioden (6, 7) deut- lieh unter der kritischen Reynolds-Zahl von 2300 liegt.

10. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tesla-Dioden (6, 7) und die Pumpkammer (8) in zumindest eine von zwei Platten (22, 24) eingebracht sind und die andere Platte (24, 22) als Deckel dient.

11. Vergaser nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tesla-Dioden (6, 7) und die Pumpkammer (8) durch Oberflächenbearbeitung, wie etwas Funkenerosion, Lasern, Fräsen, Ätzen, Prägen, insbesondere mit Mikropräge- matrize, eingebracht sind.

12. Vergaser nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vergaser zumindest eine erste Reguliereinheit (30) als Drosseleinheit und zumindest eine weitere Reguliereinheit (30) als Anfett- einheit aufweist.

Description:
Elektrisch angesteuerter Vergaser

Beschreibung Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrisch angesteuerten Vergaser für Otto-Motoren mit einem Lufttrichter zum Ansaugen von Kraftstoff aus einer in den Lufttrichter mündenden Brennstoffleitung, die an einer Brennstoffkammer angeschlossen ist und zwischen Brennstoffkammer und Mündung im Lufttrichter eine Brennstoffdüse zur Einstellung einer aufgrund von Unterdruck im Lufttrichter aus der Brennstoffkammer ansaugbaren Kraftstoffmenge aufweist. Stand der Technik

Ein derartiger Vergaser ist beispielsweise aus der DE 102 16 084 Al bekannt.

Herkömmliche Vergaser erzeugen ein Kraftstoff-Luft-Gemisch durch An- saugen von Brennstoff und Mischen mit Luft. Die Menge an Kraftstoff, die dem Lufttrichter zugeführt wird, wird an der Brennstoffdüse in der Brennstoffleitung eingestellt. Durch wachsende Anforderungen insbesondere bei speziellen Kleinmotoren, wie Verbrennungsmotoren für Kettensägen, die ständig geänderten Winkeln zur Horizontalen unterliegen, sowie dem Wunsch nach flexibler Leistungsanpas- sung ergibt sich das Erfordernis, die Erzeugung von Kraftstoff-Luft-Gemischen bei Otto-Motoren schnell und flexibel zu beeinflussen. Auch bei Motoren für Zweiräder besteht beispielsweise das Ziel einer geringeren Schadstofferzeugung durch flexible Anpassung des Vergasers.

Diese Aufgabe versucht die DE 102 16 084 Al dadurch zu lösen, dass die Brennstoffdüse mit einem veränderbaren Strömungsquerschnitt versehen wird. Zur Änderung des Strömungsquerschnitts wird ein piezoelektrischer Aktuator vorgeschlagen. Wegen eines geringen Stellwegs derartiger piezoelektrischer Aktuatoren ist jedoch ein Übersetzungselement nötig, das den Aufbau eines derartigen Vergasers aufwendig macht. Außerdem führt der Einsatz eines Übersetzungselements zu einer höheren Ungenauigkeit und höherer Anfälligkeit. Die DE 102 42 816 Al beschreibt ein elektromagnetisches Ventil, bei dem Strömungskanäle bei Stromfluss in einer Spule fluidisch durch eine Ankerplatte voneinander getrennt sind. Mit der Ankerplatte als einziges bewegliches Teil sind nur geringe Kräfte zum Öffnen und Schließen des Ventils nötig. Darstellung der Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile

Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, einen flexibel anpassbaren Vergaser für Otto-Motoren, insbesondere für Motorarbeitsgeräte, zu schaffen, der die oben genannte Nachteile des Standes der Technik überwindet und einen einfachen, robusten Aufbau hat, der konstantes Langzeitverhalten ermöglicht. Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Vergaser gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass in Reihenschaltung mit der Brennstoffdüse zumindest zwei Tesla-Dioden eingebracht sind, zwischen denen sich eine Kammer (im Folgenden „Pumpkammer" genannt) mit einer Pumpeinheit befindet.

Die Erfindung macht sich die Eigenschaft von Tesla-Dioden zunutze, in einer im folgenden „Sperrrichtung" genannten Richtung einen höheren Durchflusswiderstand zu besitzen als einer der Sperrrichtung entgegengesetzten Rich- tung, die im folgenden „Durchlassrichtung" genannt wird. Das Verhältnis des Druckverlusts in beiden Richtungen wird mit der sogenannten „Diodizität" ausgedrückt, die eine dimensionslose Zahl ist. Wegen dieser asymmetrischen Eigenschaft wird analog zu den Dioden in der Elektrotechnik ein derartiges Bauteil auch als fluidische Diode bezeichnet. Die Asymmetrie des Strömungswiderstands einer Tesla-Diode resultiert aus einer schleifenartigen Anordnung von Strömungskanälen, wobei in Durchlassrichtung eine durch die Tesla-Diode fließende Flüssigkeit überwiegend durch gerade Kanäle fließt, in Sperrrichtung hingegen zumindest ein gebogener Kanal durchflössen werden muss, wodurch der Strömungswiderstand vergrößert ist. Außerdem entsteht in mindestens einem Bereich, in dem ein gebogener und ein gerader Kanal zusammentreffen, ein Rückstau, der wiederum den Strömungswiderstand in der Sperrrichtung vergrößert. Die genaue Funktionsweise einer Tesla-Diode ist bekannt und soll daher an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden.

Wird durch die Pumpeinheit in der zwischen den zwei Tesla-Dioden an- geordneten Pumpkammer das Volumen erniedrigt, steigt der Druck darin an. Von der Pumpkammer aus gesehen ist eine erste Tesla-Diode in Sperrrichtung geschaltet, eine zweite Tesla-Diode in Durchlassrichtung. Wegen des geringeren Strömungswiderstands in der zweiten Tesla-Diode fließt Fluid aus der Kammer entweder vollständig oder zumindest zum größeren Teil durch die zweite Tesla-Diode. Bewegt sich die Pumpeinheit in einem Pumpvorgang in die entgegengesetzte Richtung, so dass in der Kammer ein Unterdruck entsteht, wird aus der Brennstoffleitung Fluid angesaugt. Da bezüglich eines Hineinfließens in die Pumpkammer nun die erste Tesla-Diode in Durchlassrichtung vorliegt, fließt Brennstoff entweder vollständig oder zumindest zum größeren Teil durch die erste Tesla- Diode.

So wird durch die Anordnung einer Pumpkammer mit einer Pumpeinheit, die zwischen zwei in gleicher Strömungsrichtung angeordneten Tesla-Dioden angeordnet sind, eine einfach aufgebaute Pumpvorrichtung erzielt. Diese wirkt als Reguliereinheit, die die Strömung des Kraftstoffs in der Brennstoffleitung von der Brennstoffdüse zur Mündung im Lufttrichter effizient und flexibel anpasst. Somit wird mit der Erfindung ein flexibel anpassbarer Vergaser erzielt, der auf äußere Einflüsse, wie ein Verkippen oder Schwenken eines Motorarbeitsgeräts, oder innere Einflüsse, wie den Lambda-Wert im Abgas, schnell und bei einem gleichzeitig einfachen Aufbau reagieren kann. Da in den Tesla-Dioden weder mechanisch bewegliche noch elektrische

Bauteile vorliegen, besitzen diese eine extrem niedrige Anfälligkeit. Sie besitzen keine Verschleißteile und behalten daher ein konstantes Langzeitverhalten ohne Verschleiß. Da keine beweglichen Teile in den Tesla-Dioden vorliegen, haben sie darüber hinaus keine Dichtigkeitsprobleme. Wird des Weiteren eine einfach aufge- baute Pumpeinheit verwendet, besitzt die gesamte Reguliereinheit und damit der erfindungsgemäße Vergaser eine hohe Robustheit und geringe Anfälligkeit bei gleichzeitig konstantem Langzeitverhalten. Wegen des Fehlens einer Öffnungsschwelle kann eine Tesla-Diode darüber hinaus problemlos im kHz-Bereich betrieben werden. Von besonderem Vorteil ist, wenn die Tesla-Dioden in der Strömungsrichtung von der Brennstoffdüse zum Lufttrichter hin gesehen in Sperrrichtung eingebracht sind. In diesem Fall pumpt die Reguliereinheit in entgegengesetzter Richtung zum Brennstofffluss von der Brennstoffdüse zur Mündung im Lufttrichter und besitzt so die Funktion einer Drosseleinheit. Fällt die Reguliereinheit aus, wird mehr Kraftstoff in der Brennstoff leitung zum Lufttrichter hin gefördert als während des Betriebs der Reguliereinheit, d.h. das Kraftstoff-Luft-Gemisch, das im Vergaser erzeugt wird, wird dann fetter. Daher ist es vorteilhaft, die Brennstoffdüse so einzustellen, dass ohne die Reguliereinheit im Lufttrichter eine zu fette Kraftstoff- Luft-Mischung erzeugt werden würde. Im normalen Betrieb des erfindungsgemäßen Vergasers magert die Reguliereinheit die Mischung auf das gewünschte Mischverhältnis ab. Bei einem Ausfall der Reguliereinheit ist das Kraftstoff-Luft-Gemisch dann zu fett statt zu mager, was den Motor nicht schädigt.

Es kann aber auch vorteilhaft sein, ein mageres Kraftstoff-Luft-Gemisch durch die Reguliereinheit anzufetten. In diesem Fall werden die beiden Tesla- Dioden in Durchlassrichtung angeordnet und unterstützen so im Betrieb die Strömung von der Brennstoffdüse zur Mündung.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Pumpeinheit ein Membranelement. Dieses besitzt eine Membran, die einen Teilbereich einer Innenwand der Pumpkammer bildet. Durch periodische Bewegung der Membran wird periodisch eine Volumenänderung in der Pumpkammer und damit periodisch eine Druckänderung in der Pumpkammer erzeugt. Die Membran wird beispielsweise elektrome- chanisch oder über ein Piezoelement bewegt. Derartige Membranelemente sind robuste Elemente, die eine geringe Anfälligkeit und hohe Lebensdauer besitzen. Wegen des sehr geringen Gewichts der Membran kann diese mit sehr hohen Frequen- zen bewegt werden. Alternativ kann es von Vorteil sein, eine Pumpeinheit einzusetzen, die einen Pumpkolben besitzt. In diesem Fall übernimmt der Kolben die Aufgabe, das Volumen in der Pumpkammer periodisch zu verringern bzw. zu erhöhen.

Vorteilhafterweise ist die Pumpeinheit spannungsmoduliert angesteuert. Dies hat den Vorteil, dass mit digitalen Signalen gearbeitet werden kann. Die Modulation ermöglicht eine stufenlose Verstellung der Pumpeinheit und somit eine stufenlose Regulierung des Kraftstoffflusses in der Brennstoffleitung.

Von besonderem Vorteil ist, wenn die Pumpeinheit pulsweitenmoduliert angesteuert ist. Diese Modulation ist besonders leicht zu handhaben, um mit einer einfachen Steuerung eine stufenlose Verstellung der Pumpeinheit zu bewirken.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, dass die Pumpeinheit von einer Regelung geregelt wird, die Messwerte von einer Abgas-Lambdasonde auswertet. Das erzeugte Abgasgemisch wird von einem Sensor analysiert und führt über die Regelung zu einer Einstellungskorrektur für die dem Lufttrichter zuzuführende Kraft- stoffmenge.

Vorteilhafterweise kann aber auch stattdessen oder zusätzlich eine Reihe anderer Messwerte an die Regelung geliefert werden, die die Pumpeinheit ansteuert und somit die dem Lufttrichter zuzuführende Kraftstoffmenge einstellt.

Bevorzugt besitzen die Tesla-Dioden mit Ottokraftstoff als Brennstoff ei- ne Diodizität zwischen 1,1 und 3, insbesondere zwischen 1 ,3 und 2.

Die Diodizität der Tesla-Dioden lässt sich je nach Wunsch oder Bedarf durch die geometrische Ausbildung der Tesla-Dioden bei deren Herstellung beeinflussen. So sind Krümmungsradien, Winkel und Querschnittsflächen der Bahnen einer Tesla-Diode geeignet, die Diodizität zu beeinflussen. Auch ist die geometri- sehe Ausbildung der Tesla-Dioden vorteilhaft geeignet, die Förderkennlinie der Reguliervorrichtung gezielt einzustellen. Je nachdem, wie Fördermenge, Förderdruck, Abhängigkeit von der Frequenz der Pumpeinheit und ähnliche Parameter der Reguliervorrichtung gewünscht oder erforderlich sind, sind die Tesla-Dioden entsprechend ausgebildet bzw. werden entsprechende Tesla-Dioden für die Regulier- einheit eingesetzt. Es ist von Vorteil, wenn die Tesla-Dioden so ausgebildet sind, dass die Reynoldszahl in den Tesla-Dioden deutlich unter der kritischen Reynoldszahl von 2300 liegt. Mit „deutlich" ist hier eine Reynoldszahl von unter 2000, insbesondere unter 1200, bevorzugt unter 500 zu verstehen. Dies hat den Vorteil, dass der Kraft - stoff mit einer laminaren Strömung durch die Tesla-Dioden strömt. Dies hat ein gutmütiges Verhalten der Tesla-Dioden zur Folge, wobei unter „gutmütig" ein kontinuierliches Eigenschaftsprofil zu verstehen ist, das keine sprunghaften Änderungen des Strömungswiderstands der Tesla-Dioden in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit aufweist. Dies unterstützt eine stufenlose Regulierung des Kraft- Stoffstroms.

Die vorteilhaften Reynoldszahlen lassen sich bevorzugt durch eine geringe Größe der Tesla-Dioden erzielen, mit einem vorteilhaften Querschnitt der Kanäle in der Tesla-Diode zwischen 0,05 mm 2 und 1 mm 2 , insbesondere zwischen 0,1 mm 2 und 0,5mm 2 . Vorteilhafterweise sind die Kammer und/oder die Tesla-Dioden als Vertiefung einer Platte ausgebildet. Diese Platte kann beispielsweise eine Metallplatte sein. Dies hat den Vorteil, dass die Kammer und/oder die Tesla-Dioden mit herkömmlichen Oberflächenbearbeitungsverfahren herstellbar sind. Dies können vorteilhafterweise Verfahren wie Funkenerosion, Lasern, Ätzen, aber auch Fräsen sein. Ob eine eher filigranere Bearbeitungsmethode, wie Ätzen, oder eher eine grobe Bearbeitungsmethode, wie Fräsen, in Frage kommt, richtet sich hauptsächlich nach der Größe des Vergasers.

Besonders vorteilhaft ist die Herstellung der Tesla-Dioden durch Prägen mittels Mikroprägematrizen. Dieses Verfahren ermöglicht eine präzise und dabei kostengünstige Herstellung.

Ein deckelartiger Abschluss der Kammer und/oder der Tesla-Dioden ist vorteilhafterweise durch eine weitere Platte ausgebildet, die Hohlräume der Kammer und/oder der Tesla-Dioden von oben verschließt.

Dieser Aufbau aus zwei Platten hat den Vorteil, dass bereits durch zwei einfach herzustellende Platten ein wesentlicher Teil der Reguliereinheit vorliegt. Zwei Platten lassen sich sehr einfach in ein herkömmliches Vergasergehäuse integrieren. Somit hat die vorliegende Erfindung auch den Vorteil, dass bestehende Fertigungsprozesse für herkömmliche Vergaser nur geringfügig geändert werden müssen oder sogar bestehende Vergaser nachgerüstet werden können. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Vergasers werden im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen in rein schematischer Darstellung: Fig. 1 ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen Vergasers,

Fig. 2 ein Makrofoto einer Tesla-Diode,

Fig. 3 eine perspektivische Explosionsansicht einer Reguliereinheit des erfindungsgemäßen Vergasers,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Reguliereinheit aus Fig. 3 im zu- samm engebauten Zustand, und

Fig. 5 eine perspektivische schematische Ansicht eines ursprünglich herkömmlichen Vergasers mit eingebauter Reguliereinheit gemäß Figuren 3 und 4. Bester Weg zur Ausführung der Erfindung

Fig. 1 zeigt schematisch das Schaltbild eines erfindungsgemäßen Verga- sers 1. Der Vergaser besitzt eine Brennstoffleitung 2, die von einer Brennstoffkammer (nicht dargestellt) über eine Brennstoffdüse 3 zu einem Lufttrichter 4 verläuft, wo sie an einer Mündung 5 austritt. In die Brennstoffleitung 2 sind eine erste Tesla-Diode 6 und eine zweite Tesla-Diode 7 eingebracht. Beide Tesla-Dioden 6, 7 sind in diesem Ausführungsbeispiel in Sperrrichtung angeordnet, was in Fig. 1 durch die entsprechende Ausrichtung des Schaltsymbols dargestellt ist. Zwischen den Tesla-Dioden 6, 7 ist eine im Folgenden „Pumpkammer" genannte Kammer 8 angeordnet, die über die Brennstoffleitung 2 mit den Tesla-Dioden 6, 7 in fluidischer Verbindung steht. Mit der Pumpkammer 8 in Wirkverbindung steht ein Membranelement 9 als Pumpeinheit, das eine Membran 10 aufweist, die über ein Stellelement 11 bewegbar ist. Das in Fig. 1 schematisch als Federelement darge- stellte Stellelement 11 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Piezoelement. Alternativ kann die Membran 10 elektromagnetisch angesteuert sein. Die Tesla-Dioden 6, 7, die Pumpkammer 8 und die Pumpeinheit 9 bilden zusammen eine Reguliereinheit 30. Wird der Lufttrichter 4 von Luft durchströmt, was in Fig. 1 mit einem

Pfeil 15 dargestellt ist, bildet sich an einer Verengung 16 des Lufttrichters 4 als Venturi-Düse ein Unterdruck ΔP, wodurch in der Brennstoffleitung 2 befindlicher Kraftstoff über die Mündung 5 in den Lufttrichter 4 gesaugt wird, wie schematisch durch Pfeil 17 dargestellt. Über ein Stellglied 18 an der Brennstoffdüse 3 lässt sich der Kraftstofffluss (in Fig. 1 durch Pfeil 31 dargestellt) von der Regelkammer zur Mündung 5 einstellen. Dabei ist die Brennstoffdüse 3 so eingestellt, dass das im Lufttrichter 4 entstehende Kraftstoff-Luft-Gemisch, das dem Motor (nicht dargestellt) zugeführt wird, für einen normalen Betrieb des Motors zu fett ist.

Durch eine periodische Ansteuerung des Membranelements 9 wird in der Pumpkammer durch eine Auf- und Abbewegung (dargestellt durch einen Doppelpfeil 12) periodisch ein Über- und Unterdruck erzeugt. Die gestrichelte Linie stellt die Membran 10 bei Vorliegen eines Unterdrucks dar, die durchgezogene Linie bei Vorliegen eines Überdrucks. Die periodische Volumenänderung führt in Verbindung mit der Diodizität der Tesla-Dioden 6, 7 zu einer Pumpwirkung der Regulier- einheit 30. Diese Pumpwirkung ist der Strömung 31 in der Brennstoffleitung 2 entgegengesetzt, wodurch die Reguliereinheit 30 in diesem Ausführungsbeispiel als Drosseleinheit wirkt. In diesem Ausführungsbeispiel beträgt die Diodizität beider Tesla-Dioden 1,5.

Das Membranelement 9 ist pulsweitenmoduliert betrieben, so dass unter Verwendung einer digitalen Ansteuerung eine Änderung der Pumpwirkung des Membranelements 9 einfach und effektiv möglich ist. Im einfachsten Fall lässt sich durch Änderung einer angelegten Spannungsfrequenz die Schwingungsfrequenz der Membran 10 ändern.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung der ersten Tesla-Diode 6. Links ist eine erste Ausnehmung 19 zu sehen, die mit der Brennstoffleitung, die von der Brennstoffdü- se kommt, verbunden ist (nicht dargestellt). Rechts ist die Pumpkammer 8 zu erkennen, die in Sperrrichtung hinter der Tesla-Diode 6 liegt. Die Brennstoffleitung 2 zwischen der ersten Ausnehmung 19 und der Tesla-Diode 6 sowie zwischen der Tesla-Diode 6 und der Pumpkammer 8 geht in diesem Ausführungsbeispiel unmit- telbar in die Bahnen 20, 21 der Tesla-Diode über. Die gekrümmte Bahn 20 und die gerade Bahn 21 sind so ausgebildet und münden so ineinander, dass sich bei Durchfluss der Tesla-Diode 6 in Sperrrichtung (in der Zeichnung von links nach rechts) aufgrund der geometrischen Verhältnisse und der sich daraus ergebenden Strömungsverhältnisse ein hoher Strömungswiderstand ergibt. In diesem Beispiel sind erste Ausnehmung 19, Pumpkammer 8, Brennstoffleitung 2 und gekrümmte Bahn 20, sowie gerade Bahn 21 der Drosseleinheit 30 in eine Metallplatte durch Prägen mittels einer Mikroprägematrize eingebracht. Die Breite der Bahnen 20, 21 beträgt dabei ca. 600 μm.

In einem zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 3 - 5) sind die erste Ausneh- mung 19, Pumpkammer 8, Brennstoffleitung 2 und gekrümmte, sowie erste und zweite Tesla-Diode 6, 7 der Reguliereinheit 30 in eine erste Metallplatte 22 durch Funkenerosion eingebracht. Der Durchmesser der Pumpkammer 8 beträgt in diesem Fall etwa 3 mm, die Dimensionen der anderen Elemente der Reguliereinheit 30 verhalten sich bezüglich der Pumpkammer 8 annähernd wie in der Fig. 3 dargestellt. In der ersten Metallplatte 22 sind die erste und zweite Tesla-Diode 6, 7 im Wesentlichen parallel zu einander ausgebildet. Sie sind über die Pumpkammer 8 miteinander verbunden. Dadurch ergibt sich ein U-förmiger Verlauf, der eine platzsparende Ausbildung der Reguliereinheit 30 zur Folge hat. An einem freien Ende der ersten Tesla-Diode 6 ist eine erste Ausnehmung 19 in die Metallplatte eingebracht, an einem freien Ende der zweiten Tesla-Diode 7 ist eine zweite Ausnehmung 23 eingebracht, die die erste Metallplatte 22 durchdringt. Mit der ersten Metallplatte 22 verschraubbar ist eine zweite Metallplatte 24, die einen Deckel der Bahnen 20, 21 der Tesla-Dioden 6, 7 und der Brennstoffleitung 2 bildet. In die zweite Metallplatte 24 ist ein Loch 25 eingebracht, das eine Verbindung zur ersten Ausnehmung 19 der ersten Metallplatte 22 bildet. Somit ist die Reguliereinheit 30 von außen an eine Brennstoffleitung 2 anschließbar. Die zweite Metallplatte 24 weist des Weiteren eine Öffnung 26 auf, die die Pumpkammer 8 nach oben verlängert. In die Öffnung 26 ist das Membranelement 9 eingesetzt, wobei das Membranelement 9 in diesem Ausführungsbeispiel eine elektrische Steckverbindung 27 aufweist, über die das Membranelement 9 leicht und reversibel mit einem entsprechenden Gegenstecker beispielsweise an eine Hochfrequenzquelle anschließbar ist.

Die zweite Ausnehmung 23 ist über die Brennstoffleitung 2 mit der Mündung 5 im Lufttrichter 4 verbunden (siehe entsprechend Fig. 1).

Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines dritten Ausführungs- beispiels, bei dem die Reguliereinheit 30 des zweiten Ausführungsbeispiels (Fig. 3 und 4) in ein herkömmliches Gehäuse 28 eines Vergasers 1 integriert ist. Außer einer geringfügigen Erhöhung der Dicke des Vergasers 1 durch die erste Metallplatte 22 und die zweite Metallplatte 24 ist von außen lediglich das Pumpelement 9, das in diesem Ausführungsbeispiel ein Kolbenelement ist, zu erkennen. Ansons- ten sind die gleichen Zuleitungen und Anschlüsse wie bei einem herkömmlichen Vergaser erkennbar, die hier nicht näher zu beschrieben werden brauchen.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltun- gen von Bedeutung sein. Insbesondere ist die Ausbildung und Anordnung der Tes- la-Dioden über weite Bereiche variierbar. So kann eine Mehrzahl von Tesla-Dioden in Reihe oder parallel angeordnet werden, um gewisse Effekte bezüglich gewünschter Förderkennlinien der Reguliereinheit zu bewirken. Dazu können auch mehrere gekrümmte Bahnen in einer Tesla-Diode hintereinander angeordnet sein. Auch kann es im Rahmen der Erfindung vorteilhaft sein, mehrere Reguliereinheiten vorzusehen, wovon zumindest eine erste eine Drosselfunktion ausübt und zumindest eine zweite eine Anfetteinheit darstellt. Dabei kann die Drosseleinheit die Abmagerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches im normalen Betrieb bewirken, wohingegen die Anfetteinheit z.B. als Choke zeitweise eine gezielte Anfettung vornimmt. BEZUGSZEICHENLISTE

1 Vergaser

2 Brennstoffleitung

3 Brennstoffdüse

4 Lufttrichter

5 Mündung

6 erste Tesla-Diode

7 zweite Tesla-Diode

8 Pumpkammer

9 Pumpeinheit

10 Membran

1 1 Stellelement

12 Doppelpfeil (für periodische Membranbewegung)

15 Pfeil (für Luftströmung)

16 Verengung

17 Pfeil

18 Stellglied

19 erste Ausnehmung

20 gekrümmte Bahn

21 gerade Bahn

22 erste Platte

23 zweite Ausnehmung

24 zweite Platte

25 Durchgangsloch

26 Öffnung

27 elektrische Steckverbindung

28 Gehäuse

30 Reguliereinheit

31 Strömungsrichtung