Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
FACILITY FOR PRODUCING A METAL COMPONENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158142
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a facility for producing a metal component having at least two regions of different strength properties, said facility consisting of a heating unit (2) comprising heat-producing radiation sources (4) as well as a positioning device for at least one base body (1) consisting of metal, and a protecting device comprising at least one covering part for the contactless protection of a pre-determined surface region of the base body (1), the protecting device being arranged in the heating unit such that it remains therein during a temperature control of the base body (1) before the forming of the base body in a forming tool, the protecting part comprising a plurality of separately manipulatable covering parts ( 3a, 3b, 3c, 3d, 3e ) which are respectively used to protect a pre-determined surface region ( 1a, 1b, 1c, 1d, 1e ) of the base body (1), and a manipulator (5) is provided for each covering part (3a to 3e), by means of which the covering part (3a to 3e) can be moved, independently from the other covering parts (3a to 3e) in the heating unit (2), into a covering position in which it covers the pre-determined surface region (la to le), or into an uncovering position in which it uncovers the pre-determined surface region (la to le) for the irradiation of the radiation sources (4).

Inventors:
FLESCH, Volker (Auf dem Arnsbeul 35, Attendorn, 57439, DE)
MÜLLER, Björn (Antoniusstraße 29, Attendorn, 57439, DE)
MÜLLER, Patrick (Nussbaumweg 17, Kirchhundem, 57399, DE)
WINDERLICH, Maik (Vorm Heiensiepen 10, Drolshagen, 57489, DE)
WISNIA, Thorsten (Am Hellepädchen 117, Attendorn, 57439, DE)
Application Number:
DE2018/100967
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
November 28, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
GEDIA GEBRÜDER DINGERKUS GMBH (Röntgenstraße 2-4, Attendorn, 57439, DE)
International Classes:
C21D1/09; F27B5/06; F27D11/12
Foreign References:
EP2639536A22013-09-18
DE102011056444B32013-01-03
EP2548975A12013-01-23
DE102014215365A12016-02-11
EP2322672A12011-05-18
DE102012016075B42014-02-27
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE KÖCHLING, DÖRING PARTG MBB (Fleyer Straße 135, Hagen, 58097, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung eines Metallbauteiles mit mindestens zwei Bereichen unterschiedlicher Festigkeitseigenschaften, bestehend aus einer Erwärmungseinheit (2) mit wärmeerzeugenden

Strahlungsquellen (4) sowie mit einer

Positioniereinrichtung für mindestens eine

Platine oder dergleichen Grundkörper (1) aus Metall, einer Abschirmeinrichtung mit mindestens einem Abdeckteil zur berührungslosen Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereichs der Platine oder des Grundkörpers (1), wobei die

Abschirmeinrichtung zum Verweilen in der

Erwärmungseinheit ausgelegt ist, während einer Temperierung der Platine oder des Grundkörpers (1) vor dessen Umformung in einem Umformwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmteil mehrere separat manipulierbare Abdeckteile

( 3a, 3b, 3c, 3d, 3e ) umfasst, die jeweils zur

Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereiches ( la, lb, lc, ld, le ) der Platine oder des

Grundkörpers (1) bestimmt sind, und dass für jedes Abdeckteil (3a bis 3e) ein Manipulator (5) angeordnet ist, mit dem das Abdeckteil (3a bis 3e) unabhängig von den weiteren Abdeckteilen (3a bis 3e) in der Erwärmungseinheit (2) in eine Abdecklage, in der es den vorbestimmten

Flächenbereich (la bis le) abdeckt, oder in eine Freigabelage, in der es den vorbestimmten

Flächenbereich (la bis le) für die Strahlen der Strahlungsquellen (4) freigibt, verstellbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Manipulatoren (5) mittels einer elektronischen Steuerung (6) betätigt sind, die an der Vorrichtung montiert ist oder mit dieser kombiniert ist, und so die unterschiedlichen Betriebslagen einstellt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Manipulatoren (5) mit einer Zeitsteuerung kombiniert sind, sodass sie zeitabhängig die Abdeckteile (3a bis 3e) in die unterschiedlichen Betriebslagen verstellen.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Abdeckteil ( 3a, 3b, 3c, 3d, 3e ) aus einem Paar voneinander gegenüberliegenden Abdeckschablonen besteht, die einen Teilbereich der Platine oder des

Grundkörpers (1) in der Abdecklage überdecken und zwar unterseitig, oberseitig und gegebenenfalls randseitig .

5. Vorrichtung nach einem Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Manipulatoren (5) jedes Paar von Abdeckschablonen des Abdeckteiles (3a bis 3e) gleichzeitig in die unterschiedlichen Betriebslagen verstellen.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die nebeneinander angeordneten Abdeckteile (3a bis 3e) der

Vorrichtung unter Bildung eines Bewegungsspaltes angeordnet sind.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die nebeneinander angeordneten Abdeckteile (3a bis 3e) jeweils unter Bildung eines Abstandsspaltes von 25 bis 100 mm angeordnet sind.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass Seitenrandkanten der Abdeckteile (3a bis 3e) oder wenigstens einiger Abdeckteile (3a bis 3e) eine größere

Materialstärke als im übrigen Bereich der

Abdeckteile (3a bis 3e) aufweisen und/oder einen größeren lotrechten Abstand von der Platine oder dem Grundkörper (1) in der Abdecklage aufweisen.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass an die Vorrichtung ein Umformwerkzeug angeschlossen ist oder dieser benachbart angeordnet ist, welches die Platine oder den Grundkörper (1) nach der Erwärmung aufnimmt und umformt sowie gegebenenfalls härtet.

10. Metallbauteil in Form einer Platine oder eines einstückigen Grundkörpers (1), dadurch

gekennzeichnet, dass das Metallbauteil über seine Längen- und/oder Breitenerstreckung mehr als zwei Flächenbereiche ( la, lb, lc, ld, le ) zueinander unterschiedlicher Festigkeiten aufweist.

Description:
Vorrichtung zur Herstellung eines Metallbauteiles

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur

Herstellung eines Metallbauteiles mit mindestens zwei Bereichen unterschiedlicher Festigkeitseigenschaften, bestehend aus einer Erwärmungseinheit mit

wärmeerzeugenden Strahlungsquellen sowie mit einer Positioniereinrichtung für mindestens eine Platine oder dergleichen Grundkörper aus Metall, einer

Abschirmeinrichtung mit mindestens einem Abdeckteil zur berührungslosen Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereichs der Platine oder des Grundkörpers, wobei die Abschirmeinrichtung zum Verweilen in der Erwärmungseinheit ausgelegt ist, während einer

Temperierung der Platine oder des Grundkörpers vor dessen Umformung in einem Umformwerkzeug.

Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 10 2012 016 075 B4 bekannt.

Unter dem Begriff Metallbauteil sind sowohl Platinen zu verstehen, als auch aus Platinen ausgeschnittene Flachprodukte, die Vorprodukte für ein später daraus zu fertigendes Bauteil bilden. Im Stand der Technik ist ein Verfahren beschrieben, welches auch bei der vorliegenden Erfindung angewandt wird. Demnach wird ein metallischer Grundkörper, beispielsweise eine Stahlblechplatine oder ein Ausschnitt aus einer solchen, die auch beschichtet sein kann, zunächst auf eine geeignete Temperatur erwärmt wird, bei

Stahlteilen beispielsweise auf

Austenitisierungstemperatur . Bei der Beschichtung kann es sich beispielsweise um eine

Aluminiumsiliziumbeschichtung handeln, die durch die entsprechende Erwärmung durchlegiert wird und somit eine optimale Verbindung mit dem Grundbauteil herstellt. Mit dieser Temperatur wird der Grundkörper oder die Platine in die Erwärmungseinheit eingebracht und in Teilbereichen gegen weitere Wärmeeinwirkungen durch eine das Werkstück begleitende

Abschirmeinrichtung abgeschirmt, während der

Grundkörper weiterhin in der entsprechenden

Erwärmungseinheit wärmebeaufschlagt wird. Auf diese Weise wird der nicht abgeschirmte Bereich des

Grundkörpers oder der Platine weiterhin auf

Austenitisierungstemperatur oder der entsprechenden Temperatur gehalten, während der abgeschirmte Bereich kontrolliert abkühlen kann, beispielsweise unter Austenitisierungstemperatur aber oberhalb

Martensitstarttemperatur, wobei in diesem

Bauteilbereich vorzugsweise eine mittlere

Abkühlgeschwindigkeit unterhalb der für

Martensitbildung kritischen Abkühlgeschwindigkeit vorherrscht, so dass das Gefüge, wenn es sich um Stahl handelt, dieses Bereichs nach der nachfolgenden Umformung überwiegend aus Ferrit und Perlit besteht und zwar unabhängig von der dann folgenden

Abkühlgeschwindigkeit bei der Umformung. Die

Abkühlung der abgeschirmten Bereiche erfolgt dabei langsamer als eine sich selbst überlassene Abkühlung an Luft. Nach der Entfernung der Abschirmung wird der so behandelte Grundkörper beziehungsweise die

Platine, der oder die dann einen durch die

Abschirmung erhaltenes gradiertes Temperaturprofil aufweist, einem Umformprozess durch ein Werkzeug unterzogen, insbesondere einer Warmumformung mit dabei erfolgender Presshärtung. Dabei wird zumindest in dem zuvor nicht abgeschirmten Bereich des

Grundköpers oder der Platine eine

Abkühlgeschwindigkeit oberhalb der für

Martensitbildung (bei Stahl) kritischen

Abkühlgeschwindigkeit eingehalten, das heißt, die Abkühlung des Grundkörpers erfolgt so schnell, dass in dem vormals nicht abgeschirmten Bereich ein Gefüge aus überwiegend Martensit entsteht. Während der

Umformung müssen dabei nicht unterschiedliche

Abkühlgeschwindigkeiten für die verschiedenen

Bereiche eingestellt werden. Insbesondere können die beiden Bereiche des Grundkörpers mit einer

Abkühlgeschwindigkeit größer der kritischen

Abkühlgeschwindigkeit für die Martensitbildung abgekühlt werden, da es wegen der bereits erfolgten partiellen Abkühlung des abgeschirmten Bereiches nur noch in dem zuvor nicht abgeschirmten Bereich zu einer Martensitumwandlung kommen kann.

Zur Durchführung dieses Verfahrens ist im Stand der Technik eine entsprechende Abschirmeinrichtung beschrieben, die zur Abdeckung eines entsprechenden Bereiches des Metallbauteiles ausgebildet ist und dient .

Eine solche Vorrichtung ist prinzipiell gut geeignet, entsprechende Produkte zur Verfügung zu stellen.

Allerdings sind mit der herkömmlichen Technik

lediglich Bauteile realisierbar, die Bereiche mit zwei unterschiedlichen Festigkeiten aufweisen. Sofern im Endzustand Bauteile benötigt werden, die mehr als zwei unterschiedliche Festigkeiten aufweisen sollen, so ist dies herkömmlich nur in der Weise möglich, dass mehrere Bauteile vorgefertigt werden, die dann zu einem Komplettbauteil zusammengefügt werden, beispielsweise durch Verschweißung.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, mit der es

ermöglicht ist, komplexe Bauteile mit

unterschiedlichen Festigkeiten zu schaffen, die einstückig ausgebildet werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass das Abschirmteil mehrere separat manipulierbare Abdeckteile umfasst, die jeweils zur Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereiches der Platine oder des Grundkörpers bestimmt sind, und dass für jedes Abdeckteil ein Manipulator angeordnet ist, mit dem das Abdeckteil unabhängig von den weiteren

Abdeckteilen in der Erwärmungseinheit in eine

Abdecklage, in der es den vorbestimmten

Flächenbereich abdeckt, oder in eine Freigabelage, in der es den vorbestimmten Flächenbereich für die Strahlen der Strahlungsquellen freigibt, verstellbar ist .

Gemäß der Erfindung sind mehrere separat

manipulierbare Abdeckteile vorgesehen, die jeweils zur Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereiches der Platine oder des Grundköpers bestimmt sind.

Beispielsweise können fünf solche separat

manipulierbare Abdeckteile vorgesehen sein. Jedem Abdeckteil ist ein Manipulator zugeordnet, mittels dessen das Abdeckteil unabhängig von den anderen Abdeckteilen in der Erwärmungseinheit in einer Abdecklage verstellbar ist, in der es den

vorbestimmten Flächenbereich abdeckt, oder aber in eine Freigabelage, in der es den vorbestimmten

Flächenbereich für die Strahlen der Strahlungsquellen freigibt. Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, ein Bauteil beziehungsweise einen Grundkörper zu schaffen, der mehrere, beispielsweise fünf

unterschiedliche Festigkeiten in einem einzigen

Bauteil verwirklicht. Hierbei ist das Bauteil nach wie vor einstückig. Durch die unterschiedlichen

Festigkeiten können zum Beispiel die im Automobilbau erforderlichen Crasheigenschaften verbessert werden und besondere Anforderungen diesbezüglich erfüllt werden, wobei dennoch nur ein einziges einteiliges Bauteil erforderlich ist. Dieses Bauteil wird, wie im Stand der Technik bekannt, nach der entsprechenden Erwärmung beziehungsweise Abkühlung einem

Warmumformprozess unterzogen, wobei gleichzeitig oder auch zeitversetzt eine entsprechend schnelle

Abkühlung erfolgen kann, um eine Presshärtung zu erreichen .

Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die

Manipulatoren mittels einer elektronischen Steuerung betätigt sind, die an der Vorrichtung montiert ist oder mit dieser kombiniert ist, und so die

unterschiedlichen Betriebslagen einstellt.

Die diversen Abdeckteile können beispielsweise mittels mechanischer Antriebe in die Abdecklage oder in die Freigabelage verstellt werden, wobei hierzu die Manipulatoren genutzt werden, die mittels einer elektronischen Steuerung betätigt sind. Hierdurch ist es möglich, eine entsprechende Programmierung in der Steuerung abzulegen, um die Manipulatoren in

geeigneter Art und Weise zu unterschiedlichen Zeiten in die jeweils gewünschte Betriebsstellung

einzustellen .

Bevorzugt ist auch vorgesehen, dass die Manipulatoren mit einer Zeitsteuerung kombiniert sind, sodass sie zeitabhängig die Abdeckteile in die unterschiedlichen Betriebslagen verstellen.

Demzufolge können die Manipulatoren mit einer

Zeitsteuerung kombiniert sein, die vom Betreiber einstellbar ist, sodass eine zeitabhängige

Einstellung der Abdeckteile ermöglicht ist, was wiederum in einfacher Weise zu einem Bauteil führt, welches eine Vielzahl von unterschiedlichen

Festigkeiten, entsprechend der Anordnung der Vielzahl von Abdeckteilen realisiert.

Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass jedes Abdeckteil aus einem Paar voneinander gegenüberliegenden

Abdeckschablonen besteht, die einen Teilbereich der Platine oder des Grundkörpers in der Abdecklage überdecken und zwar unterseitig, oberseitig und gegebenenfalls randseitig.

Durch eine solche Anordnung ist eine weitgehende symmetrische Anordnung der ein Abdeckteil bildenden Paare von Einzelabdeckschablonen ermöglicht, die dann in einfacher Weise in der Erwärmungseinheit

untergebracht werden können. Die Erwärmungseinheit kann ein Durchlaufofen oder auch ein stationärer Ofen sein . In der Abdecklage sind die Abdeckschablonen jedes Paares einander derart angenähert, dass sie quasi ein durchgehendes Abdeckteil bilden, während in der

Freigabelage eine Verstellung der Abdeckschablonen in entgegengesetzter Richtung erfolgt, sodass sie quasi beidseits neben dem entsprechenden Werkstück (Platine oder Grundkörper) angeordnet sind.

Hierzu ist besonders vorzugsweise vorgesehen, dass die Manipulatoren jedes Paar von Abdeckschablonen des Abdeckteiles gleichzeitig in die unterschiedlichen Betriebslagen verstellen.

Auch kann vorgesehen sein, dass die nebeneinander angeordneten Abdeckteile der Vorrichtung unter

Bildung eines Bewegungsspaltes angeordnet sind.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die nebeneinander angeordneten Abdeckteile jeweils unter Bildung eines Abstandsspaltes von 25 bis 100 mm angeordnet sind.

Durch eine solche Ausgestaltung können

Übergangsbereiche in entsprechender Größenordnung, also beispielsweise zwischen 25 und 100 mm realisiert werden, sodass die Bereiche unterschiedlicher

Festigkeiten nicht unmittelbar aneinandergrenzen, sondern über einen Übergangsbereich, was für später gewünschte Eigenschaften des fertigen Bauteiles häufig wünschenswert ist.

Auch kann vorgesehen sein, dass Seitenrandkanten der Abdeckteile oder wenigstens einiger Abdeckteile eine größere Materialstärke als im übrigen Bereich der Abdeckteile aufweisen und/oder einen größeren lotrechten Abstand von der Platine oder dem

Grundkörper in der Abdecklage aufweisen.

Durch eine solche Ausgestaltung kann der

Übergangsbereich beeinflusst werden, in dem die Dicke des jeweiligen Abdeckteiles nahe seines Seitenrandes, der dem nächsten Element benachbart ist, variiert wird, wodurch die Abschirmwirkung in Richtung der zu bildenden Übergangszonen variabel ist. Eine solche Variabilität kann auch dadurch erzeugt werden, dass das entsprechende Abdeckteil nahe seinem Randbereich einen größeren Abstand von der Platine oder dem

Grundkörper in der Abdecklage aufweist.

Beispielsweise kann dazu das Abdeckteil einen

verkröpften Randbereich haben. Beide Maßnahmen können auch gleichzeitig eingesetzt werden.

Insbesondere ist vorzugsweise vorgesehen, dass an die Vorrichtung ein Umformwerkzeug angeschlossen ist oder dieser benachbart angeordnet ist, welches die Platine oder den Grundkörper nach der Erwärmung aufnimmt und umformt sowie gegebenenfalls härtet.

Die Erfindung stellt weiterhin ein Metallbauteil in Form einer Platine oder eines einstückigen

Grundkörpers zur Verfügung, welches dadurch

gekennzeichnet ist, dass das Metallbauteil über seine Längen- und/oder Breitenerstreckung mehr als zwei Flächenbereiche zueinander unterschiedlicher

Festigkeiten aufweist.

Ein solches einstückiges Metallbauteil ist

insbesondere im Automobilbau vorteilhaft, weil es in geeigneter Weise an gewünschte Crasheigenschaften anpassbar ist und auch die Übergangsbereiche zwischen den Bereichen unterschiedlich realisiert werden können. Insbesondere weist ein solches Metallbauteil eine Mehrzahl von Bereichen unterschiedlicher

Festigkeiten auf, vorzugsweise in drei bis fünf solcher Bereiche.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher

beschrieben. Es zeigt:

Figur 1 schematisch ein flächiges Bauteil mit fünf Bereichen unterschiedlicher Festigkeit ;

Figur 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes

Metallbauteil in Form eines einstückigen Grundkörpers 1 gezeigt. Dieses Metallbauteil weist über seine Längenerstreckung (in Richtung von links nach rechts in der Zeichnung gesehen) mehr als zwei Bereiche la, lb, lc, ld, le zueinander unterschiedlicher

Festigkeiten auf. Die unterschiedlichen Festigkeiten sind in der Zeichnung durch unterschiedliche

Schraffur kenntlich gemacht. Obwohl das Metallbauteil in Form des Grundkörpers 1 als flächiges Element dargestellt ist, ist diese Besonderheit natürlich im Wesentlich auch dann erreicht und realisiert, wenn der Grundköper 1 warm umgeformt ist und eine

entsprechende Umformkontur einnimmt. In der Figur 2 ist eine entsprechende Vorrichtung verdeutlicht, mit der ein solches Metallbauteil vorgefertigt werden kann, bevor es dann in einem Umformwerkzeug umgeformt und gehärtet wird.

Die Vorrichtung dient zur Herstellung eines

entsprechenden Metallbauteiles in Form einer Platine oder eines Grundkörpers 1 aus Metall. Die Vorrichtung besteht aus einer Erwärmungseinheit 2 mit

wärmeerzeugenden Strahlungsquellen 4. Die

Erwärmungseinheit 2 kann als Durchlaufofen oder auch als geschlossener Ofen realisiert sein.

In der Erwärmungseinheit 2 sind

Positioniereinrichtungen für den Grundkörper 1 vorgesehen, auf welchen dieser abgelegt werden kann, aber dennoch allseitig für die Strahlungswärme zugänglich ist. Es kann sich dabei beispielsweise um stiftartige Ablagemittel oder dergleichen handeln.

Des Weiteren sind eine Reihe von

Abschirmeinrichtungen mit Abdeckteilen 3a, 3b, 3c, 3d, 3e vorgesehen, die zur berührungslosen Abschirmung jeweils eines vorbestimmten Flächenbereiches des Grundkörpers 1 vorgesehen sind. Diese

Abschirmeinrichtungen sind zum Verweilen in der

Erwärmungseinheit 2 ausgelegt, während der

Temperierung des Grundköpers 1 in der

Erwärmungseinheit vor der Umformung des Grundkörpers in einem anschließenden Umformvorgang und

Umformwerkzeug .

Erfindungsgemäß besteht das Abschirmteil aus mehreren separat manipulierbaren Abdeckteilen 3a, 3b, 3c, 3d, 3e, die jeweils zur Abschirmung eines vorbestimmten Flächenbereiches la, lb, lc, ld, le des Grundkörpers 1 bestimmt sind. Jedem Abdeckteil 3a bis 3e ist ein Manipulator 5 zugordnet, wobei die Manipulatoren 5 in der Zeichnung durch Pfeile dargestellt sind, die gleichzeitig die Bewegung des entsprechenden

Abdeckteiles 3a bis 3e verdeutlichen. Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, jedes der Abdeckteile 3a bis 3e unabhängig von den anderen Abdeckteilen in der Erwärmungseinheit 2 in eine Abdecklage, in der es den vorbestimmten Flächenbereich la bis le abdeckt, zu verstellen oder in eine Freigabelage, wie in der Zeichnung dargestellt, in der es den vorbestimmten Flächenbereich für die Strahlen der Strahlungsquellen 4 freigibt.

Die Manipulatoren 5 sind mittels einer elektronischen Steuerung 6 betätigbar, die drahtlos oder

drahtgebunden mit den Manipulatoren 5 verbunden sind. Die Steuerung 6 ist an Vorrichtungsbestandteilen montiert, beispielsweise an einem Schaltpult der Erwärmungseinheit 2.

Insbesondere können die Manipulatoren 5 über die Steuerung 6 mit einer Zeitsteuerung kombiniert sein, sodass sie zeitabhängig die Abdeckteile 3a bis 3e in die unterschiedlichen Betriebslagen verstellen können .

Jedes Abdeckteil 3a bis 3e besteht aus einem Paar voneinander gegenüberliegenden Abdeckschablonen, wie aus der Figur 2 gut ersichtlich ist, die jeweils einen Teilbereich des Grundköpers 1 in der Abdecklage überdecken können und zwar unterseitig, oberseitig und gegebenenfalls auch randseitig. In der Zeichnung sind die Abdeckschablonen jedes Abdeckteiles 3a bis 3e in der Freigabelage gezeigt. In der Abdecklage werden die Abdeckschablonen zueinander hin

entsprechend der angegebenen Richtung der Pfeile verstellt, sodass sie den entsprechenden Bereich des Grundköpers 1 komplett abdecken. Vorzugsweise

verstellen die Manipulatoren 5 jedes Paar von

Abdeckschablonen jedes Abdeckteiles 3a bis 3e jeweils gleichzeitig in die unterschiedlichen Betriebslagen.

Die nebeneinander angeordneten Abdeckteile 3a bis 3e der Vorrichtung sind vorzugsweise unter Bildung mindestens eines Bewegungsspaltes angeordnet, vorzugsweise sind sie unter Bildung eines

Abstandsspaltes von 25 mm bis 100 mm voneinander angeordnet. Auf diese Weise können entsprechende Übergangszonen zwischen den einzelnen

Flächenbereichen la bis le gebildet werden.

Komplettiert wird die Vorrichtung durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Umformwerkzeug. Der Grundköper wird nach der bestimmungsgemäßen Erwärmung dem Umformwerkzeug zugeführt, in diesem umgeformt und gegebenenfalls gleichzeitig pressgehärtet.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es in einfacher Weise möglich, Bauteile mit mehreren unterschiedlichen Festigkeiten in einem einstückigen Bauteil zu realisieren, wobei dies durch

entsprechende Steuerung der Abdeckteile erreicht wird, die zu unterschiedlichen Zeiten in der

Wärmebehandlungsanlage 2 bewegt werden (in Richtung der angegebenen Pfeile) , um die unterschiedlichen Betriebslagen einzustellen. Dadurch kann jeder angesteuerte Bereich des Grundköpers 1 eine andere Wärmebehandlungstemperatur und nachfolgend im weiteren Verlauf des Verfahrens eine andere

Umformstarttemperatur erhalten, welche zu

unterschiedlichen Festigkeiten in dem einstückigen fertigen Bauteil führt.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.

Alle neuen in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.