Weiland, Gerd (Geibelstrasse 13A Hannover, D-30173, DE)
Weiland, Gerd (Geibelstrasse 13A Hannover, D-30173, DE)
| 1. | Element (10) aus einer Mehrzahl waagerecht und senkrecht verlaufender Streifen (12 bis 26), welche gemeinsame Kreuzungspunkte aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (12 bis 26) jeweils geschlossene Ringe (28) sind, wobei jeweils ein Ring (28) abwechselnd die recht winklig zu ihm angeordneten Ringe (28) umschließt bzw. durch diese Ringe (28) hindurch geführt ist, wobei ein vorderes Ende (36) jeweils eines Ringes (28) durch ein hinteres Ende (38) jeweils eines rechtwinklig zu ihm an geordneten Ringes (28) geführt ist. |
| 2. | Element (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe (28) jeweils aus elastischem Material bestehen. |
| 3. | Element (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, daß die Ringe (28) jeweils aus der Lauffläche (30) eines Fahrzeugreifens (32) bestehen. |
| 4. | Element (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (36 ; 38) über die Seitenkan te (40) eines rechtwinklig zu diesem angeordneten Ringes (28) derart hervorsteht, daß eine Ose (42) und/oder La sche zur Lagerung von eines weiteren Elementes und/oder eines Verbindungselementes (34) entsteht. |
| 5. | Element (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Ösen (42) des Elements (10) führbaren Ver bindungselemente (34) Stäbe (46 ; 54), Ketten (44 ; 56), Seile, Rohre (62) oder dergleichen sind. |
| 6. | Element (10) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (10) durch die durch die Ösen (42) geführten Verbindungselemente (34) mit weiteren Elementen (10) verbindbar ist. |
| 7. | Element (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (10) mit fünf weiteren identischen Elementen (10) zu einem Würfel (64) verbindbar ist. |
| 8. | Element (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Würfel (64) ein mit Wasser, mit Luft oder mit ei nem festen Material füllbarer Sack (70) einführbar ist. |
| 9. | Element (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (10) mit zwei weiteren identischen Elementen (10) zu einem Dreieck verbindbar ist. |
| 10. | Element (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (10) mit einem Krallanker (74) verbindbar ist. |
| 11. | Verwendung eines Elements (10) nach einem der vorherge henden Ansprüche 1 bis 10 für Flutschutzzwecke. |
| 12. | Verwendung eines Elements (10) nach einem der vorherge henden Ansprüche 1 bis 10 für eine Lärmschutzwand. |
| 13. | Verwendung eines Elements (10) nach einem der vorherge henden Ansprüche 1 bis 10 als Aufprallschutzelement. |
| 14. | Verfahrenzur Herstellung von Elementen (10) durch Ver knüpfung geschlossener Ringe (28), dadurch gekennzeich net, daß Ringe (28) zu einem Element (10) verbunden wer den, derart, daß jeweils ein Ring (28) abwechselnd die rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringe (28) umschließt bzw. durch diese Ringe (28) hindurch geführt ist, wobei ein vorderes Ende (36) jeweils eines Ringe (28) durch ein hinteres Ende (38) jeweils eines rechtwinklig zu ihm an geordneten Ring (28) geführt ist. |
| 15. | Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorderes und/oder hinteres Ende (36 ; 38) über die Seitenkante (40) eines rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringes (28) derart hervorsteht, daß eine Ose (42) zur La gerung eines Verbindungselementes (34) und/oder weiteren Elementes (10) entsteht. |
| 16. | Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Ringen (28) bei einer der Anzahl der Ringe (28) des Elements (10) ent sprechenden Anzahl von Kraftfahrzeugreifen (32) deren Seitenwände (94) und gummiummantelte Felgenringe (45) ab getrennt werden, und daß die verbleibenden Laufflächen ringe als Ringe (28) verwendet werden. |
Derartige Elemente, bei denen einmal die Kettfäden und dann wieder die Schußfäden oben liegen und sich derart überkreu- zen, daß ein haltbares Gewebe gebildet ist, sind allgemein bekannt. Derartige, beispielsweise als Matten ausgebildete Elemente bestehen aus einer Vielzahl von Materialien und fin- den Anwendung für verschiedene Zwecke. So ist es beispiels- weise aus dem DE-GM G 94 10 292.9 bekannt, Gummimatten aus Streifen der Laufflächen von Altreifen herzustellen und diese Gummimatten zur Stabilisierung von Deichen und Böschungen, zur Dünenbefestigung, für den Wege-und Radwegebau einzuset- zen. Grundsatzlich ist zwar anzuerkennen, daß das Recycling insbesondere von Altreifen durchaus begrüßenswert ist, da die
Verwendung von Altreifen für sinnvolle Zwecke dem heutigen Umweltschutzgedanken Rechnung trägt, jedoch sind dem Einsatz derartiger aus Altreifen gewonnener Matten Grenzen gesetzt.
Dies liegt daran, daß die Haltbarkeit und Stabilität derarti- ger einfacher Matten aus Streifen von Laufflächen von Altrei- fen nicht für die betreffenden Einsatzzwecke ausreichend ist, da insbesondere aus der DE-GM G 94 10 292.9 bekannte Matten nur aufwendig herzustellen sind und die Verwendung von metal- lenen Krampen und dergleichen erfordern. Zudem wird hier beim Zerschneiden der Laufflächen der verwendeten Altreifen deren Metalleinlage bloß gelegt, wodurch die Gefahr entsteht, daß diese Metalleinlage korrodieren kann.
Was die stoffliche Verwertung und Verwendung von Altreifen für die Böschungssicherung für den Flutschutz anbelangt, sind bereits Vorschläge gemacht worden, beispielsweise in der DE-AS 25 46 430, der DE-OS 33 08 651 A1 und der bereits ge- nannten DE-GM G 954 10 292.9. Die Verwendung von gewebten Matten oder mattenähnlichen Gebilden, welche nicht aus Alt- reifenrecyclingprodukten bestehen, zur Stabilisierung rutschgefährdeter Erdmassen und zur Boden-oder Uferbefesti- gung ist ebenfalls bereits vorgeschlagen worden, beispiels- weise in der DE 36 30 969 C2, in der DE-AS 22 17 150 und der DE-AS 19 31 537.
Diesen und ähnlichen mattenartigen Gebilden ist der Nachteil gemeinsam, daß sie nur eine begrenzte Flexibilität aufweisen, nur in begrenztem Umfang und mit erheblichem Aufwand mit wei- teren Matten verbunden werden können und im Bedarfsfalle nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen und bei der Verle- gung vor Ort nicht von Hand hergestellt werden können. Ein Einsatz dieser bekannten Elemente ist zudem nur eingeschränkt
möglich, da vorgefertigte Elemente sich nur bedingt an Gelän- deformationen anpassen lassen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Element der eingangs ge- nannten Art zu schaffen, welches leicht herzustellen sein soll, welches preisgünstig ist, und welches für Bauzwecke ei- ne ausreichende mechanische Stabilität, eine genügend hohe Flexibilität und gute Dämpfungseigenschaften gegenüber mecha- nischen Beanspruchungen aufweisen und welche mit weiteren Elementen schnell und einfach verbindbar sein soll.
Diese Aufgabe wird mit einem Element der eingangs genannten Art gelöst, welches die Merkmale des Patentanspruchs 1 auf- weist.
Erfindungsgemäß zeichnet sich das Element dadurch aus, daß die Streifen jeweils geschlossene Ringe sind, wobei jeweils ein Ring abwechselnd die rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringe umschließt bzw. durch diese Ringe hindurch geführt ist, wobei ein vorderes Ende jeweils eines Ringes durch ein hinte- res Ende jeweils eines rechtwinklig zu ihm angeordneten Rin- ges geführt ist.
Kern der Erfindung ist eine völlig neue Art der Verbindung rechtwinklig zueinander angeordneter Streifen mit gemeinsamen Kreuzungspunkten, welche sich gezielt von bislang bekannten Knüpfungs-oder Bindungsarten abwendet.
Auf überraschend einfache Weise läßt sich erfindungsgemäß ein mattenartiges Element schaffen, welches im Gegensatz zu her- kömmlichen Lösungen aus geschlossenen Ringen besteht, welche in neuartiger Weise so miteinander verflochten sind, daß rechtwinklig zueinander angeordnete Ringe abwechselnd sich
umschließen bzw. von den rechtwinklig zueinander angeordneten Ringen umhüllt sind.
Durch diese neuartige Technik stellen sich die Ringe als fla- che langgestreckte Ringe mit wellenförmigen Verlauf und stellt sich das mittels dieser Ringe gewonnene Element als geschlossener Körper mit quadratischer Grundfläche dar, wel- cher durch die Ösen mittels Verbindungsmitteln mit weiteren identischen Elementen auf einfachste Weise verbunden werden kann. Es sind zwar auch Elemente aus einfachen Streifen be- kannt, deren über den Streifenverbund hinausragenden Streife- nenden umgenäht sind und auf diese Weise Ösen bilden, jedoch besitzen diese auch aus den Laufflächen von Altreifen geweb- ten Körper keine ausreichende mechanische Festigkeit und in Bezug auf mechanischen Druck nur eine geringe Dämpfungseigen- schaft, welche nicht für alle Einsatzzwecke ausreichend ist.
Vorteilhafterweise steht ein Ende über die Seitenkante eines rechtwinklig zu ihm angeordneten Ring derart hervor, daß eine Ose und/oder Lasche zur Lagerung eines weiteren Elementes und/oder Verbindungsmittels entsteht.
Die Elemente können gemäß den jeweiligen Anforderungen belie- big miteinander kombiniert und verbunden werden. Alle Formen werden vorzugsweise aus quadratischen Basiselementen herge- stellt, welche mit Hilfe von Verbindungselementen aneinander- gefügt werden können. Das Basiselement besteht aus waagerecht und senkrecht zueinander verlaufender, flach zusammen ge- drückter Ringe. Als Ringe werden vorzugsweise die Laufflachen von Altreifen verwendet.
Durch die Verknüpfung von geschlossenen Ringen können"Gewe- be"bzw. Textilien-vorzugsweise Geotextilien-von beliebi- ger Größe, in beliebiger Form und mit verschiedenen Verknüp-
fungsarten und somit auch verschiedenen Eigenschaften herge- stellt werden, wobei nicht notwendigerweise Verbindungsele- mente benötigt werden. Die"Gewebe"lassen sich in allen Be- reichen verwenden, in denen robuste, belastbare und wetterbe- ständige Geotextilien benötigt werden.
Für die Verknüpfung können nicht nur zusammengedrückte Ringe, sondern auch U-förmig gebogene Ringe verwendet werden. Hier- aus lassen sich mehrwandige Basis-Kompaktelemente mit ver- schiedenen Ausprägungen herstellen. Diese bilden ein Bauka- sten-System, mit dem Bauelemente von beliebiger Größe und in vielfältigen Formen gebildet werden können. Darüber hinaus lassen sich aus den Basis-Kompaktelementen flexible, belast- bare Bänder und Ringe wie auch Hohlkörper herstellen, die in vielen industriellen Bereichen zur Anwendung kommen können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorge- sehen, daß die Ringe jeweils aus elastischem Material beste- hen, insbesondere daß sie aus der Lauffläche eines Fahrzeu- greifens bestehen. Hierdurch läßt sich auf überraschend ein- fache Weise ein Element schaffen, welche den überwiegenden Teil anfallender Altreifen nutzt, welche sonst nur sehr schlecht weiter verwertet werden könnten.
Um ein erfindungsgemäßes Element unter Verwendung von Lauf- flächen von Fahrzeugreifen zu schaffen, benötigt man in der Regel acht Altreifen, deren Anzahl durch das Verhältnis von Länge/Breite der Laufflachen vorgegeben ist. Bei der Verwen- dung der Laufflächen beispielsweise von Sonderreifen kann ei- ne andere Anzahl von Laufflächenringen gewählt werden. Vor- zugsweise finden aber normale Altreifen mit einem üblichen Durchmesser von 13 bis 15 Zoll Verwendung.
Vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist insbesondere, daß diese Laufflächen bereits mechanische Eigenschaften besitzen, welche in vorteilhafter Weise nutzbar gemacht werden können.
Die stofflichen und mechanischen Eigenschaften der Laufflä- chen von Automobilreifen ermöglichen einen sehr hohen Grad an Dämpfung gegen Stoßbelastungen und sie bieten auch Schutz ge- gen höchste mechanische Beanspruchungen, was insbesondere durch die Stahleinlagen in der Lauffläche ermöglicht wird, wobei diese Stahleinlagen bei dem erfindungsgemäßen Element nicht korrodieren können, da die Laufflächenringe nicht durchtrennt werden.
Die Eigenschaften von Laufflächen von Kraftfahrzeugreifen in Verbindung mit der neuartigen Verbindungstechnik des erfin- dungsgemäßen Elements läßt sich für eine Vielzahl von Anwen- dungsbereichen nutzen. Hier sind insbesondere der Flutschutz, die Deichsicherung und die Deichsanierung zu nennen, worauf in der Beschreibung näher einzugehen sein wird.
In einer praktischen Ausgestaltung der Erfindung sind die durch die Ösen des Elements führbaren Verbindungsmittel Stan- gen, Ketten, Seile, Rohre oder dergleichen. Mit diesen Ver- bindungsmitteln ist das Element auch auf einfachste'Weise mit weiteren Elementen verbindbar. Um beispielsweise zwei Elemen- te miteinander zu verbinden, ist es nur nötig, die beiden Elemente auf Stoß aneinander zu legen und ein Verbindungsmit- tel durch die Ösen der beiden Elemente zu führen, wodurch die Verbindung von zwei aneinander anstoßenden Elementen bereits hergestellt ist. Hierdurch läßt sich eine Vielzahl erfin- dungsgemäßer Elemente miteinander zu großflächigen Matten oder Planen und/oder mit anderen Körpern, welche ebenfalls aus den erfindungsgemäßen Elementen gebildet sein können, verbinden.
Derart zusammengefugte Matten oder Planen lassen sich bei- spielsweise als Unterlage im Straßenbau, als Tragegurt für Großlasten, als geräuschdämpfendes Bahnschienenbett oder zur Sicherung von Mülldeponien gegen Abrutschen einsetzen. Auch eine Verwendung einer aus einer Vielzahl von Elementen beste- henden Matte als Sichtschutzwand ist denkbar, wobei diese durch taschenartige Hohlräume zwischen den Ringen der Elemen- te leicht und einfach zu begrünen ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Element mit fünf weiteren identischen Elementen zu einem Wür- fel verbindbar. Ein derartiger Würfel welcher durch die durch die Ösen der einzelnen Elemente geführten Verbindungsmittel auf einfachste Weise zu schaffen ist, läßt sich für eine Vielzahl von Verwendungszwecken einsetzen. Beispielsweise ist es mit einem derartigen Würfel möglich, schnell und einfach eine Mauer für Flutschutzzwecke, eine Lärmschutzwand, eine Prallschutzwand oder ähnliches herzustellen.
Hierbei kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, daß in den Würfel ein mit Wasser, mit Luft oder mit fe- stem Material füllbarer Sack einführbar ist. Ein derartiger Sack kann die Eigenstabilität des aus den erfindungsgemäßen Elementen geschaffenen Würfels noch weiter erhöhen. Zudem läßt sich mit einem derartigen Sack der Hohlraum des Würfels in positiver Weise nutzen, indem er nämlich, je nach Füll- stoff, gezielt tariert werden kann, d. h., er kann hierdurch schwimmend, im Wasser schwebend oder sinkend ausgelegt wer- den. Mit luftgefüllten Würfeln lassen sich beispielsweise Schwimmplattformen oder Notstege schaffen.
Das Element kann gemäß einer praktischen Ausgestaltung der Erfindung auch mit zwei weiteren identischen Elementen zu ei- nem offenen regulärem Prisma in Gestalt eines Dreiecks ver-
bindbar sein. Hierdurch entsteht ein zeltartiges Gebilde, wie es für bestimmte Anwendungszwecke wunschenswert sein und wel- ches mit weiteren Elementen verbunden werden kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Element mit einem Krallanker verbind- bar ist. Ein derartiger Krallanker kann dann zum Einsatz ge- langen, wenn eine Vielzahl erfindungsgemäßer Elemente für Flutschutzzwecke eingesetzt werden soll. Der Krallanker kann eine Grundplatte aufweisen, deren Außenabmessungen den Abmes- sungen des Elements entspricht und sich somit problemlos bei- spielsweise in einen matten-oder planenartigen Verbund inte- grieren läßt. Um den Krallanker schnell und einfach mit we- nigstens einem Element verbinden zu können, kann der Krallan- ker an seinen Außenkanten Osen aufweisen, mittels derer eine schnelle und einfache, scharnierartige Verbindung mit wenig- stens einem Element möglich ist, ähnlich der Verbindung von wenigstens zwei Elementen miteinander.
Gemäß eines Verfahrens zur Herstellung eines Elements ist vorgesehen, daß bei einer der Anzahl der Ringe des Elements entsprechenden Anzahl von Kraftfahrzeugreifen deren Seiten- wände und gummiummantelte Felgenringe abgetrennt werden, und daß die verbleibenden Laufflächenringe zu einem Element ver- bunden werden, wobei jeweils ein Laufflachenring abwechselnd die rechtwinklig zu ihm angeordneten Laufflächenringe um- schließt bzw. durch diese Laufflächenringe hindurch geführt ist, wobei ein vorderes Ende jeweils eines Laufflächenringes durch ein hinteres Ende jeweils eines rechtwinklig zu ihm an- geordneten Laufflächenringes geführt ist und über die Seiten- kante dieses rechtwinklig zu ihm angeordneten Laufflachenrin- ges derart hervorsteht, daß eine Ose zur Lagerung von Verbin- dungsmitteln entsteht.
Bei diesem Verfahren werden vor allem Altreifen in positiver Weise einer weiteren Nutzung zugeführt, welche deutlich über die normale Nutzungsdauer eines Fahrzeugreifens hinausgeht.
Zu betonen ist, daß das erfindungsgemäße Element aber nicht nur aus den Laufflächen von Altreifen herzustellen ist, son- dern daß dafür alle denkbaren geschlossenen Ringe verwendet werden können, beispielsweise aus Geotextilien, aus Kunst- stoffolien und-tonnen, aus Blechringen und dergleichen.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden an- hand der nachfolgenden Zeichnungen, welche Ausführungsbei- spiele darstellen, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Element in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Element im Schnitt entlang der Linie A-A'aus Fig. 1, Fig. 3 ein Detail des erfindungsgemäßen Elements, Fig. 4a-4e Verbindungsmittel des erfindungsgemaßen Elements, Fig. 5 eine beispielhafte Darstellung mehrerer erfin- dungsgemäßer Elemente in Draufsicht, Fig. 6 die Verbindung mehrerer erfindungsgemäßer Elemen- te zu einem offenen Würfel in perspektivischer Darstellung, Fig. 7 einen aus sechs erfindungsgemäßen Elementen zu- sammengefügten Würfel in perspektivischer Dar- stellung, Fig. 8 eine aus fünf Würfeln aus Fig. 7 hergestellte Wand in perspektivischer Darstellung, Fig. 9-11 einen mit dem erfindungsgemäßen Element verbunde- nen Krallanker von vorne, von der Seite und von unten, Fig. 12 die beispielhafte Verwendung einer Vielzahl er- findungsgemaßer Elemente zur Deicherhöhung,
Fig. 13 die beispielhafte Verwendung einer Vielzahl er- findungsgemaßer Elemente zur Anlage eines Sturm- flutnotdeiches, und Fig. 14 schematisch die Verfahrensschritte zur Gewinnung eines Ringes des erfindungsgemäßen Elements aus einem Altreifen, Fig. 15 a-c Flächendeckende Matte mit geradliniger Rin- ganordnung a) Grundelement b) Fortsetzung der Verknüpfung c) Matte Fig. 16 a-c Flächendeckende Matte mit diagonaler Ringanord- nung, a) Grundelement, b) Fortsetzung der Verknüpfung, c) Matte, Fig. 17 a-c Gelochte Matte mit diagonaler Ringanordnung a) Grundelement, b) Fortsetzung der Verknüpfung, c) Matte, Fig. 18 a-c Basis-Kompaktelement und Montageablauf, Fig. 19 a-c Basis-Kompaktelement mit einer kurzen Doppella- sche und Montageablauf, Fig. 20 a-e Basis-Kompaktelement mit einer langen Doppella- sche und Montageablauf,
Fig. 21 a-d Basis-Kompaktelement mit zwei rechtwinklig zu- einander angeordneten Doppellaschen und Monta- geablauf, Fig. 22 a-c Basis-Kompaktelement mit zwei versetzt gegen- überliegenden Doppellaschen und Montageablauf, Fig. 23 a-b Basis-Kompaktelement mit drei rechtwinklig zu- einander angeordneten Doppellaschen und Monta- geablauf, Fig. 24 a-f Kompakte Bauelemente, Fig. 25 a-d Bänder und Ringe mit hoher Elastizität, Fig. 26 a-c Hohlkörper, Fig. 27 a-d Modul A 1, Fig. 28 a+b Modul A 2, Fig. 29 a+b Modul A 3, Fig. 30 a-c Blockbildung aus Modul A, Fig. 31 a+b Modul B, Fig. 32 a-c Modul B, Fig. 33 Modul C 1, Fig. 34 Modul C 2, Fig. 35 Blockbildung aus Modul C 1,
Fig. 36 Blockbildung aus Modul C 2, Fig. 37 Modul C 3, Fig. 38 a Modul C 4, Fig. 38 b+c Modul D 1, Fig. 39 Blockbildung aus Modul D 1, Fig. 40 a+b Blockbildung aus Modul D 2, Fig. 41 Seitenansicht des Modul D 2, Fig. 42 Draufsicht des Modul D 2, Fig. 43 Innenansicht des Modul D 2, Fig. 44 Seitenansicht des Modul D 3, Fig. 45 Innenansicht des Modul D 3, Fig. 46 1. Variante der Blockbildung aus Modul D 3, Fig. 47 1. Variante der Blockbildung aus Modul D 3, Fig. 48 Querschnitt der 2. Variante der Blockbildung aus Modul D 3, Fig. 49 Draufsicht auf die 2. Variante der Blockbildung aus Modul D 3, Fig. 50 Blockbildung aus Modul C 4.
In den Fig. 1 bis 3 ist der grundsätzliche Aufbau eines er- findungsgemäßen Elements 10 dargestellt. Dieses besteht, wie insbesondere Fig. 1 zu entnehmen ist, aus einer Mehrzahl waa- gerecht verlaufender, zusammen gedrückter Ringe 12,14,16, 18 und aus einer Mehrzahl senkrecht verlaufender, zusammen gedrückter Ringe 20,22,24,26, d. h., aus jeweils einer gleichen Anzahl waagerechter Ringe 12-18 und senkrechter Ringe 20-26. Die Ringe 12-26 sind dabei jeweils geschlos- sene Ringe 28. Jeder Ring 28 ist aus der Lauffläche 30 eines zerteilten Automobilreifens 32 hervorgegangen, worauf noch einzugehen sein wird.
Zu dem in Fig. 1 dargestellten Element 10 gelangt man auf folgende Weise : Durch den waagerechten Ring 12 wird von oben der senkrechte Ring 20 geschoben. Der senkrechte Ring 22 wird von rechts über den waagerechten Ring 12 geschoben. Der senkrechte Ring 24 wird wiederum von oben durch den waagerechten Ring 12 ge- steckt, der senkrechte Ring 26 wird dann wie der senkrechte Ring 22 von rechts über den waagerechten Ring 12 geschoben.
Zu dem fertigen Element 10 werden dann noch die waagerechten Ringe 14,16,18 benötigt. Nun wird der waagerechte Ring 14 von links durch den senkrechten Ring 20 gesteckt. Da der waa- gerechte Ring 14 nun über und unter den senkrechten Ring 22 laufen muß, empfiehlt es sich, den senkrechten Ring 22 soweit nach unten zu ziehen, bis er dann durch den waagerechten Ring 14 wieder nach oben geführt wird.
Nun wird der waagerechte Ring 14 weiter nach rechts durch den senkrechten Ring 24 geschoben. Um den waagerechten Ring 14 jetzt über und unter den senkrechten Ring 26 zu bringen ist analog wie mit dem senkrechten Ring 22 zu verfahren, d. h.,
der senkrechte Ring 26 ist nach unten zu ziehen, der waage- rechte Ring 14 ist nach rechts zu schieben und dann ist der senkrechte Ring 26 wieder nach oben, nun aber durch den waa- gerechten Ring 14 zu führen. Die Einführung des waagerechten Ringes 16 kann jetzt von rechts erfolgen, wobei der senkrech- te Ring 24 und der senkrechte Ring 20 nach unten zu schieben sind, um danach durch den waagerechten Ring 16 geführt wieder hochgeschoben zu werden. Die Einbringung des waagerechten Ringes 18 erfolgt analog zum waagerechten Ring 14. Abschlie- ßend kann das Element 10 durch Verbindungselemente 34 fixiert und mit weiteren auf gleiche Weise gewonnenen Elementen 10 verbunden werden.
Auf diese Weise erhält man ein Element 10, bei dem jeweils ein Ring 28 abwechselnd die rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringe 28 umschließt bzw. von diesen Ringen 28 umschlossen ist. Ein vorderes Ende 36 jeweils eines Ringes 28 ist jeweils durch ein hinteres Ende 38 jeweils eines rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringes 28 geführt und steht über die Seitenkante 40 dieses rechtwinklig zu ihm angeordneten Ringes 28 derart hervor, daß eine Ose 42 zur Lagerung eines Verbindungselemen- tes 34 entsteht. Dies ist insbesondere in der rechten unteren Bildhälfte von Fig. 1 gut zu erkennen.
Das erfindungsgemäße Element 10 ist in Fig. 2 im Schnitt ent- lang der Linie A-A'aus Fig. 1 dargestellt.
Ein Ausschnitt des erfindungsgemäßen Elements 10 ist in Fig.
3 im Detail während der Verknüpfungsphase der einzelnen Ringe 28 dargestellt, wobei in Fig. 3 zu erkennen ist, daß während der Verknüpfungsphase die einzelnen Ringe 28 sich noch locker umschließen
Beispiele für geeignete Verbindungsmittel 34 zur Verbindung eines erfindungsgemäßen Elements mit mehreren erfindungsgemä- ßen Elementen oder mit anderen Körpern sind in den Fig. 4a bis 4e dargestellt. In Fig. 4a ist das Verbindungselement 34 eine Kette 44 aus einer Mehrzahl von Felgenringen 45, welche bei dem bei der Erfindung zur Anwendung gelangenden Recycling von Altreifen anfallen. Das in Fig. 4b dargestellte Verbin- dungselement 34 ist ein Verbindungsstab 46 mit an seinen En- den angeformten Augen 48, durch welche weitere Verbindungs- elemente 34 hindurchgeführt werden können, beispielsweise die Kette 44 aus Fig. 4a oder eine Schraube 50 mit Mutter 52. In Fig. 4c ist ein Verbindungselement 34 dargestellt, welches sich als Gewindestab 54 mit Stahlkette 56 und Sicherungs- scheibe 58 darstellt.
In Fig. 4d ist die als Verbindungselement 34 dienende Kette 44 aus Fig. 4a dargestellt, welche in ein Montagerohr 60 ein- geführt ist, mit dessen Hilfe die Kette 44 auf leichte Weise durch Ösen 42 eines Elements 10 geführt werden kann. In Fig.
4e ist das Verbindungselement 34 ein Rohr 62.
Die in den Fig. 4a bis 4e dargestellten Verbindungselemente 34 dienen alle dazu, durch die Ösen 42 von Elementen 10 ge- führt zu werden, um ein Element 10 mit weiteren Elementen 10 zu verbinden oder um ein Element 10 am Grund und Boden anzu- binden.
Die Möglichkeit, mehrere Elemente 10 miteinander zu verbin- den, ist beispielhaft in Fig. 5 dargestellt. Dort sind fünf Elemente 10 durch Gewindestäbe 54, durch Stahlketten 56, durch einen Verbindungsstab 46 und durch Ketten 44 aus Fel- genringen 45 miteinander verbunden. Durch die Verbindung ei- ner Vielzahl von Elementen 10 miteinander läßt sich eine be-
liebig große Matte zusammenfügen, je nach Anwendungsbedürf- nis.
In den Fig. 6 bis 8 ist die Zusammenstellung mehrerer Elemen- te 10 zu einem bzw. zu mehreren Würfeln 64 dargestellt. Der in Fig. 6 dargestellte Würfel 64 wird durch Stäbe 54 zusam- mengehalten, wobei die Stäbe 54 mit ihren Enden in Steckwür- feln 66 eingesteckt sind. Obwohl in Fig. 6 ein nach oben of- fener Würfel 64 dargestellt ist, ist es auch möglich, auf die in Fig. 6 dargestellte Weise einen allseits geschlossenen Würfel zu schaffen, wobei durch die Steckwürfel 66 der Würfel 64 mit weiteren Würfeln 64 verbunden werden kann oder als Ba- sis für eine gerüstähnliche und flexible Struktur dienen kann. Wie weiter in Fig. 6 zu erkennen ist, ist der Hohlraum 68 des Würfels 64 mit einem Sack 70 ausgefüllt, welcher mit Luft, Wasser oder mit festem Material, beispielsweise Sand, auffüllbar ist. Dieser Sack 70 dient der Tarierung, der Sta- bilisierung und der Beschwerung des Würfels 64.
In Fig. 7 ist ebenfalls ein Würfel 64 dargestellt, welcher ebenfalls mit einem Sack 70 ausgefüllt ist, wobei die beim Würfel 64 aus Fig. 7 verwendeten Verbindungsmittel nicht über die Seitenkanten des Würfels 64 hervorragen.
In Fig. 8 ist schematisch die Zusammenstellung von fünf Wür- feln 64 zu einer Mauer 72 dargestellt. Auf die zuvor be- schriebene Art und Weise läßt sich einfach und schnell mit einer Vielzahl von aus Elementen 10 und Verbindungselementen 34 zusammengefügten Würfeln 64 eine Mauer, Wand oder derglei- chen zusammenstellen und aufbauen.
In den Fig. 9 bis 11 ist die Verbindung von Elementen 10 mit einem Krallanker 74 dargestellt. Dieser Krallanker 74 weist eine Ankerplatte 76 mit seitlich angeformten Osen 78 zur Ver-
bindung mit Elementen 10 auf. An der Unterseite der Anker- platte 76 ist ein Ankerhaken 80 befestigt, welcher dazu dient, die an den Krallanker 74 befestigten Elemente 10 am Boden beispielsweise eines Deiches, vorzugsweise eines Kü- stendeiches, zu verankern. Die Ösen 78 dienen dazu, den Kral- lanker 74 mit wenigstens einem Element 10 mittels Verbin- dungselementen 34 zu verbinden, wobei diese Verbindungsele- mente 34 den in den Fig. 4a bis 4e dargestellten Verbindungs- mitteln 34 entsprechen können.
In den Fig. 12 und 13 ist beispielhaft die Verwendung erfin- dungsgemäßer Elemente 10 für Flutschutzzwecke dargestellt. In Fig. 12 ist ein Hochwassergefährdeter Flußdeich 82 darge- stellt, der mittels einer aus einer Vielzahl von Elementen 10 gebildeten Deichkrone 96 erhöht ist. Diese Deichkrone 96 be- steht aus einer Matte 92 aus einer Vielzahl von Elementen 10, aus Würfeln 64, welche in die Matte 92 integriert und mit dieser durch Verbindungsmittel 34 verbunden sind und aus mit einem Teil der Würfel 64 verbundenen Dreiecken 86, welche ei- ne zelt-oder dachartige Struktur bilden. Die Würfel 64 und die Dreiecke 86 sind teilweise mit Sand 100 bzw. mit einem Sack 70 ausgefüllt, wobei der Sack mit einem geeigneten Stoff gefüllt ist. Zur Abdichtung des Flußdeiches 82 ist zwischen Flußdeich 82 und Matte 92 eine Plastikplane 88 angeordnet.
Die Matte 92 ist mit dem Flußdeich 82 durch geeignete Mittel verbunden, beispielweise mittels eines in Fig. 12 angedeute- ten Fixierstabes 98.
In Fig. 13 ist beispielhaft die Errichtung eines Notdeiches 90 im Strandbereich einer Meeresküste aus einer Vielzahl von Elementen 10 dargestellt. Durch diesen Notdeich 90 sollen Ge- bäude 84 vor dem Hochwasser und dem Wellengang beispielsweise einer Sturmflut geschützt werden. Wie in Fig. 13 zu erkennen ist, besteht der Grundkörper des Notdeiches 90 aus einer
Vielzahl von aus Elementen 10 gebildeten Würfeln 64, wobei diese Würfel 64 durch eine Matte 92 aus einer Vielzahl von Elementen 10 abgedeckt sind. Am Fuß des Notdeiches 90 ist diese Matte 92 durch eingefügte Krallanker 74 im Erdreich des Strandbereichs verankert.
Ein derartiger, in Fig. 13 dargestellter Notdeich 90 läßt sich im Bedarfsfalle vor Ort schnell und einfach herstellen bzw. errichten.
Es ist auch möglich, mittels Elementen 10 und Würfeln 64 be- reits vorhandene Deiche abzusichern oder die Deichkrone zu erhöhen. Auch bei der Neuanlage von Deichen können die Ele- mente 10 und die Würfel 64 in nützlicher Weise angewandt wer- den, beispielsweise kann eine Matte aus einer Vielzahl von Elementen 10 in den Deichkern eingefügt werden. Es können Würfel 64 im Deichvorland angeordnet werden, wobei diese Wür- fel 64 auch mit Schotter und ähnlichen Erdmaterialien aufge- füllt werden können. Es wurde auf überraschende Weise heraus- gefunden, daß mit derartigen, aus Elementen 10 gebildeten Matten und mit aus Elementen 10 gebildeten Würfeln 64 eine auch schon bestehende Deichstruktur erheblich verstärkt und gegen Durchsickerung, Überspülung, Grundbruch und Abtragung gesichert werden kann.
In Fig. 14 ist schematisch ein Verfahren zur Gewinnung eines Ringes 28 für das Element 10 aus einem Altreifen 32 darge- stellt. Ausgehend von einem abgenutzten Automobilreifen 32 mit Lauffläche 30 werden in einem ersten Schritt, was durch den Pfeil A angedeutet ist, Seitenwände 94 mit gummiummantel- ten Felgenringen 45 abgetrennt. Nach Beendigung des Abtren- nens der Seitenwände 94 liegt bereits der Laufflachenring 28 vor, welcher dann zum Element 10 weiterverarbeitet werden kann. Dies ist durch den Pfeil B angedeutet. Die Seitenwände
94 mit Felgenringen 45 werden in einem weiteren Schritt, was durch den Pfeil C dargestellt ist, voneinander getrennt, wo- nach die Felgenringe 45 zu der in Fig. 4a dargestellten Kette 44 weiterverarbeitet werden können. Mit den ebenfalls anfal- lenden Seitenteilen 94 lassen sich andere, nicht näher darge- stellte Recyclingprodukte herstellen.
In den folgenden Ausführungen werden weiterentwickelte Vari- anten der Verknüpfungstechnik detailliert beschrieben und die folgende Systematik eingeordnet : I. Verfahren zur Herstellung von Matten durch Ringverknüp- fung A. Flächendeckende Matte mit geradliniger Ringanordnung B. Flächendeckende Matte mit diagonaler Ringanordnung C. Gelochte Matte mit diagonaler Ringanordnung II. Verfahren zur Herstellung von Basis-Kompaktelementen durch Ringverknüpfung A. Basis-Kompaktelement B. Basis-Kompaktelement mit einer kurzen Doppellasche C. Basis-Kompaktelement mit einer langen Doppellasche D. Basis-Kompaktelement mit zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Doppellaschen E. Basis-Kompaktelement mit zwei versetzt gegenüberlie- genden Doppellaschen F. Basis-Kompaktelement mit drei rechtwinklig zueinander angeordneten Doppellaschen III. Produktvarianten aus der Verknüpfung von Basis- Kompaktelementen
I. Verfahren zur Herstellung von Matten durch Ringver- knüpfung Durch eine Weiterentwicklung der Verknüpfungstechnik können großflächige Matten in beliebigen Ausmaßen hergestellt wer- den. Derartige Matten werden vorzugsweise aus Altreifen her- gestellt. Sie sind unter anderem als Geotextilien-bspw. im Bereich des Küstenschutzes-einsetzbar.
Eine Matte besteht aus waagerecht und senkrecht zueinander verlaufender, flach zusammen gedrückter Ringe, welche zusam- mengedrückt in Breite und Lange idealerweise ein Verhältnis von 1 : 4 aufweisen. Die Ringe werden derart verknüpft, daß sie einander wechselseitig umschließen bzw. durchtunneln und so- mit gemeinsame Kreuzungspunkte aufweisen. Die Verflechtung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, so daß drei ver- schiedene Designs entstehen können.
Im folgenden wird die Herstellung der Matten im einzelnen be- schrieben.
I. A. Flächendeckende Matte mit geradliniger Ringanordnung Für das Grundelement (vgl. Fig. 15 a) werden zunächst vier Ringe benötigt. Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 2 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 1 wird waagerecht durch den oberen Bereich von Ring 2 geschoben, so daß 1/4 der Lange von Ring 1 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 rechts davon hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 1, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rech- ten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 links von Ring
2 hervorragt. Ring 3 ist damit in Relation zu Ring 1 um 2/4 seiner Lange nach links versetzt.
4. Ring 4 wird seitlich parallel zu Ring 2, links direkt ne- ben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 3 mit seinem unteren Ende und wird dann durch das linke Ende von Ring 1 hindurchgeführt. Ring 4 ist damit in Relation zu Ring 2 um 2/4 seiner Länge nach oben versetzt.
Die Verknüpfung wird durch Verwendung von drei weiteren Rin- gen folgendermaßen fortgesetzt (vgl. Fig. 15 b) : 5. Ring 5 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rech- ten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 5 links von Ring 2 hervorragt.
6. Ring 6 wird seitlich parallel zu Ring 5, direkt unter diesem angeordnet. Er wird durch das untere Ende von Ring 2 geführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 6 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 6 rechts von Ring 2 hervorragt. Ring 6 ist damit in Relation zu Ring 5 um 2/4 seiner Lange nach rechts versetzt.
7. Ring 7 wird seitlich parallel zu Ring 2, links direkt ne- ben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 5 mit seinem oberen Ende, Er wird dann durch das linke Ende von Ring 6 hindurchgeführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 7 unter- halb von Ring 6 nach unten ragt.
Die Verknüpfung kann nach dem beschriebenen Muster fortge- setzt werden, so daß eine beliebig große 4-wandige Matte (vgl. Fig. 15 c) entsteht. Diese Matte zeichnet sich dadurch
aus, daß sie eine hohe Festigkeit aufweist. Sie stellt ein flächendeckendes"Gewebe"dar.
I. B. Flächendeckende Matte mit diagonaler Ringanordnung Für das Grundelement (vgl. Fig. 16 a) werden zunächst fünf Ringe benötigt. Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 2 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 1 wird waagerecht durch den oberen Bereich von Ring 2 geschoben, so daß 1/4 der Lange von Ring 1 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 rechts davon hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 1 direkt unter die- sem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 rechts von Ring 2 hervorragt. Ring 3 ist damit in Relation zu Ring 1 um 1/4 seiner Lange nach rechts versetzt.
4. Ring 4 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rech- ten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 4 links von Ring 2 hervorragt. Ring 4 ist damit in Relation zu Ring 3 um 3/4 seiner Lange nach links versetzt.
5. Ring 5 wird seitlich parallel zu Ring 4, direkt unter diesem angeordnet. Er wird durch das untere Ende von Ring 2 geführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 5 links von Ring 2 hervorragt, und 1/4 der Lange von Ring 5 rechts von Ring 2 hervorragt. Ring 5 ist damit in Relation zu Ring 4 um 1/4 seiner Lange nach rechts versetzt.
Die Verknüpfung wird durch Verwendung von vier weiteren Rin- gen folgendermaßen fortgesetzt (vgl. Fig. 16 b) : 6. Ring 6 wird seitlich parallel zu Ring 2, rechts direkt neben diesem angeordnet. Er umschließt mit seinem oberen Ende Ring 3, so daß 3/4 der Lange von Ring 6 unterhalb von Ring 3 nach unten hervorragt. Ring 6 ist damit in Re- lation zu Ring 2 um 1/4 seiner Lange nach unten versetzt.
7. Ring 7 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt mit seinem linken Ende Ring 6, so daß 3/4 der Lange von Ring 7 rechts von Ring 6 hervorragt. Ring 7 ist damit in Relation zu Ring 3 um 1/4 seiner Lange nach rechts versetzt.
8. Der nach unten weisende Teil von Ring 6 wird durch Ring 5 geführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 6 unterhalb von Ring 5 nach unten hervorragt.
9. Ring 8 wird seitlich parallel neben Ring 2, links direkt neben diesem angeordnet. Er umschließt mit seinem unteren Ende Ring 4, so daß 3/4 der Lange von Ring 8 oberhalb von Ring 4 nach oben hervorragt. Ring 8 ist damit in Relation zu Ring 2 um 1/4 seiner Lange nach oben versetzt.
10. Ring 9 wird seitlich parallel zu Ring 4, direkt über die- sem angeordnet. Er umschließt mit seinem rechten Ende Ring 8, so daß 3/4 der Lange von Ring 9 links von Ring 8 hervorragt. Ring 9 ist damit in Relation zu Ring 4 um 1/4 seiner Lange nach links versetzt.
11. Der nach oben weisende Teil von Ring 8 wird durch Ring 1 geführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 8 oberhalb von Ring 1 hervorragt.
Die Verknüpfung kann nach dem beschriebenen Muster fortge- setzt werden, so daß eine beliebig große 4-wandige Matte (vgl. Fig. 16 c) entsteht. Diese Matte zeichnet sich dadurch aus, daß sie eine hohe Flexibilität aufweist. Sie stellt ein flächendeckendes"Gewebe"dar.
I. C. Gelochte Matte mit diagonaler Ringanordnung Für das Grundelement (vgl. Fig. 17 a) werden zunächst vier Ringe benötigt. Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 2 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 1 wird waagerecht durch den oberen Bereich von Ring 2 hindurchgeführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 1 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 rechts davon hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 1 direkt unter die- sem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rechten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 links von Ring 2 hervorragt. Ring 3 ist damit in Relation zu Ring 1 um 2/4 seiner Lange nach links versetzt.
4. Ring 4 wird seitlich parallel zu Ring 2, links direkt ne- ben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 3 mit seinem unteren Ende und wird durch das linke Ende von Ring 1 hindurchgeführt. Ring 4 ist damit in Relation zu Ring 2 um 2/4 seiner Lange nach oben versetzt.
Die Verknüpfung wird durch Verwendung von drei weiteren Rin- gen folgendermaßen fortgesetzt (vgl. Fig. 17 b) :
5. Ring 5 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem linken Ende. Ring 5 ist damit in Relation zu Ring 3 um 3/4 sei- ner Lange nach rechts versetzt.
6. Ring 6 wird seitlich parallel zu Ring 5, direkt unter diesem angeordnet. Er wird durch das untere Ende von Ring 2 hindurchgeführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 6 links von Ring 2 hervorragt, und 1/4 der Lange von Ring 6 rechts von Ring 2 hervorragt. Ring 6 ist damit in Relati- on zu Ring 5 um 2/4 seiner Lange nach links versetzt.
7. Ring 7 wird seitlich parallel zu Ring 2, rechts direkt neben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 5 mit seinem oberen Ende und wird durch das rechte Ende von Ring 6 hindurchgeführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 7 unter- halb von Ring 6 nach unten hervorragt. Ring 7 ist damit in Relation zu Ring 2 um 2/4 seiner Lange nach unten ver- setzt.
Die Verknüpfung kann nach dem beschriebenen Muster fortge- setzt werden, so daß eine beliebig große 4-wandige Matte (vgl. Fig. 17 c) entsteht. Diese Matte zeichnet sich dadurch aus, daß sie ein Lochmuster aufweist. Sie hat einen Flächen- deckungsgrad von 80%.
II. Verfahren zur Herstellung von Basis-Kompaktelementen durch Ringverknupfung Durch Variationen der oben beschriebenen Verknüpfungstechni- ken ergeben sich kompakte 8-wandige Basiselemente, aus denen vielfältige kompakte Formen von beliebiger Größe, dehnbare Bänder und Ringe, und räumliche Konstruktionen gefertigt wer-
den konnen, ohne daß hierfür weitere Materialien eingesetzt werden mussen.
Ein Basis-Kompaktelement besteht aus flach zusammen gedrück- ten Ringen wie auch aus U-förmig gebogenen Ringen. Diese Ringformen werden derart verknüpft, daß sie sich wechselsei- tig umschließen bzw. durchtunneln. Die Verknüpfung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, so daß verschiedene Basis- Kompaktelemente entstehen. Sie haben alle die gleichen Ausma- ße unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Anordnung und der Anzahl der herausragenden Ösen bzw. Laschen, wodurch die Möglichkeiten zur weiteren Verknüpfung determiniert werden.
Im folgenden wird die Herstellung von sechs verschiedenen Ba- sis-Kompaktelementen im einzelnen beschrieben.
Die skizzierten Verknüpfungsalternativen können je nach Be- darf weiter variiert werden, bspw. so, das Kompaktelemente mit einer Kombination von kurzen und langen Laschen in unter- schiedlicher Anordnung entstehen. Die Verknüpfungsarten die- ser Varianten lassen sich aus den Verfahrensbeschreibungen der hier beschriebenen Basis-Kompaktelemente herleiten und bedürfen daher keiner weiteren Erläuterung.
II. A. Basis-Kompaktelement Dieses Element besteht aus vier U-förmig gebogenen Ringen.
Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. U-Ring 2 wird so angeordnet, daß die offenen Enden des U's nach unten weisen.
2. U-Ring 1 wird im rechten Winkel dazu angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach rechts weisen. Dabei wer-
den die Enden von U-Ring 1 durch die Enden von U-Ring 2 hindurch geführt, so daß die Enden von U-Ring 1 rechts hervorragen und der Bogen von U-Ring 2 nach oben hervor- ragt (vgl. Fig. 18 a).
3. U-Ring 3 wird seitlich parallel zu U-Ring 2 und rechts von diesem angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach oben weisen. Dabei werden die Enden von U-Ring 3 durch die Enden von U-Ring 1 hindurchgeführt, so daß die Enden von U-Ring 3 nach oben hervorragen (vgl. Fig. 18 b).
4. U-Ring 4 wird seitlich parallel zu U-Ring 1 und oberhalb von diesem angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach links weisen. Dabei werden die Enden von U-Ring 4 zunächst durch die Enden von U-Ring 3 und dann durch die Doppelwand von U-Ring 2 geführt.
Durch die links von U-Ring 2 hervorragenden Laschenenden von U-Ring 4 wird ein Keil geführt, um die Verknüpfung zu fixie- ren (vgl. Fig. 18 c).
II. B. Basis-Kompaktelement mit einer kurzen Doppellasche Dieses Element besteht aus vier U-förmig gebogenen Ringen.
Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. U-Ring 2 wird so angeordnet, daß die offenen Enden des U's nach unten weisen.
2. U-Ring 1 wird im rechten Winkel dazu angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach rechts weisen. Dabei wer- den die Enden von U-Ring 1 durch die Enden von U-Ring 2 hindurchgefuhrt, so daß die Enden von U-Ring 1 rechts
hervorragen und der Bogen von U-Ring 2 nach oben hervor- ragt (vgl. Fig. 19 a).
3. U-Ring 3 wird seitlich parallel zu U-Ring 2 und rechts von diesem angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach oben weisen. Dabei werden die Enden von U-Ring 3 durch die Enden von U-Ring 1 hindurchgeführt, so daß die Enden von U-Ring 3 nach oben hervorragen (vgl. Fig. 19 b).
4. U Ring 4 wird seitlich parallel zu U-Ring 1, oberhalb von diesem angeordnet, so daß die offenen Enden des U's nach rechts weisen. Dabei werden die Enden von U-Ring 4 durch die Enden von U-Ring 3 hindurchgeführt, so daß die Enden von U-Ring 4 nach rechts hervorragen (vgl. Fig. 19 c).
Die so entstandenen Laschen bzw. Doppellasche (U-Ring 4) er- möglicht eine weitere Verknüpfung dieses Kompaktelementes mit gleich-oder andersartigen Kompaktelementen und mit anderen ringverknüpften Elementen.
II. C. Basis-Kompaktelement mit einer langen Doppellasche Dieses Element besteht aus fünf zusammengedrückten Ringen.
Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 1 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 2 wird waagerecht angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 2 rechts von Ring 1 hervorragt, und 1/4 der Lange von Ring 1 oberhalb von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 unterhalb von Ring 2 hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 2 direkt unter die- sem angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 rechts von Ring 1 hervorragt (vgl. Fig. 20 a).
4. Das Element wird dann so zusammengefaltet, daß Ring 1 ei- ne U-Form bildet, wobei die U-Schenkel im unteren Bereich jeweils von Ring 2 und Ring 3 umschlossen werden, so daß die Enden von Ring 2 und Ring 3 nach rechts hervorragen (vgl. Fig. 20 b).
5. Durch die nach oben ragenden Enden des U-Ringes 1 wird von rechts nach links ein U-Ring 4 hindurch geführt, so daß die Enden von U-Ring 4 links hervorragen (vgl. Fig.
20 c).
6. Die Enden des U-Ringes 5 werden von oben durch die Enden von U-Ring 4 hindurchgeführt, so daß sie nach unten her- vorragen (vgl. Fig. 20 d).
7. Ring 2 und Ring 3 werden jeweils von rechts nach links durch die unteren Enden von U-Ring 5 hindurchgeführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 2 und Ring 3 nach links her- vorragen (vgl. Fig. 20 e).
Das entstandene Basis-Kompaktelement weist zwei lange Laschen bzw. eine lange Doppellasche (Ring 2 und Ring 3) auf. Dies ermöglicht eine weitere Verknüpfung mit gleich-oder anders- artigen Kompaktelementen und mit anderen ring-verknüpften Elementen.
II. D. Basis-Kompaktelement mit zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Doppellaschen Dieses Element besteht aus sechs zusammengedrückten Ringen.
Diese werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 1 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 2 wird waagerecht angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 2 rechts von Ring 1 hervorragt, und 1/4 der Lange von Ring 1 oberhalb von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 unterhalb von Ring 2 hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 2 direkt unter die- sem angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 rechts von Ring 1 hervorragt (vgl. Fig. 21 a).
4. Das Element wird dann so zusammengefaltet, daß Ring 1 ei- ne U-Form bildet, wobei die U-Schenkel im unteren Bereich jeweils von Ring 2 und Ring 3 umschlossen werden. Das Element wird so angeordnet, daß die Enden von Ring 2 und Ring 3 nach rechts hervorragen (vgl. Fig. 21 b).
5. Durch die nach oben ragenden Enden des U-Ringes 1 wird von links nach rechts ein U-Ring 4 hindurchgeführt, so daß die Enden von U-Ring 4 rechts hervorragen (vgl. Fig.
21 c).
6. Ring 5 und Ring 6 werden parallel zu den Schenkeln von U- Ring 1, direkt rechts neben diesen angeordnet, Sie um- schließen mit ihrem unteren Ende jeweils Ring 2 und Ring 3 und werden dann durch die Enden von U-Ring 4 hindurch-
geführt, so daß ihre Enden um 2/4 ihrer Lange nach oben hervorragen (vgl. Fig. 21 d).
Das entstandene Basis-Kompaktelement weist vier Laschen bzw. zwei Doppellaschen auf (Ring 2,3,5,6). Diese Laschen er- möglichen eine weitere Verknüpfung mit gleich-oder andersar- tigen Kompaktelementen und mit anderen ringverknüpften Ele- menten.
II. E. Basis-Kompaktelement mit zwei versetzt gegeniAberlie- genden Doppellaschen Das Element besteht aus sechs zusammengedrückten Ringen. Die- se werden folgendermaßen verknüpft : 1. Ring 1 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 2 wird waagerecht angeordnet. Er wird durch Ring 1 hindurchgeführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 2 rechts von Ring 1 hervorragt und 2/4 der Lange von Ring 2 links von Ring 1 hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 2, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 rechts von Ring 1 hervorragt.
4. Ring 4 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 1 mit seinem linken Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 4 rechts von Ring 1 hervorragt.
5. Ring 5 wird seitlich parallel zu Ring 4, direkt unter diesem angeordnet. Er wird durch Ring 1 hindurchgeführt,
so daß 1/4 der Lange von Ring 5 rechts von Ring 1 hervor- ragt und 2/4 der Lange von Ring 5 links von Ring 1 her- vorragt (vgl. Fig. 22 a).
6. Das Element wird dann entlang der Achse zwischen Ring 3 und Ring 4 zusammengefaltet, so daß Ring 1 eine U-Form (= U-Ring 1) bildet, deren Schenkel nach oben weisen (vgl.
Fig. 22 b).
7. U-Ring 6 wird parallel zu U-Ring 1 angeordnet, aber so, daß die Schenkel nach unten weisen. Diese werden jeweils durch die Enden von Ring 2 und Ring 5 hindurchgeführt und umschließen mit ihrem unteren Ende jeweils Ring 3 und Ring 4, so daß die Enden von Ring 3 und Ring 4 rechts un- ten aus U-Ring 6 hervorragen und die Enden von Ring 2 und Ring 5 links oben aus U-Ring 1 hervorragen (vgl. Fig. 22 c).
Das entstandene Basis-Kompaktelement weist vier Laschen bzw. zwei Doppellaschen auf (Ring 3,4,2,5). Diese Laschen er- möglichen eine weitere Verknüpfung mit gleich-oder andersar- tigen Kompaktelementen und mit anderen ringverknüpften Ele- menten.
F. Basis-Kompaktelement mit drei rechtwinklig zueinander angeordneten Doppellaschen Dieses Element entsteht aus der Verflechtung von sieben Rin- gen nach der Verknüpfungstechnik der flächendeckenden Matte mit geradliniger Ringanordnung (Vgl. A. l.-7.). l. Ring 2 wird senkrecht angeordnet.
2. Ring 1 wird waagerecht durch den oberen Bereich von Ring 2 geschoben, so daß 1/4 der Lange von Ring 1 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 1 rechts davon hervorragt.
3. Ring 3 wird seitlich parallel zu Ring 1, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rech- ten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 3 links von Ring 2 hervorragt. Ring 3 ist damit in Relation zu Ring 1 um 2/4 seiner Lange nach links versetzt.
4. Ring 4 wird seitlich parallel zu Ring 2, links direkt ne- ben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 3 mit seinem unteren Ende und wird dann durch das linke Ende von Ring 1 hindurchgeführt. Ring 4 ist damit in Relation zu Ring 2 um 2/4 seiner Lange nach oben versetzt.
5. Ring 5 wird seitlich parallel zu Ring 3, direkt unter diesem angeordnet. Er umschließt Ring 2 mit seinem rech- ten Ende, so daß 3/4 der Lange von Ring 5 links von Ring 2 hervorragt.
6. Ring 6 wird seitlich parallel zu Ring 5, direkt unter diesem angeordnet. Er wird durch das untere Ende von Ring 2 geführt, so daß 1/4 der Lange von Ring 6 links von Ring 2 hervorragt, und 2/4 der Lange von Ring 6 rechts von Ring 2 hervorragt. Ring 6 ist damit in Relation zu Ring 5 um 2/4 seiner Lange nach rechts versetzt.
7. Ring 7 wird seitlich parallel zu Ring 2, links direkt ne- ben diesem angeordnet. Er umschließt Ring 5 mit seinem oberen Ende, Er wird dann durch das linke Ende von Ring 6 hindurchgeführt, so daß 2/4 der Lange von Ring 7 unter- halb von Ring 6 nach unten ragt (vgl. Fig. 23 a).
Das so entstandene Element wird entlang der Achse zwischen Ring 3 und Ring 5 zusammengefaltet und bildet somit das Ba- sis-Kompaktelement mit drei rechtwinklig zueinander angeord- neten Doppellaschen (vgl. Fig. 23 b). Die Laschen ermöglichen eine weitere Verknüpfung mit gleich-oder andersartigen Kom- paktelementen und anderen ringverknüpften Elementen.
III. Produktvarianten aus der Verknüpfung von Basis- Kompaktelementen Aus den Basis-Kompaktelementen lassen sich unendliche Varia- tionen von Formen mit flächenhafter und räumlicher Ausdehnung herstellen. Sie lassen sich beliebig miteinander und mit an- deren Ringverknüpfungen wie z. B. den Matten und dem bereits im Patent beschriebenen modularen System (Matte, Prisma, Wür- fel) verbinden, ohne daß hierfür weitere Materialien einge- setzt werden müssen.
Auf den anliegenden Zeichnungsfiguren 24 bis 26 werden bei- spielhaft einige Produkte vorgestellt, welche aus Basis- Kompaktelementen hergestellt werden können.
I. Kompakte Bauelemente (vgl. Fig. 24 a-f) II. Bänder und Ringe mit hoher Elastizität (vgl. Fig. 25 a- d) III. Hohlkörper (vgl. Fig. 26 a-c) Die vorgestellten Basis-Kompaktelemente wie auch die darge- stellten Matten ergänzen die bisherigen Entwicklungen aus ringverknüpften Elementen in idealer Weise, so daß nun insge- samt ein Baukastensystem mit unbegrenzten Gestaltungsmöglich- keiten zur Verfügung steht.
Im folgenden wird eine vorteilhafte Modulbauweise anhand der Zeichnungsfiguren 27 bis 50 Modul A wird aus jeweils vier bis neun, zum Teil zerlegten, stahlver- stärkten Altreifen zusammengesetzt. Die Verbindung der Reifen erfolgt ausschließlich durch die Verwendung von teilzerlegten Reifen. Mit dieser Montagetechnik werden unterschiedliche Mo- dul-Varianten hergestellt.
Modul A 1 Für Modul A 1 (Fig. 27a bis d) werden insgesamt vier Altrei- fen verwendet. Davon werden zwei Reifen zerlegt, so daß zwei mit Stahlgewebe verstärkte Laufflachenringe und vier durch einen Stahlring verstärkte Seitenwände entstehen. Die ver- bleibenden zwei Reifen werden übereinander gelegt. Die Sei- tenwände werden in der Mitte einmal gefaltet. In jeden Reifen werden dann jeweils zwei gefaltete Seitenwände hereinge- spannt. Anschließend werden die beiden Laufflächenringe über- kreuzend über die beiden unzerlegten Reifen gezogen und sor- gen so für den Zusammenhalt der Gesamtkonstruktion.
Modul A 2 Grundlage für dieses Modul ist das Modul A 1 (Fig. 28 a und b). Ergänzend wird von einem weiteren Reifen eine Seitenwand abgetrennt. Der verbleibende Laufflachenring mit einer Sei- tenwand wird umgestülpt (Inversion) und von oben über das Mo- dul gezogen womit eine zusätzliche Formstabilität gewährlei- stet ist. Eine weitere Variante ergibt sich, wenn zusätzlich auch der untere Teil des Moduls mit einem Laufflächenring mit Seitenwand überzogen wird. Somit entsteht ein kompaktes viel- seitig einsetzbares Grundelement.
Modul A 3 Ausgangspunkt für diesen in den Figuren 29 a und b gezeigten Modultyp ist das Modul A 2. Dieses hat wie auch alle anderen Varianten einen Hohlraum, der mit zerlegten Reifen gefüllt werden kann. Das daraus entstehende Modul hat ein größeres Gewicht (35-50 kg) und weist einen größeren Kompressionswi- derstand auf.
Blockbildung mit den Modul A-Varianten Die verschiedenen Module A können beliebig variiert und zu Blöcken zusammengefügt werden, wie in den Figuren 30 a bis c gezeigt ist. Zu diesem Zweck werden sie mit Stahlbolzen zu- sammengeschraubt. Somit entstehen Blöcke unterschiedlicher Form und Größe.
Modul C besteht aus teilzerlegten Altreifen. Dabei kommen entweder die Laufflächenringe oder die Laufflächenbänder (aufgeschnit- tenen Laufflächenringe) zum Einsatz. Die Verbindung erfolgt jeweils mit Stahlbolzen oder durch Verflechtung. So entstehen vier Modultypen.
Modul C 2 Die Laufflächenringe sind miteinander verflochten, wie in der Figur 34 skizziert ist. Für ein Modul werden 8 Ringe verwen- det. Somit ergibt sich ein vierwandiges Geflecht. Die Größe des Geflechtes hängt von der Größe der verwendeten Lauffla- chenringe ab.
Blockbildung mit den Modul C-Varianten Blockbildung aus Modul C 2 Die C 2-Module weisen an den Enden jeweils Laschen auf (Fig. 36). Um zwei Module miteinander zu verbinden, wird eine Stahlstange, ein Stahlseil oder eine Stahlkette abwechselnd
durch die Laschen der beiden aneinandergrenzenden Modulen ge- schoben. So kann ein stabiles Geflecht von beliebiger Flache hergestellt werden.
Modul D besteht aus einer ungeraden Anzahl von parallel zueinander aufgestellten Altreifen, so daß ein Hohlzylinder entsteht.
Die Verbindung der Reifen kann unterschiedlich erfolgen, so daß sich hieraus verschiedene Modul-Varianten ergeben.
Modul D 1 Modul D 1 (Fig. 38 b und c) besteht aus einer ungeraden An- zahl parallel nebeneinander aufgestellten Reifen, die gegen- überliegend an der Außenseite mit zwei Laufflächenbändern verbunden werden. Die Laufflächenbänder werden dabei an jedem zweiten Reifen mit einem Stahlbolzen festgeschraubt. Bei die- ser Verbindung wird nur die halbe Länge der Laufflächenbänder an den Reifen befestigt, so daß eine Restlänge verbleibt. Die Laufflächenlänge hängt vom Durchmesser des Ursprungsreifen ab, so daß hier unterschiedliche Längen zum Einsatz kommen können.
Blockbildung mit den Modul D-Varianten Blockbildung aus Modul D 1 Die Module D 1 können zu einem beliebig langen Rohr zusammen- gefügt werden, wie in der Fig. 39 gezeigt ist. Zwei Module werden dabei so verbunden, daß die Laufflächenüberhänge des ersten Modules an den Reifen des zweiten Modules mit Stahl- bolzen festgeschraubt werden. Die Module werden dabei jeweils um 90° versetzt aneinandergefügt. Bei der Gesamtkonstruktion sind dann alle Module durch vier in gleichmäßigen Abständen angebrachten Laufflachenbänder zusammengehalten.
Blockbildung aus Modul D2 Für die Blockbildung werden drei D 2 Module in Form eines Dreiecks nebeneinander aufgestellt (Fig. 40 a und b). Die Verbindung erfolgt durch mehrere Lauf flächenbänder, die durch Stahlbolzen zusammengehalten werden.
Modul D 2 Bei Modul D 2 werden die parallel nebeneinander aufgestellten Reifen mit vier Laufflächenbändern verbunden, wie in den Fi- guren 41 bis 43 gezeigt ist. Dies erfolgt analog Modul D 1.
Die überhängigen Laufflächenbänder werden sich überkreuzend um das Ende gelegt. Dadurch entsteht ein abgeschlossener Hohlzylinder. Der Hohlraum kann je nach Verwendungszweck mit verschiedenen Materialien gefüllt werden.
Modul D 3 Auch Modul D 3 (Fig. 44 und 45) besteht aus einer Anzahl seitlich parallel zueinander aufgestellten Reifen. An den beiden Enden dieser Reihe von Altreifen wird jeweils ein auf Feigen gezogener Reifen plaziert.
Die Schraubenlöcher an den Feigen werden abgedichtet. Zusätz- lich wird ein Luftventil mit Zugang zu dem inneren Hohlraum angebracht. Das zentrale Felgenloch wird durch Anbringung ei- nes Verbindungselementes ebenfalls abgedichtet.
Durch die Osen der Verbindungselemente an beiden Felgen ist eine Stahlkette gespannt, die die Feigen durch den inneren Hohlraum hindurch verbindet. Damit werden die Reifen- Karkassen fest aneinandergezogen, so daß ein abgedichteter Hohlzylinder entsteht. Dieser wird anschließend durch das zu- vor angebrachte Ventil unter Luftdruck gestellt.
Blockbildung aus Modul D 3 Die Module D3 können auf unterschiedliche Weise zu einem Block zusammengefügt werden. Bei der ersten Variante entsteht ein langes rohrförmiges Blockelement. Bei der zweiten Varian- te werden die Module parallel aneinandergefügt, so daß ein großflächiges Blockelement entsteht.
1. Variante Zwei Module D 3 werden Felge an Felge hintereinander aufge- stellt (Fig. 46 und 47). Dazwischen wird eine Reifenkarkasse eingefügt. In die Lauffläche dieser Karkasse wird eine Off- nung geschnitten, um den Zugang zu den Verbindungsringen an jeder der beiden FeIgen zu ermöglichen. Beide Verbindungsrin- ge werden mit einem Stahlseil oder einer Stahlkette miteinan- der verbunden. Dadurch werden die Module und die dazwischen befindliche Reifen-Karkasse zu einer Einheit verbunden. Die- ser Prozeß kann wiederholt werden, so daß ein rohrförmiges Blockelement in beliebiger Lange hergestellt werden kann.
2. Variante Modul D 3 Einheiten werden parallel zu einander aufgestellt (Fig. 48 und 49). Die Verbindung erfolgt in beliebiger Kon- stellation durch Stahlketten, die durch die Verbindungsringe gezogen werden.
Analog können auch die Blockelemente der 1. Variante zu einem großflächigen Objekt zusammengefügt werden.
Blockbildung aus Modul C 4 Die C 4 Module werden an den Rändern eine halbe Laufflachen- breite übereinandergelegt und mit Stahlbolzen oder Nieten verbunden (Fig. 50). So wird eine beliebige Flächenerweite- rung in jeder Richtung ermöglicht.
Alle Mattentypen lassen sich grundsätzlich miteinander ver- binden, um beliebig große Flächen herzustellen. Dabei werden analog der mattenspezifischen Verknüpfungstechnik durch zu- sätzliche Ringbänder einzelne Mattentypen miteinander ver- knupft. Die Mattentypen können zu einem Schlauch verknüpft werden, indem zwei gegenüberliegende Enden einer Matte anein- andergefügt und mit zusätzlichen Ringen verbunden werden. Der Umfang des schlauchförmigen Hohlkörpers entspricht der Mat- tenbreite. Diese kann jeweils um den Durchmesser eines Ringes verbreitert oder verringert werden. Ferner besteht die Mög- lichkeit, den Umfang des Schlauches in kleineren Einheiten zu variieren, indem die Verknüpungslinie nicht geradlinig, son- dern spiralförmig angelegt wird, d. h., daß die Mattenenden schräg versetzt zusammengefügt werden. Die Schlauchenden ha- ben bei dieser Verbindungstechnik eine konische Form.
Innovative Recycling-Produkte Aus den oben beschriebenen Modulen und Blöcken wurden zahl- reiche Produkte entwickelt, zu deren Herstellung lediglich Altreifen und einige Verbindungselemente benötigt werden.
Es zeichnet sich bereits ab, daß es neben den genannten Pro- duktentwicklungen zahlreiche weitere Anwendungsbereiche fur die beschriebene Erfindung gibt, so daß sich das Produktpro- gramm ständig erweitern wird.
Im folgenden eine Übersicht : Produkt Module bzw. Blöcke zusätzlich benötigte Montageteile Schallschutzwand Stahlpfosten Bolzen oder Nieten Flexi-Rohr Block D 1 u. Modul C 3 Stahlbolzen Schwimmplattform Block D2 u. A2, Modul C3 Stahlbolzen oder Nieten Flutmatten Block C 2 Stahlstäbe,-seil oder Stahlkette, Ankerkrallen Flutmauer Block D 3 Stahlkette, Luftventil, Felgen und Stahlbolzen Sichtschutzwand Block C 4 Stahlbolzen Gummi-Rollbahn Modul C 3, Block A 3 u. Stahlbolzen oder Nieten C 4 Kletterturm/-gerüst Stahlbolzen oder Nieten Gumml-Labyrinth Stahlbolzen oder Nieten, Stahlpfosten, Stahlrohre Sitzelement Modul A 3
Die hier beschriebene Innovation besteht in der Montagetech- nik, die eine Weiterverwendung von Altreifen ermöglicht. In Hinblick auf die vom Gesetzgeber vorgegebene Prioritätenset- zung einer Kreislaufwirtschaft (siehe Tabelle) wird auf diese Weise eine bedeutende Lücke in der kaskadenförmigen Nutzung von Altreifen geschlossen.
Prioritätensetzung einer umweltgerechten Abfallwirtschaft am Beispiel eines Reifens 1. Vermeidung : Es gibt noch kein Ersatz für den Reifen Der Reifen hat eine beschränkte Lebensdauer Das Vermeidungspotential ist gering 2. Wiederverwendung : Runderneuerte Reifen, Export 3. Weiterverwendung : bisher : keine Anwendungen am Marktl unzerkleinert jetzt : Innovative Recycling Produkte 4. Wiederverwertung Warm-Kaltgranulierung und Gummimehl Zerkleinert z. B. Asphaltzusatz, Isoliermaterial 5. Wiederverwertung Pyrolyse, Hydrierung, thermische chemische Depolymerisation Behandlung zur Rückgewinnung der organischen Rohstoffe 6. Wiederverwertung Verbrennung thermisch z. B. in der Zementindustrie und in Kraftwerken
Die aus Altreifen gefertigten Produkte weisen bedingt durch den Einsatz eines Abfallproduktes, durch die Materialeigen- schaften von Reifen und wegen der modularen Vorfertigung ge- genüber den marktüblichen Konkurrenzprodukten wesentliche Vorteile auf (s. Tabelle).
Durch Anwendung der oben beschriebenen Technologie wurden auch zwei völlig neue Produktideen zum Hochwasserschutz ent- wickelt. Für diesen Anwendungsbereich gibt es nach unserem Stand der Kenntnis noch keine vergleichbare Entwicklung am Markt. Es handelt sich um eine Flutmauer sowie um eine Flut- matte.
Vorteile der IRP-Produkte gegenüber den Ronkurrenzprodukten am Markt Schallschutzwand Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert GeringeGesamtkosten Schnelle und einfache Montage Lange Lebensdauer Wartungsfrei Flexible Anpassung an das Gelände Hervorragende Lärmschutzeigenschaften Flexi-Rohr-Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert -Geringe Gesamtkosten EinfacheKonstruktionstechnik Variable Anpassung an Gelände -Unabhängigkeit von schweren Baumaschinen rhältlichMaterialüberall Schwinnnplattform-Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert GeringeGesamtkosten Lange Lebensdauer Wartungsfrei Variable Gestaltung und Umgestaltung möglich Witterungsbeständigkeit -Stoffliche und konstruktionsbedingte Flexibi- lität Sichtschutzwand - Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert -Geringe Gesamtkosten Variable Gestaltung Einfache und schnelle Montage Gummi-Rollbahn - Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert -GeringeGesamtkostenfürSkateboard und Inlineskater Wartungsfrei Weiche Materialeigenschaften erhöhen Sicher- heit Unbegrenzte Formgestaltung möglich Gummi-Labyrinth-Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert GeringeGesamtkosten Variable Gestaltung -Veranderbarkeit im Grundriß Kletterturm-Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert Klettergerüst-Geringe Gesamtkosten Sicherheit wegen der weichen Materialeigen- schaften Gestaltungsvielfalt Sitzelement-Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft reali- siert für Freigelände-Geringe Gesamtkosten EinfacheHerstellung -Witterungsbeständig Wartungsfrei
