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Patent Searching and Data


Title:
EXPANSION BOLT WITH ADDITIONAL EXPANSION ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/170405
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an expansion bolt comprising an anchoring bolt (10), an expansion sleeve (30) which surrounds the anchoring bolt, wherein the anchoring bolt has an expansion sleeve expansion region (15) for radially pushing the expansion sleeve, and at least one additional expansion element (40) which is arranged on the expansion sleeve. The anchoring bolt has an additional expansion element expansion region (19) for radially pushing the additional expansion element. According to the invention, the additional expansion element is arranged on the expansion sleeve on the expansion sleeve face facing the anchoring bolt in the radial direction.

Inventors:
HAEUSSLER, Karl (Mittellunden 311, 7222 Lunden, 7222, CH)
SHIMAHARA, Hideki (Spitalstrasse 33, 9472 Grabs, 9472, CH)
FRENSEMEIER, Mareike (Wetti 3, 9470 Buchs, 9470, CH)
LI, Yijun (Heldaustrasse 49, 9470 Buchs, 9470, CH)
YAN, Wentao (Oberstüdtlistr.7, 9470 Buchs SG, 9470, CH)
GUEVARA ARRIOLA, Arturo (3701 W Royal Ln, Irving, 75063, US)
Application Number:
EP2019/054033
Publication Date:
September 12, 2019
Filing Date:
February 19, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (Feldkircherstr. 100, 9494 Schaan, 9494, LI)
International Classes:
F16B13/06
Foreign References:
US4921381A1990-05-01
DE3445713A11986-06-19
DE19729235A11999-01-14
DE102011087548A12013-06-06
EP0267148A11988-05-11
EP0134391A11985-03-20
EP2689147B12015-05-20
US4921381A1990-05-01
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Spreizanker mit

- einem Ankerbolzen (10),

- einer Spreizhülse (30), welche den Ankerbolzen (10) umgibt, wobei der Ankerbolzen (10) einen Spreizhülsen-Spreizbereich (15) zum radialen Verdrängen der Spreizhül- se (30) aufweist, und

- zumindest einem Zusatzspreizkörper (40), der an der Spreizhülse (30) angeordnet ist,

- wobei der Ankerbolzen (10) einen Zusatzspreizkörper-Spreizbereich (19) zum radia- len Verdrängen des Zusatzspreizkörpers (40) aufweist,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper (40) an der dem Ankerbolzen (10) radial zugewandten Seite der Spreizhülse (30) an der Spreizhülse (30) angeordnet ist.

2. Spreizanker nach Anspruch 1,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper (40) den Ankerbolzen (10) berührt.

3. Spreizanker nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper (40) radial aussenseitig am Zusatzspreizkörper (40) die Spreizhülse (30) berührt.

4. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper (40) in einer in der Spreizhülse (30) ausgebildeten Aus- nehmung (35) angeordnet ist.

5. Spreizanker nach Anspruch 4,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Spreizhülse (30) an der Ausnehmung (35) durchbrochen ist.

6. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Spreizhülse (30) eine Zunge (34) aufweist, welche den Zusatzspreizkörper (40) zumindest bereichsweise radial überdeckt.

7. Spreizanker nach Anspruch 6 und einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Zunge (34) die Ausnehmung (35) zumindest bereichsweise radial überdeckt.

8. Spreizanker nach einem der Ansprüche 6 oder 7,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Zunge (34) vom Spreizhülsen-Spreizbereich (15) hinweg zeigt.

9. Spreizanker nach einem der Ansprüche 6 bis 8,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Zunge (34) radial aussenseitig an der Spreizhülse (30) vorsteht und/oder dass die Zunge (34) einen Widerhaken gegen Auszug der Spreizhülse (30) aus einem Bohr- loch bildet.

10. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper (40) ein Rollkörper ist.

11. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich (19) und der Spreizhülsen-Spreizbereich (15) unterschiedlich steil sind.

12. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Ankerbolzen (10) eine Vertiefung (18) aufweist, in welcher der Zusatzspreiz- körper (40) angeordnet ist, und dass der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich (19) an ei- ner Wand der Vertiefung (18) gebildet ist.

13. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass die Spreizhülse (30) mehrlagig ausgebildet ist.

14. Spreizanker nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch geken nzei ch n et,

dass der Ankerbolzen (10) einen Mitnehmer (13) für die Spreizhülse (30) aufweist, der die Spreizhülse (30) nach vorne hin mitnehmen kann.

15. Verwendung eines Spreizankers nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welcher der Ankerbolzen (10) relativ zur Spreizhülse (30) versetzt wird und hierbei die Spreiz- hülse (30) vom Spreizhülsen-Spreizbereich (15) und der Zusatzspreizkörper (40) vom Zusatzspreizkörper-Spreizbereich (19) radial verdrängt wird.

Description:
Spreizanker mit Zusatzspreizkörper

Die Erfindung betrifft einen Spreizanker gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein sol- cher Spreizanker ist ausgestattet mit einem Ankerbolzen, einer Spreizhülse, welche den An- kerbolzen umgibt, wobei der Ankerbolzen einen Spreizhülsen-Spreizbereich zum radialen Verdrängen der Spreizhülse aufweist, und zumindest einem Zusatzspreizkörper, der an der Spreizhülse angeordnet ist, wobei der Ankerbolzen einen Zusatzspreizkörper-Spreizbereich zum radialen Verdrängen des Zusatzspreizkörpers aufweist.

Die EP0267148 A1 zeigt einen Spreizanker mit zwei hintereinander angeordneter Spreizhül- sen. Vor jeder dieser Spreizhülsen ist ein Spreizkonus angeordnet. Bei der Montage werden die beiden Spreizhülsen an ihrem jeweils vorderen Ende radial aufgeweitet.

Die EP0134391 A1 zeigt einen Spreizanker, bei dem an der Spreizhülse ein zusätzlicher Spreizkörper angeordnet ist, der von einer an der Spreizhülse ausgebildeten Schräge radial verdrängt wird.

Die EP2689147 B1 zeigt einen Spreizanker, dessen Spreizhülse radial nach aussen vorste- hende Erhebungen aufweist, um die anfängliche Reibung zwischen Spreizhülse und Beton zu erhöhen. Insbesondere können solche Erhebungen in einem Prägeverfahren erhalten werden.

Die US 4921381 A offenbart einen Spreizanker, dessen Spreizhülse eine Durchtrittsöffnung aufweist, in der eine Kugel radial verschiebbar gelagert ist. Beim Verankern läuft die Kugel auf eine Rampe am Ankerbolzen, wobei ein radiales Verschieben der Kugel bewirkt wird. Die Kugel wird dadurch in eine die Spreizhülse radial überragende Lage gebracht, und schafft einen formschlüssigen Eingriff mit der Wandung des Bohrloches. Bei einem weiteren axialen Verschieben des Ankerbolzens gegenüber der Spreizhülse wird die Spreizhülse auch durch einen Spreizkonus des Ankerbolzens radial aufgeweitet. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Spreizanker anzugeben, der bei geringem Herstellungs- und Montageaufwand besonders gute Lastwerte aufweist, insbesondere in unterschiedlichen Lastsituation, und der besonders vielfältig einsetzbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch einen Spreizanker mit den Merkmalen des An- spruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen ange- geben.

Ein erfindungsgemässer Spreizanker ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzspreizkör- per an der dem Ankerbolzen radial zugewandten Seite der Spreizhülse an der Spreizhülse angeordnet ist.

Es wird also an der Spreizhülse zumindest ein weiterer, unabhängiger Spreizkörper - der Zusatzspreizkörper - vorgesehen, welcher, wie auch die Spreizhülse selbst, durch einen am Ankerbolzen angeordneten Spreizbereich radial aufgeweitet und verankert werden kann. Durch die Bereitstellung mehrerer spreizender Elemente werden zusätzliche konstruktive Freiheitsgrade zur Verfügung gestellt, die in besonders einfacher Weise eine besonders gute Anpassung des Spreizankers an unterschiedliche Lastsituationen ermöglichen können. Ins- besondere kann die Expansionsfunktion an der Spreizhülse durch zusätzliche Expansion am Zusatzspreizkörper ergänzt werden. Ein weiterer Gedanke kann darin gesehen werden, den Zusatzspreizkörper, genauso wie die Spreizhülse, durch den Ankerbolzen zu betätigen. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss der Zusatzspreizkörper dem Ankerbolzen für eine Inter- aktion des Ankerbolzens mit dem Zusatzspreizkörper zugewandt, und der Ankerbolzen weist einen dem Zusatzspreizkörper gewidmeten Spreizbereich auf, nämlich den Zusatzspreizkör- per-Spreizbereich. Der zumindest eine Zusatzspreizkörper expandiert somit auf einer eige- nen Expansionsfläche, insbesondere unabhängig von der primären Expansion der Spreiz- hülse. Durch diese Konfiguration können die Expansionsprozesse der spreizenden Elemente in besonders einfacher und zugleich zuverlässiger Weise besonders präzise aufeinander abgestimmt werden, so dass besonders gute Lastwerte, insbesondere in unterschiedlichen Lastsituationen, erhalten werden können. Gemäss einem Grundgedanken der Erfindung ist der Zusatzspreizkörper an der dem Ankerbolzen radial zugewandten Seite der Spreizhülse, also an der Innenseite der Spreizhülse, an der Spreizhülse angeordnet. Demgemäss befin- det sich der Zusatzspreizkörper radial zwischen dem Ankerbolzen und der Spreizhülse, so dass der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich des Ankerbolzens, vorzugsweise unmittelbar, gegen den Zusatzspreizkörper wirken kann. Insbesondere steht der Zusatzspreizkörper radi- al aussenseitig nicht frei, sondern ist radial aussenseitig zumindest teilweise von der Spreiz- hülse bedeckt. Der Zusatzspreizkörper kann, wenn er vom Zusatzspreizkörper-Spreizbereich radial verdrängt wird, seinerseits den radial weiter aussenliegenden Bereich der Spreizhülse radial verdrängen und die Spreizhülse, insbesondere unter Ausbildung eines Hinterschnitts, an die umgebende Lochwand anpressen und somit im Bohrloch verankern. Darüber hinaus kann die radial weiter aussen liegende Spreizhülse den Zusatzspreizkörper vor der Montage am Spreizanker sichern. Somit kann in besonders einfacher Weise eine besonders gute Leistungsfähigkeit und Handhabbarkeit des Spreizankers gegeben sein.

Vorzugsweise steht der Zusatzspreizkörper über die Spreizhülse radial nach innen zum An- kerbolzen hin vor. Insbesondere befindet sich der Zusatzspreizkörper auf Höhe der Spreiz- hülse, das heisst die Spreizhülse überlappt den Zusatzspreizkörper in axialer Richtung.

Der Spreizhülsen-Spreizbereich des Ankerbolzens kann die Spreizhülse radial verdrängen, wenn der Spreizhülsen-Spreizbereich in die Spreizhülse eingezogen wird, insbesondere wenn der Spreizhülsen-Spreizbereich relativ zur Spreizhülse axial nach hinten versetzt wird. Vorzugsweise dient der Spreizhülsen-Spreizbereich zum radialen Verdrängen der Spreizhül- se beim axialen Versetzen des Spreizhülsen-Spreizbereichs relativ zur Spreizhülse nach hinten. Zweckmässigerweise konvergiert der Spreizhülsen-Spreizbereich des Ankerbolzens nach hinten hin, was insbesondere beinhalten soll, dass sich im Spreizhülsen-Spreizbereich die Oberfläche des Ankerbolzens nach hinten hin an die Längsachse des Ankerbolzens an- nähert, insbesondere kontinuierlich annähert. Beispielsweise kann der Spreizhülsen- Spreizbereich eine Konusform bilden.

Der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich des Ankerbolzens kann den Zusatzspreizkörper radial verdrängen, wenn der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich relativ zum Zusatzspreizkörper axial nach hinten versetzt wird. Vorzugsweise dient der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich zum radialen Verdrängen des Zusatzspreizkörpers beim axialen Versetzen des Zusatzspreizkör- per-Spreizbereichs relativ zum Zusatzspreizkörper nach hinten. Zweckmässigerweise kon- vergiert der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich des Ankerbolzens nach hinten hin, was insbe- sondere beinhalten soll, dass sich im Zusatzspreizkörper-Spreizbereich die Oberfläche des Ankerbolzens nach hinten hin an die Längsachse des Ankerbolzens annähert, insbesondere kontinuierlich annähert.

Vorzugsweise sind der Spreizhülsen-Spreizbereich und der Zusatzspreizkörper- Spreizbereich, insbesondere axial, voneinander beabstandet, was im Hinblick auf die Bau- form vorteilhaft sein kann. Insbesondere bilden der Spreizhülsen-Spreizbereich und der Zu- satzspreizkörper-Spreizbereich zur Längsachse des Ankerbolzens geneigte Schrägen. Zweckmässigerweise berührt der Zusatzspreizkörper, zumindest zeitweise während des Montagevorgangs und vorzugsweise auch schon vor dem Montagevorgang, den Ankerbol- zen, insbesondere an dessen Zusatzspreizkörper-Spreizbereich. Dies kann im Hinblick auf die Zuverlässigkeit und den konstruktiven Aufwand vorteilhaft sein.

Soweit hier von der Axialrichtung, der Umfangsrichtung und der Radialrichtung die Rede ist, soll sich dies insbesondere auf die Längsachse des Ankerbolzens beziehen, welche insbe- sondere mit der Längsachse des Spreizankers zusammenfallen kann. Die Längsachse des Ankerbolzens verläuft insbesondere in Montagerichtung, also in der Richtung, in welche der Ankerbolzen bei bestimmungsgemässer Montage in ein Bohrloch eingeschoben wird und/oder in Auszugsrichtung, also in der Richtung, in welcher der Ankerbolzen nach der Montage bestimmungsgemäss belastet wird. Die Richtungsangaben „vorne“ und „hinten“ beziehungsweise„rückwärtig“ sollen hier einheitlich verwendet werden, dies insbesondere soweit diese Richtungsangaben im Zusammenhang mit dem Ankerbolzen, der Spreizhülse und dem Zusatzspreizkörper verwendet werden. Insbesondere sollen sich die Richtungsan- gaben auf die Axialrichtung beziehen.

Der Ankerbolzen kann auch mehrteilig ausgeführt sein und beispielsweise eine Ankerstange und ein mit der Ankerstange verschraubtes Vorderteil aufweisen, an dem der Spreizhülsen- Spreizbereich und vorzugsweise auch der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich angeordnet sind. Besonders bevorzugt ist es aber, dass der Ankerbolzen einstückig ausgebildet ist. Vor- zugsweise bestehen die Spreizhülse, der zumindest eine Zusatzspreizkörper und/oder der Ankerbolzen aus einem Metallmaterial. Vorzugsweise sind die Spreizhülse und der Zusatz- spreizkörper separate Teile. Insbesondere sind der Spreizhülsen-Spreizbereich und der Zu- satzspreizkörper-Spreizbereich zugfest am Ankerbolzen angeordnet, so dass über diese Bereiche nach hinten gerichtete Zugkräfte übertragen werden können.

Die Spreizhülse umgibt den Ankerbolzen, insbesondere ringförmig. Die Spreizhülse bildet vorzugsweise einen offenen Ring, also eine C-Form, in dem beziehungsweise in der der An- kerbolzen aufgenommen ist. Dies kann eine besonders einfache Herstellung durch Aufwi- ckeln eines Bandes um den Ankerbolzen ermöglichen. Vorzugsweise sind die Spreizhülse und der Ankerbolzen koaxial angeordnet.

In einem rückwärtigen Bereich des Ankerbolzens kann der Ankerbolzen eine Lastangriffs- struktur aufweisen. Die Lastangriffsstruktur dient zum Einleiten von in Auszugsrichtung ge- richteten Zugkräften in den Ankerbolzen. Die Lastangriffsstruktur kann beispielsweise ein Aussengewinde oder ein Innengewinde sein. In einer anderen Ausgestaltung kann die Lastangriffsstruktur auch ein Kopf sein, der ein Querschnittsmaximum bildet.

Soweit nicht anders angegeben sollen die hier beschriebenen Merkmale vorzugsweise für einen nicht-montierten Spreizanker, also einen Spreizanker vor der Montage, gelten, und/oder für einen Zustand, in welchem der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich den Zusatz- spreizkörper noch nicht radial versetzt hat.

Der Spreizanker kann auch mehrere Zusatzspreizkörper aufweisen, von denen zumindest einige, vorzugsweise alle, so ausgeführt sind, wie es hier im Zusammenhang mit einem ein- zigen Zusatzspreizkörper erläutert ist. Sofern mehrere Zusatzspreizkörper vorgesehen sind, weist der Ankerbolzen vorzugsweise mehrere Zusatzspreizkörper-Spreizbereiche auf, jeweils einen pro Zusatzspreizkörper. Die Zusatzspreizkörper-Spreizbereiche sind vorzugsweise voneinander getrennt.

Vorzugsweise weist die Spreizhülse einen nach vorne gerichteten Mitnehmer für den Zu- satzspreizkörper auf. Dieser Mitnehmer kann den Zusatzspreizkörper axial relativ zur Spreizhülse festlegen, wenn der Ankerbolzen relativ zur Spreizhülse nach hinten bewegt wird, so dass der Zusatzspreizkörper-Spreizbereich gegen den Zusatzspreizkörper wirken kann.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin liegen, dass der Zusatz- spreizkörper, insbesondere radial aussenseitig am Zusatzspreizkörper, die Spreizhülse be- rührt, insbesondere an einer weiter unten im Detail beschriebene Zunge der Spreizhülse. Dies kann den Herstellungsaufwand weiter reduzieren und/oder die Handhabbarkeit verbes- sern.

Besonders bevorzugt ist es, dass der Zusatzspreizkörper in einer in der Spreizhülse ausge- bildeten Ausnehmung angeordnet ist. An der Wand dieser Ausnehmung kann der vorge- nannte Mintnehmer für den Zusatzspreizkörper in konstruktiv besonders einfacher Weise gebildet sein. Mittels einer solchen Ausnehmung kann der Zusatzspreizkörper besonders einfach und zuverlässig positioniert werden. Insbesondere erstreckt sich die Ausnehmung ausgehend von der radialen Innenseite der Spreizhülse radial nach aussen in die Spreizhül- se hinein.

Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Spreizhülse an der Ausnehmung, insbeson- dere radial, durchbrochen ist. Gemäss dieser Ausgestaltung kann der Zusatzspreizkörper in konstruktiv besonders einfacher Weise besonders gut gegen die den Spreizanker umgeben- de Lochwand wirken und somit bei geringem Aufwand eine besonders effiziente Veranke- rung bewirken.

Besonders bevorzugt ist es, dass die Spreizhülse eine Zunge aufweist, welche die Ausneh- mung und/oder den Zusatzspreizkörper zumindest bereichsweise überdeckt, insbesondere radial überdeckt. Insbesondere ist der Zusatzspreizkörper radial zwischen der Zunge und dem Ankerbolzen angeordnet. Insbesondere kann der Zusatzspreizkörper, wenn er vom Zu- satzspreizkörper-Spreizbereich radial verdrängt wird, seinerseits die Zunge radial verdrän- gen und die Zunge, insbesondere unter Ausbildung eines Hinterschnitts, an die umgebende Lochwand anpressen und somit im Bohrloch verankern. Ferner kann die Zunge den Zusatz- spreizkörper vor der Montage am Spreizanker sichern. Die Zunge, die auch als Lappen be- zeichnet werden kann, ist insbesondere an drei Seiten freigestellt.

Die Zunge ist ein Teil der Spreizhülse. Vorzugsweise ist die Zunge integral mit dem Rest der Spreizhülse ausgeführt. Die Zunge kann in besonders einfacher Weise durch Einschneiden der Spreizhülse an drei Seiten gefertigt werden, wobei die vierte Seite ein Scharnier der Zunge bildet. Bei der Fertigung des Spreizankers kann vorgesehen werden, dass die Zunge aufgebogen wird, sodann der Zusatzspreizkörper in der Ausnehmung angeordnet wird und sodann die Zunge zurückgebogen wird und hierbei der Zusatzspreizkörper von der Zunge in der Ausnehmung gesichert wird. Insbesondere ist der Zusatzspreizkörper zwischen der Zun- ge und dem Ankerbolzen angeordnet.

Besonders bevorzugt ist es, dass die Zunge vom Spreizhülsen-Spreizbereich hinweg zeigt, also insbesondere nach hinten zeigt. Insbesondere kann die Zunge vorderseitig angelenkt sein. Dies kann im Hinblick auf den Herstellungsaufwand und die Funktionalität vorteilhaft sein.

Die Zunge steht zweckmässigerweise radial aussenseitig, also insbesondere an der dem Ankerbolzen radial abgewandten Seite der Spreizhülse, an der Spreizhülse vor. Dies kann die Fertigung weiter vereinfachen. Darüber hinaus kann die Zunge zu Beginn des Montage- vorgangs an der Lochwand reiben und damit die Spreizhülse axial an der Lochwand sichern. Insbesondere kann die Zunge einen Widerhaken gegen Auszug der Spreizhülse aus einem Bohrloch bilden, und die Spreizhülse somit zu Beginn des Montagevorgangs besonders wirksam an der Lochwand sichern. Demgemäss ist die Zunge so zur Längsachse geneigt, dass sie sich nach vorne hin, also insbesondere zum Spreizhülsen-Spreizbereich hin, an die Längsachse annähert, das heisst die Zunge öffnet sich nach hinten hin und/oder die Zunge zeigt nach hinten hin.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Zusatzspreizkör- per ein Rollkörper ist. Dies kann insbesondere beinhalten, dass der Zusatzspreizkörper zu- mindest eine Symmetrieachse aufweist, um welche eine Drehung um jeden beliebigen Win- kel den Körper auf sich selbst abbildet. Dies kann im Hinblick auf den Herstellungsaufwand und den Spreizmechanismus vorteilhaft sein.

Der Zusatzspreizkörper kann beispielsweise Kugelform, Zylinderform, Blockform, Tropfen- form oder Keilform aufweisen.

Eine andere zweckmässige Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass der Zusatzspreiz- körper-Spreizbereich und der Spreizhülsen-Spreizbereich unterschiedlich steil sind. Dies kann insbesondere beinhalten, dass die maximalen spitzen Winkel mit Längsachse der bei- den Spreizbereiche unterschiedlich sind. Hierdurch kann das Verankerungsverhalten beson- ders gut an die Randbedingungen angepasst werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass der Ankerbolzen eine Vertiefung aufweist, in welcher der Zusatzspreizkörper, zumindest anfänglich, angeordnet ist. Insbesondere kann der Zusatz- spreizkörper-Spreizbereich an einer Wand der Vertiefung, insbesondere an einer vorderen Wand der Vertiefung, gebildet sein. Dies kann den konstruktiven Aufwand noch weiter redu- zieren. Die Vertiefung kann beispielsweise in einem Halsbereich des Ankerbolzens angeord- net sein, in welchem der Ankerbolzen eine kreiszylindrische Form hat. Die Vertiefung kann aber auch in einem konischen Spreizhülsen-Spreizbereich angeordnet sein. Die Vertiefung erstreckt sich radial in den Ankerbolzen hinein. Insbesondere kann die Vertiefung des An- kerbolzens der in der Spreizhülse ausgebildete Ausnehmung gegenüberliegen.

In einer Ausgestaltung des Spreizankers kann vorgesehen werden, dass die Spreizhülse mehrlagig, insbesondere zweilagig, ausgebildet ist. Die Spreizhülse kann also aus beispiels- weise zwei ineinander geschachtelten Einzelhülsen bestehen, welche vergleichsweise gerin- ge Wandstärken aufweisen. Eine damit einhergehende leichtere Biegbarkeit kann die Mon- tageenergie verringern. Mehrlagige Spreizhülsen können zusätzliche Freiheitsgrade zur Steuerung des zeitlichen Ablaufs der zusätzlichen Expansion zur Verfügung stellen

Besonders bevorzugt ist es, dass der Ankerbolzen einen Mitnehmer aufweist, der die Spreizhülse, insbesondere bei der Montage des Spreizankers, nach vorne hin mitnehmen kann. Hierdurch kann unter anderem der Materialaufwand, insbesondere für die Spreizhülse, noch weiter reduziert werden. Der Mitnehmer kann an der Spreizhülse, insbesondere von hinten, angreifen und die Spreizhülse nach vorne mitnehmen, wenn der Ankerbolzen nach vorne versetzt wird. Besonders bevorzugt ist es, dass der Mitnehmer eine, insbesondere im Längsschnitt des Ankerbolzens ausgebildete, Anschlagschulter ist. Dies kann unter anderem im Hinblick auf den Fertigungsaufwand vorteilhaft sein. Insbesondere kann die Anschlag- schulter den Ankerbolzen und/oder dessen Längsachse ringförmig umlaufen.

Die Erfindung betrifft auch die bestimmungsgemässe Verwendung des Spreizankers, insbe- sondere die bestimmungsgemässe Montage des Spreizankers. Insbesondere betrifft die Er- findung eine Verwendung eines erfindungsgemässen Spreizankers, bei welcher der Anker- bolzen relativ zur Spreizhülse, insbesondere nach hinten, versetzt wird und hierbei die Spreizhülse vom Spreizhülsen-Spreizbereich und der Zusatzspreizkörper vom Zusatzspreiz- körper-Spreizbereich radial verdrängt wird. Bei Belastung wandert der Ankerbolzen mitsamt seinem Spreizhülsen-Spreizbereich relativ zur Spreizhülse nach hinten. Der Zusatzspreiz- körper wird dabei von der Spreizhülse axial lagefixiert und durch den Zusatzspreizkörper- Spreizbereich radial nach aussen verschoben.

Die zeitliche Abfolge der Expansion von Spreizhülse und Zusatzspreizkörper kann in beson- ders einfacher Weise durch eine Variation der Lage der Ausnehmung in der Spreizhülse und der Lage der Vertiefung im Ankerbolzen oder/und durch die Formgebung der Ausnehmung in der Spreizhülse und die Formgebung der Vertiefung im Ankerbolzen konstruktiv eingestellt werden. Durch Variation der Grösse des Zusatzspreizkörpers können der Montagedurch- messer des Spreizankers sowie der Grad der möglichen zusätzlichen Expansion und die Montageenergie in besonders einfacher Weise konstruktiv eingestellt werden: Kleine Zusatz- spreizkörper machen den anfänglichen Durchmesser kleiner und die Montage leichter. Ver- grössert man die Zusatzspreizkörper wird höhere Montageenergie benötigt.

Merkmale, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemässen Spreizanker erläutert wer- den, können auch bei der erfindungsgemässen Verwendung zum Einsatz kommen, so wie auch umgekehrt Merkmale, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemässen Verwen- dung erläutert werden, auch beim erfindungsgemässen Spreizanker zum Einsatz kommen können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, die schematisch in den beiliegenden Figuren dargestellt sind, wobei einzelne Merkmale der nachfolgend gezeigten Ausführungsbeispiele im Rahmen der Erfindung grundsätzlich einzeln oder in beliebiger Kombination realisiert werden können. In den Figuren zeigen schematisch:

Figur 1 : eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen

Spreizankers;

Figur 2: eine Seitenansicht des Ankerbolzens des Spreizankers aus Figur 1 mitsamt den

Zusatzspreizkörpern, aber ohne Spreizhülse,

Figur 3: eine Seitenansicht der Spreizhülse des Spreizankers aus Figur 1 ;

Figur 4: eine Längsschnittansicht des Spreizankers aus Figur 1 ;

Figur 5: eine Seitenansicht, analog Figur 2, des Ankerbolzens mitsamt den Zusatzspreiz- körpern und ohne Spreizhülse, einer ersten Abwandlung des Spreizankers der Figuren 1 bis 4;

Figur 6: eine Längsschnittansicht, analog Figur 4, einer zweiten Abwandlung des

Spreizankers der Figuren 1 bis 4; und

Figur 7: eine Seitenansicht der Einzelhülsen des abgewandelten Spreizankers gemäss

Figur 6.

Die Figuren 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Spreizankers. Der Spreizanker weist einen Ankerbolzen 10 mit einer Längsachse 99 sowie eine Spreizhülse 30 auf, wobei die Spreizhülse 30 den Ankerbolzen 10 ringförmig umgibt. Der Ankerbolzen 10 weist einen Halsbereich 14 mit zumindest annähernd konstantem Quer- schnitt auf. Im Anschluss an den Halsbereich 14 weist der Ankerbolzen 10 vor dem Halsbe- reich 14, im vorderen Endbereich des Ankerbolzens 10, einen Spreizhülsen-Spreizbereich 15 für die Spreizhülse 30 auf, der hier beispielhaft integral mit dem Rest des Ankerbolzens 10 ausgeführt ist. Am Spreizhülsen-Spreizbereich 15 weitet sich der Ankerbolzen 10 an sei- ner Aussenoberfläche ausgehend vom Halsbereich 14 nach vorne hin auf, das heisst der Spreizhülsen-Spreizbereich 15 konvergiert an seiner Aussenseite nach hinten hin. Die Spreizhülse 30 umgibt den Halsbereich 14 des Ankerbolzens 10. Der Spreizhülsen- Spreizbereich 15 ist grösstenteils vor der Spreizhülse 30 angeordnet. Der Halsbereich 14 ist hier kreiszylindrisch und der Spreizhülsen-Spreizbereich 15 konisch ausgebildet. Der Ankerbolzen 10 weist ferner einen beispielsweise als Kreisring ausgebildeten Mitnehmer 13 auf, der eine Axialbewegung der Spreizhülse 30 zum rückwärtigen Ende des Ankerbol- zens 10 hin, das heisst eine Axialbewegung der Spreizhülse 30 vom Spreizhülsen- Spreizbereich 15 hinweg, begrenzt.

An seinem dem Spreizhülsen-Spreizbereich 15 entgegengesetzten rückwärtigen Endbereich weist der Ankerbolzen 10 eine, hier beispielsweise als Aussengewinde dargestellte, Lastan- griffsstruktur 17 zum Einleiten von Zugkräften in den Ankerbolzen 10 auf. Auf diesem Aus- sengewinde kann eine nicht dargestellte Mutter mit korrespondierendem Innengewinde an- geordnet sein.

Die Spreizhülse 30 weist mehrere Schlitze 42 auf, welche sich ausgehend von der vorderen Stirnseite der Spreizhülse 30, die dem Spreizhülsen-Spreizbereich 15 zugewandt ist, axial nach hinten in die Spreizhülse 30 hinein erstrecken. Die Schlitze 42 teilen Spreizzungen 31 der Spreizhülse 30 voneinander ab. Diese Spreizzungen 31 sind jeweils an ihrer Vorderseite und an ihren beiden entgegengesetzten Längsseiten frei und an ihren jeweiligen Rückseiten miteinander verbunden. Die Spreizzungen 31 sind somit vorderseitig frei und zeigen axial nach vorne, zum Spreizhülsen-Spreizbereich 15 hin.

Die Spreizhülse 30 weist mehrere Ausnehmungen 35 auf, welche sich von der radialen In- nenseite der Spreizhülse 30 radial nach aussen hin erstrecken. Der Ankerbolzen 10 weist, insbesondere in seinem Halsbereich 14, mehrere radiale Vertiefungen 18 auf, welche sich radial nach innen in den Ankerbolzen 10 erstrecken. Jede Vertiefung 18 im Ankerbolzen 10 ist von einer Ausnehmung 35 unter Bildung eines Vertiefungs-Ausnehmungs-Paares über- deckt. In jedem der Vertiefungs-Ausnehmungs-Paare ist ein Zusatzspreizkörper 40 angeord- net. Am vorderen Ende jeder Vertiefung 18 ist eine schräge Wand angeordnet, die einen Zusatzspreizkörper-Spreizbereich 19 zum radialen Verdrängen des jeweiligen Zusatzspreiz- körper 40 nach aussen bildet.

An den Ausnehmungen 35 ist die Spreizhülse 30 radial durchbrochen. Allerdings weist die Spreizhülse 30 Zungen 34 auf, wobei jede Ausnehmung 35 von einer Zunge 34 radial abge- deckt ist. Die Zungen 34 stehen an der Spreizhülse 30 radial nach aussen vor. Die Zungen 34 sind an ihrem jeweils vorderen Ende mit der verbleibenden Spreizhülse 30 verbunden. Die Zungen 34 sind somit rückseitig frei und zeigen nach hinten, vom Spreizhülsen- Spreizbereich 15 weg. Die Zungen 34 sind einstückig mit dem Rest der Spreizhülse 30 aus- geführt. Insbesondere können die Zungen 34 jeweils durch U-förmiges Einschneiden der Spreizhülse 30 gebildet werden. Beim Montieren des Spreizankers wird der Ankerbolzen 10 mit seinem vorderen Ende voran in Richtung der Längsachse 99 des Ankerbolzens 10 in ein Bohrloch geschoben. Aufgrund des Mitnehmers 13, der eine Verschiebung der Spreizhülse 30 zum hinteren Ende des An- kerbolzens 10 begrenzt, wird dabei auch die Spreizhülse 30 in das Bohrloch eingebracht. Sodann wird der Ankerbolzen 10, beispielsweise durch Anziehen einer Mutter, die auf der als Aussengewinde ausgebildeten Lastangriffsstruktur 17 angeordnet ist, wieder ein Stück weit aus dem Bohrloch herausgezogen. Aufgrund von Reibung mit der Bohrlochwand, die insbe- sondere an den radial nach aussen vorstehenden Zungen 34 generiert wird, bleibt die Spreizhülse 30 dabei zurück und es kommt zu einer axialen Verschiebung des Ankerbolzens 10 relativ zur Spreizhülse 30 nach hinten. Die Zusatzspreizkörper 40 werden dabei in den Ausnehmungen 35 in der Spreizhülse 30 axial an der Spreizhülse 30 festgehalten, so dass eine axiale Verschiebung des Ankerbolzens 10 relativ zu den Zusatzspreizkörpern 40 nach hinten resultiert. Im Verlauf dieser Verschiebung laufen zum einen die Spreizzungen 31 der Spreizhülse 30 auf den Spreizhülsen-Spreizbereich 15 auf und werden von diesem radial gegen die Bohrlochwand nach aussen gedrängt, und zum anderen laufen die Zusatzspreiz- körper 40 auf ihre Zusatzspreizkörper-Spreizbereiche 19 auf, und werden von diesen radial nach aussen gegen die jeweils radial darüberliegenden Zunge 34 gedrängt, die wiederum radial nach aussen gegen die Lochwand gedrängt werden. Durch diese Mechanismen wird der Spreizanker im Substrat fixiert.

Bei der Ausführungsform der Figuren 1 bis 4 sind die Zusatzspreizkörper 40 kugelförmig und die Vertiefungen 18 tropfenförmig ausgebildet, wobei die Zusatzspreizkörper-Spreizbereiche 19 nach vorne spitz zulaufen.

In einer in Figur 5 dargestellten ersten Abwandlung der ersten Ausführungsform sind die Zusatzspreizkörper 40 kreiszylindrisch und die Vertiefungen 18 entsprechend breiter ausge- führt. Ansonsten entspricht diese erste Abwandlung der ersten Ausführungsform, so dass auf die Figuren 1 , 3 und 4 sowie auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen wird, die auch für die erste Abwandlung gelten.

In einer in den Figur 6 und 7 dargestellten zweiten Abwandlung der ersten Ausführungsform ist die Spreizhülse 30 zweilagig mit zwei koaxialen Einzelhülsen 51 und 52 ausgeführt. An- sonsten entspricht diese zweite Abwandlung der ersten Ausführungsform, so dass auf die Figuren 1 und 2 sowie auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen wird, die auch für die zweite Abwandlung gelten. Die Einzelhülse 51 ist innerhalb der Einzelhülse 52 angeordnet. Die Zungen 34 sind an der aussenliegenden Einzelhülse 52 befestigt und integral mit der aussenliegenden Einzelhülse 52 ausgeführt. Die aussenliegende Einzelhülse 52 steht nach vorne über die innenliegende Einzelhülse 51 vor.