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Patent Searching and Data


Title:
ELECTROCHEMICAL PRODUCTION OF CARBON MONOXIDE AND/OR SYNGAS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158305
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrolysis system and an electrolysis method. The electrolysis system comprises a pressure-electrolytic cell and a throttle in the catholyte line, by means of which the catholyte flow can be divided into a gas and liquid phase. In this way, (by-)products of the electrolysis can be recycled, while the electrolytic cell can be operated effectively at a high pressure.

Inventors:
HENTSCHEL, Benjamin (Flemischweg 40, München, 80689, DE)
PESCHEL, Andreas (Badstr. 25a, Wolfratshausen, 82515, DE)
HANEBUTH, Marc (Grünreuther Straße 54, Nürnberg, 90482, DE)
SCHMID, Günter (Lange Straße 13, Hemhofen, 91334, DE)
TAROATA, Dan (Jenaer Straße 33, Erlangen, 91058, DE)
Application Number:
EP2019/051246
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
January 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
LINDE AKTIENGESELLSCHAFT (Klosterhofstr. 1, Munich, 80331, DE)
International Classes:
C25B1/00; C25B1/12; C25B9/08; C25B15/08
Domestic Patent References:
WO2018001636A12018-01-04
WO2014154253A12014-10-02
WO2013131778A22013-09-12
WO2015014527A12015-02-05
WO2016124300A12016-08-11
WO2016128323A12016-08-18
Foreign References:
DE102013226357A12015-06-18
EP2940773A12015-11-04
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Elektrolysesystem (200) zur Herstellung von Kohlenstoffmo noxid und/oder Synthesegas mit einer Druck-Elektrolysezelle (20), einem in die Druck-Elektrolysezelle (20) führenden Ka- tholyteinlass (26) und einem aus der Druck-Elektrolysezelle (20) herausführenden Katholytauslass (28), wobei der Katho- lytauslass (28) in eine Katholytleitung (28) mündet, welche eine Drosseleinrichtung (280) und einen Phasentrenner (217) aufweist, der die Katholytleitung (28) in eine Katholyt- Gasleitung (216) und eine Katholyt-Flüssigleitung (218) auf teilt.

2. Elektrolysesystem (200) nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Katholyt-Gasleitung (216) einen Recycle- kompressor aufweist.

3. Elektrolyseverfahren zur Herstellung von Kohlenstoffmono xid und/oder Synthesegas, bei dem Edukte (21, 22) in eine Druck-Elektrolysezelle (20) eingeleitet und an einer Kathode (K) reduziert werden, dadurch gekennzeichnet, dass anschlie ßend der Druck auf den gasbeladene Katholytstrom (28) redu ziert wird, zur Bildung einer Gasphase.

4. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass der vom Katholytstrom (28) abgetrennte Gasstrom (216) in einen Recyclekompressor eingespeist wird.

5. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der von Gas befreite Flüssigstrom (218) auf einen Druck über 2 bar gebracht und anschließend mit dem Anolytstrom (219) vereinigt wird.

6. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der gasbeladene Anolytstrom (29) mittels einer Gas-Flüssig-Trennung (211) vom Sauerstoff be freit wird.

7. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der von Sauerstoff befreite Ano- lytstrom (219) wieder mit dem Katholytstrom (218) zum Elekt rolytstrom (214) vereinigt wird.

8. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte sich an der Kathode (K) bildende Gasphase wieder in die Elektrolysezelle (20) eingeleitet wird.

9. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das nach der Entspannung abge trennte Gasgemisch direkt in die Gastrennung (240) geführt wird .

10. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyseabwärme über den Elektrolytstrom (214) abgeführt wird.

Description:
Beschreibung

Elektrochemische Herstellung von Kohlenstoffmonoxid und/oder Synthesegas

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Elektrolysesystem und ein Elektrolyseverfahren zur Herstellung von Kohlenstoffmono xid und/oder Synthesegas.

Stand der Technik

Kohlenstoffmonoxid-Herstellung

Kohlenstoffmonoxid kann heutzutage über verschiedene Verfah ren hergestellt werden. Beispiele dafür sind die Dampfrefor mierung von Erdgas, bei der Kohlenstoffmonoxid neben Wasser stoff entsteht. Auch über die Vergasung verschiedener Ein satzstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas und deren anschlie ßende Aufreinigung kann Kohlenstoffmonoxid gewonnen werden.

Auch kann die Synthese von Kohlenstoffmonoxid elektrochemisch aus Kohlenstoffdioxid erfolgen. Dies ist zum Beispiel in ei ner Hochtemperatur-Elektrolysezelle SOEC möglich (engl, für solid oxide electrolysis cell) . Dabei bildet sich Sauerstoff auf der Anodenseite und Kohlenstoffmonoxid auf der Kathoden seite nach folgender Reaktionsformel:

C0 2 -> CO + 1/2 0 2 .

Die Funktionsweise der SOEC und verschiedene Prozesskonzepte sind beispielsweise in der Patentliteratur WO2014/154253A1, W02013131778, W02015014527 , EP2940773A 1 beschrieben. Die SOEC ist hier zusammen mit einer möglichen Kohlenstoffdioxid- Kohlenstoffmonoxid-Trennung mittels Absorption, Membran, Ad sorption oder kryogener Trennung erwähnt. Die genaue Ausge staltung und mögliche Kombinationen der Trennkonzepte sind jedoch nicht offenbart. Synthesegas-HerStellung

Die SOEC kann auch mit Wasser und Kohlenstoffdioxid als Ein satzstoff, dem sogenanntem Feed, betrieben werden, wodurch Synthesegas elektrochemisch hergestellt werden kann. Unter Synthesegas versteht man eine Mischung aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff. Es handelt sich dann um eine sogenannte Ko- Elektrolyse. Dabei bezieht sich Ko auf den Einsatz zweier Feeds, nämlich Wasser und Kohlenstoffdioxid .

Die elektrochemische Herstellung von Kohlenstoffmonoxid aus Kohlenstoffdioxid ist auch mit einer Niedertemperatur-Elek trolyse am wässrigen Elektrolyten möglich, wie bei Dela- court et al . 2008, DOI 10.114911.2801871 beschrieben. Hier laufen beispielsweise die folgenden Reaktionen ab:

Kathode: C0 2 + 2 e + H 2 0 - CO + 2 OH

Anode: H 2 0 - 1/2 0 2 + 2 H + + 2 e

Das Proton H + wandert dabei durch eine Protonentauschermemb ran (Proton Exchange Membran, PEM) von der Anoden- auf die Kathodenseite. Teilweise läuft an der Kathode auch die Bil dung von Wasserstoff ab: 2 H 2 0 + 2 e - H 2 + 2 OH

Je nach Aufbau der Elektrolysezelle können auch andere Katio nen als Protonen (z.B. K+) . die sich im Elektrolyten befin den, geleitet werden. Eine sogenannte Anionentauschermembran (Anion Exchange Membrane, AEM) kann ebenfalls je nach Aufbau benutzt werden . Ähnlich wie bei der Hochtemperatur-Elektro lyse kann entweder primär Kohlenstoffmonoxid erzeugt werden oder Synthesegas.

Je nach Einsatz eines geeigneten Katalysators können auch an dere Wertprodukte entstehen. Eine Übersicht über die Funkti onsweise und Reaktionen liefert die Patentliteratur

W02016124300A1 oder WO2016128323A1 oder auch die wissen schaftliche Literatur Kortelever et al . 2012, DOI

10.1021/acs . jpclett .5b01559. Ein Betrieb der Niedertempera tur-Elektrolyse unter erhöhtem Druck ist ebenfalls in der Li- teratur erwähnt: Dufek et al . 2012, DOI 10.1149/2.011209jes . Der Fokus liegt dabei auf der Effizienz und den zu erreichen den Stromstärken.

In allen beschriebenen Herstellungsmethoden besteht die Prob lematik, dass Reste von Kohlenstoffdioxid,Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff im Sauerstoff-Strom verbleiben und darüber verloren gehen. Dieses Problem wird aber weder technisch ge löst noch überhaupt als solches identifiziert.

Folglich stellt es sich als technisch erforderlich dar, eine verbesserte Lösung für die Kohlenstoffmonoxid- und Synthese gasherstellung vorzuschlagen, welche die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll die vorzuschlagende Lösung die beschriebenen Gasverluste vermei den .

Diese der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden durch ein Elektrolysesystem gemäß dem Patentanspruch 1 sowie durch ein Elektrolyseverfahren gemäß dem Patentanspruch 3 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Ge genstand der Unteransprüche.

Beschreibung der Erfindung

Das erfindungsgemäße Elektrolysesystem zur Herstellung von Kohlenstoffmonoxid und/oder Synthesegas umfasst eine Druck- Elektrolysezelle, einen in die Druck-Elektrolysezelle führen den Katholyteinlass und einen aus der Druck-Elektrolysezelle herausführenden Katholytauslass . Unter einer Druck- Elektrolysezelle ist eine Elektrolysezelle zu verstehen, die in einem Druckbereich oberhalb von 500 mbar betrieben werden kann .

Der Katholytauslass mündet in eine Katholytleitung, welche eine Drosseleinrichtung und einen Phasentrenner aufweist, der die Katholytleitung in eine Katholyt-Gasleitung und eine Katholyt-Flüssigleitung aufteilt . Mittels dieses Elektrolysesystems kann eine Niedertemperatur- Elektrolyse bei hohem Arbeitsdruck betrieben werden, ohne signifikante Mengen an Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid mit dem Sauerstoff-Strom zu verlieren, da der Katholyt im Nachgang der Elektrolyse wieder entspannt werden kann, das heißt auf einen niedrigeren Druck gebracht werden kann. Durch die Entspannung des Katholyts können an schließend physikalisch gelöste Gase abgetrennt werden.

Die Erfindung hat außerdem den Vorteil, gleichermaßen für die Kohlenstoffmonoxid-Herstellung sowie für die Synthesegasher stellung in einer Niedertemperatur-Ko-Elektrolyse eingesetzt werden zu können. Auch bei der Ko-Elektrolyse hat ein hoher Elektrolysedruck Vorteile für die Abtrennung von ggf. vorlie gendem Kohlenstoffdioxid aus dem Katholyt.

Die Drosseleinrichtung kann beispielsweise ein steuerbares Ventil und/oder einen Druckminderer aufweisen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung mündet die Katholyt-Gasleitung in einen Recyclekompressor . Mit diesem Recyclekompressor wird eine Druckerhöhung durchgeführt, die eine Rückführung des bei der Entspannung des Katholytstroms gewonnenen Gases in die Elektrolysezelle als Edukt ermög licht .

Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, dass mit tels der Gastrennung physikalisch gelöste (Neben- ) Produkt- Gase aus dem Katholytstrom zurück gewonnen werden können wäh rend die Herstellung von reinem Kohlenstoffmonoxid ermöglicht wird, da im Elektrolyseur stets ein Gemisch aus Kohlenstoff monoxid, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff entsteht.

Umfasst der Recyclekompressor den Phasentrenner, leistet die ser demnach zum einen, die Gasabtrennung des wiederverwendba ren Kohlenstoffdioxids , zum anderen erfüllt er die Kompres- sorfunktion, die nötig ist, da der Druck in der Gastrennung niedriger ist als in der Elektrolysezelle.

Bevorzugt erfolgt eine Kohlenstoffmonoxidabtrennung aus dem Katholytstrom als auch aus dem Produktgasstrom, wenn dieses aus einem Reaktionsraum rückseitig der Kathode der Elektroly sezelle ausgeführt wird. Dazu ist dann vorzugsweise ein zwei ter Recyclekompressor vorgesehen.

Bei dieser Ausführungsform ist die Kathode beispielsweise als Gas-Diffusions-Elektrode ausgestaltet. Abgetrenntes Kohlen stoffdioxid wird in diesem Beispiel dem Kohlenstoffdioxid- Feed, dem Edukteinlass der Elektrolysezelle wieder zugeführt.

Das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren dient zur Herstel lung von Kohlenstoffmonoxid und/oder Synthesegas. Unter Syn thesegas versteht man eine Mischung aus Wasserstoff und Koh lenstoffmonoxid, wobei das Verhältnis je nach Anwendung vari ieren kann. Somit stellt Kohlenstoffmonoxidgas, welches auch geringe Mengen Wasserstoff enthält, ebenso wie Wasserstoff gas, welches auch geringe Mengen Kohlenstoffmonoxid enthält, bereits ein Synthesgas dar. Typische Stoffmengenverhältnisse von Wasserstoff zu Kohlenstoffmonoxid liegen allerdings im Bereich von 1:3 bis 3:1.

In einem Verfahrensschritt wird der gasbeladene Katholytstrom entspannt. Somit kann im Elektrolyseschritt in einem höheren Druckbereich gearbeitet werden und anschließend der Druck wieder vermindert werden. Der entspannte Katholytstrom wird dann zu einem großen Teil von vorher gelöstem Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid befreit.

Mittels dieses Verfahrens kann eine Niedertemperaturelektro lyse eingesetzt werden und auf einem hohen Druckniveau gear beitet werden. Der Druck in der Elektrolysezelle kann zwi schen 500 mbar und 100 bar betragen. Ein bevorzugter Arbeits bereich liegt zwischen 5 bar und 50 bar, insbesondere zwi schen 20 bar und 40 bar. Durch das hohe Arbeitsdruckniveau muss das Gas nicht mehr zwangsläufig vor der Abtrennung der gewünschten Elektrolyse produkte komprimiert werden. Dies hat den Vorteil Apparate sowie Energie einzusparen.

Zur Abtrennung der gewünschten Elektrolyseprodukte wird vor zugsweise wird der vom Katholytstrom abgetrennte Gasstrom in einen Recyclekompressor eingespeist, in dem eine Gastrennung vorgenommen wird, wodurch Gasverluste vermieden werden.

In einer beispielhaften Variante des Elektrolyseverfahrens wird der von Gas befreite Flüssigstrom wieder auf den Be triebsdruck gebracht, der in der Elektrolysezelle vor

herrscht. Dieser liegt insbesondere über 5 bar, beispielswei se auch in einem hohen Druckbereich über 20 bar. Anschließend erfolgt wieder die Vereinigung mit dem Anolytstrom.

In einer weiteren beispielhaften Variante des Elektrolysever fahrens wird der gasbeladene Anolytstrom mittels einer Gas- Flüssig-Trennung vom Sauerstoff befreit. Die Gas-Flüssig- Trennung kann beispielsweise mittels gängiger Verfahren er folgen .

Bei dieser Variante wird zwar der Druck nicht reduziert, so dass nur der Anteil des Sauerstoffs, der sich über der Lös lichkeitsgrenze befindet entfernt werden kann. Dadurch aber befindet sich kaum Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid, und Koh lenstoffdioxid im Sauerstoff-Strom.

In einer bevorzugten Variante des Elektrolyseverfahrens wird der von Sauerstoff befreite Anolytstrom wieder mit dem Katho- lytstom vereinigt.

Der Effekt der Zwischenentspannung auf die Zusammensetzung des Abgasstroms ist in Tabelle 1 verdeutlicht:

Die vorliegende Erfindung hat darüber hinaus den Vorteil, eine Möglichkeit der Kohlenstoffdioxidverwertung anzubieten. Aktuell wird ca. 80 % des weltweiten Energiebedarfs durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen gedeckt, deren Verbren nungsprozesse eine weltweite Emission von etwa 34000 Millio nen Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre pro Jahr ver ursacht. Durch diese Freisetzung in die Atmosphäre wird sich aktuell des Großteils an Kohlenstoffdioxid entledigt, was z.B. bei einem Braunkohlekraftwerk bis zu 50000 Tonnen pro Tag betragen kann. Kohlenstoffdioxid gehört zu den sogenann ten Treibhausgasen, deren negative Auswirkungen auf die Atmo sphäre und das Klima diskutiert werden. Da Kohlenstoffdioxid thermodynamisch sehr stabil ist, kann es nur schwierig zu wiederverwertbaren Produkten reduziert werden, was die Wie derverwertung von Kohlenstoffdioxid in relevanten Maßstäben bisher verhindert hat.

Ein natürlicher Kohlenstoffdioxid-Abbau erfolgt beispielswei se durch Fotosynthese. Dabei werden in einem zeitlich und auf molekularer Ebene räumlich in viele Teilschritte aufgeglie derten Prozess Kohlenstoffdioxid zu Kohlehydraten umgesetzt. Dieser Prozess ist so nicht einfach großtechnisch adaptierbar und eine Kopie des natürlichen Fotosyntheseprozesses mit großtechnischer Fotokatalyse ist bisher nicht ausreichend ef fizient .

In einer weiteren vorteilhaften Variante des Elektrolysever fahrens wird die sich an der Kathode, insbesondere die sich im Katholyt bildende Gasphase wieder in die Elektrolysezelle eingeleitet. Physikalisch gelöstes Gas kann aus dem Katholyt entfernt werden, indem der Druck auf diesen erniedrigt wird. Die sich im Katholyt bildende Gasphase enthält beispielsweise in erster Linie Kohlenstoffdioxid mit kleineren Mengen an Kohlenmonoxid und Wasserstoffgas . Bevorzugt wird dieses etwa in Gänze wieder zusammen mit dem Kohlenstoffdioxid-Feed in die Elektrolysezelle zugeleitet, nachdem es wieder auf den Betriebsdruck des Elektrolyseurs gebracht wurde, wenn enthal tene Mengen an Wasserstoff gering sind oder Wasserstoff in der Gastrennung gut abgetrennt werden kann oder Wasserstoff im Produktgas nicht stört.

In einer weiteren vorteilhaften Variante des Elektrolysever fahrens wird das nach der Entspannung abgetrennte Gasgemisch direkt in die Gastrennung geführt.

Auch auf nicht oder nur teilweise gemischte Elektrolyte ist die Erfindung anwendbar.

In einer weiteren vorteilhaften Variante des Elektrolysever fahrens wird die Elektrolyseabwärme über den Elektrolytstrom abgeführt. Der Wirkungsgrad der Elektrolyse liegt beispiels weise zwischen circa 40% und 80%. Die entstehende Abwärme menge wird über den Elektrolytkreislauf abgeführt. Eine Be grenzung der Temperaturerhöhung in der Elektrolysezelle um wenige Kelvin bedingt dann einen relativ hohen Elektrolyt strom.

Zur beispielhaften Erläuterung der vorliegenden Erfindung werden noch die Figuren 1 und 2 der angehängten Zeichnung be schrieben : Die Figuren zeigen jeweils ein Elektrolysesystem 100,200 mit gemischtem Elektrolytkreislauf 114, 214. Der Katholyt 16, 26 wird in den Kathodenraum KR eingespeist und der Anolyt 17,27 in den Anodenraum. Eine Membran M, z.B. eine ionenaustau schende Membran oder auch eine poröse Membran, auch Diaphrag ma genannt, sorgt für den Ladungstransport durch Austausch der ionischen Ladungsträger. In den Figuren ist der Durch tritt der Protonen H + mittels gepunktetem Pfeil dargestellt. Außerdem stellt die Membran M sicher, dass keine Vermischung der Gase stattfindet, die an Anode A und Kathode K entstehen. Um einen Konzentrationsunterschied der Ionensorten zwischen Anolyt und Katholyt zu vermeiden, werden die Elektrolytströme 18,28, 19,29 in der Niedertemperaturelektrolyse bevorzugt vereinigt und nach erfolgter Durchmischung wieder aufgeteilt.

Die gasbeladenen Elektrolytströme 18,28, 19,29 werden in den gezeigten Beispielen einer Gas-Flüssig-Abtrennung 211 unter worfen . Beispielsweise wird der flüssige Elektrolytstrom au ßerdem gekühlt, um die Abwärme aus der Elektrolysezelle 10,

20 zu entfernen. Ein sogenannter Make-up Strom an Elektro lyt wird nach der Gasabtrennung 211 dem Elektrolytkreislauf 114, 214 zugeführt um Elektrolytverluste

auszugleichen .

In dem in der Figur 1 gezeigten und aus dem Stand der Technik bekannten Elektrolyseverfahren steigt durch die Anodenreakti on der Sauerstoffanteil im Anolyten an, so dass dieser Sauer stoff aus dem austretenden Anolytstrom 19 wieder entfernt werden muss, bevorzugt mittels einer Gas-Flüssig-Abtrennung. Durch den Kontakt des (austretenden) Katholyten 18 mit dem Gaskanal G über die Gas-Diffusions-Kathode K, gelangen außer dem Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid in den Katholyten 18. Bei der Gas-Flüssigabtrennung gehen diese dann über den Sauerstoffström 111 dem Elektrolysesystem 100 verloren. Die Niedertemperatur-Elektrolyse bei erhöhtem Druck könnte so unwirtschaftlich werden. Eine Rückgewinnung von Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid aus dem Sauerstoffström 111 wäre ebenfalls nicht effizient. In der Figur 2 ist ein Elektrolysesystem 200 gezeigt, wie es für eine Ausführung der Erfindung eingesetzt werden könnte:

Es ist ein gemeinsamer Elektrolytkreislauf 214 vorhanden, der erst vor dem Eintritt in die Elektrolysezelle 20 in Anolyt- 27 und Katholyteinlass 26 aufgespalten wird. Die verwendeten Elektrolyte werden kontinuierlich durch die Elektrolysezelle 20, d.h. jeweils durch den Anodenraum AR und durch den Katho denraum KR gepumpt. Dazu weißt der Elektrolytkreis 214 zumin dest eine Elektrolytpumpe EP auf.

Im Anodenraum AR ist eine Anode A, im Kathodenraum KR eine Kathode K angeordnet, welche über eine Spannungsquelle U elektrisch verbunden sind. Die Kathode K ist vorzugsweise als Gas-Diffusions-Elektrode ausgestaltet. Anodenraum AR und Ka thodenraum KR sind durch eine kationendurchlässige Membran M voneinander getrennt, um Reduktions- und Oxida- tions (neben) produkte getrennt voneinander durch die Anolyt- 29 und Katholytauslässe 28 entnehmen zu können.

Die Elektrolysereaktionen sind entsprechend in der Elektroly sezelle 20 an den jeweiligen Elektroden vermerkt. Die Kohlen stoffdioxidreduktion findet im Gaskanal G rückseitig der Ka thode K statt, der als Reaktionsraum ausgestaltet ist. Durch die Ausgestaltung der Kathode K als Gas-Diffusions-Elektrode bleiben die Produkte vom Katholyten getrennt und können dem Produktauslass 23 der Elektrolysezelle 20 entnommen werden.

Der Produktauslass 23 der Elektrolysezelle 20 mündet in eine Gastrennung, bevorzugt in einen Downstream-Prozess 240. Koh lenstoffdioxid wird dem Kohlenstoffidoxid-Feed 22 wieder zu geführt. Dies ist besonders gut dann möglich, wenn nur gerin ge Mengen Wasserstoff enthalten sind oder der Wasserstoffan teil in der Gastrennung 240 erfolgreich minimiert wurde. Das eigentliche Produkt nach der Kombination aus Elektrolyse 20 und Gastrennung 240 wird dann ausgeleitet 24. Bevor Katholyt- 28 und Anolytauslässe 29 wieder zum Elektro lytstrom 214 vereinigt werden, werden diese von (Neben-) Pro dukten der Elektrolyse befreit. Diese sind häufig Gase, wel che, durch den Arbeitsdruck in der Elektrolysezelle 20 be dingt, physikalisch im Elektrolyten gelöst vorliegen. Aus dem Anolytstrom 29 kann jedoch der Sauerstoff mittels Phasentren nung 211 entnommen werden, da dieser zum größten Teil nicht in der flüssigen Phase gelöst, sondern bereits in der Gaspha se vorliegt. Eine Anolytpumpe AP etwa befördert den sauer stoffbefreiten Anolytstrom 219 in den Elektrolykreislauf 214 zurück .

Der Katholytauslass 28 weist eine Drosseleinrichtung 280 auf, die den Druck in der weiterführenden Katholytleitung 28 redu ziert. Der Katholytstrom 28 wird dadurch entspannt. Ein Pha sentrenner 217 zweigt den Katholytstrom 28 in Gasphase 216 und Flüssigphase 218 auf. Die Katholytflüssigkeit 218 wird dem Elektroylkreislauf 214 wieder zugeführt. Der Katholyt- Gasstrom 216 kann dann einem Recyclekompressor zugeführt wer den. Es kann sinnvoll sein dieses Gas 216 in Gänze wieder zu sammen mit dem Kohlenstoffidoxid-Feed 22 in den Elektrolyseur 20 zu leiten. Dazu wird es z.B. mittels einer Pumpe wieder auf den Betriebsdruck der Elektrolysezelle 20 gebracht. Dies ist besonders gut dann möglich, wenn nur geringe Mengen Was serstoff enthalten sind oder der Wasserstoffanteil in der Gastrennung 240, z.B. in einem Downstream-Prozess gut abge trennt werden kann.