LUDWIG, Matthias (Tiefenauerstrasse 20, Sinzheim, 76547, DE)
SCHIEL, Andreas (Erlenweg 10, Gernsbach-Lautenbach, 76593, DE)
LUDWIG, Matthias (Tiefenauerstrasse 20, Sinzheim, 76547, DE)
| Ansprüche Gebläsemodul (1 ; 2), insbesondere für Klimageräte in Fahrzeugen, aufweisend einen Elektromotor (12) und einen Gebläserotor (20; 50), wobei der Elektromotor (12) und der Gebläserotor (20; 50) auf einer Rotorwelle (1 1 ) angeordnet sind und mittels einer Antriebsverbindung (22, 30; 24; 40) miteinander verbunden sind und wobei der Elektromotor (12) ausgelegt ist, den Gebläserotor (20; 50) über die Antriebsverbindung (22, 30; 24; 40) anzutreiben, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (22, 30; 24; 40) eine formschlüssige Verbindung (22, 30; 24; 40) mit einem Mitnehmer (30; 40) und einem Mitnehmergegenstück (22, 24) aufweist, wobei der Mitnehmer (30; 40) am Elektromotor (12) und das Mitnehmergegenstück (22, 24) am Gebläserotor (20; 50) radial beabstandet zur Rotorwelle (1 1 ) angeordnet sind, wobei der Mitnehmer (30; 40) des Elektromotors (12) ausgelegt ist, zur Kraftübertragung vom Elektromotor (12) zum Gebläserotor (20; 50) das Mitnehmergegenstück (22, 24) zu betätigen. Gebläsemodul (1 ; 2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (30; 40) wenigstens ein Mitnehmerelement (31 ; 36) umfasst, das stiftförmig ausgebildet und parallel zu der Rotationsachse (10) ausgerichtet ist. 3. Gebläsemodul (1 ; 2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (30) wenigstens zwei Mitnehmerelemente (31 ) aufweist, wobei die Mitnehmerelemente (31 ) in Rotationsrichtung U-förmig ausgebildet sind und eine Aufnahme (33) ausbilden. 4. Gebläsemodul (1 ; 2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmergegenstück (22; 24) als Versteifungsrippe (22) des Gebläserotors (20; 50) ausgebildet ist, wobei der Mitnehmer (30; 40) die Versteifungsrippe (22) des Gebläserotors (20; 50) betätigt, um den Gebläserotor (20; 50) anzutreiben. Gebläsemodul (1 ; 2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmergegenstück als Verdickung (24) an der Versteifungsrippe (22) ausgebildet ist. Gebläsemodul (1 ; 2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (24) zylindrisch ausgebildet ist, wobei eine Längsachse (25) der zylindrischen Verdickung (24) in der Ebene der Versteifungsrippe (22) angeordnet ist. Gebläsemodul (1 ; 2) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Verdickung (24) der Versteifungsrippe (22) zu einer Dicke des stiftförmig ausgebildeten Mitnehmers (40) derart gewählt ist, dass über die aneinanderliegenden Berührkontakte der Verdickung (22) und des Mitnehmers (40) eine Kraft parallel zur Richtung der Rotationsachse (10) übertragbar ist. Gebläsemodul (1 ; 2) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (33) eine Presspassung zu einer Dicke der Versteifungsrippe (22) in einem Befestigungsbereich der Versteifungsrippe (22) aufweist. Gebläsemodul (1 ; 2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (30; 40) einstückig und materialeinheitlich mit dem Rotorgehäuse (19; 61 ) des Elektromotors (12) ausgebildet ist. 10. Gebläsemodul (1 ; 2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromotorwelle (1 1 ) zur axialen Sicherung mit dem Gebläserotor (20; 50) mittels einer kraftschlüssigen Verbindung (1 1 , 23) ver- bunden ist, wobei der Mitnehmer (30; 40) und das korrespondierende Mitnehmergegenstück (22; 24) ausgelegt sind, überwiegend das Drehmoment des Elektromotors (12) an den Gebläserotor (20; 50) zu übertragen. |
Titel
Gebläsemodul
Die Erfindung betrifft ein Gebläsemodul, insbesondere für Klimageräte in Fahrzeugen, aufweisend einen Elektromotor und einen Gebläserotor, wobei der Elektromotor und der Gebläserotor auf einer Rotorwelle angeordnet sind und mittels einer Antriebsverbindung miteinander verbunden sind und wobei der Elektromotor ausgelegt ist, den Gebläserotor über die Antriebsverbindung anzutreiben.
Stand der Technik
Der Fahrgastraum in Fahrzeugen wird zur Klimatisierung, zur Erhöhung des Komforts und der Fahrsicherheit durch ein Lüftungssystem belüftet, an welchem ein Heizungs- und/oder ein Klimagerät angeschlossen ist. Um die Luft in dem Fahrgastraum zu fördern, ist an dem Lüftungssystem ein Gebläsemodul angeschlossen, welches Frischluft aus der Umgebung des Fahrzeugs ansaugt und in das Heizungs- und/oder Klimagerät leitet, um so die angesaugte Luft auf die gewünschte Temperatur zur bringen. Die durch den Fahrgastinnenraum strömende Luft wird meist durch Lüftungsschlitze, z. B. an der Hutablage, aus dem Fahrzeuginnenraum geführt.
Das an das Lüftungssystem angeschlossene Gebläsemodul ist üblicherweise als Radialverdichter aufgebaut, welcher durch einen Elektromotor angetrieben wird. Der Elektromotor ist dabei in seiner Bauart in das Gebläsemodul integriert und zumeist als bürstenloser Elektromotor in der Bauform eines Außenläufers ausgebildet. Um das Drehmoment des Elektromotors an einen Gebläserotor des Gebläsemoduls zu übertragen, weist das Gebläsemodul üblicherweise eine Welle- Nabe-Verbindung auf, die als formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindung ausgebildet ist. Die Welle-Nabe-Verbindung muss aufgrund des großen Temperaturbereichs, in dem das Gebläsemodul eingesetzt wird, eine hohe Qualität auf- weisen, um geräuscharm und zuverlässig das Drehmoment des Elektromotors an den Gebläserotor zu übertragen.
Offenbarung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Gebläsemodul zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird durch ein Gebläsemodul gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß wird ein Gebläsemodul, insbesondere für Klimageräte in Fahrzeugen, aufweisend einen Elektromotor und einen Gebläserotor vorgeschlagen. Dabei sind der Elektromotor und der Gebläserotor auf einer Rotorwelle angeordnet und mittels einer Antriebsverbindung miteinander verbunden. Der Elektromotor treibt den Gebläserotor über die Antriebsverbindung an, wobei die Antriebsverbindung eine formschlüssige Verbindung mit einem Mitnehmer und einem Mitnehmergegenstück aufweist. Der Mitnehmer am Elektromotor und das Mitnehmergegenstück am Gebläserotor sind radial beabstandet zur Rotorwelle angeordnet. Dabei ist der Mitnehmer ausgelegt, zur Kraftübertragung vom Elektromotor zum Gebläserotor das Mitnehmergegenstück des Gebläserotors zu betätigen.
Auf diese Weise wird eine formschlüssige Verbindung für die Antriebsverbindung bereitgestellt, über die das Drehmoment zuverlässig bei unterschiedlichsten Temperaturen übertragen werden kann, wobei zusätzlich eine verbesserte Laufruhe des Gebläselüfters zur Verfügung gestellt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Mitnehmer wenigstens zwei Mitnehmerelemente auf, die stiftförmig ausgebildet und parallel zur Rotationsachse ausgerichtet sind, wobei die Betätigungselemente in Rotationsrichtung U-förmig angeordnet sind und die Aufnahme ausbilden. Auf diese Weise wird eine besonders einfache formschlüssige Verbindung bereitgestellt, um ein Drehmoment des Elektromotors auf den Gebläserotor zu übertragen. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Mitnehmergegenstück als Versteifungsrippe des Gebläserotors ausgebildet, wobei der Mitnehmer die Versteifungsrippe des Gebläserotors betätigt, um den Gebläserotor anzutreiben. Durch diese Ausgestaltung kann der Gebläserotor besonders einfach ausgebildet werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Aufnahme eine Presspassung zu einer Dicke der Versteifungsrippe in einem Befestigungsbereich der Versteifungsrippe auf. Auf diese Weise können zuverlässig Geräusch- bildungen beim Übertragen des Drehmoments des Elektromotors an den Gehäuserotor vermieden werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Mitnehmer einstückig und materialeinheitlich mit einem Gehäuseteil des Gehäuses des Elektromotors ausgebildet. Auf diese Weise kann die formschlüssige Verbindung kostengünstig, beispielsweise in einem Spritzgussverfahren, hergestellt werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst das Gebläsemodul eine Rotorwelle, die auf der Rotationsachse des Gebläsemoduls angeordnet ist. Die Rotorwelle dient zur axialen Sicherung des Gebläserotors und ist mittels einer kraftschlüssigen Verbindung mit diesem verbunden. Dabei ist der Mitnehmer ausgelegt, überwiegend das Drehmoment des Elektromotors zu übertragen, während die kraftschlüssige Verbindung die axiale Sicherung des Gebläserotors übernimmt. Auf diese Weise kann die kraftschlüssige Verbindung kleiner und kostengünstiger durch eine kostengünstige Materialwahl ausgebildet werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Gebläsemodul entlang einer Rotationsachse;
Figur 2 einen Ausschnitt des in Figur 1 gezeigten Längsschnitts des ersten Gebläsemoduls; Figur 3 einen Längsschnitt durch ein zweites Gebläsemodul entlang der Rotationsachse;
Figur 4 einen Schnitt quer zur Rotationsachse durch das zweite Gebläsemodul; und
Figur 5 eine perspektivische Teilschnitt durch das zweite Gebläsemodul.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein erstes Gebläsemodul 1 und Figur 2 zeigt einen Ausschnitt des in Figur 1 gezeigten Längsschnitts. In Figur 1 und den folgenden Figuren ist ferner ein Koordinatensystem mit aufeinander senkrecht stehenden Richtungen x, y, z dargestellt, anhand derer die Funktionsweise des Gebläsemoduls 1 , 2 beschrieben wird. Das erste Gebläsemodul 1 umfasst einen Elektromotor 12, der einen ersten Rotor 17 und einen Stator 18 umfasst. Der Stator 18 umfasst einen rotationssymmetrisch zu einer Rotationsachse 10 (y-Richtung) des ersten Rotors 17 ausgebildeten Träger 9, wobei radial außen liegend um den Träger 9 mehrere Wicklungen 13 des Stators 18 angeordnet sind. Innenseitig nimmt der Träger 9 zwei La- ger 22 zur Lagerung des ersten Rotors 17 auf.
Der erste Rotor 17 des Elektromotors 12 ist als Außenläufer ausgebildet und umfasst ein Rotorgehäuse 19, das den Stator 18 radial teilweise umgreift, und innenseitig in Umlaufrichtung radial am Rotorgehäuse 19 angeordnete Magnete 14. Ferner umfasst das Gebläsemodul 1 eine Rotorwelle 1 1 auf der der Rotor 17 des Elektromotors 12 angeordnet ist. Die Rotorwelle 12 ist auf der Rotationsachse 10 des ersten Gebläsemoduls 1 angeordnet und ist von den Lagern 22 des Stators 18 drehbar um die Rotationsachse 10 gelagert. Auf einer Stirnseite (x-z- Ebene), die einem im folgenden näher erläuterten ersten Gebläserotor 20 zuge- wandt ist, weist das erste Rotorgehäuse 19 des ersten Rotors 17, einen ersten
Mitnehmer 30 auf, der in Richtung des ersten Gebläserotors 20 ausgebildet ist (y-Richtung) und radial von der Rotationsachse 10 beabstandet ist. Ferner weist das Rotorgehäuse 19 ein Kühlluftgebläse 38 auf, das den Elektromotor 12 im Betrieb mit Kühlluft versorgt. Unterhalb des Elektromotors 12 ist auf der Rotationsachse 10 ein erster Gebläserotor 20 angeordnet. Der erste Gebläserotor 20 ist als Radialverdichter mit mehreren radial außen liegenden Verdichterschaufeln 21 ausgebildet und fördert Luft von einer unterseitig angeordneten Eingangsseite des Gebläsemoduls 1 zu einer radial außen angeordneten Ausgangsseite des Gebläsemoduls 1 (nicht dargestellt).
Der erste Gebläserotor 20 umfasst einen radial innen liegend angeordneten wannenförmig ausgebildeten Bereich 27, mehrere Versteifungsrippen 22 und ei- nen Anlagebereich 23 einer Buchse 26 für eine kraftschlüssige Verbindung zur
Rotorwelle 1 1. Der wannenförmige Bereich 27 ist zum ersten Rotor 17 des Elektromotors 12 hin geöffnet ausgebildet. Die Versteifungsrippen 22 des ersten Gebläserotors 20 sind in regelmäßigen Winkelabständen von 60° in Umlaufrichtung um die Rotationsachse 10 im wannenförmigen Bereich 27 des ersten Gebläsero- tors 20 angeordnet und verbinden die Buchse 26 und den radial außen liegend angeordneten Bereich mit den Verdichterschaufeln 21. Die Versteifungsrippen 22 sind plattenförmig, einstückig und materialeinheitlich mit dem ersten Gebläserotor 20 ausgebildet. Die Anordnung der Versteifungsrippen 20 im wannenförmigen Bereich 27 gewährleistet eine schwingungsarme Abstützung von Kräften aus der kraftschlüssigen Verbindung zwischen Buchse 26 und Rotorwelle 1 1 und aus den Verdichterschaufeln 21 des ersten Gebläserotors.
Die Buchse 26 ist radial innenliegend am wannenförmigen Bereich 27 angeordnet, wobei der Anlagebereich 23 der Buchse 26 der Rotorwelle 1 1 zugewandt ist. Die Buchse 26 mit der Anlagefläche 23 und die Rotorwelle 1 1 sind derart aufeinander abgestimmt, dass eine kraftschlüssige Verbindung 1 1 , 23 an der Buchse 26 und der Rotorwelle 1 1 vorliegt. Die kraftschlüssige Verbindung 1 1 , 23 dient dazu, den ersten Gebläserotor 20 axial an dem Elektromotor 12 zu befestigen und den ersten Gebläserotor 20 über die Lager 22 des Elektromotors 12 zu la- gern. Ein Drehmoment des Elektromotors 12 soll bevorzugterweise über eine im
Folgenden näher erläuterte formschlüssige Verbindung 22, 30 übertragen werden.
Der erste Mitnehmer 30 umfasst einen Mitnehmergrund 32 und daran angeord- netete, stiftförmig ausgebildete Mitnehmerelemente 31 . Der Mitnehmergrund 32 ist am ersten Rotorgehäuse 19 des ersten Rotors 17 angeordnet und ist axial in Richtung des ersten Gebläserotors 20 ausgerichtet. Ferner ist der Mitnehmergrund 32 in Umlaufrichtung des ersten Rotorgehäuses 19 ausgebildet. Die Mitnehmerelemente 31 sind in Umlaufrichtung des Elektromotors 12 am Mitnehmergrund 32 des Rotorgehäuses 19 jeweils paarweise angeordnet. Die Mitnehmerelemente 31 des ersten Mitnehmers 30 sind dabei in y-Richtung ausgebildet und U-förmig vom Mitnehmergrund 32 wegstehend angeordnet, wobei jeweils zwei Mitnehmerelemente 31 zumindest teilweise eine Versteifungsrippe 22 als Mitnehmergegenstück in montiertem Zustand des ersten Gebläsemoduls 1 umfassen. Dabei bilden die beiden Mitnehmerelemente 31 des ersten Mitnehmers 30 eine erste Aufnahme 33 aus, in die die Versteifungsrippe 22 als korrespondierendes Mitnehmergegenstück in montiertem Zustand des ersten Gebläsemoduls 1 eingreift. Die erste Aufnahme 33 des ersten Mitnehmers 30 weist eine erste Längsachse 34 auf, die parallel zur Rotationsachse 10 des ersten Gebläsemoduls 1 ausgerichtet ist. Die erste Aufnahme 33 ist derart an eine Dicke der Versteifungsrippe 22 angepasst, dass sie zu der Dicke der Versteifungsrippe 22 eine Presspassung in dem Anlagebereich der ersten Aufnahme 33 ausbildet. Die Presspassung der Aufnahme 23 und an der Versteifungsrippe 22 hat dabei den Vorteil, dass die Geräuschentwicklung des Gebläsemoduls 1 reduziert ist.
Wird der Elektromotor 12 des ersten Gebläsemoduls 1 bestromt, so stellt der Elektromotor 12 an dem ersten Rotor 17 ein Drehmoment zum Antrieb des ersten Gebläserotors 20 bereit. Das Drehmoment des Elektromotors 12 wird vom ersten Rotor 17 des Elektromotors 12 zum ersten Gebläserotor 20 durch den Eingriff des Mitnehmers 30 in die Versteifungsrippen 22 des ersten Gebläserotors 20 übertragen. Dabei wird durch die Ausbildung des ersten Mitnehmers 30 und der Versteifungsrippe 22 eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Elektromotor 12 und dem ersten Gebläserotor 20 bereitgestellt, die einfach montierbar ist und zuverlässig ein hohes Drehmoment des Elektromotors 12 an den ersten Gebläserotor 20 übertragen kann. Durch den Eingriff des Mitnehmers 30 in die Versteifungsrippen 22 weist die formschlüssige Verbindung 22, 30 ein temperaturstabiles Verhalten auf, sodass auch bei kritischen hohen Temperaturen, wie sie im Bereich des Motorraums eines Kraftfahrzeugs oftmals vorkommen, das Drehmoment des Elektromotors 12 zuverlässig übertragen werden kann. Die kraftschlüssige Verbindung 1 1 , 23 ist in der Ausführungsform ausgelegt, wie oben erwähnt, den ersten Gebläserotor 20 an dem ersten Rotor 17 des Elektromotors 12 zu befestigen. Aufgrund der Drehmomentübertragung über die formschlüssige Verbindung 22, 30 mittels des Mitnehmers 30 und der Versteifungsrippen 22, ist die formschlüssige Verbindung 1 1 , 23 auf die gegenüber den Kräften aus dem Drehmomentsübertragung geringeren axialen Kräften zum Befestigen des ersten Gebläserotors 20 am Elektromotor 12 ausgelegt. Ferner kann die kraftschlüssige Verbindung 1 1 , 23 zwischen erstem Gebläserotor 20 und dem Elektromotor 12 durch die geringe Belastung temperaturstabil ausgebildet werden.
Durch eine einstückige und materialeinheitliche Ausbildung des ersten Mitnehmers 30 mit dem ersten Rotorgehäuse 19 des Elektromotors 12 kann der erste Mitnehmer 30 zusammen mit dem ersten Rotorgehäuse 19 einfach in einem Spritzgussverfahren hergestellt werden.
Figur 3 zeigt einen Schnitt längs der Rotationsachse 10 durch ein zweites Gebläsemodul 2. Figur 4 zeigt einen Schnitt quer zur Rotationsachse 10 des zweiten Gebläsemoduls 2 und Figur 5 zeigt einen perspektivischen Schnitt durch das zweite Gebläsemodul 2 entlang der Rotationsachse 10.
Das zweite Gebläsemodul 2 ist dabei im Wesentlichen gleich zu dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Gebläsemodul 1 ausgebildet und umfasst einen zweiten Gebläserotor 50 und den zweiten Rotor 60 des Elektromotors 12 mit einem zweiten Rotorgehäuse 61. Das zweite Rotorgehäuse 61 umfasst an der Stirnseite, die dem zweiten Gebläseroter 50 zugewandt ist, einen zweiten Mitnehmer 40, der in den wannenförmigen Bereich 37 des zweiten Gebläserotors 50 ragt. Auch in der in den Figuren 3 bis 5 gezeigten Ausführungsform ist der zweite Gebläserotor 50 mittels der kraftschlüssigen Verbindung 1 1 , 23 zwischen der Buchse 26 des zweiten Gebläserotors 50 und der Rotorwelle 1 1 an dem Elektromotor 12 befestigt.
Der zweite Mitnehmer 40 umfasst mehrere Stifte 36, die in der Ausführungsform beispielhaft hohlzylindrisch ausgebildet ist. Jeweils ein Stift 36 des zweiten Mitnehmers 40 weist eine zweite Längsachse 37 auf, die parallel zur Rotationsachse 10 angeordnet ist. Dabei sind die Stifte 36 rückseitig mit jeweils mit einer Ge- häuserippe 35 des zweiten 50 Rotors verbunden. Die Stifte 36 des zweiten Mitnehmers 40 sind, etwa im 120°-Winkelabstand zueinander um die Rotationsachse 10 des zweiten Gebläsemoduls 2 in einem gleichen radialen ersten Abstand zu der Rotationsachse 10 des zweiten Gebläsemoduls 2 um diese herum ange- ordnet.
Der zweite Gebläserotor 50 umfasst, wie auch der in den Figuren 1 und 2 gezeigte erste Gebläserotor 20, mehrere Versteifungsrippen 22, die einen äußeren radialen Gehäuseteil mit der Buchse 26 in dem wannenförmigen Bereich 27 verbinden. Die Versteifungsrippen 22 sind in etwa 60°-Winkelabstand zueinander um die Rotationsachse angeordnet. An den Versteifungsrippen 22 weist der zweite Gebläserotor 50 jeweils eine zylindrisch ausgebildete Verdickung 24 als korrespondierendes Mitnehmergegenstück zum zweiten Mitnehmer 40 auf. Die Verdickung 24 umfasst eine dritte Längsachse 25, die ebenso wie die erste Längsachse 37 des ersten Mitnehmers 30 parallel zur Rotationsachse 10 (y- Richtung) angeordnet ist. Ferner ist die dritte Längsachse 25 der Verdickung 24 jeweils in der Ebene der korrespondierenden Versteifungsrippe 22 angeordnet. Die dritten Längsachsen 37 der Verdickungen 24 sind kreisförmig mit einem zweiten Abstand zu der Rotationsachse 10 um diese herum angeordnet. In der Ausführungsform ist der erste Abstand der Längsachse der Stifte 36 kleiner gewählt als der der zweite Abstand der dritten Längsachsen 37 der Verdickungen 24. Dadurch kann die Position des zweiten Gebläserotors 50 in der Montage zuverlässig festgelegt werden. Zur Festlegung der Position ist aber alternativ auch denkbar, den ersten Abstand der Stifte 36 zur Rotationsachse 10 größer als den zweiten Abstand der Verdickungen 24 zur Rotationsachse 10 zu wählen.
In montiertem Zustand des zweiten Gebläsemoduls 2 ragt jeweils ein Stift 36 des zweiten Mitnehmers 40 zwischen zwei Versteifungsrippen 22 hinein, wobei jeder Stift 36 zu jeweils einer Verdickung 24 einer Versteifungsrippe 22 einen Berühr- kontakt aufweist. Dabei bilden jeweils zwei benachbarte Stifte 36 eine zweite
Aufnahme 28, in der die Versteifungsrippe 22 mit der Verdickung 24 in montiertem Zustand angeordnet ist. Dabei wird eine formschlüssige Verbindung 22, 24, 40 bereit gestellt, die ausgelegt ist, das Drehmoment des Elektromotors 12 an den zweiten Gebläserotor 50 zu übertragen. Liegt an dem zweiten Rotor 60 ein Drehmoment an, so drückt jeweils ein Stift 36 in Richtung des Drehmoments des
Elektromotors 12 in dem Berührkontakt gegen die an dem Stift 36 anliegende Verdickung 24 der Versteifungsrippe 22 und überträgt das Drehmoment des
Elektromotors 12 auf den zweiten Gebläserotor 50.
Die hohlzylindrische Ausbildung der Stifte 36 hat ferner den Vorteil, dass sich je- weils ein Stift 36 durch eine elastische Verformung an den Abstand zwischen zwei nebeneinander angeordneten Verdickung 24 anpasst. Dabei können der
Stift 36 bzw. die Verdickungen 24 des zweiten Gebläserotors 50 derart aufeinander abgestimmt sein, dass zwischen dem Stift 36 und den zwei zugeordneten
Verdickungen 24 eine Presspassung vorliegt bzw., dass der Stift 36 zwischen die zwei Verdickungen verspannt oder eingepresst ist. Dies ermöglicht es den zweiten Gebläserotor 50 an dem zweiten Rotor 60 des Elektromotors 12 axial zu befestigen und/oder eine zusätzliche Sicherungskraft zu der kraftschlüssigen Verbindung 26, 1 1 aufzubauen. Dieser Vorteil gewährleistet ferner einen geräuscharmen Lauf des Gebläsemoduls 50.
Eine erleichterte Montage des zweiten Gebläsemoduls 2 kann dadurch bereitgestellt werden, dass die Stifte 36 des zweiten Mitnehmers 40 in regelmäßigem Abstand, in der Ausführungsform im 60°-Winkel, um die Rotationsachse 10 des zweiten Gebläsemoduls 2 angeordnet sind. Dies gewährleistet, dass für den zweiten Gebläserotor 50 sechs mögliche Montagepositionen an dem zweiten Rotor 60 des Elektromotors 12 zur Verfügung gestellt werden können, sodass eine Montageposition schnell auffindbar ist.
Die anhand der Figuren erläuterten Ausführungsformen von Gebläsemodulen 1 , 2 und deren Komponenten stellen bevorzugte bzw. beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung dar. Neben den beschriebenen und abgebildeten Ausführungsformen sind weitere Ausführungsformen vorstellbar, welche weitere Abwandlungen bzw. Kombinationen der beschriebenen Merkmale umfassen können. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Form und die Anzahl bzw. die
Anordnung der Mitnehmer 30, 40 und des korrespondierenden Mitnehmergegenstücks 22; 24 also der Versteifungsrippen 22 bzw. der Verdickungen 24 an den Versteifungsrippen 22 variieren kann. So ist etwa auch denkbar, die formschlüssige Verbindung mit nur einem Mitnehmerelement 32; 36 und einer oder zwei korrespondierenden Mitnehmergegenstücken bzw. Versteifungsrippen 22 auszugestalten. Alternativ ist auch denkbar, die Verdickung 24 an der Versteifungsrip- pe 22 des zweiten Gebläserotors mit einem anderen Querschnitt als dem gezeigten Kreisquerschnitt auszubilden. So ist etwa denkbar, die Verdickung 24 der
Versteifungsrippe 22 mit einem elliptischen, einem rechteckigen oder einem vie- leckförmigen Querschnitt auszubilden. Auch wird darauf hingewiesen, dass die in der Ausführungsform gezeigten Mitnehmergegenstücke 22, 24 beispielhaft sind und selbstverständlich auch andersartig ausgebildet sein können. So ist etwa auch denkbar, dass das im Rotorgehäuse angeordnete Kühlluftgebläse 38 mit
Kühlluftförderlamellen im Gebläserotor 20; 50 zu integrieren, wobei der Mitnehmer 30; 40 in die Förderlamellen des Kühlluftgebläses 38 als korrespondierendes Mitnehmergegenstück eingreift.
Auch ist denkbar, dass eine axiale Befestigung des Gebläserotors 20, 50 über die Presspassungen der Mitnehmer 30, 40 an den Versteifungsrippen 22 bzw. an der formschlüssigen Verbindung 22, 24, 30, 40 erfolgt.
