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Patent Searching and Data


Title:
EXPANSION ANCHOR HAVING A WIDE RING GROOVE ON THE EXPANSION SLEEVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/120764
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an expansion anchor comprising an anchor bolt and an expansion sleeve which surrounds the anchor bolt, wherein an expansion body for the expansion sleeve is provided on the anchor bolt, which is arranged at least partially in front of the expansion sleeve, and wherein the expansion sleeve has a first ring groove with a front edge and a rear edge on the outer side and in a front region of the expansion sleeve. According to the invention, in at least one radial plane, the following is true for the width w61 of the rear edge of the first ring groove: w61 > 0.6 * d60 / tan αmax, wherein d60 is the depth of the first ring groove in the at least one radial plane and αmax is the maximum angle of inclination of the expansion body in the at least one radial plane.

Inventors:
HAEUSSLER, Karl (Mittellunden 311, 7222 Lunden, 7222, CH)
FRENSEMEIER, Mareike (Wetti 3, 9470 Buchs, 9470, CH)
SHIMAHARA, Hideki (Spitalstrasse 33, 9472 Grabs, 9472, CH)
LI, Yijun (Heldaustrasse 49, 9470 Buchs, 9470, CH)
GUEVARA ARRIOLA, Arturo (3701 W Royal Ln, Irving, 75063, US)
YAN, Wentao (Oberstüdtlistr.7, 9470 Buchs SG, 9470, CH)
Application Number:
EP2018/081157
Publication Date:
June 27, 2019
Filing Date:
November 14, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (Feldkircherstr. 100, 9494 Schaan, 9494, LI)
International Classes:
F16B13/06
Foreign References:
EP3073130A12016-09-28
CA2979509A12016-10-06
DE102004053255A12006-05-11
EP2029900A22009-03-04
EP0308619A11989-03-29
EP0365475A21990-04-25
DE2046341A11972-04-20
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Spreizanker mit einem Ankerbolzen (20) und einer Spreizhülse (10), welche den An- kerbolzen (20) umgibt, wobei am Ankerbolzen (20) ein Spreizkörper (26) für die Spreizhülse (10) vorgesehen ist, der zumindest teilweise vor der Spreizhülse (10) an- geordnet ist, und wobei die Spreizhülse (10) an ihrer Aussenseite in einem vorderen Bereich der Spreizhülse (10) eine erste Ringnut (60) mit einer vorderen Flanke (62) und einer rückwärtigen Flanke (61) aufweist,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, in zumindest einer Radialebene, für die Breite wei der rückwärtigen Flanke (61) der ersten Ringnut (60) gilt:

w6i > 0.6 * deo / tan cw,

wobei deo die Tiefe der ersten Ringnut (60) in der zumindest einen Radialebene und G der maximale Neigungswinkel des Spreizkörpers (26) in der zumindest einen Radialebene ist.

2. Spreizanker nach Anspruch 1,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der maximale Neigungswinkel (amax) des Spreizkörpers (26) zumindest in der zu- mindest einen Radialebene grösser als 10° ist.

3. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass sich, zumindest in der zumindest einen Radialebene, der Neigungswinkel (bbi) der rückwärtigen Flanke (61) der ersten Ringnut (60) und der Neigungswinkel (027) des Spreizkörpers (26) in einer Gegenzone (27) des Spreizkörpers (26) um weniger als 8° unterscheiden, und

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Breite (W27) der Gegenzone (27) zumindest so gross ist wie die Breite (W61) der rückwärtigen Flanke (61) der ersten Ringnut (60).

4. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die vordere Flanke (62) der ers- ten Ringnut (60) steiler ist als die rückwärtige Flanke (61) der ersten Ringnut (60).

5. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die vordere Flanke (62) der ers- ten Ringnut (60) an die rückwärtige Flanke (61) der ersten Ringnut (60) angrenzt.

6. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Spreizhülse (10) an ihrer In- nenseite eine vorderseitige Abschrägung (90) aufweist, und zumindest ein Teilbereich der ersten Ringnut (60) gegenüber der Abschrägung (90) nach hinten versetzt ist.

7. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Spreizhülse (10) an ihrer Aussenseite vor der ersten Ringnut (60) zumindest eine zweite Ringnut (70) aufweist.

8. Spreizanker nach Anspruch 7,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Breite (w7o) der zweiten Ringnut (70) kleiner ist als die Breite (w6o) der ersten Ringnut (60).

9. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Spreizhülse (10) an ihrer Aussenseite zumindest eine vorderseitig offene Ringstufe (80) aufweist.

10. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Tiefe (d6o) der ersten Ringnut (60) zumindest so gross ist wie das 0.25-fache der Restwandstärke (dio) der Spreiz- hülse an der ersten Ringnut (60).

11. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Ankerbolzen (20) einen Hülsenanschlag (22) aufweist, der eine axiale Verschiebung der Spreizhülse (10) vom Spreizkörper (26) hinweg begrenzt.

12. Verwendung eines Spreizankers nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welcher der Spreizkörper (26) so weit in die Spreizhülse (10) eingebracht wird, bis, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Spreizhülse (10) auf Höhe der rückwärtigen Flanke (61 ) der ersten Ringnut (60) auf den Spreizkörper (26) aufläuft.

Description:
Spreizanker mit breiter Ringnut an Spreizhülse

Die Erfindung betrifft einen Spreizanker gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein sol- cher Spreizanker ist ausgestattet mit einem Ankerbolzen und einer Spreizhülse, welche den Ankerbolzen umgibt, wobei am Ankerbolzen ein Spreizkörper für die Spreizhülse vorgesehen ist, der zumindest teilweise vor der Spreizhülse angeordnet ist, und wobei die Spreizhülse an ihrer Aussenseite in einem vorderen Bereich der Spreizhülse eine erste Ringnut mit einer vorderen Flanke und einer rückwärtigen Flanke aufweist.

Die gattungsbildende CA 2979509 A1 zeigt eine Spreizhülse für einen Spreizanker, wobei die Spreizhülse aussenseitig eine Ringnut und eine nach vorne hin offene Ringstufe auf- weist.

Die DE 102004053255 A1 beschreibt einen Spreizanker mit einer Spreizhülse, die an einem dem Spreizkörper zugewandten, vorderen Rand eine verringerte Wandstärke und ein verrin- gertes Aussenmass aufweist.

Die EP 2029900 A2 offenbart einen Spreizanker mit einer Vielzahl von Ringnuten in der Spreizhülse. Die EP 0308619 A1 beschreibt einen Spreizanker mit einer Spreizhülse, die an ihrer Aussenseite Schneidzähne und eine Ringnut aufweist. Die EP 0365475 A2 beschreibt einen Anker, bei dem die Spreizhülse eine stirnseitige Abschrägung und eine hiervon beab- standete erste Ringnut aufweist.

Ein weiterer Spreizanker geht aus der DE 2046341 A1 hervor, wobei dort in der Spreizhülse stirnseitig offene Ringstufen zur Aufnahme von Halteringen vorgesehen sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spreizanker anzugeben, der bei geringem Herstellungs- aufwand und hoher Zuverlässigkeit besonders leistungsfähig ist und insbesondere beson- ders gute Lastwerte aufweist. Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch einen Spreizanker mit den Merkmalen des An- spruchs 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein erfindungsgemässer Spreizanker ist dadurch gekennzeichnet, dass, in zumindest einer

Radialebene, für die Breite wei der rückwärtigen Flanke der ersten Ringnut gilt

w 6i > 0.6 * deo / tan t ,

wobei deo die Tiefe der ersten Ringnut in der zumindest einen Radialebene und a max der ma- ximale Neigungswinkel des Spreizkörpers in der zumindest einen Radialebene ist. Vorzugs- weise gilt w 6i > 0.8 * deo / tan a max , w 6i > 0.9 * deo / tan a max , oder w 6i > 1.0 * deo / tan a max , wobei letztgenannte Konfiguration insbesondere dann vorgesehen sein kann, wenn der Spreizkörper zu seinem vorderen Ende hin steiler wird.

Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut vergleichsweise breit auszuführen, wobei das Verhältnis von Breite und Tiefe der rückwärtigen Flanke mit der Steigung des Spreizkörpers korreliert. Damit kann die rück- wärtige Flanke der ersten Ringnut der Kontur des Spreizkörpers beim Spreizvorgang beson ders gut folgen. Infolgesdessen können vor der ersten Ringnut liegende Bereiche der Spreizhülse beim Auflaufen auf den Spreizkörper besonders prominent nach aussen ge- d rückt werden. Dies wiederum kann, bei besonders geringem Aufwand und besonders leis tungsfähigen Spreizhülsen, eine besonders gute Verankerung, vorzugsweise unter Ausbil- dung zumindest einer Hinterschneidung und eines Formschlusses an der Hinterschneidung, ermöglichen. Es hat sich gezeigt, dass hiermit besonders gute Lastwerte auch in solchen Situationen erhalten werden kann, in denen die Randschicht des Bohrlochs geschädigt ist. Da einem Verrutschen der Spreizhülse effektiv entgegengewirkt wird, können die überdies die Montagetiefe und somit die Betonkapazität besonders gut ausgenutzt werden.

Der Spreizkörper, der ein Teil des erfindungsgemässen Spreizankers ist, ist zum Spreizen der Spreizhülse vorgesehen. Der Spreizkörper konvergiert, insbesondere an seiner Aussen- seite, nach hinten hin, das heisst der Aussenquerschnitt des Spreizkörpers nimmt nach vor- ne hin zu. Der Spreizkörper kann aussenseitig zumindest bereichsweise konisch ausgebildet sein und somit auch als Spreizkonus bezeichnet werden. Der Spreizkörper kann die Spreiz- hülse zur Verankerung im Bohrloch radial aufweiten, wenn der Spreizkörper relativ zur Spreizhülse axial nach hinten versetzt wird, das heisst wenn der Spreizkörper in den Spreiz- körper eingezogen wird. Der Spreizkörper ist zumindest teilweise vor der Spreizhülse ange- ordnet, das heisst zumindest ein Teil des Spreizkörpers befindet sich axial vor der Spreizhül- se. Zweckmässigerweise ist der Spreizkörper in einem vorderen Bereich des Ankerbolzens angeordnet. Vorzugsweise bestehen die Spreizhülse, der Spreizkörper und/oder der Ankerbolzen zumin- dest bereichsweise aus einem Metallmaterial. Insbesondere ist der Spreizkörper zugfest am Ankerbolzen angeordnet, so dass nach hinten gerichtete Zugkräfte vom Ankerbolzen auf den Spreizkörper übertragen werden können. Der Spreizkörper und der Ankerbolzen können vorzugsweise integral ausgeführt sein. Der Spreizkörper und der Ankerbolzen können aber auch separate Teile sein. Insbesondere kann der Spreizkörper mit dem Ankerbolzen ver- schraubt sein, vorzugsweise unmittelbar.

In einem rückwärtigen Bereich des Ankerbolzens kann der Ankerbolzen eine Lastangriffs- struktur aufweisen. Die Lastangriffsstruktur dient zum Einleiten von Zugkräften in den Anker- bolzen. Die Lastangriffsstruktur kann beispielsweise ein Aussengewinde oder ein Innenge- winde sein. In einer anderen Ausgestaltung kann die Lastangriffsstruktur auch ein Kopf sein, der ein Querschnittsmaximum bildet.

Die Spreizhülse kann einen oder mehrere, vorzugsweise in Längsrichtung verlaufende, Spreizschlitze aufweisen, welche die Spreizhülse in Spreizlappen unterteilen können, und welche die erste Ringnut, gegebenenfalls vorhandene weitere Ringnuten und/oder eine ge- gebenenfalls vorhandene Ringstufe durchbrechen können. Der vordere Bereich der Spreiz- hülse ist dem Spreizkörper zugewandt.

Soweit hier von der Axialrichtung und der Radialrichtung die Rede ist, kann sich dies insbe- sondere auf die Längsachse des Ankerbolzens beziehen, welche insbesondere mit der Längsachse des Spreizankers zusammenfallen kann. Auch die verschiedenen Neigungswin- kel sollen sich insbesondere auf die Längsachse des Ankerbolzens beziehen. Die Längsach- se des Ankerbolzens verläuft insbesondere in Montagerichtung, also in der Richtung, in wel- che der Ankerbolzen bei bestimmungsgemässer Montage in ein Bohrloch eingeschoben wird. Der Neigungswinkel des Spreizkörpers soll insbesondere radial aussenseitig am Spreizkörper gemessen werden. Die verschiedenen Breiten sollen insbesondere in axialer Richtung verstanden werden und die verschiedenen Tiefen in radialer Richtung, dies insbe- sondere bezogen auf die Längsachse des Ankerbolzens. Die Richtungsangaben„vorne“ und „hinten“ beziehungsweise„rückwärtig“ sollen hier einheitlich verwendet werden, dies insbe- sondere soweit diese Richtungsangaben im Zusammenhang mit dem Ankerbolzen und der Spreizhülse verwendet werden. Insbesondere sollen sich die Richtungsangaben auf die Axi- alrichtung beziehen. Eine Radialebene soll hier insbesondere eine Radialebene zur Längs- achse des Ankerbolzens sein, also in fachüblicher Weise insbesondere eine solche Ebene, welche die Längsachse des Ankerbolzens enthält. Insbesondere ist also die Radialebene eine Radialebene des Ankerbolzens.

Der Winkel a max ist der maximale Neigungswinkel des Spreizkörpers in einem der Spreizhül- se zugewandten Bereich des Spreizkörpers, also insbesondere in einem Bereich des Spreiz körpers, der zum Aufweiten der Spreizhülse dienen kann. Insbesondere ist o ma x der maxima- le nach vorne offene Neigungswinkel des Spreizkörpers.

Insbesondere können die Spreizhülse und der Ankerbolzen koaxial angeordnet sein.

Unter der Innenseite der Spreizhülse kann insbesondere diejenige Seite verstanden werden, welche dem Ankerbolzen zugewandt ist, und unter der Aussenseite der Spreizhülse diejeni ge Seite, welche dem Ankerbolzen abgewandt ist. Unter der Aussenseite des Spreizkörpers kann insbesondere dessen Mantelfläche verstanden werden.

Insbesondere weist die vordere Flanke der ersten Ringnut nach hinten und die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut nach vorne. Vorzugsweise ist zumindest eine der beiden Flanken der ersten Ringnut kegelmantelartig ausgeführt.

Die erste Ringnut bildet, zumindest in der zumindest einen Radialebene, eine - insbesonde- re radiale - Vertiefung, insbesondere eine Vertiefung gegenüber dem Grossteil der Aussen- seite der Spreizhülse. Vorzugsweise gilt dasselbe für eine gegebenenfalls vorhandene zwei- te Ringnut und/oder eine gegebenenfalls vorhandene Ringstufe. Die erste Ringnut, eine ge- gebenenfalls vorhandene zweite Ringnut und/oder eine gegebenenfalls vorhandene Ringstu- fe umlaufen die Längsachse des Ankerbolzens und/oder liegen jeweils in einer senkrecht zur Längsachse des Ankerbolzens verlaufenden Ebene. Die erste Ringnut, eine gegebenenfalls vorhandene zweite Ringnut und/oder eine gegebenenfalls vorhandene Ringstufe sind an der Aussenseite der Spreizhülse angeordnet, also an der dem Ankerbolzen abgewandten Seite der Spreizhülse.

Soweit nicht anders angegeben sollen die hier beschriebenen Merkmale insbesondere für einen nicht-montierten Spreizanker, also einen Spreizanker vor der Montage, gelten, und/oder für einen Zustand, in dem die Spreizhülse noch nicht vom Spreizkörper aufgeweitet ist und/oder für einen Zustand, in dem zumindest die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut axial nach hinten versetzt zum Spreizkörper angeordnet ist. Insbesondere kann beim nicht- montierten Spreizanker der Querschnitt der Spreizhülse kleiner oder gleich gross wie der Querschnitt des Spreizkörpers sein. Wenn der Spreizkörper bei Belastung und axialer Ver- schiebung in die Spreizhülse gelangt, wird die Spreizhülse so verformt, dass eine prominente Kante vorsteht, welche die Spreizhülse an einer axialen Verschiebung im Bohrloch hindert.

Vorzugsweise weist die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut, zumindest in der zumindest einen Radialebene, einen konstanten Neigungswinkel auf.

Es wurde erkannt, dass die Erfindung die Verwendung besonders steiler Spreizkörper er- möglichen kann. Denn erfindungsgemäss kann durch an der Spreizhülse prominent vorste- hende Strukturen eine besonders grosse äussere Reibung des montierten Spreizankers an der Spreizhülse erzeugt werden. Damit kann aber auch die innere Reibung an der Spreizhül- se erhöht werden, ohne die Spreizhülse aus dem Bohrloch zu ziehen. Besonders bevorzugt ist es, dass der maximale, insbesondere nach vorne offene, Neigungswinkel cw des Spreizkörpers zumindest in der zumindest einen Radialebene grösser als 10° oder grösser als 15° ist. Dies kann im Hinblick auf die Lastwerte vorteilhaft sein.

Besonders bevorzugt ist es, dass sich, zumindest in zumindest einer Radialebene, der Nei- gungswinkel der rückwärtigen Flanke der ersten Ringnut und der Neigungswinkel des Spreizkörpers in einer Gegenzone des Spreizkörpers um weniger als 8°, vorzugsweise um weniger als 6° oder weniger als 4°, unterscheiden. Dies insbesondere in einem Zustand, in dem zumindest die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut, vorzugsweise die gesamte erste Ringnut, zumindest in der zumindest einen Radialebene, gegenüber der Gegenzone nach hinten versetzt ist, also insbesondere in einem Zustand vor der Montage des Spreizankers. Es gilt also (ßei = a 27 ± 8°), (ßei = a 27 ± 6°), oder (ßei = a 27 ± 4°), wobei ßei der Neigungswin- kel der rückwärtigen Flanke der ersten Ringnut und a 27 der Neigungswinkel des Spreizkör- pers in der Gegenzone ist. Diese Ausgestaltung basiert auf dem Gedanken, die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut als eine Art Spiegelbild zum Spreizkörper in seiner Gegenzone auszuführen. Damit kann die rückwärtige Flanke beim Auflaufen auf den Spreizkörper einen zumindest annähernd nivellierten Bereich bilden, so dass der vor der ersten Ringnut liegen- de Bereich der Spreizhülse, beispielsweise dort angeordnete Ringstege, beim Auflaufen auf den Spreizkörper noch prominenter nach aussen gedrückt werden können, was eine noch bessere Verankerung ermöglichen kann.

In der Gegenzone weist der Spreizkörper, zumindest in der zumindest einen Radialebene, einen konstanten Neigungswinkel auf. Die Gegenzone des Spreizkörpers soll eine signifikan te axiale Ausdehnung haben, so dass der Neigungswinkel des Spreizkörpers in der Gegen- zone nicht als Winkel einer Tangente zu verstehen ist, sondern als Winkel über einen axial ausgedehnten Bereich. Die Gegenzone des Spreizkörpers befindet sich radial aussenseitig am Spreizkörper und/oder dient dazu, zum radialen Spreizen der Spreizhülse gegen die Spreizhülse zu wirken. In der Gegenzone konvergiert der Spreizkörper nach hinten, also zur Spreizhülse hin, zumindest in der zumindest einen Radialebene. Insbesondere ist der Nei gungswinkel des Spreizkörpers in der Gegenzone ein spitzer Winkel, also kein rechter Win kel. Die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut nähert sich nach vorne hin an die Längsachse des Ankerbolzens an, zumindest in der zumindest einen Radialebene.

Der Neigungswinkel des Spreizkörpers in der Gegenzone und der Neigungswinkel der rück wärtigen Flanke der erste Ringnut sind insbesondere beides spitze Winkel, wobei der Nei gungswinkel des Spreizkörpers in der Gegenzone nach vorne offen ist und der Neigungs winkel der rückwärtigen Flanke nach hinten offen ist. Da die Gegenzone und die rückwärtige Flanke der erste Ringnut zumindest annähernd zueinander korrespondieren, und da bei der bestimmungsgemässen Verwendung des Spreizankers die Gegenzone auf Höhe der rück wärtigen Flanke von innen, also hülseninnenseitig, gegen die Spreizhülse wirkt, kann die Gegenzone auch Flanken-Gegenzone genannt werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Breite W 27 der Gegenzone zumindest so gross ist wie die Breite wei der rückwärtigen Flanke der ersten Ringnut. Es gilt also wei < W 27 . Damit kann die Spreizhülse der korrespondierenden Kontur des Spreizkörpers besonders gut folgen.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass, zumindest in der zu mindest einen Radialebene, die vordere Flanke der ersten Ringnut steiler ist als die rückwär tige Flanke der ersten Ringnut.„Steil“ ist dabei insbesondere bezogen auf die Längsachse des Ankerbolzens zu verstehen und soll den Neigungswinkel zu dieser Längsachse beinhal ten. Hierdurch kann die Leistungsfähigkeit und/oder die Verankerung an der Bohrlochwand noch weiter verbessert werden.

Darüber hinaus ist es vorteilhaft, dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die vordere Flanke der ersten Ringnut an die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut angrenzt. Demgemäss ist also insbesondere kein zwischenliegender zylindrischer Nutengrund gege ben. Auch hierdurch kann die Leistungsfähigkeit und/oder die Verankerung an der Bohrloch wand noch weiter verbessert werden. Es kann aber auch ein zwischenliegender zylindrischer Nutengrund vorgesehen werden.

Vorzugsweise weist, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Spreizhülse an ihrer Innenseite eine vorderseitige Abschrägung auf. Hierdurch kann unter anderem ein beson- ders gutes Verformungsverhalten erreicht werden. Besonders bevorzugt ist es, dass, zumin- dest in der zumindest einen Radialebene, zumindest ein Teilbereich der ersten Ringnut ge- genüber der Abschrägung nach hinten versetzt ist. Vorzugsweise ist, zumindest in der zu- mindest einen Radialebene, zumindest die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut gegenüber der Abschrägung nach hinten versetzt. Hierdurch kann eine besonders grosse Restwand- stärke der Spreizhülse erreicht werden und somit einem vorzeitigen Reissen der Spreizhülse besonders wirksam entgegengewirkt werden. Insbesondere kann vorgesehen werden, dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die gesamte erste Ringnut gegenüber der Abschrägung nach hinten versetzt ist, was unter anderem herstellungstechnisch und leis- tungsmässig vorteilhaft sein kann.

Weiterhin ist es besonders zweckmässig, dass die Spreizhülse an ihrer Aussenseite, insbe- sondere im vorderen Bereich der Spreizhülse, vor der ersten Ringnut zumindest eine zweite Ringnut aufweist. Hierdurch kann die Verankerung noch weiter verbessert werden. Die bei- den Ringnuten verlaufen vorzugsweise parallel zueinander, was für eine besonders gleich- mässige Krafteinleitung sorgen kann und auch fertigungstechnische Vorteile haben kann. Insbesondere kann die zweite Ringnut durch einen ersten Ringsteg von der ersten Ringnut getrennt sein. Vorzugsweise fluchtet dieser Ringsteg an seinem Scheitel mit einem hinter der ersten Ringnut angeordneten Bereich der Spreizhülse, das heisst der Scheitel des Ringstegs hat denselben Abstand von der Längsachse des Ankerbolzens wie der hinter der ersten Ringnut angeordnete Bereich der Spreizhülse.

Vorzugsweise ist, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Breite der zweiten Ringnut kleiner als die Breite der ersten Ringnut, was die Leistungsfähigkeit, die Veranke- rung und/oder das Spreizverhalten noch weiter verbessern kann.

Weiterhin ist es besonders zweckmässig, dass die Spreizhülse an ihrer Aussenseite, insbe- sondere im vorderen Bereich der Spreizhülse, insbesondere vor der ersten Ringnut und vor- zugsweise vor der gegebenenfalls vorhandenen zweiten Ringnut zumindest eine vorderseitig offene Ringstufe aufweist. Diese zuvorderst liegende Ringstufe kann durch Verkleinerung der an die Bohrlochwand gedrückten Fläche und/oder durch Bildung einer Art Hebel ein be- sonders effizientes Eindringen der hinter der Ringstufe angeordneten Strukturen in die Bohr- lochwand ermöglichen. Die Ringstufe und die erste Ringnut verlaufen vorzugsweise parallel zueinander, was für eine besonders gleichmässige Krafteinleitung sorgen kann und auch fertigungstechnische Vorteile haben kann. Insbesondere kann die Ringstufe durch einen zweiten Ringsteg von der zweiten Ringnut getrennt sein. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Tiefe der ersten Ringnut zumindest so gross ist wie das 0.25-fache, vorzugsweise zumindest so gross ist wie das 0.4-fache, der Restwandstärke der Spreizhülse an der ersten Ringnut. Gleiches kann für die zweite Ringnut und/oder die Ringstufe gelten. Die Ringnuten und/oder die Ringstufe weisen also jeweils eine signifikante Tiefe auf. Hierdurch können besonders prominente aussenseitige Strukturen und somit eine besonders wirksame Verankerung er- zielt werden.

Der Ankerbolzen kann vorzugsweise einen Hülsenanschlag aufweisen, der eine axiale Ver- schiebung der Spreizhülse vom Spreizkörper hinweg, also nach hinten hin, begrenzt. In die- sem Fall kann der Spreizanker als sogenannter Bolzenanker ausgeführt sein. Vorzugsweise kann in diesem Fall der Spreizkörper integral mit dem Ankerbolzen ausgeführt sein. Die Spreizhülse kann aber auch bis zur Lastangriffsstruktur des Ankerbolzens reichen. In diesem Fall kann der Spreizanker als sogenannter Hülsenanker ausgeführt sein. Insbesondere in diesem Fall kann der Spreizkörper separat vom Ankerbolzen ausgeführt sein, wobei der Spreizkörper über eine Schraubverbindung mit dem Ankerbolzen verbunden ist. Der Hülsen- anschlag kann vorzugsweise durch einen Kreisring gebildet werden. Der Hülsenanschlag kann beispielsweise an einer ringförmigen Schulter ausgebildet sein, die den Ankerbolzen aussenseitig umläuft.

Die Erfindung betrifft auch die bestimmungsgemässe Verwendung des Spreizankers, insbe- sondere die bestimmungsgemässe Montage des Spreizankers. Insbesondere betrifft die Er- findung eine Verwendung eines erfindungsgemässen Spreizankers, bei welcher der Spreiz körper so weit in die Spreizhülse eingebracht wird, bis, zumindest in der zumindest einen Radialebene, die Spreizhülse auf Höhe der rückwärtigen Flanke der ersten Ringnut auf den Spreizkörper aufläuft. Dies beinhaltet insbesondere, dass der Spreizkörper so weit, insbe- sondere nach hinten, in die Spreizhülse eingebracht wird, bis sich, zumindest in der zumin- dest einen Radialebene, die rückwärtige Flanke der ersten Ringnut und der Spreizkörper zumindest bereichsweise axial überlagern. Die spiegelbildlichen rückwärtige Flanke und der Spreizkörper kommen demgemäss in Überlagerung und können bestimmungsgemäss wechslwirken.

Merkmale, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemässen Spreizanker erläutert wer- den, können auch bei der erfindungsgemässen Verwendung zum Einsatz kommen, so wie auch umgekehrt Merkmale, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemässen Verwen- dung erläutert werden, auch beim erfindungsgemässen Spreizanker zum Einsatz kommen können. Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, die schematisch in den beiliegenden Figuren dargestellt sind, wobei einzelne Merkmale der nachfolgend gezeigten Ausführungsbeispiele im Rahmen der Erfindung grundsätzlich einzeln oder in beliebiger Kombination realisiert werden können. In den Figuren zeigen schematisch:

Figur 1 : eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Spreizankers;

Figur 2: eine Seitenansicht des Ankerbolzens des Spreizankers ohne Spreizhülse;

Figur 3: eine teilweise längsgeschnittene Ansicht des Spreizankers;

Figur 4: eine Detail-Längsschnittansicht des Spreizankers im Bereich des vorderen En- des der Spreizhülse;

Figur 5: die Ansicht der Figur 4, der Übersichtlichkeit halber jedoch ohne Bezugszeichen;

und

Figur 6: eine schematische Längsschnittansicht des Spreizankers im Bereich des vorde- ren Endes des Spreizankers nach Abschluss des Spreizvorgangs.

Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Spreizankers. Der Spreizanker weist einen Ankerbolzen 20 sowie eine Spreizhülse 10 auf, wobei die Spreizhül- se 10 den Ankerbolzen 20 ringförmig umgibt. Der Ankerbolzen 20 weist einen Halsbereich 25 mit zumindest annähernd konstantem Querschnitt auf. Im Anschluss an den Halsbereich

25 weist der Ankerbolzen 20 vor dem Halsbereich 25, im vorderen Endbereich des Anker- bolzens 20, einen Spreizkörper 26 für die Spreizhülse 10 auf, der hier beispielhaft integral mit dem Ankerbolzen 20 ausgeführt ist. Der Spreizkörper 26 weitet sich an seiner Aussen- oberfläche ausgehend vom Halsbereich 25 nach vorne hin auf, das heisst der Spreizkörper

26 konvergiert an seiner Aussenseite nach hinten hin. Die Spreizhülse 10 umgibt den Hals- bereich 25 des Ankerbolzens 20. Der Spreizkörper 26 ist vor der Spreizhülse 10 angeordnet.

Der Ankerbolzen 20 weist ferner einen beispielsweise als Kreisring ausgebildeten Hülsenan- schlag 22 auf, der eine Axialbewegung der Spreizhülse 10 zum rückwärtigen Ende des An- kerbolzens 20 hin, das heisst eine Axialbewegung der Spreizhülse 10 vom Spreizkörper 26 hinweg, begrenzt. Der Hülsenanschlag 22 ist an einer Ringschulter 23 ausgebildet, welche den Ankerbolzen 20 umläuft. An seinem dem Spreizkörper 26 entgegengesetzten rückwärtigen Endbereich weist der An- kerbolzen 20 eine, hier beispielsweise als Aussengewinde dargestellte, Lastangriffsstruktur 34 zum Einleiten von Zugkräften in den Ankerbolzen 20 auf. Auf diesem Aussengewinde kann eine nicht dargestellte Mutter mit korrespondierendem Innengewinde angeordnet sein.

Die Spreizhülse 10 weist mehrere Spreizschlitze 13 auf, welche sich von der vorderen Stirn- seite 19 der Spreizhülse 10, die dem Spreizkörper 26 zugewandt ist, in die Spreizhülse 10 hinein erstrecken. Zwischen diesen Spreizschlitzen 13 sind Spreizlappen gebildet.

Im vorderen Bereich der Spreizhülse 10, welcher in den Figuren 1 , 3, 4, 5 und 6 links liegt, weist die Spreizhülse 10 auf ihrer Aussenseite, das heisst auf derjenigen Seite, welche dem Ankerbolzen 20 abgewandt ist, eine erste Ringnut 60 auf, welche die Spreizhülse 10 umläuft. Vor der ersten Ringnut 60 weist die Spreizhülse 10 auf ihrer Aussenseite eine zweite Ringnut 70 auf, welche die Spreizhülse 10 umläuft. Vor der ersten Ringnut 60 und vor der zweiten Ringnut 70 weist die Spreizhülse 10 auf ihrer Aussenseite eine Ringstufe 80 auf, welche die Spreizhülse 10 umläuft.

Die erste Ringnut 60 hat eine rückwärtige Flanke 61 , welche nach vorne und/oder zum Spreizkörper 26 hin weist, und eine vordere Flanke 62, welche nach hinten hin weist. Die rückwärtige Flanke 61 nähert sich nach vorne hin der Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 an und die vordere Flanke 62 nähert sich nach hinten hin der Längsachse 99 des Ankerbol- zens 20 an. Die beiden Flanken 61 und 62 der ersten Ringnut 60 verlaufen jeweils spitzwink- lig zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20. Die beiden Flanken 61 und 62 der ersten Ringnut 60 gehen unmittelbar, also ohne zylindrischen Nutengrund, ineinander über.

Die zweite Ringnut 70 weist einen zylindrischen, also parallel zur Längsachse 99 des Anker- bolzens 20 verlaufenden, Nutengrund auf, der von einer vorderen Flanke und einer rückwär- tigen Flanke begrenzt wird. Die beiden Flanken der zweiten Ringnut 70 verlaufen jeweils spitzwinklig zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20.

Die Ringstufe 80 ist zur vorderen Stirnseite 19 der Spreizhülse 10 hin offen und weist somit nur eine einzige Flanke, nämlich eine rückwärtige Flanke auf, die hier rechtwinklig zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 verläuft. Der Grund der Ringstufe 80 ist etwa zylind- risch ausgeführt. Zwischen der ersten Ringnut 60 und der zweiten Ringnut 70 ist an der Aussenseite der Spreizhülse 10 ein erster Ringsteg 67 gebildet und zwischen der zweiten Ringnut 70 und der Ringstufe 80 ist an der Aussenseite der Spreizhülse 10 ein zweiter Ringsteg 78 gebildet.

Auf ihrer Innenseite, das heisst auf der Seite, welche dem Ankerbolzen 20 zugewandt ist, weist die Spreizhülse 10 eine Abschrägung 90 auf, welche bis zur vorderen Stirnseite 19 der Spreizhülse 10 reicht, und aufgrund derer die Wandstärke der Spreizhülse 10 nach vorne, zur vorderen Stirnseite 19 hin abnimmt. Die Abschrägung 90 ist dem Spreizkörper 26 des Ankerbolzens 20 zugewandt, so dass der Spreizkörper 26 gegen die Abschrägung 90 wirken kann. Die Abschrägung 90 überlappt die zweite Ringnut 70 und die Ringstufe 80 axial, und ist gegenüber der ersten Ringnut 60 axial nach vorne versetzt angeordnet. Auf axialer Höhe der ersten Ringnut 60 verläuft die Innenseite der Spreizhülse 10 im Wesentlichen parallel zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20, das heisst die Innenseite der Spreizhülse ist dort zy - lindrisch ausgebildet.

Die Figuren 4 und 5 zeigen Längsschnittansichten durch die Längsachse 99 des Ankerbol- zens 20, also Ansichten in einer von der Längsachse 99 ausgehenden Radialebene. In die- ser Radialebene weist die erste Ringnut 60 eine, radial gemessene, Tiefe d 6 o und eine, axial gemessene, Breite W 6 o auf, die zweite Ringnut 70 eine, radial gemessene, Tiefe dzo und eine, axial gemessene, Breite w 7 o, die rückwärtige Flanke 61 der ersten Ringnut 60 einen Nei- gungswinkel bbi zur Längsachse 99 und eine, axial gemessene, Breite W61. Am Scheitel zwi- schen den beiden Flanken 61 und 62 der ersten Ringnut 60 weist die Spreizhülse 10 eine, radial gemessene, Restwandstärke dio in der Radialebene auf.

Der Spreizkörper 26 weist, insbesondere radial aussenseitig, eine axial ausgedehnte, also in Richtung der Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 ausgedehnte, nach hinten hin konvergie- rende Gegenzone 27 zum Angreifen an der Spreizhülse 10 auf. Die Gegenzone 27 hat eine, axial gemessene, Breite w 27 in der Radialebene. In der Gegenzone 27 weist der Spreizkör- per 26, zumindest in der Radialebene, einen konstantem Neigungswinkel a 27 zur Längsach- se 99 des Ankerbolzens 20 auf.

Axial vor der Gegenzone 27 weist der Spreizkörper 26 im dargestellten Ausführungsbeispiel eine axial ausgedehnte, nach hinten hin konvergierende weitere Zone 28 auf. In dieser wei- teren Zone 28 weist der Spreizkörper 26, zumindest in der Radialebene, aussenseitig einen konstantem Neigungswinkel a 28 zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 auf. Dieser Nei- gungswinkel a 2 e in der weiteren Zone 28 ist hier der maximale nach vorne offene aussensei- tige Neigungswinkel a max des Spreizkörpers 26, wobei der Neigungswinkel a 28 - hier nicht dargestellt - auch grösser 30° sein kann. Die weitere Zone 28 ist aber nur fakultativ und kann auch entfallen, wobei dann der Neigungswinkel a 2 7 in der Gegenzone 27 der maximale aus- senseitige nach vorne offene Neigungswinkel a max des Spreizkörpers 26 sein kann.

Zumindest in der Radialebene entspricht der Neigungswinkel bbi der rückwärtige Flanke 61 zur Längsachse 99 im Wesentlichen dem Neigungswinkel 027 des Spreizkörpers 26 in der Gegenzone 27 zur Längsachse 99, und die Breite W61 der rückwärtigen Flanke 61 entspricht im Wesentlichen der Breite W27 der Gegenzone 27, wobei sich die rückwärtige Flanke 61 nach vorne hin an die Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 annähert und sich die Gegenzo- ne 27 des Spreizkörpers 26 hinten hin an die Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 annähert, das heisst sie beiden Neigungswinkel b und 027 öffnen sich in entgegengesetzter Richtung. Die rückwärtige Flanke 61 stellt somit, zumindest in der Radialebene, ein Spiegelbild des Spreizkörpers 26, insbesondere in der Gegenzone 27, dar, insbesondere ein Spiegelbild einer Spiegelung um eine parallel zur Längsachse 99 des Ankerbolzens 20 verlaufende Spiegelachse. Es gilt w 6i > 0.6 * de» / tan cw, das heisst die rückwärtige Flanke 61 ist relativ breit.

Beim Montieren des Spreizankers wird der Ankerbolzen 20 mit seinem vorderen Ende voran in Richtung der Längsachse 99 des Spreizankers in ein Bohrloch geschoben. Aufgrund des Hülsenanschlags 22, der eine Verschiebung der Spreizhülse 10 zum hinteren Ende des An- kerbolzens 20 blockiert, wird dabei auch die Spreizhülse 10 in das Bohrloch eingebracht. Sodann wird der Ankerbolzen 20, beispielsweise durch Anziehen einer Mutter, die auf der als Aussengewinde ausgebildeten Lastangriffsstruktur 34 angeordnet ist, wieder ein Stück weit aus dem Bohrloch herausgezogen. Aufgrund ihrer Reibung mit der Bohrlochwand bleibt die Spreizhülse 10 dabei zurück und es kommt zu einer axialen Verschiebung des Ankerbolzens 20 relativ zur Spreizhülse 10 nach hinten, im Verlauf derer der - zumindest axial - am Anker- bolzen 20 festliegende Spreizkörper 26 immer tiefer so in die Spreizhülse 10 eindringt, dass die Spreizhülse 10 vom Spreizkörper 26 radial aufgeweitet und mit der Wand des Bohrlochs verpresst wird. Durch diesen Mechanismus wird der Spreizanker im Substrat fixiert. Der re- sultierende Zustand ist schematisch in Figur 6 dargestellt.

Bei der bestimmungsgemässen Verwendung des Spreizankers, insbesondere beim bestim- mungsgemässen Montieren des Spreizankers, läuft die Spreizhülse 10 auf Höhe der rück- wärtigen Flanke 61 der ersten Ringnut 60 auf die Gegenzone 27 des Spreizkörper 26 auf. Da die rückwärtige Flanke 61 der ersten Ringnut 60 relativ breit ist und insbesondere eine Art Spiegelbild der Gegenzone 27 bildet, wird die Spreizhülse dabei auf Höhe der rückwärtigen Flanke 61 nivelliert und der erste Ringsteg 67 prominent nach aussen gedrängt, was in Figur 6 erkennbar ist. Hierdurch kann eine besonders gute Verankerung mit der Bohrlochwand gegeben sein.