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Title:
ELECTROMAGNET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/144272
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electromagnet, in particular a switching magnet, having a field winding (11) which is located on a coil former (7), and having a pole piece (23) which forms a part of the magnetic return path, wherein a pole core (17) and an axially movable magnet piston (19) are provided within the coil former (7), the pole piece (23) forms an aperture opening (25) for the magnet piston (19) on the area opposite the pole core (17), and said magnet piston (19) is borne for its movement in its guide in the pole core (17), characterized in that the pole piece (23) has a flange part (27) which at least partially engages over the coil former (7) at its axial end, and has a bush part (29) which extends axially therefrom and, within the coil former (7), forms a hollow cylinder which engages over a longitudinal section of the magnet piston (19) between the inner wall of which hollow cylinder and the circumference of the magnet piston (19) a parasitic air gap (30) is formed.

Inventors:
FUCHS, Patrik (Fliederweg 2, Kirkel, 66459, DE)
Application Number:
EP2011/001428
Publication Date:
November 24, 2011
Filing Date:
March 23, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HYDAC ELECTRONIC GMBH (Hauptstrasse 27, Saarbrücken, 66128, DE)
FUCHS, Patrik (Fliederweg 2, Kirkel, 66459, DE)
International Classes:
H01F7/08
Attorney, Agent or Firm:
Bartels und Partner (Lange Strasse 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

Elektromagnet, insbesondere Schaltmagnet, mit einer auf einem Spulenkörper (7) befindlichen Erregerwicklung (1 1) und einem ein Teil des magnetischen Rückschlusses bildenden Polstück (23), wobei innerhalb des Spulenkörpers (7) ein Polkern (1 7) und ein axial beweglicher Magnetkolben (19) vorgesehen sind, das Polstück (23) an dem dem Polkern (1 7) entgegengesetzten Bereich eine Durchgangsöffnung (25) für den Magnetkolben (19) bildet und dieser für seine Bewegung in seiner Führung des Polkernes (1 7) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Polstück (23) ein den Spulenkörper (7) an seinem axialen Ende zumindest teilweise übergreifendes Flanschteil (27) und ein sich von diesem axial erstreckendes Büchsenteil (29) aufweist, das innerhalb des Spulenkörpers (7) einen einen Längenabschnitt des Magnetkolbens (19) übergreifenden Hohlzylinder bildet, zwischen dessen Innenwand und dem Umfang des Magnetkolbens (19) ein parasitärer Luftspalt (30) gebildet ist.

Elektromagnet nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkolben (19) auf einer Führungshülse (21 ) in einer Gleitpassung gelagert ist, deren Koaxialität zum Hohlzylinder des Polstückes (23) derart eng toleriert ist, dass der Magnetkolben (19) bei einer Weite des parasitären Luftspaltes (30) von weniger als 0,1 mm vom Hohlzylinder berührungsfrei bleibt.

Elektromagnet nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Polstück (23), das als Gleichteil des ersten Polstückes (23) ausgebildet ist, an dem der Durchgangsöffnung (25) entgegengesetzten Bereich angeordnet ist und mit seinem Büchsenteil (29) den Festsitz für den im Hohlzylinder gelagerten Polkern (1 7) bildet. Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Wicklung (1 1 ) zumindest teilweise umgebender magnetischer Rückführmantel (13) einen magnetischen Rückschluss zum Flanschteil (27) des betreffenden Polstückes (23) bildet.

Elektromagnet nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Spulenkörper (7), Polstück (23) und Rückführmantel (13) zur Bildung einer festen Einheit durch eine Kunststoff-Umspritzmasse (5) umspritzt sind, die ein einheitliches Gehäuse (1 ) bildet.

Elektromagnet nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsstößel (21 ) des Magnetkolbens (19) über eine Bestandteil der Gleitpassung als Führungshülse (21 ) bildende Führungsbahn (31 ) am Polkern (1 7) gelagert ist.

Description:
Hydac Electronic GmbH, Hauptstraße 27, 66128 Saarbrücken

Elektromagnet

Die Erfindung betrifft einen Elektromagnet, insbesondere Schaltmagnet, mit einer auf einem Spulenkörper befindlichen Erregerwicklung und einem ein Teil des magnetischen Rückschlusses bildenden Polstück, wobei innerhalb des Spulenkörpers ein Polkern und ein axial beweglicher Magnetkolben vorgesehen sind, das Polstück an dem dem Polkern entgegengesetzten Bereich eine Durchgangsöffnung für den Magnetkolben bildet und dieser für seine Bewegung in einer Führung des Polkerns gelagert ist.

Ein Elektromagnet dieser Art ist aus dem Dokument EP 1 818 951 BT be- kannt. Für die Betriebseigenschaften derartiger Magnete ist der magnetische Rückschluss zwischen Polstück und Magnetkolben von großer Bedeutung. Die Eigenschaft dieses Rückschlusses hängt von der Gestaltung des zwischen Magnetkolben und Polstück befindlichen Luftspaltes ab. Allgemein führt ein geringer Luftspalt zwischen Magnetkolben und Polstück zu einer Erhöhung der Magnetkraft über Hub. In dem genannten Dokument sind hinsichtlich der Gestaltung des Luftspaltes mehrere Lösungen aufgezeigt, die sämtliche auf Maßnahmen der Formgebung des Magnetkolbens an dessen der Durchgangsöffnung am Polstück benachbarten Ende basieren. Dabei handelt es sich um Verjüngungen am Endabschnitt des Kolbens oder um eine Verkürzung des Kolbens derart, dass dessen Endfläche die Durchgangsöffnung nicht völlig durchgreift. Bei den bekannten Lösungen lässt das Betriebsverhalten zu wünschen übrig. Im Hinblick hierauf liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Elektromagnet zur Verfügung zu stellen, der sich durch eine vergleichsweise verbesserte Magnetkraft-Hub-Kennlinie auszeichnet.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch einen Elektromagnet gelöst, der die Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Demgemäß besteht eine Besonderheit der Erfindung darin, dass ein die Be- triebseigenschaften des Elektromagneten maßgeblich bestimmender parasitärer Luftspalt in der Weise gebildet ist, dass das Polstück, anschließend an ein das axiale Ende des Spulenkörpers teilweise übergreifendes Flanschteil ein Büchsenteil bildet, das sich in Form eines Hohlzylinders in den Spulenkörper erstreckt und einen Längenabschnitt des Magnetkolbens übergreift, wobei zwischen der Innenwand des Hohlzylinders und dem Umfang des Kolbens ein parasitärer Luftspalt ausgebildet ist. Durch Wahl des Unterschiedes zwischen Innendurchmesser des Hohlzylinders des Büchsenteiles und Außendurchmesser des Kolbens lässt sich die Spaltweite auf einen optimalen Wert einstellen. Im Unterschied zu den dem Stand der Technik ent- sprechenden Lösungen ergibt sich bei Kolbenbewegungen keinerlei Veränderungen der Spaltgeometrie, so dass eine optimale Kraft-Hub-Kennlinie realisierbar ist.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist der Magnetkolben auf einer Führungshülse in einer Gleitpassung gelagert, deren Koaxialität zum Hohlzylinder des Polstückes derart eng toleriert ist, dass der Magnetkolben bei einer Weite des parasitären Luftspaltes von weniger als 0,1 mm vom Hohlzylinder berührungsfrei bleibt. Eine Berührung zwischen Magnetkolben und Polstück würde durch Reibung zu einer erhöhten Hysterese in der Magnetkraft-Hub-Kennlinie führen und muss daher unbedingt vermieden werden. Dank der erfindungsgemäß vorgesehenen, eng tolerierten Koaxiali- tat der Führung im Polkern und der Führungshülse eröffnet sich die Möglichkeit, die Weite des parasitären Luftspaltes zu minimieren, ohne die Gefahr einer Berührung in Kauf nehmen zu müssen. In besonders vorteilhafter Weise kann die Anordnung so getroffen sein, dass ein zweites Polstück, das als Gleichteil des ersten Polstückes ausgebildet ist, an dem der Durchgangsöffnung entgegengesetzten Bereich angeordnet ist und mit seinem Büchsenteil den Festsitz für den im Hohlzylinder gelagerten Polkern bildet. Der Einsatz von zwei baugleichen Polstücken eröffnet die Möglichkeit, den Einzelteilepreis durch die doppelte Stückzahl zu minimieren, so dass das Endprodukt in kostengünstiger Weise herstellbar ist.

Hinsichtlich der Gestaltung des weiteren magnetischen Rückschlusses kann die Anordnung mit Vorteil so getroffen sein, dass ein die Wicklung zumin- dest teilweise umgebender magnetischer Rückführmantel einen magnetischen Rückschluss zum Flanschteil des betreffenden Polstückes bildet. Derartige Ausführungsbeispiele zeichnen sich durch eine bei geringer Baugröße vergleichsweise hohe Magnetkraft aus. Eine besonders rationelle Herstellung ermöglichen Ausführungsbeispiele, bei denen Spulenkörper, Polstück und Rückführmantel zur Bildung einer festen Einheit durch eine Kunststoff-Umspritzmasse umspritzt sind, die ein einheitliches Gehäuse bildet. Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt des Ausführungsbeispieles, wobei eine im

Gehäuse befindliche, mittels eines Betätigungsstößels des Elektromagneten betätigbare Ventilanordnung der einfachen

Darstellung wegen weggelassen ist; Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Schnittdarstellung, wobei der Zustand der Herstellung des Gehäuses durch Umspritzen des Spulenkörpers, jedoch vor dem Einbau von Polkern und Magnetkolben dargestellt ist, und

Fig. 3 eine vergrößerte Teilschnittdarstellung lediglich des dem

Magnetkolben benachbarten Bezirks von Fig. 1.

Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Beispieles erläutert, bei dem der Elektromagnet innerhalb eines Gehäuses 1 das Betätigungselement für eine Ventileinrichtung bildet, die im Gehäuse 1 in einer Ventilkammer 3 angeordnet ist, die in der Zeichnung weggelassen ist, weil die Ventileinrichtung nicht Teil der Erfindung bildet. Das Gehäuse 1 ist aus einer Kunststoff- Umspritzmasse 5 einteilig ausgebildet, mit der der Spulenkörper 7 sowie die weiteren Komponenten des Elektromagneten umspritzt sind.

Um beim Umspritzen eine gasdichte Verbindung zwischen Umspritzmasse und Spulenkörper zu gewährleisten, sind, wie in der vergrößerten Darstellung von Fig. 3 deutlicher erkennbar ist, am Spulenkörper 7 Zacken 9 ge- bildet, die beim Umspritzvorgang sogenannte Abschmelzkanten bilden. Die auf dem Spulenkörper 7 befindliche Erregerwicklung 1 1 ist in der bei derartigen Elektromagneten üblichen Weise von einem ein Teil des magnetischen Rückschlusses bildenden Rückführmantel 1 3 umgeben, der, ebenso wie zur Bestromung der Wicklung 1 1 dienende Flachstecker 1 5 in die Um- spritzmasse 5 eingebettet ist.

An dem der Ventilkammer 3 zugewandten Bereich befindet sich innerhalb des Spulenkörpers 7 ein fest angeordneter Polkern 1 7, relativ zudem im Inneren des Spulenkörpers 7 ein Magnetkolben 19 axial beweglich ange- ordnet ist. In der Darstellung von Fig. 1 und 3 ist der Magnetkolben 19 in der Position seines an den Polkern 1 7 angenäherten Hubendes dargestellt, bei dem sich eine mit dem Magnetkolben 19 zusammenwirkende Führungshülse 21 , in der ein nicht näher dargestellter Betätigungsstößel aufnehmbar ist, der für die Steuerung der nicht gezeigten Ventileinrichtung vorgesehen ist, in ihrer in der Zeichnung am weitesten links gelegenen Stel- lung befindet. Wenn es sich um einen sogenannten„drückenden" Elektromagneten handelt, entspricht diese Kolbenstellung dem voll bestromten Zustand der Erregerwicklung 1 1 , anderenfalls ist der Magnetkolben 19 durch Bestromen aus der gezeigten Endposition nach rechts bewegbar. Für die Fortsetzung des magnetischen Rückschlusses vom Rückführmantel 13 ins Innere des Spulenkörpers 7 sind als Gleichteile ausgebildete Polstücke 23 vorgesehen, von denen ein erstes Polstück 23 im Bereich des Magnetkolbens 19 eine Durchgangsöffnung 25 bildet, innerhalb deren der Magnetkolben 19 bewegbar ist. Jedes der Polstücke 23 weist ein Flanschteil 27 auf, das das zugewandte axiale Ende des Spulenkörpers 7 so übergreift, dass es sich bis in die Nähe des Rückführmantels 13 erstreckt. Vom

Flanschteil 27 erstreckt sich ein Büchsenteil 29 ins Innere des Spulenkörpers 7. Das Büchsenteil 29 bildet einen Hohlzylinder, der sich bei dem ersten Polstück 23 über einen Längenabschnitt des Kolbens 19 und beim zwei- ten Polstück 23 über einen Längenabschnitt des Polkernes 1 7 erstreckt. In diesem Längenabschnitt des zweiten Polstückes 23 ist der Polkern 1 7 durch Festsitz festgelegt. Die Innenwand des Hohlzylinders am ersten Polstück 23 befindet sich vom Umfang des Magnetkolbens 19 jedoch in einem kleinen parasitären Luftspalt 30 bildenden Abstand, wobei die Spaltweite weniger als 0,1 mm beträgt. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Differenz zwischen dem Außendurchmesser des Magnetkolbens 19 und dem Innendurchmesser des Hohlzylinders des Büchsenteiles 29 beispielsweise 0,07mm. Eine derart minimierte Spaltweite, ohne dass hierbei die Gefahr einer Berührung des Magnetkolbens 19 besteht, was zu einer erhöhten Hysterese und damit zu einer Betriebsstörung führen würde, ist bei der Erfindung dadurch auf sichere Weise realisierbar, dass der Magnetkolben 19 mit seiner Führungshülse 21 in einer eng tolerierten Gleitpassung am Polkern 1 7 verschiebbar gelagert ist und dass eine eng tolerierte Koaxialität der Hohlzy- linder beider Büchsenteile 29 der Polstücke 23 eingehalten wird. Dies wird dadurch erreicht, dass bei dem Umspritzprozess, bei dem die in Fig. 2 gezeigte Fertigungsstufe erreicht wird, in dem in Fig. 2 noch offenen Innenraum des Spulenkörpers 7 ein kalibrierter Umspritzdorn (nicht dargestellt) zum Einsatz gebracht wird, wodurch die Koaxialität zwischen den Hohlzy- lindern der Büchsenteile 29 beider Polstücke 23 kleiner als 0,07mm gehalten werden kann. Dergestalt ist auch eine insgesamt druckdichte Anordnung für den Magneten als Ganzes erreicht. Wie des weiteren die Fig. 1 und 3 zeigen, ist zwischen dem Außenumfang der Führungshülse 21 und dem zugewandten Innenumfang des Magnetkolbens 19 noch eine zylindri- sehe Führungsbuchse eingesetzt, die jedoch, wie dargestellt, nicht völlig bis zum Boden des Magnetkolbens 19 fortgeführt ist. Ferner ist die Führungsbuchse über eine absatzartige Verringerung des Durchmessers im Magnetkolben 19 gehalten, die in Blickrichtung auf die Figuren nach rechts gesehen in den Boden des Magnetkolbens 19 übergeht an dem sich die Füh- rungshülse 21 abstützt.