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Patent Searching and Data


Title:
ELECTRONIC GAS TURBINE FLOWMETER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/015133
Kind Code:
A2
Abstract:
An electronic gas turbine flow meter has an electronic counter (10) which automatically controls or regulates defined actuators (22) so as to selectively ensure oil lubrication of the ball bearings (12) via a feed pipe (15), to produce a water hammer via a pressure line (16) in order to measure the rotational speed, or to clean the turbine blades (5) via a flushing channel (17).

Inventors:
Richards, Raymond (Zonegge 1908, GV Zevenaar, NL-6903, NL)
Application Number:
PCT/IB2004/002007
Publication Date:
February 17, 2005
Filing Date:
April 26, 2004
Export Citation:
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Assignee:
IMETER B.V. (Zonegge 1908, GV Zevenaar, NL-6903, NL)
Richards, Raymond (Zonegge 1908, GV Zevenaar, NL-6903, NL)
International Classes:
G01F1/10; G01F1/115; G01F15/00; G01F15/12; G01F25/00; G01F1/05; G01F15/00; G01F25/00; (IPC1-7): G01F/
Attorney, Agent or Firm:
Geitz, Holger (GEITZ TRUCKENMÜLLER LUCHT, Patentanwälte Kriegsstr. 234, Karlsruhe, 76135, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Elektronischer Turbinenradgaszähler mit einem Turbinenrad (4), dessen Turbinenradschaufeln (5) im Strömungskanal (3) eines zu messenden Gasstroms ange ordnet sind, wobei das Turbinenrad (5) auf einer fest stehenden Hohlwelle innerhalb einer weitgehend ge schlossenen Nabe (14) mit einem, vorzugsweise zwei, Kugellagern (12) kugelgelagert ist, wobei innerhalb der Hohlwelle, vorzugsweise konzentrisch ein Hohlkanal (8) angeordnet ist, dessen eine Stirnseite einen Auslass innerhalb der Nabe (14) aufweist und dessen andere Stirnseite mit einem Strömungseinlass verbunden ist, der über eine Zuleitung (15) außerhalb des Turbinenrad gaszählers beschickbar ist.
2. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkanal (8) über die Zuleitung (15) druck und/oder ölbeaufschlagbar ist.
3. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (14) zumindest an einer Stirnseite geöffnet ist, und/oder einen Auslass zur Abführung des über den Hohlkanal (8) in die Nabe (14) eingeleiteten Öls aufweist.
4. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (14) im übrigen geschlossen ist und ein redu ziertes Leervolumen aufweist.
5. Elektrische Turbinenradgaszähler nach Anspruch 4, d. g. dass mittels des Strömungskanals die Nabe (14) derart druckbeaufschlagt ist, dass innerhalb der Nabe (14) ein Überdruck gegenüber dem zu messenden Gasstrom und/oder einem atmosphärischen Umgebungsdruck herrscht.
6. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Turbinenrad (4) und/oder einem mit dem Turbinenrad (4) des Turbinenradgaszählers (1) verbundenen Rotati onskörpers (6) eine zusätzliche Druckleitung (16) derart zugeordnet ist, dass bei einer Druckbeaufschla gung dieser zusätzlichen Druckleitung (16) das Turbi nenrad (4) gesteuert oder geregelt in Rotation versetz bar ist.
7. Elektronischer Turbinenradgaszähler, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels eines zusätzlichen Spülkanals (17) eine Reinigungsflüssigkeit in den Strömungskanal (3) des Turbinenradgaszählers (1) derart eingebracht werden kann, dass die Turbinenradschaufeln (5) des Turbinenrads (4) mit dieser Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt werden.
8. Elektronischer Turbinenradgaszähler, dadurch gekenn zeichnet, dass der Nabe (14) des Turbinenradgaszählers (1) eine Sensorik (7) mit einem elektronischen Zählwerk (10) zugeordnet ist, wobei die Sensorik (7) Radialund Axialsensoren derart aufweist, dass ein mit dem Turbi nenrad (4) drehfest verbundener Rotationskörper (6) an den erwähnten Radialund Axialsensoren derart vorbei läuft, dass hierdurch eine der Rotationsgeschwindigkeit des Turbinenrades (4) jeweils proportionale Impulsfolge generiert wird.
9. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialund Axialsen soren als analoge Sensoren derart ausgestaltet sind, dass zusätzlich zu der der Rotationsgeschwindigkeit des Turbinenrades (4) proportionalen Impulsfolge ein analo ges Signal derart generiert wird, dass die Amplitude und/oder der Mittelwert des Signals der Radialsensoren eine Information über einen etwaigen Verschleiß oder eine Verschmutzung der Kugellager (12) und die Amplitu de und/oder der Mittelwert der Axialsensoren ein dem jeweiligen Abstand des Turbinenrads (4) von den orts festen Axialsensoren proportionales Signal liefert.
10. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Zählwerk (10) mit einer Prozessor und einer Speichereinheit versehen ist, wobei die Pozessoreinheit in Verbindung mit der Speichereinheit in vorbestimmten Abständen selbsttätig Vorgänge der Funktionsprüfung und/oder Wartung, vorzugsweise in vordefinierten Zeitintervallen, anstößt.
11. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in vorbestimmten Abständen ein Druckimpuls über die zusätzliche Druckleitung (16) auf das Turbinenrad (4) gegeben wird und mittels der dem elektronischen Zählwerk (10) zugeordneten Sensorik (7) die jeweilige Spinzeit des Turbinenrades (4) ermit telt wird.
12. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessorein heit in vorbestimmten Abständen über den zusätzlichen Spülkanal das routierende Turbinenrad (4) mit einer Reinigungsflüssigkeit vorgebbarer Menge und Konzentra tion beaufschlagt.
13. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessoreinheit in vorgegebenen zeitlichen Abständen und/oder in Abhängigkeit von sonstigen Istund/oder Sollwerten mittels der Zuleitung (15) eine Ölspülung der Kugellager (12) auslöst.
14. Elektronischer Turbinenradgaszähler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessoreinheit mittels entsprechender Stellglie der, vorzugsweise Ventilen (22), zur gesteuerten oder geregelten Druckbeaufschlagung auf die Zuleitung (15), die zusätzlich Druckluftleitung (16) und/oder den zusätzlichen Spülkanal (17), vorzugsweise in Abhängig keit von Istund/oder Sollwerten und/oder in Abhängig keit von festgelegten zeitlichen Intervallen einwirkt.
15. Elektrischer Turbinenradgaszähler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl und die Spülflüs sigkeit jeweils in Vorratsbehältern (23) angeordnet sind, die über einen steuerbaren Druckzylinder (24) mit den jeweiligen Leitungen (1517) verbunden sind.
Description:
ELEKTRONISCHER TURBINENRADGASZÄHLER Die Erfindung betrifft einen elektronischen Turbinenradgas- zähler.

Ein derartiger Turbinenradgaszähler ist etwa aus der EP 0 078 334 A1 bekannt.

Das Messprinzip eines Turbinenradgaszählers besteht darin, dass die dem zu messenden Gasstrom innewohnende kinetische Energie mittels eines in dem Strömungsweg des zu messendes Gases angeordneten Turbinenrades in eine Drehbewegung des Turbinenrades umgesetzt wird, wobei idealerweise die Rotationsgeschwindigkeit des Turbinenrades proportional dem zu messenden Gasstrom bzw. dem zu messenden Gasvolumen ist.

Das Turbinenrad wird dabei üblicherweise auf einer rotierenden Welle mittels ein oder zwei Kugellagern gelagert. Derartige Turbinenradgaszähler sind häufig unter schwierigen Umgebungsbedingungen im Einsatz. So ist beispielsweise das zu messende Gas oft verschmutzt oder es können von außen Staubeintritte erfolgen. Hierdurch werden die weitgehend offenen Kugellager des Turbinenrads nach und nach verschmutzt und hierdurch die innen wohnende Reibung

erhöht, mithin einem zum Teil erheblichen Verschleiß ausgesetzt. Es wird zum Teil versucht, durch das Einsprit- zen von Öl, Kugellager zu reinigen oder zu schmieren, was allerdings zumeist dazu führt, dass diese nur zusätzlich verkleben und hierdurch der Verschleiß nicht gemindert, sondern zum Teil sogar noch erhöht wird.

Der Erfindung liegt ausgehend von diesem Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Turbinenradgaszäh- ler zu schaffen, bei dem verbesserte Maßnahmen getroffen sind, um den vorstehend erläuterten Verschleiß bzw. der Verschmutzung der Kugellager entgegenzuwirken.

Die Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mittels eines Turbinenradgaszählers gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den nachfolgenden abhängigen Ansprüchen 1 bis 13.

Dadurch, dass der Turbinenradgaszähler erfindungsgemäß auf einer feststehenden Hohlwelle gelagert ist, kann durch eine in dieser Hohlwelle angeordneten Hohlkanal durch die weitgehend geschlossene Nabe Öl durchgespült werden, dass dem Druckgefälle folgend durch die auf der Hohlwelle angeordneten Kugellager hindurchtritt und somit für die erforderliche Ölung und Reinigung der für den einwandfreien Lauf des zur Messung des Gasvolumen benötigten Turbinenra- des garantierenden Kugellager sorgt.

Dabei ist der in der Hohlwelle integrierte Hohlkanal druckbeaufschlagbar, so dass mittels der Steuerung oder Regelung der Ölmenge und des eingesetzten Drucks, die Stärke der jeweiligen Ölspülung steuer-und/oder regelbar ist.

Dadurch, dass die ansonsten geschlossene Nabe mit einem Auslass versehen ist, durch den bedarfsweise das dem Druckgefälle folgende zur Spülung eingesetzte Öl austreten kann, ist ein Verschmieren oder Verkleben der Kugellager mit entsprechenden Altölen wirksam ausgeschlossen. Etwa überschüssiges Öl kann durch diesen Auslass nach außen und schließlich vom Turbinenradgaszähler abgeführt werden.

Im übrigen stellt jedoch die Nabe einen geschlossenen Raum mit einem stark reduzierten Leervolumen dar.

Die Nabe ist insbesondere gegenüber dem sonstigen Strömungskanal des zu messenden Gases durch eine entspre- chende Druckbeaufschlagung wirksam abgedichtet, so dass eine etwaige Verschmutzung der Nabe und damit auch der Kugellager weitgehend ausgeschlossen ist. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber bestehenden elektroni- schen Turbinenradgaszählern dar, bei denen das verschmutzte Gas ein langsames Zusetzen der Kugellager bewirkt.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist dem Rotationskörper oder den Turbinenradschaufeln eine zusätzliche Druckleitung derart zugeordnet, dass hierdurch die gesteuerte und/oder geregelte Druckbeaufschlagung des Turbinenrades erfolgen kann. Hierdurch kann mittels eines definierten Druckstoßes das Turbinenrad des Zählers zu Zwecken der Kalibrierung oder Funktionskontrolle in eine definierte Rotation versetzt werden. Durch Auswertung der sich anschließenden sogenannten Spinzeit, also derzeit das Nachlaufen des Turbinenrades, wird ein Messergebnis gewonnen, dass über die Funktion des Turbinenrads und insbesondere der Kugellagerung einen aussagekräftigen Messwert darstellt.

Die Messung der Spinzeit ist ein insbesondere im Ausland übliches Verfahren der Funktionskontrolle für elektronische Turbinenradgaszähler, das mittels der erwähnten zusätzli- chen Druckluftleitung gesteuert und definiert in Betriebs- pausen des Turbinenradgaszählers vorgenommen werden kann.

Auch bei dem erfindungsgemäßen Turbinenradgaszähler sind die Turbinenradschaufeln notwendig dem ggf. verschmutzten zu messenden Gas ausgesetzt. Hierdurch besteht die Gefahr, dass auch hier die Turbinenschaufeln nach und nach verschmutzt werden und hierdurch der Strömungsverlauf entlang der Schaufeln, mithin die Genauigkeit des Zählers, beeinträchtigt wird. Dem elektronischen Turbinenradgaszäh- ler ist daher ein zusätzlicher Spülkanal zugeordnet, mit dem in den Strömungskanal des zu messenden Gases definiert eine Reinigungsflüssigkeit eingespritzt werden kann, die dann der Gasströmung folgend die Turbinenschaufeln beaufschlagt. Das Lösungsmittel kann je nach eingespritzter Menge und Häufigkeit die Turbinenschaufeln weitgehend oder vollständig von etwaigen Verunreinigungen befreien.

Der Turbinenradgaszähler wird erfindungsgemäß in Verbindung mit einer elektronischen Sensoreinheit betrieben, die Radial-und Axialsensoren umfasst. Dabei sind die Radial- und Axialsensoren jeweils einem speziellen Rotationskörper zugeordnet, dessen Vorbeilauf eine der Drehgeschwindigkeit des Turbinenrades entsprechende Impulsfolge liefert. Die Anzahl der gemessenen Impulse ist wiederum proportional dem durch den Strömungskanal hindurch tretenden Gasvolumen. Die Verwendung eines speziellen Rotationskörpers ist im Unterschied zur Auswertung des Vorbeilaufs der Turbinen- schaufel in herkömmlichen Turbinenradgaszählern bietet

hinsichtlich der Generierung eines klaren Messsignals erhebliche Vorteile.

In vorteilhafter Weiterbildung sind die in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Zähler verwendeten Sensoren, hier die Radial-und Axialsensoren, als analoge Sensoren ausgebil- det. Die zusätzliche Auswertung des analogen Signals hinsichtlich der Amplituden oder der Mittelwerte, erlaubt weitere Aussagen bezüglich einem etwaigen Verschleiß oder eine Verschmutzung der Kugellager, die zu einer Verschie- bung der Amplitude oder des Mittelwerts bei den Radialsen- soren führt. Die Funktion bzw. der Verschleiß oder die Verschmutzung der eingesetzten Kugellager wird also ständig kontrolliert. Die Auswertung des analogen Signals der Axialsensoren ergibt dabei einen Messwert, der proportional dem Abstand zwischen den ortsfesten Axialsensoren und dem Turbinenrad ist. Dieser Abstand kann in Abhängigkeit von der Druckbeaufschlagung mittels des zu messenden Gases leicht variieren. Hierdurch können insbesondere Überbean- spruchungen des Zählers und der Sensorik durch einen Betrieb des Gaszählers in einem nicht zulässigen Betriebs- bereich und insbesondere Überanspruchungen bei etwaigen Lastwechsel erkannt und aufgezeichnet werden. Hierdurch werden etwaige Fehlbedienungen ermittelt und protokolliert.

Die vorstehend beschriebene Sensoreinheit wird in Verbindung mit dem elektronischen Zählwerk mit einer Prozessor-und/oder Speichereinheit betrieben, so dass es sich um ein intelligentes Zählwerk handelt.

Dieses intelligente Zählwerk bietet den Vorteil, dass mittels des Zählers selbsttätig Funktionskontrollen oder Wartungsverfahren angestoßen und überwacht werden können.

So wird beispielsweise die Druckgasleitung zu definierten

Zeiten mit einem definierten Gasstoß beaufschlagt, und anschließend die Spinzeit, also der Nachlauf des Turbinen- rades zur Funktionskontrolle des Turbinenrades, ermittelt.

Auch die Reinigung der Turbinenflüssigkeit mittels einer entsprechenden in den zusätzlichen Spülkanal eingespritzten Reinigungsflüssigkeit, erfolgt in Abhängigkeit von in dem elektronischen Zähler gespeicherten Reinigungsintervallen.

Selbstverständlich können die beschriebenen Intervalle auch im Wege der Programmierung, Kalibrierung des Zählwerks verändert oder sonstig beeinflusst werden.

Auch die vorstehend erläuterte Ölspülung wird von der Prozessor-und/oder Speichereinheit selbsttätig in Abhängigkeit von vorbestimmten Intervallen oder Messergeb- nissen ausgelöst. Beispielsweise kann ein unbefriedigendes Ergebnis bei der Auswertung der Spinzeit zum Anlass genommen werden, eine Ölspülung vorzunehmen, um anschlie- ßend auch deren Erfolg im Wege einer weiteren Auswertung der Spinzeit zu überprüfen.

Die intelligente Sensoreinheit wirkt dabei über verschiede- ne Stellglieder, beispielsweise Druckventile auf die zusätzlichen Zuleitungen ein.

Die Vorratsbehälter für das Öl und/oder die Spülflüssig- keit sind mit Vorteil über einen Druckzylinder an die jeweiligen Zuleitungen angeschlossen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Ausführungsbei- spiels näher erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 einen elektronischen Turbinenrad- gaszähler mit einer zusätzlichen Ölleitung im Querschnitt, Fig. 2 den elektronischen Turbinenradgas- zähler nach Fig. 1 ergänzt eine zusätzliche Druckleitung im Quer- schnitt, Fig. 3 einen elektronischen Turbinenrad- gaszähler ergänzt um eine zusätz- liche Spülleitung im Querschnitt, Fig. 4 einen elektronischen Turbinenrad- gaszähler mit den erwähnten Zulei- tungen in einer Gesamtübersicht im Querschnitt.

Fig. 1 zeigt einen elektronischen Turbinenradgaszähler 1 mit einem in einem Zählergehäuse 2 angeordneten Strömungs- kanal 3, in dem ein Turbinenrad 4 angeordnet ist. Das Turbinenrad 4 besteht im Wesentlichen aus den im Strömungs- kanal 3 angeordneten Turbinenradschaufeln 5, die dafür sorgen, dass die dem im Strömungskanal 3 strömenden Gasstrom innewohnende kinetische Energie in eine Rotation des Turbinenrads 4 umgesetzt wird. Um die dem Volumen des Gasstroms proportionale Rotation in Messergebnisse umsetzen zu können, ist das Turbinenrad 5 mit einem speziellen Rotationskörper 6 versehen, dessen Vorbeilauf an der Sensorik 7 eines elektronischen Zählwerks 10 für eine der Rotation des Turbinenrads 4 proportionale Impulsfolge sorgt. Hierzu ist der Rotationskörper 6 in dem an der

Sensorik 7 vorbeilaufenden Bereich mit Bohrungen 11 oder entsprechenden Metallplatten versehen, die für Impulse bzw.

Impulsunterbrechungen der induktiven Erfassung mittels der Sensorik 7 sorgen.

Das Turbinenrad ist über die Kugellager 12 auf einer Hohlwelle gelagert, wobei die Kugellager 12 von einer geschlossenen Nabe 14 umgeben sind, die die Kugellager 12 insbesondere gegenüber dem im Strömungskanal 3 strömenden Gas weitgehend oder vollständig abschließen. Dies ist wichtig, um etwa in dem zu messenden Gas enthaltene Verunreinigungen nicht in die Kugellager 12 eindringen zu lassen.

In der Hohlwelle ist konzentrisch ein Hohlkanal 8 angeordnet, der mittels einer Zuleitung 15 von außerhalb des Zählergehäuses 2 mit einem einstellbaren Druck ölbeaufschlagbar ist.

Die Zuleitung 15 erlaubt es, die in der geschlossenen Nabe 14 angeordneten Kugellager 12 entlang den in Fig. 1 eingezeichneten Pfeilen mit einer dem Öldruck folgenden Ölspülung versehen. Dabei tritt das über die Zuleitung 15 durch die Hohlwelle eingespritzte Öl vollständig durch die Kugellager 12 hindurch und tritt an der dem Auslass des Hohlkanals 8 abgewandten Stirnseite aus der ansonsten geschlossenen Nabe 14 aus und kann dann über einen nicht weiter dargestellten Auslass des Zählergehäuses 2 aus dem Turbinenradgaszähler 1 austreten.

Die weitgehend geschlossene Nabe 14 wird über die Zuleitung 15 ständig mit einem Überdruck insbesondere gegenüber dem Strömungskanal 3 beaufschlagt. Hierdurch ist das Eindringen

von Verschmutzungen und verschmutztem Gas in die Nabe 14 weitgehend oder vollständig ausgeschlossen.

Gemäß Fig. 2 ist der elektronische Turbinenradgaszähler 1 mit einer zusätzlichen Druckleitung 16 versehen. Über die Drucleitung 16 kann ein definierter Druckstoß auf das Turbinenrad 4 gegeben werden und dieses hierdurch in eine definierte Rotation versetzt werden. Die Rotation des Turbinenrades 4 infolge des über die zusätzliche Drucklei- tung 16 einwirkenden Druckstoßes, kann dann mittels der Sensorik 7 dem angeschlossenen elektronischen Zählwerk 10 hinsichtlich einer Spinzeit, nämlich der Nachlaufzeit des Turbinenrades 4, infolge des definierten Druckstoßes ausgewertet werden.

Die Spinzeit stellt ein übliches und verbreitetes Maß für die Qualität des Rundlaufs des Turbinenrads bzw. der Qualität der Kugellager und damit der Messgenauigkeit des Turbinenradgaszählers 1 insgesamt dar.

Der erfindungsgemäße Turbinenradgaszähler kann gemäß Fig. 1 dadurch weiter aufgewertet werden, dass neben der Zuleitung 15 und der Druckleitung 16 ein zusätzlicher Spülkanal 17 derart in den Turbinenradgaszähler 1 eingebracht wird, dass gemäß der Darstellung in Fig. 3 die Turbinenradschaufeln 5 mit einer Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt werden können.

Dabei wird die mit dem zusätzlichen Spülkanal 17 in den Strömungskanal 3 eingebrachte Reinigungsflüssigkeit durch die Rotation des Turbinenrades 4 vernebelt und hierdurch eine nahezu vollständige Beaufschlagung der Turbinenrad- schaufeln 5 mit der Reinigungsflüssigkeit erreicht und diese hierdurch weitgehend von Verunreinigungen gelöst.

Diese Art der Reinigung bietet gegenüber dem bisher

bekannten Reinigungsverfahren mit entsprechenden Hochdruck- reinigern den erheblichen Vorteil, dass der ansonsten erforderliche vollständige Ausbau des Gaszählers zu Zwecken der Reinigung vollständig entfallen kann. Zumindest können die ansonsten üblichen Reinigungsintervallen durch den Einsatz zur integrierten Reinigungsmöglichkeit für den elektronischen Turbinenradgaszähler 1 wesentlich verlängert werden.

Fig. 4 zeigt den elektronischen Turbinenradgaszähler mit allen erwähnten Verbesserungen und Zusatzmöglichkeiten in einer Gesamtübersicht.

Wie aus dieser Darstellung ersichtlich, führt der Zähler die genannten Zusatzfunktionen dadurch weitgehend selbsttätig aus, dass das elektronische Zählwerk 10 über eine entsprechende Datenverbindung mit einer Messwertverar- beitung 20 verbunden ist, die ihrerseits über definierte Stellglieder, insbesondere Ventile 22, auf die erwähnten Zusatzleitungen 15,16 und 17 einwirkt. Hierunter ist zu verstehen, dass ein intelligentes elektronisches Zählwerk mit einer hier nicht weiter dargestellten Prozessor-und Speichereinheit in Abhängigkeit von Soll-und Istwertver- gleichen bzw. vorgegebenen Intervallen auf die Stellglieder 22 des Systems derart einwirkt, dass beispielsweise eine Ölspülung unter Zuhilfenahme mit der Zuleitung 15 vorgenommen wird. Dabei wird über die Ventile 22 jeweils die Druckgasbeaufschlagung der Kanäle 15 bis 17 eingestellt und gemäß weiterer Vorgaben auf die aus entsprechenden Vorratsbehältern 23 jeweils zugeführte Ölmenge bzw.

Reinigungsflüssigkeitsmenge Einfluss genommen. Die Vorratsbehälter 23 sind jeweils über herkömmliche Druckzylinder 24 an die Zuleitungen 15-17 angeschlossen.

Vorstehend ist somit ein moderner elektronischer Turbinen- radgaszähler 1 beschrieben, der infolge von Sollwertvorga- ben oder im Sinne einer Regelung aufgrund eines Istwert-/ Sollwertvergleichs selbsttätig Funktionskontrollen vornimmt, Wartungs-und Reinigungsaufgaben erfüllt und deren Erfolg wiederum über eine entsprechend intelligente Sensorik 7 überprüft.

BEZUGSZEICHENLISTE 1 elektronischer Turbi- nenradgaszähler 35 2 Zählergehäuse 3 Strömungskanal 40 4 Turbinenrad 5 Turbinenradschaufel 6 Rotationskörper 7 Sensorik 8 Hohlkanal 10 elektronisches Zähl- werk 11 Bohrungen 12 Kugellager 14 Nabe 15 Zuleitung 16 Druckleitung 17 Spülkanal 20 Messwertweiterverar beitung 21 Datenverbindung 22 Ventile 23 Vorratsbehälter 24 Druckzylinder