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Title:
FABRIC TOP FOR A CONVERTIBLE VEHICLE AND CONVERTIBLE VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162103
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fabric top for a convertible vehicle, comprising in this sequence: an outer cover layer (2), an insulating layer (4), an absorber layer (5) and an inner cover layer (7), wherein the absorber layer (5) at 500 hz has an absorption coefficient of 10 to 65%, at 1000 hz has an absorption coefficient of 15 to 110%, at 2000 hz has an absorption coefficient of 33 to 115%, at 4000 hz has an absorption coefficient of 60 to 110% at 8000 hz has an absorption coefficient of 85 to 120%.

Inventors:
MEHLING, Ralf (Sentilostr. 44, Muenchen, 81477, DE)
SEIFERLING, Erik (Eichendorffstrasse 4, Muenchen, 81369, DE)
SEIBOTH, Daniel (Todtenriederstr. 5, Odelzhausen, 85235, DE)
Application Number:
EP2019/053073
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 08, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B60J7/12; B32B5/18
Domestic Patent References:
WO2008031425A12008-03-20
Foreign References:
DE102010047857A12012-04-12
DE102008064258A12010-06-24
DE102012011143A12013-12-05
DE102013000929A12014-03-13
DE202012104315U12012-11-20
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Claims:
Patentansprüche:

1. Stoffverdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug umfassend in dieser Reihenfolge:

- eine äußere Verdecklage (2),

- eine Dämmschicht (4),

- eine Absorberschicht (5) und

- eine innere Verdecklage (7), wobei die Absorberschicht (5) bei 500 Hz einen Absorptionskoeffizient von 10 bis 65 %, bei 1000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 15 bis 110 %, bei 2000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 33 bis 1 15 %, bei 4000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 60 bis 1 10 % und bei 8000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 85 bis 120 % aufweist.

2. Stoffverdeck nach Anspruch 1 , wobei zwischen der äußeren Verdecklage (2) und der Dämmschicht (4) eine Trägerschicht (3) angeordnet ist, wobei die Trägerschicht (3) insbesondere ein Vlies oder eine Kunststofffolie umfasst.

3. Stoffverdeck nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwischen der Absorberschicht (5) und der inneren Verdecklage (7) ein Spriegel (6) angeordnet ist.

4. Stoffverdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die äußere Verdecklage (2) ein Flächengewicht in einem Bereich von 800 bis 1500 g/m2, insbesondere von 1100 bis 1300 g/m2 und/oder eine Schichtdicke von 0,8 bis 2 mm, insbesondere von 1 ,5 bis 1 ,7 mm, aufweist.

5. Stoffverdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die äußere Verdecklage (2) eine Kunststoffschicht umfasst, insbesondere eine

Acrylschicht, eine Butylkautschukschicht, eine Polyethylenterephthalatschicht, eine Chloroprenschicht, eine TPU-Schicht, eine Baumwollschicht und beliebige Kombinationen daraus.

6. Stoffverdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Dämmschicht (4) eine Schichtdicke von 4 bis 20 mm, insbesondere von 7,5 bis 8,5 mm, aufweist und/oder wobei die Dämmschicht (4) eine

Schaumschicht, insbesondere eine Polyurethanschaumschicht, umfasst und/oder wobei die Dämmschicht (4) Kunststofffasern umfasst, die ausgewählt sind aus Polyester, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polamid und Mischungen daraus und/oder wobei die Dämmschicht (4) ein

Schaumflächengewicht von 520 bis 2600 g/m2 und/oder von 133 bis 666 g/m2, insbesondere von 975 bis 1190 g/m2 und/oder von 250 bis 283 g/m2, aufweist.

7. Stoffverdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Absorberschicht (5) eine Schichtdicke von 8 bis 15 mm, insbesondere von 10 bis 13 mm und insbesondere von 11 ,5 bis 12,5 mm, aufweist und/oder wobei die Absorberschicht (5) ein Flächengewicht in einem Bereich von 300 bis 600 g/m2, insbesondere von 400 bis 500 g/m2, aufweist und/oder wobei die Absorberschicht (5) eine Schaumschicht, eine Lochabsorberschicht, eine Schlitzabsorberschicht oder eine kunststofffaserhaltige Schicht oder Kombinationen davon umfasst, wobei die Kunststofffasern insbesondere ausgewählt sind aus Polyester, Polyurethan, Polypropylen, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polyamid und Mischungen daraus.

8. Stoffverdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die innere Verdecklage (7) offenzeilig ist und insbesondere einen offenzeiligen geschäumten Kunststoff, insbesondere einen offenzeiligen

Polyurethanschaum oder Polymethacrylimidschaum, umfasst.

9. Cabriolet-Fahrzeug, insbesondere Cabriolet-Kraftfahrzeug, umfassend ein Stoffverdeck (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

10. Cabriolet-Fahrzeug nach Anspruch 9, wobei das Stoffverdeck (1 ) mindestens eine transparente Scheibe, insbesondere eine Heckscheibe des Cabriolet-Fahrzeugs, umfasst.

Description:
Stoffverdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug und Cabriolet-

Fahrzeug

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stoffverdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug sowie ein Cabriolet-Fahrzeug, das ein solches Stoffverdeck umfasst.

Stoffverdecke für Cabriolet-Fahrzeuge sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise beschreibt DE 2013000929 A1 ein Stoffverdeck für einen offenen Personenkraftwagen mit einem äußeren Verdeckstoff, mit einer inneren

Dachhimmellage zum Verkleiden des Verdeckstoffs zum Innenraum des

Personenkraftwagens hin und mit einem zwischen dem Verdeckstoff und der Dachhimmellage angeordneten Zwischenlage, wobei die Zwischenlage zur akustischen Dämmung des Stoffverdecks eine luftundurchlässige, akustisch aktive Beschichtung aufweist. Darüber hinaus beschreibt DE 202012104315 U1 einen Cabriolet-Verdeckbezug mit einer Bezugaußenhaut, einem Innenhimmel, einer Dämmschicht, die zwischen der Bezugaußenhaut und dem Innenhimmel angeordnet ist, und einer Geräuschdämmschicht, die zwischen der

Bezugaußenhaut und dem Innenhimmel angeordnet ist. Die

Geräuschdämmschicht ist aus einer Vlieslage gebildet, die zwischen der Bezugaußenhaut und der Dämmschicht angeordnet ist und die über lokale Befestigungsbereiche an der Bezugaußenhaut und/oder der Dämmschicht fixiert ist, so dass die Geräuschdämmschicht zwischen den Befestigungsbereichen anbindungsfrei ist. Nachteilig an bekannten Stoffverdecken ist, dass sie keine ausreichende akustische Dämmung bei gleichzeitig hoher Geräuschabsorption bieten.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Stoffverdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug bereitzustellen, das aufgrund einer erhöhten Geräuschabsorption und einer verbesserten akustischen Dämmung einen hohen Geräuschkomfort ermöglicht. Darüber hinaus ist es eine Aufgabe der Erfindung ein Cabriolet-Fahrzeug mit sehr hohem Geräuschkomfort bereitzustellen.

Die Aufgabe wird durch ein Stoffverdeck gelöst, das in dieser Reihenfolge: eine äußere Verdecklage, eine Dämmschicht, eine Absorberschicht und eine innere Verdecklage umfasst.

Die äußere Verdecklage stellt dabei die Lage dar, die beim Verbau des

Stoffverdecks in einem Cabriolet-Fahrzeug mit der Umgebung des Cabriolet- Fahrzeugs in Verbindung steht. Die äußere Verdecklage ist daher insbesondere eine zumindest wasserabweisende, besser noch eine wasserdichte Bespannung, die Wettereinflüsse abwehrt und aufgrund einer Verbesserung des

Schwingungsverhaltens geräuschdämmend wirkt.

Die Dämmschicht ist im Einzelnen nicht beschränkt und trägt zur Verbesserung des Dämmerverhaltens von Geräuschen bei.

Die Absorberschicht zeichnet sich durch sehr gute geräuschabsorbierende Eigenschaften zur Aufnahme von Geräuschen aus dem Innenraum des

Fahrzeugs aus. Hierzu weist die Absorberschicht bei 500 Hz einen

Absorptionskoeffizient von 10 bis 65 %, bei 1000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 15 bis 110 %, bei 2000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 33 bis 1 15 %, bei 4000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 60 bis 110 % und bei 8000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 85 bis 120 % auf. Somit können nahezu alle im Fahrzeuginnenraum vorherrschenden Geräusche effizient absorbiert werden.

Die innere Verdecklage, der so genannte Himmel, bildet, beim Verbau des Stoffverdecks in einem Cabriolet-Fahrzeug, die mit dem Fahrzeuginnenraum in Kontakt stehende Lage des Stoffverdecks und stellt auch eine Sichtfläche dar. Die innere Verdecklage ist schalldurchgängig und wirkt nicht als Sperrschicht, an der Schallwellen reflektiert würden.

Die einzelnen Lagen des erfindungsgemäßen Stoffverdecks müssen sich nicht jeweils vollständig überlappen. Es ist vielmehr möglich, dass einzelne Lagen in ihrer flächigen Ausdehnung kleiner oder größer ausgebildet sind oder vor anderen Lagen hervorstehen oder Zurückbleiben. Im Wesentlichen können jedoch alle Lagen des Stoffverdecks weitestgehend überlappen.

Das erfindungsgemäße Stoffverdeck zeichnet sich aufgrund seines strukturellen und funktionellen Aufbaus durch hohe geräuschdämmende und insbesondere auch sehr gut geräuschabsorbierende Eigenschaften aus. Das

erfindungsgemäße Stoffverdeck ist aufgrund des Schichtaufbaus mit einer geringen Anzahl an Schichten bei sehr hoher Funktionalität im Hinblick auf eine Optimierung der Aeroakustik relativ kostengünstig. Dies schließt jedoch nicht aus, dass weitere, insbesondere stoffartige Lagen, das Stoffverdeck

komplettieren können.

Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung zum Inhalt.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist zwischen der äußeren Verdecklage und der Dämmschicht eine Trägerschicht angeordnet. Die Trägerschicht kann insbesondere als Vlies, insbesondere als Nadelvlies, und/oder als Kunststofffolie ausgebildet sein und dient insbesondere zur Gewährleistung eines

Gleitverhaltens gegenüber den umliegenden Schichten, und insbesondere der äußeren Verdecklage.

Unter einem Vlies wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Flächengebilde aus lose zusammenliegenden Fasern verstanden, welche nicht miteinander verbunden sind. Die Festigkeit eines Vlieses beruht nur auf der fasereigenen Haftung.

Weiter vorteilhaft zur flächigen Aufspannung des Stoffverdecks ist zwischen der Absorberschicht und der inneren Verdecklage ein Spriegel angeordnet. Der Spriegel liegt insbesondere in Form von einem oder mehreren Bauteilen mit Hohlprofilquerschnitt vor, beispielsweise als Flachprofil, U-Profil, L-Profil, als Rohrprofil oder als offenes Profil. Mehrere dieser Bauteile können in geeigneter Weise miteinander verbunden sein. Es ergibt sich eine gestängeartige Konstruktion, die jedoch nicht vollflächig im oder am Stoffverdeck ausgebildet ist. Vielmehr ist der Spriegel abschnittsweise in dem Stoffverdeck angeordnet.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die äußere Verdecklage ein Flächengewicht in einem Bereich von 800 bis 1500 g/m 2 und insbesondere in einem Bereich von 1 100 bis 1300 g/m 2 , auf. Hierdurch kann die

Einfügedämmung der äußeren Verdecklage, insbesondere in hohen

Frequenzbereichen, erhöht werden. Alternativ oder additiv beträgt eine

Schichtdicke der äußeren Verdecklage 0,8 bis 2 mm und insbesondere 1 ,5 bis 1 ,7 mm. Für eine sehr gute Formbarkeit und hohe Geräuschdämmung hat sich eine Schichtdicke in einem Bereich von 1 ,5 bis 1 ,7 mm als besonders vorteilhaft herausgestellt, insbesondere wenn das Flächengewicht der äußeren

Verdecklage um etwa 1240 g/m 2 liegt.

Die Schichtdicke wird erfindungsgemäß, sofern nichts Anderweitiges angegeben ist, in Stapelrichtung der einzelnen Lagen des Stoffverdecks gemessen.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die äußere Verdecklage eine Kunststoffschicht umfasst. Die Kunststoffschicht ist im Einzelnen nicht beschränkt und kann insbesondere eine Acrylschicht, eine

Butylkautschukschicht, eine Polyethylenterephthalatschicht, eine

Chloroprenschicht, eine TPU-Schicht, eine Baumwollschicht oder beliebige Kombinationen daraus umfassen.

Zur Optimierung der Dämmung von Geräuschen, weist die Dämmschicht eine Schichtdicke von 4 bis 20 mm und insbesondere von 7,5 bis 8,5 mm auf.

Die Dämmschicht kann aus unterschiedlichen Materialien gebildet sein.

Vorzugsweise umfasst die Dämmschicht eine Schaumschicht, da die akustisch dämmenden Eigenschaften von Schäumen besonders effizient sind. Vorteilhaft ist die Schaumschicht als Polyurethanschaumschicht gebildet. Alternativ oder additiv kann die Dämmschicht Kunststofffasern umfassen, die ausgewählt sind aus Polyester, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polamid und Mischungen daraus.

Die vorstehend genannten Fasern verbessern hierbei die Stabilität der

Dämmschicht, was sich sekundär vorteilhaft auf das akustische Dämmverhalten auswirkt. Ferner alternativ oder additiv weist die Dämmschicht ein

Schaumflächengewicht von 520 bis 2600 g/m 2 und/oder von 133 bis 666 g/m 2 (insbesondere bei Verwendung eines Vliesmaterials), insbesondere von 975 bis 1190 g/m 2 (insbesondere bei Verwendung eines Schaumes) und/oder von 250 bis 283 g/m 2 (insbesondere bei Verwendung eines Vliesmaterials), auf.

Weiter vorteilhaft weist die Absorberschicht eine Schichtdicke von 8 bis 15 mm, insbesondere von 10 bis 13 mm und insbesondere von 1 1 ,5 bis 12,5 mm, auf, wodurch die geräuschabsorbierenden Eigenschaften der Absorberschicht verbessert werden können. Alternativ oder additiv ist es von Vorteil, wenn die Absorberschicht ein Flächengewicht in einem Bereich von 300 bis 600 g/m 2 und insbesondere von 400 bis 500 g/m 2 , aufweist. Liegt das Flächengewicht zwischen 300 und 600 g/m 2 , ist der Absorptionsgrad im hochfrequenten Bereich erhöht und Schall kann sehr gut absorbiert werden. Alternativ oder additiv ist es von Vorteil, wenn die Absorberschicht eine Schaumschicht eine

Lochabsorberschicht, eine Schlitzabsorberschicht oder eine

kunststofffaserhaltige Schicht oder Kombinationen davon umfasst, wobei die Kunststofffasern insbesondere ausgewählt sind aus Polyester, Polyurethan, Polypropylen, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polyamid und Mischungen daraus. Die Absorberschicht kann zudem auch als mehrschichtiger Absorber, als so genannter Mehrschichtabsorber, ausgeführt sein und verschiedenartige

Schichtkombinationen umfassen.

Schaumschichten sind hierunter besonders gut geeignet Schall zu dämmen und zu absorbieren.

Lochabsorber und Schlitzabsorber unterscheiden sich hauptsächlich in der Formgebung der Öffnungen zur Schallabsorption. Diese Absorberschichten sind vorteilhafterweise aus Kunststoff gebildet, der entsprechende Öffnungen aufweist. Gut geeignet ist Polypropylen als Kunststoff.

Ist die Absorberschicht als kunststofffaserhaltige Schicht ausgebildet, so umfasst diese Kunststofffasern, die vorzugweise ausgewählt sind aus Polyester, Polyurethan, Polypropylen, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polamid und Mischungen daraus, da sich diese Kunststofffasern durch eine sehr gute und dichte Vliesbildung mit hoher Dichte auszeichnen, so dass ein Flächengewicht im Bereich von 300 bis 600 g/m 2 sehr gut erreichbar ist.

Besonders vorteilhaft ist die innere Verdecklage offenzeilig ausgebildet, so dass Schall nicht reflektiert wird. Unter offenzeiligen Verdecklagen sind insbesondere offenzeilige geschäumte Kunststoffe bevorzugt und besonders bevorzugt umfasst die innere Verdecklage hierunter einen offenzeiligen Polyurethanschaum oder Polymethacrylimidschaum.

Die innere Verdecklage kann zudem auch eine Dekorlage umfassen, die dann als Sichtlage vorgesehen ist.

Ferner erfindungsgemäß wird auch ein Cabriolet-Fahrzeug beschrieben, das insbesondere als Cabriolet-Kraftfahrzeug ausgebildet ist, und das ein wie vorstehend offenbartes Stoffverdeck umfasst. Aufgrund der Verwendung des erfindungsgemäßen Stoffverdecks zeichnet sich das Cabriolet-Fahrzeug durch eine optimierte Aeroakustik aufgrund sehr guter Schallabsorption in seinem Innenraum aus, so dass im Innenraum des Cabriolet-Fahrzeugs ein optimiertes Aeroakustikniveau erzielt wird. Der Geräuschkomfort des erfindungsgemäßen Cabriolet-Fahrzeugs ist aufgrund der sehr guten Passivakustik damit optimal.

Vorzugsweise umfasst das Cabriolet-Fahrzeug ein Stoffverdeck mit mindestens einer transparenten Scheibe, die insbesondere eine Heckscheibe des Cabriolet- Fahrzeugs bildet, so dass das Cabriolet-Fahrzeug auch eine gute Rundumsicht ermöglicht.

Es finden die für das erfindungsgemäße Stoffverdeck beschriebenen Vorteile, vorteilhaften Effekte und Weiterbildungen auch Anwendung auf das

erfindungsgemäße Cabriolet-Fahrzeug.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Es zeigen:

Figur 1 ein Diagramm veranschaulichend Absorptionskoeffizienten in

Abhängigkeit von der Oktavmittenfrequenz und Figur 2 eine schematische Schnittansicht eines Schichtaufbaus eines Stoffverdecks gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

In den Figuren sind nur die erfindungswesentlichen Merkmale des

erfindungsgemäßen Stoffverdecks dargestellt. Alle übrigen Merkmale sind der Übersichtlichkeit halber weggelassen.

Im Detail zeigt Figur 1 ein Diagramm, in dem Absorptionskoeffizienten der Materialien A, B, C und D in Abhängigkeit von der Oktavmittenfrequenz aufgetragen sind. Unter einer Oktavmittenfrequenz wird hierbei eine Einteilung des Frequenzbands in Oktavbänder und Dritteloktavbänder bzw. Terzbänder verstanden, die durch Eck-Frequenzen (obere und untere) und Mittenfrequenzen gekennzeichnet sind. Die Daten wurden unter Verwendung von DIN EN ISO 354 (2003.12), DIN ISO 9613-2 (1999.10), DIN EN 61260 (2014.10) und DIN 50014 (1985.07) ermittelt.

Die Flächengewichte und Schichtdicken der Materialien A bis D waren dabei wie folgt:

Aufgrund des Absorptionsverhaltens im angegebenen Frequenzbereich konnten sich alle vier Materialien A, B, C und D für die Verwendung als Absorberschicht in dem erfindungsgemäßen Stoffverdeck qualifizieren. Sofern ein Material insbesondere für die Absorption im niederfrequenten Bereich gewünscht ist, eignen sich insbesondere Materialien C und D. Figur 2 zeigt ein Stoffverdeck 1 für ein Cabriolet-Fahrzeug und insbesondere dessen Lagenaufbau bzw. Lagenanordnung im Schnitt.

Das Stoffverdeck 1 weist eine äußere Verdecklage 2 auf, die ein Flächengewicht von 1 100 bis 1300 g/m 2 , insbesondere von 1450 g/m 2 , und eine Schichtdicke von 1 ,5 bis 1 ,7 mm aufweist. Die äußere Verdecklage 2 ist insbesondere ein Laminat, das eine Butylkautschukschicht umfasst, die beidseitig von zwei Acrylatschichten umgeben ist. Die äußere Verdecklage 2 bildet die äußerste Schicht des

Stoffverdecks 1 , die beim Verbau in einem Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug mit der Umgebung des Cabriolet-Fahrzeugs in Kontakt gelangt.

An die äußere Verdecklage 2 schließt sich eine Lage einer Trägerschicht 3 an. Die Trägerschicht 3 ist in Form eines Vlies ausgebildet und gewährleistet ein Gleitverhalten gegenüber den umliegenden Schichten, insbesondere gegenüber der äußeren Verdecklage 2.

Die Dämmschicht 4 hat eine Schichtdicke von 4 bis 20 mm und ist entweder als Schaumschicht (insbesondere Polyurethanschaum) ausgebildet oder umfasst Kunststofffasern aus Polyester Polyethersulfon, Polyacrylat, Polamid und

Mischungen davon.

Das Stoffverdeck 1 umfasst ferner eine Absorberschicht 5. Die Absorberschicht 5 weist bei 500 Hz einen Absorptionskoeffizient von 10 bis 65 %, bei 1000 Hz einen Absorptionskoeffizient von 15 bis 1 10 %, bei 2000 Hz einen

Absorptionskoeffizient von 33 bis 1 15 %, bei 4000 Hz einen

Absorptionskoeffizient von 60 bis 1 10 % und bei 8000 Hz einen

Absorptionskoeffizient von 85 bis 120 % auf und hat insbesondere eine

Schichtdicke von 1 1 ,5 bis 12,5 mm und ein Flächengewicht in einem Bereich von 400 bis 500 g/m 2 , so dass eine sehr gute Geräuschabsorption, insbesondere im hochfrequenten Bereich, erzielt wird. Die Absorberschicht 5 umfasst

insbesondere eine Schaumschicht, eine Lochabsorberschicht, eine

Schlitzabsorberschicht oder eine kunststofffaserhaltige Schicht und

Kombinationen davon, wobei die Kunststofffasern insbesondere ausgewählt sind aus Polyester, Polyurethan, Polypropylen, Polyethersulfon, Polyacrylat, Polyamid und Mischungen daraus.

Bezugszeichen 6 stellt einen Spriegel, dar, der insbesondere als

Gestängekonstruktion vorliegt. Dieser dient der Aufspannung und Stabilisierung des Stoffverdecks 1.

Unterhalb des Spriegels 6 ist ferner eine innere Verdecklage 7 angeordnet. Die innere Verdecklage 7 ist beim Verbau des Stoffverdecks 1 in einem Cabriolet- Fahrzeug dem Innenraum des Cabriolet-Fahrzeugs zugewandt und ist insbesondere im Innenraum sichtbar. Die innere Verdecklage 7 umfasst insbesondere einen offenzeiligen geschäumten Kunststoff, der Polyurethan oder Polymethacrylimid umfasst. Hierdurch können die hohen Anforderungen an die funktionellen Erfordernisse in Bezug auf eine Vermeidung von Schallreflexion erfüllt werden.

Durch die Lagenanordnung und Ausgestaltung der einzelnen, das Stoffverdeck 1 bildenden Lagen, wird ein Stoffverdeck erhalten, das sich durch sehr gute geräuschdämmende wie auch geräuschabsorbierende Eigenschaften

auszeichnet.

Bezugszeichenliste:

1 Stoffverdeck

2 äußere Verdecklage

3 Trägerschicht

4 Dämmschicht

5 Absorberschicht

6 Spriegel

7 innere Verdecklage