MAUS, Wolfgang (Horst 1, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
LANTZSCH, Heiko (Ernst Böckel Str. 17, Eisenach, 99817, DE)
BLUM, Hendrik (Lerchenberg 4, Zella-Mehlis, 98544, DE)
MAUS, Wolfgang (Horst 1, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
LANTZSCH, Heiko (Ernst Böckel Str. 17, Eisenach, 99817, DE)
| Patentansprüche 1. Gekapselter elektrischer Anschluss für insbesondere thermisch und/oder druckseitig beanspruchte Sensoren, wie z. B. Temperatur-Messfühler im Abgaszweig von Motoren, insbesondere Mantelthermoelemente, umfassend ein Rohr oder eine Hülse, an dessen zum Messort gerichteten Ende mindestens ein Sensorelement befindlich ist, wobei über das Rohr oder die Hülse Anschlussleitungen zum vom Messort entfernten Ende geführt sind, wobei die Anschlussleitungen des mindestens einen Sensorelements mit einem Kabel in Verbindung stehen und der Verbindungsbereich von einer Schutzanordnung umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass vom Rohr- oder Hülsenende in Richtung Verbindungsbereich (4) ein Kriechstrecken verlängernder Formkörper (7) mit Trennstegen zur beabstandeten Fixierung der Anschlussleitungsenden befindlich ist. 2. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Abschnitt zwischen Rohr- oder Hülsenende, Verbindungsbereich (4) und Adern (5) des Kabels (6) mediendicht umspritzt ist. 3. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umspritzung (8) aus einem isolierenden Kunststoffmaterial besteht. 4. Gekapselter elektrischer Anschluss nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umspritzung (8) einen Abschnitt (9) der Außen- oder Isolationsumhüllung des Kabels (6) umfasst. 5. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am abgangsseitigen Ende des Kabels (6) eine Entlüftungsmembran (11) anordnet ist. 6. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungsmembran (11) eine Ventilfunktion besitzt. 7. Gekapselter elektrischer Anschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzanordnung als metallischer Hohlkörper (12) ausgebildet ist, welcher sich von der Sensorelementeseite bis zur Außenumhüllung des Kabels (6) erstreckt. 8. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der metallische Hohlkörper (12) mit einer Schutzhülse oder einem Schutzrohr (2) des Sensorelements (1) stoffschlüssig verbunden ist. 9. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Außenumhüllung (9) des Kabels (6) und dem metallischen Hohlkörper (12) eine Dichtung (13) angeordnet ist. 10. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass am stoffschlüssigen Verbindungsabschnitt ein Verpressungsabschnitt ausgebildet ist, welcher auf die Schutzhülse oder das Schutzrohr (2) wirkt. 11. Gekapselter elektrischer Anschluss für insbesondere thermisch und/oder druckseitig beanspruchte Sensoren, wie z.B. Temperatur-Messfühler im Abgaszweig von Motoren, insbesondere Mantelthermoelemente, umfassend ein Rohr oder eine Hülse, an dessen zum Messort gerichteten Ende mindestens ein Sensorelement befindlich ist, wobei über das Rohr oder die Hülse Anschlussleitungen vom zum Messort entfernten Ende geführt sind, wobei die Anschlussleitungen des mindestens einen Sensorelements mit einem Kabel in Verbindung stehen und der Verbindungsbereich von einer Schutzanordnung umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Rohr- oder Hülsenende in Richtung Verbindungsbereich (4) ein umhüllender Stützkragen (20) vorgesehen ist, dessen Außendurchmesser größer als der Durchmesser des Rohr- oder Hülsenendes ist, wobei der Stützkragen (20) nebst Verbindungsbereich (4) über eine Umspritzung (8) verfügt. 12. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkragen (20) durch Stoffschluss (21) mit dem Rohr- oder Hülsenende verbunden ist. 13. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Stützkragen (20) gebildete Raum mindestens im Bereich des eintauchenden Rohr- oder Hülsenendes mit einem Dichtmaterial (3) verschlossen ist. 14. Gekapselter elektrischer Anschluss nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr oder die Hülse (2) abschnittsweise von einem äußeren Stützrohr (23) umgeben ist. 15. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (23) am vom Thermoelement (1) entfernten Ende angeordnet ist. 16. Gekapselter elektrischer Anschluss nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (23) kraft- und/oder formschlüssig über einen Einzug (22) am Rohr oder an der Hülse (2) fixiert ist. 17. Gekapselter elektrischer Anschluss nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Rohres (2) mindestens zwei Messleitungen oder Anschlussleitungen (25) geführt sind, wobei am Thermoelement-seitigen Ende die Messleitungen (25) eine zentrierende Verdrillung (26) aufweisen. 18. Gekapselter elektrischer Anschluss, gekennzeichnet durch eine Kombination der Merkmale von mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 mit mindestens einem der Ansprüche 14 bis 17. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen gekapselten elektrischen Anschluss für insbesondere thermisch und/oder druckseitig beanspruchte Sensoren, wie z. B.
Temperatur-Messfühler im Abgaszweig von Motoren, insbesondere Mantelthermoelemente, umfassend ein Rohr oder eine Hülse, an dessen zum Messort gerichteten Ende mindestens ein Sensorelement befindlich ist, wobei über das Rohr oder die Hülse Anschlussleitungen zum vom Messort entfernten Ende geführt sind, wobei die Anschlussleitungen des mindestens einen Sensorelements mit einem Kabel in Verbindung stehen und der Verbindungsbereich von einer Schutzanordnung umgeben ist, gemäß Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Aus der PCT/WO 2007/113105 AI ist ein Messfühler für Hochtemperaturanwendungen vorbekannt. Der dortige Messfühler dient der Bestimmung einer physikalischen Größe in einem Messvolumen. Der Messfühler umfasst ein Sensorelement, ein Rohr oder einen Stab, an dessen in das Messvolumen gerichtetem Ende das Sensorelement angebracht ist und welcher die für den Anschluss des Sensorelements notwendigen elektrischen Anschlussleitungen aufnimmt. Darüber hinaus ist eine Befestigungshülse vorhanden, durch welche das Rohr oder der Stab durchgeführt und am Gehäuse befestigbar ist. Zwischen der Innenfläche der Befestigungshülse und dem Rohr oder dem Stab ist ein umlaufender Spalt gebildet, wobei eine Glasfüllung, die im Spalt zwischen der Befestigungshülse und dem Rohr befindlich ist, der gasdichten Verbindung dient.
Die Anschlussleitungen des vorbekannten Messfühlers sind mit Verbindungsleitungen eines Kabels kontaktiert und mindestens im Bereich dieser Verbindungen gegeneinander elektrisch isoliert.
Darüber hinaus sind die elektrischen Verbindungen von einer Anschlussschutzhülse umschlossen. Die Anschlussschutzhülse weist eine Einführung für das Kabel auf. Diese Einführung ist durch eine Einrollung der Anschluss- schutzhülse querschnittsverkleinert, d. h. verpresst, so dass das Kabel mit der Anschlussschutzhülse fest verbunden und die Einführung abgedichtet ist.
Die Befestigungshülse selbst kann mit einer Hohlmutter an einem Gehäuse oder einer Baueinheit, z. B. einem Abgasrohr fixiert werden.
Zum Stand der Technik sei noch auf die DE 32 37824 AI, die US 5,228,975 B und die EP 0 056 585 A2 verwiesen, wobei in diesen Dokumenten Messfühler und Sensoren zur Bestimmung physikalischer Größen auch mit Sinterglas- Formlingen unter dem Aspekt der optimierten Abdichtung beschrieben sind.
Aus dem Vorgenannten ist es Aufgabe der Erfindung, einen weiterentwickelten gekapselten elektrischen Anschluss für insbesondere thermisch und/oder druckseitig beanspruchte Sensoren, wie z. B. Temperatur-Messfühler im Abgaszweig von Motoren, insbesondere Mantelthermoelemente anzugeben, wobei eine Schutzanordnung zu schaffen ist, die allen
mechanischen und thermischen Belastungen genügt, so dass die gewünschte Langzeitstabilität und Betriebsfähigkeit entsprechender Sensoren
gewährleistet ist.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen gekapselten elektrischen Anschluss für hochbeanspruchte Sensoren gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch 1 oder 11, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen.
Es wird demnach von einem gekapselten elektrischen Anschluss für insbesondere thermisch und/oder druckseitig beanspruchte Sensoren, wie z. B.
Temperatur-Messfühler im Abgaszweig von Motoren, insbesondere Mantelthermoelementen ausgegangen, wobei dieser Anschluss ein Rohr oder eine Hülse umfasst, an dessen zum Messort gerichteten Ende mindestens ein Sensorelement befindlich ist. Über das Rohr oder die Hülse werden
Anschlussleitungen vom Sensorelement zum vom Messort entfernten Ende geführt, wobei die elektrisch isolierten Anschlussleitungen des mindestens einen Sensorelements mit einem, insbesondere konfektionierten, Kabel in Verbindung stehen und der Verbindungsbereich von einer Schutzanordnung umgeben ist. Das konfektionierte Kabel stellt dann die elektrische Verbindung zwischen Sensor und einer Signalverarbeitungs- und Auswerteeinheit dar.
Erfindungsgemäß ist nach einem ersten Aspekt vom Rohr- oder Hülsenende in Richtung Verbindungsbereich ein Kriechstrecken verlängernder Formkörper, der selbst aus einem isolierenden Material besteht, mit Trennstegen zur beabstandeten Fixierung der Anschlussleitungsenden befindlich.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der gesamte Abschnitt zwischen Rohr- oder Hülsenende, Verbindungsbereich und Kabel mediendicht umspritzt oder mediendicht verschweißt.
Diese Umspritzung ist bevorzugt aus einem isolierenden Kunststoffmaterial bestehend.
Weiter ausgestaltend können die Umspritzungen einen Abschnitt der Außenoder Isolationsumhüllung des Kabels umfassen.
Am abgangsseitigen Ende des Kabels, d.h. an dem Ende, wo das Kabel in die Signalverarbeitungs- und -auswerteeinheit eingeführt ist, bzw. in der Nähe einer solchen Einheit kann eine Entlüftungsmembran angeordnet werden.
Diese Entlüftungsmembran besitzt bei einer bevorzugten Ausgestaltung eine Ventilfunktion.
Hierdurch können eingeschlossene Gase austreten, jedoch kann kein Gas in das Innere des Verbindungsbereichs hinein gelangen, so dass es zu keiner unerwünschten Erhöhung des Innendrucks kommt.
Eine äußere Schutzanordnung ist als metallischer Hohlkörper, insbesondere zylindrischer Hohlkörper ausgebildet, welcher sich von der Sensorelementeseite bis hin zur Außenumhüllung des Kabels erstreckt.
Der metallische Hohlkörper kann hier mit einer Schutzhülse des Sensorelements stoffschlüssig, z. B. durch Laserschweißung verbunden werden. Ergänzend kann zwischen der Außenumhüllung des Kabels und dem metallischen Hohlkörper eine Dichtung angeordnet werden.
An den stoffschlüssigen Verbindungsabschnitt kann sich ein Verpressungs- abschnitt anschließen, der auf das Rohr oder die Hülse bzw. die Schutzhülse des Sensorelements wirkt.
Im Bereich des Formkörpers kann der metallische Hohlkörper eine Aufweitung aufweisen, um unerwünschte Druckkräfte auf den vom Formkörper umschlossenen Anschlussleitungsbereich zu vermeiden.
Der Formkörper besitzt Durchgangsöffnungen zur Aufnahme der Anschlussleitungen, wobei die Abschnitte zwischen den Durchgangsöffnungen als Trennstege wirken.
Bei einer Ausgestaltung weist der Formkörper einen Stufenabschnitt auf, um die Kriechstrecken verlängernde Wirkung zu verbessern.
Erfindungsgemäß ist nach einem zweiten Aspekt am Rohr- oder Hülsenende in Richtung Verbindungsbereich ein umhüllender Stützkragen vorgesehen, dessen Außendurchmesser größer als der Durchmesser des Rohr- oder
Hülsenendes ist, wobei der Stützkragen nebst Verbindungsbereich über eine Umspritzung verfügt.
Bei diesem Erfindungsaspekt stabilisiert der Stützkragen einerseits die in einem folgenden Fertigungsschritt ausgebildete Umspritzung. Andererseits schafft der Stützkragen einen Raum, der mindestens im Bereich des in diesen Raum eintauchenden Rohr- oder Hülsenendes mit einem Dichtmaterial verschlossen ist. Hierbei kann es sich um eine Glasperle oder ein
Höchte mperatur-Kunststoffmaterial handeln.
Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung ist das Rohr oder die Hülse abschnittsweise von einem äußeren Stützrohr umgeben. Dieses Stützrohr ist bevorzugt am vom Thermoelement entfernten Ende angeordnet und wird kraft- und/oder formschlüssig über einen Einzug am Rohr oder an der Hülse fixiert. Das Stützrohr selbst kann der Aufnahme eines Befestigungsflansches dienen oder einstückig mit einem solchen Befestigungsflansch versehen sein.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die innerhalb des Rohres verlaufenden Messleitungen am Thermoelement-seitigen Ende verdrillt. Diese Verdrillung führt zu einer Zentrierung und einem
gegenseitigen Ausrichten der Messleitungen. Am Verbindungsabschnitt der beiden Messleitungen, der beispielsweise durch ein Wasserstoff-Schweißverfahren erzeugt wird, entsteht dann die Thermoelement-Messperle.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung mit Formkörper, der sich vom Rohr- oder Hülsenende in Richtung Verbindungsbereich zum Zweck einer Kriechstreckenverlängerung erstreckt, in prinzipieller Schnittdarstellung,
Fig. 2 eine prinzipielle Schnittdarstellung, wobei der Bereich
zwischen Formkörper und isolierter Adernherausführung aus dem Kabel vollständig mediendicht verschweißt oder umspritzt ist,
Fig. 3 eine prinzipielle Schnittdarstellung mit einer Umspritzung ähnlich derjenigen wie in der Fig. 2 gezeigt, jedoch hier geführt bis zum Außen- oder Isolationsumhüllungsbereich des Kabels sowie einer Entlüftungsmembran am abgangs- seitigen Ende des Kabels,
Fig.4 eine Prinzipschnittdarstellung der erfindungsgemäßen
Anordnung mit Kriechstrecken verlängerndem Formkörper und Schutzanordnung, ausgebildet als zylindrischer, metallischer Hohlkörper, hier ohne Umspritzung, wobei jedoch bei dieser Ausführungsform auch eine Umspritzung, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, möglich ist,
Fig. 5 eine Ausführung ähnlich Fig. 4 mit zusätzlicher Buchse 16 zur Verpressung und Zugentlastung,
Fig. 6 - Fig. 8 Ausführungsvarianten des Isolationsformkörpers in Schnittdarstellung,
Fig. 9 eine Ausführungsform mit umhüllendem Stützkragen,
Fig. 10 eine erfindungsgemäße Weiterbildung mit äußerem
Stützrohr und
Fig. 11 eine bevorzugte Lösung mit verdrillten Messleitungsenden im Bereich des Thermoelements.
Bei den nachstehenden Erläuterungen der Figuren wird jeweils für dieselben Elemente auf die gleichen Bezugszeichen zurückgegriffen.
Bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 4 wird von einem Temperatur-Messfühler ausgegangen, der eine Messspitze 1 mit einem Thermoelement aufweist.
Anschlussenden des Thermoelements sind über ein Rohr 2 geführt, wobei im Bereich 3 eine Einglasung vorhanden ist.
Enden der Anschlussdrähte des Thermoelements 1 werden an den Abschnitten 4 mit abisolierten Enden der Adern 5 des Kabels 6, z. B. durch Splice-Technik verbunden. Alternativ können die Anschlussdrähte des Thermoelementes 1 in Hülsen eingesteckt werden, welche sich an den Enden der Adern 5 des Kabels 6 befinden. Hier kann die Schneid-Klemmtechnik oder ein Press-fit-Verfahren genutzt werden. Ein Kriechstrecken verlängernder Formkörper 7 nimmt die Enden des Thermoelementenanschlusses auf.
Wie aus den Figuren ersichtlich, ist der Formkörper 7 gestuft ausgebildet, so dass sichergestellt ist, dass zwischen den Abschnitten 4 keine Kurzschlussgefahr besteht.
Unerwünschte Kriechströme zwischen der Außenoberfläche des Rohres 2 und den Anschlussenden des Thermoelements 1 werden bei der Lösung gemäß Fig. 1 vermieden.
Eine weitere Verbesserung des Kriechstreckenverhaltens ist gemäß den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2 bis 4 möglich.
Hier wird, wie in der Fig. 2 gezeigt, der Abschnitt vom Einglasungsbereich 3 bis hin zu den isolierten Adern 5 einschließlich des Verbindungsbereichs 4 umspritzt, und zwar durch ein mediendichtes Material, insbesondere eine Kunststoffspritzmasse, welche mit dem Formkörper 7 und den isolierenden Adern 5 mediendicht verschweißt werden kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 reicht die Umspritzung 8 bis zur Außenoder Isolationsumhüllung 9 des Kabels 6.
Bei dieser Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn im Übergangsbereich Kabel 6 und der Signalverarbeitungs- und -auswerteeinheit 10 eine
ventilartige Entlüftungsmembran 11 vorhanden ist.
Wie in der Fig. 4 gezeigt, kann die vorstehend beschriebene Anordnung mit einem metallischen Hohlkörper 12 umgeben sein, wobei dieser metallische Hohlkörper 12 stoffschlüssig mit dem Rohr 2 verbunden und im Bereich 9 des Kabels 6 ergänzend eine Dichtung 13 vorgesehen ist.
Der metallische Hohlkörper 12, der bevorzugt zylindrisch ausgeführt ist, kann im Bereich des Schirmmantels 14 des Kabels 6 mit einer Verpressung 15 versehen sein, die gleichzeitig als Zugentlastung wirkt. Ergänzend kann auch im Bereich der stoffschlüssigen Verbindung mit dem Rohr 2 ein Verpressungsabschnitt ausgebildet werden, um die z.B.
Laserschweißnaht mechanisch zu entlasten.
Die Entlüftung 11 ist bevorzugt als Membran-Entlüftung realisiert, d. h. dass Gase austreten können, jedoch ein Zugang von Gasen, aber auch
Flüssigkeiten verhindert ist.
Das Kabel 6 kann als Thermoleitung nach IEC 60584 ausgeführt werden, wobei anstelle einer Spleiß-Verbindung auch andere geeignete elektrische Verbindungstechniken einsetzbar sind. Denkbar ist Umcrimpen,
gegebenenfalls unterstützt durch eine Laserschweißung entlang der
Crimphülse. Hierdurch können insbesondere starre oder halbstarre Leitungen sicher mit einem flexiblen Litzenkabel kontaktiert werden.
Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform in Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Anordnung in derjenigen nach Fig. 4, wobei jedoch hier ergänzend eine zusätzliche Buchse 16 zur Verpressung und Zugentlastung vorhanden ist. Diese Buchse wird zum einen auf dem Anschlusskabel 6 und zum anderen auf der Außenumhüllung 9 durch Verpressen fixiert.
Die Darstellungen nach den Fig. 6 bis 8 zeigen Varianten des Formkörpers in Längsschnittdarstellung.
Gemäß Fig. 7 handelt es sich um eine zylindrische Ausführung mit Stufenschnitt, wobei Kapillare 17 zur Durchführung des Anschlusses des Thermoelementes vorhanden sind.
Bei der Darstellung nach Fig. 7 wird wiederum von einer zylindrischen Ausführung mit Stufenschnitt und Kapillaren 17 ausgegangen, wobei jedoch der Zylinder umfangseitig einen hervorspringenden Anschlag 18 aufweist. Dieser Anschlag 18 befindet sich auch bei der Variante mit zylindrischer Ausführung und Stufenschnitt nach Fig.8, wobei hier jedoch beidseitig des Anschlages spezielle Dichtlabyrinthe 19 vorhanden sind.
Die Fig.9 zeigt eine Längsschnittdarstellung eines Abschnitts des gekapselten elektrischen Anschlusses für Mantelthermoelemente zur Bildung von
Temperaturmessfühlern, insbesondere zu deren Einsatz im Abgaszweig von Brennkraftmaschinen.
Am vom Thermoelement (nicht gezeigt) entfernten Ende ist das Rohr 2 in Richtung Verbindungsbereich 4 mit einem umhüllenden Stützkragen 20 versehen. Es ist aus der Fig.9 ersichtlich, dass der Außendurchmesser des Stützkragens 20 größer als der Durchmesser des Rohres 2 ist, wobei der Stützkragen 20 mit Verbindungsbereich 4 nach Ankontaktierung der Adern (siehe beispielsweise Fig. 1) von einer Umspritzung 8 umhüllt ist. Bei der Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 9 kann selbstverständlich auch der Formkörper 7 mit den voranstehend geschilderten Eigenschaften und
Merkmalen eingesetzt werden, was jedoch nicht zwingend ist.
Der Stützkragen 20 ist stoffschlüssig, bevorzugt durch eine Laser- Schweißnaht 21 mit dem Rohr 2 verbunden.
Der vom Stützkragen 20 gebildete Raum kann mindestens im Bereich des hier eintauchenden Rohr- oder Hülsenendes mit einem Dichtmaterial 3
verschlossen werden. Dieses Dichtmaterial 3 kann z.B. ein Hochtemperatur- Kunststoffmaterial sein.
Gemäß der Darstellung nach Fig. 10 ist das Rohr 2 abschnittsweise von einem äußeren, bevorzugt metallischen Stützrohr 23 umgeben.
Das Stützrohr 23 ist am vom Thermoelement 1 (Messspitze) entfernten Ende angeordnet und kann bei einer Ausführungsform wie in der Figur gezeigt über einen Befestigungsflansch 24 verfügen. Das Stützrohr 23 ist kraft- und/oder formschlüssig über einen Einzug 22 am Rohr bzw. an der Hülse 2 fixiert.
Eine Stabilisierung der Messspitze mit Thermoelement 1 gelingt gemäß einer Lösung, wie in Fig. 11 dargestellt.
Die im Rohr 2 geführten Messleitungen 25 liegen Thermoelement-seitig frei und verfügen über eine zentrierende Verdrillung 26. Hierdurch richten sich die Messleitungen zueinander aus und es tritt eine Stabilisierung des gesamten Messspitzenbereichs ein.
Bezugszeichenliste
1 Thermoelement
2 Rohr
3 Einglasung
4 Abschnitt
5 Ader
6 Kabel
7 Formkörper
8 Umspritzung
9 Außenumhüllung
10 Signalverarbeitungseinheit
11 Entlüftung
12 metallischer Hohlkörper
13 Dichtung
14 Schirmmantel
15 Verpressung
16 Buchse, außen
17 Kapillare
18 Anschlag
19 Dichtlabyrinth
20 Stützkörper
21 Schweißnaht
22 Einzug Stützrohr
Befestigungsflansch
Messleitung / Anschlussleitung Verdrillung
