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Title:
ENERGY STORAGE DEVICE AND METHOD FOR THE REVERSIBLE STORAGE OF ENERGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/010343
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an energy storage device for the reversible storage of energy. Said device comprises a reversibly designed metal/metal oxide store for the indirect storage of energy in the form of at least one fluid material, a reversibly designed electrolysis device for providing and using the fluid material in at least one electrolysis reaction and liquid exchange means for exchanging liquid materials between the reversibly designed metal/metal oxide store and the electrolysis device, wherein in particular the metal/metal oxide store is arranged spatially separated from the electrolysis device. The invention further relates to a corresponding method and to a corresponding use of said energy storage device.

Inventors:
ISE, Martin (Böhmlach 78, Erlangen, 91058, DE)
LANDES, Harald (Waldstr. 38, Rückersdorf, 90607, DE)
Application Number:
EP2011/058136
Publication Date:
January 26, 2012
Filing Date:
May 19, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ISE, Martin (Böhmlach 78, Erlangen, 91058, DE)
LANDES, Harald (Waldstr. 38, Rückersdorf, 90607, DE)
International Classes:
C25B1/04; C01B3/06; H01M8/06; H01M8/18
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Energiespeichervorrichtung (V) zum reversiblen Speichern von Energie, insbesondere aus regenerativen Energiequellen, wobei die Energiespeichervorrichtung (V) aufweist:

einen reversibel ausgebildeten Metall-/Metalloxidspeicher (1) zum mittelbaren Speichern der Energie in Form zumindest eines fluiden Stoffes,

eine reversibel ausgebildete Elektrolyse-Einrichtung (2) zum Bereitstellen und Verwenden des fluiden Stoffes bei zumindest einer Elektrolyse-Reaktion, sowie

Fluidaustauschmittel ( L i , L2 ) zum Austauschen von fluiden Stoffen zwischen dem reversibel ausgebildeten Metall-/Metall- oxidspeicher (1) und der Elektrolyse-Einrichtung (2),

wobei der Metall-/Metalloxidspeicher (1) von der Elektrolyse- Einrichtung (2) räumlich getrennt angeordnet ist.

2. Energiespeichervorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall-/Metalloxidspeicher (1) als Ei- sen-/Eisenoxidspeicher und/oder die Elektrolyse-Einrichtung (2) als Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung ausgebildet ist.

3. Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass Wärmeaustausch- mittel (3, L4 ) und/oder Wärmeerzeugungsmittel (H) angeordnet sind, um Wärmeenergie zwischen dem Metall-/Metalloxidspeicher (1) und der Elektrolyse-Einrichtung (2) auszutauschen und/ oder um Wärme zum Betrieb der Energiespeichervorrichtung (V) mit einer bestimmten Temperatur zur Verfügung zu stellen.

4. Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Starthilfs¬ mittel (6) zum Starten der Energiespeichervorrichtung (V) angeordnet ist, insbesondere ein Verdampfer, vorzugsweise ein Wasserverdampfer.

5. Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass passive und/ oder aktive Steuermittel (4, 5a, 5b) für die Fluidaustausch- mittel ( L i , L2 ) zum Vorgeben einer Richtung für den Flui- daustausch vorgesehen sind. 6. Energiespeichervorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aktiven Steuermittel (4) ein Gebläse, insbesondere ein Hochtemperaturgebläse aufweisen.

7. Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der An- sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Abwärmenut¬ zungsmittel (7a) , insbesondere für die Elektrolyse-Einrich¬ tung (2), zur Umwandlung von überschüssiger Abwärme in elektrische Energie vorgesehen sind. 8. Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebs¬ temperatur zumindest des Metall-/Metalloxidspeichers (1) und/oder der Elektrolyse-Einrichtung (2) oberhalb von ca. 500°C, insbesondere oberhalb von ca. 750°C, vorzugsweise in einem Bereich zwischen 800°C und 1000°C liegt.

9. Verfahren zum reversiblen Speichern von Energie, insbesondere aus regenerativen Energiequellen, welches zum Ablauf auf einer Energiespeichervorrichtung gemäß zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8, geeignet ist und die folgenden Schritte aufweist :

Zuführen (Sl) erzeugter elektrischer Energie zu einer reversibel ausgebildeten Elektrolyse-Einrichtung (2), Erzeugen (S2) zumindest eines fluiden Stoffes durch

Elektrolyse mittels der Elektrolyse-Einrichtung (2), Speichern (S3) des fluiden Stoffes in einem räumlich von der Elektrolyse-Einrichtung (2) getrennten Metall-/Me- talloxidspeicher (1),

Zuführen (S4) des zumindest einen gespeicherten fluiden Stoffes aus dem Metall-/Metalloxidspeicher (1) zu der Elektrolyse-Einrichtung (2), und Erzeugen (S5) von elektrischer Energie anhand umgekehrter Elektrolyse mittels der Elektrolyse-Einrichtung (2) mit dem zumindest einen fluiden Stoff.

10. Verfahren zum reversiblen Speichern von Energie gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Wärme zwischen der Elektrolyse-Einrichtung (2) und dem Metall-/Metalloxidspei- cher (1) ausgetauscht wird.

11. Verwendung eines Metall-/Metalloxidspeichers (1), insbe¬ sondere eines Eisen-/Eisenoxid-Speichers, welcher räumlich von einer Elektrolyse-Einrichtung (2), insbesondere einer Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung, getrennt ist, zum reversiblen mittelbaren Speichern von Energie aus regenerativen Energiequellen, mittels zumindest eines fluiden Stoffes.

Description:
Beschreibung

Energiespeichervorrichtung und Verfahren zum reversiblen Speichern von Energie

Die Erfindung betrifft eine Energiespeichervorrichtung zum reversiblen Speichern von Energie, insbesondere aus regenera ¬ tiven Energiequellen sowie ein entsprechendes Verfahren. Durch die immer größer werdende Nutzung von Energie aus rege ¬ nerativen Energiequellen, beispielsweise aus Windenergie oder Solarenergie, sind Maßnahmen zur Speicherung von immer größeren Mengen der damit erzeugten Energiemengen notwendig. Da die Erzeugung elektrischer Energie aus regenerativen Quellen Wetterbedingungen unterliegt, wie beispielsweise der Wolken ¬ bedeckung oder der Windstärke, schwankt die Erzeugung von elektrischer Energie und die Planbarkeit für die Verfügbar ¬ keit der elektrischen Energie wird erheblich erschwert. Um tägliche Schwankungen auszugleichen als auch eine langfristige Speicherung wegen der jahreszeitlichen Schwankungen der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen zu ermöglichen, ist eine Speicherung/Pufferung der erzeugten elektrischen Energie wünschenswert. Bisher wurde die elektrische Energie aus regenerativen Energiequellen aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Leistung in der Regel direkt in das Stromnetz eingespeist und gegebenenfalls hierfür konventio ¬ nelle Kraftwerke dafür entsprechend gedrosselt, so dass eine Speicherung der erzeugten elektrischen Energie aus regenera- tiven Energiequellen nicht notwendig war. Für kleine Mengen erzeugter elektrischer Energie stehen hierfür bereits bekannte Batterien bzw. Akkumulatoren, genauer Blei- und Lithium- Ionen-Akkumulatoren oder NaS-Batterien, zur Verfügung. Eine zusätzliche Form der Speicherung elektrischer Energie ist beispielsweise auch durch eine Elektrolyse gegeben, das heißt, ein fluider Stoff, beispielsweise Wasser, wird hierbei zumindest teilweise in seine Bestandteile zerlegt und zumin- dest ein Bestandteil wird gespeichert. Soll nun die gespei ¬ cherte Energie wieder abgerufen werden, reagieren zwei Bestandteile, umfassend den gespeicherten Bestandteil, zu dem ursprünglichen Stoff. Bei dieser Reaktion entsteht wiederum Energie, die dann, umgewandelt in elektrische Energie, in das Stromnetz bei entsprechendem Bedarf wieder eingespeist werden kann. Verwendung finden hier bisher die Niedertemperatur- Elektrolyseure mit alkalischen Elektrolyten oder Polymer- Elektrolytmembranen. Derartige Elektrolyseure weisen jedoch einen relativ niedrigen Wirkungsgrad auf. Zudem wird viel

Energie für die Komprimierung des bei der Elektrolyse entste ¬ henden Wasserstoffs benötigt, falls Wasser durch die Elektro ¬ lyse in seine Bestandteile zerlegt wird. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Energiespeichervorrichtung zum reversiblen Speichern von Energie zur Verfügung zu stellen, welche die vorstehend genannten Nachteile beseitigt, insbesondere einen verbesserten Wir ¬ kungsgrad aufweist und gleichzeitig einfach und kostengünstig herstellbar ist.

Die Aufgabe wird durch eine Energiespeichervorrichtung zum reversiblen Speichern von Energie, insbesondere aus regenera ¬ tiven Energiequellen, umfassend einen reversibel ausgebilde- ten Metall-/Metalloxidspeicher zum mittelbaren Speichern der Energie in Form zumindest eines fluiden Stoffes, eine rever ¬ sibel ausgebildete Elektrolyse-Einrichtung zum Bereitstellen und Verwenden des fluiden Stoffes bei zumindest einer Elekt ¬ rolyse-Reaktion, sowie Fluidaustauschmittel zum Austauschen von fluiden Stoffen zwischen dem reversibel ausgebildeten Me- tall-/Metalloxidspeicher und der Elektrolyse-Einrichtung, wobei insbesondere der Metall-/Metalloxidspeicher von der

Elektrolyse-Einrichtung räumlich getrennt angeordnet ist sowie durch ein Verfahren zum reversiblen Speichern von Ener- gie, insbesondere aus regenerativen Energiequellen, vorzugs ¬ weise geeignet zum Ablauf auf einer Vorrichtung gemäß zumin ¬ dest einem der Ansprüche 1-8, umfassend die Schritte: Zuführen erzeugter elektrischer Energie, insbesondere hergestellt aus regenerativen Energiequellen, zu einer reversibel ausgebildeten Elektrolyse-Einrichtung, Erzeugen zumindest eines fluiden Stoffes durch Elektrolyse mittels der Elektroly- se-Einrichtung,

Speichern des fluiden Stoffes in einem insbesondere räumlich von der Elektrolyse-Einrichtung getrennten Metall-/Metall- oxidspeicher,

Zuführen des zumindest einen gespeicherten fluiden Stoffes aus dem Metall-/Metalloxidspeicher zu der Elektrolyse-Einrichtung,

Erzeugen von elektrischer Energie anhand umgekehrter Elektrolyse mittels der Elektrolyse-Einrichtung mit dem zumindest einen fluiden Stoff, gelöst.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.

Vorteilhafterweise ist der Metall-/Metalloxidspeicher als Ei- sen-/Eisenoxidspeicher und/oder die Elektrolyse-Einrichtung als Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung ausgebildet. Der Vorteil dabei ist, dass bei der Ausbildung des Speichers als Eisen- /Eisenoxidspeicher dieser hinsichtlich bezogen auf die speicherbare Energiemenge kostengünstig ist, da der Preis für das Eisen-Rohmaterial niedrig ist. So kostet das Eisen-Rohmate ¬ rial nur ca. 0,3 EUR pro kW-Stunde. Gleichzeitig ist entspre ¬ chende Energiedichte sehr hoch, da pro drei Eisen-Atome bis zu vier Sauerstoffatome gebunden werden können, so dass bezo ¬ gen auf das Volumen von reinen Fe 3 Ü 4 , ca. 70 % der Energie- dichte von Erdöl erreicht werden können. Ist die Elektrolyse- Einrichtung als Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung ausgebildet, kann die zu speichernde elektrische Energie der reversiblen Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung effektiv genutzt werden, da beispielsweise eine Zersetzungsspannung für Wasserdampf bei hohen Temperaturen geringer ist als bei niedrigeren Temperaturen. Damit lässt sich bei einem autothermen Betrieb ein elektrischer Wirkungsgrad von bis zu 94 % bezogen auf eine Äquivalenzspannung entsprechend dem unteren Heizwert von gas- förmigem Wasserstoff erreichen. Auf diese Weise lassen sich mindestens 50% der eingespeisten elektrischen Energie auch als energische Energie zurückgewinnen abzüglich etwaiger geringer Verluste durch Hilfsaggregate.

Zweckmäßigerweise sind Wärmeaustauschmittel und/oder Wärmeer ¬ zeugungsmittel angeordnet, um Wärmeenergie zwischen dem Me- tall-/Metalloxidspeicher und der Elektrolyse-Einrichtung auszutauschen und/oder um Wärme zum Betrieb der Energiespeicher- Vorrichtung mit einer bestimmten Temperatur zur Verfügung zu stellen. Der Vorteil dabei ist, dass beispielsweise die beim Betrieb der Elektrolyse-Einrichtung als Brennstoffzelle, also im umgekehrten Elektrolyse-Betrieb, entstehende Wärme, dem Metall-/Metalloxidspeicher zugeführt werden kann, so dass ge- gebenenfalls lediglich eine Heizung benötigt wird, um den Me- tall-/Metalloxidspeicher zunächst auf Betriebstemperatur zu bringen; diese kann anschließend abgeschaltet werden, so dass es den Wirkungsgrad der Energiespeichervorrichtung weiter erhöht .

Vorteilhafterweise ist ein Starthilfsmittel zum Starten der Energiespeichervorrichtung angeordnet, insbesondere ein Verdampfer, vorzugsweise ein Wasserverdampfer. Durch einen Verdampfer kann die Energiespeichervorrichtung sowohl im Spei- cherbetrieb, respektive Ladebetrieb, als auch im Bereitstel ¬ lungsbetrieb, respektive Entladebetrieb, gestartet werden. Gleichzeitig kann das Starthilfsmittel auch dazu dienen, Le ¬ ckageverluste zu kompensieren. Bei Verwendung eines Wasserverdampfers können so Leckageverluste der gasförmigen Stoffe Wasserdampf und Wasserstoff kompensiert werden.

Zweckmäßigerweise sind passive und/oder aktive Steuermittel für die Fluidaustauschmittel angeordnet zum Vorgeben einer Richtung für den Fluidaustausch . Die passiven und/oder akti- ven Steuermittel sind zur Kontrolle der jeweiligen Fluidströ- me innerhalb der Energiespeichervorrichtung angeordnet. Auf diese Weise kann die Energiespeichervorrichtung sowohl im Speicher- als auch im Bereitstellungsbetrieb einfach und zu- verlässig betrieben werden. Durch die Anordnung der passiven und/oder aktiven Steuermittel ist es möglich, eine Strömungs ¬ richtung des fluiden Stoffes bzw. der fluiden Stoffe umzukehren, das heißt es wird eine homogenere Nutzung des Metall- /Metalloxidspeichers bzw. der reversiblen Elektrolyse-Einrichtung ermöglicht. Passive Steuermittel können beispiels ¬ weise Ventile, insbesondere Dreiwegeventile umfassen.

Zweckmäßigerweise umfassen die aktiven Steuermittel ein Ge- bläse, insbesondere ein Hochtemperatur-Gebläse. Der Vorteil dabei ist, dass dem fluiden Stoff nicht Wärme entzogen und anschließend wieder zugeführt werden muss bei einer Beförde ¬ rung durch das Hochtemperaturgebläse. Außerdem wird eine mög ¬ liche Kondensation von Stoffen vermieden und so ein zuverläs- siger Transport des gleichen Stoffes gewährleistet.

Vorteilhafterweise sind Abwärmenutzungsmittel, insbesondere für die Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung vorgesehen zur Umwandlung von überschüssiger Abwärme in vorzugsweise elektri- sehe Energie. Auf diese Weise ist es möglich, die bei einem umgekehrten Elektrolysebetrieb der Elektrolyse-Einrichtung entstehende überschüssige Abwärme zu nutzen. Damit kann der Gesamtwirkungsgrad der Energiespeichervorrichtung weiter erhöht werden.

Vorteilhafterweise liegt die Betriebstemperatur zumindest des Metall-/Metalloxidspeichers und/oder der Festoxid-Elektro ¬ lyse-Einrichtung oberhalb von ca. 500°C, insbesondere ober ¬ halb von ca. 750°C, vorzugsweise im Bereich zwischen 800°C und 1000°C. Der Vorteil dabei ist, dass damit die Energie ¬ speichervorrichtung bei ihrer optimalen Betriebstemperatur betrieben wird, so dass ein möglichst hoher Wirkungsgrad er ¬ reicht wird; die Effizienz der Energiespeichervorrichtung wird damit erheblich verbessert.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Dabei zeigt:

Figur 1 in schematischer Form einen Aufbau einer Energie- Speichervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine Energiespeichervorrichtung gemäß einer zweiten

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Figur 3 ein Verfahren gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 1 zeigt in schematischer Form einen Aufbau einer Energiespeichervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In Fig. 1 bezeichnet Bezugszeichen V eine Energiespeichervorrichtung V gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Sie umfasst einen Metall-/Metalloxidspeicher 1 und eine Festoxid-Elektrolyseeinrichtung 2, die über Leitungen Li, L2 für einen Austausch von Fluiden, hier Wasserdampf bzw. gasförmiger Wasserstoff, miteinander verbunden sind. Zusätzlich sind in der Leitung Li ein Hochtemperatur-Gebläse 4 so ¬ wie stromab- bzw. aufwärts des Hochtemperaturgebläses 4 Drei ¬ wegeventile 5a, 5b angeordnet. Das Hochtemperatur-Gebläse 4 sowie die Dreiwegeventile 5a, 5b dienen zur Steuerung der

Richtung des durch die Leitungen Li und L2 strömenden Fluids vom Metall-/Metalloxidspeicher 1 zur Festoxid-Elektrolyse- Einrichtung 2 bzw. umgekehrt. An der Leitung L2 ist ein Auskoppelungsventil 8a angeordnet, um Wasserstoffgas und/oder Wasserdampf auskoppeln zu können. Zusätzlich zur fluidischen Kopplung von Festoxid-Elektrolyse- Einrichtung 2 und Metall-/Metalloxidspeicher 1 mittels der Leitungen Li, L2 sind Wärmeaustauschmittel 3 angeordnet, die über Leitungen L 4 oder ähnliches einerseits mit der Festoxid- Elektrolyse-Einrichtung 2 und andererseits mit dem Metall- /Metalloxid-Speicher 1 zum Austausch von Wärme thermisch gekoppelt sind. An der Leitung Li ist weiter ein Wasserverdampfer 6 angeordnet, der zum Einbringen von Wasserdampf in die Energiespeichervorrichtung V dient. Mittels des Wasserverdampfers 6 ist dann ein Starten der Energiespeichervorrichtung sowohl im Elektrolyse-Modus als auch im umgekehrten Elektrolyse- bzw. Entlade-Modus , respektive Lade-Modus, möglich. An der Fest ¬ oxid-Elektrolyse-Einrichtung 2 ist eine weitere Leitung L3 angeschlossen, die zum einen über ein weiteres Auskoppelven- til 8b verfügt, um gasförmigen Sauerstoff auskoppeln zu kön ¬ nen. Im weiteren Verlauf der Leitung L3 mündet diese in einen ersten Wärmetauscher 7b, der für die Festoxid-Elektrolyse- Einrichtung 2 benötigte Luft 9 zuführt und bei dieser eine Temperaturerhöhung bewirkt. Stromabwärts des Wärmetauschers 7b ist ein weiterer Wärmetauscher 7a angeordnet, der zur Auskopplung überschüssiger Wärme aus der Energiespeichervorrichtung V dient. Hierzu strömt ein entsprechendes Wärmeträgerme ¬ dium 10 durch den Wärmetauscher 7a. Im Folgenden wird nun im Detail das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten für einen Energiespeicher bzw. zum Abruf elektrischer Energie beschrieben:

Zum Starten der Energiespeichervorrichtung V, um von außen zugeführte elektrische Energie E zu speichern, wird zunächst der Wasserverdampfer 6 mit Energie beaufschlagt und darin be ¬ findliches bzw. diesem Verdampfer 6 zugeführtes flüssiges Wasser verdampft. Über die Leitungen Li , die Ventile 5b, das Hochtemperaturgebläse 4, das Ventil 5a wird der Wasserdampf dann in die Festoxid-Elektrolyseeinrichtung 2 eingespeist. Dort wird dieser dann mittels der zugeführten elektrischen Energie E in Wasserstoff und Sauerstoff durch Elektrolyse zerlegt . Der Sauerstoff wird dann über die Leitung L3 abgeführt und kann zur weiteren Verarbeitung beispielsweise über das Ventil 8b abgegriffen werden. Bei diesem Elektrolysevorgang befindet sich die Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung 2 auf einer Tempe- ratur von ca. 900°C. Der Wasserstoff wird nun zusammen mit eventuellem Wasserdampf über die Leitungen L 2 gemäß Fig. 1 in den Eisen-/Eisenoxidspeicher 1 mittels des Hochtemperaturgebläses 4 sowie der Ventile 5a, 5b gefördert.

Um den Wasserstoff nun zu speichern, reagiert der Wasserstoff mit dem Eisenoxid des Eisen-/Eisenoxidspeichers 1, beispiels ¬ weise Fe 3 Ü 4 + 4H 2 -> 3Fe + 4H 2 O. Das so entstehende Wasser bzw. der Wasserdampf sind nun über die Leitung Li, die Venti- le 5b, 5a mittels des Gebläses 4 zur Festoxid-Elektrolyse- Einrichtung 2 transportiert, wobei dort das Wasser wiederum in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird.

Im umgekehrten Fall, d. h. um die Energie in Form des redu- zierten Eisenoxids aus dem Eisen-/Eisenoxidspeicher 1 abzurufen, wird nun über den Wasserverdampfer 6 mittels des Hochtemperaturgebläses 4 und des Ventils 5b Wasserdampf in den Eisen-/Eisenoxidspeicher transportiert. Der dabei entstehende Wasserstoff wird mittels der Reaktion 3Fe + 4H 2 O -> Fe 3 Ü 4 + 4H 2 mittelbar über das Hochtemperaturgebläse 4 über die Lei ¬ tung L 2 zur Festoxid-Elektrolyse-Einrichtung 2 transportiert. Über eine Leitung L 5 wird weiter Luft 9 zu der Festoxid- Elektrolyse-Einrichtung 2 transportiert; deren Sauerstoff reagiert dann mit dem Wasserstoff aus dem Eisen-/Eisenoxid- Speicher 1 zu Wasser bzw. Wasserdampf. Der Wasserdampf wird über die Leitungen Li, das Ventil 5a, das Gebläse 4, das Ven ¬ til 5b wiederum zum Eisen-/Eisenoxid-Speicher 1 transportiert, wo weiteres Eisen unter Bildung von Wasserstoff oxi- diert wird.

Um Wärmeverluste möglichst gering zu halten, umfasst die Energiespeichervorrichtung V entsprechende Isolierungen. Um möglichst effektiv die Durchschnittstemperatur innerhalb der Vorrichtung homogen zu halten, ist eine thermische Kopplung zwischen dem Eisen-/Eisenoxid-Speicher 1 und der Festoxid- Elektrolyse-Einrichtung 2 in Form von Wärmeaustauschmitteln 3 und Leitungen L 4 angeordnet. Fig. 2 zeigt eine Energiespeichervorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In Fig. 2 ist schematisch eine Energiespeichervorrichtung V gezeigt, die aus mehreren Eisen-/Eisenoxid-Speichern la, lb, lc und mehreren Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b besteht. Diese sind direkt benachbart und abwechselnd angeordnet. Der Wärmeaustausch zwischen den Eisen-/Eisenoxidspeichern la, lb, lc und den Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b erfolgt dabei mittels Konvektion, Wärmeleitung und/oder Strahlung. Über eine gemeinsame Leitung Li sind die Festoxid-Elektroly ¬ se-Einrichtungen 2a, 2b miteinander verbunden. Über die Leitungen Li kann dann analog zur Fig. 1 Wasserdampf den Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b zugeführt werden, die den Wasserdampf bzw. das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen. Der von den Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b erzeugte Wasserstoff wird über eine gemeinsame Leitung L2 von den Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b den Eisen- /Eisenoxid-Speichern la, lb, lc zugeführt, wo der Wasserstoff in den Eisen-/Eisenoxid-Speichern la, lb, lc unter Bildung von Wasser gespeichert werden kann. Das so gebildete Wasser wird nun von den Eisen-/Eisenoxid-Speichern la, lb, lc über die gemeinsame Leitung Li wiederum den parallel geschalteten Festoxid-Elektrolyse-Einrichtungen 2a, 2b zugeführt. Das Verfahren bei Abruf der gespeicherten Energie aus dem Eisen- /Eisenoxid-Speicher la, lb, lc erfolgt dann entsprechend ana ¬ log wie in Fig. 1 beschrieben. Ein Hochtemperaturgebläse 4 steuert dann dementsprechend die Flussrichtung des Wasser ¬ stoff- bzw. Wasserdampf-Stromes von/zu den Eisen-/Eisenoxid- speichern la, lb, lc bzw. den Festoxid-Elektrolyse-Einrich- tungen 2a, 2b.

Fig. 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß dem Anspruch 9. Es umfasst die Schritte:

- Zuführen (Sl) erzeugter elektrischer Energie zu einer re- versibel ausgebildeten Elektrolyse-Einrichtung (2),

- Erzeugen (S2) zumindest eines fluiden Stoffes durch

Elektrolyse mittels der Elektrolyse-Einrichtung (2), - Speichern (S3) des fluiden Stoffes in einem insbesondere räumlich von der Elektrolyse-Einrichtung (2) getrennten Metall-/Metalloxidspeicher (1),

- Zuführen (S4) des zumindest einen gespeicherten fluiden Stoffes aus dem Metall-/Metalloxidspeicher (1) zu der

Elektrolyse-Einrichtung (2),

- Erzeugen (S5) von elektrischer Energie anhand umgekehrter Elektrolyse mittels der Elektrolyse-Einrichtung mit dem zumindest einen fluiden Stoff.

Obwohl die vorliegende Erfindung bevorzugt anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar. So kann der Eisen-/Eisenoxid-Speicher aus fein strukturiertem Eisen- bzw. Eisenoxid-Teilchen bestehen, zum Beispiel kann er Partikel oder Drähte mit Durchmessern von ca. 0,01 bis 1 mm. Um ein gutes Durchströmen des Wasserstoffs bzw. des Wasserdampfes durch den Eisen- bzw. Eisenoxidspeicher zu gewähr- leisten, können diese mit einem fein strukturierten Keramik- Material, beispielsweise Pulver oder Fasern aus Aluminiumtri- oxid, versehen werden. Dies verhindert ebenfalls ein Zusam ¬ mensintern der Partikel bzw. der Drähte. Weiterhin ist es möglich, die Mischung aus Partikeln und/oder Drähten zu einem porösen Gesamtkörper oder zu kleinen porösen Körpern, die als Schüttung eingebracht sind, zu sintern. Weiterhin ist es mög ¬ lich, auch eine Heizung im Metall-/Metalloxidspeicher vorzusehen .