WOLF, Frank (Bregenzerstrasse 75, Lochau, A-6911, AT)
WOLF, Frank (Bregenzerstrasse 75, Lochau, A-6911, AT)
| Patentansprüche 1. Schmuck-/Dekorationselement zur Befestigung an einem Oberbekleidungsstück, insbesondere einem Hemd oder einer Bluse, mit einem ersten Strukturabschnitt (2) sowie einem zweiten Strukturabschnitt (3), welcher über • einen im wesentlichen steifen Verbindungsbereich (6, 6') derart lagefixiert mit dem ersten Strukturabschnitt (2) verbunden ist, dass sich der zweite Strukturabschnitt (3) zumindest abschnittsweise dauerhaft parallel zu dem ersten Strukturabschnitt (2) erstreckt, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) wenigstens zwei längliche Abschnitte (3a, 3b) aufweist, zwischen denen ein länglicher Durchbruch (V, 3d) gebildet ist, dessen kleinste Erstreckung kleiner ist als eine größte Erstreckung eines Knopfes (4) an dem Oberbekleidungsstück (5), wobei • von den länglichen Abschnitten (3a, 3b) eine Fixierung (4a) des Knopfes (4) zwischen Knopf und Oberbekleidungsstoff (5) umgreifbar ist, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) im Bereich der länglichen Abschnitte (3a, 3b) wenigstens eine abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur (K) derart aufweist, dass ein Abstand zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) auf einen kleinsten Abstand (d") reduziert ist, der kleiner ist als eine größte Dicke des Knopfes (4) und der Knopf (4) so an drei Seiten durch die Strukturabschnitte (2, 3) umgeben angeordnet werden kann, wobei a) die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur (K) anschließend derart sich erweiternd gestaltet ist, dass b) der Abstand zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) im Bereich eines freien Endes des zweiten Strukturabschnitts (3) gegenüber dem kleinsten Abstand (d") wieder vergrößert ist, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) an dem Durchbruch (V. 3d) einen ersten Anschlag (Al) aufweist, an dem der zweite Strukturabschnitt (3) an der Knopf-Fixierung (4a) anstoßend positionierbar ist, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) ferner im Bereich seiner abgestuften oder abknickenden Oberflächen kontur (K) einen zweiten Anschlag aufweist, an dem der Knopf (4) anstoßend positionierbar ist, wobei • erster Anschlag (Al) und zweiter Anschlag (K) auf voneinander abgewandten Seiten einer Einheit bestehend aus Knopf (4) und Knopf-Fixierung (4a) vorgesehen sind. 2. Schmuck-/Dekorationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die abgestufte oder abknickende Oberflächen kontur (K) seitens des zweiten Strukturabschnitts (3) a) im wesentlichen quer zur Längserstreckung der länglichen Abschnitte (3a, 3b) erstreckt und entlang des länglichen Durchbruchs (V, 3d) nacheinander b) eine erste Richtungsänderung zur Verringerung des Abstands zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt sowie c) eine zweite Richtungsänderung zur Vergrößerung des Abstands zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt aufweist. 3. Schmuck-/Dekorationselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten und dem zweiten Strukturabschnitt (2, 3) eine näherungsweise einheitliche volumenbezogene Massenverteilung zugeordnet ist und wenigstens 2/3 des Volumens der Strukturabschnitte (2, 3) in einer Verwendungsposition des Schmuck-/Dekorationselements (l) vertikal unterhalb der Knopf-Fixierung (4a) angeordnet ist. 4. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten und dem zweiten Strukturabschnitt (2, 3) eine gemeinsame, summierte Masse zugeordnet ist, von der in einer Verwendungsposition des Schmuck-/Deko- rationselements ungefähr 1/3 vertikal oberhalb der Knopf-Fixierung (4a) und ungefähr 2/3 vertikal unterhalb der Knopf-Fixierung (4a) angeordnet sind. 5. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Strukturabschnitt (3) im wesentlichen aus einem metallischen Blech- Halbzeug hergestellt ist, dessen Dicke kleiner ist als 1 mm, wobei die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur (K) durch mehrere abknickende Biegungen des Blech- Halbzeugs erzielt ist 6. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließknopf (4) eines Oberbekleidungsstückes (5) derart mit Spiel von den Strukturabschnitten (2, 3) umgriffen wird, dass das Schmuck-/Dekorationselement lose drehend am Oberbekleidungsstück (5) festgelegt ist. 7. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Strukturabschnitt (3) wenigstens zwei elastisch federnde Verbindungsbereiche (6) aufweist, zwischen denen der erste Strukturabschnitt (2) kraft- und/oder formschlüssig eingeklemmt ist, wobei erster und zweiter Strukturabschnitt (2, 3) als separate Bauelemente ausgeführt sind. 8. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass • der erste Strukturabschnitt (2) den Knopf (4) auf dessen von der Knopf-Fixierung (4a) abgewandten Seite verdeckt, wobei der erste Strukturabschnitt (2) auf seiner vom Knopf (4) abgewandten Seite eine dekorative oder informative Oberflächengestaltung, insbesondere in Form eines Reliefs, eines Aufdrucks, einer Polierung, einer Bemalung oder einer sonstigen grafischen Darstellung aufweist und/oder dass • der erste Strukturabschnitt (2) einen Befestigungsbereich für ein gesondert hergestelltes, separates Dekorationsobjekt oder einen solchen Informationsträger aufweist. 9. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Strukturabschnitt (2) und der zweite Strukturabschnitt (3) einstückig oder unlösbar miteinander verbunden aus einem Metall oder einem formstabilen Kunststoff ausgeführt sind. 10. Schmuck-/Dekorationselement insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einem ersten metallischen Strukturabschnitt (2) sowie einem zweiten metallischen Strukturabschnitt (3), welcher über • einen metallischen Verbindungsbereich (6, 6') einstückig und lagefixiert mit dem ersten Strukturabschnitt (2) verbunden ist, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) wenigstens zwei insbesondere längliche Abschnitte (3a, 3b) aufweist, zwischen denen ein Durchbruch (V, 3d) gebildet ist, dessen kleinste Erstreckung kleiner ist als eine größte Erstreckung eines Knopfes (4) an dem Oberbekleidungsstück (5), wobei • von den insbesondere länglichen Abschnitten (3a, 3b) eine Fixierung (4a) des Knopfes zwischen Knopf (4) und Oberbekleidungsstoff (5) umgreifbar ist, wobei • der zweite Strukturabschnitt (3) im Bereich der insbesondere länglichen Abschnitte (3a, 3b) wenigstens eine abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur (K) derart aufweist, dass ein Abstand zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) auf einen klein- sten Abstand (d") reduziert ist, der kleiner ist als eine größte Dicke des Knopfes (4), wobei ferner • die insbesondere länglichen Abschnitte (3a, 3b) einen Durchbruch (V, 3d) mit einer kleinsten Quererstreckung (Q) aufweisen, die kleiner ist als die größte Erstreckung des Knopfes (4), wobei a) der kleinste Abstand (d") zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) in etwa an derselben Stelle positioniert ist wie die kleinste Quererstreckung (Q) des Durchbruchs (V, 3d) oder b) der kleinste Abstand (d") zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) entlang des zweiten Strukturabschnitts mit einem Abstand zur kleinsten Quererstreckung (Q) des Durchbruchs (V, 3d) positioniert ist. 11. Schmuck-/Dekorationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der kleinste Abstand (d") zwischen den Strukturabschnitten (2, 3) im Bereich der abgestuften oder abknickenden Oberflächenkontur (K) gleich Null ist und die Strukturabschnitte im Bereich der abgestuften oder abknickenden Oberflächen kontur (K) mit einer Vorspannung gegeneinander drücken. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schmuck-/Dekorationselement mit einem ersten Strukturabschnitt sowie einem zweiten Strukturabschnitt, welcher über einen im wesentlichen steifen Verbindungsbereich mit dem ersten Strukturabschnitt verbunden ist und sich im wesentlichen parallel zu dem ersten Strukturabschnitt erstreckt.
Mit den nachstehend geschilderten Merkmalen ist ein neuartiges Schmuck-/Dekorations- element definiert, das besonders einfach und zuverlässig an einem Knopf befestigt werden kann. Zugleich ist ein neuartiges modisches Accessoire bereitgestellt, das beispielsweise eine Krawatte oder eine Fliege als Teil der Herrenmode ablösen bzw. substituieren kann. Sowohl für Männer als auch für Frauen wird eine völlig neuartige Möglichkeit eröffnet, Oberbekleidungsstücke mit Zierrat zu versehen. Insbesondere wird ein Schmuckstück für den unteren Torso-Bereich zur Verfügung gestellt, das die Mode revolutionieren und/oder eine ungewöhnliche Variante eines Werbeträgers bieten kann.
Aufgabe der Erfindung ist es zum einen, ein neuartiges Schmuckstück bzw. Dekorationsobjekt zur Bereicherung der Mode, insbesondere der Herrenmode, zur Verfügung zu stellen. Dabei soll das bisher beschränkte Reservoir an Schmuck- und/oder Dekorationselementen nennenswert erweitert werden, so dass ein neuer Modetrend ermöglicht ist.
Ferner ist es eine Aufgabe, ein besonders einfach und kostengünstig herstellbares Schmuck-/Dekorationselement bereitzustellen, das verliersicher und trotzdem bequem abnehmbar an einem Oberbekleidungsstück festlegbar ist.
Die Aufgaben werden durch ein Schmuck-/Dekorationselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Schmuck-/Dekorationselement mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Dabei sind ein erster Strukturabschnitt sowie ein zweiter Strukturabschnitt über einen im wesentlichen steifen Verbindungsbereich derart lagefixiert miteinander verbunden, dass sich der zweite Strukturabschnitt zumindest abschnittsweise dauerhaft parallel zu dem ersten Strukturabschnitt erstreckt. Dabei weist der zweite Strukturabschnitt wenigstens zwei insbesondere längliche Abschnitte auf, zwischen denen ein Durchbruch gebildet ist, dessen kleinste Erstreckung kleiner ist als eine größte Erstreckung eines Knopfes an dem Oberbekleidungsstück, wobei von den insbesondere länglichen Abschnitten eine Fixierung des Knopfes (Knopf-Fixierung) zwischen Knopf und Oberbekleidungsstoff umgreifbar ist, wobei der zweite Strukturabschnitt wenigstens eine abgestufte oder abknickende Oberflächen kontur derart aufweist, dass der Knopf an drei Seiten durch die Strukturabschnitte umgeben angeordnet werden kann. Als Knopf-Fixierung ist erfindungsgemäß eine Anordnung eines oder mehrerer Fäden, die den Knopf mit einem gewissen Abstand zum Oberbekleidungsstoff hält. Die beiden insbesondere länglichen Abschnitte hintergreifen dabei den Knopf in bevorzugter Weise so, dass die kleinste Erstreckung des Durchbruchs zwischen Knopf und Oberbekleidungsstoff zu liegen kommt. Ferner ist die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur bevorzugt derart benachbart zum Knopf angeordnet, dass eine Bewegung des Schmuck-/Dekorationselements relativ zum Knopf quer zur Längserstreckung der insbesondere länglichen Abschnitte behindert ist.
In besonders bevorzugter Weise weist der zweite Strukturabschnitt gemäß Anspruch 1 an dem Durchbruch einen ersten Anschlag auf, an dem der zweite Strukturabschnitt an der Knopf-Fixierung anstoßend positionierbar ist, wobei der zweite Strukturabschnitt ferner im Bereich seiner abgestuften oder abknickenden Oberflächenkontur einen zweiten Anschlag aufweist, an dem der Knopf anstoßend positionierbar ist, wobei erster Anschlag und zweiter Anschlag auf voneinander abgewandten Seiten einer Einheit bestehend aus Knopf und Knopf-Fixierung vorgesehen sind. Insbesondere ist die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur einschließlich des zweiten Anschlages in einer Verwendungsposition vertikal unterhalb des Knopfes eines Oberbekleidungsstücks positioniert, während der erste Anschlag vertikal oberhalb der zugehörigen Knopf-Fixierung positioniert ist. Die insbesondere länglichen Abschnitte sind dabei im wesentlichen auf derselben horizontalen Höhe seitlich neben der Knopf-Fixierung angeordnet. Somit ergibt sich eine besonders gute Fixierbarkeit und Verliersicherheit des Schmuck-/Deko- rationselements an einem Knopf.
In weiter besonders bevorzugter Weise gemäß Anspruch 10 weisen die insbesondere länglichen Abschnitte einen Durchbruch (oder Schlitz) mit einer kleinsten Quererstreckung auf, die kleiner ist als die größte Erstreckung eines Knopfes, wobei der kleinste Abstand zwischen den Strukturabschnitten entwweder in etwa an derselben Stelle positioniert ist wie die kleinste Quererstreckung des Durchbruchs oder zwischen den Strukturabschnitten entlang des zweiten Strukturabschnitts mit einem Abstand zur kleinsten Quererstreckung des Durchbruchs positioniert ist. Der genannte (räumliche) Abstand ist bevorzugt klein gewählt, so dass in beiden Fällen benachbart zur kleinsten Quererstreckung des Durchbruchs (oder Schlitzes) ein Anschlag zur Positionierung eines Knopfes vorgesehen sein kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem ersten und dem zweiten Strukturabschnitt eine näherungsweise einheitliche volumenbezogene Massenverteilung zugeordnet, und wenigstens 2/3 des Volumens der Strukturabschnitte ist in einer Verwendungsposition des Schmuck-/Dekorationselements vertikal unterhalb der Knopf- Fixierung angeordnet. Insbesondere ist dem ersten und dem zweiten Strukturabschnitt eine gemeinsame, summierte Masse zugeordnet, von der in einer Verwendungsposition des Schmuck-/Dekorationselements ungefähr 1/3 vertikal oberhalb der Knopf-Fixierung und ungefähr 2/3 vertikal unterhalb der Knopf-Fixierung angeordnet sind. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Schmuck-/Dekorationselement seine bevorzugte Position und Ausrichtung beim Tragen an der Kleidung beibehält. Bevorzugt weisen die Strukturabschnitte eine (Gesamt-)Masse von mehr als 10 g, insbesondere von mehr als 15 g auf, so dass sich das Schmuck-/Dekorationselement selbsttätig ausrichtet. Weiter bevorzugt weist das Schmuck-Dekorationselement insgesamt eine Masse von mehr als 20 g auf, von der in bevorzugter Weise in einer Verwendungsposition wiederum wenigstens 60 %, insbesondere wenigstens 70 % unterhalb der Knopf-Fixierung angeordnet sind. Bevorzugt werden wenigstens 60 % der Gesamtmasse des Schmuck-/Dekorationselements durch den zweiten Strukturabschnitt zur Verfügung gestellt.
Eine Herstellung aus einem (schweren) Metall, insbesondere aus einer Eisen-, Nickel-, Chrom-, Kupfer-, Silber-, Gold- oder Platin-Legierung ordnet dem Schmuck-/De- korationselement eine definierte Gewichtskraft zu, die dem Schmuck-/Dekorations- element zusätzlich eine Funktion als Masse-Element zur Beschwerung eines Oberbekleidungsstücks verleiht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Strukturabschnitt im wesentlichen aus einem metallischen Blech-Halbzeug hergestellt, dessen Dicke kleiner ist als 1 mm, wobei die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur durch mehrere abknickende Biegungen des Blech-Halbzeugs erzielt ist. Dadurch ist ein besonders einfach und kostengünstig herstellbares Schmuck-/Dekorationselement angegeben. Das Blech- Halbzeug ist bevorzugt durch Schleifen, Polieren und/oder Sandstrahlen zu Ende bearbeitbar, wobei insbesondere im Bereich des ersten Anschlags ein gegenüber anderen Bereichen vergrößerter Kantenradius von > 0,1 mm vorgesehen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der zweite Strukturabschnitt zwei elastisch federnde Verbindungsbereiche auf, zwischen denen der der erste Strukturabschnitt kraft- und/oder formschlüssig eingeklemmt ist. Der erste Strukturabschnitt kann somit auf einfache Weise manuell und ohne Werkzeug auswechselbar sein, so dass sich bei Verwendung eines zweiten Strukturabschnitts durch Verwendung mehrerer unterschiedlicher erster Strukturabschnitte ein Set von unterschiedlichen Schmuck- /Dekorationselementen generieren lässt. Des weiteren lässt sich der zweite Strukturabschnitt erfindungsgemäß aus einem Edelstahl-Blech herstellen und mit ersten Strukturabschnitten aus unterschiedlichen anderen Materialien, insbesondere aus formstabilen Kunststoffen, Keramiken, Edelmetall-Legierungen oder dergleichen kombi- nieren. Ferner können anstelle eines bloß dekorativen ersten Strukturabschnitts auch (passive) Informationsträger, aktive Kommunikationssysteme, ID-Karten oder Leuchteinheiten mit dem zweiten Strukturabschnitt lösbar verbunden sein. Ferner lassen sich zusätzliche Masse-/Funktionselemente mit einer definierten Zusatzmasse und/oder einer definierten Zusatzfunktion an dem ersten Strukturabschnitt lösbar oder unlösbar anbringen. Ein zusätzliches Masse-Element weist dabei eine Masse auf, die bevorzugt größer als die Masse der Strukturabschnitte ist. Ferner bevorzugt ist ein zusätzliches Masse-Element derart angeordnet, dass sein Massenmittelpunkt in vertikaler Richtung unterhalb der Knopf-Fixierung zu liegen kommt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind der erste Strukturabschnitt und der zweite Strukturabschnitt einstückig oder unlösbar miteinander verbunden aus einem Metall oder einem formstabilen Kunststoff ausgeführt. Ein Herstellungsverfahren beinhaltet in diesem Fall lediglich das plastische Umformen eines einzigen Metallblech-Elements oder das Gießen einer einheitlichen Metall- bzw. Kunststoff-Struktur. Dabei lassen sich zusätzliche Masse-/Funktionselemente mit einer definierten Zusatzmasse und/oder einer definierten Zusatzfunktion an dem ersten Strukturabschnitt unlösbar anbringen. Ein zusätzliches Masse-Element weist dabei eine Masse auf, die bevorzugt größer als die Masse der Strukturabschnitte ist. Ferner bevorzugt ist ein zusätzliches Masse-Element derart angeordnet, dass sein Massenmittelpunkt in vertikaler Richtung unterhalb der Knopf-Fixierung zu liegen kommt. Weiter bevorzugt lassen sich Funktionselemente in Form separater Informationsträger an dem ersten Strukturabschnitt festlegen. Derartige Informationsträger können bevorzugt Werbeinhalte, Marken und/oder sonstige Geschäftsbezeichnungen und -hinweise umfassen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung verdeckt der erste Strukturabschnitt den Knopf auf dessen von der Knopf-Fixierung abgewandten Seite und auf seiner vom Knopf abgewandten Seite weist der erste Strukturabschnitt eine dekorative oder informative Oberflächengestaltung auf, insbesondere in Form eines Reliefs, eines Aufdrucks, einer Polierung, einer Bemalung oder einer sonstigen grafischen Darstellung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der erste Strukturabschnitt einen Befestigungsbereich für ein gesondert hergestelltes, separates Dekorationsobjekt oder einen solchen Informationsträger auf. Unabhängig von der Gestaltung der Strukturabschnitte und insbesondere bei einer einstückigen Herstellung des ersten und zweiten Strukturabschnitts kann am ersten Strukturabschnitt erfindungsgemäß ein Befestigungsbereich sein, an dem das separate Dekorationsobjekt bzw. der Informationsträger lösbar fixiert werden kann. Vorzugsweise lassen sich Schienen oder Klemmelemente zur form- und oder kraftschlüssigen Befestigung weiterer Bauteile am ersten Strukturabschnitt vorsehen. Damit lässt sich das Schmuck-/Dekorationselement besonders vielseitig einsetzen und mit unterschiedlichen, separat gefertigten Bauteilen aus gegenüber dem Material des ersten Strukturabschnitts unterschiedlichen Materialien kombinieren.
Weitere Ausführungsbeispiele und Modifikationen ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnungen.
Dabei zeigen
Hg. Ia bis Id in vier perspektivischen Darstellungen ein erstes erfindungsgemäßes
Schmuck-/Dekorationselement, Fig. 2a und 2b das Schmuck-/Dekorationselement gemäß den Fig. Ia bis Id in zwei
Verwendungspositionen, Fig. 3a bis 3d in vier perspektivischen Darstellungen ein zweites erfindungsgemäßes
Schmuck-/Dekorationselement,
Fig. 3e und 3f das zweite Schmuck-/Dekorationselement gemäß den Fig. 3a bis 3d in einer Verwendungsposition (zwei Ansichten),
Fig. 4a bis 4d in vier perspektivischen Darstellungen ein drittes erfindungsgemäßes Schmuck-/Dekorationselement,
Fig. 4e und 4f das dritte Schmuck-/Dekorationselement gemäß den Fig. 4a bis 4d in einer Verwendungsposition (zwei Ansichten),
Fig. 5 in einer Design-Skizze ein erstes Anwendungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Schmuck-/Dekorationselement als Damen- Schmuck,
Fig. 6 und 7 in Design-Skizzen weitere Anwendungsbeispiele für ein erfindungsgemäßes Schmuck-/Dekorationselement als Herrenschmuck,
Fig. 8a in einer schematischen Darstellung ein eben-flächiges Vorprodukt zur
Herstellung eines vierten erfindungsgemäßen Schmuck-/Dekorations- elements sowie
Fig 8b bis 8d in mehreren teils geschnittenen Ansichten das vierte Schmuck-/Deko- rationselement gemäß Fig 8a.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schmuck- und/oder Dekorationselement 1 zum Anbringen an einem Knopf 4 eines Oberbekleidungsstücks 5. Erfindungsgemäß ist als geeignetes Oberbekleidungsstück 5 insbesondere ein Hemd, ein Sakko, ein Jackett, eine Bluse, ein Blazer oder dergleichen verwendbar sind. Mögliche modische Anwendungsbeispiele sind den Fig. 5, 6 und 7 zu entnehmen. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, das Schmuck-/Dekorationselement 1 an einem der untersten Schließknöpfe 4 des jeweiligen Bekleidungsstückes oder an einem (im unteren Bereich des Torsos positionierten) Zusatzknopf ohne Schließfunktion anzubringen. Im Sinne eines "Knopfes" ist dabei (auch und gerade) eine Einheit aus einem bevorzugt flachen, runden Knopf 4 und einer Knopf-Fixierung 4a zu verstehen, wobei eine Knopf-Fixierung 4a bevorzugt eine Anordnung von Fäden oder Fadenelementen und/oder ein rohrförmiges, steifes Halteelement zwischen Knopf 4 und dem Stoff des Oberbekleidungsstücks 5 umfasst. In jedem Fall ist die Knopf-Fixierung 4a einerseits fest mit dem Knopf 4 sowie mit dem Stoff des Bekleidungsstückes 5 verbunden. Das Schmuck-/Dekorationselement l dient bevorzugt als Zierrat und ersetzt bzw. substituiert im Bereich der Herrenmode bevorzugt eine Krawatte. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel (nicht dargestellt) kann das Schmuck-/Dekorationselement an einem Hosenknopf oder an einem der obersten Schließknöpfe des jeweiligen Bekleidungsstückes angebracht sein und dort Gürtelschnallen, Fliegen oder Krawattenknoten optisch/modisch substituieren.
Erfindungsgemäß weist ein bevorzugtes Schmuck-/Dekorationselement 1 gemäß den Fig. Ia bis Id und Fig. 2a, 2b einen ersten steifen Strukturabschnitt 2 auf, der den Knopf 4 auf der von der Knopf-Fixierung 4a abgewandten Seite verdeckt und auf seiner vom Knopf 4 abgewandten Seite eine dekorative oder informative Oberflächengestaltung, insbesondere in Form eines Reliefs, eines Aufdrucks, einer Polierung, einer Bemalung oder einer sonstigen grafischen Darstellung aufweist. Wie in den Fig. Ia bis 2b dargestellt, kann auf dem ersten Strukturabschnitt 2 beispielsweise ein Bild, ein Relief, ein (Marken-)Name, ein Geschäftsabzeichen oder eine sonstige dauerhaft hinterlegte Information vermerkt sein. In modifizierten Ausführungsbeispielen ist der erste Strukturabschnitt 2 zumindest abschnittsweise als Datenträger, Datenspeicher, Sensoreinheit, mobile Sende/Empfängereinheit, als Lautsprecher und/oder als Anzeigeeinheit für wechselnde Informationen und/oder als Leuchteinheit ausgeführt. Weiter alternativ können separat herstellbare Dekorationsobjekte (Skulpturen, Werbeträger, Schmucksteine oder dergleichen) an dem ersten Strukturabschnitt unlösbar angebracht sein.
In einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel weist der erste Strukturabschnitt einen Befestigungsbereich für ein gesondert hergestelltes, separates Dekorationsobjekt oder einen solchen Informationsträger auf. Dabei ist der erste Strukturabschnitt bevorzugt als Platte oder Gitterstruktur ausgebildet und mit einem Befestigungsbereich in Form einer Schiene und/oder einer Rastnase und/oder einer Verschraubung oder dergleichen versehen.
Ein bevorzugtes Schmuck-/Dekorationselement 1 gemäß den Fig. Ia bis Id und Fig. 2a, 2b weist ferner einen zweiten steifen Strukturabschnitt 3 auf, welcher über wenigstens zwei Verbindungsbereiche 6 mit dem ersten Strukturabschnitt 2 verbindbar ist. Zur Verbindung der Strukturabschnitte 2, 3 sind vorliegend seitens des zweiten Strukturabschnitts 3 zwei elastisch federnde Verbindungsbereiche 6 vorgesehen, zwischen denen der erste Strukturabschnitt 2 kraft- und in zumindest eine Richtung formschlüssig eingeklemmt ist. Hierzu weisen beide Verbindungsbereiche 6 endseitig einen als Anschlag dienenden eingerollten Abschnitt 6a auf. In den Fig. Ib, Ic und Id ist die äußerst einfach zu bewerkstelligende Montage des ersten am zweiten Strukturabschnitt dargestellt: Wie aus Fig. Ic ersichtlich ist, wird der erste Strukturabschnitt 2 zunächst hinter einen eingerollten Abschnitt 6a gebracht und im Bereich seiner schmalen Stirnfläche 2a gegen einen der Verbindungsbereiche 6 gedrückt. Nachfolgend wird der erste Strukturabschnitt 2 vollständig zwischen beide Verbindungsbereiche 6 gedrückt und ggf. formschlüssig eingerastet. In der eingerasteten Position sind die Strukturabschnitte bevorzugt gegeneinander vorgespannt ausgeführt, so dass Relativbewegungen der Strukturabschnitte vermieden sind. Alternativ können ineinander greifende Rastnasen und/oder Ausnehmungen an beiden Strukturabschnitten vorgesehen sein.
Der zweite Strukturabschnitt 3 ist aus einem dünnen Stahlblech-Halbzeug mit einer Dicke von ca. 0,1 mm bis 0,5 mm hergestellt und weist zwei längliche Abschnitte 3a, 3b auf, zwischen denen ein Durchbruch 3c gebildet ist. Der Durchbruch 3c weist in einem unteren Bereich eine Durchgriffsöffnung U auf, deren größte Erstreckung größer ist als ein Durchmesser eines geeigneten Knopfes 4 eines Oberbekleidungsstücks 5. Vorliegend ist das Schmuck-/Dekorationselement 1 zur Befestigung an einem Hemdknopf 4 vorgesehen, so dass die größte Erstreckung der Durchgriffsöffnung U in Querrichtung des zweiten Strukturabschnitts 3 in etwa 9 mm bis 10 mm beträgt. In einem oberen Bereich des zweiten Strukturabschnitts 3 ist ein erster Anschlag Al in Form eines weiteren Durchgriffsöffnung mit einer größten Erstreckung von ca. 5 mm vorgesehen. Zwischen den Durchgriffsöffnungen Al, U ist ein Verbindungsschlitz V mit einer (kleinsten) Quererstreckung von ca. 2 mm bis 3 mm Breite vorgesehen. Bevorzugt ist der Verbindungsschlitz mindestens so breit gestaltet, dass eine Knopf-Fixierung 8 hindurchpasst und in die weitere Durchgriffsöffnung Al geschoben werden kann. In einer Verwendungsposition gem. Fig. 2a, in der der zweite Strukturabschnitt 3 allein an dem Oberbekleidungsstück 5 befestigt ist, liegt die Knopf-Fixierung 4a berührend an dem ersten Anschlag Al an. Der zweite Strukturabschnitt ist somit an der Knopf- Fixierung 4a aufgehängt und durch die Knopf-Fixierung von unten abgestützt. Anstelle zweier länglicher Abschnitte können beispielsweise auch ein länglicher, gewundener Abschnitt und ein Gegenpart vorgesehen sein, zwischen denen ein Durchbruch gebildet ist. Funktionell kommt es selbstverständlich nicht darauf an, dass die Abschnitte eine bestimmte Länge aufweisen.
Die Positionierung des Anschlages Al erfolgt bevorzugt derart, dass ca. 2/3 der Masse des zweiten Strukturabschnitts unterhalb des Anschlages Al und somit in einer Verwendungsposition gem. Fig. 2a vertikal unterhalb der Knopf-Fixierung 4a zu liegen kommen. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel ist der Anschlag Al so positioniert, dass 80 % der Masse des zweiten Strukturabschnitts unterhalb des Anschlags Al angeordnet sind. In einem weiteren modifizierten Ausführungsbeispiel ist der Anschlag Al so positioniert, dass mindestens 60 % der Masse des gesamten Schmuck-/Deko- rationselements 1 unterhalb des Anschlags Al angeordnet sind. Hierzu ist jeweils die Verwendung zusätzlicher Masse-Elemente zur Beschwerung des ersten und/oder des zweiten Strukturabschnitts vorsehbar.
Der zweite Strukturabschnitt 3 weist ferner eine sich im wesentlichen quer zur Längserstreckung der länglichen Abschnitte 3a, 3b erstreckende, abgestufte bzw. abknickende Oberflächenkontur K auf. Die Oberflächenkontur K ist insbesondere durch einen (ggf. mehrfach) abknickenden Verlauf des Blech-Materials des zweiten Strukturelements 3 gebildet und wird von dem Verbindungsschlitz V geschnitten. Die Oberflächenkontur K ist in der Verwendungsposition gem. Fig. 2b benachbart zum Knopf 4 derart angeordnet, dass sie den Knopf 4 nach unten blockiert bzw. eine Bewegung des Strukturabschnitts 3 nach oben behindert.
Der zweite Strukturabschnitt 3 weist also an der weiteren Durchgriffsöffnung einen Anschlag Al auf, an dem der zweite Strukturabschnitt 3 an der Knopf-Fixierung 4a anstoßend positionierbar ist. Des weiteren weist der zweite Strukturabschnitt 3 ferner einen zweiten Anschlag in Form der Oberflächenkontur K auf, an dem der Knopf 4 anstoßend positionierbar ist. Da der erste Anschlag Al und der zweite Anschlag K auf voneinander abgewandten Seiten der Einheit bestehend aus Knopf 4 und Knopf- Fixierung 4a vorgesehen sind, wirken sie derart zusammen, dass sich eine gute und genaue Festleg barkeit des zweiten Strukturabschnitts 3 und zugleich des Schmuck-/Dekorationselements l relativ zum Knopf 4 in vertikaler Richtung ergibt.
Die Oberflächenkontur K umgibt den Knopf 4 gemeinsam mit den länglichen Abschnitten 3a, 3b sowie dem ersten Strukturabschnitt 2 an drei Seiten: Der erste Strukturabschnitt 2 verdeckt und umgreift den Knopf 4 vorderseitig, die länglichen Abschnitte 3a, 3b hintergreifen den Knopf 4 an seiner Rückseite, und die Oberflächenkontur K umschließt den Knopf 4 an einer unteren Schmalseite S.
Ferner wölbt sich die Oberflächenkontur K in bevorzugter Weise derart, dass sie den ersten Strukturabschnitt 2 rückseitig abstützt (vgl. Fig. 2b) bzw. gegen diesen drückt. Entsprechend ist der Abstand zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt 2, 3 im Bereich der Oberflächenkontur K sowie nahe an der kleinsten Quererstreckung des Durchbruchs V bevorzugt gleich Null. Somit ist eine Abstützung des ersten Strukturabschnitts 2 gegen den zweiten Strukturabschnitt 3 an drei Bereichen K, 6a gegeben, was eine zuverlässige Positionierung der Strukturabschnitte 2, 3 gegeneinander sicherstellt. Der Knopf wird dabei lose zwischen den Strukturabschnitten festgelegt, so dass das Schmuck-/Dekorationselement 1 um den Knopf bzw. die Knopf- Fixierung rotierbar ist. Bevorzugt wird der Knopf nicht festgeklemmt, indem zwischen den Strukturabschnitten und dem Knopf ein gewisses „Spiel" vorgesehen ist. Entsprechend weist die Oberflächenkontur K eine Abmessung d quer zu Längsrichtung der Strukturabschnitte auf, die größer ist als die Dicke des Knopfes 4 (vgl. Hg. 2b).
Auf diese Weise wird ein „hängend" zu tragendes Schmuckstück geschaffen, das sich aufgrund seines Eigengewichts in vertikaler Richtung ausrichten kann. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel kann zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt eine elektrische Kontaktierung vorgesehen sein zur Daten- und/oder Energieübertragung (insbesondere an der Oberflächenkontur K).
In einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schmuck-/Deko- rationselements I 1 nach den Fig. 3a bis 3f weist dieses wiederum einen ersten Strukturabschnitt 2 sowie einen zweiten Strukturabschnitt 3 auf, zwischen denen in einer Verwendungsposition gem. Fig. 3e, 3f ein Knopf 4 eines Oberbekleidungsstücks 5 positionierbar ist. Grundsätzlich ist eine Funktionsweise vorgesehen, die dem vorher genannten Ausführungsbeispiel gleicht, so dass diesbezüglich auf die vorstehenden Beschreibungsteile verwiesen werden kann. Entsprechend sind für gleiche oder gleichwirkende Teile dieselben Bezugszeichen verwendet worden.
Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel sind im zweiten Ausführungsbeispiel der erste Strukturabschnitt 2 und der zweite Strukturabschnitt 3 einstückig oder unlösbar miteinander verbunden und einheitlich aus einem (edlen) Metall oder einem formstabilen Kunststoff ausgeführt. Ein Verbindungsbereich 6 1 ist aus demselben Material hergestellt, wobei sich ein prinzipiell an jeder Stelle elastisch federndes Element 1' ergibt. Besonders bevorzugt und kostengünstig herstellbar ist das Schmuck-/Deko- rationselement I 1 aus einem Edelstahlblech-Halbzeug mit einer Dicke von 0,5 mm bis 1 mm gewalzt, gestanzt und gebogen. Alle Kanten sind entgratet und bevorzugt mittels Schleifen, Polieren und/oder Sandstrahlen abgerundet auf Kantenradii über 0,1 mm. Die Gesamtmasse des erfindungsgemäßen Schmuck-/Dekoelements 1' beträgt vorzugsweise ca. 10 g bis 30 g.
In Weiterbildung des ersten Ausführungsbeispiels sind im zweiten Ausführungsbeispiel am zweiten Strukturabschnitt 3 zwei längliche Abschnitte 3a, 3b vorgesehen, zwischen denen ein Durchbruch in Form eines Schlitzes 3d gebildet ist. Der Schlitz 3d weist in einem unteren Bereich eine Eingangsöffnung E auf, die an den Endbereichen der länglichen Abschnitte 3a, 3b aufgeweitet ist und in einem mittleren Bereich eine kleinste Quererstreckung Q von weniger als 3 mm aufweist. Vorliegend ist das Schmuck-/Deko- rationselement 1' zur Befestigung an vielerlei Arten von Knöpfen 4 vorgesehen, wobei die Dicke des Knopfes 4 kleiner gewählt ist als der doppelte Krümmungsradius des Verbindungsbereichs 6 1 . Somit kann ein Knopf 4 bequem im Bereich seiner Knopf- Fixierung 4a entlang des Schlitzes 3d zwischen die Strukturabschnitte 2, 3 geschoben werden. Insbesondere können viele verschiedene Knöpfe 4 mit unterschiedlichen (und auch vergleichsweise großen) Durchmessern verwendet werden.
Quer zum Schlitz 3d verlaufend ist eine abgestufte bzw. mehrfach abknickende Oberflächenkontur K vorgesehen, die einen zweiten Anschlag für einen Knopf 4 bildet. In einem oberen Bereich des zweiten Strukturabschnitts 3 ist ein erster Anschlag Al für die Knopf-Fixierung 4a vorgesehen in Form einer weiteren Durchgriffsöffnung mit einer größten Erstreckung von ca. 4 mm. Ein maximaler Radius eines runden Knopfes 4 korreliert dabei mit dem Abstand zwischen erstem Anschlag Al und zweitem Anschlag K. Zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 ist in bevorzugter Weise oberhalb der abknickenden Oberflächenkontur K ein Abstand d' vorgesehen, der größer ist als die Dicke des jeweils eingeschlossenen Knopfes 4, so dass der Knopf 4 mit „Spiel" zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 gehalten sein kann. Unterhalb der abknickenden Oberflächenkontur K ist ein kleinster Abstand d" zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 vorgesehen, der größer als Null und kleiner als eine Dicke des Knopfes 4 bzw. eine größte Dickenabmessung des Knopfes 4 ist. Besonders bevorzugt ist es im übrigen, dass die abgestufte oder abknickende Oberflächen kontur K sich unterhalb des kleinsten Abstandes d" erweiternd gestaltet ist. Somit ergibt sich ein Abstand zwischen den Strukturabschnitten 2, 3, der im Bereich eines freien Endes des zweiten Strukturabschnitts 3 (bzw. im Bereich der freien Enden der länglichen Abschnitte 3a, 3b) gegenüber dem kleinsten Abstand d" wieder vergrößert ist. Letzteres ermöglicht insbesondere ein bequemes Einführen des Knopfes 4 in das Schmuck-/Dekorationselement 1'.
In einem modifizierten Ausführungsbeispiel ist der kleinste Abstand d" gleich Null gewählt, so dass die Strukturabschnitte 2, 3 mit einer Vorspannung gegeneinander ausführbar sind.
Wie erwähnt ist von den länglichen Abschnitten 3a, 3b eine Knopf-Fixierung 4a zwischen Knopf 4 und (Ober)bekleidungsstoff 5 umgreifbar, wobei der zweite Strukturabschnitt 3 im Bereich der länglichen Abschnitte 3a, 3b wenigstens eine abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur K derart aufweist, dass ein Abstand zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 auf den kleinsten Abstand d" reduziert ist, der kleiner ist als eine größte Dicke des Knopfes 4. Dabei weisen die Abschnitte 3a, 3b ferner einen Durchbruch bzw. Schlitz 3d mit einer kleinsten Quererstreckung Q auf, die kleiner ist als die größte Erstreckung des Knopfes 4. Besonders bevorzugt ist dabei schließlich, dass der kleinste Abstand d" zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 in etwa an derselben Stelle positioniert ist wie die kleinste Quererstreckung Q des Schlitzes 3d. Der Schlitz 3d durchgreift ausserdem mit seiner kleinsten Quererstreckung Q räumlich den zweiten Anschlag im Bereich der Oberflächen kontur K. Entsprechend ist der Schlitz 3d mit seiner kleinsten Quererstreckung Q mindestens so lang wie die abgestufte oder abknickende Oberflächenkontur K.
Der Massenmittelpunkt des Schmuck-/Dekoelements 1' ist in einer Verwendungsposition gemäß den Hg. 3e, 3f unterhalb des Anschlages Al bzw. unterhalb der Knopf-Fixierung 4a angeordnet. Insbesondere ist der Massenmittelpunkt des des Schmuck-/Deko- elements 1' und/oder des zweiten Strukturabschnitts 3 um wenigstens 1/6 der Gesamtlänge des Schmuck-/Dekoelements 1' unterhalb der Knopf-Fixierung 4a angeordnet.
Auf der vom Knopf 4 abgewandten äußeren Oberfläche des ersten Strukturabschnitts 2 sind wie bereits beschrieben dekorative oder informative Oberflächengestaltungen (z. B. Bilder, Reliefs oder dergleichen) vorsehbar. In modifizierten Ausführungsbeispielen ist in den ersten Strukturabschnitt elektronische Bauteile wie Datenträger, Datenspeicher, Sensoreinheiten, mobile Sende/Empfängereinheiten, Lautsprecher und/oder Anzeigeeinheiten für wechselnde Informationen und/oder Leuchteinheiten ein- oder angebaut. In einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel weist der erste Strukturabschnitt einen Befestigungsbereich (z. B. eine Fassung) für ein gesondert hergestelltes, separates Dekorations- oder Masseobjekt (z. B. einen Edelstein) oder einen separaten Informationsträger auf.
Ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schmuck-/Dekorations- elements 1" nach den Fig. 4a bis 4f gleicht im wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel, so dass wiederum auf den obigen Beschreibungsteil verwiesen werden kann. Grundsätzlich ist eine Funktionsweise vorgesehen, die dem vorher genannten Ausführungsbeispiel gleicht. Entsprechend sind für gleiche oder gleichwirkende Teile dieselben Bezugszeichen verwendet worden.
Als wesentlicher Unterschied zum vorherigen Ausführungsbeispiel ist die Anordnung der Oberflächenkonturen K 1 , K" zu nennen, deren Ausrichtung jeweils mit einem spitzen Winkel quer zum Schlitz 3d gewählt ist. Damit ergibt sich eine Einhausung eines Knopfes 4 an vier Seiten in einer Verwendungsposition gemäß Fig. 4e, 4f. Dies ergibt eine besonders verliersichere Anordnung des Knopfes 4 zwischen den Strukturabschnitten 2, 3", wodurch sich umgekehrt eine besonders sichere Anordnung des Schmuck-/Deko- rationselements 1" an einem Oberbekleidungsstück 5 in Form eines Hemds oder einer Bluse ergibt.
Des Weiteren ist eine Neigung der länglichen Abschnitte 3a", 3b" relativ zum im wesentlichen ebenen ersten Strukturabschnitt 2 zu nennen, die sich in einer trichterähnlichen Form der Einlassöffnung E" fortsetzt. Im Hinblick auf eine lokal unterschiedliche Einstellung der Federungseigenschaften des Elements 1" kann der zweite Strukturabschnitt 3" schließlich an mehreren Stellen gewellt, räumlich geschwungen bzw. verwunden und/oder in ebenen Abschnitten eingeschnürt ausgeformt sein.
In den Hg. 8a bis 8d ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schmuck-/Dekorationselements l'" zur Befestigung an einem Oberbekleidungsstück dargestellt. Hg. 8a zeigt dabei ein eben-flächiges Vorprodukt während eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens, während Hg. 8d eine Seitenansicht des Schmuck-/De- korationselements 1'" und Fig. 8c eine Schnittansicht entlang der Linie C-C_in Hg. 8d zeigen.
Das Schmuck-/Dekorationselements 1'" weist die wesentlichen Elemente und Merkmale der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele auf, insbesondere einen ersten Strukturabschnitt 2 sowie einen zweiten Strukturabschnitt 3. Diese Strukturabschnitte sind erfindungsgemäß über einen im wesentlichen steifen Verbindungsbereich 6 miteinander verbunden und insbesondere aus einem dünnen Stahlblech einstückig hergestellt. Hinsichtlich funktioneller Eigenschaften des Schmuck-/Dekorationselements 1'" im allgemeinen und der Strukturabschnitte im besonderen wird auf die obige Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele verwiesen.
Als Merkmale eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens zu diesem Ausführungsbeispiel (welches im übrigen auch für die anderen Ausführungsbeispiele anwendbar ist) sind insbesondere ein Ausstanzen einer ebenen Grundform gemäß Hg. 8a zu nennen sowie ein nachfolgendes Entgraten, Trowalisieren und Polieren der ebenen Grundform bis alle wesentlichen umlaufenden Kanten einen Radius von bevorzugt mehr als 0,2 mm aufweisen. Anschließend sind die Struktur- und Verbindungsabschnitte beginnend mit dem zweiten Strukturabschnitt 3 mehrfach zu biegen, wie sich aus der Seitenansicht gemäß Hg. 8d ergibt.
Dabei ergibt sich eine für die bestimmungsgemäße Verwendung des Schmuck-/Deko- rationselements 1'" analog zu den Hg. 5 bis 7 eine lagefixierte Positionierung des ersten Strukturabschnitts 2 gegenüber dem zweiten Strukturabschnitt 3. Die Positionierung soll hier angrenzend an den Verbindungsabschnitt 6 abschnittsweise (Bereich P) parallel zu dem ersten Strukturabschnitt 2 erfolgen.
Dabei weist der zweite Strukturabschnitt 3 zwei längliche Abschnitte 3a, 3b auf, zwischen denen ein länglicher Durchbruch bzw. Schlitz 3d gebildet ist, dessen kleinste Quererstreckung Q kleiner ist als eine größte Erstreckung eines Knopfes an einem Oberbekleidungsstück ist. Von den länglichen Abschnitten 3a, 3b ist eine Fixierung (Befestigungsfaden) des Knopfes zwischen Knopf und Oberbekleidungsstoff umgreifbar (nicht dargestellt). Der Schlitz 3d endet an einer Seite an einem Anschlag Al für die Fixierung des Knopfes, wobei der Knopf bei bestimmungsgemäßem Gebrauch anliegend an diesen Anschlag Al positionierbar ist.
Anschließend an die länglichen Abschnitte 3a, 3b weist der zweite Strukturabschnitt 3 gemäß diesem Ausführungsbeispiel zwei weitere längliche Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f auf. Diese sind einstückig mit den länglichen Abschnitten 3a, 3b verbunden und weisen gegenüber den länglichen Abschnitten 3a, 3b eine jeweils reduzierte Breite auf. Erfindungsgemäß sind die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f elastisch federnd ausgeführt. Weiterhin weisen die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f optional (zumindest abschnittsweise) einen Abstand L in Querrichtung zueinander auf, der größer ist als eine größte Erstreckung eines passenden Knopfes. Alternativ weisen die Fortsetzungsabschnitte einen sich ändernden, insbesondere einen sich von außen nach innen verengenden Abstand L auf.
Der zweite Strukturabschnitt 3 weist im Bereich der länglichen Abschnitte 3a, 3b sowie im Bereich der Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f eine mehrfach abknickende Oberflächenkontur K'" derart auf, dass sich zwischen den länglichen Abschnitten 3a, 3b und den zugehörigen Fortsetzungsabschnitten 3e, 3f eine Biegung des flächigen Materials zunächst um einen Winkel von mehr als 100°, insbesondere um ca. 160° bis 170° ergibt. Wie sich diesbezüglich aus Fig. 8d ergibt, greifen die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f somit zwischen dem ersten Strukturabschnitt 2 und den länglichen Abschnitten 3a, 3b hindurch.
Es ergibt sich erfindungsgemäß ein Bereich B κ , in dem der Abstand zwischen dem Strukturabschnitt 2 sowie den Fortsetzungsabschnitten des zweiten Strukturabschnitts 3 auf einen kleinsten Abstand d" = 0 reduziert ist. Besonders bevorzugt ist dabei eine gewisse Vorspannung, mit der die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f gegen den ersten Strukturabschnitt 2 drücken können.
In Fortsetzung der mehrfach abknickenden Oberflächenkontur K'" ist diese sich derart erweiternd gestaltet, dass der Abstand zwischen den Strukturabschnitten 2, 3 im Bereich eines freien Endes 3g, 3h des zweiten Strukturabschnitts 3 gegenüber dem kleinsten Abstand d" wieder vergrößert ist. Entsprechend sind die Enden 3g, 3h der Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f nochmals um 10° bis 30° (vom ersten Strukturabschnitt 2 weg) umgebogen. Folglich erhält man eine sich quer zur Längserstreckung der länglichen Abschnitte 3a, 3b erstreckende abknickende Oberflächenkontur, die entlang des länglichen Durchbruchs 3d, L nacheinander eine erste Richtungsänderung (Pfeil A κ ) zur Verringerung des Abstands zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt 2, 3 sowie eine zweite Richtungsänderung (Pfeil B κ ) zur Vergrößerung des Abstands zwischen erstem und zweitem Strukturabschnitt aufweist. Da die Abschnitte 3a, 3b einen Durchbruch/Schlitz 3d mit einer kleinsten Quererstreckung Q nahe des Anschlags Al aufweisen, weist der Bereich B des kleinsten Abstands d" im Bereich der Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f eine räumliche Distanz zur kleinsten Quererstreckung Q auf. Entlang des zweiten Strukturabschnitts 3 betrachtet ergibt sich die Distanz Nl wie in Fig. 8a dargestellt. Im fertigen Zustand sind besonders geringe Abstände zwischen dem Schwerpunkt des Schmuckelements V" einerseits und dem Ort der kleinsten Quererstreckung Q des Schlitzes sowie den Bereichen des kleinsten Abstandes d" andererseits vorgesehen. Diese liegen im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemeinsam wenig oberhalb einer Mittellinie M-M des im wesentlichen mit quadratischer Grundform ausgestatteten Schmuckelements 1'". Bevorzugt liegen alle genannten Punkte in einem Bereich mit der Breite Ve • a (wobei a = Kantenlänge der Grundform) oberhalb einer Mittellinie M-M.
Die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f sind bevorzugt federnd und manuell elastisch deformierbar ausgeführt, so dass zwischen die Fortsetzungsabschnitte 3e, 3f und den ersten Strukturabschnitt 2 ein Knopf und/oder ein Abschnitt eines Oberbekleidungsstücks geklemmt werden kann.
Es versteht sich, dass die Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele auf jeweils andere bzw. modifizierte Ausführungsbeispiele übertragbar und beliebig kombinierbar sind. In jedem Ausführungsbeispiel aber ergibt sich ein neuartiges Schmuck-/Deko- rationselement zur einfachen Befestigung an einem Oberbekleidungsstück, insbesondere einem Hemd oder einer Bluse. Das Schmuckelement weist zwei Strukturabschnitte auf, die über einen Verbindungsbereich miteinander verbunden sind und zwischen denen ein Schließknopf des Oberbekleidungsstücks mit geringem Spiel umgriffen werden kann. Das Schmuck- bzw. Dekorationselement kann bevorzugt im unteren Bereich des Torsos getragen werden und ermöglicht die Substituierung von herkömmlichen Dekorationselementen wie Krawatten.
Mit dem erfindungsgemäßen Schmuck-/Dekorationselement ist die Schaffung eines neuartigen Trends im Bereich der Damen- und der Herrenmode ermöglicht, der völlig neue Arten von Schmuck, Werbeträgern und Deko-Artikeln beinhaltet.
