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Title:
ELECTRICALLY TRIGGERED VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/077179
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrically triggered valve whose axial operational air gap (XA) is located on the side of an armature (13) which faces away from the valve control piston (2), said armature cooperating with the valve control piston (2), such that the valve control piston (2) can be moved in the direction of the first valve control edge (3) by the actuator (1) when said actuator (1) is actuated. The valve control piston (2) is not hydraulically pressure-compensated by means of several inserted elements (8).

Inventors:
Voss, Christoph (Schäfflestrasse 13, Frankfurt Am Main, 60386, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/050065
Publication Date:
July 27, 2006
Filing Date:
January 06, 2006
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestrasse 7, Frankfurt, 60488, DE)
Voss, Christoph (Schäfflestrasse 13, Frankfurt Am Main, 60386, DE)
International Classes:
F16F9/46; F16K31/06
Domestic Patent References:
WO2006008272A1
WO2001036243A1
Foreign References:
DE19624898A1
FR2805492A1
DE19624898A1
Attorney, Agent or Firm:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestrasse 7, Frankfurt, 60488, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Elektrisch ansteuerbares Ventil, insbesondere für einen regelbaren Stoßdämpfer, mit einem Stellantrieb, einem vom Stellantrieb betätigbaren Ventilsteuerkolben, der wahlweise entweder an einer ersten oder einer zweiten Ventilsteuerkante im Ventilgehäuse anlegbar ist, die in einer Reihenschaltung angeordnet sind, um einen ersten und einen zweiten Ventilöffnungsquerschnitt mittels des Ventilsteuerkolbens reziprok proportional zueinander verändern zu können, dadurch gekennzeichnet, dass ein axialer Arbeitsluftspalt (XA) des elektrischen Stellantriebs (1 ) auf der vom Ventilsteuerkolben (2 ) abgewandten Seite eines mit dem Ventilsteuerkolben (2 ) zusammenwirkenden Magnetankers (13) angeordnet ist, so dass bei elektrischer Betätigung des Stellantriebs (1 ) der Ventilsteuerkolben (2 ) vom Stellantrieb (1 ) zur Reduzierung des ersten Ventilöffnungsquerschnitts (Vl ) in Richtung auf die erste Ventilsteuerkante (3) bewegbar ist .
2. Ventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsteuerkolben (2 ) als Ventilkolben mit konstantem Außendurchmesser ausgeführt ist, der durch einen oder mehrere geeignete hydraulisch beaufschlagbare Einsatzkörper (8 ) hydraulisch nicht druckausgeglichen ist .
3. Ventil nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des hydraulisch nicht druckausgeglichenen Zustands der Ventilsteuerkolben (2 ) einen ersten sowie einen zweiten Kolbenabschnitt (2a, 2b) aufweist, dass die beiden Kolbenabschnitte (2a, 2b) zur druckmitteldichten Hindurchführung der Einsatzkörper (8 ) mit Durchgangsöffnungen versehen sind, wobei sich die Einsatzkörper (8 ) mit ihren voneinander abgewandten Enden an Anschlägen (12 ) abstützen, die beabstandet zu den beiden Stirnflächen des Ventilsteuerkolbens (2 ) im Ventilgehäuse (4 ) und/oder einer Laufbuchse ( 6) fixiert sind.
4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzkörper (8 ) als an den Anschlägen (12 ) verharrende Zylinderstifte ausgeführt sind, zu denen der Ventilsteuerkolben (2 ) zum Zwecke der hydraulischen Druckbegrenzung oder Druckregelung relativ verschiebbar ist .
5. Ventil nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet:, dass die Einsatzkörper (8 ) infolge des im Ventilgehäuse (4 ) herrschenden Hydraulikdrucks mit ihren vom Ventilsteuerkolben (2 ) abgewandten Enden an den Anschlägen (12 ) verharren .
6. Ventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Parallelschaltung zur ersten Ventilsteuerkante (3) eine erste Blendenöffnung (Sl ) vorgesehen ist, deren Blendenquerschnitt (Sl ) kleiner ist als eine parallel zur zweiten Ventilsteuerkante (3' ) angeordnete zweite Blendenöffnung (S2 ) .
7. Ventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsteuerkolben (2 ) an seinem Umfang j eweils im Überdeckungsbereich der beiden Ventilsteuerkanten (3, 3' ) eine die Strömungskräfte zumindest teilweise kompensierende Körpergeometrie aufweist, die in Form einer insbesondere hohlkeh lenförmigen Ausnehmung (15) und/oder vereinfacht als Ringnut ausgeführt ist . Ventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Blendenöffnungen (Sl , S2 ) und die beiden Ventilsteuerkanten (3, 3' ) in einer den Ventilsteuerkolben (2 ) führenden Laufbuchse ( 6) angeordnet sind, wobei die Laufbuchse ( 6) in das Ventilgehäuse (4 ) flüssigkeitsdicht eingesetzt ist .
Description:
Elektrisch ansteuerbares Ventil

Die Erfindung betrifft ein elektrisch ansteuerbares Ventil, insbesondere für die Verwendung in einem regelbaren Stoss- dämpfer, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 196 24 898 C2 sind bereits elektrisch ansteuerbare Ventile zur Verwendung in einem Stossdämpfer bekannt . Diese Ventile bilden eine Ventilbaugruppe, die aus einem Vorstufen- und einem Hauptstufenventil besteht . Zur elektrischen Ansteuerung des Vorstufenventils ist ein Stellmagnet vorgesehen, der zur variablen Einstellung eines Ventilöffnungsquerschnitts im Ventilgehäuse mit einem Ventilkolben verbunden ist, dessen Ventildichtflächen mit einem Ventilsitz im Ventilgehäuse zusammenwirken .

Die Aufgabe der Erfindung ist es , ein Ventil, insbesondere für den Einsatz in einem Stoßdämpfer, mit möglichst geringem Aufwand derart zu gestalten, dass unter Verwendung möglichst einfacher, funktionssicherer Mittel eine Druckregel- als auch Druckbegrenzungsfunktion gewährleistet ist .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß für ein Elektromagnetventil der angegebenen Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst .

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels für ein Ventil in verschiedenen Betriebsstellungen hervor .

Es zeigen :

Fig . 1 einen Längsschnitt durch ein Ventil mit den der Erfindung zugrunde liegenden Merkmalen in einer ersten Druckregelstellung, in welcher der Erregerstrom dem maximalen elektrischen Ansteuerstrom imax der Ventilspule zur Betätigung eines Ventilsteuerkolbens entspricht, wodurch der gewünschte Fluidstrom unter hohem Fluiddruck das Ventil durchströmt, wozu ein erster Ventilöffnungsquerschnitt Vl verschlossen, eine Blendenöffnung Sl sowie ein stromaufwärts dazu angeordneter zweiter Ventilöffnungsquerschnitt V2 freigegeben ist,

Figur 2 das Ventil nach Figur 1 in einer weiteren Druckregelstellung, in welcher der Erregerstrom dem minimalen elektrischen Ansteuerstrom imin entspricht, wodurch der gewünschte Fluidstrom unter geringem Fluiddruck das Ventil durchströmt, wozu infolge einer Zwischenstellung des Ventilsteuerkolbens beide Ventilöffnungsquerschnitte Vl , V2 teilweise freigegeben sind,

Figur 3 das Ventil nach Figur 1 in einer Stellung, in welcher das Ventil elektrisch nicht angesteuert (Erregerstrom i=0 ) bzw . nicht ansteuerbar (Fail-Safe- Stellung) ist, wobei zur Druck- und Durchflussbegrenzung auf gewünschte, fest eingestellte Werte ein erster Ventilöffnungsquerschnitt Vl freigegeben sowie ein zweiter Ventilöffnungsquerschnitt V2 verschlossen und ein Fluidstrom durch eine parallel zum Ventilöffnungsquerschnitt angeordnete Blendenöffnung S2 gelangt,

Figur 4 ein Kennlinienfeld zur Verdeutlichung der aus den Ventilschaltstellungen nach Fig . 1-3 resultierenden Fluidströme,

Fig .5-12 die einzelnen Herstellschritte für das Ventil .

Exemplarisch für alle Abbildungen soll anhand der Figur 1 zunächst der prinzipielle Aufbau des erfindungsgemäßen Ventils beschrieben werden .

Es zeigt die Fig . 1 im Längsschnitt ein elektrisch betätigbares , monodirektional betriebenes Ventil, das vorzugsweise zur Regelung eines Stossdämpfers in einem Kraftfahrzeug verwendet wird. Das Ventil besteht aus einem elektrischen Stellantrieb 1 , bestehend aus einem in Tauchkolbenbauweise ausgeführten Magnetanker 13 und einer Ventilspule 5. Der Magnetanker 13 ist über einen stößeiförmigen Fortsatz 7 mit dem Ventilsteuerkolben 2 verbunden . Der Ventilsteuerkolben 2 hat im wesentlichen die Kontur eines Ventilschieberkolbens , der mit seiner Mantelfläche an zwei in Reihe zueinander im Ventilgehäuse 4 ausgerichteten Ventilsteuerkanten 3, 3' wechselweise anlegbar ist . Die beiden Ventilsteuerkanten 3, 3' sind durch zwei Querbohrungen innerhalb einer im Ventilgehäuse 4 eingesetzten Laufbuchse 6 gebildet, die von zwei Kolbenkanten des Ventilsteuerkolbens 2 verschlossen oder freigegeben werden . Zur Herstellung der ersten Kolbenkante weist der Ventilsteuerkolben 2 im Bereich der ersten Ventilsteuerkante 3 eine an seinem Umfang hohlkehlenförmig umlaufende Ausnehmung 15 auf, während die zweite Kolbenkante am Ventilsteuerkolben 2 durch eine Ausnehmung 15' in Form einer V-förmigen Ringnut ausgeführt ist, die sich auf der Höhe der zweiten Ventilsteuerkante 3' und einem in der Laufbuchse 6 unterhalb der zweiten Ventilsteuerkante 3' vorgesehenen Einlasskanal 11 erstreckt . Letztere Ausnehmung 15' ist

vorteilhaft derart tief im Ventilsteuerkolben 2 ausgeführt, dass der Fluidstrom beim Passieren des Einlasskanals 11 einen im Durchmesser exakt definierten, sich in Kolbenlängsrichtung in die Ausnehmung 15' erstreckenden Einsatzkörper 8 hydraulisch zu beaufschlagen vermag .

Dieser eine von mehreren Einsatzkörpern 8 des Ventilsteuerkolben 2 trägt vorteilhaft zur Herstellung eines für die einwandfreie Ventilfunktion hydraulisch nicht druckausgeglichenen Zustands des Ventilkolbens 2 bei . Der Ventilsteuerkolben 2 weist hierzu einen ersten sowie einen zweiten Kolbenabschnitt 2a, 2b auf, die beide durch den Kolbenschaft im Bereich einer nutförmigen Einschnürung 21 miteinander verbunden sind. Durch die nutförmige Einschnürung 21 lassen sich auch die beiden durch den ersten Kolbenabschnitt 2a des Ventilsteuerkolbens 2 hindurchgeführten Einsatzkörper 8 in gewünschter Weise hydraulisch beaufschlagen .

Zur druckmitteldichten Ein- bzw . Hindurchführung aller Einsatzkörper 8 sind die beiden Kolbenabschnitte 2a, 2b mit Durchgangsöffnungen versehen . Die Einsatzkörper 8 stützen sich mit ihren aus dem Ventilsteuerkolben 2 hervorstehenden Enden an Anschlägen 12 ab, die beabstandet zu den beiden Stirnflächen des Ventilsteuerkolbens 2 im Ventilgehäuse 4 bzw . an der Laufbuchse 6 fixiert sind.

Die Einsatzkörper 8 sind bevorzugt als metallisch in den Durchgangsöffnungen gedichtete Zylinderstifte ausgeführt, die unter hydraulischer Beaufschlagung an den Anschlägen 12 verharren, während sich der Ventilsteuerkolben 2 zum Zwecke der hydraulischen Druckbegrenzung oder Druckregelung relativ zu den Einsatzkörpern 8 bewegt .

Nachfolgend soll der vorteilhafte Aufbau der Laufbuchse 6 erläutert werden :

Der Einlasskanal 11 durchdringt als Querbohrung unterhalb der zweiten Ventilsteuerkante 3' die Laufbuchse 6. Zwischen dem Einlasskanal 11 und der zweiten Ventilsteuerkante 3' weist die Laufbuchse 6 eine gleichfalls als Querbohrung die Laufbuchse 6 durchdringende Blendenbohrung S2 auf . Stromabwärts zur zweiten Ventilsteuerkante 3' befindet sich als Querbohrung in der Laufbuchse 6 ausgeführt die erste Ventilsteuerkante 3 sowie die (erste) Blendenöffnung Sl . Am unteren Ende ist die Laufbuchse 6 mit einem deckeiförmigen Anschlag 12 verschlossen, an dem sich der in den unteren Kolbenabschnitt 2b eingesetzte Einsatzkörper 8 abstützt .

Ein Auslasskanal 10 befindet sich stromabwärts zur ersten Ventilsteuerkante 3 und stromabwärts zur ersten Blendenöffnung Sl oberhalb der Laufbuchse 6 im Ventilgehäuse 4.

Der Ventilsteuerkolben 2 ist ebenso wie der Magnetanker 13 als präzise im Ventilgehäuse 4 geführter Tauchkolben konzipiert . Um einen Druckausgleich für die Leckageströme entlang dem metallisch im Ventilgehäuse 4 dichtenden Mantelflächen des Ventilsteuerkolbens 2 und des Magnetankers 13 zu ermöglichen, weist die aus dem Ventilsteuerkolben 2 , dem Fortsatz 7 und dem Magnetanker 13 bestehende einstückige Ventilbaugruppe eine Durchgangsbohrung 14 auf, die sich längs in der Ventilbaugruppe erstreckt .

Ferner befindet sich zwischen dem Magnetanker 13 und dem Ventilgehäuse 4 eine Druckfeder 9, um den Ventilsteuerkolben 2 im elektrisch stromlosen Zustand an der zweiten Ventilsteuerkante 3' positionieren zu können . Generell wird die Dichtwirkung zwischen den Ventilsteuerkanten 3, 3' und dem Ventilsitzkörper 2 ausschließlich durch Kantenüberdeckung hergestellt .

Durch das Zusammenwirken des Ventilsteuerkolbens 2 mit den Ventilsteuerkanten 3, 3' ergeben sich bei elektromagnetischer Erregung des Stellantriebs 1 zwei variabel einstellbare Ventilöffnungsquerschnitte Vl , V2 im Bereich der Lauf- buchse 6, durch die ein geregelter Fluidstrom gelangt .

Der veränderbare zweite Ventilöffnungsquerschnitt V2 befindet sich stromaufwärts zum ersten Ventilöffnungsquerschnitt Vl in einer Reihenschaltung zum ersten Ventilöffnungsquerschnitt Vl , wobei beide Ventilöffnungsquerschnitte Vl , V2 mittels des Ventilsteuerkolbens 2 reziprok proportional zueinander zu öffnen bzw . zu verschließen sind.

Im Bereich des ersten Ventilöffnungsquerschnitts Vl befindet sich die Blendenöffnung Sl , deren Blendenquerschnitt kleiner ist als eine im Bereich des zweiten Ventilöffnungsquerschnitt V2 vorgesehene Blendenöffnung S2. Die Blendenöffnungen Sl , S2 sind als Bohrungen in Längs- und Querrichtung in die Laufbuchse 6 eingebracht . Durch die Blendenöffnungen Sl , S2 lässt sich beim Anlegen des Ventilsteuerkolbens 2 an der ersten oder zweiten Ventilsteuerkante 3, 3' der Druckanstieg p in Abhängigkeit vom Volumenstrom Q (Bereich I des in Figur 4 abgebildeten Kennfeldes ) in gewünschter Weise begrenzen .

Um das in Figur 4 abgebildete Kennlinienfeld und damit die gewünschte Funktion des Ventils realisieren zu können, sind die hydraulische beaufschlagten Flächen des Ventilsteuerkolbens 2 unter Berücksichtung der Feder- und Magnetkraft unterschiedlich auszulegen, weshalb die hydraulisch beaufschlagte Kolbenfläche A3 des Ventilsteuerkolbens 2 im Bereich des Einlasskanals 11 kleiner als die Kolbenfläche A2 des Ventilsteuerkolbens 2 im Bereich der zweiten Ventilsteuerkante 3' zu bemessen ist, andererseits j edoch ist die Kolbenfläche A3 größer zu bemessen als die Kolbenfläche Al im Bereich der ersten Ventilsteuerkante 3.

Um die gewünschten Kolbenflächenverhältnisse Al<A3<A2 unter fertigungstechnisch sinnvoller Beibehaltung eines konstanten Außendurchmessers am Ventilsteuerkolben 2 auf möglichst geschickte Weise realisieren zu können, sind die hydraulisch beaufschlagten Kolbenflächen Al , A2 , A3 von den als Zylinderstiften ausgeführten, im Durchmesser zur gewünschten Beeinflussung der Kolbenflächen Al , A2 , A3 festgelegte Einsatzkörpern 8 durchdrungen . Durch eine geeignete Durchmesserwahl der Einsatzkörper 8 lässt sich aufgrund der Wirkflächendifferenz somit die in Figur 4 abgebildete Ventilfunktion präzise einstellen . In vorliegendem Ausführungsbeispiel werden daher im Kolbenabschnitt 2a zwei Einsatzkörper 8 mit den Durchmessern d2 , d3 und im Kobenabschnitt 2b ein Einsatzkörper 8 mit einem Durchmesser d4 eingesetzt, wodurch sich folgende hydraulisch beaufschlagte Wirkflächen ergeben :

Al= (π/4 ) (dl 2 -d2 2 -d3 2 )

A2= (π/4 ) (dl 2 )

A3= (π/4 ) (d4 2 ) wobei Al < A3 < A2 ist .

Der Erfindungsgegenstand ist vorteilhaft derart konzipiert, dass ein axialer Arbeitsluftspalt XA des elektrischen Stellantriebs 1 auf der vom Ventilsteuerkolben 2 abgewandten Seite eines mit dem Ventilsteuerkolben 2 zusammenwirkenden Magnetankers 13 angeordnet ist, so dass bei elektrischer Betätigung des Stellantriebs 1 der Ventilsteuerkolben 2 von der Ruheposition an der zweiten Ventilsteuerkante 3' in Richtung auf die erste Ventilsteuerkante 3 bewegbar ist .

Der Ventilsteuerkolben 2 ist aufgrund der durch die Einsatzkörper 8 realisierten unterschiedlichen Wirkflächen Al , A2 , A3 hydraulisch nicht druckausgeglichen, so dass unter Berücksichtigung der zwischen dem Ventilsteuerkolben 2 und dem

Stellantrieb 1 angeordneten Druckfeder 9 das in Figur 4 dargestelltes Kennfeld zustande kommt .

Eine weitere Verfeinerung bzw . eine gewünschte Beeinflussung der in Figur 4 gezeigten Kennlinien wird bei Bedarf durch eine geeignete spezielle Gestaltung der Geometrie der für den Einlasskanal 11 und die Steuerkanten 3, 3' vorgesehenen Durchgangsbohrungen in der Laufbuchse 6 erreicht

Die bei der Durchströmung des Ventils entstehen hydraulischen Strömungskräfte sind zumindest teilweise durch die skizzierte Körpergeometrie des Ventilsteuerkolbens 2 im Bereich der beiden Ausnehmungen 15, 15' kompensiert .

Nachfolgend soll nunmehr beispielhaft anhand den Fig . 1-4 die unterschiedlichen Ventilstellungen nebst den zugehörigen Kennlinien aufgezeigt werden .

Die Figur 1 zeigt das Ventil mit den der Erfindung zugrunde liegenden Merkmalen in einer ersten Druckregelstellung, in welcher der Erregerstrom dem maximalen elektrischen Ansteuerstrom der am Ventilgehäuse 4 angebrachten Ventilspule 5 entspricht . Infolge des maximalen Erregerstroms imax hält der Magnetanker 13 den Ventilsteuerkolben 2 entgegen der Wirkung der Rückstellfeder 9 in Überdeckung an der ersten Ventilsteuerkante 3, so dass zunächst ausschließlich über die Blendenöffnung Sl der Fluidstrom unter hohem Druck p vom Einlasskanal 11 zum Auslasskanal 10 gelangt . Entsprechend dem abgebildeten Strömungsverlaufs gelangt demnach das Druckmittel von unten in einen zwischen der Laufbuchse 6 und dem Ventilgehäuse 4 vorgesehenen ersten Ringraum 16, der sich bis zum Einlasskanal 11 erstreckt . Da der Einlasskanal 11 nur teilweise von der Mantelfläche des Ventilsteuerkolbens 2 verdeckt ist, gelangt das Druckmittel in die V- förmige Ausnehmung 15' , wird dort von der Kontur der Ausnehmung 15' in Richtung der nicht verschlossenen zweiten Ven-

tilsteuerkante 3' vorteilhaft umgelenkt, wonach das Druckmittel erneut in einen vom ersten Ringraum 16 getrennten zweiten Ringraum 17 gelangt, der eine hydraulische Verbindung zur ersten Ventilsteuerkante 3 und der dazu in der Laufbuchse 6 parallel angeordneten ersten Blendenöffnung Sl ermöglicht . Da der Ventilsteuerkolben 2 mit seiner Mantelfläche die erste Ventilsteuerkante 3 verschlossen hält, gelangt das Druckmittel ausschließlich über die erste Blendenöffnung Sl zum Auslasskanal 10 , wodurch sich infolge der Wirkung der Blendenöffnung Sl der in Figur 4 dargestellte Kennlinienverlauf im Kennfeldbereich I ergibt . Ab einem bestimmten Fluidstrom Q durch das Ventil ist der Druck p so groß, dass der Ventilsteuerkolben 2 infolge seiner hydraulisch beaufschlagten Stirnflächen entgegengesetzt zur Wirkung der Magnetkraft infolge der unterschiedlich großen Wirkflächen Al , A2 , A3 sich hydraulisch nach unten bewegt und damit die Ausnehmung 15 die erste Ventilsteuerkante 3 freigibt, wodurch sich der weitere Kennlinienverlauf in Figur 4 abflacht (Kennfeldbereich II , Kennlinie imax) .

Die Figur 2 zeigt abweichend von Figur 1 das Ventil in einer Regelstellung, in welcher der Erregerstrom dem minimalen e- lektrischen Ansteuerstrom der Ventilspule 12 entspricht . Infolge des minimalen Erregerstroms imin verschiebt der Magnetanker 13 den Ventilsteuerkolben 2 entgegen der Wirkung der Druckfeder 9 in eine stabilen Zwischenlage, in der beide Ventilsteuerkanten 3, 3' und damit deren Strömungsquerschnitte Vl , V2 freigegeben sind, um einen maximalen Durchfluß zwischen dem Einlass- und Auslasskanal 11 , 10 zu ermöglichen . In dieser Druckregelstellung kommt somit die im Diagramm nach Fig . 4 abgebildete Druckregelkennlinie imin zustande, woraus ein flacher Druckanstieg mit zunehmendem Volumenstrom Q zu entnehmen ist .

Die Figur 3 zeigt das Ventil in einer Stellung, in welcher das Ventil elektrisch nicht angesteuert (Erregerstrom i=0 ) bzw . nicht ansteuerbar ist (Fail-Safe-Stellung) . In diesem Zustand verschließt der Ventilsteuerkolben 2 infolge der Wirkung der Druckfeder 9 zunächst die zweite Ventilsteuerkante 3' , wodurch der zweite Ventilöffnungsquerschnitt V2 quasi bis auf den Fluidstrom über die Blendenöffnung S2 versperrt ist . Es ergibt sich infolge der Blendenwirkung zunächst der aus Figur 4 ersichtliche steile Kennnlinienver- lauf im Bereich I . Mit zunehmenden Fluidstrom wächst der auf die Wirkflächen des Ventilsteuerkolbens 2 lastende Hydraulikdruck so weit an, dass der Ventilsteuerkolben 2 entgegen der Wirkung der Druckfeder 9 hydraulisch betätigt die zweite Ventilsteuerkante 3' freigibt, wodurch die Druck- /Volumenstromkennlinie in Figur 4 beim Erregerstrom i=0 im Bereich II einen flacheren Verlauf aufweist .

Entsprechend dem Diagramm nach Fig . 4 lässt sich j e nach Größe des Erregerstroms i eine beliebige Kurvenschar durch beliebig viele Positionen des Ventilsteuerkolbens 2 dar stellen, wovon explizit anhand den Figuren 1-3 drei Kennlinienverläufe beispielhaft herausgestellt wurden . Auf der Ordinate des Diagramms ist j eweils der Druckanstieg p sowie entlang der Abszisse der Volumenstrom Q aufgetragen . Der steilere Anstieg der Kennlinie für i=imaχ gegenüber der Kennlinie für die Bedingung i=0 ergibt sich dadurch, dass die Blendenöffnung Sl kleiner als die Blendenöffnung S2 ist . Für die Bedingung, dass i=imin ist, ergeben sich die größten Strömungsquerschnitte Vl , V2 im Bereich der beiden Blendenöffnungen Sl , S2 , wodurch ein besonders drosselfreier und somit flacher Kennlinienverlauf den maximalen Durchfluß durch das Ventil veranschaulicht . In der konkreten Verwendung des vorgestellten Ventils für einen Stoßdämpfer bedeutet dies , dass mit steilerem Kennlinienverlauf die Dämpferwirkung zunimmt .

Anhand den Figuren 5-12 soll nachfolgend kurz der vorteilhafte Zusammenbau des Ventils beschrieben werden .

Die Figur 5 zeigt hierzu zunächst die als Tiefziehhülse ausgeführten Ventilgehäuses 4 , in die von unten der ebenfalls als Tiefziehteil ausgeführte ringscheibenförmige Anschlag 12 eingesetzt und vorzugsweise in einen verengten Stufenabschnitt des Ventilgehäuses 4 eingepresst ist . Von oben ist bis zum erweiterten Stufenabschnitt des Ventilgehäuses 4 ein Haltering 18 über die Ventilhülse 4 gestülpt, der zur Aufnahme des für den Magnetantrieb 13 vorgesehenen Jochrings dient . Der Haltering 18 ist mit dem Ventilgehäuse 4 und dem oberen Anschlag 12 im Bereich des oberen Stufenabschnitts laserverschweißt .

Die Figur 6 zeigt den im Kolbenabschnitt 2a bereits mit den beiden Einsatzkörpern 8 bestückten Ventilsteuerkolben 2 , der mit der Laufbuchse 6 von unten mit einem Montagewerkzeug 22 in das Ventilgehäuse 4 eingefügt ist . Die vom Anschlag 12 abgewandten Stirnflächen der stiftförmigen Einstellkörper 8 ruhen hierbei zunächst unter Schwerkraftwirkung am angrenzenden Kolbenabschnitt 2b .

Die Figur 7 zeigt den nächsten Montageschritt, wonach von oben in das Ventilgehäuse 4 der Magnetanker 13 bis zur Kon- taktierung des oberen Anschlags 12 auf den Fortsatz 7 aufge- presst wird. Die hierbei wirksame Reaktionskraft wird durch das Montagewerkzeug 22 aufgenommen .

Die Figur 8 zeigt die sich anschließende Montage der Druckfeder 9 und des Magnetkerns 19 von oben in das Ventilgehäuse 4 , wobei zur Einstellung des Ventilhubs ein Einstelldorn 20 durch die Bohrung im Montagewerkzeug 22 gegen die Unterseite des Ventilsteuerkolbens 2 drückt, bevor der Magnetkern 19

abschließend in der Ventilhülse 4 positioniert und verschweißt wird.

Die Figur 9 zeigt die anschließende Einstellung der Vorspannkraft der Druckfeder 9, indem während des Verschiebens einer im Magnetkern 19 auf die Druckfeder 9 wirkenden Einstellhülse 20 über den von unten gegen den Ventilsteuerkolben 2 wirkenden Einstelldorn 20 die Federkraft gemessen wird.

Nach Abschluss der zuvor erläuterten Einstellschritte wird das Montagewerkzeug 22 entfernt und gemäß Figur 10 von unten in die zunächst noch freie Durchgangsöffnung des Ventilsteuerkolbens 2 der Einsatzkörper 8 eingeschoben und gegen Herausfallen durch den deckeiförmigen Anschlag 12 an der Laufbuchse 6 gesichert .

Die Figur 11 zeigt das Aufsetzen der Ventilspule 5 mit dem Jochring auf das Ventilgehäuse 4 und zwar bis der Jochring am unteren Rand des Halterings 18 ruht . Danach folgt schließlich ein Verschweißen des Jochrings im Bereich des Kragens am Haltering 18 , wozu auf Figur 12 hingewiesen wird.

Bezugszeichenliste

1 Stellantrieb

2 Ventilsteuerkolben

3 Ventilsteuerkante 3' Ventilsteuerkante

4 Ventilgehäuse

5 Ventilspule

6 Laufbuchse

7 Fortsatz

8 Einsatzkörper

9 Druckfeder

10 Auslasskanal

11 Einlasskanal

12 Anschlag

13 Magnetanker

14 Durchgangsbohrung

15 Ausnehmung 15' Ausnehmung

16 Ringraum

17 Ringraum

18 Haltering

19 Magnetkern

20 Einstelldorn

21 Einschnürung

22 Montagewerkzeug

23 Einstellhülse

Vl erster Ventilöffnungsquerschnitt V2 zweiter Ventilöffnungsquerschnitt

51 erste Blendenöffnung

52 zweite Blendenöffnung XA Axialluftspalt