SCHAEL, Oliver (Mindener Str. 92, Kirchlengern, 32278, DE)
ANDSCHUS, Stefan (Albert-Schweizer Str. 14b, Lübbecke, 32312, DE)
FELD, Steffen (Auf der Howe 42, Rheda-Wiedenbrück, 33378, DE)
NOLTE, Frank (Bussardweg 15, Osnabrück, 49086, DE)
MEER, Tobias (Laischaftsstr. 30, Osnabrück, 49080, DE)
PRIOR, Thomas (Oeynhausener Str. 3, Löhne, 32584, DE)
POPPENBORG, Norbert (Schemmershagen 5, Bad Salzuflen, 32105, DE)
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| Ansprüche 1. Befestigungsanordnung, insbesondere für Möbelteile, mit mindestens einem Montageelement (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90), die mit einem Bauteil (41 , 51 , 61 , 71 , 81 , 91) verklebt ist, wobei an dem Montageelement (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90) Befestigungsmittel (13, 23, 32, 42, 43, 52, 53, 63, 64, 79, 83, 97) ausgebildet sind, an denen ein Beschlagsteil (35, 45, 55) festgelegt ist. 2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagsteil (35, 45, 55) an dem Montageelement (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90) über Rastmittel und/oder Klemmmittel festgelegt ist. 3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Montageelement (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90) mindestens eine Nut (31 ,52, 53) oder Halteleiste (42, 43) für das Beschlagsteil (35, 45, 55) ausgebildet ist. 4. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Montageelemente (40, 50, 60) mit dem Bauteil (41 , 51 , 61) verklebt sind, die miteinander verbunden sind. 5. Befestigungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageelemente (40, 50, 60) über Scharnierelemente (62) miteinander verbunden sind und auf einer Rolle (65) aufwickelbar sind. 6. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageelemente (40, 50, 60, 70, 80) an einer Kante einer Möbelplatte angeklebt sind. 7. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagsteil (35, 45, 55) als Schiebetürenbeschlag ausgebildet ist. 8. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (70, 90) auf der verklebten Seite mindestens einen Vorsprung (75) aufweist, der an dem Bauteil abgestützt ist. 9. Befestigungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorsprung (75) plattenförmig ausgebildet ist und an einer Kante des Bauteils (71) abgestützt ist. 10. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorsprung (75) durch eine aufgeklebte Leiste (74) überdeckt ist. 11. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (71) als Leichtbauplatte mit zwei Deckschichten (72, 92) und einer dazwischen angeordneten Mittelschicht (73, 93) ausgebildet ist. 12. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (90) als Leiste ausgebildet ist, die an einer Stirnkante des Bauteils (91) verklebt ist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung, insbesondere für Möbelteile, mit mindestens einem Montageelement, das mit einem Bauteil ver- klebt ist, wobei an dem Montageelement Befestigungsmittel ausgebildet sind. im Möbelbereich werden Beschläge meist mechanisch durch Schrauben oder Bolzen befestigt, die sowohl Zug- als auch Druckkräfte aufnehmen. Gerade im Bereich von Leichtbauplatten ist dies allerdings nur bedingt möglich, da die Deck- schichten und die Mittelschicht aus Leichtbaumaterialien, wie Wabenplatten oder Schaum, nur begrenzt Zugkräfte aufnehmen können. Die Dicke der Deckschichten ist meist zu gering, um herkömmliche Befestigungselemente aufzunehmen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsanordnung, insbesondere für Möbelteile, zu schaffen, die eine einfache Montage von Beschlagsteilen bei hoher Festigkeit ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einer Befestigungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist das Montageelement mit einem Bauteil verklebt, wobei an dem Montageelement Befestigungsmittel ausgebildet sind, an denen ein Beschlagsteil festgelegt ist. Dadurch kann gerade im Möbelbereich eine Montage von Möbelplatten, beispielsweise Schiebetüren, erfolgen, indem das Beschlag- steil an dem verklebten Montageeiement fixiert wird. Dies ermöglicht insbesondere die Verwendung von Leichtbauplatten, so dass eine stabile Befestigung auch dann erfolgen kann, wenn das zu befestigende Bauteil nur eine stabile Deckschicht aufweist. Weiterhin können insbesondere bei Mitnahmemöbeln kleinere Packmaße erzielt werden. Die Möbelplatten können flach gestapelt werden, wenn nur das Montageelement angebracht wurde. Die Höhe des Montageelements kann durch Packmateriai ausgeglichen werden. Ein raumgreifender Beschlag kann dann später bei der Montage des Mitnahmemöbels an dem jeweiligen Montageelement montiert werden. Diese Befestigungstechnik lässt sich neben dem Möbelbereich auch im Fahrzeugbau und anderen Bereichen einsetzen. Vorzugsweise ist das Beschlagsteil an dem Montageelement über Rastmittel und/oder Klemmmittel festgelegt. Dies ermöglicht eine werkzeugfreie Montage, wobei auch andere Befestigungsmittel, wie in das Montageelement eingedrehte Schrauben oder Bolzen, eingesetzt werden können. Das Montageelement kann mindestens eine Nut oder Halteleiste für das Beschlagsteil aufweisen, so dass das Beschlagsteil in das Montageelement eingeschoben werden kann und gegebenenfalls über weitere Befestigungsmittel fixiert wird.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere Montageele- mente mit dem Bauteil verklebt, die miteinander verbunden sind. Die Montageelemente können dabei über Scharnierelemente miteinander verbunden sein und z.B. auf einer Rolle aufgewickelt werden. Dies ermöglicht die Befestigung der Montageelemente in einem weitgehend automatisierten Serienverfahren, wobei die Montageeiemente beispielsweise an einer Kante einer Möbelplatte angeklebt werden. Anschließend kann gewählt werden, welches der Montageelemente zur Befestigung der einzelnen Beschlagsteile eingesetzt wird. Die Klebstoffe können manuell oder maschinell auf die Montageelemente aufgebracht werden.
Das Beschlagsteil ist vorzugsweise als Schiebetürenbeschlag ausgebildet, wobei das Montageelement dann in einem von außen nicht sichtbaren Bereich auf eine Möbelplatte aufgeklebt ist. Auch andere Beschläge können mit Montageelementen fixiert sein, beispielsweise Scharniere, Auszugsführungen oder Griffe.
Für eine besonders stabile Befestigung weist das Montageelement auf der ver- klebten Seite mindestens einen Vorsprung auf, der an dem Bauteil abgestützt ist. Der mindestens eine Vorsprung kann dabei plattenförmig ausgebildet sein und an einer Kante des Bauteils abgestützt sein. Dadurch kann das Montageelement besonders gut Querkräfte aufnehmen, die von dem Vorsprung auf das Bauteil abgetragen werden. Der mindestens eine Vorsprung kann durch eine aufgeklebte Leiste überdeckt sein, so dass der Vorsprung optisch nicht nachteilig in Erscheinung tritt.
Vorteilhaft kann die beschriebene Befestigungsanordnung mit den im Möbelbau zunehmend verwendeten Leichtbauplatten genutzt werden. Bei Leichtbauplatten weicht die Mittelschicht generell in ihren chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften von den zwei Deckschichten ab. Die Mittelschicht ist häufig mit Hohlräumen versehen oder besteht aus einem leicht zu durchdringenden Material. Bekannt sind Leichtbauplatten, bei denen die Mittelschicht aus leichten Hölzern wie z.B. Balsa bestehen. Es sind auch Leichtbauplatten bekannt, bei denen die Mittelschicht aus Fasermaterialien wie z.B. Hanf- oder Strohfasern aufgebaut ist. Weiterhin können in der Mittelschicht auch Hohlräume wie z.B. bei Strangpress- Röhrenspannplatten oder Wabenplatten erzeugt werden. Außerdem kann die Dichte zwischen Mittelschicht und Deckschicht variiert werden, um eine Leichtbauplatte zu erhalten. Denkbar ist auch, die Mittelschicht als Schaum auszuführen wie z.B. bei Schaumkernplatten. Weiterhin ist die Einbringung eines Materials geringerer Dichte wie z.B. Polystyrol-Schaum in den Verbund der Mittelschicht ei- ner Spanplatte denkbar. Weiterhin ist es denkbar, zur Erhöhung der Stabilität zusätzlich weitere mit den physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften der Deckschichten identische Zwischenschichten in das Verbundmaterial einzubringen. Die vorstehend genannten Bauweisen sind nur beispielhaft zu verstehen und bilden keine abschließende Aufzählung aller Varianten zur Bildung von Leicht- bauplatten. Deckschichten der Leichtbauplatten sind bevorzugt darauf ausgelegt, Zugbelastungen Stand zu halten, während die Mittelschicht bevorzugt Druckbelastungen standhält. Eine weitere Betrachtung kann aus der Sicht eines Doppel- T-Trägers, wie er aus dem Maschinenbau bekannt ist, vorgenommen werden. Die Mittelschicht einer Leichtbauplatte wirkt sich gemäß dieser Betrachtung weniger auf das Widerstandsmoment der Leichtbauplatte aus als die Deckschichten.
Randseitig sind die Leichtbauplatten üblicherweise mit Kantenleisten versehen, die insgesamt die Grundfläche der Leichtbauplatte wie einen Rahmen zwischen sich einschließen.
Dadurch kann mit der Befestigungsanordnung eine stabile Befestigung von Mö- belplatten in Leichtbauweise erfolgen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten
Ausführungsbeispieles eines Montageelements;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Montageelements;
Figuren 3A bis 3D mehrere perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung; Figuren 4A bis 4D mehrere Ansichten der Montage einer weiteren Befestigungsanordnung;
Figuren 5A und 5B zwei Ansichten bei der Montage eines Beschlagsteils an der Befesti ungsanordnung der Figuren 4;
Figuren 6A bis 6C Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung;
Figuren 7A und 7B zwei Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Montageelements bei der Montage;
Figuren 8A bis 8G mehrere Ansichten der Montage eines weiteren Montageelements einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung;
Figuren 9A bis 9C mehrere Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung, und
Figuren 10A bis 10C mehrere Ansichten eines weiteren Montageelements einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung.
Figur 1 zeigt ein Montageelement 10, die mehrere scharfkantige Vorsprünge 1 aufweist, die von der Platte 10 hervorstehen. Die Vorsprünge 11 sind durch Ausstanzungen 12 gebildet und dienen zum Einstechen in eine Deckschicht einer Leichtbauplatte und damit zur Vorfixierung im Montageprozess. Anschließend kann an dem Montageelement 10 über Befestigungsmittel eine Montage eines Beschlagsteils erfolgen, wobei an der Montageelement 10 mehrere Öffnungen 13 ausgeformt sind. Vor dem Einstechen in die Leichtbauplatte wird flächig Klebstoff auf die der Leichtbauplatte zugewandte Seite des Montagelements 10 aufgetragen, um das Montageelement 10 mit der Oberfläche der Leichtbauplatte zu verkleben.
In Figur 2 ist ein modifiziertes Montageelement 20 gezeigt, das mehrere hervorstehende Auflager 21 aufweist. Die Auflager 21 können mittels Klebepunkten 23 fixiert werden, wobei der Klebstoff als schnell aushärtender Klebstoff ausgebildet ist. Der schnell aushärtende Klebstoff dient zur Vorfixierung des Montageelements 20 im Montageprozess. In dem Bereich zwischen den Auflagern ist an einem zurückspringenden plattenförmigen Bereich 22 schlaufenförmig Klebemittel 24 aufgetragen. Das Klebemittel 24 kann zur Aushärtung länger benötigen als das Klebemittel der Klebepunkte 23.
In Figur 3A bis 3D ist eine Befestigungsanordnung mit einem Montageelement 30 gezeigt, die an einem Bauteil, wie einer Möbelplatte, rückseitig festgeklebt ist. Das Montageelement 30 umfasst zwei voneinander beabstandete parallele Nuten 31 , an denen Aufnahmetaschen 32 zur Festlegung eines Beschlags 35 angeordnet sind. Der Beschlag 35 ist als Schiebetürbeschlag ausgebildet und umfasst eine Laufrolle 37, die an einem Schenkel des Beschlags 35 drehbar gelagert ist. An dem gegenüberliegenden Schenkel sind Stege 36 ausgebildet, die zur Montage in die Nuten 31 eingefügt werden können (Figur 3B), wobei das Beschlagsteil 35 dann innerhalb der Nuten 31 in die Taschen 32 verschoben wird (Figur 3C). Zur Sicherung des Beschlags 35 in der montierten Position ist eine Klammer 38 vorgesehen, die an gegenüberliegenden Seiten Raststege 39 aufweist, die in die Nuten 31 eingefügt werden. Dadurch wird eine Verschiebebewegung des
Beschlagsteils 35 innerhalb der Nuten 31 verhindert, so dass das Beschlagsteil 35 fest an dem Montageelement 30 fixiert ist. Die Kräfte der hängenden Möbelplatte werden von dem Montageelement 30 auf die Stege 36 an dem Beschlag 35 übertragen. Die Klammer 38 dient vorwiegend der Sicherung des Beschlags 35 im Montageeiement 30.
In den Figuren 4A bis 4D ist ein weiteres Ausführungsbeispiel mit Montageelementen 40 gezeigt, die über Verbindungselemente, beispielsweise ein Folienband, Seile oder andere Elemente, aneinander gekoppelt sind. Die Montageelemente 40 sind an einer Möbelplatte 41 an einer oberen Kante festgeklebt. An den Montageelementen 40 werden Platten 45 als Beschlagsteile montiert, wobei hierfür entsprechende Befestigungsmittel an den Montageelementen 40 ausgebildet sind. Die Montageelemente 40 sind dabei in einem vorbestimmten Abstand zueinander gehalten, während die plattenförmigen Beschlagsteile 45 gleichzeitig an mehreren Montageelementen 40 fixiert sind. An den Beschlagsteilen 45 können dann weitere Beschlagsteile 46, beispielsweise Schiebetürenbeschläge, befestigt werden (Figur 4D). Die Befestigung des Beschlagsteils 45 an den Montageelementen 40 ist in den Figuren 5A und 5B dargestellt. Das Beschlagsteil 45 wird zunächst an einer oberen Klammer 42 der Montageelemente 40 eingefügt und dann an einer unteren Rastnase 43 verrastet, wobei das Beschlagsteil 45 verschwenkt wird. Dadurch kann insbesondere eine hängende Festlegung der Möbelplatte 41 erfolgen.
In den Figuren 6A und 6B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Befestigungsanordnung gezeigt, bei der im Bereich einer oberen Kante eines plattenförmigen Bauteils 51 eine Reihe von Montageelementen 50 verklebt sind. Die Montageelemente 50 können über Haltemittel miteinander verbunden sein und dienen zur Festlegung eines Beschlagsteils 55. An jedem Montageelement 50 ist ein oberer Vorsprung 52 ausgebildet, der beabstandet von der Oberfläche des plattenförmigen Bauteils 51 angeordnet ist. Auch ein unterer leistenförmiger Vorsprung 53 ist beabstandet von der Oberfläche des plattenförmigen Bauteils 51 angeordnet, so dass das Beschlagsteil 55 in dem zwischen dem Vorsprung 52 bzw. 53 und der Oberfläche des plattenförmigen Bauteils 51 gebildeten Spalt fixiert werden kann. Hierfür sind an dem Beschlagsteil 55 eine obere Leiste 56 und eine untere Leiste 57 vorgesehen, die an einer Rückwand 58 montiert sind. Zumindest eine der Leisten 56 und 57 kann verschiebbar ausgebildet sein, so dass das Beschlagsteil 55 an dem Montageelement 50 verrastet werden kann. Die Figur 6C zeigt eine Spannvorrichtung 59, hier ausgeführt als Exzenter, um das Beschlagsteil 55 an den Montagelementen 50 klemmend festzulegen.
In den Figuren 7A und 7B ist eine weitere Ausführungsform mit Montageelemen- ten 60 gezeigt, die über Scharniergelenke 62 aneinander gehalten sind. An jedem Montageelement 60 ist eine stirnseitige Nut 63 und an der gegenüberliegenden Seite eine stirnseitige Nut 64 ausgebildet, in die ein Vorsprung eines
Beschlagsteils zur Befestigung eingefügt werden kann. Die Montageelemente 60 sind durch die Scharniergelenke 62 flexibel ausgebildet und können auf einer Rol- le 65 aufgewickelt werden. Dadurch können die Montageelemente 60 auf einfache Weise auch in einem teilweise automatisierten Verfahren auf eine Platte 61 aufgeklebt werden. Die Befestigung der Beschlagsteile kann wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel erfolgen. In den Figuren 8A bis 8G ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung gezeigt, wobei Montageelemente 70 im Eckbereich eines plattenförmigen Bauteils 71 festgelegt werden. Das Bauteil 71 ist als Leichtbauplatte ausgebildet und umfasst zwei äußere Deckschichten 72, beispielsweise aus einem Holzwerkstoff oder Pappe, und eine dazwischen angeordneten Mittelschicht 73 aus einem anderen Material, insbesondere aus Wabenpappe oder einem Schaum. Das Montageelement 70 kann so wie in den Figuren 1 und 2 ausgebildet sein, wobei zusätzlich an einer oder zwei Kanten des Montageelements 70 senkrecht hervorstehende Vorsprünge 75 ausgebildet sind. Die Vorsprünge 75 liegen an einer Stirnkante des Bauteils 71 auf und können dort abgestützt sein. Das Montageelement 70 wird vorzugsweise dann an dem Bauteil 71 montiert, wenn dieses noch nicht stirnseitig mit Leisten 74 versehen ist {Figur 8A). Dadurch ist es möglich, das Montageelement 70 mit den Vorsprüngen 75 an dem Bauteil 71 zu befestigen, wobei die Vorsprünge 75 dann über eine stirnseitig verklebte Leiste 74 überdeckt werden. An dem Montageelement 70 sind ferner Öffnungen 79 für Schraubverbindungen oder Rastverbindungen vorgesehen. An dem plattenförmigen Bauteil 71 ist ferner an einer Stirnseite einer Längskante eine Halteieiste 78 vorgesehen, die an dem Bauteil 71 verrastet wird. Hierfür sind an dem Bauteil entlang der Längskante eine oder mehrere Klammern 76 festgelegt, die einen hervorstehenden Wulst 77 aufweisen (Figur 8E). An diesen Wülsten 77 der einzelnen Klammern 76 wird dann die Leiste 78 verrastet. Die Halte- leiste 78 kann auch zur Vorfixierung des Montageelements 70 nach dem Kleben dienen. Die Halteleiste 78 fixiert das Montageelement 70 zusätzlich, insbesondere bis der Klebstoff ausgehärtet ist (Fig. 8F).
In den Figuren 9A bis 9C ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Befesti- gungsanordnung gezeigt, wobei an einem plattenförmigen Bauteil 8 , das als
Leichtbauplatte ausgebildet ist, ein Montageelement 80 verklebt ist. An dem Montageelement 80 ist ein Aufsatz 82 befestigt, der zwei voneinander beanstandete Halteleisten 83 aufweist. An den Halteleisten 83 sind jeweils Nuten ausgebildet, in die ein weiteres Beschlagsteil einschiebbar ist Die Platte 81 ist als Leichtbauplat- te ausgebildet und besitzt an den Stirnseiten jeweils Abdeckleisten 84, an denen Klammern 85 verrastet werden können. Die Abdeckleiste 84 dient auch zur Vorfixierung des Montageelements 80 bis zum Aushärten des Klebstoffs (Fig. 9B und 9C). In den Figuren 10A bis 10C ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Montageelements 90 gezeigt, die leistenförmig ausgebildet ist und an einem plattenförmigen Bauteil 91 verklebt ist, das wieder als Leichtbauplatte mit zwei äußeren Deckschichten 92 und einer Mittelschicht 93 ausgebildet ist. Das Montageelement 90 ist in Längsrichtung mit Filmscharnieren 99 versehen, so dass ein abgewinkelter Aufbau erhalten werden kann. Dadurch kann das Montageelement 90 nicht nur an einer Stirnseite der Platte 91 festgelegt werden, sondern auch an einer oder beiden Deckschichten 92. Wie in Figur 10A gezeigt ist, überdeckt ein mittlerer Abschnitt 95 eine Stirnseite der Platte 9 , wobei ein abgewinkelter Endabschnitt 94 an einer Deckplatte 92 anliegt und dort abgestützt ist. An der gegenüberliegenden Seite des Bauteils 91 liegt abgewinkelter Abschnitt 96 an und ist dort verklebt. Dadurch kann eine besonders stabile Befestigung des Montage- elements 90 erhalten werden, da diese an gegenüberliegenden Seiten an den
Deckschichten 92 abgestützt ist. An dem abgewinkelten Abschnitt 96 sind ferner Öffnungen 97 vorgesehen, in die Schrauben 98 zur Befestigung eines
Beschlagsteils eindrehbar sind. Das Montageeiement 90 kann auch als Griffleiste dienen.
W 201 . -
Bezugszeichenliste
10 Montageelement
11 Vorsprung
12 Ausstanzung
13 Öffnung
20 Montageelement
21 Auflager
22 Bereich
23 Klebepunkt
24 Klebemittel
30 Montageelement
31 Nut
32 Aufnahmetasche
35 Beschlag
36 Steg
37 Laufrolle
38 Klammer
39 Raststeg
40 Montageelement
41 Möbelplatte
42 Klammer
43 Rastnase
45 Beschlagsteil
46 Beschlagsteil
50 Montageelement
51 Bauteil
52 Vorsprung
53 Vorsprung
55 Beschlagsteil
56 Leiste
57 Leiste
58 Rückwand
59 Spannvorrichtung
60 Montageelement
61 Platte
62 Scharniergelenk
63 Nut
64 Nut
65 Rolle
70 Montageelement
7 Bauteil W 201
72 Deckschicht
73 Mittelschicht
74 Leiste
75 Vorsprung
76 Klammer
77 Wulst
78 Halteleiste
79 Öffnung
80 Montageelement
81 Platte
82 Aufsatz
83 Halteleiste
84 Abdeckleiste
85 Klammer
90 Montageelement
91 Bauteil
92 Deckschicht
93 Mittelschicht
94 Endabschnitt
95 Abschnitt
96 Abschnitt
97 Öffnung
98 Schraube
99 Filmscharnier
