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Patent Searching and Data


Title:
EXHAUST DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/020609
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for extracting and cleaning contaminated air occurring during the application of paint. The method comprises generating an airflow toward a suction device, guiding at least part of the airflow from the environment of the surface of an object to be painted to the suction device, wherein the airflow is constricted toward the suction device. The method further comprises guiding at least part of the airflow past a surface of a filter of the suction device, by means of an air guide device, wherein said part of the airflow gradually enters the filter. The method can comprise the deposition of particles entrained by the contaminated air on the air guide device.

Inventors:
STUMPF, Heinrich (Friedhofstrasse 7, Malsch, 69254, DE)
Application Number:
EP2010/005077
Publication Date:
February 24, 2011
Filing Date:
August 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
STUMPF, Heinrich (Friedhofstrasse 7, Malsch, 69254, DE)
International Classes:
B05B15/00; B08B15/00
Attorney, Agent or Firm:
LANG, Johannes (Bardehle Pagenberg Dost Altenburg Geissler, Galileiplatz 1, München, 81679, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Absaugen und Reinigen von beim Lackieren entstehender verunreinigter Luft, umfassend:

Erzeugen eines Luftstroms auf eine Ansaugvorrichtung hin;

Leiten zumindest eines Teils des Luftstroms von einer Umgebung einer zu lackierenden Oberfläche eines Objekts zur Ansaugvorrichtung, wobei der Luftstrom zur Ansaugvorrichtung hin verengt wird;

Vorbeileiten zumindest eines Teils des Luftstroms an einer Oberfläche ei- nes Filters der Ansaugvorrichtung, mithilfe einer Luftführungsvorrichtung, wobei der Teil des Luftstroms nach und nach in den Filter eintritt.

2. Verfahren nach Anspruch 2, weiterhin umfassend:

Abscheiden von von der verunreinigten Luft mitgeführten Partikeln an der Luftführungsvorri chrung.

3. Vorrichtung zum Absaugen und Reinigen von beim Lackieren entstehender verunreinigter Luft, umfassend:

eine Ansaugvorrichtung, die dazu geeignet ist, einen auf die Ansaugvor- richrung gerichteten Luftstrom zu erzeugen;

eine Luftleitvorrichtung, die so angeordnet werden kann, dass sie sich von einem Objekt mit einer zu lackierenden Oberfläche aus zur Ansaugvorrichtung erstreckt, und zumindest ein Teil des Luftstroms durch die Luftleitvorrichtung zur

Ansaugvorrichtung hin geleitet wird, wobei der Luftstrom zur Ansaugvonϊchtung hin verengt wird;

einen Filter; und

eine Luftfϊihrungsvoiτichtung, die so angeordnet ist, dass der Teil des Luftstroms, der in den Eingang der Luftführung strömt, an einer Oberfläche des Filters entlanggeführt wird, so dass der Luftstrom nach und nach in den Filter ein- treten kann.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Luftführungsvorrichtung und die Filteroberfläche so ausgestaltet sind, dass die Richtung der zwischen ihnen strömenden Luft geändert und damit eine Abscheidung von von der verunreinigten Luft mitgeführten Partikeln erleichtert wird.

5. Vorrichtung zum Absaugen von beim Lackieren entstehender verunreinigter Luft, umfassend:

eine Ansaugvorrichtung, die geeignet ist, einen auf die Ansaugvorrichtung hin gerichteten Luftstrom zu erzeugen, und

eine flächige Luftleitvorrichtung, die geeignet ist, zwischen einem Objekt mit einer zu beschichtenden Oberfläche und der Ansaugvorrichtung so ausgebreitet zu werden, dass sie dazu beiträgt, den Luftstrom von der Oberfläche zur Ansaugvorrichtung zu leiten und dabei Lackpartikel aus der verunreinigten Luft abzuscheiden.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Luftleitvorrichtung dazu geeignet ist, zumindest an einen Teil der Form des Objektes angepasst zu werden und/oder das Objekt abzudecken. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei die Ansaugvorrichtung einen Filter, insbesondere einen Aktivkohle-Filter umfasst, der den Luftstrom von Lösungsmitteldämpfen und Aerosolen reinigt.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Ansaugvorrich- tung eine Luftführungsvorrichtung umfasst, die geeignet ist, zumindest einen Teil des Luftstroms am Filter entlang zu führen.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, weiter umfassend:

eine zweite Ansaugvorrichtung, die geeignet ist, einen auf die zweite An- saugvorrichtung hin gerichteten zweiten Luftstrom zu erzeugen, und eine zweite Luftleitvorrichtung, die geeignet ist, zwischen dem Objekt und der zweiten Ansaugvorrichtung so ausgebreitet zu werden, dass sie dazu beiträgt, den zweiten Luftstrom von dem Objekt zur zweiten Ansaugvorrichtung zu leiten. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, weiter umfassend

eine Zuluftvorrichtung, die geeignet ist, einen von der Zuluftvorrichtung weg gerichteten Luftstrom zu erzeugen und geeignet ist, so platziert zu werden, dass der von ihr erzeugte Luftstrom zumindest teilweise die zu lackierende Oberfläche passiert und zumindest teilweise in einen Luftstrom einer Ansaugvorrich- tung oder zumindest teilweise in beide Luftströme beider Ansaugvorrichtungen übergeht.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei eine oder beide der Ansaugvorrichtungen mit der Zuluftvorrichtung über eine Luftzuführung verbunden sind.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Zuluftvorrichtung einen Filter umfasst, der die Luft des erzeugten Luftstroms vor dem Austritt aus der Zuluftvorrichtung insbesondere von Feststoffteilchen, wie Staubpartikeln, reinigt. 13. Vorrichtung nach Anspruch 10 bis 12, wobei die Zuluftvorrichtung geeignet ist, horizontal zwischen beiden Ansaugvorrichtungen und vertikal über zumindest der zu lackierenden Oberfläche angeordnet zu werden.

14. Voπichtung nach Anspruch 10 bis 13, wobei die Zuluftvorrichtung Mittel umfasst, den erzeugten Luftstrom zu verringern.

15. Vorrichtung nach Anspruch 10 bis 14, wobei der Auslass der Zuluftvorrichtung in Längsrichtung geteilt ist und ein Teil so ausgebildet ist, insbesondere durch teilweises Abdecken wie mit einer Lochblende, dass aus ihm weniger Luft ausströmt als aus dem anderen Teil.

16. Verfahren zum Absaugen von beim Oberflächenbeschichten, insbesondere beim Lackieren, entstehender verunreinigter Luft, umfassend:

Aufstellen einer Ansaugvorrichtung in der Nähe einer zu beschichtenden Oberfläche eines Objektes,

Ausbreiten einer flächigen Luftleitvorrichtung zwischen dem Objekt und der Ansaugvorrichtung, so dass ein Luftstrom von der Oberfläche zur Ansaugvorrichtung geleitet werden kann,

Erzeugen eines Luftstroms auf die Ansaugvorrichtung hin, der durch die Luftleitvorrichtung geleitet wird,

Abscheiden von Lackpartikeln aus der verunreinigten Luft an der Luftleitvorrichtung.

17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei

die Luftleitvorrichtung an die Kontur des Objektes in der Nähe der zu be- schichtenden Oberfläche zumindest teilweise angepasst wird, und/oder

die Luftleitvorrichtung zumindest Teile der nicht zu beschichtenden der Oberfläche des Objektes abdeckt und vor Beschichtung schützt.

18. Vorrichtung zum Absaugen und Reinigen von beim Lackieren entstehen- der verunreinigter Luft, umfassend:

eine bewegliche Ansaugvorrichtung, die dazu geeignet ist, einen auf die Ansaugvorrichtung hin gerichteten Luftstrom zu erzeugen und in der Nähe eines zu lackierenden Objekts so platziert zu werden, dass sie die beim Lackieren entstehende verunreinigte Luft zumindest teilweise absaugt,

eine bewegliche Zuluftvorrichtung, die dazu geeignet ist, einen von der

Zuluftvorrichtung weg gerichteten Luftstrom zu erzeugen und in der Nähe des zu lackierenden Objekts so platziert zu werden, dass der von ihr erzeugte Luftstrom zumindest teilweise in den Luftstrom der Ansaugvorrichtung übergeht,

eine Luftzuführung, die dazu geeignet ist, die von der Ansaugvorrichtung angesaugte Luft ganz oder teilweise der Zuluftvorrichtung zuzuführen, wobei die von der Zuluftvorrichtung ausströmende Luft weniger Verunreinigungen, insbesondere Staubpartikel, enthält als normale Umgebungsluft.

19. Vorrichtung gemäß Anspruch 18, wobei die Ansaugvorrichtung einen FiI- ter zum Reinigen der angesaugten Luft aufweist.

20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, wobei die Zuluftvorrichtung einen Filter zum Reinigen der von ihr ausströmenden Luft aufweist. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei die Vorrichtung Mittel zum vorübergehenden Verringern des von der Zuluftvorrichtung erzeugten Luftstroms aufweist.

22. Vorrichtung gemäß Anspruch 21, wobei die Mittel zum vorübergehenden Verringern des von der Zuluftvorrichtung erzeugten Luftstroms den Luftstrom dadurch verringern können, dass der Anteil der von der Ansaugvorrichtung angesaugten Luft, der der Zuluftvorrichtung über die Luftzuführung zugeführt wird, verringert wird. 23. Verfahren zum Absaugen und Reinigen von beim Lackieren entstehender verunreinigter Luft, umfassend:

Platzieren einer beweglichen Ansaugvorrichtung, die dazu geeignet ist, einen auf die Ansaugvorrichtung hin gerichteten Luftstrom zu erzeugen, in der Nähe eines zu lackierenden Objekts;

Absaugen der beim Lackieren entstehenden verunreinigten Luft zumindest teilweise;

Platzieren einer beweglichen Zuluftvomchtung, die dazu geeignet ist, einen von der Zuluft Vorrichtung weg gerichteten Luftstrom zu erzeugen, in der Nähe des zu lackierenden Objekts;

Erzeugen eines Luftstroms durch die Zuluftvorrichtung, so dass der Luftstrom zumindest teilweise in den Luftstrom der Ansaugvorrichtung übergeht; Zuführen der von der Ansaugvorrichtung angesaugten Luft ganz oder teilweise der Zuluftvorrichtung,

Reinigen der von der Zuluftvorrichtung ausströmenden Luft, so dass sie weniger Verunreinigungen, insbesondere Staubpartikel, enthält als normale Um- gebungsluft.

24. Verfahren nach Anspruch 23, weiterhin umfassend:

Verringern des von der Zuluftvorrichtung erzeugten Luftstroms während eines Sprühvorgangs im Rahmen des Lackierens.

25. Verfahren nach Anspruch 24, wobei der von der Zuluftvorrichtung erzeugte Luftstrom dadurch verringert wird, dass der Anteil der von der Ansaugvorrichtung angesaugten Luft, der der Zuluftvorrichtung zugeführt wird, verringert wird.

Description:
Absaugvorrichtung

Gebiet der Erfindung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Absaugen von beim Oberflächenbeschichten, insbesondere beim Lackieren, entstehender verunreinigter Luft, wobei die Verunreinigungen beispielsweise durch Lösungsmitteldämpfe, Aerosole oder Lacknebel hervorgerufen werden. Hintergrund der Erfindung

Zum Ausbessern von Schäden in Oberflächenbeschichtungen können auf eine auszubessernde Oberfläche eine neue Beschichtung oder gegebenenfalls mehrere Beschichtungen aufgebracht werden. Eine Beschichtung kann dabei durch Auf- sprühen eines Beschichtungsstoffes erzeugt werden. Zum Aufsprühen können Vorrichtungen verwendet werden, die mit regelbarem Luftüberdruck oder - unterdruck arbeiten. Gegebenenfalls sind nach dem Aufsprühen des Beschichtungsstoffes weitere Schritte notwendig, um eine Beschichtung mit der gewünschten Beschaffenheit entstehen zu lassen.

Beim Aufsprühen der Beschichtung oder während der danach folgenden Zeit kann die die auszubessernde Oberfläche umgebende Luft durch Gase, Dämpfe oder Partikel verunreinigt werden. Diese Luftverunreinigungen können negative Auswirkungen haben. Insbesondere können sie gesundheitsschädlich sein und/oder das Beschichtungsergebnis verschlechtern. In einer speziellen Anwendung des Oberflächenbeschichtens werden kleine bis mittlere Lackschäden wie etwa Kratzer bei Automobilen ausgebessert, auch Spot- Repair genannt. Dabei werden mithilfe einer Aerosoldose, wie einer Sprühdose, der Lack und gegebenenfalls auch Lackgrundschichten auf die beschädigte Ober- fläche des Automobils aufgesprüht. Bei diesem Aufsprühen kommt es zu Luftverunreinigungen, nämlich einerseits zu einem Lacknebel, auch Lackoverspray genannt, der Partikel enthalten kann und aus dem Anteil des Lacks besteht, der nicht auf die zu lackierende Oberfläche gelangt oder von ihr abprallt und in der Umgebungsluft verbleibt. Der Lacknebel kann das Lackierergebnis negativ beeinflus- sen, indem er sich auf der Oberfläche niederlässt, die die zu lackierende Oberfläche umgibt, und ein Nachbehandeln dieser„vernebelten" Oberfläche, beispielsweise durch Polieren, nötig macht. Andererseits können das Aushärten des Lacks und/oder das Verdampfen des Lösungsmittels Gase oder Dämpfe, insbesondere Lösungsmitteldämpfe, entstehen. Die Gase oder Dämpfe können gesundheits- schädlich sein.

Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, die negativen Auswirkungen des Lacknebels zu verringern und den Lackierer und gegebenenfalls die Personen in seiner Nähe vor Luftverunreinigungen zu schützen.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Fig. Ia zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung gemäß einer ersten

Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2a zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung gemäß einer zweiten

Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2b zeigt eine Draufsicht der Absaugvorrichtung gemäß der zweiten

Ausführungsform der Erfindung; Fig. 2c zeigt eine Frontal- und Durchsicht der Absaugvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 3a zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung gemäß einer dritten

Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 3b zeigt eine Draufsicht einer weiteren Ausgestaltung der Absaugvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 3 c zeigt eine Frontal- und Durchsicht einer erfϊndungsgemäßen Zu- luftvorrichtung

Fig. 3d zeigt eine Seit- und Durchsicht der erfindungsgemäßen Zuluftvor- richtung

Fig. 3e zeigt eine Schnittsicht entlang der Linie A-A in Fig. 3b und 3c der erfindungsgemäßen Zuluftvorrichtung

Fig. 3f zeigt eine Draufsicht einer weiteren Ausgestaltung der Absaugvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung.

Fig 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Absaugvorrichtung nach der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform der Erfindung

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Figur 1 zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Auf einem Objekt 1 mit einer zu beschichtenden Oberfläche 2, die etwa ein Teil der Karosserie eines Automobils sein kann, befindet sich die zu beschichtende Oberfläche 2 zwischen einer Stelle 2a und einer Stelle 2b. Zum Beschichten werden Mittel zum Aufsprühen 3 verwendet, die eine Lackierpistole oder eine Sprühdose sein können. Diese Mittel 3 erzeugen einen Sprühstrahl, der die zur Beschichtung notwendigen Bestandteile, wie Lacke, Partikel, Farbe, Bindemittel, Lösungsmittel, Aerosole und/oder Ähnliches enthält. Der Sprühstrahl wird mithilfe eines Luftüberdrucks in den Mitteln zum Aufsprii- hen 3 gerichtet erzeugt. Die Bestandteile des Sprühstrahls werden dabei größtenteils mithilfe eines Sprühluftstroms transportiert. Beim Ausbreiten im Raum wird sich der Sprühstrahl verbreitern. Ein vorteilhafter Weise großer Teil des Sprühstrahls wird auf die zu beschichtende Oberfläche 2 treffen und dort zur Beschich- tung beitragen. Aus dem anderen Teil entwickelt sich der Sprühnebel, der sich unter Berücksichtigung der Gerichtetheit des Sprühstrahls und unter Umständen in einem abgeschwächten Sprühluftstrom im Raum verbreitet und gegebenenfalls auch auf nicht zu beschichtenden Oberflächen niederlässt. Gleichzeitig können aus der neu aufgetragenen Beschichtung Gase, die beim Aushärten der Beschich- tung entstehen können, und Dämpfe, insbesondere Lösungsmitteldämpfe, entweichen. In Figur 1 bezeichnet Ziffer 4 den Sprühstrahl und die Luftverunreinigun- gen, die Sprühnebel, Gase und Dämpfe umfassen.

Um die negativen Auswirkungen der Luftverunreinigungen, wie schlechtere Lackierergebnisse und gesundheitliche Risiken, zu vermeiden, wird die verunreinigte Luft abgesaugt. Dafür sind erfindungsgemäß eine flächige Luftleitvorrichtung 5 und eine Ansaugvorrichtung 6 vorgesehen. Die Ansaugvorrichtung 6 ist dazu geeignet, einen Luftstrom zu erzeugen, der auf die Ansaugvorrichtung 6 hin gerichtet ist. Dazu kann die Ansaugvorrichtung 6 einen Ventilator mit einem davor angebrachten Filter zum Reinigen der verunreinigten Luft umfassen. Von der Ansaugvorrichtung 6 kann aber auch direkt ein entsprechender Luftstrom über eine Abluftführung 14 wie in Fig. 2b abgesaugt werden. Die Luftleitvorrichtung 5 besteht im Wesentlichen aus einem flächigen Material, wie beispielsweise Papier, Folie oder einer Matte. Vorzugsweise ist das flächige Material flexibel, so dass es an die Kontur des Objekts 1 angepasst und leicht in der Nähe zur Oberfläche 2 angeordnet werden kann. Die Luftleitvorrichtung 5 wird zwischen dem Objekt 1 und der Ansaugvorrichtung 6 so ausgebreitet, dass sie dazu beiträgt, den Luftstrom von der Oberfläche zur Ansaugvorrichtung 6 zu leiten. Das Ausbreiten kann durch Aufspannen der Luftleitvorrichtung 5 geschehen. Beim Ausbreiten kann die Luftleitvorrichtung 5 durch Stangen in der Führung unterstützt werden. Während ein Teil des Luftstroms beim Absaugen direkt in die Ansaugvorrichtung 6 eintre- ten kann, wird ein anderer Teil zuerst an der ausgebreiteten Luftleitvorrichtung 6 vorbeigeführt. Der von der Ansaugvomchrung 6 erzeugte und durch die Luftleit- Vorrichtung 5 beeinflusste Luftstrom erfasst auch die verunreinigte Luft, die dadurch abtransportiert wird. Die negativen Auswirkungen der Luftverunreinigungen können damit verringert oder sogar ganz vermieden werden. Die Ansaugvorrichtung 6 kann einen Luftstrom erzeugen, der in horizontaler Ausdehnung der Eintrittsöffhung gleichmäßig ist. Die Ansaugvorrichtung 6 kann eine oder mehrere Klappen, insbesondere Blechklappen, die einen oder mehrere Trichter bilden, oder einen oder mehrere separate Trichter aufweisen, um den Luftstrom zu beeinflussen. Die Ansaugvorrichtung 6 sollte in ihrer horizontalen Ausdehnung und/oder ihrer Saugleistung für den Anwendungszweck ausreichend dimensioniert und dazu geeignet sein, einen ausreichenden Luftstrom zu erzeugen. Ein Sprühen in eine Vorzugsrichtung kann das Absaugen der verunreinigten Luft unterstützten. Die Luftleitvorrichtung 5 kann es ermöglichen, die Geschwindigkeit und/oder Richtung des Luftstroms zu beeinflussen und diesen gegebenenfalls zu fokussie- ren, so dass der Sprühstrahl durch den Luftstrom möglichst wenig beeinflusst wird. Damit kann vermieden werden, dass das Beschichtungsergebnis erheblich negativ verändert wird, da jede Beeinflussung des Sprühstrahls das Beschich- tungsergebnis verschlechtern kann. Die Luftleitvorrichtung 5 kann eine Höhe aufweisen, die sich über die gesamte vertikale Ausdehnung der Eintrittsöffnung der Ansaugvorrichtung 6 erstreckt.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Luftleitvonϊchtung 5 dazu geeignet, Luftverunreinigungen, insbesondere Partikel im Lacknebel, abzuscheiden. Dazu besteht die Luftleitvorrichtung 5 beispielsweise aus Papier oder einer Filtermatte. Die Luftleitvorrichtung 5 wird so angeordnet, dass beim Passieren der Luftleitvorrichtung 5 viele Bestandteile der Luftverunreinigungen, insbesondere Partikel, wie beispielsweise Lackpartikel, auf die Luftleitvorrichtung 5 treffen und sich dort ablagern. Die Luftleitvorrichtung 5 kann so einen großen Teil der Partikel des Lacknebels auf der Luftleitvorrichtung 5 vorabscheiden. Bei den abge- schiedenen Farbpartikeln wird es sich vor allem um die größeren Farbpartikel handeln. Falls die Ansaugvorrichtung einen Filter umfasst, der ebenfalls die Partikel des Lacknebels herausfiltert, reduziert die Luftleitvorrichtung 5 die Menge der Partikel, die auf den Filter treffen, auf eine Restmenge. Der Filter der Ansaugvor- richtung muss daher nicht so leistungsfähig sein, was wiederum dazu beiträgt, dass die Absaugvorrichtung als mobile Vorrichtung ausgestaltet werden kann. Weiterhin verklebt der Filter nicht so schnell und weist längere Wartungszeitintervalle auf. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Luftleitvorrichtung 5 dazu geeignet, diejenigen Teile des Objekts 1, die nicht beschichtet werden sollen, abzudecken. Dazu besteht die Luftleitvorrichtung 5 beispielsweise aus Papier oder Folie. Zum Abdecken von Teilen des Objekts 1, beispielsweise einem Automobil, kann sie mit dem Objekt 1 lösbar verbunden werden, wofür Klebestreifen ver- wendet werden können. Die Luftleitvorrichtung 5 kann dazu geeignet sein, ohne großen Zeitaufwand an Teile die Kontur des Objekts 1 angepasst zu werden, zum Beispiel durch Zurechtbiegen und/oder Zuschneiden.

Da die Luftleitvorrichtung 5 stark verschmutzt wird, wenn sie zum Abscheiden von Farbpartikeln oder zum Abdecken des Objekts 1 verwendet wird, sollte die Luftleitvorrichtung 5 nach dem Auftragen einer oder mehrerer Schichten oder vor dem Beschichten der Oberfläche eines nächsten Objekts geeignet entsorgt und durch eine neue Luftleitvorrichtung 5 ersetzt werden können. Die Luftleitvorrichtung 5 kann zu einer solchen Verwendung vorzugsweise aus einem preiswerten Material sein, beispielsweise Papier oder Folie. Weiterhin kann die Luftleitvorrichtung 5 vorzugsweise von einem Reservoir 7 aus ausgebreitet werden. Das Reservoir kann Material für mehrmaliges Ausbreiten der Luftleitvorrichtung 5 umfassen, selbst wenn der ausgebreitete Teil der Luftleitvorrichtung 5 nach einer Verwendung abgetrennt und/oder entsorgt wird. Das Reservoir 7 kann eine Rolle, beispielsweise eine Papierrolle sein. Das Reservoir 7 kann an verschiedenen Positionen an der Ansaugvorrichtung 6 lösbar montiert und/oder verschiebbar sein, damit die Absaugvorrichtung leicht an verschiedenen Seiten (rechts und links) des Objekts 1 einsetzbar ist. Beispielsweise kann die Ansaugvorrichtung 6 auf zwei gegenüberliegenden Seiten (rechts und links) eine vertikal ausgerichtete Stange aufweisen, auf die eine Rolle aus Luftleitvorrichtungsmaterial gesteckt werden kann, zum Beispiel eine Papierrolle. Wird die Absaugvorrichtung auf der einen Seite des Objekts 1 aufgestellt, ist es in der Regel günstiger, die Rolle auf der einen Seite der Ansaugvorrichtung 6 aufzustecken. Wird die Absaugvorrichtung auf der anderen Seite des Objekts 1 aufgestellt, kann die Rolle auf der anderen Seite der Ansaugvorrichtung 6 aufgesteckt werden.

Die Ansaugvorrichtung 6 kann einen Filter umfassen. Der Filter kann aus Aktivkohle bestehen. Der Filter kann mehrere Schichten umfassen. Jede Schicht kann in direktem Kontakt mit der nächsten Schicht sein. Eine erste Schicht kann ein Grobfilter sein, der geeignet ist, Partikel, insbesondere große Partikel wie Farb- partikel, aus dem Luftstrom zu filtern. Der Grobfilter kann vor einem Aktivkohlefilter zum Ausfiltem von Lösungsmitteln angeordnet sein. Zwischen dem Grobfilter und dem Aktivkohlefilter kann eine Grobfiltermatte angeordnet sein. Der Filter, insbesondere der Aktivkohlefilter, kann dazu eingerichtet und gegebenenfalls so dimensioniert sein, dass er ausreichend langsam durchströmt wird, insbesonde- re so, dass eine ausreichende Kontaktzeit mit Lösungsmitteln und Lösungsmitteldämpfen besteht, um eine effektive Filterung, insbesondere eine ausreichende Filterung von Lösungsmitteln, zu gewährleisten.

Die Absaugvorrichtung kann auch zur Lackierung von Nutzfahrzeugen, Flugzeu- gen, militärischen Fahrzeugen, etc. eingerichtet sein und verwendet werden. Insbesondere für diese Anwendungen kann die Absaugvorrichtung in der Höhe verstellbar sein. Dazu können die Ansaugvorrichtung 6 und gegebenenfalls die Luft- leitvonϊchtung 5 auf einer Hebebühne montiert sein, oder einen Motor aufweisen, mit dem zumindest die Höhe der die Eintrittsöffnung des Luftstroms und gegebe- nenfalls der Luftleitvorrichtung verändert werden kann. Die Absaugvorrichtung kann mobil sein. Beispielsweise kann sie auf Rollen montiert sein. Fig. 2a zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung nach einer zweiten Ausfuhrungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform umfasst eine Ansaugvorrichtung 6 zum Ansaugen von verunreinigter Luft, die beim Oberflächenbeschichten, insbesondere Lackieren entsteht. Die Ansaugvorrichtung 6 kann unabhängig von der ersten Ausführungsform der Erfindung eingesetzt werden. Sie kann aber auch in der Vorrichtung gemäß Figur 1 eingesetzt werden, das heißt in Kombination mit einer flächigen Luftleitvorrichtung 5, wie in den Figuren 2a und 2b dargestellt. Tatsächlich wird eine zufrieden stellende Reinigung der verunreinigten Luft oft nur dann erreicht werden können, wenn die groben Farbpartikel an der Luftleitvorrichtung 5 der ersten Ausführungsform vorabgeschieden werden, und die restlichen Verunreinigungen mit der nachfolgend beschriebenen zweiten Ausführungsform ausgefiltert werden. Die Ansaugvonϊchtung 6 ist geeignet, einen auf sie hin gerichteten Luftstrom zu erzeugen. In der in Figur 2a dargestellten Ausgestaltung weist der Filter 9 einen im Wesentlichen zylindrische Form auf; der Filter 9 kann aber jede beliebige Form, insbesondere solche mit rechteckigem, quadratischem oder ovalem Querschnitt aufweisen. Der Filter 9 kann offene Stirnseiten haben. Er kann wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben aufgebaut sein, wobei die verschiedenen Schichten dann im Fall eines Filters mit rundem oder ovalem Querschnitt konzentrische Kreise oder Ovale bilden. Der Filter 9 kann drehbar angeordnet sein. Durch ein Drehen des Filters kann eine ungleichmäßige Nutzung verringert oder vermieden werden. Die Ansaugvorrichtung 6 umfasst auch eine Luftführungsvorrichtung 8, die beispielsweise ganz oder teilweise aus Papier sein kann. Die Ansaugvorrichtung 6 kann eine Luftführung 10 aufweisen, insbesondere im Innern des Filters, die dazu eingerichtet ist, Luft aus der Ansaugvorrichtung 6 abzusaugen. Die Ansaugvorrichtung 6 kann auch einen Ventilator umfassen, der an einer Stirnseite der Ansaugvorrichtung 6, beispielsweise der oberen Stirnseite angeordnet ist und Luft aus der Luftführung 10 absaugt. An der Ansaugvorrichtung 6 kann eine Luftleitvorrichtung 5 angeordnet sein, wie im Beispiel der Figur 1 beschrieben. Der Luftstrom trifft teilweise gegebenenfalls direkt auf den Filter. Ein anderer, vorzugsweise wesentlicher Teil des Luftstroms wird jedoch mithilfe einer Luftführungsvorrichtung 8 zwischen der Filteroberfläche und der Luftführungsvor- richtung 8 entlanggeleitet. Der Luftstrom tritt, angesaugt durch einen Unterdruck auf der anderen Seite des Filters, nach und nach in den Filter ein. Die Flussgeschwindigkeit des Luftstroms verringert sich mit zunehmendem Entlangleiten am Filter. Der Luftstrom tritt insgesamt mit einer geringeren Geschwindigkeit in den Filter ein, als derjenigen, die er am Eingang der Luftführung zwischen Filter 9 und Luftführungsvorrichtung 8 aufweist. Durch die Luftführung ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass die Durchströmung des Filters 9 verlangsamt wird. Dadurch wird der Filter 9 leistungsfähiger, weil beispielsweise eine Aktivkohlefilterschicht mehr Zeit bekommt, die Luftverunreinigungen wie Lösungsmittel und Aerosole herauszufiltern. Die Luftführung hat den weiteren Vorteil, dass zumin- dest ein Teil der angesaugten Luft nicht frontal auf den Filter auftrifft und die Luftführung somit dazu beiträgt, dass die in der verunreinigten Luft enthaltenen Partikel nicht vom Filter abprallen.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird auch mithilfe der Luftführungsvorrich- tung 8 die Richtung der die Luftführung durchströmenden Luft geändert. Besonders bevorzugt wird die Richtungsänderung kontinuierlich wie etwa bei der kreisförmigen Luftführung in Figur 2a ausgeführt. Bei dieser bevorzugten Ausgestaltung ist ein dritter Vorteil der Luftführung, dass in der verunreinigten Luft enthaltene Farbpartikel an der Luftführungsvorrichtung 8 abgeschieden werden können, ähnlich wie bei der Luftleitführung 5 in Figur 1. Dabei wird das Abscheiden durch die Richtungsänderung der strömenden Luft, die die Partikel aufgrund ihrer Trägheit an den Rand und damit zum Abscheiden auf der Luftführungsvorrichtung 8 treibt, unterstützt. Der Effekt ist ähnlich dem in einer Zentrifuge. Während also bei Filteranlagen aus dem Stand der Technik die nassen Farbpartikel des Lackne- bels den Filter stark verschmutzen und schnell verstopfen, so dass er häufig ausgewechselt werden muss, wird bei der Filteranlage gemäß der vorliegenden Aus- führungsform unter Ausnutzung der Zentrifugalkraft ein großer Teil der nassen und damit schweren Farbpartikel an der Luftführungsvorrichtung 8 abgeschieden, so dass die Filter wesentlich länger verwendet werden können.

Da die Luftführungsvorrichtung 8 in diesem Fall stark verschmutzt wird, sollte sie nach einem oder mehren Beschichtungsvorgängen gegebenenfalls ausgetauscht werden können. Dazu ist es vorteilhaft, wenn die Luftführungsvorrichtung 8 aus einem preiswerten Material besteht, beispielsweise Papier oder Folie. Die An- Saugvorrichtung 6 kann ein Reservoir 7 umfassen, aus dem die Luftführungs Vorrichtung 8 um den Filter herum ausgebreitet wird. Das Reservoir 7 kann Material für mehrere Austäusche der Luftführungsvorrichtung 8 umfassen. Wie in der ersten Ausführungsform kann das Reservoir 7 eine Rolle sein, insbesondere eine Papierrolle. Die Ansaugvorrichtung 6 kann eine vertikal ausgerichtete Stange aufweisen, auf die die Papierrolle gesteckt werden kann, und die verstellbar an verschiedenen Orten der Ansaugvorrichtung 6 angebracht werden kann. Die Luftführungsvorrichtung 8 kann dadurch aufgespannt werden, dass ein Stück Papier von der Rolle des Reservoirs 7 abgewickelt und in einem Bogen um die Ansaugvorrichtung 6 herumgelegt wird. Dieser Bogen beschreibt in der Draufsicht in etwa einen Halbkreis. Die so aufgespannte Luftführungsvorrichtung 8 kann leicht entsorgt werden, insbesondere durch Abreißen oder Abschneiden am Reservoir.

Die Luftführungs vom chtung 8 kann, insbesondere wenn sie aus Papier ist, durch Stangen (nicht gezeigt) und/oder durch Führungen 21, insbesondere Führungsble- che, geführt oder gestützt werden. Beispielsweise kann ein Führungsblech die Ansaugvorrichtung 6 an der oberen und/oder unteren Stirnseite ringförmig vollständig oder teilweise umgeben, wobei der Durchmesser des Führungsblechs größer als der Durchmesser des Filters ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Absaugvonϊchtung nach der zweiten ' Ausführungsform eine flächige Luftl eitvorri chtung 5 auf, welche wie in der mit Bezug auf die Figur 1 beschriebenen ersten Ausfuhrungsform der Erfindung ausgestaltet sein kann, aber nicht muss. Mit der Luftleitvorrichtung 5 wird zumindest ein (bevorzugt wesentlicher) Teil des Luftstroms keilförmig zum Eingang der Luftführung zwischen Filter 9 und Luftführungsvorrichtung 8 hingeleitet und dort fokussiert. In dem in Fig. 2a gezeigten Fall, dass die Ansaugvorrichtung 6 gemäß der zweiten Ausführungsform in der Vorrichtung gemäß Figur 1 eingesetzt wird, können die Luftführungsvorrichtung 8 und die Luftleitvorrichtung 5 aus einem zusammenhängenden Stück Material gebildet werden, insbesondere einem zusammenhängenden Papier. In dem in Figur 2a gezeigten Fall, wird das Abschei- den durch die Verlängerung des Weges, an dem ein Abscheiden möglich ist, d.h. erst entlang der Luftleitvorrichtung und dann entlang der Luftführungsvorrichtung, unterstützt.

Fig. 2c zeigt eine Frontalsicht einer Ausgestaltung der Absaugvorrichtung nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung. In der Fig. 2c umfasst die Absaug- voπϊchtung eine Ansaugvorrichtung 6 mit einem Reservoir 7 in Form einer Papierrolle, die auf eine Haltevorrichtung, hier insbesondere eine vertikale Stange 26 aufgesteckt ist, einem zylinderförmigen Filter 9, der eine Luftführung 10 umgibt, einen Ventilator 13 an der oberen Stirnseite, eine Abluftführung 14, einen Ständer 15, eine oder, falls die Stange 23 auf beiden Seiten der Ansaugvorrichtung 6 lösbar montierbar sein soll, zwei Montiervorrichtungen 24 für die Stange 23, eine breitere ringförmiges Führung, hier insbesondere ein Führungsblech 22 an der oberen Stirnseite und eine schmälere ringförmige Führung, hier insbesondere ein Führungsblech 25 an der unteren Stirnseite. Der Ständer 15 kann höhenverstellbar sein und eine Schwenkverbindung zum Verschwenken des Körpers der Absaug- richtung aufweisen. Der Ständer 15 kann zum Verstellen der Höhe und/oder zum Verschwenken motorisiert sein. Am Ständer können Rollen montiert sein (nicht dargestellt), so dass die Absaugvorrichtung leicht zu ihrem Einsatzort geschoben werden kann, was zu ihrer Mobilität beiträgt. In der Fig. 2c ist die Luftführungsvorrichtung 8 noch nicht angebracht. Sie kann dadurch aufgespannt werden, dass ein Stück Papier von dem als Rolle ausgebildeten Reservoir 7 abgewickelt und in einem Bogen um die Ansaugvorrichtung 6 herumgelegt wird, geführt durch das obere Führungsblech 22 und das untere Füh- rungsblech 25. Die die Papierrolle tragende Stange 23 ist in der Fig. 2 an der linken Seite der Ansaugvorrichtung 6 angebracht. Sie kann jedoch von dort abgenommen und an der gegenüberliegenden Seite der der Ansaugvorrichtung 6 angebracht werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Papier auch als Luftleitvorrichtung 5 wie in der ersten Ausführungsform verwendet wird. In die- sem Fall sollte, wie oben beschrieben, die Luftleitvorrichtung 5 wahlweise auf jeder von zwei gegenüberliegenden Seiten der Absaugvorrichtung angebracht werden können, damit die Absaugvorrichtung auf jeder von zwei gegenüberliegenden Seiten eines Objekts 1 aufgestellt werden kann. Fig. 3 a zeigt eine Draufsicht einer Absaugvorrichtung nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform umfasst eine Ansaugvorrichtung 6 zum Ansaugen von verunreinigter Luft, die beim Oberflächenbeschichten, insbesondere Lackieren entsteht. Die Ansaugvorrichtung 6 wird so in der Nähe des Objekts 1 platziert, dass sie die beim Lackieren entstehenden Dämpfe zumin- dest teilweise absaugt. Die Ansaugvorrichtung 6 kann (aber muss nicht) so ausgestaltet sein wie in der ersten Ausführungsform mit Bezug auf die Figur 1 beschrieben und/oder wie in der zweiten Ausführung mit Bezug auf die Figur 2 beschrieben. Insbesondere kann, wie in der Figur 3a gezeigt, zwischen der Ansaugvorrichtung 6 und einem zu lackierenden Objekt 1 eine flächige Luftleitvorrich- tung 5 ausgebreitet werden. Weiterhin kann die Ansaugvorrichtung 6 die angesaugte Luft durch einen Filter 9 oder Ähnliches reinigen. Sie kann auch eine Luftführungsvorrichtung 8 aufweisen, wie in Fig. 3a gezeigt.

Über die Ansaugvorrichtung 6 hinaus umfasst die Absaugvorrichtung nach der dritten Ausführungsform eine Zuluftvorrichtung 11. Die Zuruftvorriclitung 11 ist dazu geeignet, einen von der Zuluftvoπichtung 11 weg gerichteten Luftstrom zu erzeugen. Sie kann so in der Nähe des Objekts 1 platziert zu werden, dass der von ihr erzeugte Luftstrom zumindest teilweise in den Luftstrom der Ansaugvorrichtung 6 übergeht, wobei er zumindest teilweise eine zu lackierende Oberfläche 2 eines Objekts 1 passieren kann. Es entsteht also ein Luftstrom zwischen der Zu- luftvorrichtung 11 und der Ansaugvorrichtung 6. Dabei gleicht die Zuluft Vorrichtung 11 den Unterdruck aus, der durch das Ansaugen der Ansaugvorrichtung 6 entsteht. Der Lackierer kann sich mit seinem Körper und insbesondere seinem Kopf im Wesentlichen außerhalb des Luftstroms befinden. Nur sein Arm mit den Mitteln zum Sprühen 3 taucht in den Luftstrom ein. So wird der Lackierer vor dem Einatmen der gesundheitsschädlichen Lackierdämpfe und Aerosole geschützt, und vor einer Verschmutzung seines Körpers durch die Lackpartikel.

Die Zuluftvorrichtung 11 kann Mittel zum Aufwärmen des erzeugten Luftstroms umfassen. Der aufgewärmte Luftstrom kann zum Trocknen der zu beschichtenden Oberfläche 2 dienen und insbesondere bei Wasserlacken die Trocknungszeit verkürzen. Die Zuluftvorrichtung 11 kann eine Luftleitvonϊchtung (nicht dargestellt) umfassen, die geeignet ist, den erzeugten Luftstrom vorteilhaft zur Oberfläche 2 zu leiten. Die Luftführung kann Lamellen umfassen. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Zuluftvorrichtung 11 dazu geeignet, Luft ausströmen zu lassen, die weniger Verunreinigungen enthält als normale Umgebungsluft, insbesondere weniger Staubpartikel. Dazu kann die Zuluftvorrichtung 11 einen Filter umfassen, zum Beispiel einen Filter, der die Lackfilterqualität F5 aufweist. Die Ansaugvorrichtung 6 saugt permanent die Umge- bungsluft an und erzeugt damit auch einen Luftstrom, der die zu lackierende O- berfläche 2 passiert. Dies hat, wenn keine Zuluftvorrichtung 11 verwendet wird, die Folge, dass sich die in der normalen Umgebungsluft enthaltenen Staubpartikel auf der feuchten und klebrigen Oberfläche 2 ablagern. Dagegen kann durch die Erzeugung eines sehr reinen Luftstroms zwischen der Zuluft vom chtung 11 und der Ansaugvorrichtung 6, um die zu lackierende Oberfläche 2 herum, gezielt und lokal begrenzt ein offener (nicht durch Seitenwände vollständig umschlossener) aber dennoch nahezu staubfreier Raum aufgespannt werden. Innerhalb dieses staubarmen Raums kann sogar ein separates Heißluftgebläse (nicht dargestellt) betrieben und auf die Oberfläche 2 zum Trocknen der feuchten Lackschicht gerichtet werden, ohne dass die Oberfläche 2 verstauben würde. Die Erzeugung des staubarmen Raums hat somit den Vorteil, dass die zu lackierende Oberfläche 2 weniger verunreinigt und das Beschichtungsergebnis verbessert wird. Das Erfordernis von Nachbehandlungen, insbesondere eines Polierens der lackierten Oberfläche 2, wird verringert oder kann sogar ganz entfallen. Da das Polieren einen großen Teil des Arbeitsaufwands beim Lackieren darstellt, kann das Lackieren insgesamt somit wesentlich schneller und damit kostengünstiger durchgeführt werden.

In der Ausgestaltung der Fig. 3b ist bei der dritten Ausführungsform der Erfindung die Ansaugvorrichtung 6 mit der Zuluftvorrichtung 11 durch eine Luftzufüh- rung 12 verbunden, die beispielsweise als ein flexibler Schlauch ausgeführt sein kann. Die Luftzuführung 12 ist dazu geeignet, den von der Ansaugvorrichtung 6 angesaugten Luftstrom ganz oder teilweise der Zuluftvorrichtung 11 zuzuführen. Dies ermöglicht es, die Zuluftvorrichtung 11 ohne einen eigenen Ventilator zur Erzeugung des Luftstroms zu betreiben. Auch kann in dem Fall, dass die bei einer Filterung durch die Ansaugvorrichtung 6 erreichte Reinheit der Luft höher ist als die Reinheit der Umgebungsluft, diese Reinheit für die Zuluftvorrichtung 11 vorteilhaft genutzt werden und einen Filter in der Zuluftvorrichtung entlasten oder sogar entbehrlich machen. Umgekehrt kann in dem Fall, dass die aus der Ansaugvorrichtung 6 austretende Luft eine geringere Reinheit als die Umgebungsluft aufweist, eine (zusätzliche) Filterung in der Zuluftvorrichtung 11 zur Entlastung der Umgebungsluft beitragen. Weiterhin ist die Absaugvorrichtung mit der Luftzuführung 12 dazu geeignet, einen Teil des von der Zuluft Vorrichtung 11 erzeugten Luftstroms mit der Ansaugvorrichtung 6 abzusaugen und der Zuluftvorrichtung 11 wieder zuzuführen. Zumindest die so rückgeführte Luft fühlt einen ge- schlossenen Kreislauf aus. Dies ermöglicht es insbesondere in dem Fall, dass die von der Zuluftvorrichtung 11 ausgeströmte Luft wie oben beschrieben aufgeheizt wird, den von der Zuluftvorrichtung 11 erzeugten Luftstrom mit geringer Heizleistung auf Temperatur zu halten.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Zuluftvorrichtung 11 oder die Luft- Zuführung 12 Mittel zum Verringern des erzeugten Luftstroms aufweisen. Die Mittel können dabei dazu eingerichtet sein, den Luftstrom angepasst an einzelne Behandlungsschritte beim Beschichten, insbesondere während des Aufsprühens, Trocknens und ähnlichem, zu verringern. Die Verringerung kann elektrisch gesteuert werden und beispielsweise durch einen Fußschalter oder Handschalter be- tätigt werden. Die Mittel können auch mit den Mitteln zum Aufsprühen 3, z.B. einer Lackierpistole so gekoppelt werden, dass der Luftstrom automatisch verringert wird, während die Mittel zum Aufsprühen 3 betätigt werden. Es ist nämlich so, dass sich während des Sprühvorgangs die in den Bereich um die Oberfläche 2 herum zugeführte Luftmenge wegen des Sprühstrahls kurzfristig erhöht, mögli- cherweise sogar stark erhöht, und einen Überdruck erzeugt. Dies kann zur Folge haben, dass der Lacknebel und andere Lackierdämpfe sich aus dem Einzugsbereich der Ansaugvorrichtung 6 heraus ausdehnen, und dass die Ansaugvorrichtung 6 ganz allgemein ein Absaugen der Lackierdämpfe nicht mehr sicherstellen kann. Durch ein kurzfristiges Verringern des durch die Zuluftvorrichtung 11 erzeugten Luftstroms kann diese negative Folge verringert oder ganz vermieden werden. Das Verringern des durch die Zuluftvorrichtung 11 erzeugten Luftstroms sollte jedoch nur so lange andauern, wie gesprüht wird, damit nach dem Ende des Sprühvorgangs kein Unterdruck entsteht, der den oben beschriebenen staubarmen Raum zusammenbrechen lassen würde.

In dem Fall in der Fig. 3b dargestellten Fall, dass der Zuluftvorrichtung 11 über eine Luftzuführung 12 die Luft zugeführt wird, die von der Ansaugvorrichtung 6 ausgegeben wird, kann der von der Zuluftvorrichtung 11 erzeugte Luftstrom dadurch verringert werden, dass die Menge der durch die Luftzuführung 12 zurück- geführte Luft etwa durch das Öffnen eines Ventils verringert wird. Dazu kann die Zuluftvorrichtung 11 zum Beispiel eine T-Luftführung umfassen, in die die Luft- Zuführung 11 mündet, so wie in Fig. 4 dargestellt. Die T-Luftführung könnte auch in der Luftzuführung 12 integriert sein. Die T-Luftführung kann geöffnet werden, um zugeführte Luft abzulassen. An der T-Luftführung kann ein weiterer Filter angeordnet sein, der geeignet ist, die abgelassene Luft zu filtern.

Fig. 3c zeigt eine Frontal- und Durchsicht, Figur 3d zeigt eine Seit- und Durchsicht und Figur 3e zeigt eine Schnittsicht entlang der Linie A-A in Fig. 3 c und 3d einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zuluftvorrichtung. Die Zuluftvorrichtung 11 umfasst ein Gehäuse 26, das zum Beispiel aus Aluminium hergestellt sein kann. Das Gehäuse 26 hat ein Volumen, das groß genug ist, dass sich darin ein gleichmäßiger Druck entwickeln kann, so dass die Zuluft Vorrichtung 11 einen über ihre Auslassfläche gleichmäßigen Luftstrom abgeben kann. Das Gehäuse 26 hat einen Luftzufuhranschluss 16, auf dem die oben erwähnte Luftzuführung 12 (nicht dargestellt), eventuell über eine T-Luftführung (nicht dargestellt) ange- bracht werden kann. Die Zuluftvorrichtung 11 umfasst weiterhin einen Anschluss für Heißluftzufuhr 17 zum Erzeugen eines erwärmten Luftstroms, einen Zuluftfil- ter 18, der über eine Rahmenhalterang 19 am Gehäuse 26 angebracht werden kann. Der Zuluftfϊlter 18 deckt die gesamte Auslassfläche der Zuluftvorrichtung 11 ab. Das Gehäuse wird durch einen Ständer 20 getragen. Der Ständer 20 ist da- zu geeignet, das Gehäuse 26 der Zuluftvorrichtung 11 in der Höhe verstellbar und schwenkbar zu machen. Weiterhin hat der Ständer 20 Rollen, welche es erlauben, die Zuluftvorrichtung 11 leicht zu ihrem Einsatzort zu schieben, und so zur Mobilität der Zuluftvorrichtung 11 beitragen. Fig. 3f zeigt eine Draufsicht einer Ausgestaltung der dritten Ausführungsform der Erfindung mit einer zweiten Ansaugvorrichtung 6'. Darüber hinaus sind auch eine zweite Luftleitvorrichtung 5' und ein zweites Reservoir 7' umfasst. Je eine Luftzuführung 12, 12' fühlt von jeder der Ansaugvorrichtung 6, 6' zur Zuluftvorrichtung 11. Diese Anordnung kann zwei Luftströme erzeugen, die dazu geeignet sind, insbesondere bei einem Sprühen ohne Vorzugsrichtung die verunreinigte Luft ausreichend abzusaugen. Die Absaugvorrichtung gemäß Figur 3f kann zusätzlich eine horizontal angeordnete Zuluftvorrichtung 11 mit nach unten gerichtetem Auslass umfassen. Die Zuluftvorrichtung 11 ist dazu geeignet, horizontal zwischen den beiden Ansaugvor- richtungen 6, 6' und über der zu lackierenden Oberfläche angeordnet zu werden.

Der Auslass der Zuluftvorrichtung 11 kann in Längsrichtung geteilt sein (nicht dargestellt). Ein Teil kann so ausgebildet sein, insbesondere durch teilweises Abdecken, beispielsweise mit einer Lochblende, dass aus ihm weniger Luft aus- strömt als aus dem anderen Teil. Der abgedeckte Teil kann horizontal gesehen näher an der zu lackierenden Oberfläche 2 angeordnet werden. Damit ist ein erster nach unten gerichteter Luftstrom, der von der Oberfläche 2 weiter entfernt ist, stärker als der ein zweiter nach unten gerichteter Luftstrom, der näher an der O- berfläche 2 ist. Dies hat die Wirkung, dass vor der Oberfläche 2 ein Luftbarriere aufgebaut wird, die dazu beiträgt, den staubarmen Raum um die Oberfläche 2 herum mit reduzierten Luftverwirbelungen stabiler zu machen. Die beschriebene Zuluftvorrichtung 11 mit geteiltem Auslass kann auch in anderen Ausgestaltungen der dritten Ausfuhrungsform der Erfindung verwendet werden, beispielsweise in der mit Bezug auf Figur 3a beschriebenen.

Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Absaugvorrichtung nach der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform der Erfindung. In der Fig. 4 ist das Objekt 1 ein Kraftfahrzeug. Die zu lackierende Oberfläche 2 befindet sich zwischen der Stoßstange und dem rechten Kotflügel. Um die zu lackie- rende Oberfläche 2 wurde auf der linken Seite die Ansaugvorrichtung 6 aufgestellt, die im Wesentlichen wie mit Bezug auf die Fig. 2c beschrieben aufgebaut ist. Auf der rechten Seite wurde die Zuluftvorrichtung 11 aufgestellt, die im Wesentlichen wie mit Bezug auf die Fig. 3c, 3d und 3e beschrieben aufgebaut ist. Die Zuluftvomchtung 11 umfasst einen Staubfilter (nicht dargestellt), so dass durch den Luftstrom von der Zuluftvorrichtung 11 zur Ansaugvorrichtung 6 hin ein of- fener aber dennoch staubarmer Raum aufgespannt wird. Weiterhin wird die von der Ansaugvoπϊchtung 6 angesaugte Luft über die Luftführung 12 in Form eines flexiblen Schlauchs zur Zuluftvorrichtung 11 zurückgeführt. Zwischen dem Schlauch 12 und der Zuluftvorrichtung 11 ist eine T- Luftführung angebracht, die geöffnet werden kann, um den in die Zuluftvorrichtung 11 zurückgeführten Luftstrom wie oben mit Bezug auf die Fig. 3 beschrieben zeitweise zu verringern. Teile des Kraftfahrzeugs 1 , auf die der Lackstrahl nicht auftreffen soll, sind mit- hilfe der Luftleitvorrichtung 5 abgedeckt und mit Klebestreifen (nicht dargestellt) fixiert worden. Die Luftleitvorrichtung 5 besteht aus Papier, das von der Rolle 7 gespeist wird. Dieses Papier bildet in seinem nahe der Rolle gelegenen Abschnitt um den Filter herum eine Luftführung 8, die wie oben mit Bezug auf die zweite Ausführungsform beschrieben arbeitet.