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Title:
ELECTRONIC ONLINE VOTING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/022624
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and an apparatus for digital voting in networks, comprising computer systems on which a polling-booth system, an acknowledger system and a blackboard system are implemented, where the acknowledger system has access to the certificates of the authorized voters from the blackboard system, comprising the following steps: a voter generates his vote using the polling-booth system; the vote is masked and signed using the voter signature; the vote is then sent to the acknowledger system; the acknowledger system verifies the signature, checks the authorization to vote and signs the masked vote, if this is all correct, the acknowledger system signs over the masked vote; the acknowledger system sends the signature back to the polling-booth system, the booth system receives the acknowledger signature over the vote by unmasking the signature; the acknowledger signature is verified and, if it is correct, the vote is encrypted together with the acknowledger signature using the counter's key; the polling-booth system then encrypts the result using the public key from the mix network; the result is transmitted to the blackboard system and is published there.

Inventors:
AHRENS, Andreas (Mühlenbachstrasse 1, Herzogenrath, 52134, DE)
BUCHMANN, Johannes (Heinrich-Delp-Strasse 142A, Darmstadt, 64297, DE)
HEINOLD, Frank (Eichenstr. 9, Roetgen, 52159, DE)
MUES, Engelbert (Nieuwe Hertogenweg 50, BP Vaals, NL-6291, NL)
VOSSEL, Anton (Fenchelweg 4, Alsdorf, 52477, DE)
Application Number:
DE2007/001458
Publication Date:
February 28, 2008
Filing Date:
August 17, 2007
Export Citation:
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Assignee:
DEUTSCHE TELEKOM AG (Friedrich-Ebert-Allee 140, Bonn, 53113, DE)
AHRENS, Andreas (Mühlenbachstrasse 1, Herzogenrath, 52134, DE)
BUCHMANN, Johannes (Heinrich-Delp-Strasse 142A, Darmstadt, 64297, DE)
HEINOLD, Frank (Eichenstr. 9, Roetgen, 52159, DE)
MUES, Engelbert (Nieuwe Hertogenweg 50, BP Vaals, NL-6291, NL)
VOSSEL, Anton (Fenchelweg 4, Alsdorf, 52477, DE)
International Classes:
G07C13/00; H04L9/32
Attorney, Agent or Firm:
DEUTSCHE TELEKOM AG (Konzernpatentabteilung, Darmstadt, 64307, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur digitalen Wahl, umfassend Computersysteme-, auf denen ein Wählerkabinensystem, ein Bestätigersystem und ein schwarzes-Brett-System implementiert ist, wobei das Bestätigersystem Zugriff auf die Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarzen-Brett-System hat, umfassend die folgenden Schritte: - ein Wähler generiert sein Votum mit Hilfe des Wahlkabinensystems;

- Das Votum wird geblendet und signiert mit der Wähler Signatur;

- Danach wird das Votum an das Bestätigersystem gesendet; - Das Bestätigersystem verifiziert die Signatur, überprüft die Wahlberechtigung und signiert das geblendete Votum, ferner wird überprüft, ob dieser Wähler nicht schon eine Signatur erhalten hat, wenn dies alles zutrifft, signiert das Bestätigersystem über das geblendete Votum;

- das Bestätigersystem sendet die Signatur zurück zum Wahlkabinensystem;

- durch das Kabinensystem wird die Bestätigersignatur über das Votum durch Entblenden der Signatur erhalten; - eine Verifizierung der Bestätigersignatur erfolgt, wenn diese korrekt ist, wird das Votum zusammen mit der Bestätigersignatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers verschlüsselt;

- dann verschlüsselt das Wahlkabinensystem das Ergebnis mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzes, und das

Ergebnis kann dem Wähler angezeigt werden;

- das Ergebnis wird an das schwarze-Brett-System übertragen, wenn der Wähler berechtigt ist, erlaubt das schwarze-Brett-System, das Votum zu veröffentlichen.

2. Das Verfahren nach Anspruch 1, umfassend einen Initialisierungsschritt, in dem das Bestätigersystem die Liste der Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarzen Brett abholt, so dass das Zertifikat des Wählers im Folgenden überprüft werden kann.

3. Das Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche, umfassend ein Mix-Netz-System und ein Auszählersystem zur Auszählung mit den folgenden Schritten:

- nach der Wahlphase holt sich das Mix-Netz-System die doppelt verschlüsselten Voten vom schwarzen Brett ab,

- das Mix-Netz-System entfernt die äußere Verschlüsselung der Voten mit seinem privaten Schlüssel;

- dann mischt das Mix-Netz-System diese und sendet die neue Liste zurück zum schwarzen Brett, wobei zu diesem Zeitpunkt die Voten noch immer mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt sind.

- dann holt sich das Auszählersystem die neue Liste vom schwarzen Brettsystem und entschlüsselt die Voten;

- das Auszählersystem verifiziert die ' Bestätigersignaturen über den Voten und prüft ob die

Voten gültig sind, falls diese gültig sind, berechnet er das Wahlergebnis. 4. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, umfassend die Veröffentlichung aller gültigen und ungültigen Stimmen inklusiver ihrer Signaturen an den entsprechenden

Stellen auf dem 'schwarzen Brett durch das

AuszählerSystem.

5. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Auszähler auch seinen privaten Schlüssel und das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

6. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Erfüllung eine bestehende, vertrauenswürdige PKI benutzt wird.

7. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kommunikation garantiert und abgesichert ist mittels Protokollen wie TCP/IP and TLS.

8. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wahlkabinensystem die Validierung des Votums beim Bestätigersystem beantragt, da dies mittels blinder Signaturen geschieht, hat auch ein nicht korrekter Bestätiger keine Möglichkeit die Voten zu kennen. 9. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wahlkabinensystem einen Dialog anbietet, der es dem Wähler erlaubt, sich von der Wahl zu enthalten.

10. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das schwarze-Brett-System ein passiver Datenspeicher ist, der keine eigene Kommunikation aufnehmen oder aufbauen kann, in diesem Zusammenhang wird es auch vielmehr als Instanz betrachtet, da es kein Akteur wie die übrigen Rollen ist. Das schwarze-Brett-System ist so aufgebaut, dass es alle notwendigen Daten zur Durchführung des Wahlvorgangs unter Berücksichtigung von Sicherheitsrichtlinien zur Verfügung stellt, hierbei können die Daten unter Berücksichtigung der Rechte von Akteuren entweder gelesen oder geschrieben werden, wobei es nicht möglich ist, diese nachträglich zu verändern.

11. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das schwarze-Brett-System in Form eines Datenbankproduktes realisiert ist, was die entsprechenden Zugriffsregelungen zur Umsetzung unterstützt, wobei der restriktive Zugriffsschutz auf die Daten durch die Implementierung von

Sicherheitsrichtlinien erreicht wird, was durch die zu den Klientenprogrammen korrespondierenden

Serverprogrammen der einzelnen Rollen erreicht und gesichert wird.

12. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei einmal geschriebene Daten auf dem schwarzen-Brett-System mit Ausnahme des

Wahlstatus der Wahl nicht mehr geändert werden können.

13. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wahlkabinensystem interaktiv einen elektronischen Stimmzettel ausfüllt und das daraus entstandene Votum auf dem schwarzen-Brett- System speichert, wobei das Votum zum Nachweis der Stimmberechtigung vom Bestätigersystem blind signiert wird.

14. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Wahlkabinensystem dem Wähler über das Wähler- Klientenprogramm dem Wähler den elektronischen Stimmzettel visualisiert, ihn diesen ausfüllen lässt und daraus das Votum bildet, der Wähler sich mittels seiner PKI-Identifikationsdaten gegenüber dem elektronischen System ausweisen muss.

15. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das System den Wahlberechtigten im Bestätigungsdialog zur Stimmauswahl eindeutig darauf hinweist, dass die Stimme als im juristischen Sinne ungültige Stimme in das elektronische Wahlsystem gespeichert und als solche bei der Auswertung gezählt wird, falls die Stimmabgabe nicht korrekt war.

16. Das Verfahren nach einem oder mehreren der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei - nach Festlegung der Stimmentscheidung des

Wahlberechtigten das Wahlkabinen-Klientprogramm mit dem Bestätiger-Serverprogramm kommuniziert, um mittels der Anfrage auf Bestätigung des Votums das zuvor vom Vote- Klientenprogramm geblindete Votum bestätigen zu lassen, - bei gültiger Wahlberechtigung bestätigt das Bestätiger-

Serverprogramm das Votum, womit das Wählervotum Gültigkeit erhält,

- das Wahlkabinen-Klientenprogramm verschlüsselt daraufhin das Votum mit dem öffentlichen Schlüssel des

5 Auszählers und anschließend mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Nets,

- Abschließend kommuniziert das Wahlkabinen- Klientenprogramm mit dem Wahlurnen-Serverprogramm, um das verschlüsselte Votum auf dem schwarzen-Brett-System zu 0 speichern,

- das Wahlurnen-Serverprogramm prüft zunächst die Wahlberechtigung des Wählers anhand des im schwarzen- Brett-System hinterlegten Wählerzertifikats und des Wählerstatus, mit der erfolgreichen Ablage des Votums 5 aktualisiert das Wahlurnen-Serverprogramm den Status des Wählers .

17. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei der Bestätiger als Bestätiger-Serverprogramm 0 ausgebildet ist und mit dem Wahlkabinen-Klientenprogramm kommuniziert,

- wobei das Bestätiger-Serverprogramm Lesezugriff auf das schwarze-Brett-System hat,

- wobei das Bestätiger-Serverprogramm ein geblindetes und 5 signiertes Votum vom Wahlkabinen- Klientenprogramm empfängt, und anhand des Zertifikats des Wahlberechtigen die Signatur, die Wahlberechtigung und den Wahlstatus des Wählers prüft, und im Erfolgsfall wird das geblindete Votum signiert und die Bestätigersignatur an den das 0 Wahlkabinen-Klientenprogramm zurück gesandt.

18. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei das Mix-Netz-Serverprogramm aus dem schwarzen- Brett-System die ungemixten Voten liest und die äußere

!5 Verschlüsselung mit dem privaten Schlüssel des Mix-Netzes

entfernt ;

- die entschlüsselten Voten werden zunächst in einem lokalen Zwischenspeicher des Mix-Netzes gesammelt;

- nachdem alle Voten im Zwischenspeicher sind, werden sie mittels eines Zufallszahlenalgorithmus gemischt und in einer zufälligen Reihenfolge auf dem schwarzen Brett gespeichert;

- der lokale Zwischenspeicher des Mix-Netzes wird dann vollständig gelöscht. 19. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der jeweilige Status des Mixer-Netz-Serverprogramms vom Wahladministrations-Serverprogramm abgerufen werden.

20. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, - das Auszähler-Serverprogramm mit dem

Wahladministrations-Softwareprogramm kommuniziert,

- Auszählung initiiert wird, indem die Liste aller gemischten Voten vom schwarzen Brett angefordert wird,

- zur Auszählung der Voten die entsprechende Signatur des Bestätigers zur Prüfung auf Gültigkeit des Votums herangezogen wird, aus der Summierung über alle Voten das Ergebnis berechnet wird,

- die Liste aller gültigen und ungültigen Voten, die dazugehörigen Bestätigersignaturen, der private Auszählerschlüssel, als auch das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett veröffentlicht wird.

21. Vorrichtungen zur digitalen Wahl, umfassend ComputerSysteme, auf denen ein Wählerkabinensystem, ein Bestätigersystem und schwarze-Brettsystem implementiert ist, wobei das Bestätigersystem Mittel aufweist, so dass es Zugriff auf die Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarze-Brett-System hat, umfassend die folgenden Komponeten: - wobei Mittel vorhanden sind, so dass ein Wähler sein

Votum mit Hilfe des Wahlkabinensystems generiert;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Votum geblendet und signiert mit der Wähler Signatur wird;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Votum an das Bestätigersystem gesendet wird;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Bestätigersystem die Signatur verifiziert, die Wahlberechtigung überprüft und das geblendete Votum signiert, ferner wird überprüft ob dieser Wähler nicht schon eine Signatur erhalten hat, wenn dies alles zutrifft, signiert das Bestätigersystem über das geblendete Votum;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Bestätigersystem die Signatur zurück zum Wahlkabinensystem sendet;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass durch das Kabinensystem die Bestätigersignatur über das Votum durch Entblenden der Signatur erhalten wird;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass eine Verifizierung der Bestätigersignatur erfolgt, wenn diese korrekt ist, wird das Votum zusammen mit der Bestätigersignatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers verschlüsselt;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass dann das Wahlkabinensystem das Ergebnis mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzes verschlüsselt, und das Ergebnis kann dem Wähler angezeigt werden;

- wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Ergebnis dann an das schwarze-Brett-System übertragen wird, wenn der Wähler berechtigt ist, erlaubt das schwarze-Brett-System das Votum zu veröffentlichen.

22. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden Anspruch, umfassend Mittel die eine Initialisierung ermöglichen, in der das Bestätigersystem die Liste der Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarzen Brett abholt, so dass das Zertifikat des Wählers im Folgenden überprüfbar ist.

23. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, umfassend ein Mix- Netz-System und ein Auszählersystem zur Auszählung mit den folgenden Mitteln: - mit Mitteln, so dass nach der Wahlphase sich das Mix- Netz-System die doppelt verschlüsselten Voten vom schwarze Brett abholt,

- mit Mitteln, so dass das Mix-Netz-System die äußere Verschlüsselung der Voten mit seinem privaten Schlüssel entfernt;

- mit Mitteln, so dass dann das Mix-Netz-System diese mischt und die neue Liste zurück zum schwarzen Brett sendet, wobei zu diesem Zeitpunkt die Voten noch immer mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt sind. - mit Mitteln, so dass sich das Auszählersystem die neue Liste vom schwarzen-Brett-System holt und die Voten entschlüsselt;

- mit Mitteln, so dass das AuszählerSystem die Bestätigersignaturen über den Voten verifiziert und prüft, ob die Voten gültig sind, falls diese gültig sind, berechnet es das Wahlergebnis .

24. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden Vorrichtungsanspruch, umfassend Mittel, so dass die Veröffentlichung alle gültigen und ungültigen Stimmen inklusive ihrer Signaturen an den entsprechenden Stellen auf dem schwarzen Brett durch das AusZählersystem erfolgt.

25. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden

Vorrichtungsanspruch, wobei der Auszähler auch seinen privaten Schlüssel und das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

26. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Erfüllung eine bestehende, vertrauenswürdige PKI vorhanden ist.

27. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei die Kommunikation garantiert und abgesichert mittels Protokollen wie TCP/IP and TLS ist.

28. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Wahlkabinensystem die Validierung des Votums beim Bestätigersystem beantragt, da dies mittels blinder Signaturen geschieht, hat auch ein nicht korrekter Bestätiger keine Möglichkeit die Voten zu kennen.

29. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Wahlkabinensystem einen

Dialog anbietet, der es dem Wähler erlaubt, sich von der Wahl zu enthalten.

30. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei das schwarze- Brett-System ein passiver Datenspeicher ist, der keine eigene Kommunikation aufnehmen oder aufbauen kann, in diesem Zusammenhang wird es auch vielmehr als Instanz betrachtet, da es kein Akteur wie die übrigen Rollen ist, das schwarze-Brett-System ist so aufgebaut, dass es alle notwendigen Daten zur Durchführung des Wahlvorgangs unter der Berücksichtigung von Sicherheitsrichtlinien zur Verfügung stellt, hierbei können die Daten unter Berücksichtigung der Rechte von Akteuren entweder gelesen

oder geschrieben werden, wobei es nicht möglich ist, diese nachträglich zu verändern.

31. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei das schwarze- Brett-System in Form eines Datenbankproduktes realisiert ist, was die entsprechenden Zugriffsregelungen zur Umsetzung unterstützt, wobei der restriktive Zugriffsschutz auf die Daten durch die Implementierung der Zugriffsrechte erreicht wird, was durch die zu den Klientenprogrammen korrespondierenden Serverprogrammen der einzelnen Rollen erreicht und gesichert wird.

32. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei Mittel vorhanden sind, so dass einmal geschrieben Daten auf dem schwarzen-Brett-System mit Ausnahme des Wahlstatus der Wahl nicht mehr geändert werden können werden.

33. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei Mittel vorhanden sind, so dass das Wahlkabinensystem interaktiv einen elektronischen Stimmzettel ausfüllt und das daraus entstandene Votum auf dem schwarzen-Brett-System speichert, wobei das Votum wird zum Nachweis der

Stimmberechtigung vom Bestätigersystem blind signiert wird.

34. Wahlkabinensystem für eine digitale Wahl mit einem Bestätigersystem und einem schwarzen-Brett-System, - umfassend ein Wähler-Klientenprogramm mit dem dem

Wähler ein elektronischer Stimmzettel präsentiert wird, wobei nach dem Ausfüllen daraus das Votum entsteht

- Der Wähler sich über das Wahl-Klientenprogramm gegenüber dem elektronischen Wahlsystem authentifiziert.

35. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden Vorrichtungsanspruch, wobei das System den Wahlberechtigten im Bestätigungsdialog zur Stimmauswahl eindeutig darauf hinweist, dass die Stimme als ungültige Stimme in das elektronische Wahlsystem gespeichert und als solche bei der Auswertung gezählt wird, falls die Stimmabgabe nicht korrekt war.

36. Die Vorrichtungen nach einem oder mehreren der beiden vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, umfassend

- Mittel, so dass nach Festlegung der Stimmentscheidung des Wahlberechtigten das Wahlkabinen-Klientprogramm mit dem Bestätiger-Serverprogramm kommuniziert, um mittels der Anfrage auf Bestätigung des Votums das zuvor vom Wähler-Klientenprogramm geblindete Votum bestätigen zu lassen,

- Mittel, so dass bei gültiger Wahlberechtigung das Bestätiger-Serverprogramm das Votum bestätigt, womit das Wählervotum Gültigkeit erhält, - das Wahlkabinen-Klientenprogramm verschlüsselt daraufhin das Votum mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers und anschließend mit dem öffentlichen Schlüssel eines Mix-Nets,

- Abschließend kommuniziert das Wahlkabinen- Klientenprogramm mit einem Wahlurnen-Serverprogramm, um das verschlüsselte Votum auf dem schwarzen-Brett-System zu speichern,

- das Wahlurnen-Serverprogramm prüft zunächst die Wahlberechtigung des Wählers anhand des im schwarzen- Brett-System hinterlegten Wählerzertifikats und des

Wählerstatus, mit der erfolgreichen Ablage des Votums aktualisiert das Wahlurnen-Serverprogramm den Status des Wählers .

37. Ein Bestätigersystem für eine digitale Wahl, das mit einem Wahlkabinensystem und einem Schwarzenbrett-System kommuniziert ,

- wobei das Bestätigersystem als Bestätiger- Serverprogramm ausgebildet ist und mit dem Wahlkabinen- Klientenprogramm kommuniziert,

- wobei das Bestätiger-Serverprogramm Lesezugriff auf das schwar2e-Brett-System hat,

- wobei das Bestätiger-Serverprogramm ein geblindetes und signiertes Votum vom Wähler-Klientenprogramm empfängt, und anhand des Zertifikats des Wahlberechtigen die Signatur, die Wahlberechtigung und den Wahlstatus des Wählers prüft, und im Erfolgsfall wird das geblindete Votum signiert und die Bestätigersignatur an den das Wähler-Klientenprogramm zurück gesandt.

38. Ein Mix-Netz-System für eine digitale Wahl, das mit einem schwarzen-Brett-System kommuniziert, wobei

- das Mix-Netz-System ein Mix-Netz-Serverprogramm umfasst, das aus dem schwarzen-Brett-System die ungemischte Voten liest und die äußere Verschlüsselung mit dem privaten Schlüssel des Mix-Netz entfernt;

- die entschlüsselten Voten werden zunächst in einem lokalen Zwischenspeicher des Mix-Netzes gesammelt; - nachdem alle Voten im lokalen Zwischenspeicher sind, werden sie gemischt und in einer zufälligen Reihenfolge auf dem schwarzen Brett veröffentlicht;

- der lokale Zwischenspeicher des Mix-Netzes wird dann vollständig gelöscht.

39. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei der jeweilige Status des Mix-Netz-Serverprogramms vom Wahladministrations- Softwareprogramm abgerufen werden kann.

40. Ein AuszählerSystem für eine digitale Wahl, das eine KommunikationsVerbindung zu einem Schwarzen-Brett-System aufweist /

- wobei das Auszähler-Serverprogramm aus dem schwarzen- Brett-System die gemixten Voten liest und diese an das

Wahladministrations-Softwareprogramm überträgt ,

- die Verschlüsselung mit dem privaten Schlüssel des Auszählers entfernt wird, Die Gültigkeit der Voten anhand der Bestätigersignaturen geprüft wird, - die Voten mit den dazu gehörenden Signaturen des

Bestätigersystems werden auf dem schwarze-Brett-System veröffentlicht,

- aus der Summierung über alle Voten wird das Ergebnis berechnet und veröffentlicht, vorzugsweise im schwärzen- Brett-System.

41. Die Vorrichtungen nach dem vorhergehenden Vorrichtungsanspruch, wobei der jeweilige Status des Auszähler-Serverprogramms abgerufen werden kann.

Description:

Elektronisches Onlinewahlen-System

Die Erfindung betrifft Vorrichtungen und Verfahren zur sicheren elektronischen Wahl im Internet, Intranet oder sonstigen Computernetz. Insbesondere wird ein sicheres Protokollverfahren für elektronische Wahlen vorgestellt. Besonders an diesem Protokoll ist die Vertrauensstellung der Bestätiger und der Auszähler.

Hintergrund der Erfindung: Die Erfindung gibt eine Protokollanalyse an. Diese Analyse basiert auf den Sicherheitsanforderungen für elektronische Wahlschemata, welche in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weithin anerkannt sind.

Das Protokoll benutzt blinde Signaturen [Cha83] und Mix-Netze [Chaδl], welche beide von Chaum vorgeschlagen wurden. Ausserdem ist ein öffentlicher Kanal erforderlich, welcher die Wahlinformationen für jedermann anzeigt.

Ein elektronisches Wahlprotokoll hat verschiedene Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, die vom Anwendungskontext abhängen, in dem das Protokoll benutzt wird.

Die Sicherheitsanforderungen für elektronische Wahlschemata sind nicht standardisiert, die Wissenschaft ist sich jedoch über eine gegebene Menge von Anforderungen einig.

Exaktheit :

• Ein gültiges Votum kann nicht geändert werden.

• Alle gültigen Voten werden gezählt.

• Ungültige Voten werden nicht gezählt. Demokratie:

• Nur berechtigte Wähler können wählen.

• Jeder Wähler gibt nur ein Votum ab. Geheimhaltung :

• Anonymität: Es ist nicht möglich ein Votum mit dem Wähler zu assoziieren der es abgegeben hat.

• Quittungsfreiheit: Kein Wähler kann beweisen, dass er ein bestimmtes Votum abgegeben hat.

• Unzwingbarkeit : Ein Wähler kann nicht gezwungen werden, ein bestimmtes Votum abzugeben. • Alle Voten bleiben bis zum Ende der Wahl geheim. Verifizierbarkeit :

Universell: Jeder kann verifizieren, dass alle gültigen Stimmen gezählt wurden.

Individuell: Jeder Wähler kann verifizieren, dass seine gültige Stimme gezählt wurde.

Hieraus ergibt sich eine Reihe von technischen Problemen, die zu lösen sind, wenn sie auf einem Computersystem abzulaufen haben.

überblick über die Erfindung:

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung im Computerbereich bereitzustellen, die eine sichere elektronische Wahl ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Erfindung mit den

Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.

Die Erfindung setzt auf die Verwendung eines authentischen öffentlichen schwarzen Brettsystems, auf dem jeder die dort veröffentlichten Nachrichten lesen kann, aber nur autorisierte Parteien Nachrichten ablegen können. Weiterhin kann niemand einmal geschriebene Nachrichten löschen oder überschreiben. Die Erfindung benutzt blinde Signaturen nach Chaum [Cha83] . Dieser Mechanismus verhindert, dass der Unterschreibende eine zu signierende Nachricht lesen kann. Eine weitere Anonymisierungstechnik ist das Chaum' sehe Mix-Netz [Chaδl] . Grundsätzlich empfängt ein Mix-Netz eine Menge von Nachrichten, entschlüsselt diese und sendet die neuen Nachrichten in randomisierter Reihenfolge weiter. Das Netz bricht damit die Verbindung zwischen eingehenden und ausgehenden Nachrichten auf.

Um Geheimhaltung und Authentifikation zu erreichen, werden Public-Key-Systeme benutzt, wie z.B. RSA [RSA78] von Rivest et al..

Die folgenden Parteien sind Beteiligte in dem erfindungsgemäßen Verfahren:

Wähler (WAH) Der Wähler wählt in einem für Dritte uneinsehbaren Bereich

Bestätiger (BES) Der Bestätiger ist dafür verantwortlich, die Voten zu bestätigen.

Schwarze-Brett (SWB) Das schwarze Brett ist ein authentischer öffentlicher Aushang.

Mix-Netz (MIX) Das Mix-Netz mischt die abgegebenen

Voten. Auszähler (AUS) Der Auszähler ist für die Auszählung verantwortlich .

Die folgende Notation wird in der Beschreibung des Protokolls benutzt :

EL (m) Verschlüsselung der Nachricht m mit dem öffentlichen Schlüssel von L.

ST (m) Signatur über die Nachricht m mit dem privaten

Schlüssel von T. B (m, r) Funktion zum blenden der Nachricht m mit einer

Zufallszahl r. UB (m, r) Funktion, um die Nachricht m, die mit r geblendet wurde, zu entblenden. v Ein ausgefüllter Wahlzettel, auch Votum genannt.

In der bevorzugten Ausführungsform ist folgende Konfiguration gegeben:

Es steht eine vertrauenswürdige Public-Key-Infrastruktur (PKI) zur Verfügung und wird eingesetzt. Alle benutzten öffentlichen

Schlüssel sind validiert.

Eine Zertifizierungsstelle gibt entsprechende PKI-Zertifikate heraus. Das impliziert, dass alle Verschlüsselungen mit den

richtigen öffentlichen Schlüsseln erfolgen. Alle Parteien nehmen an der PKI teil. Die eingesetzte Kryptographie ist stark und praktisch nicht zu brechen.

Zur Kommunikation wird ein Protokoll wie z.B. TCP/IP benutzt, welches das Ankommen der Nachrichten sicherstellt. Es wird ferner angenommen, dass die Kommunikation durch ein Protokoll wie z.B. PKI basiertes TLS [DA81] geschützt wird, welches die gegenseitige Authentisierung der Parteien und die Geheimhaltung der Kommunikation garantiert.

Die Registrierungsphase verläuft korrekt. Dies wird durch die korrekte manuelle Feststellung und Erfassung der Wahlberechtigten sichergestellt. Hierzu werden die Zertifikate alle Wähler vor der Phase der Stimmabgabe auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

Es gibt eine vertrauenswürdige Zugangskontrolle zur elektronischen Wahlkabine. Diese stellt sicher, dass nur berechtigte Wähler die Kabine betreten, und dass sich jeweils nur eine Person in der Kabine befindet. Die Kabine ist mechanisch so konstruiert, dass es nicht möglich ist, den

Wahlvorgang zu beobachten. Dies schließt Seitenkanalangriffe

(z.B. mittels Stromverbrauchsanalyse) mit ein.

Dem elektronischem Wahlkabinensystem wird folgendermaßen vertraut :

Auf dem elektronischen Wahlkabinensystem läuft ein Wahlklientensoftwareprogramm, welches das durch den Wähler erzeugte Votum weder ändert noch tauscht. Es erstellt genau das Votum, das der jeweilige Wähler abgeben will. (Verifikation der Software in Verbindung mit der Hardware) - Die Kabine führt den Wähler durch den Wahlvorgang (zB. durch elektronische Menüstrukturen) . Der Wähler kann kein im technischen Sinne ungültiges Votum erzeugen - die Erzeugung

eines juristisch ungültigen Votums ist dennoch möglich. Die Unmöglichkeit zur Erzeugung eines technisch ungültigen Votums schließt die Verifikation der Bestätigersignatur über das Votum mit ein. Manuelle Eingriffe des Wählers in die Funktionsweise des Wahlklientensoftwareprogramms werden durch die mechanische Konstruktion der Wahlkabine verhindert.

- Der Wähler hat die Möglichkeit, sich aktiv von der Wahl zu enthalten, z.B. durch eine entsprechende Option auf dem elektronischen Wahlzettel oder Ankreuzen mehrerer Stimmen als zulässig (es ist auch denkbar, dass Enthaltungen durch die Wahlordnung ausgeschlossen sind, dann fehlt dieser Aspekt, in der Regel ist jedoch eine Enthaltung zulässig) - Erzeugung eines juristisch ungültigen Votums.

- Weder der Wähler noch irgendeine andere dritte Partei hat die Möglichkeit, den von der Kabine benutzten Faktor zum

Blenden des Votums zu sehen oder zu speichern. Verhindert wird die Einsichtnahme, bzw. Speicherung des Faktors einerseits durch die mechanische Konstruktion der Wahlkabine, welche die Entnahme, bzw. den Export von Daten nicht zulässt. Zudem erfolgt die Speicherung des Faktors zum Blenden des Votums nicht sichtbar im Arbeitsspeicher des Wahlkabinensystems, welcher nach Abschluss und/oder Abbruch des Wahlvorgangs sicher gelöscht wird.

- Die Kabine zeigt dem Wähler das für ihn auf dem schwarzen Brett veröffentlichte Votum an. Das Votum muss vor der

Speicherung auf dem schwarzen Brett durch den Wähler explizit bestätigt werden.

- Die Kabine konspiriert nicht mit anderen Parteien. Das Wahlklientensoftwareprogramm befolgt ausschließlich die Schritte des Wahlprotokolls und kommuniziert deshalb nur mit den dem System bekannten Parteien.

Dem System bzw. dem Verfahren, dass das schwarze Brett implementiert, wird wie folgt vertraut:

- Es authentisiert die Abonnenten korrekt und autorisiert den Zugriff gemäß ihrer Rolle. Die Authentifizierung der Rollen erfolgt sicher über die dem System zugrunde liegende PKI.

Ein jeder Wahl zugrunde liegendes Zugriffs- und Berechtigungskonzept regelt die Les- und Schreibbarkeit von

Daten von bzw. auf das schwarze Brett. Es kann hierdurch die

Veröffentlichung von Informationen durch autorisierte Parteien nicht verweigern.

- Das schwarze Brett kann keine Informationen verändern oder löschen. Das restriktive Datenkonzept des schwarzen Brettes sieht keine Veränderung oder Löschung von Daten vor. Einmal geschriebene Daten können weder gelöscht noch geändert werden. Unterstützt wird dieser Ansatz durch moderne Datenbanktechnologien oder den Einsatz spezieller Datenträgermedien (z.B. WORM Write Once Read Multiple)

Es konspiriert nicht mit anderen Parteien. Die entsprechenden Softwareprogramme befolgen hierzu exakt die Bestimmungen des Wahlprotokolls, welches keine unerlaubten Aktivitäten und Kommunikationen zulässt.

Ferner ist das Mix-Netz vertrauenswürdig im folgenden Sinne:

- Es mischt korrekt. Die Randomisierung der Voten geschieht hierbei durch die Vermischung der Gesamtheit aller Voten. Hierzu werden zunächst alle Voten in bekannter Reihenfolge durch das Mix-Netzsystem vom schwarzen Brett gelesen. Die Mischung der Voten erfolgt anhand eines Zufallsergebnisses, welches die Speicherung der gemischten Voten in veränderter und vom Eingang unabhängiger Reihenfolge auf dem schwarzen Brett ermöglicht. - Damit keine andere Rolle außer dem Mix-Netzsystem die Mischung der Voten vornehmen kann, werden alle Voten im Wahlvorgang selbst durch das Wahlklienten-Softwareprogramm mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzsystems verschlüsselt. Dieses ist in der Lage mittels des dazugehörigen privaten Schlüssels die Entschlüsselung und nachfolgende Mischung der

Voten vorzunehmen. Der private Schlüssel oder die benutzte Permutation wird deshalb von dem Mix-Netz nicht preisgegeben.

- Darüber hinaus ist das Mix-Netzsystem nicht in der Lage Voten hinzuzufügen, bzw. zu tauschen oder zu verändern. Der Nachweis zur korrekten Funktionsweise des Mix-Netzsystems ist über ein Zero-Knowledge 1 Verfahren [GMR85] möglich.

Es konspiriert nicht mit anderen Parteien. Die entsprechenden Softwareprogramme befolgen hierzu exakt die Bestimmungen des Wahlprotokolls, welches keine unerlaubten Aktivitäten und Kommunikationen zulässt.

Hieraus ergibt sich, dass die vertrauenswürdigen Parteien wie folgt sind:

- Das Wahlkabinensystem/verfahren. - Das schwarze Brettsystem/verfahren.

- Das Mix-Netzsystem/verfahren.

Als nicht vertrauenswürdig können folgende Parteien betrachtet werden: - Die Wähler.

- Das Bestätigersystem/verfahren.

- Das Auszählersystem/verfahren.

Das Wahlverfahren garantiert dennoch eine korrekte Wahl, wenngleich die genannten Parteien sich nicht ordnungsgemäß ihrer vorgegebenen Rolle verhalten. Das Missverhalten würde zu Unregelmäßigkeiten führen und entdeckt werden.

Hieraus ergibt sich in der bevorzugten Ausführungsform, dass ein gültiges Votum eines ist, dass: - die korrekte Form hat;

- vom Bestätigersystem/verfahren elektronisch signiert ist;

- mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers und des Mix- Netzes in der korrekten Reihenfolge verschlüsselt ist;

- auf dem schwarzen Brett veröffentlicht ist.

Das Verfahren besteht im Wesentlichen aus drei Phasen. Der Registrierungsphase, der Wahlphase und der Auszählphase.

Die Registrierungsphase liegt außerhalb des erfindungsgemäßen Protokolls. Es wird lediglich verlangt, dass am Ende dieser Phase eine Liste mit berechtigten Wählern und ihren Zertifikaten auf dem schwarzen Brett veröffentlicht ist. Diese Liste kann von jedem verifiziert werden.

In einem ersten Schritt holt das Bestätigersystem die Liste der Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarzen Brett. Dies wird vorzugsweise einmalig zu Beginn der Wahlphase gemacht, kann im Einzelfall jedoch auch immer wieder durchgeführt werden, wenn das Zertifikat des Wählers zu überprüfen ist.

Die folgenden Schritte werden für jeden Wähler wiederholt.

Der Wähler generiert sein Votum mit Hilfe des Wahlkabinensystems.

Das Votum wird mit der Wähler-Signatur geblendet und signiert. Danach wird es an das Bestätigersystem gesendet. Das Bestätigersystem verifiziert die Signatur, überprüft die Wahlberechtigung und signiert das geblendete Votum. Ferner wird überprüft ob dieser Wähler nicht schon eine Signatur erhalten hat. Wenn dies alles zutrifft, signiert das Bestätigersystem das geblendete Votum und sendet die Signatur zurück zum Wähler.

Danach wird durch das Kabinensystem die Bestätigersignatur über das Votum durch Entblenden der Signatur erhalten. Es erfolgt eine Verifizierung der Bestätigersignatur. Wenn diese korrekt ist, wird das Votum zusammen mit der Bestätigersignatur mit dem öffentlichen Schlüssel des

1 engl: Zero = Null, Knowledge = Wissen

Auszählers verschlüsselt. Dann verschlüsselt die Kabine das Ergebnis mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzes. Das Ergebnis wird dem Wähler angezeigt.

Wenn der Wähler berechtigt ist und noch kein Votum abgegeben hat, erlaubt das schwarze-Brett-System dieses zu veröffentlichen.

Nach der Wahlphase holt sich das Mix-Netz die doppelt verschlüsselten Voten vom schwarzen Brett.

Das Mix-Netz entfernt die äußere Verschlüsselung der Voten mit seinem privaten Schlüssel. Dann mischt es sie und sendet die neue Liste zurück zum schwarzen Brett. Zu diesem Zeitpunkt sind die Voten noch immer mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt .

Dann holt sich das Auszählersystem die neue Liste vom schwarzen-Brett-System und entschlüsselt die Voten. Er verifiziert die Bestätigersignaturen über den Voten und prüft ob die Voten gültig sind. Dann berechnet er das Wahlergebnis.

Schließlich veröffentlicht der Auszähler alle gültigen und ungültigen Stimmen inklusiver ihrer Signaturen an den entsprechenden Stellen auf dem schwarzen Brett. Der Auszähler veröffentlicht auch seinen privaten Schlüssel und das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett.

Protokollanalyse

Alle gültigen Voten werden auf dem schwarzen Brett veröffentlicht. Jedes Votum ist doppelt verschlüsselt; zunächst mit dem Auszählerschlüssel, danach mit dem Mix-Netz- Schlüssel.

Wenn jemand außer dem Mix-Netz und dem Auszähler ein Votum verändern will, muss er das verwendete Kryptosystem brechen, was nicht möglich ist.

Ein betrügerischer Auszähler könnte seinen privaten Schlüssel 5 einem Angreifer zeigen, welcher versucht die Voten zu ändern. Da das schwarze Brett keine änderungen zulässt, und das Mix- Netz seinen privaten Schlüssel nicht enthüllt, kann der Angreifer nicht erfolgreich sein. Nach dem Mischen der Voten veröffentlicht das Mix-Netz diese

LO wieder auf dem schwarzen Brett. Diese 1 Voten sind immer noch mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt. Ein Angreifer, welcher den privaten Auszählerschlüssel kennt, könnte versuchen, die Voten zu fälschen. Da das schwarze Brett keine änderungen erlaubt, wird es dieses nicht erlauben.

.5 Zusätzlich kann jeder durch Verfolgen des Geschehens auf dem schwarzen Brett sehen, ob Voten verändert wurden. Der Wähler benutzt die vertrauenswürdige Wahlkabine, um sein Votum zu erstellen und zu verifizieren. Dies stellt sicher, dass das Votum korrekt erstellt wird.

ϊ0 Das vertrauenswürdige Mix-Netz erhält die doppelt verschlüsselten Voten vom vertrauenswürdigen schwarzen Brett, mischt diese und veröffentlicht diese wieder auf dem schwarzen Brett. Die Voten sind nun nur noch mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt. Ein betrügerischer Auszähler könnte die Voten

!5 vom schwarzen Brett lesen, diese entschlüsseln und ein unrichtiges Ergebnis veröffentlichen.

Da jedoch der Auszähler in der Auszählphase seinen privaten Schlüssel veröffentlichen muss, kann jeder nachprüfen, ob alle Voten korrekt behandelt wurden. Dies wird durch entschlüsseln iθ der Voten (vom schwarzen Brett) und der Verifizierung der Bestätigersignaturen erreicht.

Ein betrügerisches Mix-Netz könnte Voten löschen. Obwohl dieses leicht bemerkt werden würde, gäbe es keinen Weg die gelöschten Voten wiederherzustellen.

Da das Mix-Netz vertrauenswürdig ist, wird es das Protokoll nicht untergraben.

Die Wahlkabine stellt sicher, dass nur gültige Voten publiziert werden. Selbst wenn ein ungültiges Votum (falsche Struktur, ungültige Signatur, fehlerhafte Verschlüsselung) publiziert würde, würde dies entdeckt, wenn der Auszähler die Voten entschlüsselt hat.

Ein betrügerischer Auszähler könnte Voten invalidieren. Das kann von jedem entdeckt werden, da der Auszähler seinen privaten Schlüssel veröffentlichen muss. Dadurch kann jeder die Voten (vom schwarzen Brett) entschlüsseln und die Bestätigersignatur prüfen.

Demokratie Ferner können nur berechtigte Wähler wählen, solange der

Bestätiger korrekt ist, so erkennt er berechtigte Wähler korrekt mittels deren digitaler Zertifikate.

Wenn der Bestätiger inkorrekt ist, könnte er Voten von nicht wahlberechtigten Personen autorisieren. Da das schwarze Brett nur Voten von berechtigten Wählern akzeptiert, wird es die gefälschten Voten zurückweisen.

Jeder Wähler gibt nur ein Votum ab, so lange der Bestätiger korrekt ist, so wird er mehrfache Wahlversuche zurückweisen. Ein nicht korrekter Bestätiger könnte mehr als ein Votum für einen Wähler bestätigen. Da jedoch das vertrauenswürdige schwarze Brett den Wähler erkennt, verhindert es mehrfache Wahlversuche .

Geheimhaltung

Ferner ist die Geheimhaltung sichergestellt. Es ist nicht möglich, ein Votum mit dem Wähler zu assoziieren, der es abgegeben hat. Ferner ist es nicht möglich, durch Belauschen des Netzwerkverkehrs ein Votum mit einem Wähler zu

assoziieren, da die Voten verschlüsselt sind und gemischt werden.

Auch ist es nicht möglich ein Votum durch Vergleichen des Wahlzeitpunktes und des Zeitpunktes, zu dem ein Votum auf dem schwarzen Brett erscheint, mit dem Wähler zu verknüpfen, da die Voten vor der Entschlüsselung gemischt werden. Selbst wenn der Bestätiger, das schwarze Brett und der Auszähler kollaborieren, so können sie die Beziehung zwischen Votum und Wähler nicht herstellen. Der Bestätiger hat keine Kenntnis vom Inhalt des Votums welches er signiert, das schwarze Brett erhält vom Wähler nur die verschlüsselten Voten und der Auszähler erhält eine gemischte Liste. Außerdem sind das schwarze Brett und das Mix- Netz vertrauenswürdig und würden nicht kooperieren.

Die Wähler beantragen die Validierung ihres Votums beim Bestätiger. Da dies mittels blinder Signaturen geschieht, hat auch ein nicht korrekter Bestätiger keine Möglichkeit, die Voten zu kennen. Die Wähler veröffentlichen ihre Voten auf dem schwarzen Brett und jeder kann die verschlüsselten Voten sehen. Um die Voten zu entschlüsseln bevor sie gemischt werden, ist der private Schlüssel des Mix-Netzes nötig. Da das Mix-Netz nicht kooperiert, ist das nicht möglich. Werden die Voten nach dem Mischen mittels des privaten Auszählerschlüssels entschlüsselt, ist die Verbindung zum Wähler verschwunden, da diese nun gemischt sind.

Kein Wähler kann beweisen, dass er ein bestimmtes Votum abgegeben hat. Ein Wähler könnte sich sein Votum vom ehrlichen Bestätiger validieren lassen und diese Bestätigung vorzeigen, um sein Votum zu beweisen. Da der Wähler aber gezwungen ist, mittels eines Wahlkabinensystems, welches die kritischen Informationen zurückhält, zu wählen, ist es ihm nicht möglich die kritischen Informationen vorzuzeigen.

Ein Wähler könnte mit einem betrügerischen Bestätiger zusammenarbeiten, um sein Votum zu beweisen. Der Wähler könnte einfach dem Bestätiger seinen Blendfaktor zeigen. Wiederum ist dies dem Wähler nicht möglich, da ihm die notwendigen Informationen fehlen.

Ein Wähler kann nicht gezwungen werden, ein bestimmtes Votum abzugeben. Da das Mix-Netz und das Wahlkabinensystem vertrauenswürdig sind, hat der Wähler keine Möglichkeit, sein Votum zu zeigen oder- zu beweisen. Die Wahlkabine stellt außerdem sicher, dass der Wähler während des Wählens nicht beobachtet werden kann.

Ein Wähler kann sich in der Wahlkabine von der Wahl enthalten. Tut er dies, kann nicht entdeckt werden, ob er überhaupt gewählt hat.

Alle Voten bleiben bis zum Ende der Wahl geheim. Die Voten sind doppelt mit den Schlüsseln des Mix-Netzes und des Auszählers verschlüsselt. Die einzige Möglichkeit, die Voten vor dem Ende der Wahl zu entschlüsseln ist, die privaten Schlüssel dieser Instanzen zu benutzen.

Selbst wenn ein Angreifer Zugriff auf den privaten Schlüssel des Auszählers hat, kann er die Voten nicht entschlüsseln. Er benötigt zusätzlich den privaten Schlüssel des Mix-Netzes. Da das Mix-Netz vertrauenswürdig ist, wird es nicht mit dem Angreifer zusammenarbeiten. Also bleiben die Voten bis zum Ende der Wahl geheim.

Verifizierbarkeit

Jeder kann verifizieren, dass alle gültigen Stimmen gezählt wurden.

Nach der Registrierungsphase ist eine Liste aller berechtigten Wähler auf dem schwarzen Brett veröffentlicht. Diese Liste erlaubt es jedem zu prüfen, wer wahlberechtigt ist. Außerdem können die zugehörigen Zertifikate verifiziert werden. Da

sowohl die Wähler ihre Voten als auch das Mix-Netz die gemischte Liste auf dem schwarzen Brett veröffentlichen, kann jeder die Anzahl der ursprünglichen und gemischten Voten vergleichen. Darüber hinaus ist die korrekte Funktionsweise des Mix-Netzes über einen Zero-Knowledge Beweis möglich. Da das schwarze Brett und das Mix-Netz vertrauenswürdig sind, werden sie keine Voten austauschen, hinzufügen oder löschen. Nachdem der Auszähler die Voten entschlüsselt hat, verifiziert der Auszähler die Bestätigersignaturen und veröffentlicht das Ergebnis. Der Auszähler publiziert außerdem seinen privaten Schlüssel auf dem schwarzen Brett. Dies erlaubt es jedem, die Voten zu entschlüsseln und ihre Signaturen zu prüfen. Somit kann jeder prüfen, ob alle gültigen Stimmen gezählt wurden und ob der Bestätiger korrekt gearbeitet hat. Jeder Wähler kann verifizieren, dass sein gültiges Votum gezählt wurde. Da der Wähler sein verschlüsseltes Votum auf dem schwarzen Brett veröffentlicht, kann er prüfen, ob das veröffentlichte Votum dasselbe ist, welches er mittels der Wahlkabine erstellt hat. Wie man oben gesehen hat, ist es nachprüfbar, dass alle gültigen Voten gezählt wurden. Hieraus folgt direkt, dass jedes einzelne gültige Votum gezählt wurde.

Im Folgenden werden einige Komponenten der Erfindung im Detail beschrieben.

Das schwarze-Brett/system ist ein passiver Datenspeicher. Dies bedeutet, dass das schwarze Brett keine eigene Kommunikation aufnehmen oder aufbauen kann. In diesem Zusammenhang wird das schwarze-Brett/system auch vielmehr als Instanz betrachtet, da es kein Akteur wie die übrigen Parteien ist.

Unter Berücksichtigung der Rechte von Akteuren können vom schwarzen Brett Daten entweder gelesen oder geschrieben werden. Um dem restriktiven Ansatz dieser Erfindung gerecht zu

werden, ist es bei bereits geschriebenen Daten deshalb nicht möglich, diese nachträglich zu verändern.

Das schwarze Brett wird in Form einer Software-Datenbank realisiert, welche die entsprechenden Zugriffsregelungen zur Umsetzung dieser Erfindung unterstützt. Der restriktive Zugriffsschutz auf die Daten wird hierbei durch die Implementierung der Zugriffsrechte in die zu den Software- Klientenprogrammen korrespondierenden Software- Serverprogrammen der einzelnen Rollen erreicht und gesichert.

Zugriffsberechtigungen auf das schwarze Brett werden über Sicherheitsrichtlinien definiert, um Manipulationen des Datenbestandes auszuschließen. Demnach sind Veränderungen der Daten des schwarzen Brettes durch Lesezugriffe nicht möglich. Zur Geheimhaltung von Informationen existiert jedoch keine globale Leseberechtigung für alle Rollen, sondern vielmehr eine zeitliche und rollenabhängige Zugriffsbeschränkung auf die Daten des schwarzen Brettes. Zusätzlich zur Leseberechtigung existiert eine zeitliche und rollenabhängige Zugriffsbeschränkung für schreibende Zugriffe. Einmal geschriebene Daten können in der Regel - mit Ausnahme des Wahlstatus der Wahl - nicht mehr geändert werden. Somit ist z.B. der Verlust von Stimmen durch Löschen auf dem schwarzen Brett ausgeschlossen. Lediglich der Wahlstatus der Wahl kann nach Abschluss einer bestimmten Phase in vordefinierter Reihenfolge und nur durch die Rolle des Wahlvorstandes schreibend geändert werden.

Nachfolgend werden die einzelnen Rollen in Bezug auf die unterschiedlichen Wahlphasen im Detail beschrieben. Figur 3 veranschaulicht das Rollenmodell dieser Erfindung.

Der Wähler bildet das Votum unter Zuhilfenahme des Wahlkabinensystems (Wahlklientenprogramm) und speichert es auf

dem schwarzen Brett. Das Votum wird zum Nachweis der Stimmberechtigung vom Bestätiger blind signiert.

Das Wahlklientenprogramm visualisiert dem Wähler den elektronischen Stimmzettel, lässt ihn diesen ausfüllen und bildet daraus das Votum. Der Wähler kann durch bewusste Mehrfachkreuzung als die ihm in diesem Wahlverfahren zulässigen Kreuzungen, die Ungültigkeit seines Votums im juristischen Sinne erreichen. Das System weist den Wähler im Bestätigungsdialog zur Stimmauswahl eindeutig darauf hin, dass das Votum als ungültig durch das elektronische Wahlsystem gespeichert und als solches bei der Auswertung gezählt wird. Dies dient im Speziellen dazu, unbewusste Mehrfachkreuzungen über das Maß des Erlaubten zu verhindern, bzw. den Wähler auf diesen Umstand hinzuweisen. Nach Festlegung der Stimmentscheidung des Wählers kommuniziert das Wahlklientenprogramm mit dem Bestätiger-Serverprogramm, um mittels der Anfrage auf Bestätigung des Votums das zuvor von dem Wahlklientenprogramm geblendete Votum bestätigen zu lassen (Blinde Signatur) . Bei gültiger Wahlberechtigung bestätigt das Bestätiger-Serverprogramm das Votum, womit das Wählervotum seine Gültigkeit erhält.

Das Wahlklientenprogramm verschlüsselt daraufhin das Votum nebst Bestätigersignatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers und anschließend mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzes. Abschließend kommuniziert das Wahlklientenprogramm mit dem Wahlurnen-Serverprogramm, um das verschlüsselte Votum auf dem schwarzen Brett zu speichern. Das Wahlurnen-Serverprogramm prüft zunächst die Wahlberechtigung des Wählers anhand des im schwarzen Brett hinterlegten Wählerzertifikats und des Wählerstatus. Mit der erfolgreichen Ablage des Votums aktualisiert das Wahlurnen-Serverprogramm den Status des Wählers auf dem schwarzen Brett.

Die zeitlich abhängige Zugriffsberechtigung des Wahlurnen- Serverprogramm auf die Daten des schwarzen Brettes ist entsprechend ausgebildet.

Der Bestätiger erhält vom Wähler (Wahlklientenprogramm) ein durch Blendung unkenntlich gemachtes und von ihm signiertes Votum. Zunächst prüft der Bestätiger die Wahlberechtigung des Wählers gegen das im schwarzen Brett hinterlegte Wählerzertifikat, sowie den Wahlstatus des Wählers. Ist die Prüfung erfolgreich, schickt er zur Bestätigung das geblendete Votum mit seiner Signatur (Bestätigersignatur) versehen an den Wahlberechtigten zurück.

Die zeitlich abhängige Zugriffsberechtigung des Serverprogramms Bestätiger auf die Daten des schwarzen Brettes ist entsprechend ausgebildet.

Das Mix-Netz hat die Aufgabe, die gespeicherten (verschlüsselten) Voten vor der Auszählung so umzuordnen, dass kein Zusammenhang zwischen Wahlberechtigten und Votum hergestellt werden kann.

Das Mix-Netz ist als Mix-Netz-Serverprogramm ausgeführt und kommuniziert mit dem Wahladministrations-Softwareprogramm. Nachdem das Mix-Netz-Serverprogramm vom Wahladministrations- Softwareprogramm angestoßen wurde, läuft es autonom, bis die Vermischung aller Voten abgeschlossen ist. Nur die Rolle des

Wahlvorstands kann über das technische Hilfsmittel

(Wahladministrations-Softwareprogramm) diesen Vorgang initiieren.

Das Mix-Netz-Serverprogramm liest hierzu aus dem schwarzen Brett die ungemischten Voten und entfernt die äußere Verschlüsselung mit dem privaten Schlüssel des Mix-Netzes. Die entschlüsselten Voten werden zunächst im lokalen Zwischenspeicher des Mix-Netzes gesammelt. Nachdem alle Voten im Zwischenspeicher vorhanden sind, werden sie mittels eines. Zufallszahlenalgorithmus gemischt und in einer zufälligen

Reihenfolge auf dem schwarzen Brett gespeichert. Der lokale Zwischenspeicher des Mix-Netzes wird dann vollständig gelöscht.

Der jeweilige Status des Mix-Netz-Serverprogramms kann vom Wahladministrations-Softwareprogramm abgerufen werden.

Die zeitlich abhängige Zugriffsberechtigung des Serverprogramms Mix-Netz auf die Daten des schwarzen Brettes ist entsprechend ausgebildet.

Der Auszähler entschlüsselt und prüft die gemischten Voten und ermittelt daraus das Wahlergebnis.

Die technische Realisierung des Auszählers ist als Auszähler- Serverprogramm ausgeführt und kommuniziert mit dem Wahladministrations-Softwareprogramm. Zunächst wird über das Wahladministrations-Softwareprogramm die Auszählung initiiert, indem die Liste aller gemischten Voten vom schwarzen Brett angefordert wird. Nachdem alle gemischten Voten auf das Wahladministrations-Softwareprogramm übertragen wurden, erfolgt die Entschlüsselung und Auszählung der Voten. Zur Auszählung der Voten wird die entsprechende Signatur des Bestätigers zur Prüfung auf Gültigkeit des Votums herangezogen. Aus der Summierung über alle Voten wird das Ergebnis berechnet. Abschließend wird sowohl die Liste aller gültigen und ungültigen Voten, die dazugehörigen Bestätigersignaturen, der private Auszählerschlüssel, als auch das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett veröffentlicht. Hierzu werden diese Daten über das Wahladministrations-Softwareprogramm zum Auszähler- Serverprogramm übertragen und hierdurch auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

Die zeitlich abhängige Zugriffsberechtigung des Serverprogramms Auszähler auf die Daten des schwarzen Brettes ist entsprechend vorgegeben.

Es werden folglich die Sicherheitsanforderungen für elektronische Wahlsysteme berücksichtigt. Ferner wurden die Anforderungen Exaktheit, Demokratie, Geheimhaltung und Verifizierbarkeit, die fundamental für die Sicherheit einer Wahl sind, berücksichtigt.

Zur Erfüllung wurde eine bestehende, vertrauenswürdige PKI benutzt. Die Kommunikation ist garantiert und abgesichert mittels Protokollen wie TCP/IP und TLS. Das Protokoll benutzt blinde Signaturen und ein Mix-Netz. Die Wähler sind nicht in der Lage, Quittungen zu erhalten, da die Wahlkabine das verhindert. Es wurden die Wahlkabine, das schwarze Brett und das Mix-Netz als vertrauenswürdig vorausgesetzt. Im Gegenzug muss dem Wähler, dem Bestätiger und dem Auszähler nicht vertraut werden. Ferner wurde gezeigt, dass die nicht vertrauenswürdigen Parteien gezwungen sind, sich ehrlich zu verhalten. Wenn sie das Protokoll untergraben, wird dies entdeckt. Die Anzahl der vom Protokoll benötigten Nachrichten ist gering. Der Bestätiger holt sich die Liste der Zertifikate nur einmal. Jeder Wähler benötigt nur drei Nachrichten, um sein Votum abzugeben. In der Auszählphase ist die Menge der Gesamtkommunikation etwa genauso groß wie in der kompletten Wahlphase .

Beschreibung der Figuren:

Im Folgenden werden die Figuren beschrieben, auf die die folgende detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform Bezug nimmt. Es zeigt:

Fig. 1 den Verfahrensablauf in der Wahlphase; Fig. 2 den Verfahrensablauf in der Auszählphase.

Bevorzugte Ausführungsformen:

Die bevorzugten Ausführungsformen sollen keine Einschränkung darstellen. Sie dienen lediglich dem besseren Verständnis der Erfindung. Maßgeblich ist der Schutzumfang, der durch die Ansprüche bestimmt wird.

In der Figur 1 sind die Verfahrensabläufe in der Wahlphase zu entnehmen.

Stufe 0: Der Bestätiger holt die Liste der Zertifikate der berechtigten Wähler vom schwarzen Brett. Dies wird einmalig zu Begin der Wahlphase gemacht .

Die folgenden Schritte 1-3 werden für jeden Wähler wiederholt.

Stufe 1: Der Wähler generiert sein Votum v mit Hilfe der

Wahlkabine. Die Kabine erzeugt eine Zufallszahl r und benutzt diese um das Votum zu blenden; d.h. die Kabine berechnet x = B(v, r) . Dann wird x vom Wähler signiert, und als (x, S WAH (:K)) zum Bestätiger geschickt.

Stufe 2: Der Bestätiger verifiziert die Wählersignatur, prüft ob der Wähler wahlberechtigt ist und prüft ob dieser Wähler nicht schon eine Signatur erhalten hat. Wenn dies alles zutrifft, signiert der Bestätiger x und sendet die Signatur S B E S (X) zurück zum Wähler.

Stufe 3: Nach Erhalt von S BE s(x) entfernt die Wahlkabine den Blendfaktor r und erhält die Bestätigersignatur S BES (v) . Die Kabine verifiziert diese Signatur. Wenn diese korrekt ist, wird das Votum v zusammen mit der Bestätigersignatur S BES (V) mit dem öffentlichen Schlüssel des Auszählers verschlüsselt. D.h. die Kabine berechnet E A us(v, S BE s(v)). Dann verschlüsselt die Kabine das Ergebnis mit dem öffentlichen Schlüssel des Mix-Netzes und erhält E MIX (E AUS (v, S BE s (v) ) . Das Ergebnis wird

dem Wähler angezeigt. Wenn der Wähler berechtigt ist und noch kein Votum abgegeben hat, erlaubt das schwarze Brett ihm, E M iχ(E AUS (v, S BES (V) ) zu veröffentlichen.

In Figur 2 werden die einzelnen Stufen der Auszählung dargestellt .

Stufe 4 : Nach der Wahlphase holt sich das Mix-Netz die doppelt verschlüsselten Voten vom schwarzen Brett.

Stufe 5 : Das Mix-Netz entfernt die äußere Verschlüsselung der Voten mit seinem privaten Schlüssel. Dann mischt es sie und sendet die neue Liste zurück zum schwarzen Brett. Zu diesem Zeitpunkt sind die Voten noch immer mit dem Auszählerschlüssel verschlüsselt.

Stufe 6 : Dann holt sich der Auszähler die neue Liste vom schwarzen Brett und entschlüsselt die Voten. Er verifiziert die Bestätigersignaturen über den Voten und prüft, ob die Voten gültig sind. Dann berechnet er das Wahlergebnis.

Stufe 7 : Schließlich veröffentlicht der Auszähler alle gültigen und ungültigen Stimmen inklusiver ihrer Signaturen an den entsprechenden Stellen auf dem schwarzen Brett. Der Auszähler veröffentlicht auch seinen privaten Schlüssel und das Wahlergebnis auf dem schwarzen Brett.

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