Birzele, Armin (Hafengasse 1 Ulm, 89073, DE)
| 1. | Gewebter Gurt für eine Wellpappenbeklebemaschine mit einer die Zugkräfte aufnehmenden ersten Gewebelage (20, 60,80) aus Kettfäden (21,22 ; 61,62, 63,64 ; 81,82, 83, 84) und Schußfäden (4 ; 6 ; 8) und mit einer diese erste Gewebelage (20 ; 60 ; 80) abdeckenden weiteren, oberen Gewebelage (10 ; 50 ; 70) aus Kett fäden (11,12, 13,14 ; 51,52, 53,54 ; 71,72, 73, 74) und Schußfäden (4 ; 6 ; 8), die die obere Papier seite bildet, wobei die Gewebelagen (10, 20 ; 50,60 ; 70,80) durch Bindefäden (42,43 ; 44,45 ; 46,47) miteinander verwebt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt Drainagekanäle (50) aufweist, die den Gurt mindestens teilweise durchragen und über die Dampf aus der oberen Gewebe lage (10 ; 50 ; 70) von der Papierseite abgeführt wird. |
| 2. | Gurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drainagekanäle (50) als Öffnungen in der Webstruktur ausgebildet sind. |
| 3. | Gurt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drainagekanäle (50) durch unterschiedliche Fadendicken und/oder Faden strukturen der verwebten Fäden (4,6, 8,11, 12,13, 14, 21,22, 31,32, 33,34, 40, 41, 42,43, 44,45, 46,47, 51,52, 53,54, 61,62, 63,64, 71, 72,73, 74,81, 82,83, 84) gebildet sind. |
| 4. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch Auslassen oder Hin zufügen von Fäden (71, 72,73, 74) Fadenlücken ge bildet sind, die die Drainagekanäle (50) bilden. |
| 5. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drainagekanäle (50) durch einzelne Fäden (11', 12', 13', 14', 4') einer Gewebelage (10,20) gebildet sind, die aus einem nach kurzer Zeit hohlraumbildenden Fadenmaterial bestehen. |
| 6. | Gurt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenmaterial einen hohen Anteil an Stärke aufweist, vorzugsweise aus Stärke besteht. |
| 7. | Gurt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenmaterial aus Hohlraumfasern besteht. |
| 8. | Gurt nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (11', 12', 13', 14', 4') aus hohlraumbildenden Material als Kettfäden und/oder als Schußfäden und/oder als Bindefäden, vor zugsweise als Beifaden (4") eingewebt sind. |
| 9. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der die Zugkräfte auf nehmenden ersten Gewebelage 20 ; 60 ; 80) die Kettfäden (21,22 ; 61, 62, 63,64 ; 81,82, 83,84) über min destens jeweils zwei Schußfäden (4 ; 6 ; 8) laufen und in der weiteren, oberen Gewebelage (10 ; 50 ; 70) die Kettfäden (11,12, 13,14 ; 51,52, 53,54 ; 71,72, 73,74) nach innen und außen über zumindest zwei Schußfäden (4 ; 6 ; 8) laufen, wobei in der oberen und der unteren Gewebelage (10,30 ; 50,60 ; 70,80) die Kettfäden (11 bis 14 ; 31 bis 34 ; 51 bis 54 ; 61 bis 64 ; 71 bis 74 ; 81 bis 84) innerhalb einer Fadengruppe jeweils gegeneinander versetzt angeordnet sind und alle Gewebelagen (10,20, 30 ; 50,60 ; 70,80) über Bindefäden (40,41, 42,43 ; 44,45 ; 46,47) mit einander verwebt sind, wobei die Bindefäden (40,41, 42,43 ; 44,45 ; 46,47) insbesondere über jeweils einen Schußfaden (4 ; 6 ; 8) laufen. |
| 10. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (1, 2,3) aus Kunststoffäden gewebt ist, die aus einer Mischung aus etwa 65% Polyester und etwa 35% Viskose bestehen. |
| 11. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gurt (1, 2,3) Fadenmaterial mit einer hohen Temperaturbeständig keit, insbesondere ParaAramide oder Kevlar, einge webt sind. |
Aus der WO 96/07788 ist ein gewebter Gurt für eine Well- pappenbeklebemaschine bekannt geworden, der über eine lange Betriebsdauer bei hohem Qualitätsstandard eine gute Ent- wässerung des aufgelegten Gutes gewährleistet. Aufgrund steigender Anforderungen ist sicherzustellen, daß der Gurt eine ausreichend hohe mechanische Festigkeit aufweist. Dies führt zu mehrlagigen Gewebestrukturen, welche die Durch- lässigkeit des Gurtes nachteilig herabsetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gurt für eine Wellpappenbeklebemaschine derart zu gestalten, daß trotz Mehrlagigkeit und hoher mechanischer Festigkeit eine hohe Durchlässigkeit des Gurtes für eine rasche Entfeuch- tung eines aufliegenden Gutes gegeben ist.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. über die Drainagekanäle wird Dampf von der Papierseite auf die gegenüberliegende Seite des Gurtes abgeführt.
Die Drainagekanäle können als Öffnungen in der Webstruktur ausgebildet sein. Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, daß die Drainagekanäle durch unterschiedliche Fadendicken und/oder Fadenstrukturen gebildet sind. Die Drainagekanäle können durch Fadenlücken gebildet sein, die durch Auslassen oder Hinzufügen von Fäden gebildet sind.
Insbesondere können die Drainagekanäle durch einzelne Fäden einer Gewebelage gebildet sein, die aus einem nach kurzer Zeit hohlraumbildenden Material bestehen.
Das hohlraumbildende Fadenmaterial ist derart beschaffen, daß es für den technischen Webvorgang wie ein gewöhnlicher Einzelfaden verarbeitet werden kann und in der Gewebe- struktur räumlich als Platzhalter dient. Nach einer ge- wissen Betriebszeit des Gurtes, z. B. nach einer üblichen Einlaufzeit hat das Fadenmaterial einen Hohlraum aus- gebildet, der in der Gewebestruktur als Drainagekanal wirkt.
Als hohlraumbildendes Fadenmaterial hat sich ein Faden- material mit einem hohen Anteil an Stärke erwiesen, vor- zugsweise bestehen die hohlraumbildenden Fäden vollständig aus Stärke. Fadenmaterial aus Stärke kann im trockenen Zu- stand wie ein gewöhnlicher Faden verarbeitet werden ; sobald ein derartiger hohlraumbildender Faden aus Stärke mit Wasser in Kontakt tritt, wird sich die Stärke auflösen und mit dem Wasser ausgewaschen. Das Material des hohlraum- bildenden Fadens löst sich somit aus der Gewebestruktur heraus, so daß sich eine Lücke ausbildet, die sich über die Länge und/oder Breite und/oder Höhe des Gurtes als Drainagekanal erstreckt.
Zweckmäßig kann das hohlraumbildende Fadenmaterial auch ein Fadenmaterial aus Hohlraumfasern sein, die eine nur geringe Verschleißfestigkeit haben. Nach einer Einlaufzeit des Gur- tes verschleißen die Hohlraumfasern und brechen auf, so daß der dann nach außen offene Hohlraum einen Drainagekanal ausbildet. Derartige Hohlraumfasern nutzen auch den Kapillareffekt zur Abführung von Flüssigkeiten von der Papieroberseite.
Bevorzugt münden die Drainagekanäle auf der Unterseite des Gurtes aus ; in besonderer Ausgestaltung sind die Drainage- kanäle als den Gurt durchragende Hohlräume gestaltet. Durch Gestaltung der Gewebestruktur beim Weben kann konstruktiv eine genaue Lage der Drainagekanäle und eine gewünschte An- zahl von Drainagekanälen pro Flächeneinheit vorgesehen wer- den.
Vorteilhaft ist der Gurt aus Kunststoffäden gewebt, die aus einer Mischung aus etwa 65% Polyester und etwa 35% Viskose bestehen.
Zweckmäßig ist in den Gurt Fadenmaterial mit einer hohen Temperaturbeständigkeit, insbesondere Para-Aramide oder Kevlar, eingewebt, das gleichzeitig als Verschleißschutz dient. Insbesondere ist temperaturbeständiges Fadenmaterial an den Längskanten, also an den in Richtung der Kettfäden verlaufenden Kanten, in einem schmalen Bereich eingewebt.
Es kann jedoch vorteilhaft sein, temperaturbeständiges Fadenmaterial in einem breiten Randbereich bis hin zu voll- flächig insbesondere als Kettfäden in der oberen und/oder unteren Gewebelage einzuweben.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weite- ren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der ein nachfolgend im einzelnen beschriebenes Ausführungs- beispiel der Erfindung dargestellt ist.
Es zeigen : Fig. 1 einen gewebten Gurt im Längsschnitt, Fig. 2 eine Teildraufsicht auf die obere, die Papierseite bildende Gewebelage, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Außenseite der unteren Gewebelage des Gurtes, Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf die Papierseite eines Gurtes gemäß Fig. 1.
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines weiteren ge- webten Gurts im Längsschnitt, Fig. 6 eine schematische Darstellung der Draufsicht auf die obere, die Papierseite bildende Gewebelage des Gurts aus Fig. 5, Fig. 7 eine schematische Darstellung der Draufsicht auf die untere Gewebelage des Gurts aus Fig. 5, Fig. 8 eine schematische Darstellung eines weiteren ge- webten Gurts im Längsschnitt, Fig. 9 eine schematische Darstellung der Draufsicht auf die obere, die Papierseite bildende Gewebelage des Gurts aus Fig. 8, Fig. 10 eine schematische Darstellung der Draufsicht auf die untere Gewebelage des Gurts aus Fig. 8.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel für einen Gurt 1 dar- gestellt. Der bevorzugt aus Kunststoffäden hergestellte Gurt 1 besteht aus einer oberen Gewebelage 10, einer die Zugkräfte aufnehmenden mittleren Gewebelage 20 und einer unteren Gewebelage 30. Die der mittleren, die Zugkräfte aufnehmenden Gewebelage 20 abgewandte Seite der oberen Gewebelage 10 bildet die Papierseite des Gewebegurtes 1.
In den Gewebelagen 10,20, 30 verlaufen die Schußfäden 4 quer zur Längsrichtung 5 (Fig. 2) des Gurtes 1.
In der oberen Gewebelage 10 sind vier gegeneinander ver- setzt verlaufende Kettfäden 11,12, 13 und 14 (Fig. 1, 2) vorgesehen, die sowohl nach innen zur mittleren Gewebelage 20 hin als auch nach außen zur Papierseite hin über jeweils mindestens zwei Schußfäden 4 laufen.
Die mittlere, die Zugkräfte aufnehmende Gewebelage 20 weist zwei zueinander versetzt verlaufende Kettfäden 21,22 auf, die über jeweils zwei Schußfäden 4 verlaufen.
Die untere Gewebelage 30 besteht aus vier jeweils versetzt zueinander verlaufenden Kettfäden 31,32, 33,34, die nach innen-zur mittleren Gewebelage 20-über nur einen Schuß- faden 4 und nach außen über zumindest drei Schußfäden 4 laufen.
Die drei Gewebelagen 10,20, 30 sind über Bindefäden 40, 41,42, 43 miteinander verwebt. Die Bindfäden sind in je- weils zwei Fadengruppen unterteilt, wobei die eine Faden- gruppe bildenden Bindefäden 42,43 zueinander versetzt laufen und die obere Gewebelage 10 an die mittlere Gewebe- lage 20 binden. Die Bindefäden 42 und 43 sind jeweils ab- wechselnd über einen Schußfaden 4 in der oberen Gewebelage 10 und einen Schußfaden 4 in der mittleren Gewebelage 20 geführt. In entsprechender Weise bindet die aus den Binde- fäden 40 und 41 bestehende Fadengruppe die untere Gewebe- lage 30 an die mittlere Gewebelage 20.
Wie sich aus Fig. 4 in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 er- gibt, ist im Ausführungsbeispiel in der oberen Gewebelage 10 des Gurtes 1 zumindest ein in Längsrichtung 5 des Gurtes 1 verlaufender Kettfaden 14'angeordnet, der aus einem hohlraumbildenden Fadenmaterial besteht, also aus einem an- deren Fadenmaterial als die über den übrigen Bereich des Gurtes vorgesehenen Kettfäden 11,12, 13 und 14 der oberen Gewebelage 10. Die einzelnen Kettfäden 11', 12', 13', 14' der papierbildenden Gewebelage 10 bestehen aus hohlraum- bildenden Fadenmaterial, welches mit Drainagekanälen 50 in Verbindung steht. Jeder Drainagekanal 50 ist bevorzugt als ein mechanisch im Gewebe eingewebter Hohlraum vorgesehen, der sich von der Papierseite weg in Richtung auf die Unter- seite des Gurtes erstreckt. Bevorzugt mündet der Hohlraum 50 auf der der Papierseite abgewandten Unterseite des Gurtes aus und ist insbesondere als ein den Gurt durch- ragender Hohlraum ausgebildet. Somit sind-wie Fig. 4 zeigt-die Hohlräume 50 nach Art eines Abflusses ausge- staltet, durch welchen Dampf von der Papierseite der oberen Gewebelage 10 durch den Gurt 1 hindurch abgeführt ist.
Die Schußfäden 4'bzw. die Kettfäden 11', 12', 13', 14' kreuzen vorteilhaft die mechanisch eingewebten Drainage- kanäle 50. Insbesondere sind die Drainagekanäle 50 an den Kreuzungspunkten zwischen Schußfäden 4'und Kettfäden 11', 12', 13'und 14'angeordnet.
Als hohlraumbildendes Fadenmaterial ist z. B. ein Faden- material mit einem hohen Stärkeanteil anwendbar ; bevorzugt besteht das Fadenmaterial vollständig aus Stärke. Dies hat zur Folge, daß im Trockenzustand die hohlraumbildenden Fäden aus Stärke bzw. mit einem hohen Anteil an Stärke wie normale Fäden verarbeitet werden können. In der Gewebe- struktur bilden sie Platzhalter, die sich bei Kontakt mit Flüssigkeit, insbesondere Wasser auflösen. Die nach Auflö- sung und Auswaschen der Stärke aus dem Gewebe sich ergeben- den Fehlstellen bilden Drainagekanäle, Drainagerinnen oder dgl., welche jeweils in den mechanisch eingewebten Drainagekanal 50 münden. Auf diese Weise ist im Bereich zwischen den Drainagekanälen 50 eine Art Drainagegitter ge- legt, welches die anfallende Flüssigkeit unmittelbar dem mechanisch eingewebten Drainagekanal 50 zuführt und so für eine rasche Entwässerung des auf dem Gewebegurt auf- liegenden Gutes sorgt. Dabei bilden die Kettfäden aus dem hohlraumbildenden Fadenmaterial nach einer gewissen Betriebszeit in Längsrichtung verlaufende Längskanäle und Schußfäden 4'aus einem derartigen hohlraumbildenden Faden- material Querkanäle. Da sich die Längskanäle und die Quer- kanäle aufgrund der Gewebestruktur (Kettfäden/Schußfäden) kreuzen, sind die Querkanäle und die Längskanäle mit- einander strömungsleitend verbunden. Eine rasche Abfuhr der Flüssigkeit ist so gegeben.
Als hohlraumbildendes Fadenmaterial können auch Hohlraum- fasern verwendet werden. Ober eine längere Betriebszeit öffnen sich aufgrund des auftretenden Verschleißes die Hohlraumfasern, so daß deren innere Hohlräume selbst Drainagekanäle bilden, die in Längsrichtung der Kett-bzw.
Schußfäden verlaufen.
Um die Drainagestruktur auch in der Tiefe fortzusetzen, sind auch Kett-bzw. Schußfäden der weiteren Gewebelagen 20 und 30 aus hohlraumbildenden Fadenmaterial vorgesehen. Auch können einzelne Bindefäden aus hohlraumbildenden Faden- material vorgesehen werden, wodurch sich in der Gewebe- struktur von der einen Gewebelage 10 zur anderen Gewebelage 20 verlaufende Drainagekanäle geschaffen werden können.
Es kann zweckmäßig sein, zur Vermeidung einer Störung der Webstruktur das hohlraumbildende Fadenmaterial als Beifaden 4''zu einem Kettfaden, Schußfaden oder Bindefaden vorzu- sehen. Die die Gewebestruktur bestimmenden Kettfäden, Schußfäden und Bindefäden bleiben in ihrer Anzahl unver- ändert ; ergänzend wird einem Kettfaden und/oder einem Schußfaden und/oder einem Bindefaden ein Faden aus hohl- raumbildendem Fadenmaterial als Beifaden 4"hinzugefügt, der als Platzhalter später die gewünschten Drainagekanäle bildet.
Hohlraumbildende Fäden können zweckmäßig in der die Papier- seite bildenden Gewebelage 10 vorgesehen sein, wobei zur Unterstützung der Entwässerung und Bildung von Drainage- kanälen 50 auch die weiteren Gewebelagen 20,30 hohlraum- bildende Fäden enthalten können.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines weiteren gewebten Gurtes 2 im Längsschnitt. Der Gurt 2 besteht aus einer oberen Gewebelage 50 und einer unteren Gewebelage 60.
In der oberen Gewebelage 50, die die Papierseite bildet, verlaufen die vier gegeneinander versetzt angeordneten Kettfäden 51,52, 53 und 54 und in der unteren Gewebelage 60 die vier gegeneinander versetzt angeordneten Kettfäden 61,62, 63,64. Die Schußfäden 6 verlaufen quer zur Längs- richtung 7, wobei die Kettfäden über jeweils zwei Schuß- fäden 6 verlaufen. Die obere Gewebelage 50 und die untere Gewebelage 60 sind durch Bindefäden 44,45 miteinander ver- webt, wobei die Bindefäden gegeneinander versetzt über je- weils einen Schußfaden 6 verlaufen.
Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung der Draufsicht auf die obere Gewebelage und Fig. 7 eine schematische Dar- stellung der Draufsicht auf die untere Gewebelage des gleichen Gurtausschnitts wie in Fig. 6 dargestellt. Die vier Kettfäden 51,52, 53 und 54 sind nebeneinander ange- ordnet, daran anschließend sind die beiden Bindefäden 44 und 45 angeordnet. Die Fäden der unteren Gewebelage 60 sind, wie in Fig. 7 dargestellt, entsprechend verwebt. Der Kettfaden 52 der oberen Gewebelage 50 und die Kettfäden 62 und 64 der unteren Gewebelage 60 weisen einen größeren Durchmesser als die übrigen Kettfäden auf. Dadurch sind Drainagekanäle gebildet, wobei die obere Gewebelage 50 mehr Drainagekanäle aufweist als die untere Gewebelage 60. Die Drainagekanäle können auch durch die Fadenstruktur der Kettfäden 51 bis 54 und 61 bis 64 gebildet sein. Hierzu können die Fäden beispielsweise Rillen in ihrer Längs- richtung aufweisen.
In den Fig. 8,9 und 10 ist ein Gurt 3 dargestellt, der eine obere Gewebelage 70 und eine untere Gewebelage 80 auf- weist. Die Kettfäden 71 bis 74 der oberen Gewebelage 70 und die Kettfäden 81 bis 84 der unteren Gewebelage 80 verlaufen entsprechend den Kettfäden 51 bis 54 und 61 bis 64 in Fig.
5. Die obere Gewebelage 70 und die untere Gewebelage 80 sind über Bindefäden 46 und 47 miteinander verwebt, wobei die Bindefäden 46,47 über jeweils einen Schußfaden 8 der Gewebelagen 70 und 80 verlaufen. Fig. 9 zeigt die schema- tische Draufsicht auf den Gurt 3. Die Kettfäden 71 bis 74 sind nebeneinander verwebt, daran anschließend folgen die Bindefäden 46 und 47. Die Drainagekanäle sind durch Weg- lassen jeder zweiten Kettfadenfolge der Gewebelage 70 ge- bildet, so daß auf die Bindefäden 46 und 47 erneut Binde- fäden 46 und 47 folgen und sich daran eine weitere Folge von Kettfäden 71 bis 74 anschließt. Die in Fig. 10 als An- sicht auf die Unterseite des Gurts 3 dargestellte untere Gewebelage 80 verläuft entsprechend der in Fig. 7 dar- gestellten unteren Gewebelage 60 des Gurts 2, wobei die Kettfäden 81 bis 84 der unteren Gewebelage 80 alle den gleichen Durchmesser aufweisen können.
Zur Erhöhung der Temperaturbeständigkeit und Verschleiß- festigkeit eines Gurts 1, 2,3 kann im Randbereich des Gurtes in Gurtlängsrichtung 5,7 Fadenmaterial mit einer hohen Temperaturbeständigkeit, insbesondere Para-Aramide oder Kevlar, eingewebt sein. Das temperaturbeständige Fadenmaterial kann sich auch über die gesamte Breite einer oberen Gewebelage 10,50, 70 oder einer unteren Gewebelage 30,60, 80 oder sowohl einer unteren als auch einer oberen Gewebelage erstrecken. Die Drainagekanäle 50 können auch als öffnungen in der Webstruktur ausgebildet sein. Hierzu können beispielsweise benachbarte Kettfäden einer Gewebe- lage überkreuzt sein.
Das Fadenmaterial kann aus 65% Polyester und 35% Viskose bestehen. Es kann jedoch auch eine andere Zusammensetzung vorteilhaft sein.
Als Fadenmaterial kann auch ein Monofil zum Einsatz kommen.
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