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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICALLY-HEATED INDUSTRIAL OVEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1986/004478
Kind Code:
A1
Abstract:
Industrial oven to receive an electric heating system, in which at least two bars (28) are made of temperature-resistant material, these being located at a distance from one another and at a distance from the side-walls (12), and to receive at least one electric heating system (36a, b, c, d) arranged between the bars (28).

Inventors:
KLEIN EGON (DE)
Application Number:
PCT/DE1986/000026
Publication Date:
July 31, 1986
Filing Date:
January 23, 1986
Export Citation:
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Assignee:
RIEDHAMMER LUDWIG GMBH (DE)
International Classes:
F26B23/06; F27B9/06; F27B17/00; F27D1/00; F27D99/00; H05B3/66; (IPC1-7): H05B3/66; F27D11/02
Foreign References:
EP0042602A11981-12-30
DE514353C1930-12-12
US1738446A1929-12-03
EP0048645A11982-03-31
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Claims:
Elektrisch beheizter IndustrieofenP a t e n t a n s p r ü c h e
1. Elektrisch beheizter Industrieofen mit a) einer wärmedämmenden, nichttragenden Auskleidung (24) z.um Ofenraum (22) hin, b) mindestens zwei Stäben (28,38,44,54,58), die bl) im Abstand zueinander und b2) im Abstand vor der wärmedämmenden Auskleidung (24), vor der sie verlaufen, angeordnet sowie b3) zur Aufnahme mindestens einer, zwischen den Stä¬ ben (28,38,44,54,58) angeordneten elektrischen Heizeinrichtung (36ad,42,48,52,62) ausgebildet sind. Industrieofen nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe (28,38,44,54,58) mit einem oder mehreren Auflagern (30ad , 40 , 46, 56 , 60) zur Aufnahme der elek¬ trischen Heizeinrichtung (36ad, 42, 48, 52, 62) ausgebil¬ det sind. ERSATZBLATT Industrieofen nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe (28,38,44,54,58) und/oder Auflager (30ad 40,46,56,60) aus einem temperaturbeständigen, vorzugs¬ weise feuerfesten Material bestehen.
2. Industrieofen nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß jeder Stab mit den zugehörigen Auflagern einstückig ausgebildet ist.
3. Iπdustrieofen nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Auflager (30ad , 40 , 46, 56 , 60) in ihrer Anordnung zu dem zugehörigen Stab (28,38,44,54,58) positioπsver änderbar ausgebildet sind.
4. Industrieofen nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Auflager(30ad , 40 ,46 , 56 , 60) als separate Bautei ausgebildet sind, die auf den zugehörigen Stab (28,38, 44,54,58) aufgesetzt oder angesetzt sind.
5. Industrieofen nach Anspruch 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Auflager (30ad) Durchbohrungen aufweisen und auf den zugehörigen Stab (28) aufgesteckt sind.
6. Industrieofeπ nach einem der Ansprüche 5 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß jeder Stab (38,44,54,58) Öffnungen zur Aufnahme der Auflager (40,46,56,60) aufweist. ERSATZBLATT .
7. Industrieofen nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Auflager (40,46,56,60) in den Öffnungen ver¬ schiebbar, vorzugsweise in bestimmten Stellungen arretierbar, gehalten sind.
8. Iπdustrieof en nach einem der Ansprüche 5 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zwischen mehreren, übereinander auf oder an einem Stab angeordneten Auflagern ein oder mehrere Distanz¬ stücke angeordnet sind.
9. Iπdustrieofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die elektrische Heizeinrichtung (36ad , 42 , 48 , 52, 62) eine mit einem Heizdraht einer elektrischen Widerstaπds heizung umwickelte Tragstange ist.
10. Industrieofen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe (28) zwischen Boden (14) und Decke (16) des Ofens (10) vertikal angeordnet sind.
11. Industrieofen nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe (28) zwischen dem Boden (14) und der Decke (16) des Ofens (10) in entsprechenden Aufnahmen (26a , b ; 26c , d) eingesteckt sind.
12. Iπdustrieofen nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe auf dem Boden (14) stehend und/oder in der Decke (16) hängend angeordnet sind.
13. Industrieofen nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe auf einer Transport und/oder Trageinrich tuπg für das Brenπgut angeordnet sind.
14. Industrieofen nach einem der Ansprüche 1 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stäbe (38,54,58) als Hohlprofile ausgebildet sind .
15. Industrieofen nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Hohlprofile einen kreisringförmigen Querschnitt aufweisen .
16. Iπdustrieof en nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Hohlprofile einen offenen Querschnitt aufweisen,.
17. Industrieofen nach einem der Ansprüche 2 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Auflager (36ad , 56 , 60) eine riπneπförmige Auf nähme oder einen rinnenförmigen Querschnitt aufweisen.
18. Industrieofen nach einem der Ansprüche 1 bis 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die elektrische Heizeinrichtung (42,48) zumindest an ihren Enden als Hohlprofil zur steckbaren Aufnahme der Auflager (40,46) ausgebildet ist.
19. Iπdustrieof en nach Anspruch 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die elektrische Heizeinrichtung (36ad) einen kreis¬ ringförmigen Querschnitt aufweist. ERSATZBLATT .
20. Iπdustrieofen nach einem der Ansprüche 1 bis 21, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Vielzahl von Stäben (28) mit dazwischen ange¬ ordneten elektrischen Heizeinrichtungen (36ad) hinter¬ einander in Reihe an beiden Ofeπseitenwändeπ (12) und/od auf der Transport und/oder Trageinrichtung für das Breπngut angeordnet sind. SaSATZBLATT.
Description:
Elektrisch beheizter Industrieofen

B e s c h r e i b u n g

Die Erfindung betrifft einen elektrisch beheizten Iπdustri ofen .

Soweit erfindungsgemäß von einem Ofen gesprochen wird, umfaßt dieser Begriff auch Trockner, das heißt also insge¬ samt Anlagen zur Wärmebehandlung von Gütern. Der Anwen¬ dungsbereich erstreckt sich auf die verschiedensten Ofen¬ typen, wie Kammeröfen, Herdwagenöfen, Haubeπöfen, Platteπ- schuböfeπ, Rollenöfeπ , Tunnelöfen und/oder Drehherdöfen.

Derartige Öfen weisen einen Ofenraum zwischen Boden, Wände und Decke auf.

Es sind Industrieöfen mit einer elektrischen Widerstands- heizuπg bekannt, die eine Auskleidung beziehungsweise Aus¬ mauerung aus feuerfesten keramischen Steinen aufweisen. In diese Ausmauerung sind besondere Formsteine eingesetzt, die eine nach innen in den Ofenraum ragende, muldeπartige

Auflagefläche besitzen. Dabei sind die Formsteine so ange¬ ordnet, daß jeweils zwei in gleicher Höhe befindliche Auf- lageflächen eine mit einem Heizdraht umwickelte Tragstange der elektrischen Widerstandsheizung aufnehmen und abstützen Der Nachteil eines solchen Industrieofens (der grundsätz¬ lich bei gleicher Ausbildung auch mit Öl oder Gas be¬ heizt werden kann) besteht darin, daß die große Masse der schweren feuerfesten Auskleidung erhebliche Wärme bindet und ein derartiger Ofen damit einen hohen Energie¬ aufwand erfordert.

Um die zum Trocknen und/oder Brennen aufzubringende Ener¬ gie zur reduzieren, ist vorgeschlagen worden, Boden, Wände und/oder Decke eines Ofens mit einer wärmedämmenden Auskleidung aus leichten, feuerfesten Isolierstoffen zu versehen. Zum Beispiel keramische Faserprodukte auf der Basis insbesondere von Aluminiumoxid, eignen sich dazu besonders und werden heute in Form von Matten oder Platten angeboten. Eine solche Auskleidung wird entweder direkt am metallischen Gehäuse des Ofens angebracht oder auf einer in der Wandstärke erheblich verringerten Aus¬ mauerung aus feuerfesten Steinen befestigt. Zum Beispiel bei einer Konfektionierung in Plattenform werden die einzelnen Platten an ihrer Rückseite an der Ofeπwand über entsprechende Anker befestigt und die Fugen abge¬ dichtet. Diese wärmedämmeπde Auskleidung beziehungsweise die Isolierwerkstoff-Platteπ besitzen eine geringe Dichte und Festigkeit, so daß die Anbringung einer elektrischen Widerstandsheizung nicht möglich ist. Die Beheizung der¬ artiger, wärmeisolierter Industrieöfen erfolgt deshalb bisher ausschließlich mit Öl oder Gas.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrisch beheizten Industrieofen anzubieten, bei dem die Vorteile der mit Öl oder Gas beheizten Öfen mit der beschriebenen wärmedämmeπdeπ Faserauskleiduπg auf gleiche Weise genutzt werden können, insbesondere also eine Verringerung des Energieaufwandes ermöglichen.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß auf die wärmedämmende Leichtisolierung auch bei einem elek¬ trisch beheizten Industrieofeπ nicht verzichtet zu werden braucht, sofern andere Aufnahme- und Befestigungsmöglich¬ keiten für die elektrische Heizeinrichtung geschaffen werden.

Die Erfindung sieht für einen elektrisch beheizten Industri ofen deshalb vor, diesen mit einer wärmedämmenden, nicht- tragenden Auskleidung zum Ofenraum hin auszubilden und mindestens zwei Stäbe aus temperaturbeständigem Material vorzusehen, die im Abstand zueinander und im Abstand vor der wärmedämmenden Auskleidung angeordnet, sowie zur Aufnahme mindestens einer, zwischen den Stäben ange¬ ordneten elektrischen Heizeiπrichtung ausgebildet sind.

Soweit erfindungsgemäß von einer wärmedämmenden, nicht- tragenden Auskleidung die Rede ist, so fallen hierunter sämtliche Arten von Auskleidungen, die nicht zur mecha¬ nischen Befestigung von Halteeinrichtungeπ geeignet sind. Wie bereits eingangs beschrieben, ist ein feuerfestes Fasermaterial so leicht und weich, daß Befestigungsmittel dort nicht arretiert werden können.

Unter dem Begriff "Stab" werden alle Arten von Halteorgane insbesondere jedoch solche mit geringem Querschnitt und großer Läπgserstreckuπg verstanden.

ERSATZBLATT

Die erfiπdungsgemäße Ausbildung ist dadurch gekennzeichnet daß separate Halteelemente vor der wärmedämmenden Aus¬ kleidung angeordnet sind, die zur Aufnahme der elektrische Heizeinrichtung dienen. Dabei kann die Anordnung (Befesti¬ gung) der Stäbe auf verschiedene Art und Weise erfolgen.

In der einfachsten Ausführungsform ist jeder Stab wie ein Stativ auf dem Boden beziehungsweise der zugeordneten Auskleidung aufgestellt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Stäbe zwischen Boden und Decke des Ofens steckbar angeordnet sind. Zu diesem Zweck weisen der Boden und/oder die Decke dann entsprechende Aufnahmen auf, in die jeweils ein Stab eiπgesteckt/-gehängt werden kann. Der Abstand zwischen den Stäben kann relativ groß gewählt werden, so daß auch nur an wenigen Stellen die wärmedämmende Auskleidung durchstoßen werden muß.

Zur Aufnahme der elektrischen Heizeinrichtung, die nach einer vorteilhaften Ausführungsform aus einer mit einem Heizdraht umwickelten Tragstange besteht, können verschie¬ dene konstruktive Maßnahmen ergriffen werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn jeder Stab mit einem oder mehreren Auflagern ausgebildet ist. Dabei kann das Auflager mit dem Stab einstöckig sein, das Auflεtger kann aber auch - wie es eine weitere vorteilhafte Ausführuπgs- form der Erfindung vorsieht - als separates Bauteil gestal tet sein, das dann auf den zugehörigen Stab aufgesetzt oder angesetzt wird.

ERSATZBLATT

Bei einer mehrteiligen Ausführungsform ist es vorteilhaft, den Stab und die Auflager aus ein und demselben Material herzustellen, um Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungeπ zu vermeiden. Als Materialien für die Stäbe und/oder die Auflager eignen sich übliche feuerfeste Qualitäten, So können die Teile zum Beispiel aus einfacher Schamotte, aber auch aus ALuminiumoxid oder Siliziumkarbid bestehen .

Bei einer Ausführungsform, bei der die Auflager auf den zugehörigen Stab aufgesetzt werden, kann ihre Ausrichtung beliebig erfolgen. Dadurch werden verschiedene geometrisch Anordnungen ermöglicht.

Verlaufen zwei korrespondierende Stäbe im Abstand zuein¬ ander in vertikaler Ausrichtung vor einer Ofeπseiteπwand , so können die Auflager gegeneinander gerichtet sein, so daß die darauf aufgesetzte elektrische Widerstands- heizuπg parallel zur Ofenseitenwaπd verläuft. Vorzugs¬ weise sind mehrere Stäbe im Abstand zueinander angeordnet und vorzugsweise mit jeweils mehreren Auflagern ausgebil¬ det, auf denen mehrere mit einem Heizdraht umwickelte Tragstangen im Abstand zueinander aufliegen. Um eine möglichst gleichmäßige Wärmeübertragung auf das Gut zu erreichen, ist die Anordnung vorzugsweise vor beiden Ofeπseitenwänden eingerichtet,

Es ist aber auch möglich, sofern auf beiden Seiteπwänden entsprechende Anordnungen vorhanden sind, die Auflager im oberen Bereich der Stäbe zum Ofeπinnenraum hin auszu¬ richten, so daß eine elektrische Heizeinrichtung auch

HHSATZBLATT

quer über dem Brenngut angeordnet werden kann. Da die in metallischen oder nichtmetallischen Widerstandskörpern entwickelte Wärme insbesondere durch Strahlung und nur in geringerem Maße durch Leitung oder Koπvektioπ auf das Wärmegut übertragen wird, kann so eine zusätzliche Wärmequelle geschaffen werden.

Selbstverständlich kann aber anstelle der zwischen den

Seitenwänden verlaufenden Heizeinrichtung auch ein weiterer Stab horizontal verlaufen, mit dem die vertikal vor den Wänden angeordneten Stäbe stabilisiert werden.

Eine Flexibilisierung der Heizungsanordnung kann dadurch erreicht werden, daß zwischen mehreren auf einem Stab angeordneten Auflagern ein oder mehrere Distanzstücke eingeschoben werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Heizeinrichtungen kann so variiert werden.

Es ist selbstverständlich, daß die erfindungsgemäße Ein¬ richtung aus Stäben und der dazwischen angeordneten elektrischen Heizeinrichtung auch bei Öfen eingesetzt werden kann, die mit einer konventionellen feuerfesten Ausmauerung versehen sind, wenngleich die Erfindung in erster Linie dazu dient, eine elektrische Beheizung auch bei solchen Öfen zu ermöglichen, die mit einer nicht- tragenden wärmedämmenden Auskleidung versehen sind. Die erfindungsgemäße Ausbildung umgeht das Problem der Be¬ festigung in den mit der wärmeisolierenden Auskleidung versehenen Wänden durch die Anordnung separater Stäbe, die vorzugsweise zwischen Boden und Decke des Ofens ange¬ ordnet und dort gehalten sind.

Anstelle der vorstehend beschriebenen Anordnung der erfin¬ dungsgemäßen Einrichtung für die Heizelemente können die Stäbe auch unmittelbar auf einer Transport- und/oder Trageinrichtuπg für das Brenπgut angeordnet werden, also

ERSÄTZBLATT

insbesondere auf einem Ofenwageπ. Die Stäbe können dann zur Fixierung zum Beispiel in das Wagenplateau eingesteckt werden. Die Stäbe können dann auch gleichzeitig zur Auf¬ nahme von Tragplatten für das Breπngut dienen.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich durch die übrigen Ansprüche und Beschreibungsunterlagen ,

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in schematischer Darstellung:

Figur 1: einen Ausschnitt eines Industrieofens gemäß der Erfindung im Längsschnitt,

Figur 2: einen Stab mit daran angeschlossenen Tragstangen,

Figur 3: eine weitere Ausbildung eines Stabes mit ange¬ schlossenen Tragstangen,

Figur 4: einen vergrößerten Ausschnitt eines Stabes mit einem Auflager für eine Tragstange und

Figur 5: ein gegenüber der Figur 4 geringfügig abgeänder¬ tes Auflager für eine Tragstange.

In Figur 1 ist mit 10 ein Industrieofen zum Brennen von keramischen Formteilen dargestellt. Die Wände 12 (in der Figur ist nur eine Seiteπwand 12 dargestellt) sowie

ERSATZBLATT

der Boden 14 und die Decke 16 bestehen jeweils aus einer tragenden Stahlplatte 18, die an ihrer nach innen gerich¬ teten Fläche mit einer Ausmauerung 20 aus feuerfesten Steinen einer Schamottequalität versehen ist. Vor dieser Ausmauerung 20, also in Richtung auf den Ofenraum 22, sind Platten 24 aus Aluminiumoxid-Fasern angeordnet. Die Platten 24 sind über (nicht dargestellte) Befestigungs¬ anker aufgehängt, die in der Ausmauerung 20 festsitzen. Der feuerfeste, faserige Isolierwerkstoff kann mit einem Bindemittel benetzt und geringfügig verdichtet sein.

In der Ausmauerung 20 des Bodens 14 beziehungsweise der Decke 16 sind im Abstand zueinander und im Abstand zu den Platten 24 im Bereich der Seitenwände 12 zum Ofen¬ raum 22 hin offene zylinderförmige Sacklöcher 26a,b,26c,d eingearbeitet. In den Sacklöchern 26a,b beziehungsweise 26c,d sitzen senkrecht Stäbe 28 ein, wobei die Sacklöcher 26a,b;26c,d so angeordnet sind, daß die Stäbe 28 parallel, aber in geringem Abstand zu der dargestellten Seiteπwand 12 verlaufen. Die Länge der Stäbe 28, die im dargestell¬ ten Ausführungsbeispiel aus Siliziumkarbid bestehen und entsprechend den zylinderförmigeπ Sacklöcherπ 26a,b;26c,d einen kreisförmigen Querschnitt haben, der etwas kleiner ist als der Durchmesser der Sacklöcher 26a,b;26c,d, ist so gewählt, daß die Stäbe 28 zuerst in die Sacklöcher 26a beziehungsweise 26c im Bereich der Decke 16 einge¬ schoben werden und danach durch axiale Verschiebung in die Sacklöcher 26b, 26d des Bodens 14 eingesteckt werden können. In ihrer Endstellung stützen sich die Stäbe 28 auf dem Grund der Sacklöcher 26b, 26d des Bodens 14 (der Ausmauerung 20) ab und ragen noch geringfügig in die Sacklöcher 26a, 26c der Decke 16.

IHSATZBLATT

Vor dem Einbringen der Stäbe 28 werden auf jeden Stab 28 eine vorgegebene Anzahl von Auflagern 30 (hier jeweils vier Stück 30a,b,c,d) aufgesteckt. Die Auflager 30a,b,c,d weisen eine Zylinderform auf, wobei die mittige Durch¬ gangsbohrung zur Aufnahme des Stabes 28 dient. Jedes Auflager 30a,b,c,d ist an einem Ende mit einem verbrei¬ terten Ringflansch 32 ausgebildet. Am stirnseitigen Ende jedes Ringflansches 32 verlaufen in fluchtender Ausrichtun zwei rinπenförmige Vertiefungen 34, die sich mit Abstand von der Mittenöffnung bis zum Rand des Ringflansches 32 erstrecken. Die Anordnung ist so gewählt, daß die rinnenförmigen Vertiefungen parallel zur Seitenwand 12 verlaufen .

Wie sich aus Figur 1 ergibt, dienen jeweils zwei Ver¬ tiefungen 34 der Auflager 30a ;30b ; 30c ;30d zweier benach¬ barter Stäbe 28 zur Aufnahme jeweils einer Tragstange 36a,b,c,d, wobei jede Tragstange 36a,b,c,d mit einem nicht dargestellten Heizdraht umwickelt ist.

Aufgrund der dargestellten Anordnung verlaufen die Trag¬ stangen 36a,b,c,d parallel zur Seitenwand 12 und im Ab¬ stand zueinander horizontal übereinander. Der Abstand der Tragstangen 36a,b,c,d ist durch die Bauhöhe der Auf¬ lager 30a,b,c,d gegeben. Die Tragstangen 36a,b,c,d weisen einen kreisförmigen oder kreisringförmigen Querschnitt auf.

Es können auch einzelne Tragstangen weggelassen werden, so daß sich der Abstand der Tragstangen zueinander auch auf diese Weise einstellen läßt.

ERS ATZBL ATT

Im dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Trag¬ stangen 36a,b,c,d den gleichen Querschnitt wie die Stäbe 28 auf.

Wenngleich in Figur 1 nur zwei Stäbe 28 vor einer Seiten¬ wand 12 dargestellt sind, so ist es doch besonders vorteil¬ haft , wenn vor beiden Seitenwänden eine Vielzahl von Stäben 28 hintereinander angeordnet sind und zwischen ihnen jeweils eine Vielzahl von elektrischen Heizelemen¬ ten 36 aufliegen.

Bei dem ersten und letzten Stab 28 einer Reihe braucht dann jedes Auflager 30a,b,c,d nur eine rinnenförmige Auflagefläche 34 aufzuweisen.

Die Stäbe 28 brauchen nicht, wie in Figur 1 dargestellt, in den Boden 14 beziehungsweise die Decke 16 gesteckt zu werden. Es ist auch möglich, sie einzeln wie Stative auszubilden und aufzustellen. Ebenso ist es möglich, sie im Deckeπbereich aufzuhängen.

Die geometrische Gestaltung der Stäbe 28, Auflager 30a,b,c,d und Heizelemente 36a,b,c,d kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen, wie in den weiteren Figuren beispiel¬ haft dargestellt ist.

In Figur 2 ist ein Stab 38 mit kreisförmigem Querschnitt dargestellt. In diesem Stab 38 sind mehrere querverlau¬ fende, mit Abstand übereinander angeordnete, durchgehende Öffnungen beziehungsweise Bohrungen vorgesehen, in die als kurze Stäbe ausgebildete Auflager 40 mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt eingesteckt sind. Die

EHSATZB .

zugehörigen Tragstangen 42 weisen an ihrem freien Enden an der Oberfläche verlaufende Nuten (nicht dargestellt) auf, über die sie auf die Auflager 40 aufgelegt werden. Ebenso ist es möglich, die Stirnseiten der Tragstangen 42 mit axialen Bohrungen zu versehen, in die die Auflager 40 eingesteckt werden.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 weist der Stab 44 einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei die Stirnflächen der Schenkel 44a , b senkrecht zur Ofen-Seitenwand 12 ver¬ laufen. Auch hier besitzt der Stab 44 durch die Schenkel 44a , b verlaufende Bohrungen, in die stabartige Auflager 46 eingesetzt sind. Die Auflager 46 nehmen an ihren aus dem Stab 44 herausragendeπ Enden jeweils eine elektrische Heizeinrichtung 48 in der gemäß Figur 2 erläuterten Weise auf. Zusätzlich ist jedes Auflager 46 in seinem mittleren Bereic * . mit einer Öffnung 50 versehen, in die ein geeig¬ netes Werkze-ug ein-gesteckt werden kann. M t diesem Werk-- zeug ist ein leichtes, axiales Verschieben der Auflager 46 möglich. Anstelle der Öffnung 50 kann auch ein kurzer Stift vorgesehen sein, der ebenfalls das Verschieben der Auflager 46 erleichtert, wenn diese in entsprechende Axialbohrungeπ der Tragelemente 48 eingeschoben werden. Um sicherzustellen, daß die Auflager 46 ihre Endlage sicher einnehmen können, können Kerben oder Vertiefungen vorgesehen werden, die mit der Wand beziehungsweise den Schenkeln 44a , b des Stabes 44 arretierend zusammenwirken.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 weist der Stab 54 eine durchgehende Öffnung mit halbkreisförmigem Quer¬ schnitt auf, in die ein Auflager 56 mit halbkreisring-

förmigem Querschnitt eingesteckt ist. Das Auflager 56 nimmt in ähnlicher Weise wie die Auflager 30a,b,c,d gemäß Figur 1 eine Tragstange 52 mit kreisförmigem beziehungs¬ weise kreisriπgförmigem Querschnitt auf.

Beim Ausführuπgsbeispiel gemäß Figur 5 besitzt die Öff¬ nung im Stab 58 einen rechteckigen Querschnitt. In diese Öffnung ist ein Auflager 60 mit U-förmigem Querschnitt eingesteckt, auf dem ein elektrisches Heizelement (Trag¬ stange) 62 aufliegt. Hier kann die Tragstange 62 auch einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt be¬ ziehungsweise einen entsprechenden Hohlquerschπitt be- sitzen.

In Abänderung der dargestellten Ausführuπgsbeispiele ist es auch möglich, das beziehungsweise die Auflager einstückig mit dem zugehörigen Stab auszubilden. Auf jeden Fall wird es vorteilhaft sein, A ' ufläger und Stab aus ein und demselben Material, zum Beispiel Silizium¬ karbid, herzustellen, um thermische Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten zu vermei¬ den .

Insbesondere um eine Verstellmöglichkeit der Auflager zu gewährleisten, sieht eine Ausführungsvariante der Erfindung vor, den Stab mit mehreren im Abstand zueinander angeordneten Bohrungen auszubilden , in die die Tragele- mente an beliebigen Stellen eingehakt werden.

Die einzelnen Heizelemente werden in geeigneter Weise untereinander verbunden und endseitig dann durch die Seitenwände des Ofens nach außen geführt und dort mit einer entsprechenden Energiequelle verbunden.

ERSAT ZBL ATT

Anstelle der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist auch eine "mobile" Anordnung möglich. Während die auch anhand der Zeichnung dargestellte Lösung vorsieht, die Stäbe und Auflager ortsfest vorzugsweise zwischen Boden und Decke des Ofenkanals anzuordnen, kann die er- fiπdungsgemäße Einrichtung auch zum Beispiel auf einem Ofeπwagen montiert und mit diesem durch den Ofenkanal (bei einem Durchlaufofen) geführt oder in den Ofenraum (bei einem stationären Ofen) geschoben werden. Vorzugsweise sind in den Transport- beziehungsweise Trageinrichtungeπ für das Brenngut dann Aufnahmen vorgesehen, in die die beschriebenen Stäbe einfach eingesteckt werden. Durch Anordnung verschiedener Stäbe im Abstand zueinander kann so zum Beispiel eine Uπterheizung für das Breπngut auf einem Ofenwagen eingerichtet werden.

Zusammen fa ssung

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