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Title:
ELECTRICALLY DRIVEN PUMP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/066498
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrically driven pump for gases or gas mixtures having a pump housing and a motor housing, wherein a radial pump having a pump impeller is formed in the pump housing, wherein the pump impeller is connected to a drive shaft which extends through a wall of the pump housing into the motor housing, where the drive shaft is connected to a rotor of an electric motor, wherein at least one air gap is formed between the drive shaft and the wall of the pump housing, wherein a pump inlet, which is arranged in the central region of the pump impeller, is formed in the pump housing, and wherein a pressure side is formed in the pump housing, which pressure side is arranged in the outer radial region of the pump impeller. In order to provide a cost-effective, electrically driven pump for gases or gas mixtures which operates error-free over a long period of use, an opening through the pump housing is formed in the region of the pressure side, which opening connects the interior of the pump housing to the interior of the motor housing, such that the pressure prevailing on the pressure side can propagate into the interior of the motor housing.

Inventors:
WEIGL, Manfred (Breitenfeldstraße 12, Sinzing, 93161, DE)
Application Number:
EP2015/074398
Publication Date:
May 06, 2016
Filing Date:
October 21, 2015
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
F04D25/06; F01N3/32; F02B33/40; F02M25/08; F04D29/42; F04D29/059
Domestic Patent References:
WO1999013223A11999-03-18
WO2012080177A12012-06-21
Foreign References:
DE3712567A11987-10-15
DE10325077A12004-10-14
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Claims:
Elektrisch angetriebene Pumpe (16) für Gase oder Gasgemi¬ sche mit einem Pumpengehäuse (1) und einem Motorgehäuse (2), wobei im Pumpengehäuse (1) eine Radialpumpe mit einem Pumpenlaufrad (7) ausgebildet ist, wobei das Pumpenlaufrad

(7) mit einer Antriebswelle (8) verbunden ist, die durch eine Wandung des Pumpengehäuses (1) in das Motorgehäuse

(2) ragt, wo die Antriebswelle (8) mit einem Rotor (10) eines Elektromotors verbunden ist, wobei zwischen der An¬ triebswelle (8) und der Wandung des Pumpengehäuses (1) zu¬ mindest ein Luftspalt (15) ausgebildet ist, wobei im Pum¬ pengehäuse (1) ein Pumpeneinlass (3) ausgebildet ist, der im zentralen Bereich des Pumpenlaufrades (7) angeordnet ist und wobei im Pumpengehäuse (1) eine Druckseite (4) ausgebildet ist, die im äußeren radialen Bereich des Pum¬ penlaufrades (7) angeordnet ist, d a d u r c h g e ¬ k e n n z e i c h n e t , dass im Bereich der Druckseite (4) eine Öffnung (5) durch das Pumpengehäuse (1) ausgebildet ist, die den Innenraum des Pumpengehäuses (1) mit dem In¬ nenraum des Motorgehäuses ( 2 ) verbindet, so dass sich der auf der Druckseite (4) herrschende Druck in das Innere des Motorgehäuses (2) ausbreiten kann.

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach Anspruch 1, d a ¬ d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Antriebs¬ welle (8) mit einem ersten Kugellager (9), das in der Wan¬ dung des Pumpengehäuses ( 1 ) angeordnet ist, gelagert ist, wobei der Luftspalt (15) zwischen der Kugeln des ersten Kugellagers (9) verläuft.

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in oder an der Wandung des Pumpengehäuses (1) und um die Antriebwelle

(8) herum eine ringförmige Scheibe (14) ausgebildet ist, wobei einen Luftspalt (15) zwischen der Antriebwelle (8) und der ringförmige Scheibe (14) ausgebildet ist.

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach einem der vorge¬ nannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h ¬ n e t , dass die Öffnung (5) als Bohrung durch eine Wan¬ dung des Pumpengehäuses (1) ausgebildet ist.

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach einem der vorge¬ nannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h ¬ n e t , dass die Öffnung (5) als Bypass (31) ausgebildet ist .

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach einem der vorge¬ nannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h ¬ n e t , dass die Öffnung (5) mit einem Filterelement (6) versehen ist, das das Eindringen von Flüssigkeiten oder Festkörpern in das Innere des Motorgehäuses (2) verhin¬ dert .

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach einem der vorge¬ nannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h ¬ n e t , dass die elektrisch angetriebene Pumpe (16) als Spülluftpumpe ausgebildet ist.

Elektrisch angetriebene Pumpe (16) nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Spülluft¬ pumpe Bestandteil eines Kraftstofftanksystems in einem Kraftfahrzeug ist.

Description:
Beschreibung

Elektrisch angetriebene Pumpe

Die Erfindung betrifft eine elektrisch angetriebene Pumpe für Gase oder Gasgemische mit einem Pumpengehäuse und einem Motor ¬ gehäuse, wobei im Pumpengehäuse eine Radialpumpe mit einem Pum ¬ penlaufrad ausgebildet ist, wobei das Pumpenlaufrad mit einer Antriebswelle verbunden ist, die durch eine Wandung des Pumpen ¬ gehäuses in das Motorgehäuse ragt, wo die Antriebswelle mit ei ¬ nem Rotor eines Elektromotors verbunden ist, wobei zwischen der Antriebswelle und der Wandung des Pumpengehäuses zumindest ein Luftspalt ausgebildet ist, wobei im Pumpengehäuse ein Pumpen- einlass ausgebildet ist, der im zentralen Bereich des Pumpen ¬ laufrades angeordnet ist und wobei im Pumpengehäuse eine Druck ¬ seite ausgebildet ist, die im äußeren radialen Bereich des Pum ¬ penlaufrades angeordnet ist.

Zur Verringerung der von Kraftfahrzeugen ausgehenden Schad ¬ stoffemissionen wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlrei ¬ che Maßnahmen eingeführt. Eine dieser Maßnahmen besteht darin, Kraftstofftanksysteme einzusetzen, bei dem ein Kraftstofftank mit einem Speicherelement zur temporären Speicherung von Koh ¬ lenwasserstoffen verbunden ist. Bei der Betankung von Kraft ¬ fahrzeugen mit auf Kohlenwasserstoffen basierenden Kraftstoffen kommt es zum Ausgasen von Kohlenwasserstoffen aus dem Kraft ¬ stoff, wobei die Kohlenwasserstoffe nicht in die Atmosphäre ge ¬ langen sollen. Auch bei hohen Temperaturen oder Fahrten über unebene Untergründe kommt es verstärkt zu Ausgasungen von Koh ¬ lenwasserstoffen aus dem Kraftstoff, wobei effektiv dafür ge ¬ sorgt werden muss, dass diese Kohlenwasserstoffe nicht in die Atmosphäre entweichen. Insbesondere bei Hybridfahrzeugen, bei denen der Verbrennungsmotor über weite Fahrstrecken vollständig still steht, müssen die ausgegasten Kohlenwasserstoffe effektiv zwischengespeichert werden, um später bei einem erneuten Star- ten des Verbrennungsmotors verbrannt zu werden. Hierzu haben sich Kraftstofftanksysteme bewährt, die aus einem Kraftstoff ¬ tank und einem Speicherelement zur temporären Speicherung von Kohlenwasserstoffen bestehen, wobei der Kraftstofftank und das Speicherelement derart miteinander verbunden sind, dass die Kohlenwasserstoffe, die aus einem im Kraftstofftank befindli ¬ chen Kraftstoff ausgasen, in dem Speicherelement eingespeichert werden, wobei das Speicherelement mit einer ersten Leitung ver ¬ bunden ist, durch die Frischluft zu dem Speicherelement förder ¬ bar ist, und das Speicherelement mit einer zweiten Leitung ver ¬ bunden ist, die das Speicherelement mit einem Ansaugstrang des Verbrennungsmotors verbindet und durch die mit Kohlenwasser ¬ stoffen angereicherten Frischluft aus dem Speicherelement zu dem Ansaugstrang förderbar ist. Die Förderung der Frischluft durch das Speicherelement erfolgt mit Hilfe einer elektrisch angetriebenen Spülluftpumpe. Auf diese Art und Weise kann das Speicherelement zyklisch mit Frischluft gespült werden, und die eingespeicherten Kohlenwasserstoffe können dem Ansaugstrang ei ¬ nes Verbrennungsmotors zugeführt werden, wobei der Verbren ¬ nungsmotor über den Luftfilter und die Ansuagleitung mit

Frischluft versorgt wird. Damit können die aus dem Kraftstoff ¬ tank ausgegasten Kohlenwasserstoffe in dem Verbrennungsmotor verbrannt werden, und ein Entweichen der Kohlenwasserstoffe in die Atmosphäre wird sicher verhindert. Zur Förderung der Koh ¬ lenwasserstoffe aus dem Speicherelement zum Ansaugstrang wird nach dem Stand der Technik eine Spülluftpumpe eingesetzt, die zum Beispiel als Radialpumpe ausgebildet sein kann. Diese Spül ¬ luftpumpe muss bei relativ hohen Drehzahlen möglichst ein gan ¬ zes Fahrzugleben sicher funktionieren, was besondere Anforde ¬ rungen an Dichtungselemente zwischen bewegten Teilen der Spül ¬ luftpumpe stellt.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine kos ¬ tengünstige elektrisch angetriebene Pumpe für Gase oder Gasge- mische anzugeben, die über einen langen Einsatzzeitraum fehler ¬ frei arbeitet .

Die Aufgabe wird durch eine elektrisch angetriebene Pumpe für Gase oder Gasgemische nach dem unabhängigen Vorrichtungsan ¬ spruch gelöst.

Dadurch, dass im Bereich der Druckseite eine Öffnung durch das Pumpengehäuse ausgebildet ist, die den Innenraum des Pumpenge ¬ häuses mit dem Innenraum des Motorgehäuses verbindet, so dass sich der auf der Druckseite herrschende Druck in das Innere des Motorgehäuses ausbreiten kann, ist der Druck im Inneren des Mo ¬ torgehäuses höher als der Druck im zentralen Bereich des Pum ¬ penlaufrades, so dass durch den Luftspalt eine, durch die Druckdifferenz getriebene, Gasströmung aus dem inneren Bereich des Motorgehäuses entlang der Antriebswelle hin zum zentralen Bereich des Pumpenlaufrades entsteht. Durch diese Gasströmung können keine flüssigen oder festen Bestandteile, die durch den Pumpeneinlass mit dem angesaugten Gas oder Gasgemisch in das Pumpengehäuse gelangt sind in das Motorgehäuse vordringen. Die ¬ se Abdichtung der Antriebswelle im Bereich Ihres Durchganges durch eine Wandung des Pumpengehäuses erfolgt erfindungsgemäß ohne jegliches physikalisches Dichtelement allein durch eine vorteilhafte Gestaltung und Nutzung der Druckverhältnisse zwi ¬ schen dem Inneren des Pumpengehäuses und dem inneren das Motor ¬ gehäuses. Da keinerlei physikalische Dichtelemente, wie zum Beispiel Simmer-Ringe, zur Abdichtung der rotierenden Antrieb ¬ welle benötigt werden, kann eine extrem haltbare und langlebige elektrisch angetriebene Pumpe für Gase oder Gasgemische bereit ¬ gestellt werden. Da die Gasströmung durch den Luftspalt im Ver ¬ gleich zu der gesamten von der Pumpe geförderten Gasströmung nur sehr klein ist, verliert die Pumpe aufgrund Ihrer erfin ¬ dungsgemäßen Gestaltung nur sehr wenig an Leistung, was im Hin ¬ blick auf den immensen Vorteil der verschleißfreien Abdichtung der Antriebswelle von untergeordneter Bedeutung ist. Bei einer Weiterbildung ist die Antriebswelle mit einem ersten Kugellager, das in der Wandung des Pumpengehäuses angeordnet ist, gelagert, wobei der Luftspalt zwischen der Kugeln des ers ¬ ten Kugellagers verläuft. Das Kugellager ermöglicht die weitge ¬ hend ungehinderte Drehung der Antriebswelle, wobei der Druckun ¬ terschied zwischen dem Innenraum des Motorgehäuses und dem In ¬ nenraum des Pumpengehäuses im zentralen Bereich des Pumpenlauf ¬ rades einen kontinuierlichen Gasstrom hervorruft, der vom In ¬ nenraum des Motorgehäuses durch das erste Kugellager hin zum Innenraum des Pumpengehäuses führt und ein Eindringen von Flüs ¬ sigkeit und/oder Festkörpern in den Innenraum des Motorgehäuses verhindert .

Bei einer nächsten Weiterbildung ist in oder an der Wandung des Pumpengehäuses und um die Antriebwelle herum eine ringförmige Scheibe ausgebildet, wobei einen Luftspalt zwischen der An ¬ triebwelle und der ringförmige Scheibe ausgebildet ist . Der Luftspalt zwischen der Antriebwelle und der ringförmige Scheibe kann sehr klein ausgeführt werden, ohne dass es zu einer Rei ¬ bung zwischen der Antriebwelle und der ringförmige Scheibe kommt. Der kontinuierliche Gasstrom von dem Innenraum des Mo ¬ torgehäuses zu dem Innenraum des Pumpengehäuses kann dadurch sehr klein sein, wodurch der Wirkungsgrad der elektrisch ange ¬ triebenen Pumpe durch diesen Gasstrom kaum verschlechtert wird.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Öffnung als Boh ¬ rung durch eine Wandung des Pumpengehäuses ausgebildet. Diese Bohrung befindet sich in der Wandung der Pumpe im Bereich der Druckseite, wodurch keine bewegten Teile im Kontakt mit der Bohrung stehen, was ebenso zutrifft, wenn die Öffnung als By ¬ pass ausgebildet ist. In beiden Fällen ist es vorteilhaft, wenn die Öffnung mit einem Filterelement versehen ist, das das Eindringen von Flüssigkeiten oder Festkörpern in das Innere des Motorgehäuses verhindert . Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die elektrisch ange ¬ triebene Pumpe als Spülluftpumpe ausgebildet . Besonders beim Einsatz im Kraftfahrzeug erweist sich die Langlebigkeit der er- findungsgemäßen Spülluftpumpe als vorteilhaft. Hierzu kann die Spülluftpumpe Bestandteil eines KraftStofftanksystems in einem Kraftfahrzeug sein.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgen- den anhand der Figuren beschrieben.

Figur 1 zeigt einen Verbrennungsmotor mit einem Kraftstoff ¬ tanksystem,

Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße elektrisch angetriebene

Pumpe,

Figur 3 zeigt die Durchführung der Antriebswelle durch das

Pumpengehäuse ,

Figur 4 zeigt die Anordnung der erfindungsgemäßen elektrisch angetriebenen Pumpe in einem Kraftfahrzeug,

Figur 5 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen elekt risch angetriebenen Pumpe.

Figur 1 zeigt einen Verbrennungsmotor 19 mit einem Kraftstoff ¬ tanksystem. Der Verbrennungsmotor 19 weist einen Abgasstrang 21 und einen Ansaugstrang 22 auf. Zur Rückgewinnung der im Abgas enthaltenen kinetischen Energie kann der Abgasstrang 21 mit ei ¬ nem Turbolader 25 ausgestattet sein, der die Ansaugluft im An ¬ saugstrang 22 komprimieren kann. Der Verbrennungsmotor 19 wird über den Ansaugstrang 22 mit Frischluft 20 versorgt. Ausgehend von der Frischluftseite wird Frischluft 20 über einen Ansaug- luftfilter 23 in den Ansaugstrang 22 geführt und eventuell mit dem Abgasturbolader 25 oder einem Kompressor verdichtet und dann den Brennkammern des Verbrennungsmotors 19 zugeführt. Dar ¬ über hinaus wird dem Verbrennungsmotor 19 Kraftstoff 17 aus dem Kraftstofftank 26 über eine Kraftstoffleitung 18 zugeführt.

Figur 1 zeigt weiterhin das Kraftstofftanksystem mit dem Kraft ¬ stofftank 26 und einem Speicherelement 27 zur temporären Spei ¬ cherung von Kohlenwasserstoffen 24. Der Kraftstofftank 26 und das Speicherelement 27 sind derart miteinander verbunden, dass die Kohlenwasserstoffe 24, die aus einem im Kraftstofftank 26 befindlichen Kraftstoff 17 ausgasen, in dem Speicherelement 27 eingespeichert werden können. Das Speicherelement 27 kann bei ¬ spielsweise als Aktivkohlespeicher ausgebildet sein. Ein Aktiv ¬ kohlespeicher ist ein geschlossener Kanister, in dem meist gra- nularer Kohlenstoff derart angeordnet ist, dass sich an dem

Kohlenstoff die zu speichernden Kohlenwasserstoffe 24 anlagern. Das Speicherelement 26 hat jedoch nur eine begrenzte Speicher ¬ kapazität, so dass das Speicherelement 26 regelmäßig entleert werden muss, indem Frischluft 20 z. B. über einen Spülluftfil- ter 28 angesaugt wird und über eine Leitung mithilfe einer Spülluftpumpe 16 in das Speicherelement 27 gesaugt oder ge ¬ drückt wird. Die Frischluft 20 durchströmt die Aktivkohle in dem Speicherelement 27 und nimmt dabei Kohlenwasserstoffe 24 auf, wonach die mit den Kohlenwasserstoffen 24 angereicherte Frischluft 20 entlang weiterer Leitungen zu dem Ansaugstrang 22 gefördert wird. In dem Ansaugstrang 22 vermischt sich die mit den Kohlenwasserstoffen 24 angereicherte Frischluft 20 mit der Frischluft 20, die über den Ansaugluftfilter 23 angesaugt wird. Damit können die Kohlenwasserstoffe 24 dem Verbrennungsmotor 19 zugeführt werden, wo die Kohlenwasserstoffe 24 in den Brennkam ¬ mern des Verbrennungsmotors 19 verbrannt werden. Da das Kraft ¬ stofftanksystem leicht flüchtige Kohlenwasserstoffe 24 beinhal ¬ tet, ist es notwendig, die dauerhafte Funktion des gesamten Kraftstofftanksystems zu gewährleisten. Ein wesentlicher Best- endteil des Kraftstofftanksystems ist die Spülluftpumpe 17, die hier beispielhaft für die erfindungsgemäße elektrisch angetrie ¬ bene Pumpe für Gase oder Gasgemische in den nachfolgenden Figu ¬ ren näher dargestellt wird. Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße elektrisch angetriebene

Pumpe 16 für Gase oder Gasgemische. Die Pumpe weist ein Pumpen ¬ gehäuse 1 und ein Motorgehäuse 2 auf. Sowohl das Pumpengehäuse 1 als auch das Motorgehäuse 2 sind gasdicht gegen die Außenwelt abgeschlossen. Beim Pumpengehäuse sind von der Gasdichtigkeit selbstverständlich der Pumpeneinlass 3 und ein hier nicht dar ¬ gestellter auf der Druckseite 4 befindlicher Pumpenauslass aus ¬ genommen. Im Pumpengehäuse 1 ist eine Radialpumpe mit einem Pumpenlaufrad 7 ausgebildet. Das Pumpenlaufrad 7 ist mit einer Antriebswelle 8 verbunden, die durch eine Wandung des Pumpenge- häuses in das Motorgehäuse 2 ragt. Im Bereich des Durchbruches der Antriebswelle 8 durch die Wandung des Pumpengehäuses 1 ist die Antriebswelle 8 mit einem ersten Kugellager 9 drehbar gela ¬ gert . Darüber hinaus kann die Antriebswelle 8 auch im Motorge ¬ häuse 2 mit einem zweiten Kugellager 13 gelagert sein. Die An- triebswelle 8 ist innerhalb des Motorgehäuses 2 mit dem Rotor 10 eines Elektromotors verbunden. Der hier dargestellte Elekt ¬ romotor ist ein elektronisch kommutierter, bürstenloser Elekt ¬ romotor. Bei dieser Art von Elektromotoren ist der Rotor 10 mit permanentmagnetischen Elementen ausgerüstet, und der Stator 11 ist mit Statorwicklungen 12 versehen. Die Statorwicklungen 12 stellen elektrische Spulen dar. Die Statorwicklungen werden mit einem entsprechend kommutierten Gleichstrom bestromt, so dass sie die im Rotor 10 integrierten Permanentmagnete anziehen, wo ¬ durch sich der Rotor dreht. Zwischen der Antriebswelle 8 und der Wandung des Pumpengehäuses 1 ist zumindest ein Luftspalt 15 ausgebildet. Darüber hinaus ist im Pumpengehäuse 1 ein Pumpen ¬ einlass 3 ausgebildet, der sich im zentralen Bereich des Pum ¬ penlaufrades 7 befindet. Über diesen Pumpeneinlass 3 wird der Gasstrom in das Pumpengehäuse 1 gesaugt und auf Grund der Dre- hung des Pumpenlaufrades 7 zu der im Pumpengehäuse 1 ausgebil- deten Druckseite 4 befördert. Die Druckseite 4 befindet sich im äußeren radialen Bereich des Pumpenlaufrades 7. Im Bereich der Druckseite 4 ist eine Öffnung 5 zu erkennen, die das Pumpenge ¬ häuse 1 im Bereich einer Wandung durchbricht und damit den In- nenraum des Pumpengehäuses 1 mit dem Innenraum des Motorgehäu ¬ ses 2 verbindet. Durch diese Öffnung 5 kann sich der auf der Druckseite 4 herrschende Druck in das Innere des Motorgehäuses 2 ausbreiten. Da im zentralen Bereich des Pumpenlaufrades ein geringerer Druck herrscht als auf der Druckseite der Pumpe und damit im Inneren des Motorgehäuses 2, wird sich ein Gasstrom durch den Luftspalt 15 ausbilden. Der Luftspalt 15 kann in die ¬ sem Ausführungsbeispiel zum Beispiel durch Öffnungen zwischen den einzelnen Kugeln des ersten Kugellagers 9 gebildet werden. Der Druckausgleich über das Kugellager sorgt dafür, dass flüs- sige Bestandteile oder feste Bestandteile im Gasstrom, die durch den Pumpeneinlass 3 angesaugt werden, nicht in das Innere des Motorgehäuses 2 vordringen können. Die Öffnung 5 zwischen der Druckseite 4 des Pumpengehäuses und dem Inneren des Motor ¬ gehäuses 2 ist mit einem Filterelement 6 abgedeckt. Auch dieses Filterelement 6 sorgt dafür, dass flüssige oder feste Bestand ¬ teile, die sich im Gasstrom befinden, nicht in das Innere des Motorgehäuses eindringen können. Es sei darauf hingewiesen, dass das Filterelement 6 ein rein statisches Bauteil ist, das keinerlei Bewegung unterliegt, womit am Filterelement 6 kein mechanischer Verschleiß erfolgt. Die bewegten Teile der elek ¬ trisch angetriebenen Pumpe 16, wie zum Beispiel die Antriebs ¬ welle 8 oder das Kugellager 9, sind nicht von physikalisch aus ¬ gebildeten Dichtelementen umgeben, so dass auch hier kein Ver ¬ schleiß entstehen kann. Zur Ausbildung eines noch feineren Luftspaltes 15 kann eine ringförmige Scheibe 14 vorgesehen sein, die mit der Wandung des Pumpengehäuses verbunden ist und um die Antriebswelle 8 herum angeordnet ist, wobei ein Luft ¬ spalt 15 zwischen der Antriebswelle und der ringförmigen Schei ¬ be 14 ausgebildet ist. Dieser Luftspalt 15 kann sehr klein gehalten werden, ohne dass es zu mechanischen Berührungen zwi- sehen der bewegten Antriebswelle 8 und der ringförmigen Scheibe 14 kommt. Damit ist die Leistungsminderung bzw. Wirkungsgradre ¬ duzierung der elektrisch angetriebenen Pumpe durch das Abzwei ¬ gen eines Teilgasstromes zur Abdichtung der Welle extrem ge- ring.

Figur 3 zeigt die Durchführung der Antriebswelle durch das Pum ¬ pengehäuse 1 in einer detaillierteren Darstellung. Zu erkennen ist die Antriebswelle 8, die in dem ersten Kugellager 9 gela- gert ist. Das erste Kugellager 9 ist wiederum mit dem Pumpenge ¬ häuse 1 verbunden. Da im Inneren des Pumpengehäuses 1 im Be ¬ reich des Pumpeneinlasses 3 ein geringerer Druck herrscht als im Inneren des Motorgehäuses 2, entwickelt sich ein Teilgas ¬ strom 32, der sich durch die Luftspalte 15 bewegt und dafür sorgt, dass flüssige oder feste Bestandteile im angesaugten Gas bzw. Gasgemisch nicht in den Innenraum des Motorgehäuses 2 vor ¬ dringen können .

Figur 4 zeigt beispielhaft die Anordnung der erfindungsgemäßen elektrisch angetriebenen Pumpe 16 in einem Kraftfahrzeug 29. Im Kraftfahrzeug 29 ist ein Lenkrad 30 angedeutet. Die elektrisch angetriebene Pumpe 16 ist Bestandteil eines Kraft Stofftanksys- tems, das hier zumindest aus einem Kraftstofftank 26, der mit Kraftstoff 17 gefüllt ist, und einem Speicherelement 27 zur Einspeicherung von flüchtigen Kohlenwasserstoffen 24 ausgebil ¬ det ist. Zu erkennen ist, dass die elektrisch angetriebene Pum ¬ pe als Spülluftpumpe 16 ausgebildet ist. Durch den Spülluftfil ¬ ter 28 kann Spülluft mit Hilfe der Spülluftpumpe 16 angesaugt werden und in das gefüllte Speicherelement 27 gepresst werden, wodurch Kohlenwasserstoffe 24 über die Leitungen hin zum An ¬ saugtrakt des Verbrennungsmotors 19 befördert werden. In Figur 4 ist die Einbaulage der elektrisch angetriebenen Pumpe 16 für Gase oder Gasgemische zu erkennen. Deutlich ist, dass das Pum ¬ pengehäuse 1 jedenfalls unterhalb des Motorgehäuses 2 angeord- net sein muss. Dadurch kann auch im Falle des Stillstandes der Spülluftpumpe 16 keine Flüssigkeit oder Festkörper in das Mo ¬ torgehäuse 2 eindringen.

Figur 5 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen elekt ¬ risch angetriebenen Pumpe 16 für Gase oder Gasgemische. Zu er ¬ kennen ist hier, dass die Öffnung 5 als Bypass 31 ausgebildet ist, wobei der Bypass 31 die Druckseite 4 des Pumpengehäuses 1 mit dem Inneren des Motorgehäuses 2 verbindet. Innerhalb des Bypasses 31 ist wiederum ein Filterelement 6 zu erkennen, das das Eindringen von flüssigen oder festen Bestandteilen aus dem Gas oder Gasgemisch in das Innere des Motorgehäuses 2 verhin ¬ dert .