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Title:
EXTERNAL MULTIBAND RADIO ANTENNA MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/065810
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an external multiband radio antenna module (1) comprising an electrically conducting base (2) as ground (3) and as a counterweight, above which radiating elements (4, 5) are arranged. A first radiating element (4) having a first resonant frequency and a second radiating element (5) having a second resonant frequency are electrically connected in the region of the low ends (7, 8) thereof by means of a first connecting web (6). There is a frequency band gap between the first and the second resonant frequency. The radio antenna module further comprises a common feeding point (9) for both radiating elements (4, 5). Said feeding point (9) is insulated from the base (2) and is connected to the low end (7) of the first radiating element (4) by means of a second connecting web (10). The radiating elements (4, 5) and the connecting webs (6, 10) have structures (11) of a single metal plate which is disposed perpendicular to the base (2).

Inventors:
CHAKAM, Guy-Aymar (Obermaierstr. 3, Regensburg, 93049, DE)
Application Number:
EP2008/065715
Publication Date:
May 28, 2009
Filing Date:
November 18, 2008
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (Vahrenwalder Strasse 9, Hannover, 30165, DE)
CHAKAM, Guy-Aymar (Obermaierstr. 3, Regensburg, 93049, DE)
International Classes:
H01Q1/32; H01Q5/00; H01Q9/36; H01Q9/42; H01Q21/30
Domestic Patent References:
1999-10-14
2001-01-25
1998-04-09
Foreign References:
DE10150149A12003-04-17
Attorney, Agent or Firm:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (Postfach 22 16 39, München, 80506, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Externes mehrbändiges Funkantennenmodul aufweisend:

- eine elektrisch leitende Grundfläche (2) als Masse (3) und Gegengewicht,

- ein erstes abstrahlendes Element (4) mit einer ersten Resonanzfrequenz,

- ein zweites abstrahlendes Element (5) mit einer zweiten Resonanzfrequenz, - einen ersten Verbindungssteg (6) zwischen den abstrahlenden Elementen (4, 5), wobei

- zwischen der ersten und der zweiten Resonanzfrequenz des ersten und des zweiten abstrahlenden Elements (4, 5) eine Frequenzbandlücke besteht, und wobei - die abstrahlenden Elemente (4, 5) über der Grundfläche (2) angeordnet sind, und wobei der erste Verbindungssteg (6) Fußpunkte (7, 8) der abstrahlenden Elemente (4, 5) verbindet, und wobei das Funkantennenmodul (1) für beide abstrahlenden Elemente (4, 5) ei- nen gemeinsamen von der Grundfläche (2) isolierten Einspeisepunkt (9) aufweist, der über einen zweiten Verbindungssteg (10) mit dem Fußpunkt (7) des ersten Abstrahlungselements (4) verbunden ist, und wobei die abstrahlenden Elemente (4, 5) und die Verbindungsstege (6, 10) Metallplattenstrukturen (11) einer einzigen Metallplatte aufweisen, die orthogonal zu der Grundfläche (2) angeordnet ist.

2. Funkantennenmodul nach Anspruch 1, wobei das erste abstrahlende Element (4) an seinem Kopfpunkt (12) eine kapazi- tive Last (14) in Form einer Dachkapazität (15) aufweist.

3. Funkantennenmodul nach Anspruch 2, wobei die kapazitive Last (14) einen Querbalken (16) aufweist, der quer zum ersten abstrahlenden Element (4) an dessen Kopfpunkt (12) angeordnet ist.

4. Funkantennenmodul nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei die kapazitive Last (14) einen ersten Schenkel (17) aufweist,

der einen Querbalken (16) bildet und einen zweiten Schenkel

(18) aufweist, der sich vom Querbalken (16) aus parallel zum ersten abstrahlenden Element (4) erstreckt.

5. Funkantennenmodul nach Anspruch 2, wobei die kapazitive Last (14) ein Strukturelement der Metallplattenstruktur (11) ist .

6. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein erstes Ende (20) eines Kopplungsstegs (19) den zweiten Verbindungssteg (10) unterhalb des Fußpunktes (7) des ersten abstrahlenden Elements (4) und oberhalb des Einspeisepunktes (9) kontaktiert, und wobei dessen zweites Ende (21) mit der Grundfläche (2) elektrisch zu einem Masseanschluss- punkt (23) verbunden ist.

7. Funkantennenmodul nach Anspruch 6, wobei der Kopplungssteg

(19) eine induktive und eine ohmsche Last darstellt und auf den Abgleich der Impedanz des Funkantennenmoduls (1) ein- wirkt.

8. Funkantennenmodul nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, wobei die Länge und der Querschnitt des Kopplungsstegs (19) den Realwert und die Fläche (Fi) zwischen Kopplungssteg (19) und Grundfläche (2) den Induktionswert der Impedanz beeinflusst.

9. Funkantennenmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei der Kopplungssteg (19) über den ersten Verbindungssteg (6) den Impedanzwert des zweiten abstrahlenden Elements mit be- einflusst, und wobei die Länge und der Querschnitt des Verbindungsstegs (6) den Realwert und die Fläche (F 2 ) zwischen Verbindungssteg (6) und Grundfläche (2) den Induktionswert der Impedanz des zweiten abstrahlenden Elements (5) zusätzlich beeinflusst.

10. Funkantennenmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei der Kopplungssteg (19) ein Strukturelement der Metallplattenstruktur (11) ist.

11. Funkantennenmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei der Kopplungssteg (19) abgewinkelt, vorzugsweise in einem rechten Winkel zu den abstrahlenden Elementen (4, 5) angeord- net ist.

12. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Stützsteg (23) den Fußpunkt (8) des zweiten abstrahlenden Elements (5) mit einem ersten Ende (24) kontak- tiert und sich mit seinem zweiten isoliert gegenüber der

Grundfläche (2) angeordneten Ende (25) auf einem isolierenden Substrat (26) der Grundfläche (2) abstützt.

13. Funkantennenmodul nach Anspruch 12, wobei die Fläche (F 3 ) zwischen dem Stützsteg (23) und der Grundfläche (2) den Induktionswert der Impedanz mindestens des zweiten abstrahlenden Elements (5) zusätzlich beeinflusst.

14. Funkantennenmodul nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wo- bei der Stützsteg (23) ein Strukturelement der Metallplattenstruktur (11) ist.

15. Funkantennenmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei der Stützsteg (23) abgewinkelt, vorzugsweise in einem rechten Winkel zu den abstrahlenden Elementen (4, 5) angeordnet ist.

16. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitende Grundfläche (2) eine Me- tallfolie aufweist.

17. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitende Grundfläche (2) eine Fläche einer auf ein PCB-Substrat (26) aufgebrachten Beschich- tung (27) ist.

18. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Grundfläche (2) eine trapezförmige Außenkontur

(29) aufweist, und die Metallplattenstruktur (11) im Bereich einer Breitseite (28) der trapezförmige Außenkontur (29) aufgestellt ist und sich die Breite (b) der trapezförmigen Außenkontur (29) zu einer Schmalseite (30) hin verjüngt, die der Breitseite (28) gegenüberliegend angeordnet ist.

19. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste abstrahlende Element (4) Resonanzfrequenzen des Frequenzbandes GSM 850 mit Resonanzfrequenzen fg 5 o zwischen 824 MHz < f 850 ≤ 894 MHz und des Frequenzbandes GSM 900 mit Resonanzfrequenzen fgoo zwischen 890 MHz < fgoo ≤ 960 MHz abstrahlt und empfängt.

20. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei das zweite abstrahlende Element (5) Resonanzfrequenzen des Frequenzbandes GSM 1800 mit Resonanzfrequenzen fi.8 zwischen 1,71 GHz ≤ fi.g ≤ 1,88 GHz und des Frequenzbandes GSM 1900 mit Resonanzfrequenzen fi . g zwischen

1,85 GHz < fi.g < 1,99 GHz sowie des Frequenzbandes UMTS mit Frequenzen f 2 .o zwischen 1,92 GHz < f 2 .o ≤ 2,17 GHz abstrahlt und empfängt.

21. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Funkantennenmodul (1) auf oder an Fahrzeugen angeordnet ist.

22. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Funkantennenmodul (1) von einer Kunststoffmasse, die zu einer Finne geformt ist, umhüllt ist.

23. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Koaxialkabel (31) mit seiner Masseleitung (3) die Grundfläche (2) kontaktiert und mit seinem zentralen Koaxialleiter (33) mit dem Einspeisepunkt (9) elektrisch in Verbindung steht.

24. Funkantennenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 22, wobei eine Rückseite (35) des Substrats (26) eine gedruckte

Schaltung mit Mikrostreifenleitungen aufweist, die mindestens eine Masseleitung aufweisen, welche mit der Grundfläche (2) auf der Oberseite (36) des Substrats (26) elektrisch in Verbindung steht, und wobei eine zentrale Mikrostreifenleitung mit dem Einspeisepunkt (9) des Funkantennenmoduls (1) elektrisch in Verbindung steht.

25. Funkantennenmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Funkantennenmodul (1) an ein 50 ω Anpassungs- netzwerk gekoppelt ist.

Description:

Beschreibung

Externes mehrbändiges Funkantennenmodul

Die Erfindung betrifft ein externes mehrbändiges Funkantennenmodul mit einer elektrisch leitenden Grundfläche als Masse und Gegengewicht, über der abstrahlende Elemente angeordnet sind. Ein erstes abstrahlendes Element mit einer ersten Resonanzfrequenz und ein zweites abstrahlendes Element mit einer zweiten Resonanzfrequenz sind über einen ersten Verbindungssteg im Bereich ihrer Fußpunkte elektrisch verbunden. Zwischen der ersten und der zweiten Resonanzfrequenz besteht eine Frequenzbandlücke.

Aus der Druckschrift DE 602 00 508 T2 ist eine interne Mehrbandantenne für den Funkbetrieb bekannt, die ein Ergebnis der Entwicklung kleiner Antennen für Mobiltelefone aufgrund der Verkleinerung der Handapparate ist. Dabei sollen derartige Funkantennenmodule in mehreren Systemen funktionieren, wie beispielsweise einem GSM 850 und einem GSM 900 System, die aufgrund der überlappung ihrer Frequenzbereiche gemeinsam in einem ersten Resonanzfrequenzband eines ersten abstrahlenden Elements gesendet und empfangen werden können.

Mit einem zweiten Resonanzfrequenzband können die Telefonsysteme GSM 1800, GSM 1900 und UMTS über ein zweites abstrahlendes Element eines Antennenmoduls gesendet und empfangen werden, da auch diese Systeme in ihren Frequenzbereichen einander überlappen. Zwischen dem ersten Resonanzfrequenzband und dem zweiten Resonanzfrequenzband ergibt sich somit eine Frequenzbandlücke, die bei den genannten Systemen nahezu 1 GHz beträgt .

Bisher werden verkürzte Planarantennen z.B. „shorted patch antennas" oder planare invertierte F-Antennen verwendet, um zwei oder mehrere Resonanzfrequenzen wie oben beschrieben bereitzustellen. Aus der Druckschrift DE 602 00 508 T2 ist eine Antennenstruktur bekannt, die sowohl für UMTS Frequenzen als

auch für GSM Frequenzen funktioniert, wobei jedoch für die UMTS Frequenzen ein separates Abstrahlungselement vorgesehen wird, während GSM Frequenzen über eine dualbandige Planaran- tennenstruktur abgestrahlt bzw. empfangen werden. Demzufolge hat die bekannte Antennenstruktur für UMTS und GSM Frequenzen zwei getrennte Einspeisepunkte und arbeitet zusätzlich mit Schaltelementen, die wahlweise das eine oder das andere abstrahlende Element mit Masse verbinden.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein externes mehrbändiges Funkantennenmodul zu schaffen, das auf oder an einem Fahrzeug angebracht werden kann, kostengünstig herstellbar ist und in eine Finne eines Fahrzeugs einbaubar ist, sodass Funkgeräte, wie ein mobiles Handy, im Fahrzeug mitgeführt und mit einer externen Außenantenne auf oder an dem Fahrzeug zusammenwirken können .

Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Erfindungsgemäß wird ein externes mehrbändiges Funkantennenmodul mit einer elektrisch leitenden Grundfläche als Masse und Gegengewicht, über der abstrahlende Elemente angeordnet sind, geschaffen. Ein erstes abstrahlendes Element mit einer ersten Resonanzfrequenz und ein zweites abstrahlendes Element mit einer zweiten Resonanzfrequenz sind über einen ersten Verbindungssteg im Bereich ihrer Fußpunkte elektrisch verbunden. Zwischen der ersten und der zweiten Resonanzfrequenz be- steht eine Frequenzbandlücke. Das Funkantennenmodul weist einen für beide abstrahlenden Elemente gemeinsamen von der Grundfläche isolierten Einspeisepunkt auf, der über einen zweiten Verbindungssteg mit dem Fußpunkt des ersten abstrahlenden Elements mechanisch verbunden ist. Die abstrahlenden Elemente und die Verbindungsstege weisen Metallplattenstrukturen einer einzigen Metallplatte auf, wobei die Metallplatte orthogonal zu der Grundfläche angeordnet ist.

Dieses vertikal stehende zweiarmige mehrbändige Funkantennenmodul besteht somit aus einer einzigen strukturierten Metallplatte, die wiederum aus einer größeren Metallplatte herausgearbeitet ist. Durch die besondere Struktur der zweiarmigen Mehrbandfunkantenne ist eine Erzeugung und Steuerung zweier paralleler Resonanzen möglich. Gleichzeitig werden ungewollte paralleler Resonanzen für eine verbesserte Selektion unterdrückt. Dabei kann ein abstrahlendes Element durch eine kapazitive Belastung der Funkantenne in form einer Dachkapazität auf ein unteres Resonanzfrequenzband abgestimmt werden. Außerdem kann das Antennenmodul mit lediglich drei Pins gehalten und angeschlossen werden. Dabei stützt oder kontaktiert je ein Pin ein abstrahlendes Element. Ein dritter Pin ist direkt unterhalb dem abstrahlenden ersten Element mit einem einzigen Einspeisepunkt verbunden.

Ein derartiges Funkantennenmodul hat den Vorteil, dass kein Anpassungsnetzwerk und keine Anpassungsstrukturen durch geeignete Wahl der Position von Einspeisungs- und Massean- Schlusspunkt erforderlich sind. Die Wahl, der Ort und die Anordnung dieser Einspeisungs- bzw. Masseanschlusspunkte über die erwähnten Pins wird aufgrund einer Analyse der Stromverteilung sowie der Dimensionierung derartiger Pins festgelegt. Mit diesem Antennenmodul für zwei separate Resonanzfrequenz- bänder sind die nachfolgenden Vorteile verbunden:

1. eine sehr gute Frequenzselektion, sodass es möglich ist, eine Verkopplung zu anderen Antennen in einer entsprechenden Finne zu verringern; 2. ein Antennenmodul mit minimalen Abmessungen für einen fünfbandigen Sende- und Empfangsbetrieb bereitzustellen;

3. ausgezeichnete Gewinnwerte zu realisieren;

4. eine einfache Herstellung vorzugsweise durch Ausstanzen des Antennenmoduls aus einer Metallplatte bereitzustel- len;

5. keine Anpassungsnetzwerken oder Anpassungsstrukturen vorsehen zu müssen, und

6. unkritische Herstellungstoleranzen zu tolerieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das erste abstrahlende Element an seinem Kopfpunkt eine kapazitive Last in Form einer Dachkapazität auf. Diese Dachkapazität wird von einem Querbalken gebildet, der quer zum ersten abstrahlenden Element an dessen Kopfpunkt angeordnet ist. Die Wirkung der Dachkapazität kann verstärkt werden und damit die kapazitive Last vergrößert werden, wenn die Dachkapazität zwei Schenkel aufweist, wobei ein Schenkel den Querbalken bildet und ein zweiter Schenkel sich parallel zum abstrahlenden Element erstreckt. Dabei kann diese kapazitive Last ein integrales Strukturelement der Metallplattenstruktur sein, sodass bei der Herstellung des ersten abstrahlenden Elements die Dachkapazität gleich mit ausgestanzt wird.

Der Fußpunkt des ersten abstrahlenden Elements ist über den zweiten Verbindungssteg mit dem Einspeisepunkt verbunden. Zusätzlich kontaktiert ein Kopplungssteg mit seinem ersten Ende den zweiten Verbindungssteg unterhalb des Fußpunktes des ers- ten abstrahlenden Elements und oberhalb des Einspeisepunktes. Das zweite Ende ist dagegen mit der Grundfläche elektrisch zu einem Masseanschlusspunkt verbunden. über Querschnitt und Länge dieses Kopplungssteges kann der Realwert der Impedanz eingestellt werden. Dabei ist die Länge des Kopplungssteges deutlich geringer als λ/4 der mittleren Frequenz des ersten Resonanzfrequenzbandes .

Auch der Abstand zwischen der Grundfläche und dem Kopplungssteg ist gering, sodass eine kapazitive Wechselwirkung auf- treten kann. Schließlich wird mit diesem Kopplungssteg auch der induktive Anteil der Impedanz für das erste Resonanzfrequenzband angepasst, sodass die Dachkapazität des ersten abstrahlenden Antennenelements und die Induktivität des Kopplungssteges eine Anpassung an ein 50 ω Leitungsnetzwerk im Einspeisepunkt ermöglichen.

Das zweite abstrahlende Element ist mit seinem Fußpunkt über den ersten Verbindungssteg mit dem Fußpunkt des ersten ab-

strahlenden Elements verbunden. Dieser erste Verbindungssteg beeinflusst mit seiner Länge und seinem Querschnitt den Realwert für die Impedanz des zweiten abstrahlenden Elements. Außerdem wird durch die Fläche zwischen der Grundfläche bzw. Masse des Antennenmoduls und dem ersten Verbindungssteg der Induktionswert der Impedanz des zweiten abstrahlenden Elements zusätzlich beeinflusst. Während der erste Verbindungssteg und der zweite Verbindungssteg in einer Ebene angeordnet sein können, wird in einer weiteren Ausführungsform der Er- findung der Kopplungssteg gegenüber der Ausrichtung der abstrahlenden Elemente abgewinkelt.

Dieses verbessert die mechanische Stabilität im Bereich der Einspeisung bzw. der Fußpunkte des Funkantennenmoduls. Zur weiteren mechanischen Stabilität kann ein Stützsteg beitragen, der mit seinem ersten Ende den Fußpunkt des zweiten abstrahlenden Elements kontaktiert und sich mit seinem zweiten Ende isoliert gegenüber der Grundfläche auf einem isolierenden Substrat abstützt. Dieser Stützsteg hat zusätzlich die Funktion, dass die Länge des zweiten abstrahlenden Elements vergrößert werden kann und damit λ/4 der mittleren Frequenz des zweiten Resonanzfrequenzbandes angenähert werden kann. Außerdem beeinflusst die Fläche zwischen dem Stützsteg und der Grundfläche den Induktionswert der Impedanz mindestens des zweiten abstrahlenden Elements. Auch dieser Stützsteg kann abgewinkelt zu den abstrahlenden Elementen angeordnet sein .

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die elektrisch leitende Grundfläche eine Metallfolie auf, die beispielsweise auf ein isolierendes Substrat laminiert ist und den Bodenbereich einer Finne auf oder an einem Fahrzeug bildet. Andererseits kann die elektrisch leitende Grundfläche auch durch eine Beschichtung auf einem PCB- Substrat (printed circuit board) erreicht werden. Die Außenkontur eines derartigen Substrats und damit auch der Grundfläche ist vorzugsweise trapezförmig. Die Metallplattenstruktur, aus der die strahlenden Elemente gestanzt sind, ist da-

bei auf einer Breitseite der trapezförmige Außenkontur aufgestellt.

Das erste abstrahlende Element weist Resonanzfrequenzen eines Frequenzbandes GSM 850 mit Resonanzfrequenzen fg 5 o zwischen 824 MHz < f 850 ≤ 894 MHz und des Frequenzbandes GSM 900 mit Resonanzfrequenzen fgoo zwischen 890 MHz ≤ fgoo - 960 MHz auf, die von dem ersten abstrahlenden Element abstrahlt und empfangen werden können. Das Resonanzfrequenzband des zweiten abstrahlenden Elements ist derart angepasst, dass Resonanzfrequenzen des Frequenzbandes GSM 1800 mit Resonanzfrequenzen fi.8 zwischen 1,71 GHz ≤ fi. 8 ≤ 1,88 GHz und des Frequenzbandes GSM 1900 mit Resonanzfrequenzen fi . g zwischen 1,85 GHz < fi.g < 1,99 GHz sowie des Frequenzbandes UMTS mit Frequenzen f2.o zwischen 1,92 GHz ≤ f2.o - 2,17 GHz.

Die relativ schlanke Metallplattenstruktur kann vorzugsweise in einer Fahrzeugfinne untergebracht werden, wobei der trapezförmige Grundriss der Grundfläche bzw. die Masse die Fin- nenform unterstützt. Dabei kann die Grundfläche mit einer

Masseleitung eines Koaxialkabels verbunden sein, während ein zentraler Koaxialleiter mit dem Einspeisepunkt elektrisch in Verbindung steht. Andererseits ist es auch möglich, dass das Funkantennenmodul ein doppelseitig beschichtetes Substrat aufweist, sodass auf der Rückseite des Substrats eine gedruckte Schaltung mit Mikrostreifenleitungen vorhanden ist, die mindestens eine Masseleitung aufweist, welche mit der Grundfläche auf der Oberseite des Substrats elektrisch in Verbindung steht, und wobei eine zentrale Mikrostreifenlei- tung den Einspeisepunkt des Funkantennenmoduls kontaktiert.

Außerdem ist es möglich, dass das Funkantennenmodul an ein 50 ω Leitungsnetzwerk angepasst ist.

Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.

Figur 1 zeigt eine Prinzipskizze eines Funkantennenmoduls gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

Figur 2 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht des Funkantennenmoduls gemäß Figur 1 ;

Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Funkantennenmoduls gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

Figur 4 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht ei- ner Finne mit eingebautem Funkantennenmodul gemäß

Figur 3.

Figur 1 zeigt eine Prinzipskizze eines Funkantennenmoduls 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Das Anten- nenmodul 1 weist zwei abstrahlende Elemente 4 und 5 auf, wobei das erste abstrahlende Element 4 ein erstes Resonanzfrequenzband abdeckt, das Frequenzen der Systeme GSM 850 mit den Resonanzfrequenzen f 850 zwischen 824 MHz ≤ f 850 ≤ 894 MHz und GSM 900 mit Resonanzfrequenzen fgoo zwischen 890 MHz < fgoo ≤ 960 MHz abstrahlt und empfängt. Die Höhe h F liegt dabei weit unter einem λ/4 - Antennenstab, sodass auch dieses erste abstrahlende Antennenelement 4 für diese Bänder in eine Finne von lediglich 60 mm Höhe passt.

Diese niedrige Höhe h F des ersten Abstrahlungselements 4 wird dadurch erreicht, dass am Kopfpunkt 12 eine Dachkapazität 15 in Form eines rechteckigen Winkels angeordnet ist. Diese Dachkapazität 15 weist einen Querbalken 16 als ersten Schenkel 17 auf. Ein zweiter Schenkel 18 ist parallel zu dem ers- ten abstrahlenden Element 4 angeordnet und bildet damit eine hohe kapazitive Last 14.

Zusätzlich wird die Impedanz durch eine Induktivität kompensiert bzw. angepasst, die durch einen Kopplungssteg 19 gebil- det wird. Der Kopplungssteg 19 kontaktiert mit seinem ersten Ende 20 einen zweiten Verbindungssteg 10 zwischen einem Fußpunkt 7 des ersten abstrahlenden Elements 4 und einem Ein- speisungspunkt 9 des Funkantennenmoduls 1. Mit seinem zweiten

Ende 21 bildet der Kopplungssteg 19 einen Masseanschlusspunkt

22 zu der Masse 3 der elektrisch leitenden Grundfläche 2, die von einer metallischen Beschichtung 27 auf einem PCB-Substrat 26 gebildet wird. Dabei kann durch den Querschnitt und die Länge des Kopplungssteges 19 auch der Realteil der Impedanz derart angepasst werden, dass ein breites erstes Resonanzfrequenzband mit scharfer Selektion von dem ersten abstrahlenden Element 4 abgestrahlt und empfangen werden kann.

Ein weiteres hochfrequentes Resonanzfrequenzband wird durch ein zweites abstrahlendes Element 5 geschaffen, das über einen ersten Verbindungssteg 6 mit dem Fußpunkt 7 des ersten abstrahlenden Elements 4 elektrisch verbunden ist. Dieses zweite abstrahlende Element 5 weist Resonanzfrequenzen der Systeme GSM 1800 mit Resonanzfrequenzen fi . g zwischen

1,71 GHz < fi . g < 1,88 GHz und GSM 1900 mit Resonanzfrequenzen fi.9 zwischen 1,85 GHz < f λ . 9 < 1,99 GHz sowie des Systems UMTS mit Frequenzen f 2 .o zwischen 1,92 GHz ≤ f 2 .o - 2,17 GHz auf.

Auch für das zweite abstrahlende Element 5 kann der Realteil der Impedanz durch Querschnitt und Länge des ersten Verbindungssteges 6 angepasst werden, um die Breite des Resonanzfrequenzbandes derart abzustimmen, dass alle drei Funkfrequenzbänder von diesem einen abstrahlenden Element 5 empfan- gen und gesendet werden können. Auch ist die Stabhöhe h E zwischen Kopfpunkt 13 und Fußpunkt 8 des abstrahlenden Elements 5 kleiner als λ/4, jedoch kann dieses durch einen Stützsteg

23 teilweise ausgeglichen werden, der einerseits wiederum einen Real- und einen Induktivitätsanteil liefert, aber auch praktisch die Stablänge vergrößert. Dieser Stützsteg kontak tiert mit seinem ersten Ende 24 den Fußpunkt 8 des zweiten abstrahlenden Elements 5. Mit seinem zweiten Ende 25 kontaktiert dieser Stützsteg 23 nicht die elektrisch leitende Grundfläche 2, sondern stützt sich auf dem isolierenden Sub- strat 26 ab.

Durch die oben geschilderten Maßnahmen ist es mit einem derartigen Funkantennenmodul 1 möglich, eine fünfbandige Antenne

zu realisieren mit einer guten Frequenzbandselektion, die es erlaubt weitere Antennen auf der Grundfläche 1 zu installieren, ohne dass eine Verkopplung zu den anderen Antennen auftritt. Ferner sind für dieses Funkantennenmodul 1 keine An- passungsstrukturen auf der tragenden Platine des Substrats 26 erforderlich. Schließlich entfallen somit auch diskrete Komponenten für Anpassungszwecke. Die Gesamtbreite dieser Antennenstruktur ist kleiner als 24 mm und die Gesamthöhe ist kleiner als 52 mm.

Der Einspeisepunkt 9 kann mit Hilfe eines Durchgangskontaktes 37 durch das Substrat 26 erreicht werden, indem der Masseleiter eines Koaxialkabels 31 mit der Masse 3 auf der Oberseite 36 des Substrats verbunden wird und ein zentraler Koaxiallei- ter 32 mit dem Einspeisepunkt 9 in Verbindung gebracht wird. Dazu kann das Koaxialkabel 31 von der Rückseite 35 des Substrats 26 aus in einen entsprechenden Durchgangskontakt 37 eingebracht werden. Andererseits ist es auch möglich, die Rückseite 35 mit gedruckten Mikrostreifenleitungen zu verse- hen und über derartige Mikrostreifenleitungen den Einspeisepunkt 9 zu versorgen.

Figur 2 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht des Funkantennenmoduls 1 gemäß Figur 1. Dazu sind bei dieser Aus- führungsform der Erfindung die beiden abstrahlenden Antennenelemente 4 und 5 sowie die kapazitive Last 14 und die Verbindungsstege 6 und 10 aus einer einzigen Metallplattenstruktur 11 gebildet. Diese Metallplattenstruktur 11 steht mit dem zweiten Verbindungssteg 10 auf einem Einspeisepunkt 9, der von der elektrisch leitenden Grundfläche 2 isoliert angeordnet ist. Sowohl der Kopplungssteg 19 als auch der Stützsteg 23 sind hier rechtwinklig zu der Metallplattenstruktur 11 angeordnet. Die Außenkontur 29 der Grundfläche 2 ist dabei trapezförmig, wobei das Funkantennenmodul an der Breitseite 28 der Grundfläche 2 angeordnet ist und sich die Breite b zur

Schmalseite 30 der trapezförmigen elektrisch leitenden Grundfläche 2 verjüngt. Eine derartige Funkantennenstruktur kann ohne weiteres in eine Finne auf oder an einem Fahrzeug unter-

gebracht werden, sodass beispielsweise entsprechende Mobilfunkgeräte innerhalb des Fahrzeugs benutzt werden können.

Figur 3 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Funkantennenmoduls 40 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. Der Unterschied des Funkantennenmoduls 40 gegenüber dem Funkantennenmodul 1, wie es in Figur 2 zu sehen ist, liegt darin, dass sowohl der

Kopplungssteg 19 zum Masseanschlusspunkt 22 hin als auch der Stützsteg 23 zu dem isolierenden Substrat 26 hin nicht wie im Beispiel der Figur 2 rechtwinklig zu den beiden abstrahlenden Elementen 4 und 5 angeordnet sind, sondern in der gleichen Ebene wie die abstrahlenden Elemente 4 und 5 liegen. Damit kann die Finne deutlich schmaler ausgeführt werden oder es können neben diesem Funkantennenmodul weitere Module direkt neben dem Funkantennenmodul angeordnet werden.

Figur 4 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Finne 34 aus Kunststoff mit eingebautem Funkantennenmodul 40 gemäß Figur 3. Dazu sind die Konturen der Finne 34 durch die gestrichelten Linien 38 und 39 markiert.

Bezugszeichenliste

1 Funkantennenmodul

2 leitende Grundfläche 3 Masse bzw. Gegengewicht

4 erstes abstrahlendes Element

5 zweites abstrahlendes Element

6 erster Verbindungssteg

7 Fußpunkt des ersten abstrahlenden Elements 8 Fußpunkt des zweiten abstrahlenden Elements

9 Einspeisepunkt

10 zweiter Verbindungssteg

11 Metallplattenstruktur

12 Kopfpunkt des ersten abstrahlenden Elements 13 Kopfpunkt des zweiten abstrahlenden Elements

14 kapazitive Last

15 Dachkapazität

16 Querbalken

17 erster Schenkel 18 zweiter Schenkel

19 Kopplungssteg

20 erstes Ende des Kopplungsstegs

21 zweites Ende des Kopplungsstegs

22 Masseanschlusspunkt 23 Stützsteg

24 erstes Ende des Stützstegs

25 zweites Ende des Stützstegs

26 Substrat

27 Beschichtung 28 Breitseite

29 Außenkontur

30 Schmalseite

31 Koaxialkabel

32 zentraler Koaxialleiter 33 Kunststoff

34 Finne

35 Rückseite des Substrats

36 Oberseite des Substrats

37 Durchgangskontakt

38 gestrichelte Linie

39 gestrichelte Linie

40 Funkantennenmodul (2. Ausführungsform)

b Breite der Außenkontur h F Höhe des ersten abstrahlenden Antennenelements h E Höhe des zweiten abstrahlenden Antennenelements