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Title:
ELECTROCHEMICAL ENERGY STORAGE CELL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/084026
Kind Code:
A1
Abstract:
The electric energy storage cell according to the invention is provided with: an active part, which is designed and adapted to store electric energy supplied externally and to release stored electric energy to the exterior; a casing consisting of a film material, which surrounds the active part in a gas- and liquid-tight manner; and at least two current collectors that are connected to the active part and are designed and adapted to supply electric current externally to the active part and to release electric current from the active part to the exterior. According to the invention, the part that is surrounded by the casing follows the contours of a prismatic structure with a substantially parallelepipedal form, said structure extending to a substantially lesser extent in a first spatial direction than in the other two remaining spatial directions and substantially defining two opposing, parallel flat faces and four narrow faces that connect the two flat faces. The first and the second current collectors project from the casing parallel to the planes of the two flat faces in opposite directions from two opposing narrow faces. The extension of said first and second current collector along the narrow faces from which they project is greater than half the length of said narrow faces.

Inventors:
HOHENTHANNER, Claus-Rupert (Liesingstrasse 5, Hanau, 63457, DE)
SCHAFER, Tim (Am Sportplatz 5, Niedersachswerfen, 99762, DE)
KAISER, Jorg (Aleger Strasse 7, Kamenz, 01917, DE)
Application Number:
EP2010/000448
Publication Date:
July 29, 2010
Filing Date:
January 26, 2010
Export Citation:
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Assignee:
LI-TEC BATTERY GMBH (Am Wiesengrund 7, Kamenz, 01917, DE)
HOHENTHANNER, Claus-Rupert (Liesingstrasse 5, Hanau, 63457, DE)
SCHAFER, Tim (Am Sportplatz 5, Niedersachswerfen, 99762, DE)
KAISER, Jorg (Aleger Strasse 7, Kamenz, 01917, DE)
International Classes:
H01M2/06; H01M2/02; H01M2/30; H01M10/04; H01M10/0525; H01M10/0585
Attorney, Agent or Firm:
SCHLOTTER, Alexander (Wallinger Ricker Schlotter Foerstl, Zweibrückenstrasse 5-7, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Elektroenergie-Speicherzelle, mit

einem aktiven Teil, der eingerichtet und angepasst ist, von außen zugeführte elektrische Energie zu speichern und gespeicherte elektrische E- nergie nach außen abzugeben;

einer Umhüllung aus einem Folienmaterial, welche den aktiven Teil gas- und flüssigkeitsdicht umhüllt; und

wenigstens zwei Stromabnehmern, die mit dem aktiven Teil verbunden sind und zur Zuführung elektrischen Stroms von außen an den aktiven Teil und zur Abgabe von dem aktiven Teil abgegebenen elektrischen Stroms nach außen eingerichtet und angepasst sind,

wobei der von der Umhüllung umhüllte Teil ein prismatisches Gebilde von im Wesentlichen quaderförmiger Gestalt beschreibt, dessen Ausdehnung in einer ersten Raumrichtung wesentlich kleiner als die Ausdehnung in den beiden verbleibenden Raumrichtungen ist, sodass im Wesentlichen zwei einander gegenüberliegende, im Wesentliche parallele flächige Seiten sowie vier die beiden flächigen Seiten verbindende Schmalseiten definiert sind, und

wobei der erste und der zweite Stromableiter parallel zu den Ebenen der beiden flächigen Seiten in entgegengesetzten Richtungen von zwei einander gegenüberliegenden Schmalseiten aus von der Umhüllung abra- gen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung des ersten und des zweiten Stromableiters entlang der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, größer ist als die Hälfte der Länge dieser Schmalseiten.

2. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Ausdehnung des ersten und des zweiten Stromableiters entlang der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, wenigstens zwei Drittel, vorzugsweise wenigstens drei Viertel der Länge dieser Schmalseiten beträgt.

3. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer des ersten und der zweiten Stromableiters in Bezug auf die jeweilige Schmalseite außermittig angeordnet ist.

4. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer des ersten und der zweiten Stromableiters in Bezug auf die jeweilige Schmalseite mittig angeordnet ist.

5. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste und der zweite Stromableiter im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, erstrecken.

6. Elektroenergie-Speicherzelle einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung aus einer vorzugsweise laminierten Folie besteht, welche das Laminat aus Elektroden und Trennschichten gas- und flüssigkeitsdicht umhüllt.

7. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung aus einer ersten Isolierschicht, einer Leiterschicht und einer zweiten Isolierschicht besteht, wobei die Isolierschichten vor- zugsweise aus einem Kunststoff bestehen und die Leiterschicht vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung oder einem anderen Metall oder einer anderen Metall-Legierung besteht.

8. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung wenigstens eine Schweißnaht, vorzugsweise zwei sich entlang gegenüberliegender Schmalseiten erstreckende Schweißnähte, besonders bevorzugt auch eine sich über eine der beiden flächigen Seiten hinweg oder entlang einer dritten Schmalseite erstreckende Schweißnaht aufweist.

9. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung zwei Teilfolien aufweist, die entlang der Schmalseiten miteinander verschweißt sind.

10. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Stromableiter einen inneren Teil, der sich innerhalb der Umhüllung befindet, und einen äußeren Teil, der sich außerhalb der Umhüllung befindet, aufweist, wobei der innere Teil des Stromableiters mit dem aktiven Teil der Speicherzelle verbunden ist.

11. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Stromableiter durch eine Schweißnaht der Umhüllung hindurch geführt ist.

12. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Stromableiter auf der Außenseite der Umhüllung aufliegt und durch die Umhüllung hindurch mit dem aktiven Teil kontaktiert ist.

13. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Stromableiter im abragenden Bereich wenigstens eine Bohrung aufweist.

14. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Stromableiter im abragenden Bereich eine Mehrzahl von Bohrungen aufweist, wobei vorzugsweise wenigstens eine der Bohrungen einen anderen Durchmesser als andere der Bohrungen aufweist.

15. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Stromableiter im abragenden Bereich wenigstens eine Bohrung an einer Stelle in Breitenrichtung aufweist, an welcher der andere Stromableiter keine Bohrung im abragenden Bereich aufweist.

16. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung und Abgabe der elektrischen Energie durch jeweilige elektrochemische Reaktionen erfolgen.

17. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine galvanische Zelle, insbesondere eine galvanische Sekundärzelle handelt.

18. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Teil eine Mehrzahl von Elektroden zweier Arten aufweist, wobei jeweils eine Elektrode einer ersten Art durch eine Trennschicht von der Elektrode einer zweiten Art getrennt ist, wobei die Elektroden der ersten Art und die Elektroden der zweiten Art jeweils miteinander und mit einem der Stromableiter verbunden sind.

19. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass jede Elektrode ein Laminat ist, das wenigstens zwei Schichten eines chemisch aktiven Materials und und wenigstens einer Schicht eines elektrisch leitenden Materials aufweist und mit einem Elektrolytmaterial getränkt ist, wobei die Schicht oder die Schichten des elektrisch leitenden Materials eine größere Länge als die Schichten des jeweiligen chemisch aktiven Materials aufweist und auf einer Seite des Laminats herausragt, wobei die Laminate der Elektroden mit jeweils dazwischen liegenden Trennschichten so angeordnet und vorzugsweise laminiert sind, dass die Schichten elektrisch leitenden Materials der Elektroden der einen Art auf einer Seite herausragen und dort miteinander verbunden sind, die einer Seite, auf welcher die Schichten elektrisch leitenden Materials der Elektroden der anderen Art herausragen und miteinander verbunden sind, in Längsrichtung gegenüberliegt.

20. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das chemisch aktive Material wenigstens einer der Elektroden eine Lithiumverbindung aufweist.

21. Elektroenergie-Speicherzelle nach Anspruch 19 oder 20 , dadurch gekennzeichnet, dass das chemisch aktive Material wenigstens einer der Elektroden Graphit aufweist.

22. Elektroenergie-Speicherzelle einem der Ansprüche 19 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Trennschicht ein Elektrolytmaterial aufweist.

23. Elektroenergie-Speicherzelle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Teil evakuiert ist.

Description:
Elektrochemische Energiespeicherzelle

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrochemische Energiespeicherzelle nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Batterien (Primärspeicher) und Akkumulatoren (Sekundärspeicher) zur Speicherung elektrischer Energie bekannt, die aus einer oder mehreren Speicherzellen aufgebaut sind, in denen bei Anlegen eines Ladestroms elektrische Energie in einer elektrochemischen Ladereaktion zwischen einer Kathode und einer Anode in bzw. zwischen einem Elektrolyten in chemische Energie umgewandelt und somit gespeichert wird und in denen bei Anlegen eines elektrischen Verbrauchers chemische Energie in einer elektrochemischen Entladereaktion in elektrische Energie umwandelt wird. Dabei werden Primärspeicher in der Regel nur ein Mal aufgeladen und sind nach Entladung zu entsorgen, während Sekundärspeicher mehrere (von einigen 100 bis über 10000) Zyklen von Aufladung und Entladung erlauben. Es ist dabei anzumerken, dass auch Akkumulatoren bisweilen als Batterien bezeichnet werden, wie etwa Fahrzeugbatterien, die bekanntlich häufige Ladezyklen erleben.

In den letzten Jahren gewinnen Primär- und Sekundärspeicher auf der Basis von Lithiumverbindungen an Bedeutung. Diese weisen eine hohe Energiedichte und thermische Stabilität auf, liefern eine konstante Spannung bei geringer Selbstentladung und sind frei von dem sogenannten Memory-Effekt.

Es ist bekannt, Energiespeicher und insbesondere Lithium-Batterien und -Akkumulatoren in der Form dünner Platten herzustellen. Das Skript „Primäre und wiederaufladebare Lithium-Batterien" zum Praktikum Anorganisch- Chemische Technologie der TU Graz von Dr. K.-C. Möller und Dr. M. Winter aus dem Februar 2005 zeigt z.B. Lithium-Ionen-Polymerzellen im Format einer Scheckkarte oder gar einer SmartCard. Zum Funktionsprinzip einer Lithium- Ionen-Zelle wird beispielhaft auf dieses Skript verwiesen. Bei solchen Zellen werden Kathoden- und Anodenmaterial, Elektroden und Separatoren in Form dünner Folien auf geeignete Weise aufeinandergelegt (gestapelt) und in eine Hüllfolie aus einem Verbundmaterial verpackt, wobei Stromableiter an einer Kante der Zelle seitlich hervorragen. Insbesondere wird zunächst eine Strom- sammelfolie aus Streckmetall (Kupfer) zwischen zwei Anodenfolien aus Graphit gelegt und laminiert, und werden in gleicher weise zwei Stromsammeifolien aus Streckmetall (Aluminium) jeweils zwischen zwei Kathodenfolien aus LiCoO2 gelegt und laminiert. Dabei weisen die Kathodenfolien jeweils die halbe Kapazität einer Anodenfolie auf. Dann wird das Folientriplett der Anode zwischen zwei Separatorfolien einlaminiert, und anschließend werden auf dieses Paket die zwei Folientripletts der Halbkathoden auflaminiert. Eine solche Zelle wird danach extrahiert und getrocknet, mit Elektrolyt aus 1 M UCIO4 in 1 :1 Ethylencarbo- nat:Dimethylcarbonat getränkt und in Aluminium-Verbundfolie eingeschweißt, und zwar so, dass jeweilige verlängerte Abschnitte der Stromsammeifolien auf einer Seite durch die Schweißnaht hindurchtreten und als Anschlüsse bzw. Stromableiter nach außen hervorstehen.

Ein ähnlicher Aufbau ist auch in der EP 1 475 852 A1 beschrieben. Hier sind zwei Folientripletts auf der Anodenseite und drei Folientripletts auf der Kathodenseite vorgesehen, jeweils im Wechsel angeordnet und durch Separatorfolien voneinander getrennt. Durch Änderung der Anzahl der Anoden- und Kathodenpaare kann die Kapazität einer solchen Zelle nach Bedarf eingestellt werden. Ferner unterscheidet sich der Aufbau der nach außen geführten Stromabnehmer von dem in dem vorstehend genannten Skript gezeigten. Und zwar werden hier nicht jeweilige Verlängerungen der Stromsammeifolien zusammengefasst und gemeinsam durch eine Schweißnaht der Verbundfolie hindurch nach außen ge- führt; vielmehr werden die Enden der Stromsammeifolien innerhalb der Hüllfolie zusammengefasst und durch Verbindungsmittel wie etwa Nieten, die senkrecht durch die Hüllfolie hindurch verlaufen, mit einem außen auf der Hüllfolie aufliegenden, stabförmigen Stromableiter verbunden. Als Widerlager ist innerhalb der Hüllfolie zwischen dieser und den aufeinander liegenden Enden der jeweiligen Elektrode ein Metallstück vorgesehen, das mit vernietet ist. Ferner ist innen und außen zwischen der Hüllfolie und dem Stromableiter bzw. dem Metallstück ein Isoliermaterial angeordnet und mit vernietet. Die außen liegenden Stromableiter ragen dann wiederum an einer Kante der Flachzelle ab.

In der EP 1 562 242 A2 ist auch ein von den Enden der Stromsammeifolien getrennter, stabförmiger Stromableiter vorgesehen, der aber bereits innerhalb der Hüllfolie mit den Enden der Stromsammeifolien verbunden und wieder durch die Schweißnaht der Hüllfolie hindurch nach außen geführt wird. Die stabförmigen Stromableiter ragen dabei wahlweise an einer Kante oder aber an einander gegenüberliegenden Kanten von der Flachzelle ab. Die Druckschrift widmet sich aber weniger der Ausbildung der Stromableiter als der Vermeidung von Faltenbildung der Separatorfolien.

Eine Kontaktierung einer Flachzelle an gegenüberliegenden Kanten der Zelle, wie es in der EP 1 562 242 A2 - ohne Angabe eines ersichtlichen technischen Grundes oder einer technischen Realisierung - angedeutet, ist eher unüblich. In EDV-Anwendungen werden Kleinbatterien im Kartenformat üblicherweise in Feder- oder Messerleisten gesteckt, in denen Kontakte in einer Reihe vorliegen. Werden dagegen mehrere Flachzellen zu einem Zellpaket gestapelt, wie es etwa bei Automobilbatterien aufgrund angestrebter höherer Spannungen und Kapazitäten vorkommt, so erfolgt die Verschattung der Einzelzellen ebenfalls üblicherweise auf einer Seite, wie es beispielhaft in der WO 2008/128764 A1 , der WO 2008/128769 A1 , WO 2008/128770 A1 , der WO 2008/128771 A1 oder der JP 07-282841 A gezeigt ist. Die Kontaktierung einer Flachzelle an gegenüberliegenden Kanten kann vorteilhaft sein, wenn damit auch eine Haltefunktion verbunden ist. Sind die Stromableiter dann aber stabförmig wie bei der EP 1 562 242 A2, ist die Lagestabilität um die durch die stabförmigen Stromableiter definierte Achse nicht gegeben und ist die Stabilität der Stromableiter, d.h., die mögliche Haltekraft gering. Auch wenn von den in den anderen oben genannten Druckschriften gezeigten, eher streifenförmigen Stomableitem einer von diesen auf der gegenüberliegenden Kante abragen würde, ergäbe sich nicht die gewünschte Lagestabilität.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine flache elektrochemische Zelle zu schaffen, die unter gleichzeitiger Funktion der Stromabnahme lagestabil an gegenüberliegenden Kanten der Zelle gehalten werden kann.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung bilden den Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Elektroenergie-Speicherzelle gemäß der Erfindung ist ausgestattet mit einem aktiven Teil, der eingerichtet und angepasst ist, von außen zugeführte elektrische Energie zu speichern und gespeicherte elektrische Energie nach außen abzugeben; einer Umhüllung aus einem Folienmaterial, welche den aktiven Teil gas- und flüssigkeitsdicht umhüllt; und wenigstens zwei Stromabnehmern, die mit dem aktiven Teil verbunden sind und zur Zuführung elektrischen Stroms von außen an den aktiven Teil und zur Abgabe von dem aktiven Teil abgegebenen elektrischen Stroms nach außen eingerichtet und angepasst sind, wobei der von der Umhüllung umhüllte Teil ein prismatisches Gebilde von im Wesentlichen quaderförmiger Gestalt beschreibt, dessen Ausdehnung in einer ersten Raumrichtung wesentlich kleiner als die Ausdehnung in den beiden verbleibenden Raumrichtungen ist, sodass im Wesentlichen zwei einander gegenüberliegende, im Wesentliche parallele flächige Seiten sowie vier die beiden flächigen Seiten verbindende Schmalseiten definiert sind, und wobei der erste und der zweite Stromableiter parallel zu den Ebenen der beiden flächigen Seiten in entgegen- gesetzten Richtungen von zwei einander gegenüberliegenden Schmalseiten aus von der Umhüllung abragen. Dabei ist die Ausdehnung des ersten und des zweiten Stromableiters entlang der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, größer ist als die Hälfte der Länge dieser Schmalseiten. Insbesondere beträgt die Ausdehnung des ersten und des zweiten Stromableiters entlang der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, wenigstens zwei Drittel, vorzugsweise wenigstens drei Viertel der Länge dieser Schmalseiten.

Mit gegenüberliegenden Stromableitern, die eine hinreichende Länge gemäß der Erfindung aufweisen, ermöglicht eine Kontaktierung einer Flachzelle an gegenüberliegenden Kanten auch eine befriedigende Haltefunktion. Die mögliche Haltekraft ist ausreichend, um die Zelle stabil an ihrer Position und in ihrer Lage zu halten.

Eine außermittige Anordnung des ersten und der zweiten Stromablei ' ters in Bezug auf die jeweiligen Schmalseiten kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn die Zelle hängend angeordnet ist. Dann sorgt bereits die Schwerkraft für eine grundlegende Lagedefinition, während über die Erstreckung der Stromableiter Winkelabweichungen aufgefangen werden können. Dagegen ist eine mittige Anordnung vorzuziehen, wenn die Zelle primär liegend angeordnet ist.

Die stabilste Halterung und damit die geringsten in die Zelle eingeleitenden Kräfte und Momente ergeben sich, wenn sich der erste und der zweite Stromableiter im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schmalseiten, von denen aus sie abragen, erstrecken.

Die Umhüllung besteht vorzugsweise aus einer laminierten Folie, welche das Laminat aus Elektroden und Trennschichten gas- und flüssigkeitsdicht umhüllt. Insbesondere kann die Umhüllung aus einer ersten Isolierschicht, einer Leiterschicht und einer zweiten Isolierschicht bestehen, wobei die Isolierschichten vorzugsweise aus einem Kunststoff bestehen und die Leiterschicht vorzugswei- se aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung oder einem anderen Metall oder einer anderen Metall-Legierung besteht. Auf diese Weise können verschiedene Funktionen und Eigenschaften der Umhüllung wie etwa Schweißbarkeit, mechanische Festigkeit elektrische und magnetische Abschirmung, Dichtigkeit gegen Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase, insbesondere Wasser, Wasserdampf und Luft, von außen und Beständigkeit gegen Säuren und Elektrolyte von innen erfüllt werden.

Die Umhüllung ist insbesondere so ausgebildet, dass wenigstens eine Schweißnaht, vorzugsweise zwei sich entlang gegenüberliegender Schmalseiten erstreckende Schweißnähte, besonders bevorzugt auch eine sich über eine der beiden flächigen Seiten hinweg oder entlang einer dritten Schmalseite erstreckende Schweißnaht aufweist, oder dass sie zwei Teilfolien aufweist, die entlang der Schmalseiten miteinander verschweißt sind.

Eine Ausführungsform ist so ausgebildet, dass wenigstens einer der Stromableiter einen inneren Teil, der sich innerhalb der Umhüllung befindet, und einen äußeren Teil, der sich außerhalb der Umhüllung befindet, aufweist, wobei der innere Teil des Stromableiters mit dem aktiven Teil der Speicherzelle verbunden ist. Insbesondere kann der wenigstens eine Stromableiter durch eine Schweißnaht der Umhüllung hindurch geführt sein. Dieser Aufbau verwirklicht eine besonders glatte und flache Kontur der Zelle.

Alternativ kann wenigstens einer der Stromableiter auf der Außenseite der Umhüllung aufliegen und durch die Umhüllung hindurch mit dem aktiven Teil kontaktiert sein. Dieser Aufbau weist eine große Robustheit auf.

Die Zelle kann so ausgebildet sein, dass wenigstens einer der Stromableiter im abragenden Bereich wenigstens eine Bohrung aufweist. Es kann auch wenigstens einer der Stromableiter im abragenden Bereich eine Mehrzahl von Bohrungen aufweisen, wobei vorzugsweise wenigstens eine der Bohrungen einen an- deren Durchmesser als andere der Bohrungen aufweist. Ferner kann einer der Stromableiter im abragenden Bereich wenigstens eine Bohrung an einer Stelle in Breiten richtung aufweisen, an welcher der andere Stromableiter keine Bohrung im abragenden Bereich aufweist. Mit diesen Anordnungen ist einerseits eine Zentrierung und zusätzliche Fixierung gegen Schlupf parallel zu den Oberflächen der Stromableiter möglich, andererseits eine Kodierung der Polarität, um einen polverkehrten Einbau auszuschließen.

Die Erfindung eignet sich für alle Arten von Elektroenergie-Speicherzellen, bei welcher die Speicherung und Abgabe der elektrischen Energie durch jeweilige elektrochemische Reaktionen erfolgen. Eine besonders flache Ausführung des aktiven Teils, der im Wesentlichen die Dicke der Zelle bestimmt, wird durch einen laminierten Aufbau mit Folien chemisch aktiver Materialien, elektrisch leitender Materialien und Trennmaterialien in geeigneter Schichtung erzielt. So kann der aktive Teil eine Mehrzahl von Elektroden zweier Arten aufweisen, wobei jeweils eine Elektrode einer ersten Art durch eine Trennschicht von der E- lektrode einer zweiten Art getrennt ist, wobei die Elektroden der ersten Art und die Elektroden der zweiten Art jeweils miteinander und mit einem der Stromableiter verbunden sind.

Insbesondere eignet sich die Erfindung für galvanische Zellen, insbesondere Sekundärzellen, auf Lithium-Ionen-Basis.

Vorteilhafterweise ist die Zelle evakuiert, sodass der aktive Teil frei von Luft und Feuchtigkeit gehalten werden kann.

Die vorstehenden und weitere Merkmale, Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung deutlicher ersichtlich werden, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen angefertigt wurde. In den Zeichnungen ist:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Speicherzelle einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine Schnittansicht der in Fig. 1 gezeigten Speicherzelle entlang einer Ebene Il in Fig. 1 ;

Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit der in Fign. 1 und 2 gezeigten Speicherzelle entlang einer Linie III in Fig. 2;

Fig. 4 eine Draufsicht einer Speicherzelle einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 5 eine Seitenansicht der in Fig. 4 gezeigten Speicherzelle, die teilweise entlang einer Ebene V in Fig. 4 geschnitten ist;

Fig. 6 eine Ansicht eines unfertigen Montagezustands der in Fign. 4 und 5 gezeigten Speicherzelle.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Darstellungen in den Figuren schematisch sind und sich auf die Wiedergabe der für das Verständnis der Erfindung wichtigsten Merkmale beschränken. Auch ist darauf hinzuweisen, dass die in den Figuren wiedergegebenen Abmessungen und Größenverhältnisse allein der Deutlichkeit der Darstellung geschuldet sind und in keiner Weise einschränkend oder zwingend zu verstehen sind. Insbesondere ist die Abmessung im Verhältnis zu den anderen Raumrichtungen in einigen Zeichnungen erheblich überhöht dargesteltt.

In Fign. 1 bis 3 ist eine Lithium-Ionen-Akkumulatorzelle 100 als eine erste bevorzugte Ausführungsform einer Elektroenergie-Speicherzelle gemäß der Erfin- dung dargestellt. Dabei ist Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht der Akkumulatorzelle 100, ist Fig. 2 eine Längsschnittansicht derselben entlang einer durch strichdoppelpunktierte Linien in Fig. 1 aufgespannten Ebene Il in Pfeilrichtung gesehen, und ist Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht einer durch eine strichdoppelpunktierte Linie angegebenen Einzelheit III in Fig. 2.

Wie in Fig. 1 dargestellt, weist die Zelle 100 im Wesentlichen einen prismatischen Grundkörper 2 und zwei plattenförmige Stromableiter 4, 6 auf.

Der Grundkörper 2 beherbergt eine in der Fig. 1 nicht sichtbaren aktiven Teil der Speicherzelle 100 und weist eine Länge L, eine Breite W und eine Dicke T auf. Es ist festzuhalten, dass die Dicke T deutlich geringer als die Breite W und die Länge L ist. Die Breite W ist im dargestellten konkreten Ausführungsbeispiel geringer als die Länge L dargestellt. Dies ist jedoch nicht zwingend; vielmehr können Länge L und Breite W im Wesentlichen gleich sein oder kann die Länge L kleiner als die Breite W sein.

Der Stromableiter 4 liegt parallel auf einer Flachseite 2' des Grundkörpers 2 auf und ist mittels Befestigungsmitteln 16a, 16b in einem Randbereich an dem Grundkörper 2 befestigt, sodass er in Richtung der Länge L um ein Überstandmaß L4 (vgl. Fig. 2) von dem Grundkörper 2 abragt. Zwischen dem Stromableiter 4 und dem Grundkörper 2 ist eine Isolierplatte 20a angeordnet. In Breitenrichtung des Grundkörpers 2 weist der Stromableiter 4 eine Breite W4 auf, die geringer als die Breite W, aber größer als die Hälfte der Breite W ist. Ferner ist der Stromableiter 4 in Breitenrichtung des Grundkörpers 2 um ein Maß E4 außermittig angeordnet.

Der Stromableiter 6 liegt auf der gleichen Flachseite des Grundkörpers 2 wie der Stromableiter 4 auf und ist mittels Befestigungsmitteln 16c, 16d in einem dem Randbereich, in welchem der Stromableiter 4 aufliegt, gegenüberliegenden Randbereich an dem Grundkörper 2 befestigt, sodass er in Längenrichtung dem Stromableiter 4 entgegengesetzt um ein Überstandmaß L6 (vgl. Fig. 2) von dem Grundkörper 2 abragt. Zwischen dem Stromableiter 6 und dem Grundkörper 2 ist eine Isolierplatte 20b angeordnet. In Breitenrichtung des Grundkörpers 2 weist der Stromableiter 6 eine Breite W6 auf, die geringer als die Breite W, aber größer als die Hälfte der Breite W ist. Ferner ist der Stromableiter 6 in Breitenrichtung des Grundkörpers 2 um ein Maß E6 außermittig angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Breite B6, das Überstandmaß L6 und die Außermittigkeit E6 des Stromableiters 6 der Breite B4, dem Überstandmaß L4 und der Außermittigkeit E4 des Stromableiters 4 gleich. Es versteht sich, dass in Abwandlungen je nach Anwendungsfall und Einbausituation unterschiedliche Maße verwendet werden können.

Der Stromableiter 4 weist in seinem frei abragenden Teil eine Durchgangsbohrung 30 auf, während der Stromableiter 6 in seinem frei abragenden Teil eine Durchgangsbohrung 31 aufweist. In diese Durchgangsbohrungen 30, 31 können entsprechende Zapfen greifen, die ein Verrutschen der Zelle in Richtung der Länge L und der Breite B sowie ein Verdrehen um eine Achse in Richtung der Dicke T verhindern und die Kontaktierung verbessern. Dabei weist die Durchgangsbohrung 30 in dem Stromableiter 4 eine andere Lage in Breitenrichtung als die Durchgangsbohrung 31 in dem Stromableiter 6 auf. Die Durchgangsbohrung 31 weist einen von der Durchgangsbohrung 30 verschiedenen Durchmesser auf. Aufgrund der unsymmetrischen Lage und der unterschiedlichen Durchmesser der Durchgangsbohrungen 30, 31 ist eine Kodierung der Einbaurichtung zur Sicherheit gegen Verpolung möglich. In Abwandlungen können mehrere Durchgangsbohrungen auf jedem Stromableiter vorgesehen sein. In weiteren Abwandlungen kann die Kodierung der Einbaurichtung auch durch unterschiedliche Durchmesser der Bohrungen erfolgen. In weiteren Abwandlungen können auch Nuten, Kerben, Abschrägungen, Abrundungen in den Stromableitern 4, 6 oder unterschiedliche Breite, Überstand oder Außermittigkeit der Stromableiter 4, 6 herangezogen werden. Der Aufbau der Akkumulatorzelle 100 wird aus der Längsschnittansicht in Fig. 2 deutlicher. Der Längsschnitt in Fig. 2 ist entlang einer Ebene genommen, die sich in Richtung der Dicke T und der Länge L erstreckt und durch die Befestigungsmittel 16a, 16c hindurch verläuft.

Wie in Fig. 2 dargestellt, wird der Grundkörper 2 der Zelle 100 im Wesentlichen von einem aktiven Block 8 gebildet, der zusammen mit weiteren Einbauteilen von einer Hüllfolie 10 umhüllt ist.

Auf gegenüberliegenden Seiten in Längsrichtung ragen Leiterfahnen 12a, 12b der Anodenseite und Leiterfahnen 14a, 14b, 14c der Kathodenseite aus dem aktiven Block 8 heraus. Die Leiterfahnen 12a, 12b der Anodenseite sind auf der einen Seite zusammengefasst und zwischen einer Isolatorplatte 22, auf weicher der auch der aktive Block 8 angeordnet ist, und einer inneren Stromsammeischiene 24a angeordnet. Die Leiterfahnen 14a, 14b, 14c der Kathodenseite sind auf der anderen Seite zusammengefasst und zwischen der Isolatorplatte 22 und einer inneren Stromsammeischiene 24b angeordnet. Der aktive Block 8 mit Leiterfahnen 12a, 12b, 14a, 14b, 14c, die Stromsammeischiene 24a der Anodenseite und die Stromsammeischiene 24b der Kathodenseite sowie die Isolatorplatte 22 sind gemeinsam von der Hüllfolie 10 umhüllt. Die Hüllfolie ist an geeigneter Stelle verschweißt und evakuiert.

Durch die Hüllfolie 10 hindurch ist die Stromsammeischiene 24a der Anodenseite mittels der Befestigungsmittel 16a, 16b mit dem Stromableiter 4 fest verbunden. Ebenso ist die Stromsammeischiene 24b der Kathodenseite mittels der Befestigungsmittel 16c, 16d durch die Hüllfolie 10 hindurch mit dem Stromableiter 6 fest verbunden. Die Befestigungsmittel 16a, 16b, 16c, 16d sind im dargestellten Ausführungsbeispiel Nieten, die aus einem leitenden Material bestehen und eine feste, verliersichere Verpressung und Durchkontaktierung gewährleisten. Die Isolierplatten 20a, 20b und ggf. die Isolatorplatte 22 sorgen auch für eine Abdichtung der Durchtrittsstelle der Befestigungsmittel 16a, 16b, 16c, 16d. Zur Vermeidung eines Kurzschlusses zwischen den Befestigungsmitteln 16a, 16b der Anodenseite und den Befestigungsmitteln 16b, 16c der Kathodenseite über die Hüllfolie 10 sind Isolierhülsen 26a bis 26d vorgesehen, die Im Bereich der Isolierplatten 20a, 20b, der Hüllfolie 10 und der Isolatorplatte 22 auf den Schäften der Befestigungsmittel 16a, 16b, 16c, 16d angeordnet sind. In Abwandlungen dieses Ausführungsbeispiels kann auf die Isolierhülsen 26a bis 26d verzichtet werden, wenn die Schäfte der Befestigungsmittel 16a, 16b, 16c, 16d eine isolierende Oberflächenschicht aufweisen. Die Isolierhülsen 26a bis 26d können verliersicher mit den Schäften der Befestigungsmittel 16a, 16b, 16c, 16d verbunden sein, indem sie etwa aufgeschrumpft sind, gegebenenfalls in einem Bereich verringerten Schaftdurchmessers. In weiteren Abwandlungen kann die Isolatorplatte 22 kragenartige Erhebungen um die Durchtrittsöffnungen für die Befestigungsmittel 16a bis 16d aufweisen, die in entsprechende Vertiefungen auf der Seite der Isolierplatten 20a, 20b greifen und die Hüllfolie 10 von den Schäften der Befestigungsmittel 16a bis 16d wegdrängen. Die Anordnung von Erhebungen und Vertiefungen kann auch umgekehrt sein.

Der aktive Block 8 besteht im Wesentlichen aus einem Laminat von verschiedenartigen Folien, und auch die Hüllfolie 10 besteht aus mehreren Schichten, wie in der vergrößerten Ansicht des Anodenendes in Fig. 3 genauer dargestellt.

Und zwar ist der aktive Block 8 aus drei Kathodenschichten 36a, 36b, 36c und zwei Anodenschichten 44a, 44b gebildet, die im Wechsel mit jeweils einer Separatorfolie dazwischen übereinander angeordnet sind. Jede Anodenschicht 44a, 44b weist zwei anodenaktive Folien 40, 40 auf mit einer dazwischen angeordneten Stromsammeifolie 42, die in eine der Leiterfahnen 12a, 12b der Anodenseite übergeht. Jede Kathodenschicht 36a, 36b, 36c weist zwei kathodenaktive Folien 32, 32 auf mit einer dazwischen angeordneten Stromsammeifolie 34, die in eine der Leiterfahnen 14a, 14b, 14c der Kathodenseite übergeht. Die kathodenakti- ven Folien 32 bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Lithium-Metalloxid oder einer Lithium-Metallverbindung, die anodenaktiven Folien 40 aus Graphit und die Separatorfolien aus einem mikroporösen Elektrolyten. Die Stromsammeifolien 34 der Kathodenseite bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Aluminium, die Stromsammeifolien 42 der Anodenseite aus Kupfer. Ferner ist die erste und letzte Schicht eines aktiven Blocks jeweils eine Kathodenschicht, wobei diese erste und letzte Schicht jeweils die halbe Kapazität der dazwischen liegenden Anoden- und Kathodenschichten aufweisen. Es versteht sich, dass in Abwandlungen eine abweichende Anzahl von Kathoden- und Anodenschichten gewählt werden kann, je nach gewünschter Kapazität der Zelle.

Die Hüllfolie 10 weist drei Schichten auf, die sowohl eine hinreichende mechanische Festigkeit als auch Beständigkeit gegen Elektrolytmaterial und eine gute elektrische und thermische Isolierung gewährleistet. So weist etwa in an sich bekannter weise die Hüllfolie eine innere Schicht 10' aus einem Thermoplast wie Polyethylen oder Polypropylen, eine mittlere Schicht 10" aus einem Metall wie etwa Aluminium und eine äußere Schicht 10'" aus einem Kunststoff wie Polyamid auf. Der Aufbau der Hüllfolie 10 ist jedoch nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung.

Bei einem beispielhaften Herstellungsverfahren zur Herstellung des aktiven Blocks 8 werden zunächst Schichten aus zwei kathodenaktiven oder anodenaktiven Folien gleicher Länge mit einer längeren Elektroden- oder Stromsammelfo- lie laminiert, in einem flüssigen Elektrolyten getränkt und getrocknet. Sodann werden die laminierten, getränkten und getrockneten Kathoden- und Anodenschichten im Wechsel mit jeweils einer Separatorfolie dazwischen so angeordnet, dass jeweils die Stromsammeifolien der Kathodenschichten auf einer Seite und die Stromsammeifolien der Anodenschichten auf der anderen Seite hervorstehen, und zusammenlaminiert. In einem abgewandelten Herstellungsverfahren kann auch zuerst die mittlere Kathodenschicht in zwei Separatorfolien einlami- niert werden, dann die beiden Anodenschichten beidseitig auf dieses Kernlaminat auflaminiert werden und wiederum in zwei Separatorfolien einlaminiert werden und schließlich die äußeren zwei Kathodenschichten auflaminiert werden. Andere Abfolgen sind ebenfalls denkbar.

In Fign. 4 bis 6 ist eine Lithium-Ionen-Akkumulatorzelle 200 als ein zweites konkretes Ausführungsbeispiel einer Elektroenergie-Speicherzelle gemäß der Erfindung dargestellt. Dabei ist Fig. 4 eine Draufsicht der Akkumulatorzelle 200, ist Fig. 5 eine Seitenansicht derselben im Teilschnitt in einer Ebene V in Fig. 4, und zeigt Fig. 6 einen unfertigen Zustand der Zelle 200 in einer perspektivischen Ansicht. Soweit in dieser Ausführungsform gleiche Bauteile wie in der ersten Ausführungsform verwendet werden, sind diese auch hier mit gleichen oder entsprechenden Bezugszeichen versehen. Ferner sind, soweit es nicht anders angegeben oder offensichtlich technisch unmöglich ist, die Ausführungen bezüglich des ersten Ausführungsbeispiels auch auf das vorliegende Ausführungsbeispiel zu übertragen.

Wie in Fig. 4 dargestellt, weist die Akkumulatorzelle 200 dieser Ausführungsform ebenfalls einen Hauptkörper 2 und zwei in entgegengesetzten Richtungen davon abragende Stromableiter 4, 6 auf. Mit gestrichelten Linien ist in der Figur schematisch der in dem Hauptkörper 2 enthaltene aktive Block 8 angedeutet.

Der Aufbau der Akkumulatorzelle 200 wird aus einer im rechten Teil in der Mittelebene V geschnittenen Seitenansicht deutlicher, die in Fig. 5 gezeigt ist. Die Blickrichtung entspricht dabei einem Pfeil in Fig. 4.

Im Unterschied zu der Akkumulatorzelle 100 der ersten Ausführungsform führt der Stromableiter 4 der Zelle 200 dieser Ausführungsform durch die Umhüllung des Hauptkörpers 2 hindurch in das Innere desselben hinein. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Umhüllung aus einer unteren Hüllfolie 10a und einer oberen Hüllfolie 10b besteht, die an einer umlaufenden Naht 46, die etwa auf halber Höhe der Dicke T des Hauptkörpers verläuft, verschweißt sind. Durch diese Naht 46 hindurch dringt der Stromableiter 4 gas- und flüssigkeitsdicht in das Innere des Hauptkörpers 2. Zwei Leiterfahnen 12a, 12b der Anodenseite, die aus dem aktiven Block 8 herausragen, sind mit dem Stromableiter 4 verbunden. Der Aufbau des aktiven Blocks 8 der Zelle 200 dieser Ausführungsform entspricht demjenigen in dem ersten Ausführungsbeispiel entspricht. Jedoch greifen hier die Leiterfahnen 12a, 12b entsprechend der symmetrischen Anordnung des Stromableiters 4 in Richtung der Dicke T je nach ihrer Lage im aktiven Block 8 von oben und unten auf den Stromableiter 4, der somit auch als Stromsammeischiene der Anodenseite dient. In einer Abwandlung dieses konkreten Ausführungsbeispiels können die Leiterfahnen 12a, 12b zunächst in einer Stromsammeischiene zusammengefasst sein, die ihrerseits innerhalb der Umhüllung 10 mit dem Stromableiter 4 verbunden ist.

Gleiches gilt analog für den Stromableiter 6 und Leiterfahnen 14a, 14b, 14c der Kathodenseite.

Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines unfertigen Zusammenbauzustands der Zelle 200 der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nach einem beispielhaften Herstellungsverfahren. Es ist dargestellt, wie ein fertig laminierter Folienstapel 8 mit zwei Leiterfahnen 12a, 12b der Anodenseite, die leitend mit dem Stromableiter 4 verbunden sind, und drei Leiterfahnen 14a, 14b, 14c der Kathodenseite, die leitend mit dem Stromableiter 6 verbunden sind, auf die zugeschnittene untere Hüllfolie 10a gelegt ist. Im weiteren Verlauf der Herstellung wird anschließend die obere Hüllfolie 10b aufgelegt, der Innenraum e- vakuiert und die Ränder der beiden Hüllfolien 10a, 10b verschweißt bzw. auf geeignete Weise gas- und flüssigkeitsdicht mit den Stromableitern 4, 6 verbunden. Geeignete Adhäsions- und Evakuierungsverfahren sind an sich bekannt und sind nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung. Auch wenn bei der zweiten Ausführungsform zwei Hüllfolien 10a, 10b vorgesehen sind, die an einer umlaufenden Naht 46 mit an den Innenseiten aneinanderliegenden Folienrändern verschweißt sind, ist diese Anordnung nicht zwingend. Vielmehr kann auch der aktive Teil 8 mit den Leiterfahnen 12a, 12b, 14a bis 14c und dem innen liegenden Teil der Stromableiter 4, 6 in eine einzige Hüllfolie eingeschlagen werden, die nur an drei Seiten verschweißt wird. Die Naht entlang der Längsseite der Zelle 200 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel so gestaltet, dass die Innenseiten der Folienränder aufeinanderliegen. Dies ist nicht zwingend, sondern es kann auch eine überlappende Nahtform vorgesehen sein, sodass an der längs verlaufenden Schmalseite der Zelle 200 kein Folienrand wegsteht.

Wie in Fig. 4 gezeigt, sind auch bei dem zweiten Ausführungsbeispiel Kodier- und Zentriermittel in Form von Durchgangslöchern 30a bis 3Od in den Ableitern 4, 6 vorgesehen sein. Genauer gesagt sind in dem Stromableiter 4 Durchgangslöcher 30a, 30b vorgesehen, die symmetrisch in Breitenrichtung angeordnet sind, und sind in dem Stromableiter 6 Durchgangslöcher 30c, 3Od vorgesehen, die unsymmetrisch in Breitenrichtung angeordnet sind. Es versteht sich, dass Anordnung und Abwandlungen entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ebenso denkbar sind.

Bei diesem konkreten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Stromableiter 4, 6 symmetrisch über nahezu die gesamte Breite der Zelle 200. Es versteht sich, dass auch diesbezüglich Anordnung und Abwandlungen entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ebenso denkbar sind. Ebenso ist die hier gezeigte Anordnung auch auf das erste Ausführungsbeispiel anwendbar.

In den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurden Elektroenergie- Speichervorrichtungen vom Typ eines Lithium-Ionen-Sekundärspeichers (Akkumulators) beschrieben. Die Erfindung ist jedoch auf jeden Typ Form von Elektroenergie-Speichervorrichtungen anwendbar. Sie kann auf Primärspeicher (Bat- terien) angewendet werden. Ebenso ist die Art der elektrochemischen Reaktion zur Speicherung und Abgabe elektrischer Energie nicht auf Lithium- Metalloxidreaktionen beschränkt; vielmehr können die einzelnen Speicherzellen auf jeder geeigneten elektrochemischen Reaktion beruhen.

Liste der Bezugszeichen:

100 , 200 Akkumulatorzelle

2 Hauptkörper

2' Flachseite

4 Stromableiter (Anodenseite)

6 Stromableiter (Kathodenseite)

8 aktiver Block

10 Hüllfolie

10', 10", 10'" Schichten zu 10

10a, 10b obere, untere Hüllfolie

12a, 12b Leiterfahnen (Anodenseite)

14a, 14b, 14c Leiterfahnen (Kathodenseite)

16a bis 16d Niete (Befestigungsmittel)

20a, 20b äußere Isolatorplatten

22 innere Isolatorplatte

24a, 24b Stromsammeischienen

26a bis 26d Isolierhülsen

30, : 50a, 30b, 30b, 30c, 3Od, 31 Durchgangslöcher in <

32 Folie aus Kathodenmaterial

34 Folie aus Leitermaterial (Kathodenseite)

36a, 36b, 36c Kathodenschichten

38 Separatorfolie

40 Folie aus Anodenmaterial

42 Folie aus Leitermaterial (Anodenseite)

44a, 44b Anodenschichten

46 Naht

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorstehende Liste der Bezugszeichen Teil der Beschreibung ist.