SCHRÖER, Klaus (Am Jagdstock 74, Landau, 76829, DE)
| Patentansprüche 1. Schalenschalldämpfer (1) für eine Brennkraftmaschine gebildet aus einer ersten Schale (1.1) und mindestens einer zweiten Schale (1.2), die zwecks Bildung des Schalenschalldämpfers (1) am jeweiligen Randbereich Bs verbunden sind, wobei der jeweilige Randbereich Bs eine kastenförmige Innenkontur Ksi mit vier Eckbereichen El - E4 und einer Breite B und eine Länge L sowie eine Au¬ ßenkontur KSa aufweist und die jeweilige Schale (1.1, 1.2) aus einem Schalenrohling R hergestellt ist, der durch Umformung eines Blechstreifens (2) durch Anwendung eines die Form der Schale (1.1, 1.2) aufweisenden Tiefziehwerkzeugs (3) gebildet ist, wobei der Rohling R nach dem Umformen einen Randbereich BR mit einer äuße¬ ren Kontur KR aufweist, der nach dem Zuschnitt des Rohlings R zwecks Bildung der Außenkontur KSa des Randbe¬ reichs Bs der Schale (1.1, 1.2) zumindest teilweise entfernt ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Innenkontur Ksi des Randbereichs Bs der Scha¬ le (1.1, 1.2) ergänzend zu der kastenförmigen Grundform G mindestens einen Eckbereich El - E4 aufweist, der über die Breite B und die Länge L der kastenförmigen Grundform G hinaus erweitert ist und somit zumin¬ dest teilweise an die Kontur KR des zu beschneidenden Randbereichs BR des Rohlings R angepasst ist. 2. Schalenschalldämpfer (1) für eine Brennkraftmaschine gebildet aus einer ersten Schale (1.1) und mindestens ei¬ ner zweiten Schale (1.2), die zwecks Bildung des Schalenschalldämpfers (1) am jeweiligen Randbereich Bs verbunden sind, wobei der jeweilige Randbereich Bs eine kastenförmige Innenkontur KSi mit vier Eckbereichen El - E4 und einer Breite B und eine Länge L sowie eine Außen¬ kontur KSa aufweist und die jeweilige Schale (1.1, 1.2) aus einem Schalenrohling R hergestellt ist, der durch Umformung eines Blechstreifens (2) durch Anwendung eines die Form der Schale (1.1, 1.2) aufweisenden Tiefzieh- werkzeugs (3) gebildet ist, wobei der Rohling R nach dem Umformen einen Randbereich BR mit einer äußeren Kon¬ tur KR aufweist, der nach dem Zuschnitt des Rohlings R zwecks Bildung der Außenkontur KSa des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) zumindest teilweise entfernt ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die jeweilige Schale (1.1, 1.2) eine Ausformung A zwecks Bildung einer Ein- oder Ausgangskalotte (1.3) zum Anschließen eines Abgasrohres aufweist, wobei a) die Ausformung A relativ zu der Grundform G der In¬ nenkontur KSi des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) um eine Tiefe tl hervorsteht, wobei die Tiefe tl derart gewählt ist, dass zwecks Bildung der Ausformung A die Größe des Blechstreifens (2) nicht größer gewählt werden muss als bei einem Ausbleiben der Ausformung A und/oder b) im Bereich der Ausformung A eine Einformung E vorgesehen ist, die ergänzend zu der Taillierung T vorgesehen ist, wobei die Einformung E relativ zu der Grundform G der Innenkontur KSi des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) um eine Tiefe t2 zurücksteht. Schalenschalldämpfer (1) nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Außenkontur KSa eine von der Innenkontur KSi abweichende Form aufweist. Schalenschalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Innenkontur KSi und/oder die Außenkontur KSa des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) gebildet ist aus einer ersten Längskante LI, einer zweiten Längskante L2, einer ersten Querkante Ql und einer zweiten Querkante Q2 sowie aus den vier Eckbereichen El, E2, E3, E4, wobei der jeweilige Eckbereich El, E2, E3, E4 eine Längskante LI, L2 mit einer Querkante Ql, Q2 ver¬ bindet und der Randbereich Bs der Schale (1.1, 1.2) zu¬ mindest im Bereich einer Längskante LI, L2 und/oder einer Querkante Ql, Q2 eine Taillierung T aufweist, die sich über mindestens 50 % bis 80 % einer Weite wl und/oder einer Weite w2 der Schale (1.1, 1.2) erstreckt . Schalenschalldämpfer (1) nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Innenkontur KSi und/oder die Außenkontur KSa des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) im Bereich beider Längskanten LI, L2 und/oder im Bereich beider Querkanten Ql, Q2 die Taillierung T aufweist. Schalenschalldämpfer (1) nach Anspruch 4 oder 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Innenkontur KSi und/oder die Außenkontur KSa des Randbereichs Bs der Schale (1.1, 1.2) knochenförmig ausgebildet ist. 7. Tiefziehwerkzeug (3) mit einer eine Außenkontur Kw aufweisenden Grundform G3 zum Umformen eines Blechstrei¬ fens (2) zwecks Bildung eines Rohlings R einer Schale (1.1, 1.2) eines Schalenschalldämpfers (1) nach Art und Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Außenkontur Kw der Grundform G3 des Tiefziehwerkzeuges (3) mindestens einen Eckbereich El - E4 aufweist, der über die Breite B und die Länge L hinaus erweitert ist und somit zumindest teilweise an die Kon¬ tur KR des zu beschneidenden Randbereichs BR des Rohlings R angepasst ist. 8. Tiefziehwerkzeug (3) mit einer eine Außenkontur Kw aufweisenden Grundform G3 zum Umformen eines Blechstrei¬ fens (2) zwecks Bildung eines Rohlings R einer Scha¬ le (1.1, 1.2) eines Schalenschalldämpfers (1) nach Art und Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , die Außenkontur Kw der Grundform G3 des Tiefziehwerk- zeuges (3) eine Form (3.1) zwecks Bildung einer Ein- oder Ausgangskalotte (1.3) zum Anschließen eines Abgas- rohres aufweist, wobei a) die Form (3.1) relativ zu der Grundform G der Außenkontur Kw um eine Tiefe t3 hervorsteht, und die Tiefe t3 derart gewählt ist, dass zwecks Bildung der Ausformung A die Größe des Blechstreifens (2) nicht größer gewählt werden muss als bei einem Ausbleiben der Ausformung A und/oder b) im Bereich der Form (3.1) ergänzend zu der Taillierung T ein Versatz (3.2) vorgesehen ist, wobei der Versatz (3.2) relativ zu der Grundform G der Außenkon¬ tur Kw um eine Tiefe t4 zurücksteht. 9. Verfahren zum Ermitteln einer Innen- und/oder Außenkon¬ tur Ksi, KSa eines Randbereichs Bs einer Schale (1.1, 1.2) zum Herstellen eines Schalldämpfers (1) mit folgenden Verfahrensschritten a) Tiefziehen einer Schale (1.1, 1.2) aus einem Blechstreifen (2) mit einem Tiefziehwerkzeug (3) mit kastenförmiger Außenkontur Kw; b) ermitteln der Außenkontur KR des tiefgezogenen Roh¬ lings R; c) erweitern der Eckbereiche El—E4 des Tiefziehwerk- zeugs (3) derart, dass die Außenkontur Kw an die Außenkontur KR angenähert wird; d) mindestens einmaliges Wiederholen der Verfahrensschritte a) bis c) . 10. Verfahren zum Ermitteln einer Innen- und/oder Außenkontur KSi, KSa eines Randbereichs Bs einer Schale (1.1, 1.2) zum Herstellen eines Schalldämpfers (1) mit folgenden Verfahrensschritten a) Tiefziehen einer Schale (1.1, 1.2) aus einem Blech¬ streifen (2) mit einem Tiefziehwerkzeug (3) mit einer eine Form (3.1) zum Ausbilden einer Ausformung A aufweisenden Außenkontur Kw; b) Ermitteln der Tiefe tl, t2 der Ausformung A des tiefgezogenen Rohlings R; c) Optimieren der Tiefe t3, t3' der Form (3.1) der Au¬ ßenkontur Kw des Tiefziehwerkzeuges (3) derart, dass zwecks Bildung der Ausformung A die Größe des Blechstreifens (2) nicht größer gewählt werden muss als bei einem Ausbleiben der Ausformung A. |
Tiefziehwerkzeug hierfür
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schalenschalldämpfer für eine Brennkraftmaschine gebildet aus einer ersten Schale und mindestens einer zweiten Schale, die zwecks Bildung des Schalenschalldämpfers am jeweiligen umlaufenden Randbereich B s verbunden sind, wobei der jeweilige Randbereich B s eine kastenförmige Innenkontur Κ 3 ± mit vier Eckbereichen El - E4 und einer Breite B und eine Länge L sowie eine Außen ¬ kontur K Sa aufweist und die jeweilige Schale aus einem Schalenrohling R hergestellt ist, der durch Umformung eines Blechstreifens durch Anwendung eines die Form der Schale aufweisenden Tiefziehwerkzeugs gebildet ist, wobei der Rohling R nach dem Umformen einen Randbereich B R mit einer äußeren Kontur K R aufweist, der nach dem Zuschnitt des Rohlings R zwecks Bildung einer Außenkontur K Sa des Randbereichs B s der Schale zumindest teilweise abgeschnitten ist.
Es ist bereits ein Abgasschalldämpfer aus der CA 2,058,136 bekannt, der aus einem Paar Formschalen gebildet ist, wobei die beiden Formschalen zwecks Verbindung an einer Randfläche gebördelt werden. Im Bereich der Randfläche sind weitere Zungen vorgesehen, die zum Befestigen eines Hitzeschildes dienen. Die Zungen sind in überschüssigen Bereichen der jeweiligen Formschale platziert, die sonst beim Zuschnitt abgeschnitten würden.
Die DE 20 2008 016 200 Ul beschreibt einen zweiteiligen Schalldämpfer, dessen Grundform zwei Eckbereiche aufweist, die jeweils über die Länge der Grundform hinaus erweitert sind. Bezüglich der Breite stehen die Eckbereiche jedoch relativ zur Grundform zurück. Eine optimierte Ausnutzung der zu verformenden Blechstreifen wird damit jedoch nicht erreicht .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abgasschalldämpfer aus Formschalen und ein Tiefziehwerkzeug zur Herstellung einer Formschale derart auszubilden und anzuordnen, dass eine Materialersparnis und ein verbessertes akustisches Verhalten gewährleistet sind.
Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die Innenkontur K S i des Randbereichs B s der Schale ergänzend zu der kastenförmigen Grundform G mindestens einen Eckbereich El - E4 aufweist, der über die Breite B und die Län ¬ ge L hinaus erweitert ist und somit zumindest teilweise an die Außenkontur K R des zu beschneidenden Randbereichs B R des Rohlings R angepasst ist. Hierdurch wird erreicht, dass der abzuschneidende Randbereich B R des Rohlings zwecks Bildung der Innen- bzw. Außenkontur K S i, S a der Schale insgesamt gleichbleibender ausgebildet ist, so dass eine Materialeinsparung vorliegt. Ferner kann durch die Ausnutzung dieser Eck-Volumina das Volumen der jeweiligen Schale insgesamt vergrößert werden. Vor dem Hintergrund einer solchen Volumenvergrößerung kann die Schale insgesamt weniger breit bzw. weniger lang ausgebildet werden, um gleiches Volumen zu halten, womit eine weitere Materialeinsparung einhergeht. Im Falle der Anwendung einer vorstehend beschriebenen geringeren Breite der Schale kann auch der zum Tiefziehen verwendete Blechstreifen bzw. der entsprechende Coil schma ¬ ler ausgebildet sein.
Zudem wird durch die Ausnutzung dieser Eck-Bereiche des Randbereichs B R des Rohlings eine von der üblichen kastenförmigen Grundform G abweichende Innen- bzw. Außenkontur K S i bzw. KS a der Schale bzw. des Randbereichs B s erhal- ten, mit der ein günstiges Resonanzverhalten bzw. akustisches Verhalten einhergeht.
Ferner wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die jeweilige Schale eine Ausformung A zwecks Bildung einer Ein- oder Ausgangskalotte zum Anschließen eines Abgasrohres aufweist, wobei die Ausformung A nach dem Umformen relativ zu der Grundform G der Innenkontur K si des Randbereichs B s der Schale um eine Tiefe tl hervorsteht, wobei die Tiefe tl derart gewählt ist, dass zwecks Bildung der Ausformung A die Größe des Blechstreifens nicht größer gewählt werden muss als bei einem Ausbleiben der Ausformung A und/oder im Bereich der Ausformung A eine Einformung E vorgesehen ist, die ergänzend zu der Taillierung T vorgesehen ist, wobei die Einformung E relativ zu der Grundform G der Innenkontur K S i des Randbereichs B s der Schale um eine Tiefe t2 zurücksteht. In der Regel weist die jeweilige Schale zumindest im Bereich einer Längs- oder Querkante die Ausformung A für eine Ein- oder Ausgangskalotte auf. Die vorstehend beschriebenen Merkmale betreffend die maximale Tiefe tl dieser Ausformung A gewährleisten die vorgehend beschriebenen Einsparungen betreffend die Breite bzw. Länge des verwendeten Blechstreifens. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Einformung E ist die Bildung einer Ausformung A möglich, die eine wunschgemäße Höhe h aufweist. Die Einformung E gewährleistet eine Erhöhung der Größe bzw. Höhe h der Ausformung A über die Taillierung T der Grundform G hinaus. Insoweit ist gemäß Definition der Erfindung die Einformung E ergänzend zur Taillierung T vorgesehen. Die Höhe h der Ausformung A kann insgesamt die Tiefe tl plus t2 erreichen. Nach dem Beschneiden der Schale verringert sich die Tiefe tl und kann auch Null werden, wenn die Ausformung auf der Höhe der Innenkontur K si beschnitten wird . Vorteilhaft kann es hierzu auch sein, wenn die Außenkontur K Sa eine von der Innenkontur K s ± abweichende Form auf ¬ weist. Vorzugsweise entsprechen die Innenkontur K S i und die Außenkontur K Sa einander. Jedoch kann die Außenkontur K Sa über die Erweiterung der Innenkontur K S i hinaus an die Kontur K R des Rohlings bzw. dessen Eckbereiche angepasst werden, so dass auf die akustischen Eigenschaften günstig Einfluss genommen werden kann.
Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn die Innenkontur K S i und/oder die Außenkontur K Sa des Randbereichs B s der Schale gebildet ist aus einer ersten Längskante LI, einer zweiten Längskante L2 , einer ersten Querkante Ql und einer zweiten Querkante Q2 sowie den vier Eckbereichen El, E2, E3, E4, wobei der jeweilige Eckbereich El, E2, E3, E4 eine Längskante LI, L2 mit einer Querkante Ql, Q2 verbindet und der Randbereich B s der Schale zumindest im Bereich einer Längskante LI, L2 und/oder einer Querkante Ql, Q2 eine Taillierung T aufweist, die sich über mindestens 50 % bis 80 % ei ¬ ner Weite wl und/oder einer Weite w2 der Schale erstreckt. Ausgehend von einer üblichen Kontur K R eines Rohlings, die im Bereich der jeweiligen Ecke der auszuprägenden Schale einen deutlich größeren Überstand über die erwünschte Grundform G begründet als in dem Bereich zwischen der jeweiligen Ecke, ist das Aufgreifen einer Form mit einer Taillierung T vorteilhaft. Mit einer solchen Taillierung geht die Tatsache einher, dass die Schale im Bereich der Taillierung schmaler bzw. kürzer ausgebildet ist als im Bereich der jeweiligen Ecke, die jeweils Beginn und Ende der Taillierung begründen. Die obere Grenze der Taillierung ist je nach anzusetzendem Radius der Ecke wohl im Bereich von 90 % bis 95 % zu sehen. Bei 100 % Taillierungsanteil ist keine Taillierung mehr vorhanden. Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Innenkontur K S i und/oder die Außenkontur K Sa des Randbereichs B s der Schale im Bereich beider Längskanten Li, L2 und/oder im Bereich beider Querkanten Ql, Q2 die Taillierung T aufweist. Die Taillierung kann wahlweise an verschiedenen Längs- bzw. Querkanten vorgesehen sein. Dies ist je nach gewünschter Ausgestaltung und dem damit einhergehenden Resonanzverhal ¬ ten einerseits sowie der gewünschten Materialersparnis andererseits zu entscheiden. Günstig kann es sein, wenn die Taillierung sowohl an beiden Längs- als auch an beiden Querkanten vorgesehen ist, so dass sich insgesamt die vorgenannten Vorteile auf ein Maximum addieren.
Dabei kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Innenkontur K S i und/oder die Außenkontur K Sa des Randbe ¬ reichs B s der Schale eine knochenförmige Grundform G begründet. Für den Fall, dass die Taillierung an allen vier Längskanten vorgesehen ist, ergibt sich eine nach Ausführungsbeispiel knochenförmige Grundform G, mit der aufgrund der erweiterten Eckbereiche das vorgehend beschriebene maximale Volumen unter Minimierung der Breite des verwendeten Blechstreifens einerseits sowie Minimierung der Länge des zu verwendenden Blechstreifens andererseits gewährleistet ist .
Gelöst wird die Aufgabe auch durch ein Tiefziehwerkzeug mit einer eine Außenkontur Kw aufweisenden Grundform G3 zum Um ¬ formen eines Blechstreifens zwecks Bildung eines Rohlings R einer Schale eines Schalenschalldämpfers nach Art und Form wie vorhergehend beschrieben, wobei die Außenkontur Kw der Grundform G3 des Tiefziehwerkzeuges mindestens einen Eckbereich El - E4 aufweist, der über die Breite B und die Länge L hinaus erweitert ist und somit zumindest teilweise an die Kontur K R des zu beschneidenden Randbereichs B R des Rohlings R angepasst ist. Die vorstehend beschriebenen Vor ¬ teile bezüglich der Akustik und der Materialeinsparung ei ¬ ner erfindungsgemäß gebildeten Schale bzw. eines Schalenschalldämpfers werden selbstverständlich auch durch ein entsprechend ausgebildetes Tiefziehwerkzeug erreicht. Die bei der Ausbildung des Tiefziehwerkzeugs erreichten Einsparungen betreffend die Breite und Länge desselben sind ebenfalls vorhanden, begründen demnach die wesentlichen Vortei ¬ le der Schale, die wie ausgeführt bei der Akustik und der Einsparung auf Seiten des Schalenschalldämpfers zu finden sind .
Ferner wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Außenkontur Kw der Grundform G3 des Tiefziehwerkzeuges eine Form zwecks Bildung einer Ein- oder Ausgangskalotte zum An ¬ schließen eines Abgasrohres aufweist, wobei die Form rela ¬ tiv zu der Grundform G der Außenkontur Kw um eine Tiefe t3, t3' hervorsteht, wobei die Tiefe t3 derart gewählt ist, dass zwecks Bildung der Ausformung A die Größe des Blech ¬ streifens nicht größer gewählt werden muss als bei einem Ausbleiben der Ausformung A und/oder dass im Bereich der Form ergänzend zu der Taillierung T ein Versatz vorgesehen ist, wobei der Versatz relativ zu der Grundform G der Außenkontur Kw um eine Tiefe t4 zurücksteht. Die Form kann somit eine maximale Tiefe der Größe t3 plus t4 erreichen, so dass eine Ausformung A mit wunschgemäßer Höhe h realisierbar ist.
Gelöst wird die Aufgabe auch durch Verfahren zum Ermitteln einer Innen- und/oder Außenkontur K S i, K Sa eines Randbe ¬ reichs B s einer Schale zum Herstellen eines Schalldämpfers mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Tiefziehen einer Schale aus einem Blechstreifen mit einem Tiefziehwerkzeug mit kastenförmiger Außenkontur Kw; b) Ermitteln der Außenkontur K R des tiefgezogenen Rohlings R;
c) Erweitern der Eckbereiche El—E4 des Tiefziehwerkzeugs derart, dass die Außenkontur Kw an die Außenkontur K R angenähert wird;
d) mindestens einmaliges Wiederholen der Verfahrensschritte a) bis c) .
Die Ermittlung der Außen- bzw. Innenkontur K Sa , K si auf iterativem Wege gewährleistet eine optimale Ausbildung der gewünschten Kontur.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht einer Schale nach dem Stand der
Technik;
Figur 2a eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Schale;
Figur 2b eine Schnittdarstellung S-S aus Figur 2a;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Tiefziehwerk ¬ zeugs ;
Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines Schalenschalldämpfers .
Eine erste Schale 1.1 eines Schalenschalldämpfers 1 nach dem Stand der Technik wird gebildet durch Tiefziehen eines Blechstreifens 2, der ausgehend von einem Blechband-Coil rechteckförmig ausgebildet ist. Durch Tiefziehen einer gewünschten Kontur K s der Schale 1.1 mit einer Grundform G, die nach Fig. 1 kastenförmig, also rechteckförmig mit abgerundeten Ecken ausgebildet ist, wird zunächst ein sogenann- ter Rohling R erhalten, dessen Rand eine Kontur K R aufweist, die einerseits von der rechteckigen Form des Blech ¬ streifens 2 abweicht und andererseits von der gewünschten kastenförmigen Kontur K s der Schale 1.1 abweicht. Die Kontur K R des Rohlings R wird auch als knochenförmig bezeichnet, da im Bereich der jeweiligen Ecke der verbleibende und zwecks Bildung der Kontur K s bzw. Außenkontur K Sa der Schale 1.1 abzuschneidende Rand wesentlich größer ist als in dem Bereich zwischen der jeweiligen Ecke.
Nach Fig. 2a ist die erfindungsgemäße Kontur K s , also Au ¬ ßenkontur K Sa und Innenkontur K si der Schale 1.1 an die kno ¬ chenförmige Kontur K R des Rohlings R angepasst. Die Scha ¬ le 1.1 bzw. Kontur K s weist hierzu eine Grundform G auf, bei der Eckbereiche El - E4 über die Breite B und die Länge L hinaus erweitert sind, so dass die Kontur K s zumindest teilweise an die Kontur K R des zu beschneidenden Randbe ¬ reichs B R des Rohlings R angepasst ist. Somit ergeben sich zwei gegenüberliegenden Längskanten LI, L2 und zwei wiede ¬ rum gegenüberliegenden Querkanten Ql, Q2, die jeweils über einen Eckbereich El, E2, E3, E4 miteinander verbunden sind. Zwischen den jeweiligen Eckbereichen El bis E4 weist die Kontur K s bzw. die Grundform G eine Taillierung T auf. Im Bereich der jeweiligen Taillierung T ist der Abstand der beiden Längskanten LI, L2 bzw. der beiden Querkanten Ql, Q2 kleiner als eine Länge wl der Schale 1.1 bzw. eine Breite w2 der Schale 1.1. Mit der Erweiterung des jeweiligen Eckbereichs El bis E4 in die Eckzone eines Randbereichs B R des Rohlings R ergeben sich eine Volumenvergrößerung des durch die Schale 1.1 einseitig begrenzten Volumens und eine Verkleinerung des abzuschneidenden Randbereichs B R des Roh ¬ lings R. Durch diese Volumenvergrößerung kann die Gesamt ¬ weite w2 bzw. die Gesamtweite wl zwecks Gewährleistung des gleichen Volumens der jeweiligen Schale 1.1 verkleinert werden .
Die hier dargestellte Schale 1.1 weist im Bereich ihrer Längskante L2 eine Ausformung A für eine Ein- bzw. Aus ¬ gangskalotte 1.3 nach Fig. 4 auf. Zwecks Bildung dieser Ausformung A ist im Bereich der Ausformung A eine Einformung E der Tiefe t2 vorgesehen. Die Einformung E ist im Wesentlichen gebildet aus einem Verrundungsradius V R 1 und einem daran anschließenden Verbindungsabschnitt V A 1. Die Einformung E ist ergänzend zu der Taillierung T vorge ¬ sehen. Die Ausformung A erstreckt sich über den vorgenann ¬ ten Verrundungsradius V R 1 und den daran anschließenden Ver ¬ bindungsabschnitt V A 1 sowie einen daran anschließenden Verrundungsradius V R 2 über eine Höhe h. Aufgrund der Einformung E steht sie im Bereich der Längskante L2 lediglich über eine Tiefe tl über die knochenförmige Innenkontur K si der Schale 1.1 hervor. Die Tiefe tl ist derart gewählt, dass der Blechstreifen 2 allein aufgrund der Ausformung A nicht breiter gewählt werden muss als in dem Fall ohne Aus ¬ formung A. Die Tiefe tl entspricht demnach etwa der Dicke des Randbereichs B s bzw. der Höhe des
Verrundungsradius V R 2, der an den Verbindungsabschnitt V A 1 und den Verrundungsradius V R 1 der Ausformung A anschließt. Mithin endet die Ausformung A etwa auf Höhe der Außenkon ¬ tur K Sa .
Die Taillierung T verläuft über etwa 84 % der Länge wl und 66 % der Breite w2. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Taillierung T auch nur an einem Teil der jeweiligen Längs- bzw. Querkante LI bis Q2 vorgesehen sein . Nach Fig. 2b, Schnittdarstellung S-S aus Fig. 2a (Teilschnitt rechte Hälfte) weist die Schale 1.1 einen verblei ¬ benden Randbereich B s auf, der nach dem Beschneiden des Randbereichs B R des Rohlings R mit der Außenkontur K R ver ¬ bleibt. In diesem Randbereich B s wird die Schale 1.1 mit einer korrespondierenden zweiten Schale 1.2 nach Fig. 4 verbunden. Dies kann durch Verschweißung oder Umbördelung erfolgen. Letztlich weist der Randbereich B s eine Innenkon ¬ tur K S i sowie eine Außenkontur K Sa auf, die nach Ausfüh ¬ rungsbeispiel Fig. 2a, 2b gleich sind. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass die Innenkontur K S i von der Außenkon ¬ tur K Sa abweicht. Zwecks Gewährleistung eines erfindungsgemäßen maximalen Volumens ist die erfindungsgemäße Ausprägung der Kontur K s zumindest im Bereich der Innenkontur K si vorzusehen. Mithin folgt zumindest eine ähnlich große Aus ¬ prägung bzw. Erweiterung für die Außenkontur K Sa . Die Ausprägung bzw. Erweiterung für die Außenkontur K Sa kann auch größer sein als die der Innenkontur K S j_.
Ein in Fig. 3 dargestelltes Tiefziehwerkzeug 3 bzw. Zieh ¬ stempel weist ebenfalls eine Außenkontur K w mit einer kno ¬ tenförmigen Grundform G3 mit vier Eckbereichen El - E4 auf. Das Tiefziehwerkzeug 3 weist zudem zwei Formen 3.1, 3.1 λ zur Bildung einer gewünschten Ausformung A für eine Ein- bzw. Ausgangskalotte 1.3 sowohl im Bereich der Längskante als auch im Bereich der Querkante auf. Die Formen 3.1, 3.1 stehen um eine Tiefe t3, t3' über die Außenkontur K w hervor. Die Tiefe t3, t3' ist derart gewählt, dass die Breite des zur Verfügung stehenden Blechstreifens 2 zur Ausbildung der Ausformung A ausreicht. Zudem ist im Bereich der Form 3.1 ergänzend zu der Taillierung T ein Versatz 3.2, 3.2' vorgesehen ist, wobei der Versatz 3.2, 3.2' relativ zu der Grundform G der Außenkontur Kw um eine Tiefe t4 zurücksteht. Die Form 3.1 steht somit über die Tiefe t3 plus die Tiefe t4 über die Grundform G der Außen ¬ kontur Kw hervor.
Nach Fig. 4 weisen sowohl die erste Schale 1.1 als auch die zweite Schale 1.2 die korrespondierende und gleiche Grund ¬ form G bzw. Kontur K s auf, die in den Eckbereichen El - E4 nach Fig. 2a entsprechend dem in der Regel verbleibenden Randbereich B R bzw. dessen Kontur K R des Rohlings R nach ausgebildet bzw. erweitert sind. Die beiden Schalen 1.1 und 1.2 sind im Randbereich B s miteinander verbunden, so dass sie insgesamt das pro Schale gewährleistete erweiterte Vo ¬ lumen in doppelter Form begrenzen. Die hier zu sehende kno- chenförmige Ausbildung des Schalenschalldämpfers 1 gewährleistet auch die vorgehend beschriebenen akustischen Vor ¬ teile. Darüber hinaus sind im Bereich der jeweiligen Schale Rippen 1.4, 1.4 Λ vorgesehen, die ergänzend das akustische Verhalten bzw. Resonanzverhalten verbessern. Die Rippen 1.4, 1.4 verlaufen etwa parallel zur jeweiligen Quer ¬ kante. Daneben können diese auch mehrfach vorgesehen sein und alternativ in einem nicht dargestellten Ausführungsbei ¬ spiel auch in andere Richtungen, insbesondere parallel zur jeweiligen Längskante, verlaufen. Die Schalen 1.1, 1.2 sind beschnitten, so dass sich die Außenkontur K Sa ergibt. Die Ausformung A ist ebenfalls beschnitten, so dass die Tie ¬ fe tl (nicht dargestellt) deutlich kleiner ist als nach dem Ausformen .
Fig. 5 zeigt die Detailansicht D aus Fig. 2a betreffend die Ausformung A mit den Verrundungsradien V R i, V R2 und dem Ver ¬ bindungsabschnitt V A , über die die Innenkontur K S i in die Kontur der Ausformung A überführt wird. Die Höhe h der Aus ¬ formung A entspricht den beiden Tiefen tl und t2. Bezugszeichenliste
1 Schalenschalldämpfer
1.1 erste Schale
1.2 zweite Schale
1.3 Ein- oder Ausgangskalotte
1.4 Rippen
1.4' Rippen
2 Blechstreifen
3 Tiefziehwerkzeug
3.1 Form für Ein- oder Ausgangskalott 3.1' Form für Ein- oder Ausgangskalott
3.2 Versatz
3.2' Versatz
A Ausformung
wl Länge
w2 Breite
B Breite
B R Randbereich
B s Randbereich
D Detailansicht
E Einformung
El Eckbereich
E2 Eckbereich
E3 Eckbereich
E4 Eckbereich
G Grundform
G3 Grundform
h Höhe
K R Kontur Rohling
K S Innenkontur Schale
K Sa Außenkontur Schale K w Außenkontur Tiefziehwerkzeug
L Länge
LI erste Längskante
L2 zweite Längskante
Ql erste Querkante
Q2 zweite Querkante
R Schalenrohling
T Taillierung
tl Tiefe
t2 Tiefe
V A Verbindungsabschnitt
V R 1 Verrundungsradius
V r 2 Verrundungsradius
wl Weite
w2 Weite
