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Patent Searching and Data


Title:
EQUIPMENT AND METHOD FOR PRODUCING HOT-ROLLED STRIPS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/095250
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device and method for producing hot-rolled strips (260), wherein the device comprises the following features: a casting machine (110) for producing at least one cast strand (120), a separating unit (125) for severing slabs (130) from the cast strand (120), a rolling train for producing the hot-rolled strip from the slabs having a width smaller than a rolling width threshold value, and a transport system comprising a distributing guide (140) for selectively transporting the slabs out of the casting machine either into the rolling train or to a special treatment unit (400). In order to allow the plant to operate more effectively, according to the invention the casting machine is designed as a twin casting machine for producing the at least one cast strand having a width that is smaller or larger than the rolling width threshold value, and a control unit is provided for the distributing guide in order to branch off the slabs having a width smaller than the rolling width threshold value into the rolling train and in order to branch off the slabs having a width larger than the rolling width threshold value for the special treatment unit.

Inventors:
HOEN, Karl (Am Allen 5, Asbach, 53567, DE)
MÜLLER, Jürgen (Büdericher Straße 17a, Kaarst, 41564, DE)
SCHUSTER, Ingo (Bonnenring 83, Willich, 47877, DE)
WEYER, Axel (Nachtigallenweg 47, Wuppertal, 42349, DE)
Application Number:
EP2011/073723
Publication Date:
July 19, 2012
Filing Date:
December 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Straße 4, Düsseldorf, 40237, DE)
HOEN, Karl (Am Allen 5, Asbach, 53567, DE)
MÜLLER, Jürgen (Büdericher Straße 17a, Kaarst, 41564, DE)
SCHUSTER, Ingo (Bonnenring 83, Willich, 47877, DE)
WEYER, Axel (Nachtigallenweg 47, Wuppertal, 42349, DE)
International Classes:
B21B1/46
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Hemmerich & Kollegen, Hammerstr. 2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

Anlage (100) zum Erzeugen von Warmband (260), aufweisend:

eine Gießmaschine zum Erzeugen von mindestens einem Gießstrang (120);

eine Trenneinrichtung (125) zum Abtrennen von Brammen (130) von dem Gießstrang (120);

eine Walzstraße (210-250) zum Erzeugen des Warmbandes (260) aus den Brammen (130) mit einer Breite kleiner als ein Walzbreiten- Schwellenwert; und

ein Transportsystem mit einer von einer Steuereinrichtung gesteuerten Weicheneinrichtung (140) zum wahlweisen Transportieren der Brammen (130) aus der Gießmaschine entweder in die Walzstraße oder zu einer Sonderbehandlungseinrichtung (400);

dadurch gekennzeichnet, dass

die Gießmaschine als eine Zwillingsgießmaschine (1 10) ausgebildet ist zum Erzeugen des mindestens einen Gießstrangs (120) mit einer Breite, die kleiner oder größer als der Walzbreiten-Schwellenwert ist; und die Steuereinrichtung (150) für die Weicheneinrichtung vorgesehen ist zum Abzweigen der Brammen (130) mit einer Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert in die Walzstraße und zum Abzweigen der Brammen (130) mit einer Breite größer als der Walzbreiten- Schwellenwert für die Sonderbehandlungseinrichtung (400).

2. Anlage (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zwillingsgießmaschine (1 10) versetzt zu der Linie der Walzstraße angeordnet ist; und dass das Transportsystem eine erste Zuführeinrichtung (170), zum Beispiel eine Quer-Verfahreinrichtung, für die Brammen (130), die eine Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert aufweisen, umfasst zum Zuführen der Brammen von der Zwillingsgießmaschine (1 10) in die Linie der Walzstraße.

3. Anlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Warmhalteofen (200) zum Warmhalten der Brammen (130), die eine Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert aufweisen, während ihres Transportes von der Zwillingsgießmaschine (1 10) in die Linie der Walzstraße.

4. Anlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzstraße zumindest einzelne der folgenden Komponenten aufweist:

- eine Entzunderungseinrichtung (210);

- eine Stauchungseinrichtung (220);

- ein Reversierwalzgerüst (230);

- einer Fördereinrichtung (240) vor und/oder hinter dem Reversierwalzgerüst (230);

- eine Fertigwalzstraße (250) zum Walzen der Brammen (130) mit einer

Breite, die kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert ist.

5. Anlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das Transportsystem eine zweite Zufuhreinrichtung (180) für Brammen

(130) mit einer Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert aus einem ersten Lager (300) in die Walzstraße, aufweist; und ein Erwärmungsofen (310) vorgesehen ist zum Erwärmen der Brammen

(130) aus dem ersten Lager (300) auf eine geeignete Walztemperatur zum Walzen der Brammen (130) in der Walzstraße.

6. Anlage (100) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine zweite Steuereinrichtung (185) für die zweite Zufuhreinrichtung (180) vorgesehen und derart ausgebildet ist, die Zufuhr der Brammen (130) aus dem ersten Lager (300) in die Walzstraße zu ermöglichen, wenn die Walzstraße alleine mit Brammen (130) aus der Zwillingsgieß- maschine (1 10) nicht ausgelastet ist.

Anlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sonderbehandlungseinrichtung (400) entweder als ein zweites Lager ausgebildet ist oder als eine besondere Bearbeitungsstraße, inklusive eines Walzwerks, ausgebildet ist, zum Bearbeiten der Brammen (130) mit einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert.

8. Verfahren zum Betreiben einer Anlage (100) zum Erzeugen von Warm- band (260), aufweisend folgende Schritte:

- Erzeugen von mindestens einem Gießstrang (120);

- Abtrennen von Brammen (130) von dem Gießstrang (120);

- Transportieren der Brammen (130) entweder zum Walzen in eine Walzstraße (210-250) oder zu einer Sonderbehandlung;

- Walzen der Brammen (130) mit einer Breite kleiner als ein Walzbreiten-

Schwellenwert zu Warmband (260); und

gekennzeichnet durch, Erzeugen des mindestens einen Gießstranges (120) auf einer Zwillingsgießmaschine (1 10) mit einer Breite größer oder kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert;

Abzweigen der Brammen (130) mit einer Breite, die kleiner als der vorgegebene Walzbreiten-Schwellenwert ist zum Walzen in die Walzstraße; und

Abzweigen der Brammen (130) mit einer Breite, die größer als der vorgegebene Walzbreiten-Schwellenwert ist zu der Sonderbehandlung.

9. Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Brammen (130), deren Breite kleiner als der Walzbreiten- Schwellenwert ist, vor der Zufuhr in die Walzstraße in einem Warmhalteofen (200) auf Walztemperatur erwärmt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

während Produktionspausen der Zwillingsgießanlage (1 10) die Walzstraße aus einem ersten Lager (300) mit Brammen (130) mit einer Breite, die kleiner als der vorgegebene Walzbreiten-Schwellenwert ist, bedient wird.

1 1 .Verfahren nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Brammen (130) aus dem ersten Lager (300) vor dem Walzen auf Walztemperatur erhitzt werden.

Description:
Anlage und Verfahren zum Erzeugen von Warmband

Die Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zum Erzeugen von Warm- band, wobei eine Gießmaschine zum Erzeugen von m indestens einem Gießstrang, eine Trenneinrichtung zum Abtrennen von Brammen von dem Gießstrang, ein Transportsystem m it einer Weicheneinrichtung zum wahlweisen Transportieren der Brammen aus der Gießmaschine entweder in eine Walzstraße oder zu einer Sonderbehandlungseinrichtung verwendet werden. Die Walzstraße dient zum Erzeugen des Warmbandes aus den Brammen mit einer Breite kleiner als ein Walzbreiten-Schwellenwert.

Ein Produktionsplanungsverfahren zur Erhöhung der Durchsatzmenge bei der Produktion von Warmband ist aus der EP 1 363 750 bekannt. Bei diesem Ver- fahren wird die Walzstraße zum einen von einer Zwei-Strang-Gießanlage, die Dünnbrammen erzeugt, und zum anderen m it Brammen aus einem Lager bedient.

Die Brammen für das Lager werden von einer Zwillingsgießmaschine erzeugt, die Dickbrammen gießt. Diese Dickbrammen werden dann über eine Bram- menzuführungseinrichtung über einen Wiedererwärmungsofen einem nachgeordneten Vorgerüst zugeführt und zu Vorbändern gewalzt, die in Form von Coils der Walzstraße zugeführt werden. Durch die Coil-Zuführungseinrichtung werden zwar ungeplante Stillstandszeiten der Gießanlage überbrückt, allerdings wird ein enormer Energieaufwand nötig, um die Coils wieder auf Walztemperatur zu erhitzen.

Eine Gießwalzanlage, die ebenfalls Stranggießen und Walzen von Brammen vereint, wird in der DE 693 16 703 beschrieben. Insbesondere wird in der Druckschrift ein Verfahren zur Herstellung von gewickeltem Band, Blech in gewickelter Form oder diskreten Blechplatten beschrieben. Die Gießanlage wird im Ein-Strang-Gießverfahren betrieben und produziert Brammen verschiedener Breite, die entweder direkt in einen Ofen gegeben werden, um dann der Walzstraße zugeführt zu werden oder in einem Brammensammel- bzw. - Speicherbereich gelagert werden. Das Unterscheidungskriterium, ob die Brammen aus dem Lager oder direkt von der Gießmaschine der Walzstraße zugeführt werden, richtet sich nach der Produktionsleistung der Gießmaschine. Die Brammen aus dem Lager werden während Produktionspausen der Gießmaschine zur Auslastung der angeschlossenen Walzstraße verwendet.

Nachteilig bei den bekannten Gießwalzanlagen ist jedoch, dass die maximale Breite der Gießstränge auf die Breite der Walzstraßen abgestimmt ist, die Gießwalzanlage unflexibel in der Produktion ist und somit keine Kapazitätssteigerung erreicht werden kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass durch eine Mehr- zahl von Öfen in der Anlage zur Wiedererwärmung der kalten Brammen oder Coils eine energiesparende Fahrweise kaum möglich ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine bekannte Anlage und ein bekanntes Verfahren zum Erzeugen von Warmband weiterzubilden, um eine Steigerung der Pro- duktionsleistung sowie eine Erhöhung der Flexibilität schon bei der Herstellung des Gießstranges zu erzielen und eine energiesparende Konfiguration der Anlage anzubieten, die somit kostengünstig produziert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des Anspruchs 1 . Dieser Gegenstand ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gießmaschine als eine Zwil- lingsgießmaschine ausgebildet ist zum Erzeugen des mindestens einen Gießstrangs m it e i ner B re ite , d ie kl e i ne r oder größer als der Walzbreiten- Schwellenwert ist und dass eine erste Steuereinrichtung für die Weicheneinrichtung vorgesehen ist zum Abzweigen der Brammen mit einer Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert in die Walzstraße und zum Abzweigen der Brammen mit einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert für die Sonderbehandlungseinrichtung.

Der Beschreibung der Erfindung liegen folgende Begrifflichkeiten zugrunde:

Walzbreiten-Schwellenwert:

Die Breite der zu walzenden Brammen ist durch die Breite der Walzstraße, insbesondere die Breite der Fertigwalzstraße, vorgegeben bzw. begrenzt. Der Walzbreiten-Schwellenwert entspricht der maximalen Breite des Warmbands, das in der Fertigwalzstraße verarbeitet werden kann.

Sonderbehandlungseinrichtung:

Die Brammen, deren Breite größer dem Walzbreiten-Schwellenwert sind, werden nicht in die angeschlossene Walzstraße überführt, sondern in eine Sonder- behandlungseinrichtung. Diese Sonderbehandlungseinrichtung kann ein externes Brammenlager, ein besonderes Walzwerk für Brammen dieser Breite o.ä. sein.

Dass gemäß Anspruch 1 die Gießmaschine als eine Zwillingsgießmaschine ausgebildet ist, bietet den Vorteil, dass nicht nur im Einstrangverfahren produziert werden kann, sondern auch im Zweistrangverfahren, dem Zwillingsgussverfahren. Diese Anwendung der Zwillings-Gießmaschine bietet den Vorteil, dass eine erhöhte Flexibilität in der Brammenproduktion, sowohl in der Breite als auch in der Geschwindigkeit erreicht wird. Die anschließende Weichenein- richtung, die zum Abzweigen der Brammen m it einer Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert in die Linie der Walzstraße vorgesehen ist, bietet den Vorteil, dass die Brammen ohne nennenswerte Temperaturverluste direkt der Walzstraße zugeführt werden können oder dass die Brammen m it einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert für die Sonderbehandlungsein- richtung abgezweigt werden können. Damit ergibt sich eine vergrößerte Flexibilität bei der Brammenproduktion. Die Produktivität der Walzstraße wird weiterhin voll gewährleistet, da die Walzstraße aus einem ersten Lager mit Brammen bedient wird, wenn die Belieferung mit Brammen aus der Zwillingsgießmaschine nicht ausreicht.

Dadurch, dass gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel die Zwillingsgießmaschine zu der Linie der Walzstraße versetzt angeordnet ist und ein Transportsystem mit einer ersten Zuführeinrichtung, zum Beispiel einer Querverfahreinrichtung vorgesehen ist, können auf diesem Wege alle erzeugten Brammen mit einer Breite kleiner dem Walzbreiten-Schwellenwert direkt der Walzstraße zugeführt werden und alle Brammen mit einer Breite größer dem Walzbreiten- Schwellenwert weiter in die Sonderbehandlungseinrichtung verfahren werden. Durch die erste Zuführeinrichtung des Transportsystems gelangen die Brammen aus der Zwillingsgießmaschine umgehend in einen Warmhalteofen und müssen darin lediglich energiesparend auf Walztemperatur erwärmt werden.

Vorteilhafterweise ist ein Warmhalteofen zum Warmhalten der Brammen, die eine Breite kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert aufweisen, derart ausgelegt, dass die Brammen mit wenig Energieaufwand auf Walztemperatur erwärmt werden. Die Auslegung des Ofens bezieht sich nicht nur auf die Erwärmungsleistung, sondern auch auf eine kurze bauliche Ausführung des Warmhalte- ofens.

Vorteilhafterweise weist die Walzstraße zumindest einzelne der folgenden Komponenten auf, vorzugsweise in Durchlaufrichtung der Brammen gesehen in der genannten Reihenfolge:

- eine Entzunderungseinrichtung

- eine Stauchungseinrichtung

- ein Reversierwalzgerüst

- eine Fördereinrichtung vor und / oder hinter dem Reversierwalzgerüst; - eine Fertigwalzstraße Durch eine ortsnahe Anordnung der Walzstraße an die Gießmaschine werden Transportwege vermieden und somit ein Auskühlen der Brammen verhindert, was zu Energieeinsparungen führt.

Vorteilhafterweise weist das Transportsystem weiterhin eine zweite Zuführein- richtung fü r B ram m en m it e i ner B re ite kle i ner a ls der Wa lzbre iten- Schwellenwert aus einem ersten Lager in die Walzstraße auf, damit bei einer Produktion von Brammen mit einer Breite größer des Walzbreiten- Schwellenwerts durch die Zwillingsgießmaschine die nachgeordnete Walzstraße weiterhin voll ausgelastet bleibt. Dies gilt natürlich auch für Produktionspau- sen der Zwillingsgießmaschine.

Vorteilhafterweise ist die zweite Zuführeinrichtung mit einer zweiten Steuereinrichtung ausgebildet, welche ermöglicht dass die Zufuhr der Brammen aus dem ersten Lager in die Walzstraße dann ermöglicht wird, wenn die Walzstraße al- leine mit Brammen aus der Zwillingsgießmaschine nicht ausgelastet ist. Das gilt beispielsweise dann, wenn die Zwillingsgießmaschine Brammen produziert, die breiter sind als der Walzbreiten-Schwellenwert. Dazu ist es von Vorteil, dass die Walzstraße von der Zwillingsgießmaschine entkoppelt produzieren kann.

Vorteilhafterweise produziert die Gießmaschine für eine Sonderbehandlungseinrichtung, die entweder als ein zweites Lager ausgebildet ist oder als eine besondere Bearbeitungsstraße, inklusive eines Walzwerks, zum Bearbeiten der Brammen mit einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert. Damit ergeben sich eine große Flexibilität bei der Brammenproduktion und eine bessere Auslastung der Zwillingsgießmaschine. Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch das in dem unabhängigen Verfahrensanspruch 8 beanspruchte Verfahren gelöst.

Die Vorteile dieser verfahrensmäßigen Lösung entsprechen den oben mit Be- zug auf die Vorrichtung genannten Vorteilen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und der Vorrichtung der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Der Beschreibung ist insgesamt eine Figur beigefügt, wobei

Figur 1 die erfindungsgemäße Anlage

zeigt.

Die erfindungsgemäße Anlage und das erfindungsgemäße Verfahren werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figur detailliert beschrieben.

Figur 1 zeigt eine Anlage 100 zum Erzeugen von Warmband 260. Die Hauptkomponenten der Anlage 100 sind eine Zwillingsgießmaschine 1 1 0, eine ange- schlossene Walzstraße 210-250, ein Warmhalteofen 200, eine Sonderbehandlungseinrichtung 400, ein erstes Lager 300 und einen Erwärmungsofen 310. Die Zwillingsgießmaschine 1 10 ist in der Nähe der Walzstraße 210-250 angeordnet und erzeugt Gießstränge 120 im Zwillingsgießverfahren oder im Einstrangverfahren. Die Gießstränge 120 werden von einer Trenneinrichtung 125 zu Brammen 130 abgetrennt und anschließend von einer Weicheneinrichtung 140, die von einer ersten Steuereinrichtung 150 angesteuert wird, über den Warmhalte- ofen 200 der Walzstraße 210-250 oder der Sonderbehandlungseinrichtung 400 zugeführt. Die Zwillingsgießmaschine 1 1 0 ist vorzugsweise als Bogenanlage, beispielsweise mit einem Gießradius von 4,5 bis 7,0 m, ausgeführt.

Erzeugt die Zwillingsgießmaschine 1 10 Gießstränge 120 im Einstrang- oder im Zwillingsgießverfahren, die eine Breite kleiner der Breite des Walzbreiten- Schwellenwertes aufweisen, so können die anschließend von der Trenneinrichtung 125 abgetrennten Brammen 130 von dem Transportsystem mit einer entsprechenden von der ersten Steuereinrichtung 150 vorgegebenen Einstellung der Weicheneinrichtung 140 über eine erste Zuführeinrichtung 1 70, zum Bei- spiel eine Quer-Verfahreinrichtung, durch den Warmhalteofen 200 direkt der Walzstraße 210-250 zugeführt werden. Nach dem Erwärmen auf Walztemperatur im Warmhalteofen 200 werden die Brammen 130 von einer Entzunderung- seinrichtung 210 entzundert und durch eine Stauchungseinrichtung 220, die optional ist, einem Reversierwalzgerüst 230 und m indestens einer Förderein- richtung 240 zugeführt und nachfolgend in eine Fertigwalzstraße 250 zum Walzen zu Warmband 260 eingeführt. Das anschließende Aufwickeln des Warmbandes 260 von einer Aufhaspeleinrichtung zu Coils 270 ist hier nur schematisch am Ende der Walzstraße 210-250 dargestellt.

Die Zwillingsgießmaschine 1 10 kann im Einstrangverfahren eine maximale Breite der Gießstränge 120 von vorzugsweise 3600 mm gießen. Diese maximale Breite der erzeugten Gießstränge 120 und der nachfolgend von der Trenneinrichtung 125 abgetrennten Brammen 130 liegt oberhalb der maximalen Breite der zu erzeugenden Warmbänder 260. Da die Walzstraße 210-250 nur Brammen 130 mit einer Breite kleiner als ein Walzbreiten-Schwellenwert verarbeiten kann, der beispielsweise bei 2200 mm liegt, werden Brammen 130 mit einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert von der Weicheneinrichtung 140 zu der Sonderbehandlungseinrichtung 400 abgezweigt.

Insbesondere während die Zwillingsgießmaschine 1 1 0 im Einstrangverfahren Brammen 1 30 m it einer Breite, die größer als der Walzbreiten-Schwellenwert ist, erzeugt, können kalte Brammen 1 30 aus dem ersten Lager 300 m it H ilfe einer zweiten Zuführeinrichtung 1 80 über einen Erwärmungsofen 310, der beispielsweise als Hubbalkenofen oder Durchstoß-Ofen ausgebildet ist, in die Walzstraße 21 0-250 eingefördert werden. Die Brammen 130 aus dem ersten Lager 300 haben eine Breite, die kleiner gleich dem Walzbreiten-Schwellenwert ist. Der Erwärmungsofen 310 ist für Brammen 130 dieser Breiten ausgelegt und erhitzt die Brammen 130 vorzugsweise auf eine Temperatur zum Warmwalzen von 1 1 00°C bis 1250°C. Nach dem Erhitzen auf Walztemperatur werden die Brammen 130 von der Walzstraße 210-250 zu Warmband 260 verarbeitet.

Während die Walzstraße von den Brammen 1 30 aus dem ersten Lager 300 Warmband 260 erzeugt, arbeitet die Zwillingsgießmaschine 1 1 0 vorzugsweise in der so genannten Betriebsart„Plattenproduktion". Das heißt, die Zwillingsgießmaschine 1 1 0 gießt Gießstränge 120 mit einer Breite größer als der Walzbreiten-Schwellenwert der Walzstraße, aber vorzugsweise kleiner gleich 3600 mm, die - abgetrennt zu Brammen 130 - von der Weicheneinrichtung 140, gesteuert durch die erste Steuereinrichtung 150 zu der Sonderbehandlungsein- richtung 400 gebracht/abgezweigt werden. Die Brammen 130 aus der„Plattenproduktion" können aufgrund ihrer zu großen Breite von der angeschlossenen Walzstraße 210 - 250 nicht gewalzt verarbeitet werden.

Bei dem beanspruchten Anlagenkonzept ist die Flexibilität der gesamten Anlage 100 erhöht und die Produktivität der Walzstraße 21 0-250 bleibt voll gewährleistet. Durch die Zuführung der Brammen 130 aus dem ersten Lager 300 und dem anschließenden Weiterverarbeiten dieser Bramme in der Walzstraße 210-250, während die Zwillingsgießmaschine 1 10 in der Betriebsart„Plattenproduktion" arbeitet, lassen sich Produktionsmengen von 5,0 Mio. Tonnen pro Jahr darstel- len.

Arbeitet die Zwillingsgießmaschine 1 1 0 hingegen im Zwillingsgießverfahren, werden zwei parallele Gießstränge 120 mit jeweils einer Breite von vorzugsweise 1750 mm und beispielsweise einer Dicke von 100 mm, entsprechend einer Stegbreite bei der Zwillingsgießmaschine von 1 00 mm , gegossen. Eventuell ungleichen Temperaturen der Brammenschmalseiten / Kanten werden durch den Warmhalteofen 200, der vorzugsweise als Hubbalkenofen ausgebildet ist, vor dem Einsatz in die Walzstraße 21 0-250 homogenisiert. Die Brammen 130 aus dem Zwillingsgießverfahren haben eine Brammenbreite, die kleiner als der Walzbreiten-Schwellenwert ist. Durch die räumlich nahe Anordnung von Zwillingsgießmaschine 1 10 und Warmhalteofen 200 werden die Brammen 130 der Walzstraße 21 0-250 ohne Abkühlung auf Raumtemperatur zugeführt und die Temperaturverluste sind auf ein technologisches Minimum reduziert. Dies gilt auch für Brammen 130 aus dem Einstrangverfahren, die eine Breite kleiner dem Walzbreiten-Schwellenwert aufweisen und von der angeschlossenen Walzstraße zu Warmband 260 gewalzt werden. Die erfindungsgemäße Zwillingsgießmaschine 1 10 erzeugt Gießstränge 120 mit einer Dicke von vorzugsweise 100 - 170 mm. Die erzeugte Brammendicke wird so gewählt, dass das Vorwalzen an die benötigte Zwischendicke für das Fertigwalzen m it einer m inimalen Anzahl an Stichen im Reversierwalzgerüst 230 möglich ist. Besonders bevorzugt ist eine Brammen-Dicke von 150 mm vorgesehen. Zwischen den Vorwalz-Stichen wird das Zwischenband in der Fördereinrichtung 240, die vorzugsweise als Rollgang, aktiv beheizter Rollgang, Rollenherdofen oder Tunnelofen ausgebildet ist, gefahren.

Bezugszeichenliste

100 Anlage

1 10 Zwillingsgießmaschine 120 Gießstrang

125 Trenneinrichtung

130 Bramme

140 Weicheneinrichtung 50 erste Steuereinrichtung für Weicheneinrichtung 170 erste Zuführeinrichtung, vorzugsweise Quer-Verfahreinrichtung

180 zweite Zufuhreinrichtung

185 zweite Steuereinrichtung

200 Warmhalteofen

210 Entzunderungseinrichtung 220 Stauchungseinrichtung

230 Reversierwalzgerüst

240 Fördereinrichtung

250 Fertigwalzstraße

260 Warmband 270 Coil erstes Lager

Erwärmungsofen

Sonderbehandlungseinrichtu