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Title:
ELECTROMAGNETICALLY CONTROLLABLE SAFETY LOCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/039065
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to electromagnetically controllable safety locks in the field of holding magnets. The fundamental principal is that the electromagnet influences a control and blocking element such that the locking bar can be retracted during an opening impulse. The aim of the invention is to simplify, to increase the reliability of, and to expand the area of application of such locks. According to the invention, the locking bar (7) moves a slider (5) which is provided with teeth and which carries a blocking plate (2) equipped with a passage pin channel (2a). The blocking plate (2) is coupled via a spring (12) to a control plate (3) which has an angularly offset passage pin channel (3a). The control plate (3) supports an armature (13a) which can be held by an electromagnet (13) fixed to the housing when the locking bar (7) is subjected to a control movement. Both channels are aligned with the lock axis during an opening action such that the passage pin has a free path.

Inventors:
MAUER GUENTER (DE)
Application Number:
PCT/DE1999/000238
Publication Date:
August 05, 1999
Filing Date:
January 29, 1999
Export Citation:
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Assignee:
MAUER GMBH (DE)
MAUER GUENTER (DE)
International Classes:
E05B47/06; (IPC1-7): E05B47/06
Foreign References:
EP0228027A21987-07-08
EP0427188A21991-05-15
EP0429712A11991-06-05
EP0819813A21998-01-21
EP0427188A21991-05-15
EP0228027A21987-07-08
Attorney, Agent or Firm:
Götz, Friedrich (Tulpenweg 15 Heiligenhaus, DE)
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Claims:
Anspruche
1. Elektromagnetisch steuerbares Sicherheitsschloß, insbesondere für Wertbehälter, mit einem einen Tourstift aufweisenden Riegel und einem als Haltemagnet wirkenden Elektromagneten, der tuber Steuerund Sperrelemente den Rückzug des Riegels blockiert oder freigibt, dadurch gekennzeichnet, dal3 die Antriebsnuß oder der Riegel einen mit Verzahnung versehenen Schieber (5) bewegt, der eine mit Tourstiftkanal (2a) versehene Sperrscheibe (2) mitnimmt, daß diese Sperrscheibe (2) tuber eine Feder (12) mit einer einen winkelversetzten Tourstiftkanal (3a) aufweisenden Steuerscheibe (3) gekoppelt ist und daß diese Steuerscheibe (3) einen Anker (13a) trägt, der von dem Elektromagneten (13) bei Bestromung festgehalten wird, wodurch beide Anale mit der Schloßachse (AB) fluchten und der Tourstift mit dem Riegel (7) passieren kann.
2. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (7) als Verschlußriegel ausgebildet ist, der liber eine Antriebsnuß (4) von einer Handhabe bewegt wird.
3. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dal3 der Riegel als Hilfsriegel ausgebildet ist, der einen Antriebsdorn trägt und dal3 das Schlo#gehäuse mit einem Hauptschloß verbunden ist, in dessen Riegel der Antriebsdorn hineinragt.
4. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dal3 die Steuerscheibe (3) einen zweiten Anker (14a) trägt, dem ein zweiter Elektromagnet (14) im Gehäuse (1) gegenübersteht.
5. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Riegelsteuerkurve (7a), dal3 der zur Abfrage erforderliche Vorlaufwinkel der Antriebsnuß (4) keine Riegelbewegung auslöst.
6. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dal3 unterhalb des Gehausebodens ein Hohlraum vorgesehen ist, der die Elektronik aufnimmt und der durch einen zweiten Gehäuseboden (11) abgeschlossen ist.
7. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet. dal3 im Gehäuse zur Betatigung eines Mikroschalters ein Schaltschieber (15) gelagert ist, der beim Rückzug des Riegels (7) von einem Steg (7c) nach unten gedrückt und beim Ausfahren des Riegels (7) durch die Antriebsnu# (4) angehoben wird.
8. Sicherheitsschloß nach Anspruch I und folgenden, dadurch gekennzeichnet, dal3 zwischen der Schloßdecke (9) und der Bodenplatte (11) ein RelockingElement (19) angeordnet ist, das beim Wegschlagen der Bodenplatte (11) tuber einen Vorsprung (19a) und eine Sperrkante (7d) den Riegel blockiert.
9. Sicherheitsschloß nach Anspruch I und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebswelle (27) in den zylindrischen Ansatz (28c) einer Nuß (28) eintaucht, dal3 dieser Ansatz (28c) tuber eine Sollbruchstelle mit einer Abdeckung (28d) versehen ist und daß diese Abdeckung (28d) wegbricht, wenn versucht wird, das Schloß durch Schlage auf die Antriebswelle zu entfernen.
10. Sicherheitsschloß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dal3 der Riegel (30) zur Erzielung einer Relockingfunktion im Bereich der Steueraussparung (30a) Schwachstellen (30a1, 30a2) aufweist, die bei Schlägen auf die Antriebswelle (27) nachgeben, wodurch sich Vorsprünge (30b) des Riegels (30) in Aussparungen (33a) einer Zwischenplatte (33) legen und somit den Riegel (30) mechanisch blockieren.
11. Sicherheitsschloß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dal3 die Schloßdecke (35) eine Sollbruchlinie (35a) aufweist, die bei Schlägen auf die Antriebswelle (27) aufbricht, die Welle (27) hindurchtreten läßt und somit verhindert, dal3 das Schloß weggeschlagen wird.
12. Sicherheitsschloß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung eines Mikroschalters ein Schaltschieber (34) vorgesehen ist, der derart auf einer Zwischenplatte (33) gelagert ist, dal3 er beim Zurückziehen des Riegels (30) über eine Steuerschräge (30c) aktiviert und erst dann von einem Stift (25b) der Sperrscheibe (25) zurückgestellt wird, wenn der Riegel (30) erneut voll ausgefahren ist.
Description:
Elektromagnetisch steuerbares Sicherheltsschloß Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisch steuerbares Sicherheitsschloß mit einem einen Tourstift aufweisenden Riegel und einem als Haltemagnet wirkenden Elektromagneten, der tuber Steuer-und Sperrelemente den Rückzug des Riegels blockiert oder freigibt.

Stand der Technik Ein derartiges Schloß ist aus der EP 0427188 bekannt geworden. Das dort beschriebene elektromagnetisch gesteuerte Wertbehälterschloß weist einen im Gehause befestigten Elektromagneten auf, dem ein an einem Sperrhebel gelagerter Anker gegenüber steht.

Der kompliziert geformte Sperrhebel ist tuber einen Lagerdorn, Steuerkurven und eine <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> Feder mit einem Steuerhebel gekuppelt, der einen Tourkanal aufweist. Weiterhin iSt ein Sperrschieber vorgesehen, der einen in den Steuerhebel eingreifenden Tourstift trägt.

Die Sperrung oder Freigabe durch Schwenkbewegungen erfordert ein exaktes Zusammenwirken von Haltemagnetkräften, Steuerkurven, Steuerdornen, Lagerdornen, Federn und Tourstift. Die Teile dürfen kaum Lagerspiel oder Verschleiß haben, sonst kommt es durch Verkantung zu einem Versagen.

Das EP 0228027 betrifft ebenfalls ein elektromagnetisch gesteuertes Wertbehälterschloß mit einem Gehause, in dessen vorderseitiger Öffnung außer einem Kundenschließwerk ein BankschlieJ3werk untergebracht ist. In einer rückseitigen Vertiefung des Gehäuses ist ein Elektromagnet untergebracht. Unter dem Hauptriegel, also relativ schwer zugänglich, ist ein Sperrhebel und ein Steuerhebel angeordnet. Der Sperrhebel trägt einen Magnetanker, der dem Joch des genannten Elektromagneten gegenübersteht. Auch hier ist das genaue Zusammenspiel von Magnet, Steuerhebel, Sperrhebel und Tourstift wichtig, wobei enge Fertigungstoleranzen erforderlich sind, um die Funktion dauerhaft zu gewährleisten.

Darstellung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schloß mit den einleitend genannten Merkmalen so zu verbessern, daß es mit besonders einfach herzustellenden Elementen auskommt, zuverlässig in der Funktion ist und vielseitig eingesetzt werden kann.

Erfindungsgemäß bewegt der Riegel einen mit Verzahnung versehenen Schieber, der eine mit Tourstiftkanal versehene Sperrscheibe mitnimmt. Weiterhin ist diese Sperrscheibe tuber eine Feder mit einer einen winkelversetzten Tourstiftkanal aufweisenden Steuerscheibe gekoppelt. Die Steuerscheibe trägt einen Anker, der von dem Elektromagneten bei Bestromung festgehalten wird, wodurch beide Anale mit der Schloßachse fluchten und den Tourstift passieren lassen.

Das neuartige Schloß mit drehbaren Sperr-und Steuerelementen kann grundsätzlich in zwei Varianten eingesetzt werden. In der Bauform A erhält es einen normalen, schweren Riegel, der tuber eine Antriebsnuß mittels einer Handhabe bewegt wird. In der Bauform B ist nur ein mit Antriebsdorn versehener Hilfsriegel vorgesehen.

Der Antriebsdorn taucht in den Riegel eines Hauptschlosses ein, das als Doppelbartschloß oder als Kombinationsschloß ausgebildet sein kann. Die Kombination ermoglicht das"Vier-Augen-Prinzip"zur Erhohung der Sicherheit.

Die zur Steuerung erforderlichen Elemente sind bei beiden Bauformen identisch. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Gefahr der Schloßblockade dadurch wesentlich verringert, dal3 zwei identische Elektromagnete vorgesehen sind, die wahlweise ansteuerbar sind.

Beschreibung der Zeichnungen Die Bauform A der Erfindung wird anhand von Fig. 1-13 der Zeichnungen erläutert.

Eine weitere Ausftihrungsform wird in Fig. 14-20 beschrieben.

Fig. 1 stellt die auseinandergezogenen Teile des Schlosses dar, Fig. 2 einen Längsschnitt entlang der Schloßachse A-B, Fig. 3 die Draufsicht auf das offene Schloß, Fig. 4 die Antriebsnuß in der Perspektive, Fig. 5 die Steuerungselemente in der Sperrphase, Fig. 6 diese Elemente in der Offnungsphase, Fig. 7 die Antriebsnuß mit einem Schaltschieber, Fig. 8 Gehäuse, Antriebsnuß und Riegel in der Perspektive, Fig. 9 den Riegel und einen durch ihn betätigten Schaltschieber, Fig. 10 Teile eines Relocking-Systems in der Perspektive, Fig. 11,12,13 Längsschnitte des Relocking-Systems in verschiedenen Zuständen.

Fig. 14 zeigt eine weitere Ausfürungsform in auseinandergezogener Darstellung Fig. 15 einige Einzelteile in gleicher Darstellung, Fig. 16 diese Teile in Draufsicht, Fig. 17 einige Funktionsteile in Perspektive, Fig. 18 in gleicher Darstellung die wichtigsten Steuerelemente, Fig. 19 diese Teile in der Seitenansicht, Fig. 20 die genannten Teile von oben.

In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse bezeichnet, das u. a. einen Lagerdorn 1a und eine Lagerbuchse l b aufweist. Der Dorn la nimmt eine Sperrscheibe 2 und eine Steuerscheibe 3 auf. Eine Antriebsnuß 4 wird in der Lagerbuchse lb geführt. Unter der Nul3 liegt ein gezahnter Schieber 5, der von der Antriebsnuß gegen die Kraft einer Feder 6 bewegt wird. Die Nul3 4 liegt unter dem Riegel 7 und treibt ihn mittels des Dormes 4a an. Eine Schenkelfeder 8 unterstützt die Riegelbewegung. Diese Feder greift an einem Dom 4d der Nul3 4 an. Das zweite Ende hängt auf einem Dorn 1c des Gehäuses l. Als sogenannte Übertotpunktfeder unterstützt sie sowohl das Erreichen der Sperrlage als auch-der Offenlage der Antriebsnuß 4. Unter dem Einfluß der Feder werden undefinierte Zwischenlagen der Antriebsnuß vermieden.

Die Teile werden von einer Schloßdecke 9 zusammengehalten. Eine Lagerbuchse 9a umschließt die Antriebsnuß 4. Mit 10 ist eine hohle Antriebswelle bezeichnet, die in eine profilierte Öffnung der Antriebsnul3 pal3t und eine nicht dargestellte Handhabe trägt. Durch die Welle können Steuerleitungen hindurchgeführt werden. Hinter dem Gehäuse l ist eine zweite Bodenplatte 11 dargestellt, die einen hochstehenden Rand aufweist. Dadurch wird an der Rückseite des Gehäuses ein geschützter Hohlraum gebildet, der die Ansteuerelektronik des Schlosses aufnimmt.

Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt entlang der Schloßachse A-B. Man erkennt im Gehäuse l den Lagerdorn 1 a, die Scheiben 2 und 3, die Antriebsnuß 4 und den Riegel 7.

Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Sperrscheibe 2 und die Steuerscheibe 3 durch eine Feder 12 gekoppelt sind.

In Fig. 4 ist von der Antriebsnuß 4 die Rtickseite dargestellt. Man erkennt eine Steuerfläche 4b, die liber den Doum 5a den in Fig. 5 und 6 gezeichneten Schieber 5 bewegt.

Fig. 5 stellt auseinandergezogen die Steuerelemente in Sperrposition dar. Im Ruhezustand liegt die Sekante 4c der Antriebsnuß 4 parallel zur Schloßachse A-B, also waagerecht. Dreht man die Nuß 4 im Uhrzeigersinn um etwa 30°, wandert der Schieber 5 nach oben und die Sperrscheibe 2 dreht sich nach links, bis ihr Tourstiftkanal 2a mit der Schloßachse A-B fluchtet. Unter dem Einfluß der Feder 12 wurde auch die Steuerscheibe 3 nach links verschwenkt.

Wenn keiner der gehausefesten Elektromagnete 13,14 erregt ist, kann keiner der an der Steuerscheibe 3 gelagerten Anker 13a, 14a festgehalten werden. Da der Verstellwinkel zwischen den Tourstiftkanälen 2a und 3a erhalten bleibt, wird der Tourstift des Riegels blockiert.

Anders ist das Ergebnis nach Fig. 6. Durch einen Haltestrom in einem der Magnete 13, 14 bleibt die Steuerscheibe 3 stehen, während sich die Sperrscheibe 2 unter Dehnung der Feder 12 nach links dreht. Beide Tourstiftkanäle fluchten mit der Schloßachse A-B und erlauben es, den Riegel voll zurückzuziehen.

Die Steuerkurve 7a des Riegels 7 ist so ausgebildet, daß er bei der Abfragebewegung der Antriebsnuß 4 nicht bewegt wird. Der Riegelkopf 7b bleibt also auf ganzer Riegelweglänge in das Schließblech eingetaucht, bis der Offnungsvorgang beginnt.

Aus Fig. 5 und 6 ist ersichtlich, dal3 die Sperrscheibe 2 in der Öffnungsposition an den Schieber 5 anstö#t. Der mechanische Anschlag sorgt dafür, daß der Tourstiftkanal genau fluchtet, wenn sich der Tourstift des Riegels 7 nähert.

Die genaue Offnungsposition des Tourstiftkanals 3a ist durch die Lage der Elektromagnete 13,14 vorgegeben. Die Sperrscheibe 2 ist mit Armen 2b, 2c versehen, die Stifte 2d, 2e tragen. Diese Stifte nehmen die Steuerscheibe 3 mit zurück, wenn man beim vergeblichen Offnungsversuch die Handhabe loslä#t und die Feder 6 den Schieber 5 nach unten drilckt.

Da die Anker 13a, 14a grundsätzlich an den Jochen der Elektromagnete 13, 14 anliegen, genugt ein ganz kleiner Haltestrom, um das Schlo# sicher zu betätigen.

Sollte der eine Stromkreis durch einen Fehler in der Spule oder der Zuleitung ausfallen, kann der andere Magnet seine Funktion iibernehmen. Es ist daher äußerst unwahrscheinlích, daß ein Wertbehälter gewaltsam geöffnet werden muß, weil das Schloß versagt hat.

In Fig. 7,8 und 9 ist dargestellt, wie man tuber den Riegel 7 einen Schaltschieber 15 betatigen kann, der einen Mikroschalter zur Schließmeldung aktiviert. Der nicht dargestellte Mikroschalter wird auf die Haltestifte 16 im Gehäuse 1 aufgesteckt.

Fig. 7 zeigt die Antriebsnuß 4 und den Schaltschieber 15 von hinten. Wenn die Antriebsnuß 4 in Richtung des Pfeiles 17 gedreht wird, wandert der Schieber 15 in Richtung des Pfeiles 18 nach oben.

In Fig. 8 sind Gehäuse 1, Antriebsnu# 4, Schaltschieber 15 und Riegel 7 auseinandergezogen dargestellt. Der Schaltschieber 15 weist eine Steuerfläche 1 5a auf, gegen die ein Steg 7c des Riegels 7 stö#t.

Fig. 9 zeigt, wie beim Rückzug des Riegels 7 der Schieber 15 nach unten gedrückt wird.

Der Schaltschieber 15 besteht vorzugsweise aus elastischem Kunststoff. Mit 15b ist eine angespritzte, stabförmige Feder bezeichnet, deren Nase in Vertiefungen am Gehäuse 1 einrastet.

Fig. 10 zeigt ein Relocking-System für das beschriebene Schloß. Die Bodenplatte 11 trägt einen Stift 11a, der ein tuber dem Riegel 7 im Gehause 1 gefuhrtes Relocking- Element 19 hochdrückt. Ein quaderförmiger Vorsprung 19a gelangt in die Bahn einer Sperrkante 7d des Riegels 7, wenn die Bodenplatte 11 weggeschlagen wird.

In Fig. 11 sind Bodenplatte 11, Gehäuse 1 und Riegel 7 sowie die Schloßdecke 9 auseinandergezogen dargestellt. In der Decke 9 ruht eine Feder 20, die gegen das Tell 19/19a drückt.

Fig. 12 stellt das Relocking-System im Zustand normaler Funktion dar. Der Riegel 7 kann mit seiner Sperrkante 7d den Vorsprung 19a passieren.

In Fig. 13 ist zu sehen, wie bei entfernter Bodenplatte 11 das Element 19 nach oben rutscht und der Vorsprung 19a den Riegel 7 blockiert.

In Fig. 1 ist eine Hohlwelle 10 dargestellt, die aus einem Vielkeilprofil gefertigt ist, das in eine entsprechende Aussparung der Antriebsnul3 4 part.

In Fig. 3,5 und 6 ist die Antriebsnuß 4 mit einer bisher üblichen Vierkantaussparung gezeichnet. Um die Steuerkabel durchzuleiten, könnte man auch durchbohrte Vierkantwellen benutzen.

Fig. 14 stellt eine andere Bauform eines elektromagnetisch steuerbaren Sicherheitsschlosses dar.

Das vorzugsweise im Druckgußverfahren hergestellte Gehäuse 21 weist außer Befestigungslöchern und einem Durchbruch 21a einen Lagerdorn 21b auf. Die der Steuerung dienenden Elektromagneten 22,23 werden in dem Gehause so befestigt, dal3 sie den Ankern der Steuerscheibe 24 gegenüberstehen. Diese Steuerscheibe und eine Sperrscheibe 25 werden auf dem Dorn 21b begrenzt schwenkbar gelagert. Die Teile 24 und 25 sind durch eine leichte Zugfeder 26 miteinander verkoppelt.

Eine gezahnte Antriebswelle 27 greift kraftschlüssig in eine Nul3 28 ein. Ihr ist eine Dornscheibe 29 zugeordnet, deren Dorn 29a auf die Steuerkurve 30a eines Regels 30 einwirkt. Die Nul3 28 weist Dorme 28a auf, die alternativ in Lochpaare 29b der Scheibe 29 passen.

Mit 31 ist ein Schieber bezeichnet, dessen Nocken 31a in einer Aussparung 28b der Nuß 28 gleitet. Eine Feder 32 drückt den Schieber nach unten. Er hat die Aufgabe, tuber seine Verzahnung 31b die Sperrscheibe 25 zu bewegen, bis der Tourstiftkanal 25a waagerecht steht und mit dem Tourstiftkanal 24c fluchtet.

Weiterhin gehört zu dem Schloß eine Zwischenplatte 33, auf der ein Schaltschieber 34 zu sehen ist, der vertikal verschiebbar in einer Vertiefung 33d gelagert wird.

Eine Schlo#decke 35 hält alle beschriebenen Teile zusammen und schützt sie gegen äu#ere Einflässe. In der Verlängerungsachse der Antriebswelle 27 ist in die Decke eine Sollbruchkurve 35a eingearbeitet. Das Material soll an dieser Stelle nachgeben, wenn die Welle 27 mit Gewalt nach innen getrieben wird, um das gesamte Schloß wegzuschlagen.

Bei montiertem Schloß endet die Antriebswelle 27 in der Nuß 28, deren zylindrischer Ansatz 28c durch eine Abdeckung 28d verschlossen ist. Zwischen Ansatz 28c und Abdeckung 28d ist ebenfalls eine Sollbruchlinie vorgesehen.

Wenn ein Einbrecher gegen die Welle 27 schlägt, wird zunachst die Nul3 28 mit der Dornscheibe 29 gegen den Riegel 30 getrieben. Dieser Riegel ist im Bereich seiner Steuerkurve 30a so weit geschwächt, daß er sich verbiegt. Hierdurch werden zwei am linken Rand angebrachte Vorsprünge 30b in Aussparungen 33a der Zwischenplatte 33 gepreßt. Der Riegel ist damit zusätzlich arretiert und vor Manipulation geschiltzt.

Wenn bei ausreichend hartem Schlag auf die Antriebswelle 27 die Abdeckung 28d wegplatzt, dringt die Welle 27 vor, bis sie die Schloßdecke 35 erreicht. Dort verformt sie das Blech im Bereich der Sollbruchlinie derart, dal3 sie durchdringt und die weitere Gewaltanwendung ins Leere geht.

Die Abreißkräfte an den Sollbruchstellen werden auf jeden Fall so bemessen, daß sie deutlich kleiner sind als die Haltekräfte der Befestigungsschrauben.

In Fig. 15 sind die Nul3 28, der Regel 30 und die Zwischenplatte 33 vergrö#ert dargestellt, damit Einzelheiten besser hervortreten. Die Nul3 28 mit der Aussparung 28b, dem zylindrischen Ansatz 28c und der Abdeckung 28d kann im Tiefziehverfahren hergestellt sein.

Das Material des Riegels 30 ist an den Stellen 30al und 30a2 bewußt so weit geschwächt, daß man das linke Ende des Regels, aus dem die Vorsprunge 30b heraustreten, verbiegen kann. Die Vorsprtinge 30b treten dann in die Aussparungen 33a der Zwischenplatte 33 ein. Mit 30c ist eine Steuerschräge bezeichnet.

Fig. 16 zeigt wiederum die Nul3 28 mit den Dorien 28a, dem Ansatz 28c und der Abdeckung 28d. Zwischen der Nuß 28 und der Platte 33 ist im Gehause der Regel 30 verschiebbar gelagert. Bei Verformung des Riegels 30 durch Schlage auf die Nuß 28 treten die Vorsprünge 30b in die Aussparungen 33a der Zwischenplatte 33 ein und verhindern den Rtickzug des Riegels nach links.

Fig. 17 zeigt die Sperrscheibe 25 mit dem Tourstiftkanal 25a und dem Stift 25b.

Der Riegel 30 weist auf3er der Steuerkurve 30a und den Vorsprungen 30b eine Steuerschräge 30c auf.

Die Zwischenplatte 33 zeigt im Bereich der Bolzen 33b, 33c eine Vertiefung 33d, in der der Schaltschieber 34 vertikal verschiebbar gelagert wird. Dieser Schieber weist oben eine Flache 34a auf, die auf den nicht dargestellten Mikroschalter einwirkt. An der Kante 34b greift der Stift 25b an. Durch das Langloch 34c tritt der Bolzen 33b hindurch.

Ein federnder Ansatz 34d bewirkt zusammen mit einer Nase 33e, dal3 der Schaltschieber 34 zwei definierte Lagen einnehmen kann. Ein ruckseitiger Bolzen 34e wird von der Steuerschrage 30c beaufschlagt.

Die Bewegungsablaufe sind folgende : Wenn der Riegel 30 in Richtung des Pfeiles 36 zurückgezogen wird, drückt die Steuerschräge 30c den Bolzen 34e und damit den Schaltschieber 34 in Richtung des Pfeiles 37 nach unten. Der auf den Bolzen 33b, 33c befestigte Mikroschalter spricht an und das Aufschlie#en des Schrankes kann in einer Überwachungszentrale signalisiert werden.

Wird der Riegel 30 ausgefahren, so bleibt dies zunächst ohne Einflu# auf den Schaltschieber 34. Wenn aber der Tourstift des Riegels den Kanal 25a verlassen hat und die Sperrscheibe 25 in Richtung des Pfeiles 38 zurückklappt, drückt der Stift 25b suber die Kante 30b den Schaltschieber 34 in Richtung des Pelles 39 nach oben.

Diese Art der Ansteuerung des Schaltschiebers und Mikroschalters hat den au#erordentlichen Vorteil, dal3 auf dem gesamten Riegelweg das Signal ansteht, dal3 also erst dann entwarnt wird, wenn der Schrank sicher verschlossen und der Tourstiftkanal gesperrt ist.

Fig. 18 offenbart in vergrößerter Darstellung, wie die Nul3 28 den Schieber 31 und dieser die Sperrscheibe 25 bewegt : Der Nocken 31 a ruht in der Aussparung 28b. Wird die Nul3 28 verdreht, wandert der Schieber 31 nach oben und die Sperrscheibe 25 wird im Uhrzeigersinn geschwenkt, bis ihr Tourstiftkanal 25a mit dem Kanal 24c der Steuerscheibe 24 fluchtet.

Fig. 19 zeigt das Zusammenwirken der Teile : Nuß Schieber, Sperrscheibe und Steuerscheibe nehmen den Sperrzustand ein, in welchem die Tourstiftkanäle blockiert sind.

In Fig. 20 ist von oben die Nul3 28, der Schieber 31, die Sperrscheibe 25 und die Steuerscheibe 24 dargestellt.

Wird in dem in Fig. 19 dargestellten Zustand die Antriebswelle 27 bewegt, dreht sich die Sperrscheibe 25 im Uhrzeigersinn. Wenn kein Offnungsimpuls ansteht, die Elektromagnete 22,23 stromlos sind, zieht die Feder 26 die Steuerscheibe 24 mit. Die Anker 24a und 24b heben von den Elektromagneten ab, aber die Tourstiftkanäle bleiben verschlossen. Der Offnungsversuch endet damit, dal3 der Tourstift des Riegels 30 gegen die verschwenkte Steuerscheibe stößt, wobei sich der Riegel nur um Millimeter bewegen läßt.

Wenn aber ein Offnungsimpuls anliegt, halten die Elektromagnete 22,23 die Anker 24a und 24b fest. Die Steuerscheibe 25 dreht sich gegen die Kraft der leichten Feder 26, bis der Tourstiftkanal 25a mit dem Kanal 24c übereinstimmt. Nun kann der Tourstift eindringen und der Riegel zurückgezogen werden.

Da alle Drehmomente ftir die Steuer-und Bewegungsabläufe von Hand aufgebracht werden und die Anker im Ruhezustand an den Magneten anliegen, ist keinerlei elektrische Hubarbeit zu leisten. Die Magnete musse lediglich die Steuerscheibe gegen die Kraft der schwachen Feder 26 festhalten. Die Elektromagnete können daher sehr klein gestaltet werden und ihr Stromverbrauch ist außerordentlich gering.

Gewerbliche Verwertbarkeit Die beschriebenen Ausführungsformen von Sicherheitsschlössern sind hervorragend dafür geeignet, in großen Stückzahlen in Wertfachanlagen eingesetzt zu werden, deren Betriebszustand an einer Zentralstelle vom Sicherheitspersonal überwacht wird.

Sie können aber auch sehr gut in Geldschränken oder Wertschränken einzeln eingesetzt werden.

Der Freigabeimpuls kann entweder tuber eine Tastatur oder tuber einen Kartenleser eingegeben werden.

Falls die Wertfächer zusätzliche Schlüssellöcher aufweisen, ist es üblich, daß der Offnungsimpuls am zentralen Schaltpult vom Sicherheitspersonal ausgelost wird.

Um die neuartige elektromagnetische Steuerung eines Riegels auch bei Sperrschlössern anwenden zu können, bedarf es einiger Umbauten : Aus dem schweren, durch Antriebsnuß und Handhabe bewegten Riegel wird ein leichter Hilfsriegel, der einen langen, kräftigen Dorn trägt. Dieser Dom ragt in das Gehäuse eines anderen Schlüssel- oder Kombinationsschlosses derart hinein, dal3 beide Riegel mechanisch gekoppelt sind.

Der Hauptriegel treibt also den Hilfsriegel an und dieser bewegt tuber einen Querschieber die Sperrscheibe und die Steuerscheibe. Wenn ein Magnet des Sperrschlosses erregt ist, gelangen die Tourstiftkandle. der genannten Scheiben in die Offnungsposition und der Tourstift des Hilfsriegels kann eindringen. Solange das Sperrschloß keinen Öffnungsimpuls erhält, kann ein mit Haupt-und Sperrschlo# ausgerüsteter Schrank nicht geöffnet werden.

Derartige Schloßkombinationen sind üblich in Wertfachanlagen und bei Schranken höherer SicherheitsstuSe, die nur von zwei Berechtigten gemeinsam geöffnet werden diirfen.

Bezugszeichenliste I Gehduse 1a Lagerdorn 1bLagerbuchse 1 c Dorn 2 Sperrscheibe 2a Tourstiftkanal 2b, 2c Arme 2d, 2e Stifte Steuerscheibe 3aTourstiftkanal 4 Antriebsnuß 4a Dom 4b Steuerfläche 4c Sekante 5 Schieber Sa Dorn 6 Feder 7 Riegel 7a Steuerkurve 7b Riegelkopf 7c Steg 7d Sperrkante 8 Schenkelfeder 9 Schloßdecke 9a Lagerbuchse 10 Antriebswelle 11 Bodenplatte 11aStift 12 Feder 13,14 Elektromagnete Anker13a,14a 15 Schaltschieber 15a Steuerfläche 15bFeder 16 Haltestifte 17,18 Pfeile 19 Relocking-Element 19a quaderförmiger Vorsprung 20 Feder 21 Gehäuse 21a Durchbruch 21 b Lagerdorn 22, Elektromagnete 24 Steuerscheibe 24a, 24b Anker 24c Tourstiftkanal 25 Sperrscheibe 25a Tourstiftkanal 25b Stift 26 Zugfeder 27 Antriebswelle 28 Nul3 28a Dorme 28b Aussparung 28c zylindrischer Ansatz 28dAbdeckung 29 Dornscheibe 29a Dom 29b Lochpaare regel 30a Steuerkurve 30b Vorsprunge 30c Steuerschrage 31Schieber 31aNocken 31bVerzahnung 32 feeder 33Zwischenplatte 33aAussparungen Bolzen33b,33c 33d Vertiefung 33eNase 4 Schaltschieber 34a Flache 34bKante 34cLangloch 34dAnsatz 34e Bolzen <BR> <BR> 35Schlo#decke 35aSollbruchlinie 38,39Pfeile36,37,