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Title:
ELECTROMAGNETICALLY RELEASED SPRING-APPLIED BRAKE WITH ANCHOR PLATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/028232
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electromagnetically released spring-applied brake with anchor plate. Said brake comprises a brake rotor (2) which is impinged upon by the anchor plate (6, 8), can be axially displaced and is forced against a frame-fixed abutment (4). The anchor plate (6, 8) is subdivided into a front anchor plate (6) and a rear anchor plate (8) of which only the front anchor plate (6) impinges upon the brake rotor (2). The rear anchor plate (8) engages in a recess (7) of the front anchor plate (6). The two anchor plates (6, 8) are linked with each other in a non-rotational manner and can be axially displaced with respect to each other. The rear anchor plate (8) rests on supporting members (15) at the magnet part (11). The front anchor plate (6) and the rear anchor plate (8) are each opposite one of the poles of a magnet part (11) with corresponding antipole surfaces. Pressure springs (9, 10) act upon the anchor plates (6, 8). Said pressure springs are arranged partially in the internal pole (12) and partially in the external pole (13) of the magnet part (11). The inventive brake functions like a brake with a one-piece anchor plate in the normal operation. In the case of an emergency, the brake has sufficient braking effect.

Inventors:
Brendler, Matthias (Friedrich-Maurer-Weg 5 Hameln, D-31785, DE)
Quadfasel, Winfried (Heinrich-Heine-Strasse 1 Extertal, D-32699, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/008002
Publication Date:
May 18, 2000
Filing Date:
October 21, 1999
Export Citation:
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Assignee:
LENZE GMBH & CO. KG (Hans-Lenze-Strasse 1 Aerzen, D-31855, DE)
International Classes:
F16D55/28; F16D59/02; F16D65/14; F16D55/00; (IPC1-7): F16D59/02; F16D55/28
Foreign References:
DE8519223U1
DE4109740A1
DE2404473A1
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Thielking, Bodo (Gadderbaumer Strasse 14 Bielefeld, D-33602, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetisch lüftbare Federkraftbremse mit einem mit einer zu bremsenden Welle oder Wellennabe (1) dreh festen, jedoch darauf axial verschiebbaren Bremsrotor 2, der zwischen einem gestellfesten Widerlager (4) und ei ner von mehreren Druckfedern (9,10) in Richtung zum Bremsrotor (2) hin beaufschlagten, mit diesem koaxialen sowie zweigeteilten Ankerscheibe (6,8) angeordnet ist, welche entgegen der Kraft der Druckfedern (9,10) mit ihrer vom Bremsrotor (2) abliegenden Seite unter dessen Freigabe zu einem Magnetteil (11) mit einem mit ihr ko axialen Außenpol (13) sowie einem hierzu konzentrischen Innenpol (12) hin über einen Luftspalt hinweg anziehbar ist, wozu die Ankerscheibe (6,8) auf achsparallel am Magnetteil (11) vorstehenden Haltegliedern (15) axial verschieblich sowie drehfest gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerscheibe (6,8) in eine vordere Ankerscheibe (6) und eine hintere Ankerscheibe (8) unterteilt ist, die vordere Ankerscheibe (6) ausschließlich den Bremsro tor (2) in der Bremslage beaufschlagt, die hintere Ankerscheibe (8) in einer Aussparung (7) an der vom Bremsrotor (2) abliegenden Seite der vorderen Ankerscheibe (6) einliegt, wobei diese Aussparung (7) in axialer Richtung eine Tiefe gleich der Dicke der hinte ren Ankerscheibe (8) hat, die vordere Ankerscheibe (6) und die hintere Ankerschei be (8) miteinander drehfest sowie axial gegeneinander verschieblich verbunden sind, die hintere Ankerscheibe (8) auf den Haltegliedern (15) am Magnetteil (11) gehalten und abgestützt ist, die vordere Ankerscheibe (6) und die hintere Ankerschei be (8) jeweils für sich über den Luftspalt hinweg einem der beiden Pole, dem Innenpol (12) bzw. dem Außenpol (13), des Magnetteils (11) mit entsprechenden Gegenpol flächen gegenüberliegen und die Druckfedern (9,10) zu einem Teil im Innenpol (12) und zu einem weiteren Teil im Außenpol (13) des Ma gnetteils (11) angeordnet sind.
2. Federkraftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Ankerscheibe (6) einen Durchmesser hat, der gleich groß oder größer als der Durchmesser des Bremsrotors (2) ist.
3. Federkraftbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (7) am äußeren Rand der vorderen An kerscheibe (6) angeordnet sowie in radialer Richtung nach außen offen ist, wobei entsprechend die hintere An kerscheibe (8) die Gestalt eines Ringes hat.
4. Federkraftbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Ankerscheibe (8) im Querschnitt rechteckig oder quadratisch und daran der Umriß der Aus sparung (7) der vorderen Ankerscheibe (6) angepaßt ist.
5. Federkraftbremse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Ankerscheibe (6) und die hintere Anker scheibe (8) gleiche Außendurchmesser haben.
6. Federkraftbremse nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Ankerscheibe (6) mit ihrem die hintere Ankerscheibe (8) in radialer Richtung übergreifenden Randabschnitt (19) ebenfalls mit entsprechenden Öffnun gen auf den Haltegliedern (15) am Magnetteil (11) ange ordnet ist, jedoch gegenüber diesen Haltegliedern (15) ein größeres Spiel als die hintere Ankerscheibe (8) hat.
7. Federkraftbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteglieder (15) am Magnetteil (11) glatte Zy linderflächen (16) haben, auf denen zumindest die hinte re Ankerscheibe (6) mit entsprechenden Zylinderlöchern angeordnet ist.
8. Federkraftbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in eine der beiden Ankerscheibe (6,8) achsparallel vorstehende Mitnehmer (17) eingelassen sind, auf denen die jeweils andere Ankerscheibe (8,6) mit entsprechen den Führungslöchern axial verschieblich gelagert ist.
9. Federkraftbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (17) der betreffenden Ankerscheibe (6,8) und entsprechend die Führungslöcher der anderen Ankerscheibe (8,6) zylindrisch sind.
10. Federkraftbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftverhältnis der die vordere Ankerscheibe (6) beaufschlagenden Druckfedern (9) und der die hinte re Ankerscheibe (8) beaufschlagenden Druckfedern (10) größer als 50 : 50 ist.
Description:
ELEKTROMAGNETISCH LÜFTBARE FEDERKRAFTBREMSE MIT ANKERSCHEI- BE TECHNISCHES GEBIET Die Erfindung bezieht sich auf eine elektromagnetisch lüftba- re Federkraftbremse der im Gattungsbegriff des Patentan- spruchs 1 näher bezeichneten Art.

STAND DER TECHNIK Federkraftbremsen in üblicher, marktbekannter Ausführung haben eine einteilige Ankerscheibe, was für besondere Anwen- dungsfälle den Sicherheitsanforderungen nicht genügt. Dies gilt vor allem für Bremsen, die an Antrieben von Aufzugsanla- gen eingesetzt werden. Denn der hierbei nicht hinnehmbare Störfall liegt dann vor, wenn bei nicht erregtem Magnetteil die Druckfedern die Ankerscheibe nicht gegen den Bremsrotor anpressen können und somit die Bremswirkung am Bremsrotor entfällt. Ein solcher Fehlerfall tritt ein, wenn sich die Ankerscheibe auf den sie koaxial führenden Haltegliedern am Magnetteil verklemmt und sich dadurch trotz vorhandener Fe- derkraft nicht vollflächig an den Bremsrotor anlegen kann.

Für den genannten Einsatzfall werden deshalb sogenannte Zweikreis-Federkraftbremsen verlangt, was bedeutet, daß der mechanische Teil der Federkraftbremsen in zwei Funktionsein- heiten aufgeteilt ist, die je für sich den Bremsrotor auch dann noch beaufschlagen können, wenn der jeweils andere

Funktionsteil blockiert sein könnte. Dafür gibt es Feder- kraftbremsen der eingangs genannten Art mit zwei zueinander koaxialen, ineinander verschachtelten Ankerscheiben, die unabhängig voneinander einen Axialhub entsprechend der Weite des Luftspaltes ausführen können und gemeinsam den Bremsrotor in der Bremslage beaufschlagen. Jeder dieser beiden Anker- scheiben sind eigene Druckfedern zugeordnet, die am Ma- gnetteil abgestützt sind. Fällt die eine der beiden Anker- scheiben aufgrund eines Verklemmens für die Aufbringung der Bremswirkung aus, bleibt die andere Ankerscheibe noch voll in Funktion. Entsprechend den beiden vorhandenen Ankerscheiben markieren sich am Bremsrotor zwei Bremsspuren, an denen sich auch bei gleich verteilter Bremskraft auf die beiden Anker- scheiben unterschiedliche Verschleißzustände und ein dazwi- schenliegender Grat ergeben, was auf Dauer zu Ungleichmäßig- keiten in der Bremswirkung beider Ankerscheiben und zu Stör- fällen führen kann.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine elektroma- gnetisch lüftbare Federkraftbremse der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die im ungestörten Betrieb das Verhalten einer Bremse mit einer einteiligen Ankerscheibe hat und die im Störfalle trotzdem noch eine ausreichende Bremswirkung zeigt.

Diese Aufgabe wird bei einer Federkraftbremse der gattungs- bildenden Art nach der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG Für die Erfindung ist wesentlich, daß zwar die Druckfedern des Innenpols nur auf die vordere Ankerscheibe wirken, aber die Anpreßkraft der Druckfedern des Außenpoles über die hin- tere Ankerscheibe auf die vordere Ankerscheibe wirkt. Die Dicken der beiden Ankerscheiben können derart aufeinander abgestimmt werden, daß die vordere Ankerscheibe nicht ohne die hintere von dem Reibbelag getrennt werden kann. Anderer- seits kann die hintere Ankerscheibe nicht ohne die vordere Ankerscheibe vom Magnetteil abfallen. Die Trennfuge der bei- den Ankerscheiben liegt nicht im Bereich der Reibfläche des Bremsrotors, denn dieser wird ausschließlich von der vorderen Ankerscheibe beaufschlagt. Insgesamt ergibt sich dadurch bei der neuen Federkraftbremse ein Schaltverhalten, welches dem einer Bremse mit einer einteiligen Ankerscheibe entspricht.

Der im Bremsfall an der vorderen Ankerscheibe erzeugte Anteil des Bremsmomentes wird über die hintere Ankerscheibe an den Haltegliedern am Magnetteil abgestützt. Im übrigen kann zu- sätzlich die vordere Ankerscheibe mit Bohrungen versehen sein, mit der sie auf die Halteglieder am Magnetteil eben- falls aufgesteckt ist, um die vordere Ankerscheibe zusätzlich gegen ein Verdrehen zu sichern. Denn konstruktionsbedingt kommt im normalen, also ungestörten Schaltbetrieb eine axiale Relativbewegung zwischen der vorderen Ankerscheibe und der hinteren Ankerscheibe beim Abfallen vom Magnetteil nicht zustande. Insoweit ist ein Verklemmen allein der vorderen Ankerscheibe bei gleichzeitiger Verschiebung der hinteren Ankerscheibe prinzipiell nicht möglich.

Im Störfalle, bei welchem die hintere Ankerscheibe auf den Haltegliedern am Magnetteil blockiert ist, ist noch nach wie vor die vordere Ankerscheibe gegenüber der hinteren Anker- scheibe axial verschieblich und kann infolge der auf sie wirkenden Druckfedern auf den Bremsrotor ein Bremsmoment ausüben. Durch eine geeignete Verteilung der Federkräfte kann eine ungleiche Aufteilung der Bremsmomente auf die vordere Ankerscheibe und auf die hintere Ankerscheibe erzielt werden.

So wird zweckmäßig der größere Anteil der Federkraft der vorderen Ankerscheibe zugeordnet, damit bei einem Verklemmen der hinteren Ankerscheibe mehr als 50 % des Bremsmomentes erhalten bleibt. Gegenüber der bisher üblichen Aufteilung der Bremskräfte bei den sogenannten Zweikreis-Federkraftbremsen von jeweils 50 % je Bremskreis kann auf diese Weise eine Reduzierung der Bremsengröße erlangt werden. Liegt ein Stör- fall vor, bei dem sich die vordere Ankerscheibe gegenüber der hinteren Ankerscheibe verklemmt, dann sind nach wie vor beide Bremskreise der neuen Federkraftbremse mit 100 % des Bremsmo- mentes wirksam, weil beide Ankerscheiben sich wie eine ein- teilige Ankerscheibe verhalten.

Ein weiterer Vorteil der neuen Federkraftbremse liegt in der den Bremsrotor beaufschlagenden, ungeteilten Reibfläche der vorderen Ankerscheibe. Hierdurch wird ein geringerer Ver- schleiß des Reibbelages auf der Ankerscheibenseite des Brems- rotors erreicht. Zudem kann sich auf diesem Reibbelag kein Absatz bilden, wie er zwischen den Bremsspuren einer herkömm- lichen Federkraftbremse mit zwei den Bremsrotor beaufschla- genden Ankerscheiben auftritt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine elektromagnetisch lüftbare Federkraftbremse im Schnitt, in unterschiedlichen Radialebenen unterhalb und oberhalb der Achslinie.

Die Federkraftbremse dient zum Abbremsen einer Welle 20, bei der es sich inbesondere um die Welle des Motors für einen Aufzugantrieb handelt. Auf der Welle 20 sitzt drehfest eine Nabe l, auf der wiederum drehfest jedoch in Achsrichtung verschieblich ein Bremsrotor 2 angeordnet ist. Entsprechend sind der Bremsrotor 2 und die Nabe 1 mittels einer in Achs- richtung verlaufenden Verzahnung 3 miteinander verbunden. In der Bremslage wird der Bremsrotor gegen ein gestellfestes Widerlager 4 gepreßt, bei dem es sich hier um das Lagerschild des für den Aufzugantrieb vorgesehenen Motors handelt, an dem die Federkraftbremse angeflanscht ist. An seinen beiden von- einander abliegenden Stirnseiten hat der Bremsrotor 2 Reibbe- läge 5, um die Verzögerungswirkung zu begünstigen.

In der Bremslage wird der Bremsrotor 2 von einer vorderen Ankerscheibe 6 einer zweigeteilten Ankerscheibe beaufschlagt, wobei die Ankerscheibe insgesamt koaxial mit dem Bremsrotor 2 verschieblich ist. Der zweite Teil der Ankerscheibe wird durch eine hintere Ankerscheibe 8 gebildet, die in einer randlichen sowie randoffenen Aussparung 7 in Gestalt einer Ausdrehung der vorderen Ankerscheibe 6 einliegt. Die Tiefe der Aussparung 7 in Achsrichtung ist gleich der Dicke der hinteren Ankerscheibe 8, und außerdem haben die vordere An- kerscheibe 6 und die hintere Ankerscheibe 8 den gleichen

Außendurchmesser, womit bei Anlage der vorderen Ankerscheibe 6 und der hinteren Ankerscheibe 8 aneinander ein Verbund erreicht ist, welcher der einer einteiligen Ankerscheibe entspricht. Im Querschnitt ist die hintere Ankerscheibe 8, welche ringförmig ist, rechteckig ausgeführt, entsprechend ist daran die Aussparung 7 der vorderen Ankerscheibe 6 so angepaßt, daß die in der Aussparung 7 einliegende hintere Ankerscheibe 8 und die vordere Ankerscheibe 6 sich zu der Form einer einteiligen zylindrischen Ankerscheibe ergänzen.

Zwischen der inneren Umfangsfläche der hinteren Ankerscheibe 6 und der äußeren Umfangsfläche des nabenförmigen Teils der vorderen Ankerscheibe 6, der durch die hintere Ankerscheibe 8 hindurchragt, besteht ein Luftspalt 26, um eine Klemmen der hinteren Ankerscheibe 8 auf der vorderen Ankerscheibe 6 zu unterbinden. Die radiale Luft, die zwischen der vorderen Ankerscheibe 6 im Bereich der Aussparung 7 zu der hinteren Ankerscheibe 8 besteht, ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt.

Wichtig ist, daß der Bremsrotor 2 ausschließlich von der vorderen Ankerscheibe 6 in der Bremslage beaufschlagt wird, während die zum Bremsrotor 2 hinliegende Bremsfläche allein schon einen Durchmesser hat, der etwas größer als der des Bremsrotors 2 ist.

Die Bremskraft, mit der sich die vordere Ankerscheibe 6 in der Bremslage am Bremsrotor 2 abstützt, wird von Druckfedern 9 und 10 aufgebracht, von denen die axial nach innen hin liegenden Druckfedern 9 nur an der vorderen Ankerscheibe 6 und die radial weiter nach außen hin angeordneten Druckfedern

10 an der hinteren Ankerscheibe 8 anliegen. Es handelt sich jeweils um mehrere Druckfedern 9,10, die jeweils in Umfangs- richtung der Bremse achsparallel angeordnet sind, wobei er- sichtlich ist, daß die äußeren Druckfedern 10, welche die hintere, ringförmige Ankerscheibe 8 beaufschlagen, zugleich auch auf die vordere Ankerscheibe 6 wirken.

Die Ankerscheiben 6,8 sind Teil eines magnetischen Kreises, der sich über ein Magnetteil 11 schließt. Das Magnetteil 11 hat einen Innenpol 12 und koaxial dazu einen Außenpol 13, und zwischen diesen Polen 12 und 13 ist eine Erregerspule 14 angeordnet, durch die zwecks Aktivierung des magnetischen Kreises ein Gleichstrom hindurchgeschickt wird. Die beiden Pole 12 und 13 des Magnetteils 1 haben an ihren freien Stirn- seiten Polflächen, denen entsprechende Gegenpolflächen der Ankerscheiben 6 und 8 gegenüberliegen, wobei sich zwischen diesen Polflächen und den Gegenpolflächen bei nicht erregtem Magnetteil 6 ein Luftspalt befindet. Bei Erregung des Mag- netteils 11 werden entgegen der Kraft der Druckfedern 9 und 10 die beiden Ankerscheiben 6 und 8 gegen das Magnetteil 11 hin angezogen, wobei sich der Luftspalt schließt. Zugleich hebt sich hierbei die vordere Ankerscheibe 6 vom Bremsrotor 2 ab, wodurch dieser freigegeben, also nicht abgebremst wird.

Die besondere Bauform der Bremse mit einem Außenpol 13 und einem dazu koaxialen Innenpol 12 des Magnetteils 11 erlaubt es, die inneren Druckfedern 9 im Innenpol 12 und die äußeren Druckfedern 10 im Außenpol 13 anzuordnen. Ferner sind im Außenpol in Umfangsrichtung verteilt drei oder mehrere achsparallele Halteglieder 15 angeordnet, die über die

Polfläche des Außenpols 13 zur Halterung der vorderen Anker- scheibe 6 und der hinteren Ankerscheibe 8 vorstehen. Zweckmä- ßig handelt es sich bei diesen Haltegliedern 15 um Bolzen oder Hülsenschrauben, über die zugleich die Befestigung der Federkraftbremse am Motorschild 22 erfolgt. Bei der darge- stellten Ausführung als Hülsenschrauben kann hierüber zu- gleich die Justage des Luftspaltes für die beiden Ankerschei- ben 6 und 8 vorgenommen werden. Die Halteglieder 15 weisen Zylnderflächen 16 auf, auf denen die hintere Ankerscheibe 8 exakt geführt ist, die entsprechende Zylinderöffnungen 23 hat. Damit besteht sowohl eine axiale Führung als auch eine Verdrehsicherung der hinteren Ankerscheibe 8 an den Hal- tegliedern 15. Die vordere Ankerscheibe 6 hat einen radial vorstehenden, die hintere Ankerscheibe 8 übergreifenden Randabschnitt 19, der ebenfalls mit Zylinderöffnungen 24 ausgestattet ist, die jedoch ein größeres Spiel gegenüber den Zylinderflächen 16 der Halteglieder 15 haben, was in der Zeichnung übertrieben wiedergegeben ist. Hiermit wird dann eine zusätzliche Drehsicherung der vorderen Ankerscheibe 6 an den Haltegliedern 15 erzielt, wenn durch einen Materialver- schleiß zwischen den Zylinderöffnungen 23 der hinteren Anker- scheibe 8 und den Zylinderflächen 16 der Halteglieder 15 ein solch großes Spiel erreicht worden sein sollte, welches dem Spiel zwischen der vorderen Ankerscheibe 6 und den Halteglie- dern 15 entspricht.

Eine exakte axiale Führung und Drehabstützung der vorderen Ankerscheibe 6 erfolgt an der hinteren Ankerscheibe 8 und dazu sind in die hintere Ankerscheibe 8 in Umfangsrichtung versetzt zu den Haltegliedern 15 Mitnehmer 17 eingesetzt, bei

denen es sich um zumindest an der Außenseite zylindrische Körper handelt, wobei die Achse der Zylinderfläche dieser Körper wiederum parallel mit der Hauptachse der Bremse ist.

Die vordere Ankerscheibe 6 hat entsprechende Zylinderöffnun- gen 25, welche die Mitnehmer 17 an der hinteren Ankerscheibe 8 übergreifen. Man erkennt, daß sich die vordere Ankerscheibe 6 nur unter Mitnahme der hinteren Ankerscheibe 8 vom Bremsro- tor 2 lösen und andererseits die hintere Ankerscheibe 8 nur unter Mitnahme der vorderen Ankerscheibe 6 vom Magnetteil 11 abfallen kann. Dies entspricht dem normalen Schaltbetrieb der Federkraftbremse, in welchem sich die beiden Ankerscheiben 6 und 8 wie eine einstückige Ankerscheibe verhalten.

Tritt ein Fehlerfall auf, verklemmt sich entweder die hintere Ankerscheibe 8 auf den Haltegliedern 15 oder die vordere Ankerscheibe 6 auf den Mitnehmern 17 der hinteren Ankerschei- be 8. Im ersteren Fall bleibt die vordere Ankerscheibe 6 funktionsfähig, weil sie auf den Mitnehmern 17 gegenüber der hinteren Ankerscheibe 8 axial verschieblich bleibt und von den inneren Druckfedern 9 im Innenpol 12 des Magnetteils 11 noch nach wie vor gegen den Bremsrotor 2 in der Bremslage gepreßt werden kann. Vorzugsweise macht man die Bremskraft, die über die innenliegenden Druckfedern 9 aufgebracht wird, erheblich größer als die der allein die hintere Ankerscheibe 8 beaufschlagenden äußeren Druckfedern 10, damit in dem ange- nommenen Störfall noch ein ausreichend hohes Bremsmoment auf den Bremsrotor 2 ausgeübt werden kann. Im zweiten vorausge- setzten Störfall, bei welchem die vordere Ankerscheibe 6 gegenüber der hinteren Ankerscheibe 8 blockiert ist, ist nach wie vor die volle Bremskraft der inneren Druckfedern 9 und

der äußeren Druckfedern 10 wirksam, weil sich dann beide Ankerscheiben 6 und 8 wie eine einteilige Ankerscheibe ver- halten.

Damit vor allem bei einer elektrischen Störung, in der das Magnetteil 11 nicht erregt werden kann, die Bremse gelüftet, also der Bremsrotor 2 freigegeben werden kann, ist ferner noch ein Handhebel 21 vorgesehen, über den die Ankerscheiben 6 und 8 vom Bremsrotor 2 weg axial verschoben werden können.