| JP56142608 | PLUNGER DEVICE |
| JP2002260917 | ELECTROMAGNET |
| JP56142079 | MOVABLE COIL TYPE IMPACT PRINT HEAD |
Werner, Ralf (Am Kalkwiesenteich, Chemnitz, 09117, DE)
Budig, Peter-klaus (Steinbergsiedlung 4, Chemnitz, 09122, DE)
Werner, Ralf (Am Kalkwiesenteich, Chemnitz, 09117, DE)
| 1. | Elektromagnetischer Antrieb (1) für einen Schalter, ins besondere im Bereich der Mittelspannungstechnik, mit ei ner Antriebseinheit (2), die einen Magnetkörper (6), ei nen zumindest teilweise in diesem beweglich angeordneten Anker (8), wenigstens einen ein permanentes Antriebsmag netfeld erzeugenden Antriebsmagneten (5) und wenigstens einen sich zumindest teilweise in dem Antriebsmagnetfeld erstreckenden Leiter (10) aufweist, wobei eine Verriege lungseinheit (3) zur Verriegelung des Ankers (8) in we nigstens einer Endstellung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinheit (3) wenigstens ein fest mit dem Anker (8) verbundenes weichmagnetisches Bewegteil (15) aufweist, das in jeder Endstellung des Ankers (8) einen Luftspalt (18) für ein permanentes Verriegelungsmagnet feld überbrückt, wobei das Verriegelungsmagnetfeld unab hängig vom Antriebsmagnetfeld durch wenigstens einen Ver riegelungsmagneten (16) erzeugt ist, dem eine unabhängig von dem Leiter bestrombare Abreißspule (17) zum Heraus führen des Ankers (8) aus einer Endstellung zugeordnet ist. |
| 2. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinheit (3) einen mit dem Magnetkörper verbundenen Verriegelungskörper (14) aufweist, wobei je der Luftspalt (18) zwischen dem Verriegelungskörper (14) und dem Bewegteil (15) ausgebildet ist. |
| 3. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Verriegelungskörper (14) zweiteilig ausgebildet und beidseitig des Bewegteils (15) angeordnet ist. |
| 4. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verriegelungsmagnet (16) und jede Abreißspule (17) an dem Verriegelungskörper (14) angeordnet sind. |
| 5. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verriegelungseinheit (3) und der Antriebs einheit (2) Mittel zum Isolieren eines magnetischen Flus ses vorgesehen sind. |
| 6. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (8) einen Spulenträger (9) aus einem isolieren den Material aufweist, wobei der Leiter als auf dem Spu lenträger (9) angeordnete Wicklung (10) ausgebildet ist. |
| 7. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkörper aus dem Antriebsmagneten (5) sowie einem weichmagnetischen Joch (6) besteht, wobei das Antriebs magnetfeld eine in dem Magnetkörper vorgesehene Ausneh mung (7) durchsetzt, in der der Leiter (10) zumindest teilweise angeordnet ist. |
| 8. | Elektromagnetischer Antrieb (1) nach einem der vorherge henden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuereinheit (22) zur Erzeugung vorgegebener zeit abhängiger Steuersignale, eine stromverstärkende Aktua torendstufe (28) zur Speisung des Leiters (10) in Abhän gigkeit der Steuersignale und wenigstens eine stromver stärkende Spulenendstufe (23) zur Speisung einer zugeord neten Abreißspule (17) in Abhängigkeit der Steuersignale. |
| 9. | Verfahren zum Steuern eines elektromagnetischen Antrie bes (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Abreißspulen (17) in Abhängigkeit des Stromes des Lei ters (10) erregt werden, so dass der elektromagnetische Antrieb (1) eine vorbestimmte KraftWegKennlinie auf weist. |
Ein solcher elektromagnetischer Antrieb ist beispielsweise aus der DE 198 15 538 AI bekannt. Der dort offenbarte Antrieb weist einen Drehstromlinearmotor auf, der aus mehreren Motor- modulen zusammengesetzt ist. Das Motormodul weist eine be- stimmte Anzahl von feststehenden Motorspulen sowie diesbezüg- lich längsbeweglich geführte Bewegteile mit Permanentmagneten auf. Durch die Erregung der Motorspulen entsteht ein magneti- sches Feld, in dem die Permanentmagnete des Bewegteils ange- ordnet sind. Aufgrund der erzeugten Lorentzkraft kommt es zu einer Antriebsbewegung des Bewegteils, das über eine Schalt- stange mit dem Bewegkontakt eines Schalters verbunden ist.
Zum Einschalten des Vakuumschalters wird der Bewegkontakt durch den Drehstromlinearmotor gegen einen feststehenden Kon- takt des Schalters gepresst, wobei das Bewegteil eine Endlage erreicht.
Aus der WO 95/07542 ist ein elektromagnetischer Antrieb be- kannt, der ein rahmenförmig geschlossen verlaufenes Joch aus
weichmagnetischem Material aufweist, das zur Vermeidung von Wirbelströmen aus Lamellen stapelweise zusammengesetzt ist.
Das Joch bildet einen Hohlraum aus, in dem ein aus weichmag- netischem Material bestehender Anker zwischen zwei Endlagen beweglich geführt ist. In jeder Endlage kontaktiert der Anker mit einer seiner Stirnseiten das weichmagnetische Joch, wobei zwischen der anderen, der Kontaktstelle gegenüberliegenden Stirnseite des Ankers und dem geschlossen umlaufenden Joch ein Luftspalt definiert ist. In dem Hohlraum des Joches sind ferner zwei Spulen befestigt, die jeweils eine der Stirnsei- ten des Ankers umgeben. Zwischen den Spulen sind Permanent- magnete zur Erzeugung eines magnetischen Flusses vorgesehen.
Aufgrund des Luftspaltes bleibt der Anker in der jeweiligen Endlage fixiert. Durch die Erregung der Spule, welche die luftspaltenseitige Stirnseite umschließt, wird in dem Luft- spalt ein so hoher magnetischer Fluss-erzeugt, dass zur Ver- ringerung des magnetischen Widerstandes der Anker vom Joch abgerissen und unter Schließung des Luftspaltes in seine zweite stabile Endlage überführt wird, in der er mit seiner anderen Stirnseite, die zuvor den Luftspalt begrenzte, an dem Joch anliegt. Der Erregerstrom der Spule kann nunmehr unter- brochen werden, da der Anker auch in dieser Endlage fixiert ist.
Die beiden zuvor beschriebenen vorbekannten Magnetantriebe fußen auf unterschiedlichen physikalischen Effekten. Der e- lektromagnetische Antrieb gemäß der DE 198 15 538 AI nutzt zur Erzeugung der Antriebswirkung die sogenannte Lorentz- kraft, die bei Bewegung geladener Teilchen in einem Magnet- feld entsteht. Die Wirkung eines elektromagnetischen Antrie- bes gemäß der WO 95/07542 ist auf den physikalischen Effekt zurückzuführen, dass sich ein magnetisches Feld bevorzugt in einem Material mit einer hohen magnetischen Permeabilität
oder, mit anderen Worten, in einem Material mit einem gerin- gen magnetischen Widerstand ausbreitet. Durch die Verschie- bung des Ankers wird das Gesamtsystem von einem energetisch ungünstigen Zustand mit einem hohen magnetischen Potential in einen energetisch günstigeren Zustand überführt, in dem ein Luftspalt geschlossen oder überbrückt ist und der magnetische Fluss nahezu ausschließlich ein Material mit geringem magne- tischen Widerstand durchsetzt. Die Kraft zur Überführung des Systems in den energetisch günstigen Zustand ergibt sich durch Gradientenbildung. Antriebe, die auf einem solchen Ef- fekt basieren, werden auch Reluktanzantriebe genannt.
Elektromagnetische Antriebe, die auf der Lorentzkraft basie- ren, weisen eine hohe Dynamik auf und können darüber hinaus auf einfache Art und Weise, nämlich über den durch das Mag- netfeld geführten Strom, gesteuert werden. Nachteilig ist je- doch, dass diese Antriebe keine stabilen Endlagen oder Zwi- schenstellungen einnehmen, sondern erforderlichenfalls durch zusätzliche Mittel in den jeweils vorgesehenen Endlagen fi- xiert werden müssen. Hierzu werden üblicherweise Federn, Klinken oder dergleichen eingesetzt, deren Kraftwirkung nur mit Aufwand aufzuheben ist. Reluktanzantriebe zeichnen sich in der Regel durch eine stabile Endlagenfixierung aus. Ihnen haftet jedoch der Nachteil einer stark unlinearen Weg-Kraft- Kennlinie an, die entweder nur schwer oder aber zu Lasten der Haltekraft in den Endlagen oder zu Lasten des Bauraumes be- einflusst werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen elektromagnetischen Antrieb der eingangs genannten Art bereitzustellen, der in seinen Endlagen auf einfache Art und Weise fixiert werden kann, wobei jedoch die einfache Steuerung der Antriebsbewe- gung erhalten bleibt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Verriege- lungseinheit wenigstens ein fest mit dem Anker verbundenes weichmagnetisches Bewegteil aufweist, das in jeder Endstel- lung des Ankers einen Luftspalt für ein permanentes Verriege- lungsmagnetfeld überbrückt, wobei das Verriegelungsmagnetfeld unabhängig vom Antriebsmagnetfeld durch wenigstens einen Ver- riegelungsmagneten erzeugt ist, dem eine unabhängig von dem Leiter bestrombare Abreißspule zum Herausführen des Ankers aus einer Endstellung zugeordnet ist.
Der erfindungsgemäße elektromagnetische Antrieb umfasst eine Antriebseinheit und eine Verriegelungseinheit, deren Leiter bzw. Spulen unabhängig voneinander bestromt werden können.
Auf diese Weise ist der erfindungsgemäße Antrieb beliebig steuerbar und kann an nahezu jede Anforderung angepasst wer- den. Gleichzeitig ist eine elektromagnetische Verriegelung wenigstens einer Endlage des Ankers der Antriebseinheit be- reitgestellt, so dass auf eine kostenintensive und wartungs- anfällige mechanische Verriegelungseinheit verzichtet werden kann. Durch die Überbrückung des in der Verriegelungseinheit vorgesehenen Luftspaltes wird der magnetische Widerstand für das von dem Verriegelungsmagneten erzeugte Verriegelungsmag- netfeld herabgesetzt oder minimiert, so dass ein Verschieben des Ankers aus dieser Endstellung nur entgegen einer Reluk- tanzkraft der Verriegelungseinheit ermöglicht ist. In der Endstellung des Ankers liegt das Bewegteil beispielsweise an den den Luftspalt begrenzenden Bereichen der Verriegelungs- einheit an, so dass diese Bereiche einen Anschlag ausbilden, der eine weitere Bewegung des Ankers verhindert.
Darüber hinaus ist es auch möglich, den Anker-und damit auch das Bewegteil-fest mit dem Bewegkontakt einer Vakuum-
schaltröhre zu verbinden. In einer Kontaktstellung der Vaku- umschaltröhre liegt der Bewegkontakt an dem ortsfesten Fest- kontakt der Vakuumschaltröhre an. Aufgrund der festen Verbin- dung mit dem Anker ist durch das Aufeinandertreffen der Kon- takte ebenfalls eine Endlage des Ankers definiert. Befindet sich der Anker in einer solchen Endlage ist es keinesfalls notwendig, dass das Bewegteil ebenfalls an den den Luftspalt begrenzenden weichmagnetischen Bereichen der Verriegelungs- einheit anliegt. Vielmehr kann das Bewegteil von den den Luftspalt begrenzenden Bereichen der Verriegelungseinheit beabstandet sein.
Durch das unabhängige Bestromen des Leiters der Antriebsein- heit einerseits sowie der Abreißspulen der Verriegelungsein- heit andererseits ist es beispielsweise möglich, die Wirkung der Reluktanzkraft, also die Wirkung der Verriegelungsmagnete bei der Antriebsbewegung nahezu vollständig aufzuheben, indem durch die Abreißspulen ein das Verriegelungsmagnetfeld neu- tralisierendes Abreißmagnetfeld gerade dann erzeugt wird, wenn der Anker sich im Bereich einer Endstellung befindet, aus der heraus er bewegt werden soll.
Erfindungswesentlich ist ferner, dass das Bewegteil aus einem Material besteht, das einen gegenüber dem Luftspalt geringe- ren magnetischen Widerstand aufweist. Hierbei kommen beliebi- ge ferromagnetische Stoffe wie Eisen, Mumetall, Nickel-Eisen- Legierungen in Betracht. Als weichmagnetisch werden Materia- lien bezeichnet, die ihre magnetischen Eigenschaften nach dem Abschalten des Magnetfeldes verlieren, die diese magnetischen Eigenschaften erzeugen. Weichmagnetische Materialien weisen daher eine schlanke Hysteresekurve und somit eine geringe Koerzitivfeldstärke auf.
Vorteilhafterweise ist der Verriegelungskörper zweiteilig ausgebildet und beidseitig des Bewegteils angeordnet. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung sind zwei Endlagen des Ankers definiert, da der Bewegungsraum des fest mit dem Anker verbundenen Bewegteils von zwei Seiten be- grenzt ist. Wird der Anker gemäß dieser Weiterentwicklung der Erfindung somit zum Antrieb einer Vakuumschaltröhre einge- setzt, ist sowohl die Kontaktstellung der Vakuumschaltröhre, in der ein Stromfluss über die Vakuumschaltröhre möglich ist, als auch die Trennstellung, in der die Kontakte voneinander beabstandet sind, verriegelt.
Vorteilhafterweise sind zwischen der Verriegelungseinheit und der Antriebseinheit Mittel zum Isolieren eines magnetischen Flusses vorgesehen. Durch diese Isolierungsmittel sind Ver- riegelungseinheit und Antriebseinheit magnetisch voneinander getrennt, da durch die Isolierungsmittel ein Übergreifen des Antriebsmagnetfeldes und somit eine unvorteilhafte Wechsel- wirkung mit dem Verriegelungsmagnetfeld oder sogar mit dem Abreißmagnetfeld verhindert ist. Als Mittel zum Isolieren ei- nes magnetischen Flusses eignen sich nicht-ferromagnetische Stoffe mit einer Permeabilität im Bereich von oder kleiner als 1, wie z. B. Luft oder Aluminium.
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung sind jeder Verrie- gelungsmagnet und jede Abreißspule an dem Verriegelungskörper angeordnet. Auf diese Weise werden Verriegelungsmagnet und Abreißspule von dem beim Antrieb unbeweglichen Verriegelungs- körper gehalten, so dass eine Bewegung dieser empfindlichen Bauteile beispielsweise beim Schalten einer Vakuumröhre ver- mieden ist. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung wird daher die Wartungsanfälligkeit des elektromagnetischen An- triebes herabgesetzt.
Zweckmäßigerweise weist der Anker einen Spulenträger aus ei- nem isolierenden Material auf, wobei der Leiter als Wicklung auf dem Spulenträger angeordnet ist. Gemäß dieser Weiterent- wicklung ist der elektromagnetische Antrieb ein Hubantrieb.
Der Spulenträger ist beispielsweise als Rohrstutzen oder mit anderen Worten rohrförmig ausgebildet.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung besteht der Magnetkörper aus dem Antriebsmagneten sowie einem weich- magnetischen Joch, wobei das Antriebsmagnetfeld eine in dem Magnetkörper vorgesehene Ausnehmung durchsetzt, in der der Leiter des Bewegteils zumindest teilweise angeordnet ist. Ge- mäß dieser Weiterentwicklung der Erfindung kommt es zur Bewe- gung der Spule, wohingegen der empfindlichere und schwerere Permanentmagnet ortsfest in dem Magnetkörper angeordnet ist.
Durch die Vermeidung der Bewegung des Permanentmagneten wird - wie bereits erläutert-die Lebensdauer erhöht bzw. die Wartungsanfälligkeit herabgesetzt. Aufgrund der Spulenbewe- gung wird das diesem Antrieb zugrunde liegende Prinzip auch Tauchspulenprinzip genannt.
Vorteilhafterweise weist der erfindungsgemäße elektromagneti- sche Antrieb eine Steuereinheit zur Erzeugung vorgegebener zeitabhängiger Steuersignale, eine stromverstärkende Aktuato- endstufe zur Speisung des Leiters in Abhängigkeit der Steu- ersignale und wenigstens eine stromverstärkende Spulenendstu- fe zur Speisung einer zugeordneten Abreißspule in Abhängig- keit der Steuersignale auf. Die bei dieser erfindungsgemäßen Weiterentwicklung eingesetzten Endstufen sind zur Verstärkung der Ausgangssignale der Steuereinheit vorgesehen, deren Sig- nalstärke zur Speisung der Spulen oder Leiter nicht ausrei- chend ist. In der Steuereinheit sind den jeweiligen Erforder-
nissen der Praxis entsprechende Steuerdaten abgelegt, nach deren Muster die zeitabhängigen Steuersignale erzeugt werden.
Mit Hilfe dieser Steuerung ist eine besonders einfache Ein- stellung beliebiger Kraft-Weg-Kennlinien des elektromagneti- schen Antriebes ermöglicht.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Steuerung des erfindungsgemäßen elektromagnetischen Antriebes, bei dem die Verriegelungsspulen in Abhängigkeit des Stromes des Leiters bestromt werden. Auf diese Weise kann eine gegenseitige Be- einflussung nahezu vollständig ausgeschlossen werden.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfin- dung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung von Aus- führungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnungen, wobei sich entsprechende Bauteile mit dem gleichen Bezugszeichen versehen sind und Figur 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektromagnetischen Antriebes in einer quer ge- schnittenen Ansicht und Figur 2 eine Steuerung des elektromagnetischen Antriebes gemäß Figur 1 zeigen.
Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektromagnetischen Antriebes 1 in einer geschnittenen Dar- stellung. Der elektromagnetische Antrieb 1 weist eine An- triebseinheit 2 sowie eine Verriegelungseinheit 3 auf, die über Isolierungsmittel miteinander verbunden sind, die hier als ringförmiger Aluminium-Block 4 ausgebildet sind. Die Iso- lierungsmittel sind zum Isolieren der Magnetfelder in der An-
triebseinheit 2 gegenüber Magnetfeldern in der Verriegelungs- einheit 3 und umgekehrt vorgesehen.
Die Antriebseinheit 2 umfasst einen Magnetkörper, der aus ei- nem ein permanentes Antriebsmagnetfeld erzeugenden Antriebs- magneten 5 sowie einem fest mit dem Antriebsmagneten 5 ver- bundenes weichmagnetisches Joch 6 besteht. In dem Magnetkör- per 5,6 ist eine ringförmige Ausnehmung 7 vorgesehen, in die hinein sich ein Teil eines Ankers 8 erstreckt. Dabei weist der Anker 8 einen becherförmigen Spulenträger 9 aus einem Isoliermaterial auf, dessen rohrförmiger Abschnitt Wicklungen eines Leiters trägt. Durch diese Wicklungen des Leiters sind Antriebsspulen 10 ausgebildet.
Der Anker 8 ist über Querverstrebungen 11 des Spulenträgers 9 fest mit einer Bewegungsübertragungsstange 12 verbunden, die mittels üblicher Lager in ihrer Längsrichtung beweglich in dem elektromagnetischen Antrieb 1 gehalten ist.
Die Verriegelungseinheit 3 weist einen zweiteiligen weichmag- netischen Verriegelungskörper 14 auf, der beidseitig eines aus einem weichmagnetischen Material bestehenden Bewegteils 15 angeordnet ist, wobei das Bewegteil 15 fest mit der Bewe- gungsübertragungsstange 12 und somit, fest mit dem Anker 8 verbunden ist. Als weichmagnetisches Material wurde bei die- sem Ausführungsbeispiel sowohl für den Verriegelungskörper 4 als auch für das Bewegteil 15 ferromagnetischer Stahl einge- setzt. In jedem Abschnitt oder Teil des Verriegelungskörpers 14 und somit zu beiden Seiten des Bewegteils 15 sind Verrie- gelungsmagnete 16 erkennbar, die ein in Bewegungsrichtung des Ankers 8 verlaufendes axiales Verriegelungsmagnetfeld erzeu- gen. Dabei sind die Verriegelungsmagnete 16 jeweils konzen- trisch von einer Abreißspule 17 umgeben. Durch das Bewegteil
15 und den Verriegelungskörper 14 sind Luftspalte 18 be- grenzt, die von dem Verriegelungsmagnetfeld in Bewegungsrich- tung des Bewegteils 15 im Wesentlichen axial durchsetzt sind.
Durch die Antriebseinheit 2 wird eine Antriebsbewegung auf- grund einer Lorentzkraft erzeugt. Dazu wird das ebenfalls in Längsrichtung des Ankers 8 erzeugte permanente und axiale An- triebsmagnetfeld, dessen Feldlinien in dem Antriebsmagneten 5 angedeutet sind, über das weichmagnetische Joch 6 geführt, wobei es die in der Ausnehmung 7 des Magnetkörpers angeordne- ten Spulen 10 des Ankers 8 in Querrichtung durchsetzt. Bei Bestromung der Spulen wird daher eine Hubbewegung des Ankers 8 erzeugt, die über die Bewegungsübertragungsstange 12 in das Bewegteil 15 eingeleitet wird. Das Bewegteil 15 wird daher je nach Richtung der Hubbewegung auf einen der beiden Abschnitte des Verriegelungskörpers 14 zu bewegt, wodurch sich einer der zwischen dem Bewegteil 15 und dem Verriegelungskörper 14 aus- gebildeten Luftspalte 18 verkleinert. Die Verkleinerung die- ses Luftspaltes 18 bewirkt ein Absenken des magnetischen Wi- derstandes für das von einem der Verriegelungsmagnete 16 er- zeugte axiale Verriegelungsmagnetfeld. Dieser Effekt beruht darauf, dass der Verriegelungskörper 14 aus einem ferromagne- tischen Material, also einem Material mit einer Permeabilität wesentlich größer als 1, besteht, der Luftspalt 18 hingegen mit Luft, also einem Stoff, gefüllt ist, der eine relative Permeabilität von 1 aufweist. Stößt das Bewegteil an einen der Teile des Verriegelungskörpers 14 an, so hat der Anker 8 eine seiner Endstellungen erreicht, die durch die über Luft- spaltverkleinerung erzeugte Reluktanzkraft verriegelt ist.
Zum Abreißen des Ankers 8 aus dieser Endstellung wird die Ab- reißspule 17 erregt, die denjenigen Verriegelungsmagneten 16 konzentrisch umgibt, an dem das Bewegteil 15 anliegt. Die Wirkung dieses Verriegelungsmagneten 16 wird durch das von
der Abreißspule 17 erzeugte Abreißmagnetfeld geschwächt oder aufgehoben, so dass mittels der Antriebseinheit 2 ein Heraus- führen des Ankers 8 aus der Endstellung ermöglicht ist. Der Anker 8 kann nunmehr solange in die entgegengesetzte Richtung bewegt werden, bis er an dem gegenüberliegenden Abschnitt des Verriegelungskörpers 14 anstößt und seine zweite Endlage er- reicht. Auch in dieser Endstellung ist der magnetische Wider- stand für das Verriegelungsmagnetfeld minimiert, da nunmehr der andere in Bewegungsrichtung gegenüberliegende Luftspalt 18 überbrückt ist.
Figur 2 zeigt eine Steuerungseinheit 19 des elektromagneti- schen Antriebes 1 gemäß Figur 1 in einer schematischen Dar- stellung. Die Steuerungseinheit 19 weist ein Interface 20 auf, welches ein eingehendes Ein-oder Ausschaltsignal 21 in ein von einer Steuerung 22 akzeptiertes Steuerungseingangs- signal umwandelt. In der Steuerung 22 sind vorgegebene Sig- nalmuster in Form von Signalintensitäten in Abhängigkeit der Zeit in einem Speicherbereich abgelegt. In Abhängigkeit eines ausgewählten vorgegebenen Signalmusters steuert die Steuerung 19 Haltemagnetendstufen 23 mit zeitabhängigen Stromwerten 24 an. Daraufhin werden die Abreißspulen 17 der Verriegelungs- einheit 3 mit den durch die Haltemagnetendstufen 23 verstärk- ten Stromwerten 24 der Steuerung 19 gespeist.
Die Steuerung 22 ist weiterhin mit einem Stromregler 25 ver- bunden, der einen von der Steuerung 22 aufgenommenen Strom- sollwert 26 mit einem Stromistwert 27 vergleicht, der am Aus- gang einer Aktuatorendstufe 28 abgegriffen wird. Bei Überein- stimmung zwischen Stromsollwert 26 und Stromistwert 27 wird ein Freigabesignal 29 erzeugt. Die tatsächliche Weglage wird mit einem figürlich nicht dargestellten Messsystem erfasst.
Durch diese Regelung der Steuerung ist daher eine besonders
genaue Einstellung der Kraft-Weg-Kennlinie des elektromagne- tischen Antriebes ermöglicht.
Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch mög- lich, auf eine zusätzliche Regelung zu verzichten und die Ak- tuatorendstufe 28 ebenfalls direkt über die Steuerung 22 an- zusteuern.
Die Steuerung 22, die Aktuatorendstufe 28 und die Haltemag- netendstufe 23 sind mit einer in Figur 2 nur schematisch dar- gestellten Stromversorgung 31 verbunden, die eine zur Steue- rung notwendige Betriebsenergie 30 bereitstellt.
Next Patent: METHOD AND APPARATUS FOR IMPROVED FASTENING HARDWARE
