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Title:
EMBROIDERY MACHINE, IN PARTICULAR SHUTTLE EMBROIDERY MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015100
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an embroidery machine, comprising a thread cutting and thread clamping device (1) for cutting and clamping the needle threads. An autonomous thread cutting and thread clamping element (55) is arranged on a carrier plate (45) for each embroidery position and can be driven. Each individual thread cutting and thread clamping element (55) can individually be switched on or off by means of a drive.

Inventors:
LÄSSER, Franz (Feldgasse 2, 9444 Diepoldsau, 9444, CH)
Application Number:
EP2017/065445
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
June 22, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LÄSSER AG (Hohenemserstrasse 17, 9444 Diepoldsau, 9444, CH)
International Classes:
D05C11/20; D05B65/00
Attorney, Agent or Firm:
GACHNANG, Hans Rudolf (Badstrasse 5, 8501 Frauenfeld, 8501, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Stickmaschine, insbesondere Schiffchenstickmaschine mit Sticknadeln (13) und deren Antriebe und mit einer Vorrichtung (1) zum Schneiden und Festklemmen der Vorderfäden, umfassend an jeder Stickstelle je ein für den dort zu schneidenden Vorderfaden ausgebildetes Fadenschneid- und -klemmelement (55) zum Schneiden und Klemmen des von der Nadel (13) zum Stickgut vor der Stichlochplatte (9) führenden Fadens, wobei die

Fadenschneid- und -klemmelemente (55) auf mindestens einer Trägerplatte (45) einzeln in eine Schneid- und Klemmposition bringbar angeordnet sind, wobei die Fadenschneid- und -klemmelemente (55) mit einem

Antriebsprofil (49) mit mindestens einem

Antriebsmittel (53) temporär ein- und ausschaltbar sind, wobei jedes einzelne Fadenschneid- und - klemmelement (55) ein- und ausrastbar mit dem

Antriebsprofil (49) verbindbar ausgebildet ist, wobei die Trägerplatte (45) zusammen mit dem darauf

verschiebbar angeordnetem Antriebsprofil (49) um eine horizontale Achse C schwenkbar gelagert ist, wobei das Antriebsmittel (53) mit der Trägerplatte (45) gelenkig verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

200419WO - 22.06.2017 jedes Fadenschneid- und -klemmelement (55) eine

Schieberplatte (57) umfasst, auf welcher ein Schlitten (71) verschiebbar gelagert ist.

Stickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (71) gegen die Kraft einer Feder (85), die an oder in einem Führungsgehäuse (65) an der Schieberplatte (57) abgestützt ist, auf der

Schieberplatte (57) verschiebbar ist.

Stickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (71) rückseitig mit dem Schaft mindestens einer T-förmigen Hülse (75) in mindestens einer schlitzförmigen Ausnehmung (73) in der

Schieberplatte (57) und mit den am Schlitten (71) befestigten Enden eines Schneidmessers (61) und eines Fanghakens (63), welche ihrerseits im Führungsgehäuse geführt sind, verschiebbar ist. 4. Stickmaschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass am Schlitten (71) an den Fadenschneid- und -klemmelementen (55) eine um eine horizontal liegende Achse schwenkbare Wippe (87) angelenkt ist, mit welcher die Verbindung der Wippe (87) mit dem Antriebsprofil (49) herstellbar oder lösbar ist.

200419WO - 22.06.2017 Stickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das untere als Steg (95) ausgebildete Ende (101) der Wippe (87) durch eine Schenkelfeder (97) an das untere Ende des Schlittens (71) anpressbar ist.

Stickmaschine nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende (101) des Schlittens (71) hakenförmig gekröpft ausgebildet ist.

Stickmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Führungsgehäuse (65) eine Klemmplatte (59) befestigt ist, welche im

Wesentlichen parallel zum oberen Bereich der

Schieberplatte (57) verläuft und dass zwischen den oberen Endbereichen der Schieberplatte (57) und der Klemmplatte (59) die oberen Enden des Schneidmessers (61) und des Fanghakens (63) angeordnet sind.

8. Stickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Kante jedes Schneidmessers (61)

hakenförmig ausgebildet ist und dessen Schneide an der Unterkante des Hakenabschnitts liegt und dass das obere Ende der Schieberplatte (57), an der das

Schneidmesser (61) anliegt, als Schneide (61 λ)

ausgestaltet ist.

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9. Stickmaschine nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmplatte (59) federnd am Fanghaken (63) anliegt.

Stickmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (71) auf der Schieberplatte (57) am Steg (95) an der Wippe (87) durch das am Steg (95) anliegende Antriebsprofil (49) nach oben verschiebbar ist und dass dabei das

Schneidmesser (61) und der Fanghaken (63) über die Enden der Schieberplatte (57) und der Klemmplatte (59) hinaus schiebbar sind, so dass die hakenförmigen Enden des Schneidmessers (61) und des Fanghakens (63) freiliegen

Stickmaschine nach Anspruch 10, dadurch

gekennzeichnet, dass der Schlitten (71) gegen die Kraft einer Feder (85) nach oben verschiebbar ist und durch die Kraft der Feder (85) zum Schneiden und

Klemmen des Nadelfadens nach unten verschiebbar ist.

12. Stickmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch

gekennzeichnet, dass bei geschwenkter Wippe (87) das Antriebsprofil (49) ausser Eingriff mit dem Steg (95) an der Wippe (87) und mit dem Schlitten (71) steht und das Schneidmesser (61) und der Fanghaken (63) verdeckt

200419WO - 22.06.2017 zwischen den Enden der Schieberplatte (57) und der Klemmplatte (59) liegen.

Stickmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Nadelwagen (5) Antriebsmittel zur individuellen Stilllegung von einzelnen Stickstellen angeordnet sind.

14. Stickmaschine nach Anspruch 13, dadurch

gekennzeichnet, dass auf dem Nadelwagen (5)

Antriebsorgane zum individuellen Schwenken der Wippen (87) an den Fadenschneid- und -klemmelementen (55) angeordnet sind und/oder dass als Antriebsorgane die Linearantriebe (34) für die Stilllegung der Nadeln (13) eingesetzt sind.

15. Stickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schneidmesser (61) und ein Fanghaken (63) am Fadenschneid- und -klemmelement (55) durch die Kraft einer Feder (85) zum Festklemmen und Schneiden des

Fadens relativ verschiebbar aus der Schneid- und

Klemmposition angeordnet sind.

200419WO - 22.06.2017

Description:
LÄSSER AG, Hohenemserstrasse 17, CH-9444 Diepoldsau

Stickmaschine, insbesondere Schiffchenstickmaschine

Gegenstand der Erfindung ist eine Stickmaschine,

insbesondere Schiffchenstickmaschine gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In der EP 0 768 418 wird eine Vorderfadenschneid- und -klemmvorrichtung zum Durchschneiden der Vorderfäden, auch Nadelfäden genannt, beschrieben, bei welcher am

Stoffdrückerblech, an welchem die Stoffdrückerfinger oder -tatzen ausgebildet sind, ein Messerlineal in vertikaler Richtung verschiebbar angeordnet ist. An diesem

Messerlineal sind Fadenfänger mit abgewinkelten Enden angeordnet, welche zum Fangen der Nadelfäden, die von der Nadel zum Stickgut führen, ausgebildet sind. Weiter sind am Messerlineal hakenförmige Messer ausgebildet, welche den vom Fanghaken gefangenen Faden an einer Schneidkante oder Schneide, die am Stoffdrückerblech ausgebildet ist, durchtrennen, wenn letzteres relativ zum Stoffdrückerblech nach unten geführt wird. Mit dieser bekannten Vorrichtung können sämtliche zwischen dem Stickgut und den Nadeln verlaufende Fäden gleichzeitig geschnitten und das von den Nadeln her kommende Fadenende nach dem Schneiden zudem an einer Vorrichtung festgeklemmt werden, sodass bei der

200419WO - 22.06.2017 Wiederaufnahme des Stickvorgangs an der betreffenden

Stickstelle der Faden nicht erneut im Öhr der Nadel eingefädelt werden muss. Mit dieser Vorrichtung können die Fäden einwandfrei geschnitten und temporär im Wesentlichen sicher geklemmt werden. Nachteilig an dieser Vorrichtung ist allerdings, dass stets alle Fäden gleichzeitig

geschnitten werden und nicht nur diejenigen, die sich im aktuellen Stickprozess befinden. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, dass beim Sticken sämtliche Fadenschneid- und -klemmvorrichtungen bei jedem Stich, zum Beispiel 600-700 Mal pro Minute zusammen mit den Stoffdrückern mitgeschwenkt werden. Dies bedeutet, dass stets eine grosse Masse 600-700 Mal pro Minute beschleunigt und verzögert werden muss. Dies kann zu

Schwingungen, Lärm und erhöhtem Verschleiss der

Stickmaschine führen. Im Weiteren besteht der Nachteil dieser Vorrichtung darin, dass die Fäden verhältnismässig weit von der Stichlochplatte bzw. dem darauf liegenden Stickgut entfernt geschnitten werden, was einen höheren Verbrauch an Faden verursacht und zudem die Fadenenden am Stickgut später noch entfernt werden müssen. Es hat sich zudem als nachteilig erwiesen, dass geklemmte Fäden, wenn nicht benötigt, durch gemeinsames Bewegen von Messer bzw. Greifer, wieder gelöst werden können.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Fadenschneid- und -klemmvorrichtung für die Vorder-

200419WO - 22.06.2017 bzw. Nadelfäden an einer Grossstickmaschine, mit welcher nur die Fäden an den ausgewählten Stickstellen geschnitten und festgeklemmt werden können.

Eine weitere Aufgabe ist die Schaffung einer Fadenschneid- und -klemmvorrichtung, mit welcher die zu schneidenden Fäden sehr nahe an der Stichlochplatte abgeschnitten werden können.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer einfachen Antriebsanordnung für die ausgewählten aktiven Fadenschneid- und -klemmvorrichtungen .

Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Fadenschneid- und -klemmelemente einzeln austauschbar zu gestalten.

Gelöst wird die Aufgabe durch eine Stickmaschine mit

Vorderfaden-Schneid- und -klemmvorrichtungen gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Stickmaschine werden in den abhängigen Ansprüchen umschrieben. Durch den Einsatz von einzeln aktivierbaren und

deaktivierbaren Fadenschneid- und -klemmelementen, welche auf einem unabhängig vom Stoffdrückerblech schwenkbaren Trägerprofil angeordnet sind, können jeweils an den temporär ausser Betrieb zu nehmenden Stickstellen die Nadelfäden geschnitten und sicher festgeklemmt werden. Das Trägerprofil mit den darauf befestigten Fadenschneid- und -klemmelementen wird nur dann in Richtung der

200419WO - 22.06.2017 Stichlochplatte geschwenkt, wenn ein Schneidvorgang notwendig ist und verharrt in Ruheposition während des Stickens. Auch werden die Messer jeweils nur an den erforderlichen Stickstellen betätigt, sodass der

Verschleiss der Messer auf ein Minimum begrenzt werden kann. Defekte bzw. verschlissene Messer können durch

Austausch einzelner Fadenschneid- und -klemmelemente vom Trägerprofil werkzeugfrei abgenommen und ausgetauscht werden. Dadurch wird die Stillstandszeit der Stickmaschine um ein Vielfaches verkürzt und die Kosten für den Ersatz werden auf ein Minimum im Vergleich zu der bekannten

Vorrichtung reduziert. Durch die Ausbildung der

Fadenschneid- und -klemmelemente, die einzeln betätigbar sind, kann das festzuklemmende Fadenende über eine

genügend grosse Fadenlänge geklemmt gehalten werden, sodass späteres mühsames Einfädeln entfällt. Das Rüsten der Maschine, das heisst das Einfädeln bei einem

Produktewechsel, bei dem andere oder andersfarbige Fäden vorgelegt werden müssen, wird wesentlich vereinfacht, da die neuen Fäden auf einfache Weise von oben in die

Klemmvorrichtung eingelegt und dann durch einmalige

Betätigung der Fadenschneid- und -klemmvorrichtung die überstehenden Fadenenden weggeschnitten werden können und damit den gleichen Status haben, wie zuvor geschnittene Fäden.

200419WO - 22.06.2017 Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung beschrieben und in den Figuren dargestellt.

einen vertikalen Teilquerschnitt durch das Stöckli, die Stichlochplatte und den

Nadelwagen einer Grossstickmaschine,

Fadenschneid- und -klemmvorrichtung in

Ruhestellung,

einen vertikalen Teilquerschnitt durch das Stöckli, die Stichlochplatte und den

Nadelwagen einer Grossstickmaschine,

Fadenschneid- und -klemmvorrichtung in

Arbeitsstellung,

eine perspektivische Darstellung der

Trägerplatte, der Antriebsplatte und der Antriebsorgane für die Antriebsplatte ohne Fadenschneid- und -klemmelemente von vorne, eine perspektivische Darstellung der

Trägerplatte, der Antriebsplatte und der Antriebsorgane für die Antriebsplatte ohne Fadenschneid- und -klemmelemente von hinten, eine perspektivische Darstellung des

Fadenschneid- und -klemmelements in

Alleinstellung,

200419WO - 22.06.2017 eine Seitenansicht des Fadenschneid- und -klemmelements ,

eine Seitenansicht des Fadenschneid- und -klemmelements unmittelbar vor der

Verbindung mit der Trägerplatte,

eine perspektivische Darstellung des

Ausschnitts der Trägerplatte mit zwei Fadenschneid- und -klemmelementen in

Ruhestellung,

eine Aufsicht auf einen Ausschnitt der Trägerplatte mit zwei darauf angeordneten Fadenschneid- und -klemmelementen in

Ruhestellung,

eine Seitenansicht der Elemente in Figur 6a in Fang- und Schneidstellung, eine perspektivische Darstellung des

Ausschnitts der Trägerplatte mit zwei

Fadenschneid- und -klemmelementen in

Ruhestellung,

eine Aufsicht auf einen Ausschnitt der Trägerplatte mit zwei darauf angeordneten Fadenschneid- und -klemmelementen in Fang- und Schneidstellung,

eine Seitenansicht der Elemente in Figur 7a in Fang- und Schneidstellung,

200419WO - 22.06.2017 Figur 7c eine perspektivische Darstellung des

Ausschnitts der Trägerplatte mit zwei

Fadenschneid- und -klemmelementen in Fang- und Schneidstellung,

Figur 8a eine Aufsicht auf einen Ausschnitt der

Trägerplatte mit zwei darauf angeordneten Fadenschneid- und -klemmelementen vom

Antrieb abgekoppelt,

Figur 8b eine Seitenansicht der Elemente in Figur 8a vom Antrieb abgekoppelt,

Figur 8c eine perspektivische Darstellung des

Ausschnitts der Trägerplatte mit zwei

Fadenschneid- und -klemmelementen vom

Antrieb abgekoppelt.

In den Figuren 1 und 2 sind die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Elemente in einer Gross- Schiffchenstickmaschine dargestellt. Insbesondere ist in diesen Figuren die Anordnung einer Fadenschneid- und -klemmvorrichtung für das Schneiden und Festklemmen der Nadel- oder Vorderfäden, im Folgenden Fadenschneid- und - klemmvorrichtung 1 genannt, bezüglich deren Lage zwischen dem Stöckli 3 und dem Nadelwagen 5 ersichtlich. Das

Stöckli 3 ist um eine nicht dargestellte Achse in

Nadelrichtung verschiebbar, um die Zugänglichkeit des Stickgrundes 7 zwischen der Stichlochplatte 9 und der Nadel 15 zu verbessern. Zwischen dem Stickgrund 7 und dem

200419WO - 22.06.2017 Stöckli 3 ist die Stichlochplatte 9 angeordnet. Schiffchen in der Schiffchenbahn 11 im Stöckli 3 sind der besseren Übersichtlichkeit halber weggelassen.

Auf der rechten Seite des Stickgrunds 7 ist oben eine Nadel 13, gehalten vom Nadelhalter 15, ersichtlich.

Unterhalb der Nadel 13 liegt ein Bohrer 17, gehalten vom Bohrerhalter 19. Der Antrieb der Nadel 13 erfolgt über einen Nadelpleuel 21; der Antrieb des Bohrers 17 erfolgt über einen Bohrerpleuel 23. Die gekröpften Enden 25 des Nadelpleuels 21 bzw. Ende 27 des Bohrerpleuels 23 werden von Schenkelfedern an schwenkbar gelagerte zylindrische Wellen 29 bzw. 31 angepresst gehalten. Im Weiteren ist ein Schieber 33 ersichtlich, der von einem Linearantrieb 34 im Wesentlichen axial vor- und rückwärts verschiebbar ist, dargestellt. Am Schieber 33 sind ein erster Keil 35 und ein zweiter Keil 37 befestigt, deren schräg liegende rampenförmige Oberflächen mit den freien Enden der gekröpften Enden 25 bzw. 27 in Kontakt stehen. Das vordere, am linken Ende des Schiebers 33 angeordnete Ende 41 ist abgekröpft oder T-förmig und steht in Kontakt mit einem Winkelhebel oder einer Wippe 43, der Teil der

Fadenschneid- und -klemmvorrichtung 1 bzw. eines

Fadenschneid- und -klemmelements 55 ist und an dieser um eine Achse B (Fig. 4) schwenkbar ist. Die Vorrichtung 1 ist auf einer Welle 42 um eine Achse C schwenkbar

gelagert. Der Schwenkantrieb in Richtung der Pfeile P ist der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt,

200419WO - 22.06.2017 oder zum grössten Teil verdeckt Die Vorrichtung 1 umfasst weiter eine Trägerplatte 45, an welcher in regelmässigen Abständen, welche den Abständen der Nadeln 13 der

Stickmaschine entsprechen, schlüssellochartige

Ausnehmungen 47 eingelassen sind.

In den Figuren 3a und 3b ist vor der Trägerplatte 45, welche einstückig oder in mehrere Abschnitte aufgeteilt sich längs der Stickmaschine erstreckt, ein Antriebsprofil 49 in Gestalt eines sich über mehrere Stickstellen

erstreckenden Metallprofils angeordnet. Das Antriebsprofil 49 kann durch Schubstangen 51 in vertikaler Richtung

(Pfeile f) auf und nieder bewegt werden und ist mit

Führungsstiften in Schlitzen 46 in der Trägerplatte 45 geführt getragen. Die Schubstangen 51 werden durch ein nicht weiter beschriebenes Antriebsmittel 53 angetrieben. In den Figuren 3a und 3b sind, der besseren

Übersichtlichkeit halber, die Fadenschneid- und - klemmelemente 55, die auf der Trägerplatte 45 angeordnet werden, weggelassen. Diese werden nachfolgend anhand der Figur 4 und folgende beschrieben.

In der perspektivischen Darstellung des Fadenschneid- und -klemmelements 55 in Figur 4 ist der Aufbau desselben detailliert dargestellt. Eine langgestreckte

Schieberplatte 57 trägt die für das Schneiden und Klemmen notwendigen weiteren Elemente wie eine Klemmplatte 59, ein

200419WO - 22.06.2017 Schneidmesser 61 und einen Fanghaken 63. Der Fanghaken 63 und das Schneidmesser 61 sind zwischen der Klemmplatte 59 und der Schieberplatte 57 längs verschiebbar in einem Führungsgehäuse 65 gelagert. Das Führungsgehäuse 65 ist beispielsweise mittels zwei Schraubverbindungen 67 an der Schieberplatte 57 befestigt. Vorzugsweise ist die

Klemmplatte 59 in einem Schlitz 69 im Führungsgehäuse 65 eingeklemmt und von den Schraubverbindungen 67

durchdrungen gehalten.

Im Weiteren ist unterhalb des Führungsgehäuses 65 ein

Schlitten 71 in einer schlitzförmigen Ausnehmung 73 in der Schieberplatte 57 längs geführt. Die Befestigung des Schlittens 71 erfolgt durch eine im Längsschnitt T-förmige Hülse 75, deren Flanschfläche aussen auf der

schlitzförmigen Ausnehmung 73 aufliegt und über einen Gewindebolzen 77 und eine Mutter 79 am Schlitten 71 befestigt ist. Zwischen dem oberen Ende 81 des Schlittens 71 und dem unteren Ende 83 des Führungsgehäuses 65 ist eine Schraubenfeder 85 eingespannt. Deren Endwindungen sind in Bohrungen am Führungsgehäuse 65 und im Schlitten 71 gehalten. Durch die Schraubenfeder 85 wird der

Schlitten 71 durch Federkraft nach unten gedrückt, bis der Hals der T-förmigen Hülse 75 am unteren Ende der

schlitzförmigen Ausnehmung 73 in Endlage gelangt.

Am Schlitten 71 ist weiter eine Wippe 87 auf einem den Schlitten 71 durchdringenden Bolzen 89 schwenkbar

gelagert. Die Wippe 87 umfasst zwei parallel zueinander

200419WO - 22.06.2017 angeordnete Schenkel 91, die etwa in deren Mitte vom

Bolzen 89 durchbrochen werden. Am oberen Ende der beiden Schenkel 91 sind vorzugsweise nasenförmige Endbereiche 93 ausgebildet. Die unteren Enden der Schenkel 91 sind durch einen Steg 95 miteinander verbunden und bilden eine ebene Unterkante 111.

Mit einer den Bolzen 89 umschlingenden Schenkelfeder 97 wird die Wippe 87 mit deren Steg 95 im Uhrzeigersinn geschwenkt, derart dass der Steg 95 an einen Ausleger 99 angepresst wird. Der Ausleger 99 ist entweder Teil des

Schlittens 71 oder an diesen befestigt und ragt, parallel zur Schieberplatte 57 verlaufend nach unten. Das untere Ende des Auslegers 99 ist um 90° gekröpft. Das gekröpfte Ende 101 des Auslegers 99 ragt in Richtung der

Schieberplatte 57. Im unteren Bereich bzw. am unteren Ende ist in der Schieberplatte 57 eine schlüssellochförmige Ausnehmung 103 ausgebildet.

Die oben liegende Schmalseite der Schieberplatte 57 ist, in Figur 4 auf der rechts liegenden Seite, mit einer messerscharfen Schneidkante 105 versehen. Zwischen den

Enden der Schieberplatte 57 und der Klemmplatte 59 liegen das im Wesentlichen in einem rechten Winkel verlaufende obere Ende des Schneidmessers 61 und das im Wesentlichen rechtwinklig ausgebildete Ende des Fanghakens 63

eingeklemmt gehalten (vgl. auch Fig. 7a und Fig. 7c) .

200419WO - 22.06.2017 In den Figuren 5a-5c ist das Fadenschneid- und

-klemmelement 55 im Seitenriss dargestellt. Das

Fadenschneid- und -klemmelement 55 ist auf der

Trägerplatte 45 befestigt. Die Befestigung auf der

Trägerplatte 45 erfolgt durch Hindurchführen der T- förmigen Hülse 75 durch die schlüssellochförmige

Ausnehmung 47 (siehe Fig. 3a-3b) und ist mit einer

Klemmschraube 107, welche in der zweiten

schlüssellochförmigen Ausnehmung 103 an der Trägerplatte 45 eingelassen, formschlüssig verbunden. In Figur 5b ist das Fadenschneid- und -klemmelement 55 beabstandet zur Trägerplatte 45 dargestellt. In den Figuren 6a-6c hat die Einrastung durch eine Verschiebung des Fadenschneid- und - klemmelements 55 in Richtung oben stattgefunden. Mit der Klemmschraube 107 erfolgt die definitive, jedoch

schiebbare Befestigung der zwei Elemente an der

Trägerplatte 45. In der Figur 6c ist weiter ersichtlich, dass der Ausleger 99 bzw. das gekröpfte Ende 101 in eine Öffnung 109 in das Antriebsprofil 49 eingreift. Der obere Bereich des Antriebsprofils 49 oberhalb der Öffnung 109 füllt dabei den Raum zwischen dem hakenförmigen Ende 101 des Auslegers 99 und der Unterkante 111 des Schlittens 71 aus. Das Fadenschneid- und -klemmelement 55 bzw. dessen Schlitten 71 ist dadurch im Wesentlichen spielfrei mit dem Antriebsprofil 49 verbunden. Es kann folglich mit dem

Antriebsprofil 49 der Schlitten 71 in vertikaler Richtung

200419WO - 22.06.2017 und gegen die Kraft der Schraubenfeder 85 nach oben verschoben werden.

Das Antriebsprofil 49 ist mit der Schubstange 51 (siehe auch Figur 3) verbunden. Die Schubstange 51 ist ihrerseits mit einem Antriebsmittel in Gestalt eines Schwenkhebels, der um eine Schwenkachse A schwenkbar ist, verbunden. Das Antriebsmittel bzw. der Schwenkhebel ist mit nicht

dargestellten Mitteln schwenkbar und damit die Schubstange 51 im Wesentlichen vertikal nach oben bzw. unten

verschiebbar. Mit der Schubstange 51 kann das

Antriebsprofil 49 in vertikaler Richtung parallel bewegt werden. Mit diesem werden die Fadenschneid- und

-klemmelemente 55, die am Antriebsprofil 49 eingerastet sind, ebenfalls vertikal bewegt, sofern das gekröpfte Ende 101 am Ausleger 99 in die Öffnung 109 eingreift und dadurch die Bewegung des Antriebsprofils 49 auf den

Schlitten 71 übertragen wird. Mit dem Schlitten 71, an welchem der Ausleger 99 befestigt ist, werden auf einer ersten Wegstrecke beim vertikalen Bewegen die

eingerasteten Fadenschneid- und -klemmelemente 55 gemäss Fig. 4 eine erste Wegstrecke weit nach oben bewegt. Somit werden in der ersten Wegstrecke alle aktivierten

Fadenschneid- und -klemmelemente 55 ein Stück nach oben Richtung Stickboden (siehe Fig. 2) bewegt. Wird das

Antriebsprofil 49 weiter bewegt, so werden auch das

Schneidmesser 61 und der Fanghaken 63 um den gleichen

200419WO - 22.06.2017 Betrag verschoben. Die Schieberplatte 57 und die

Klemmplatte 59 bleiben aber stationär (Figuren 7a-7c) . Am Ende der ersten Wegstrecke gelangt nun die Klemmschraube 107 in Anlage mit dem oberen Ende der Ausnehmung in der Schieberplatte 45. Beim weiteren Verschieben des

Fadenschneid- und -klemmelements 55 verschiebt sich nur noch der Schlitten 71, das Schneidmesser 61 und der

Fanghaken 63. Es ragen folglich nur die in einem im

Wesentlichen rechtwinklig verlaufenden Endbereiche des Schneidmessers 61 bzw. des Fanghakens 63 über die scharfe Kante der Schieberplatte 57 und der oberen Kante der

Klemmplatte 59 hinaus.

In den Figuren 8a-8c ist eine weitere Funktionsstellung des Fadenschneid- und -klemmelements 55 dargestellt. Durch eine Kraft F mit einem Linearantrieb 34 auf den Endbereich 93 am oberen Schenkel 91 der Wippe 87 wird letztere im Gegenuhrzeigersinn um die Achse des Bolzens 89 geschwenkt. Durch die Schwenkbewegung der Wippe 87 bewegt sich die Unterkante 111 des unteren Schenkels der Wippe 87 aus dem Wirkbereich des Antriebsprofils 49. Dadurch gelangt beim Hochfahren des Antriebsprofils 49 die Unterkante 111 nicht mehr in Anlage mit dem Antriebsprofil 49 und folglich verschiebt sich die Wippe 87 nicht nach oben und verbleibt bzw. verharrt in der unteren Position. Dadurch dass die Wippe 87 mit dem Schlitten 71 nicht mehr nach oben fährt, verbleiben auch das Schneidmesser 61 und der Fanghaken 63

200419WO - 22.06.2017 in der Stellung zwischen der Schieberplatte 57 und der Klemmplatte 59 bzw. das ganze Element bleibt passiv, ein evtl. eingeklemmter Faden bleibt geklemmt gehalten. Nachfolgend wird anhand der Figuren die Funktionsweise der Fadenschneid- und -klemmvorrichtung 1 erläutert. Ausgehend von der Positionierung der Vorrichtung 1 gemäss Figur 1 liegt das obere Ende der Schieberplatte 57 weiter weg von der Stichlochplatte 9 als ein Stoffdrücker bzw. die

Stoffdrückertatzen 113. Die Positionierung der einzelnen Elemente des Fadenschneid- und -klemmelements 55

entspricht derjenigen in den Figuren 6a-6c. In diesen Positionen der Vorrichtung kann die Stickmaschine

stillgesetzt sein oder es kann der Stickprozess

vorgenommen werden, das heisst die Stichbildung kann erfolgen und die Stoffdrückertatzen 113, Nadeln 13 etc. können entsprechend in Bewegung sein.

Bei einem Fadenwechsel, das heisst dem Stillsetzen einer Stickstelle und der Inbetriebnahme einer anderen

Stickstelle bleibt die Maschine stehen (Nadeln aus dem Stoff, Stoffdrücker offen, etc.) und es wird die

Trägerplatte 45 im Gegenuhrzeigersinn um Achse C

geschwenkt. Das obere Ende der Schieberplatte 57 bewegt sich dadurch in die Nähe der Stichlochplatte 9, um den vom Stickgut auf der Stichlochplatte 9 zum Nadelöhr führenden Nadelfaden möglichst nahe dem Stickgut durchtrennen zu können. Am Ende der Schwenkbewegung der Trägerplatte 45

200419WO - 22.06.2017 und der ersten Aufwärtsbewegung von Fadenschneid- und - klemmelement 55 befindet sich der Fanghaken 63 und das Schneidmesser 61 zwischen der Schieberplatte 57 und der Klemmplatte 59, wie dies in den Figuren 6a-6c dargestellt ist nahe dem Stickgrund 7. Anschliessend erfolgt der

Schneidvorgang des betreffenden Nadelfadens oder der betreffenden Nadelfäden, indem das Antriebsprofil 49 zuerst in Richtung des Pfeils f weiter nach oben

verschoben wird. Durch das Nach-oben-Schieben des

Antriebsprofils 49 werden die Schlitten 71 relativ zur Trägerplatte 45 nach oben geschoben und mit diesem auch der Fanghaken 63 und das Schneidmesser 61. Gleichzeitig wird die Feder 85 gespannt. Durch eine Relativbewegung des Gatters der Stickmaschine (Gatter nicht dargestellt) wird der Nadelfaden oder werden die Nadelfäden, die vom

Stickgrund 7 zur Nadel 13 bzw. den Nadeln 13 verlaufen, in den Fangbereich bzw. die Fangbereiche, das heisst unter die horizontal verlaufenden Schenkel des Schneidmessers 61 und des Fanghakens 63 geführt. Nun senkt sich das

Antriebsprofil 49 in Richtung des Pfeils f nach unten. Dann gelangt einerseits der Bereich des Nadelfadens, der von der Nadel 13 zum Stickgrund 7 führt, zwischen den sich nach unten bewegenden Fanghaken 63 und die Klemmplatte 59 und wird dabei über eine längere Strecke zwischen diesen beiden Elementen eingeklemmt und gehalten. Der vom

Stickgut Richtung Nadel 13 führende Fadenabschnitt wird bei dieser Bewegung an der Schneidkante 105 der

200419WO - 22.06.2017 Schieberplatte 57 und der Schneidkante am Schneidmesser 61 nahe dem Stickgut geschnitten. Der Schneidvorgang wird unterstützt durch die Kraft der sich entspannenden Feder 85. Nach diesem Schneidvorgang kann die Trägerplatte 45 mit den daran befestigten Fadenschneid- und - klemmelementen 55 vollständig in die Ausgangsposition zurückbewegt werden. Dabei bleiben die von der Nadel 13 kommenden Fadenenden zwischen dem Fanghaken 63 und der Klemmplatte 59 sicher geklemmt gehalten.

Falls nicht alle Fäden gleichzeitig geschnitten werden müssen, werden an denjenigen Stickstellen, bei denen die Nadelfäden nicht geschnitten werden sollen, die

Fadenschneid- und -klemmelemente 55 wie folgt temporär ausser Betrieb genommen. Mit Hilfe des Schiebers 33 und dem an seinem vorderen Ende 41 angeordneten abgekröpften Teil wird gemäss den Figuren 8a-8c der obere Teil der Wippe 87 in Richtung auf die Trägerplatte 45 geschwenkt. Dadurch kann beim nachfolgenden Hochfahren des

Antriebsprofils 49 der Schlitten 71 nicht mehr angehoben werden, weil das Antriebsprofil 49 nicht mehr von unten am Steg 95 der Wippe 87 anschlägt und der Schlitten 71 nicht bewegt wird. Folglich können der Fanghaken 63 und das Schneidmesser 61 nicht über die Klemmplatte 49 bzw. die Schieberplatte 57 hinaus bewegt werden. Beim nächsten Schneidvorgang wird zwar das Fadenschneid- und - klemmelement 55 mit den benachbarten Elementen zur

200419WO - 22.06.2017 Stichlochplatte 9 hin bewegt, jedoch können die vom Stickgut zu den Nadeln 13 führenden Fäden nicht erfasst und folglich auch nicht geschnitten werden.

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