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Patent Searching and Data


Title:
EXTENDABLE TABLE COMPRISING CRASH RETRACTION FUNCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/146325
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an extendable table comprising a main table plate (2) and at least one supplemental table plate (1) which can be placed next to the main table plate (2), which supplemental table plate (1) is configured as a retraction plate which can be guided by means of a main guide obliquely downwards under the main table plate (2), wherein said retraction plate can be moved between a fully extended and a fully retracted position, and a locking of the supplemental table plate (1) is provided with respect to the main table plate (2) for the fully extended position such that the horizontal movement thereof is prevented in the direction to the main table plate (2), wherein the supplemental table plate (1) is guided additionally by means of an auxiliary guide, which has a guide arm (6), which is fastened with the end (7) thereof directed outwards to the supplemental table plate (1) and which can be engaged with a primary guide plate (10) arranged vertically below the main table plate (2) via the free end (7) thereof to lock the supplemental table plate (1) in the fully extended position thereof, and the primary guide plate (10) is mounted resiliently and held to adopt a main position in the horizontal direction and is guided by means of a secondary guide plate (15) which is arranged parallel to the guide plate (10) and likewise interacts with the guide roller (8) such that when a force applied horizontally from the supplemental table plate (1) via the guide arm (6) onto the guide plate (10) is exceeded, the locking of the supplemental table plate (1) can be removed with respect to the main table plate (2).

Inventors:
SCHMIDT GERHARD (DE)
Application Number:
EP2016/053240
Publication Date:
September 22, 2016
Filing Date:
February 16, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
International Classes:
A47B1/05; A47B5/04; B60N3/00; B60R11/00; B60R21/02
Foreign References:
EP2215926A12010-08-11
DE3624156C11987-11-26
DE102013208362A12014-11-13
DE102011087346A12013-05-29
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Claims:
Patentansprüche

1. Verbreiterbarer Tisch mit einer Grund-Tischplatte (2) und mit mindestens einer neben der Grund-Tischplatte (2) platzierbaren Ergänzungs-Tischplatte (1), die als eine mit¬ tels einer Hauptführung schräg nach unten unter die Grund- Tischplatte (2) führbare Einschubplatte ausgebildet ist, wobei sie zwischen einer vollständig ausgefahrenen und einer vollständig eingefahrenen Position verfahrbar ist, und für die vollständig ausgefahrene Position eine Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte (1) gegenüber der Grund-Tischplatte (2) derart vorgesehen ist, dass ihre Horizontalbewegung in Richtung auf die Grund-Tischplatte (2) verhindert ist, dadurch gekennzeichnet, dass

die Ergänzungs-Tischplatte (1) zusätzlich mittels einer

Hilfsführung geführt ist, die einen Führungsarm (6) aufweist, der mit seinem nach außen gerichteten Ende (7) an der Ergänzungs-Tischplatte (1) befestigt ist und über sein freies Ende (7) zur Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte (1) in ihrer vollständig ausgefahrenen Position mit einer vertikal unterhalb der Grund-Tischplatte (2) angeordneten primären Führungsplatte (10) in Eingriff bringbar ist, und

die primäre Führungsplatte (10) nachgiebig gelagert und zur Einnahme einer Grundposition in Horizontalrichtung gehalten ist sowie derart mittels einer parallel zur primären Füh¬ rungsplatte (10) angeordneten und ebenfalls mit dem Führungs¬ arm (6) zusammenwirkenden sekundären Führungsplatte (15) geführt ist, dass bei Überschreiten einer horizontal von der Ergänzungs-Tischplatte (1) über den Führungsarm (6) auf die primäre Führungsplatte (10) ausgeübten Kraft die Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte (1) gegenüber der Grund-Tischplatte (2) aufhebbar ist.

2. Verbreiterbarer Tisch nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

zur Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte (1) gegenüber der Grund-Tischplatte (2) in der vollständig ausgefahrenen Posi- tion der Ergänzungs-Tischplatte (1) die primäre Führungs¬ platte (10) eine Ausnehmung (9) aufweist, die sich von ihrer Unterseite aus in Richtung auf die Grund-Tischplatte (2) er¬ streckt und in die das freie Ende (7) des Führungsarms (6) eingreift .

3. Verbreiterbarer Tisch nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

der Führungsarm (6) an seinem freien Ende (7) mit einer Führungsrolle (8) ausgestattet ist, die zum Zusammenwirken mit der primären Führungsplatte (10) und der sekundären Führungs¬ platte (15) ausgebildet und angeordnet ist.

4. Verbreiterbarer Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

die primäre Führungsplatte (10) zur Einnahme der Grundposi¬ tion in Horizontalrichtung mittels einer Feder (21) vorgespannt ist.

5. Verbreiterbarer Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

die primäre Führungsplatte (10) zur Einnahme der Grundposi¬ tion mittels eines zerstörbaren Halteelementes (22) gehalten ist . 6. Verbreiterbarer Tisch nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

die primäre Führungsplatte (10) bei einer Bewegung der Ergän¬ zungs-Tischplatte (1) in Richtung der vollständig eingefahre¬ nen Position mittels Führungsflächen (16) an der sekundären Führungsplatte (15) schräg aufwärts geführt ist.

7. Verbreiterbarer Tisch nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Aufwärtsbewegung der primären Führungsplatte (10) in eine Hebebewegung der Grund-Tischplatte (2) umgesetzt ist, wobei die Grund-Tischplatte (2) in ihrer Hebebewegung mittels einer Anlagefläche (17) eines Tisch-Grundkörpers (13) geführt ist.

8. Verbreiterbarer Tisch nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die primäre Führungsplatte (10) derart mit der Grund-Tisch¬ platte (2) verbunden ist, dass diese einer Aufwärtsbewegung der primären Führungsplatte (10) folgt.

9. Verbreiterbarer Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass

die sekundäre Führungsplatte (15) in horizontaler Bewegungs¬ richtung der primären Führungsplatte (10) derart hinter der primären Führungsplatte (10) in ihrer Grundposition angeordnet ist, dass die Führungsrolle (8) gerade an der sekundären Führungsplatte (15) und an einem Anschlag (20) der primären Führungsplatte (10) anliegt.

Description:
Beschreibung

VERBREITERBARER TISCH MIT CRASH-EINZUGSFUNKTIONS Die Erfindung bezieht sich auf einen verbreiterbaren Tisch nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Danach ist vorgesehen, einen verbreiterbaren Tisch mit einer Grund-Tischplatte und mit mindestens einer neben der Grund- Tischplatte platzierbaren Ergänzungs-Tischplatte, die als eine mittels einer Hauptführung schräg nach unten unter die Grund-Tischplatte führbare Einschubplatte ausgebildet ist, wobei sie zwischen einer vollständig ausgefahrenen und einer vollständig eingeschobenen Position verfahrbar ist, und für die vollständig ausgefahrene Position eine Arretierung der

Ergänzungs-Tischplatte gegenüber der Grund-Tischplatte derart vorgesehen ist, dass ihre Horizontalbewegung in Richtung auf die Grund-Tischplatte verhindert ist. Ein solcher verbreiterbarer Tisch ist beispielsweise aus der DE 10 2011 087 346 AI bekannt.

Ein solcher erweiterbarer Tisch schafft die häufig bei Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen, gewünschte Möglich- keit, die nutzbare Fläche des Tisches variieren zu können. Um die Ergänzungs-Tischplatte in der vollständig ausgezogenen Position bündig mit der Grund-Tischplatte zu halten, muss die Bewegungsbahn der Ergänzungs-Tischplatte so gestaltet sein, dass sie sich unter die Grund-Tischplatte schieben lässt. Da die Bewegungsbahn also insgesamt von der vollständig ausge ¬ zogenen zur vollständig eingeschobenen Position abfallend ist, ist für die vollständig ausgezogene Position eine defi ¬ nierte Arretierung erforderlich. Nachteilig an dieser Lösung ist es jedoch, dass bei einem

Aufprall von Fahrgästen im Fall von Kollisionen eine Bewegung der Ergänzungs-Tischplatte in horizontaler Richtung blockiert ist. Denn der oben angesprochene bekannte Tisch ist derart ausgelegt, dass zunächst eine Vorderkante der Ergänzungs- Tischplatte manuell anzuheben ist, bevor diese Tischplatte einschiebbar ist. Dies hat zur Folge, dass auch im Crash-Fall die Ergänzungs-Tischplatte in der vollständig ausgezogenen Stellung arretiert bleibt und daher direkt auftretende Auf ¬ prallkräfte auch beispielsweise auf den empfindlichen Bauch ¬ bereich eines Fahrgastes übertragen werden.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten erweiterbaren Tisch derart weiterzuentwickeln, dass seine Crash-Tauglichkeit erhöht wird.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten verbreiterbaren Tisch durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 ge- löst.

Danach ist vorgesehen, dass die Ergänzungs-Tischplatte zu ¬ sätzlich mittels einer Hilfsführung geführt ist, die einen Führungsarm aufweist, der mit seinem nach außen gerichteten Ende an der Ergänzungs-Tischplatte befestigt ist und über sein freies Ende zur Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte in ihrer vollständig ausgezogenen Position mit einer vertikal unterhalb der Grund-Tischplatte angeordneten primären Führungsplatte in Eingriff bringbar ist, und die primäre Füh- rungsplatte nachgiebig gelagert und zur Einnahme einer Grund ¬ position in Horizontalrichtung gehalten ist sowie derart mittels einer parallel zur primären Führungsplatte angeordneten und ebenfalls mit der Führungsrolle zusammenwirkenden sekun ¬ dären Führungsplatte geführt ist, dass bei Überschreiten einer horizontal von der Ergänzungs-Tischplatte über den Füh ¬ rungsarm auf die Führungsplatte ausgeübten Kraft die Arretie ¬ rung der Ergänzungs-Tischplatte gegenüber der Grund-Tischplatte aufhebbar ist. In dieser Weise wird die erforderliche Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte gegenüber der Grund-Tischplatte im Crash- Fall, bei dem beispielsweise durch einen Fahrgast eine hori ¬ zontal wirkende Kraft auf die Ergänzungs-Tischplatte ausgeübt wird, wirksam aufgehoben. Somit wird es dann möglich, dass die Ergänzungs-Tischplatte eine Ausweichbewegung nach unten vollführt, die ähnlich gerichtet ist, wie bei normaler Hand ¬ habung .

Bevorzugt kann zur Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte gegenüber der Grund-Platte in der vollständig ausgefahrenen Position der Ergänzungs-Tischplatte die primäre Führungs ¬ platte eine Ausnehmung aufweisen, die sich von ihrer Unter- seite aus in Richtung auf die Grund-Tischplatte erstreckt und in die das freie Ende des Führungsarms eingreift. Diese Art der Arretierung ist ein Beispiel für eine in Horizontalrichtung wirkende, durch eine Bewegung der Innenseite der Ergänzungs-Tischplatte nach unten lösbare Arretierung.

Der Führungsarm kann an seinem freien Ende mit einer Führungsrolle ausgestattet sein, die zum Zusammenwirken mit der primären Führungsplatte und der sekundären Führungsplatte ausgebildet und angeordnet ist. Statt einer solchen Führungs- rolle können jedoch auch andere Ausgestaltungen des freien Endes des Führungsarms zur Anwendung kommen. Grundsätzlich ist es ausreichend, wenn dieses Ende derart ausgebildet ist, dass sich ein Formschluss mit den zusammenwirkenden Rändern der primären und sekundären Führungsplatte ergeben kann.

Die primäre Führungsplatte kann zur Einnahme der Grundposi ¬ tion in horizontaler Richtung mittels einer Feder vorgespannt sein. Eine solche Ausgestaltung ist ein Beispiel für eine reversible Halterung für die primäre Führungsplatte in ihrer Grundposition.

Alternativ dazu ist auch eine irreversible Halterung der primären Führungsplatte möglich. Beispielsweise kann die primäre Führungsplatte zur Einnahme der Grundposition mittels eines zerstörbaren Halteelementes gehalten sein. Ein Beispiel für eine solche Ausführung ist ein Bolzen, der die primäre Führungsplatte in ihrer Grundposition hält, jedoch bei Einwirken einer vorbestimmten Horizontalkraft abgeschert wird. Die primäre Führungsplatte kann bei einer Bewegung der Ergän ¬ zungs-Tischplatte in Richtung der vollständig eingefahrenen Position mittels Führungsflächen an der sekundären Führungs- platte schräg aufwärts geführt sein. Diese Aufwärtsbewegung kann dann die gewünschte Lösung der Arretierung der Ergänzungs-Tischplatte ermöglichen. Diese Führungsflächen sind typischer Weise Keilflächen, die in Bewegungsrichtung der primären Führungsplatte schräg aufwärts verlaufen.

Die Aufwärtsbewegung der primären Führungsplatte kann in eine Hebebewegung der Grund-Tischplatte umgesetzt sein, wobei die Grund-Tischplatte dann in ihrer Hebebewegung mittels einer Anlagefläche eines Tisch-Grundkörpers geführt wäre. Durch ein solches Anheben der Grund-Tischplatte wird die Führung der Ergänzungs-Platte bei ihrer Einwärtsbewegung an der unteren Vorderkante der Grund-Platte vorbei vereinfacht.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass grundsätzlich auch Ausführungsformen möglich sind, bei denen auf eine Führung der Grund-Tischplatte in ihrer Aufwärtsbewegung vollständig verzichtet wird. Es kommt lediglich darauf an, dass in irgendeiner Weise die Grund-Tischplatte derart bewegt wird, dass die Ergänzungs-Tischplatte in ihrer Bewegung gemäß der Hauptführung schräg nach unten ungehindert ist.

Alternativ ist es auch möglich, dass die primäre Führungs ¬ platte derart mit der Grund-Tischplatte verbunden ist, dass diese eine Aufwärtsbewegung der primären Führungsplatte folgt. Bei dieser Ausführung kann beispielsweise die vertikal angeordnete primäre Führungsplatte mit ihrer ebenen Oberseite an der Unterseite der Grund-Tischplatte befestigt sein.

Die sekundäre Führungsplatte kann in horizontaler Bewegungs- richtung der primären Führungsplatte derart hinter der primä ¬ ren Führungsplatte in ihrer Grundposition angeordnet sein, dass die Führungsrolle gerade an der sekundären Führungs ¬ platte und an einem Anschlag der primären Führungsplatte an- liegt. Dies hat zur Folge, dass in dem Fall, wenn keine aus ¬ reichende Horizontalkraft zum Zurückdrücken der primären Führungsplatte vorliegt, die Einschubbewegung für die Ergän ¬ zungs-Tischplatte gemäß einer normalen Betriebsweise erfolgen kann. In diesem Fall wird die Hilfsführung von der primären Führungsplatte bestimmt. Wenn jedoch eine zum Zurückdrücken der primären Führungsplatte ausreichende Horizontalkraft an ¬ liegt, wirkt die Führungsrolle, die am freien Ende des Füh ¬ rungsarms vorgesehen ist, unter Zurückschieben der primären Führungsplatte mittels des Anschlags mit der sekundären Füh ¬ rungsplatte zusammen. Der sich dadurch ergebende Führungsweg bringt es mit sich, dass die primäre Führungsplatte und damit auch die darüber liegende Grund-Tischplatte angehoben wird. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung noch näher erläutert.

Es zeigen: Figur 1 eine Seitenansicht eines erweiterbaren Tischs in seiner ausgezogenen Position in einer normalen Betriebsweise gemäß einer ersten Ausführungsform,

Figur 2 eine Querschnittsansicht einer Einzelheit des er- weiterbaren Tischs von Figur 1,

Figur 3 eine Seitenansicht eines erweiterbaren Tischs in seiner ausgezogenen Position in einer normalen Betriebsweise gemäß einer zweiten Ausführungsform,

Figur 4 eine Querschnittsansicht des Tisches von Figur 1 in einer teilweise eingefahrenen Position in einer normalen Betriebsweise, Figur 5 eine Querschnittsansicht des Tisches von Figur 1 in einer vollständig eingefahrenen Position in einer normalen Betriebsweise, Figur 6 eine Querschnittsansicht des Tisches von Figur 1 in einer geringfügig eingefahrenen Position in einer Crash-Betriebsweise, Figur 7 eine Querschnittsansicht des Tisches von Figur 1 in einer gegenüber Figur 6 weiter eingefahrenen Position in einer Crash-Betriebsweise und

Figur 8 eine Querschnittsansicht des Tisches von Figur 1 in einer vollständig eingefahrenen Position in einer

Crash-Betriebsweise .

In Figur 1 befindet sich ein verbreiterbarer Tisch, der beispielsweise im Fahrgastraum eines Schienenfahrzeugs zum Ein ¬ satz kommen kann, in einer Position, bei der eine Ergänzungs- Tischplatte 1 vollständig ausgefahren ist. In diesem Be ¬ triebszustand fluchtet eine Oberfläche der Ergänzungs-Tisch ¬ platte 1 mit der Oberfläche einer Grund-Tischplatte 2. Eine Bewegung der Ergänzungs-Tischplatte 1 von der in Figur 1 dargestellten vollständig ausgefahrenen in eine vollständig eingefahrene Position wird mitbestimmt durch eine Hauptführung und eine Hilfsführung. Wesentliches Element der Hauptführung ist eine C-förmige Schiene 3, die von einer Vorderkante der Tisch-Grundplatte 2 aus schräg nach unten in einen Bereich unterhalb der Tisch-Grundplatte 2 verläuft. In der C-förmigen Schiene 3 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Rollen ¬ schlitten 4 geführt, der an seinem vorderen Ende über eine parallel zu der Vorderkante der Grund-Tischplatte 2 verlau ¬ fende Drehachse 5 mit der Ergänzungs-Tischplatte 1 verbunden ist .

Die Ergänzungs-Tischplatte 1 ist in ihrer ausgezogenen Posi ¬ tion mit Hilfe eines Führungsarms 6 arretiert. Dieser Füh ¬ rungsarm 6 ist mit seinem der Ergänzungs-Tischplatte 1 zuge- wandten Ende an der innen gelegenen Stirnfläche der Ergänzungs-Tischplatte 1 befestigt und bildet mit dieser Ergän ¬ zungs-Tischplatte 1 eine starre Einheit. Der Führungsarm 6 verläuft von der inneren Stirnseite der Ergänzungs-Tisch- platte 1 aus zunächst schräg nach unten, dann parallel zur Grund-Tischplatte 2 und sodann schräg nach oben zu seinem freien Ende 7. Das freie Ende 7 des Führungsarms 6 trägt eine Führungsrolle 8. Das freie Ende 7, insbesondere die Führungs- rolle 8, greift von unten in eine Ausnehmung 9 einer primären Führungsplatte 10 - in den Fig. 1 bis 3 in ihrer Grundposi ¬ tion dargestellt - derart ein, dass die Führungsrolle 8 in der Ausnehmung 9 arretiert ist. Bei im Normalbetrieb des Tisches auftretenden Horizontalkräften auf die Ergänzungs- Tischplatte 1 bewirkt diese Arretierung, dass die Ergänzungs- Tischplatte 1 relativ zur Grund-Tischplatte 2 nicht beweglich ist .

Wenn somit im normalen Betrieb des Tisches eine Vorderkante 11 der Ergänzungs-Tischplatte 1 manuell angehoben wird, ver ¬ fährt der Rollenschlitten 4 schräg nach unten entlang der eiförmigen Schiene 3 (Hauptführung) und die Führungsrolle 8 verlässt die Ausnehmung 9 zum Aufheben der Arretierung und rollt in stetigen Bewegung entlang dem zugewandten Außenrand der primären Führungsplatte 10 ebenfalls schräg nach unten ab (Hilfsführung) , wie es in den Figuren 4 und 5 veranschaulicht ist. In Figur 5 hat die Ergänzungs-Tischplatte 1 dann ihre vollständig eingefahrene Position erreicht, wobei die Füh ¬ rungsrolle 8 an einem Anschlag 12 zur Anlage gelangt.

Es ist ersichtlich, dass bei dem anhand der Figuren 1 bis 5 veranschaulichten Normalbetrieb des Tisches die primäre Füh ¬ rungsplatte 10 ebenso wie die Grund-Tischplatte 2 ortsfest bleiben .

Im Crash-Fall ergibt sich nunmehr eine andere Führung der Er ¬ gänzungs-Tischplatte 1 von der in Figur 1 dargestellten, vollständig ausgefahrenen Position aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die primäre Führungsplatte 10 mit ihrer Ober- seite an der Unterseite der Grund-Tischplatte 2 anliegt. Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen eine erste Variante zur Fixierung der primären Führungsplatte 10 gegenüber einer einwärts gerichteten, horizontalen Krafteinwirkung. Bei der Aus- führungsform nach Figur 1 wird die primäre Führungsplatte 10 mittels eines Scherbolzens 22 als Beispiel für ein zerstör ¬ bares Halteelement am Platz gehalten. Bei Auftreten einer vorgegebenen, horizontal gerichteten Kraft, ausgeübt von dem freien Ende 7 des Führungsarms 6 auf die primäre Führungs ¬ platte 10, wird der Scherbolzen 22 zerstört und gibt eine Ausweichbewegung der primären Führungsplatte 10 frei. Wie Figur 2 zu entnehmen ist, verbindet der Scherbolzen 22 die primäre Führungsplatte 10 unmittelbar mit der daran anliegen- den sekundären Führungsplatte 15. Eine geeignet bemessene

Verjüngung des Querschnitts des Scherbolzens 22 bewirkt sein Abscheren bei Auftreten der vorgegebenen Horizontalkraft. Es ist hervorzuheben, dass die anhand von Figuren 1 und 2 dargestellte Fixierung der primären Führungsplatte 10 irreversibel ist. Die Fixierung mittels dem Scherbolzen 22 ist als kostengünstige Ausführungsvariante zu betrachten.

Dem gegenüber zeigt Figur 3 eine andere Variante zur Lage ¬ fixierung der primären Führungsplatte 10 gegenüber horizontal wirkenden Kräften. Bei der Ausführung nach Figur 3 ist eine Feder 21 zwischen einem rückwärtigen Ende der primären Führungsplatte 10 und einem Tisch-Grundkörper 13 horizontal an ¬ geordnet. Die Feder 21 besitzt eine vorbestimmte Spannkraft. Diese ist derart bemessen, dass lediglich bei Auftreten vor- bestimmter Horizontalkräfte, die einen Crash-Fall wieder ¬ geben, eine Nachgiebigkeit der primären Führungsplatte 10 ge ¬ geben ist. Die Ausführung der Fixierung der primären Führungsplatte 10 mittels der Feder 21 ist als reversibel zu be ¬ zeichnen .

Figur 6 zeigt nunmehr den Fall, dass eine horizontal auf die Vorderkante 11 der Ergänzungs-Tischplatte 1 einwirkende Kraft stärker als die vorbestimmte Spannkraft des Spannmittels ist. Wie aus der Figur ersichtlich ist, liegt in diesem Fall die Führungsrolle 8 an einem Rand 14 einer sekundären Führungs ¬ platte 15 an, die mit dem Tisch-Grundkörper 13 starr verbunden und somit ortsfest ist, und nunmehr für die Hilfsführung maßgeblich ist. Die primäre Führungsplatte 10 und die sekundäre Führungs ¬ platte 15 sind jeweils vertikal unterhalb der Grund-Tisch ¬ platte 2 angeordnet und liegen unmittelbar nebeneinander, so dass die entsprechend breit ausgeführte Führungsrolle 8 gleichzeitig mit beiden zusammen wirken kann. Die sekundäre Führungsplatte 15 ist in horizontaler Bewegungsrichtung der primären Führungsplatte 10 derart hinter der primären Führungsplatte 10 in ihrer Grundposition angeordnet ist, dass die Führungsrolle 8 gerade an der sekundären Führungsplatte 15 anliegt. Dies bedeutet, dass die Hilfsführung der Ergän ¬ zungs-Tischplatte 1 beim Nachgeben der primären Führungs ¬ platte 10 unmittelbar von der sekundären Führungsplatte 15 übernommen wird.

Die horizontale Einwärtsbewegung der Ergänzungs-Tischplatte 1 bewirkt, dass die Führungsrolle 8 die primäre Führungsplatte 10 über einen zugeordneten, als Anschlag wirkenden vertikalen Randabschnitt 20 der primären Führungsplatte 10 betätigt. Die ausgelöste Bewegung der Führungsplatte 10 wird bestimmt durch keilförmige Anlageflächen 16 der sekundären Führungsplatte 15, die in Bewegungsrichtung der primären Führungsplatte 10 schräg nach oben verlaufen. Daher drückt die primäre Führungsplatte 10 von unten gegen die Grund-Tischplatte 2, die ebenfalls beweglich gelagert ist. Die von der schrägen Aufwärtsbewegung der primären Führungsplatte 10 bewirkte, hier rein vertikale Hebebewegung der Tisch-Grundplatte 2 wird von einer Anlagefläche 17 bestimmt. Da die Bewegung der pri ¬ mären Führungsplatte 10 schräg aufwärts, diejenige der Grund- Tischplatte jedoch vertikal aufwärts verläuft, kommt es an der Unterseite der Grund-Tischplatte 2 zu einer Gleitbewegung der Oberseite der primären Führungsplatte 10 relativ zur Unterseite der Grund-Tischplatte 2. Die Führungsrolle 8 bewegt sich stetig entlang des Randes 14, der eben ausgebildet ist und schräg nach unten verläuft, und zwar bis hin zu dem Anschlag 12. Ergebnis der erläuterten Bewegungsführung für die Ergänzungs- Tischplatte 1 ist es, dass die Arretierung der Führungsrolle 8 in der Ausnehmung 9 der primären Führungsplatte 10 auch bei rein horizontal wirkenden Kräften aufgehoben wird, da die primäre Führungsplatte 10 eine Ausweichbewegung vollführt.

Diese Ausweichbewegung wird zudem durch geeignete Führung der A8usweichbewegung der primären Führungsplatte 10 durch die sekundäre Führungsplatte 15 derart umgesetzt, dass unter Mit ¬ wirkung der Anlageflächen 16, 17 die Grund-Tischplatte 2 der- art angehoben wird, dass eine obere Hinterkante 18 der Ergän ¬ zungs-Tischplatte 1 unter einer unteren Vorderkante 19 der Grund-Tischplatte 2 vorbeiführbar ist.

Die Bewegung der Ergänzungs-Tischplatte 1 bis in die voll- ständig eingefahrene Position ist weiter in den Figuren 7 und 8 veranschaulicht, wobei in Figur 7 die Endposition der primären Führungsplatte 10 und damit auch die maximale Hebeposi ¬ tion der Tisch-Grundplatte 2 erreicht ist. Die vorstehende Beschreibung bezieht sich auf eine Seite des erweiterbaren Tisches, dessen andere Seite hinsichtlich der Ausbildung von Haupt- und Hilfsführung spiegelbildlich gestaltet ist.