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Title:
FASTENING DEVICE FOR COMPONENTS, IN PARTICULAR FOR CABLE CONNECTIONS OR THE LIKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/009439
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a fastening device (10) for components, in particular for cable connections or the like, in a through-hole (12) of a wall (14) having an outside face (20) and an inside face (22), comprising a main body unit (24), which can be guided through a hole (12) and against the outside face (20) of the wall (14) up to a stop (16), and at least one elastic bending unit (28; 30), which is formed on the main body unit (24) and which projects beyond the inside face (22) when the device (10) is inserted, a projection unit (26) formed on the main body unit (24) being present, said project unit projecting beyond the inside face (22) when the device (10) is inserted, a slit (32) being present between the bending unit (28; 30) and the projection unit (26), a locking unit (34) being present, and it being possible to bring the locking unit (34) into the slit (32) and thus to bend the bending unit (28; 30) outward beyond the locking unit (34) in order to fasten the fastening device (10) in the wall (14), characterized in that the projection unit (26) has an external thread (80) in the area of the slit, the locking unit (34) has an internal thread (90), which meshes with the external thread (80) of the projection unit (26), and the locking unit (34) can be introduced into the slit (32) by means of rotation and thus the bending unit (28) can be bent outward.

Inventors:
GERICH, Adam (Grünewaldstrasse 6, Gaildorf, 74405, DE)
Application Number:
DE2010/000832
Publication Date:
January 27, 2011
Filing Date:
July 19, 2010
Export Citation:
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Assignee:
GERICH, Adam (Grünewaldstrasse 6, Gaildorf, 74405, DE)
International Classes:
F16L5/02
Attorney, Agent or Firm:
CLEMENS, Gerhard et al. (Lerchenstrasse 56, Heilbronn, 74074, DE)
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Claims:
Ansprüche

01. Befestigungsvorrichtung (10) für Bauteile, insbesondere für

Kabelanschlüsse oder dergleichen, in einer Durchgangsausnehmung (12) einer Wandung (14) mit einer Außenseite (20) und einer Innenseite (22), mit

- einer durch eine Ausnehmung (12) bis zu einem Anschlag (16) an die Außenseite (20) der Wandung (14) führbare Grundkörpereinheit (24) und

- zumindest einer an die Grundkörpereinheit (24) angeformte elastische Biegeeinheit (28; 30), die bei eingesetzter Vorrichtung (10) über die Innenseite (22) hinausragt, wobei

- eine an die Grundkörpereinheit (24) angeformte Vorsprungeinheit (26) vorhanden ist, die bei eingesetzter Vorrichtung (10) über die Innenseite (22) hinausragt,

- zwischen Biegeeinheit (28; 30) und Vorsprungeinheit (26) ein Schlitz (32) vorhanden ist,

- eine Verriegelungseinheit (34) vorhanden ist und

- zur Befestigung der Befestigungsvorrichtung (10) in der Wandung (14) die Verriegelungseinheit (34) in den Schlitz (32) bringbar ist und dadurch die Biegeeinheit (28; 30) über die Verriegelungseinheit (34) nach außen verbiegbar ist,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Vorsprungeinheit (26) im Bereich des Schlitzes ein Außengewinde (80) aufweist,

- die Verriegelungseinheit (34) ein Innengewinde (90) aufweist, das in dem Außengewinde (80) der Vorsprungeinheit (26) kämmt und die Verriegelungseinheit (34) durch Drehen in den Schlitz (32) einbringbar ist und dadurch die Biegeeinheit (28) nach außen verbiegbar ist.

02. Vorrichtung nach Anspruch 1,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Verriegelungseinheit (34) zumindest in ihrem dem Schlitz (32) zugewandten Endbereich eine abgeschrägte oder hohlkehlartige Außenfläche (82) aufweist.

03. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Verriegelungseinheit (34) als topfförmiger Verriegelungsring ausgebildet ist, der in seinem Bodenbereich eine Ausnehmung (88) mit umlaufender Formschlusskontur (84) zum formschlüssigen Anschluss eines Drehwerkzeuges (92) aufweist.

04. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die elastische Biegeeinheit (28) umlaufend rasterförmig angeordnete Biegeelemente aufweist.

05. Vorrichtung nach Anspruch 4,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Biegeelemente als Lamellenelemente ausgebildet sind.

06. Vorrichtung nach Anspruch 4,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Biegeelemente als Nockenelemente ausgebildet sind.

07. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Biegeelemente aus metallischem Werkstoff bestehen.

08. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Formschlusskontur (84) als kreisförmig umlaufende rasterförmige Verzahnkontur ausgebildet ist.

09. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- der Anschlag (16) Dichtmittel aufweist, die insbesondere als O-Ring- dichtung (44) ausgebildet sind.

10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- der Grundkörper (24) mit Biegeeinheit (28) und mit Vorsprungeinheit (20) und die Verriegelungseinheit (34) aus metallischem Werkstoff besteht.

11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- die Biegeeinheit als separates, auf die Grundkörpereinheit (24)

aufschraubbare Ringeinheit ausgebildet ist.

12. Drehwerkzeug (92) für eine Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- ein erster Endbereich (96), der eine Außenformschlusskontur (94) aufweist, die mit der Formschlusskontur (84) der Verriegelungseinheit in Formschluss bringbar ist,

- einem an den ersten Endbereich anschließenden Schaft (98).

13. Drehwerkzeug (92) nach Anspruch 12,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- an einem ersten Endbereich gegenüberliegenden zweiten Endbereich des Schaftes (98) eine Werkzeuganschlusskontur (102) vorhanden ist.

14. Drehwerkzeug (92) nach Anspruch 12 oder 13,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- der Durchmesser des Schaftes (98) größer ist als der Durchmesser der Außenformschlusskontur (94).

15. Drehwerkzeug (92) nach Anspruch 12 bis 14,

- dadurch gekennzeichnet, dass

- der Durchmesser des Schaftes (98) geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser der Grundkörpereinheit (24).

Description:
BESCHREIBUNG

Befestigungsvorrichtung für Bauteile, insbesondere für Kabelanschlüsse oder der-.

gleichen

TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Bauteile, insbesondere für Kabelanschlüsse oder dergleichen, in einer Durchgangsausnehmung einer Wandung mit einer Außenseite und einer Innenseite, mit einer durch eine Ausnehmung bis zu einem Anschlag an die Außenseite der Wandung führbare Grundkörpereinheit und zumindest einer an die Grundkörpereinheit angeformte elastische Biegeeinheit, die bei eingesetzter Vorrichtung über die Innenseite hinausragt, wobei eine an die Grundkörpereinheit angeformte Vorsprungeinheit vorhanden ist, die bei eingesetzter Vorrichtung über die Innenseite hinausragt, zwischen Biegeeinheit und Vorsprungeinheit ein Schlitz vorhanden ist, eine Verriegelungseinheit vorhanden ist und zur Befestigung der Befestigungsvorrichtung in der Wandung die Verriegelungseinheit in den Schlitz einbringbar ist und dadurch die Biegeeinheit über die Verriegelungseinheit nach außen verbiegbar ist.

Derartige Befestigungsvorrichtungen werden in großer Stückzahl in der Industriefertigung als Kabelanschlüsse eingesetzt.

STAND DER TECHNIK

Aus der DE 43 25 420 C2 ist eine Befestigungseinrichtung bekannt. Dort ist eine Kabeldurchgangsvorrichtung zum Durchführen eines ummantelten Kabels durch eine Wandperforation beschrieben mit einer Steckmuffe mit zwei federnden Rastfingern. Im Innenraum der Steckmuffe ist eine axial verstellbare Klemmhülse vorhanden. Weiterhin ist eine Klemmmutter vorhanden, die die Steckmuffe umgibt und mit der Klemmhülse in Schraubverbindung steht. Ein axiales Verstellen der Klemmhülse ist möglich, dadurch, dass der Klemmkäfig durch Kontakt mit der Steckmuffe verformt und die Rastfinger aufgespreizt werden.

In der DE 27 12 399 Al, DE 33 20 164 C2 uns US 4,652,169 ist beschrieben, zur Befestigung einer Grundkörpereinheit an einer Wand Biegeeinheiten vorzusehen, die bei in die Ausnehmung in die Wandung eingesetzter Vorrichtung mittels einer

BESTÄTIGUNGSKOPIE Verformungseinrichtung nach außen verbiegbar und an der Wandaußenseite festlegbar sind.

Eine Befestigungsvorrichtung der gattungsgemäßen Art ist in der DE 195 15 860 C2 beschrieben. Zur Einbringung der Verriegelungseinheit in den Schlitz zwischen Biegeeinheit und Vorsprungeinheit um ein Verbiegen der Verbiegeeinheit und damit eine Fixierung des Grundkörper an der Wandung zu erzielen, wird eine spezielle Zangenkonstruktion von außen her eingeführt, die in der EP 0 976 958 Bl beschrieben ist. Eine derartige Befestigungsvorrichtung hat sich in der Praxis bewährt. Sie ermöglicht eine einfache und schnelle Montage und gewährleistet eine dauerhaft zuverlässige Befestigungsfunktion. Allerdings stößt eine derartige Befestigungsvorrichtung an ihre Grenzen, sobald metallische Werkstoffe für den Grundkörper mit Biege- und Vorsprungeinheit eingesetzt werden. In diesem Falle müssen zum Verbiegen der Biegeeinheit sehr hohe Kräfte aufgebracht werden, was zur Folge hat, dass die Zange zum Verschieben der Verriegelungseinheit konstruktiv besonders aufwendig gestaltet werden muss und daher sehr teuer wird.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden

Erfindung das technische Problem beziehungsweise die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung anzugeben, die auch bei Verwendung metallischer Werkstoffe einfach und schnell manuell montiert werden kann, einen konstruktiv einfachen Aufbau aufweist und eine dauerhaft zuverlässige Befestigungsfunktion, beispielsweise für ein Kabelanschluss, gewährleistet.

Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprungeinheit im Bereich des Schlitzes ein Außengewinde aufweist, die Verriegelungseinheit ein Innengewinde aufweist, das in dem Außengewinde der Vorsprungeinheit kämmt und die Verriegelungseinheit durch Drehen in den Schlitz einbringbar ist und dadurch die Biegeeinheit nach außen verbiegbar ist. Die Verbiegung der Biegeeinheit erfolgt somit durch einfaches Drehen der Verriege- lungseinheit, wobei hohe Kräfte entwickelt werden können, so dass auch metallische Biegeeinheiten problemlos verformt werden können.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Verriegelungseinheit zumindest in ihrem dem Schlitz zugewandten Endbereich eine abgeschrägte oder hohlkehlartige Außenfläche aufweist, wodurch eine gewünschte Keilwirkung erzeugt wird und das Aufspreizen der Biegeelemente problemlos bewirkt werden kann. Insbesondere die hohlkehlartige Ausbildung der Außenfläche bewirkt beim Eindrehen in den Schlitz eine gewisse "Verbördelung", so dass eine sehr gute Klemmwirkung erzielt werden kann.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Verriegelungseinheit als

topfförmiger Verriegelungsring ausgebildet ist, der in seinem Bodenbereich eine Ausnehmung mit umlaufender Formschlusskontur zum formschlüssigen

Anschluss eines Drehwerkzeuges aufweist. Dabei ist die Formschlusskontur bevorzugt als kreisförmig umlaufende rasterförmige Verzahnungkontur

ausgebildet, über die besonders hohe Drehkräfte übertragen werden können.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die elastische Biegeeinheit umlaufend rasterförmig angeordnete Biegeelemente auf, welche Biegeelemente beispielsweise bevorzugt als Lamellenelemente oder Nockenelemente ausgebildet sein können.

Durch die umlaufende Anordnung der Biegeelemente wird umfangsmäßig eine sichere Fixierung der Befestigungsvorrichtung an der Durchgangsausnehmung gewährleistet.

Die Biegeelemente können aus metallischem Werkstoff bestehen. Durch die gewählte Konstruktion ist ein zuverlässiger Verformungsvorgang möglich. Die Biegeelemente können jedoch auch aus Kunststoff sein.

Bevorzugt sind im Bereich des Anschlages Dichtmittel vorhanden, die

insbesondere als O-Ringdichtung ausgebildet sein können.

Sowohl der Grundkörper mit Biegeeinheit und Vorsprungeinheit als auch die Verriegelungseinheit können aus metallischem Werkstoff bestehen. Eine hinsichtlich einer wirtschaftlichen Herstellung besonders vorteilhafte

Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Biegeeinheit als separates, auf die Grundkörpereinheit aufschraubbare oder in sonstiger Art und Weise

befestigbare Ringeinheit ausgebildet ist.

Ein Drehwerkzeug, das geeignet ist bei der Montage der oben beschriebenen Befestigungsvorrichtung eingesetzt zu werden, ist gekennzeichnet durch, einen ersten Endbereich, der eine Außenformschlusskontur aufweist, die mit der

Formschlusskontur der Verriegelungseinheit in Formschluss bringbar ist, einem an den ersten Endbereich anschließenden Schaft.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Drehwerkzeuges zeichnet sich dadurch aus, dass an einem ersten Endbereich gegenüberliegenden zweiten Endbereich des Schaftes eine Werkzeuganschlusskontur vorhanden ist. Die Werkzeuganschlusskontur kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass ein motorisch betriebenes Drehwerkzeug, wie beispielsweise Akkuschrauber, angesetzt werden kann.

Bevorzugt ist der Durchmesser des Schaftes größer als der Durchmesser des Außenformschlussbereiches, so dass sich ein Anschlag ergibt, der die Endposition des eingesetzten Drehwerkzeuges definiert.

Eine hinsichtlich der Handhabung besonders vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Durchmesser des Schaftes geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser der Grundkörpereinheit, so dass beim Einsetzen des

Drehwerkzeuges in die Ausnehmung der Grundkörpereinheit gute Führungseigenschaften gewährleistet sind.

Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch das nachstehend angegebene Ausführungsbeispiel. Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Beispieles näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

Fig. 1 schematischer Querschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung mit

einem Grundkörper mit Vorsprungeinheit und Biegeeinheit und mit einer Verriegelungseinheit, wobei die Vorsprungeinheit ein

Außengewinde und die Verriegelungseinheit ein Innengewinde aufweist und die Vorrichtungseinheit los gelöst von der Vorsprungeinheit dargestellt ist,

Fig. 2 schematischer Querschnitt durch die Befestigungsvorrichtung gemäß

Fig. 1 bei teilweise aufgeschraubter Verriegelungseinheit,

Fig. 3 schematischer Querschnitt durch die Verriegelungseinheit gemäß Fig. 1 im an einer Durchgangsöffnung einer Wandung angeschlossenen Zustand,

Fig. 4 schematischer Schnitt durch die Befestigungsvorrichtung gemäß Fig. 2 im an die Durchgangsöffnung der Wandung angesetzten und eingeführtem Drehwerkzeug,

Fig. 5 schematischer Schnitt durch die Befestigungsvorrichtung gemäß Fig. 4 mit eingesetztem Drehwerkzeug im angeschlossenen Zustand,

Fig. 6 schematische Perspektivdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß

Fig. 2 im in die Wandung eingesetzten Zustand vor Beginn des Befestigungsvorganges,

Fig. 7 schematischer Perspektivdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß

Fig. 6 bei eingeführtem Drehwerkzeug, Fig. 8 schematische Perspektivdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß Fig. 7 bei eingesetztem Drehwerkzeug nach Beenden des Drehvorganges, das heißt im angeschlossenen Zustand und

Fig. 9 schematische Perspektivdarstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß

Fig. 8 bei abgezogenem Drehwerkzeug im befestigten Zustand.

WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG

Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Befestigungsvorrichtung 10. Die Befestigungsvorrichtung 10 ist als rotationssymmetrisches Bauteil hergestellt. Im Ausführungsbeispiel besteht die Befestigungsvorrichtung 10 aus metallischem Werkstoff. Sie weist eine Grundkörpereinheit 24 auf, aus mehreren Bauteilen besteht und an die eine in Fig. 1 nach oben weisende Vorsprungeinheit 26 angeformt ist. Die Vorsprungeinheit 26 weist ein über die gesamte Vorsprunglänge verlaufendes Außengewinde 80 auf.

Relativ zur Vorsprungeinheit 26 nach außen versetzt sind rastermäßig um den Umfang der Vorsprungeinheit 26 herum angeordnete Biegeeinheiten 28

(Biegeelemente) vorhanden, die als Lamellenelemente 28 ausgebildet sind. Durch das beabstandete Anordnen der Lamellenelemente 28 zu der Vorsprungeinheit 26 entsteht zwischen beiden Bauteilen ein Schlitz 32. In Fig. 1 nach unten weisend ist an der Grundkörpereinheit 24 eine Aufnahmeeinheit 48 vorhanden, die geeignet ist, ein Kabelanschluss zu ermöglichen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Biegeeinheiten 28 ist ein nach außen weisender umlaufender Vorsprung 30 angeformt, der in Einsteckrichtung einen Anschlag 16 an die Wandung 14 bildet. In diesem Bereich ist auch eine O- Ringdichtung 44 vorhanden.

In Fig. 1 ist eine Verriegelungseinheit 34 schematisch dargestellt, die als Verriegelungsring 34 ausgebildet ist und in Fig. 1 los gelöst von der Befestigungsvorrichtung 10 vorhanden ist. An der Innenwandung der Verriegelungseinheit 34 ist ein Innengewinde 90 eingeformt, das an das Außengewinde 80 der

Vorsprungeinheit 26 angesetzt und durch Drehen der Verriegelungseinheit 34 kämmend mit Formschluss eingedreht werden kann. Durch Drehen der Verriegelungseinheit 34 kann somit die Wandung der Verriegelungseinheit 34 in den Schlitz 32 eingebracht werden, wodurch sich die Biegeeinheiten 28 nach außen umbiegen und dadurch eine sichere Fixierung der Vorrichtung 10 in einer

Durchgangsausnehmung 12 einer Wandung 14 gewährleistet ist.

Im in Fig. 1 nach oben weisenden Bodenbereich der Verriegelungseinheit 34 ist eine durchgehende Ausnehmung 88 eingeformt, deren Wandung eine umlaufende Verzahnungsformschlusskontur 84 aufweist. Die durchgehende Ausnehmung 88 besitzt einen kreisförmigen Querschnitt. Mit dieser Formschlusskontur 84 kann ein Drehwerkzeug in Formschluss gebracht werden, was weiter unten beschrieben werden wird.

Die Verriegelungseinheit 34 weist in ihrem unteren Randbereich eine nach innen weisende abgeschrägte Außenfläche 82, so dass in diesem Bereich eine Profilkontur vorhanden ist, die beim Eindrehen (Bewegung Pfeil R) der Verriegelungseinheit 34 eine gewisse "Verbördelung" der Lamellenelemente 28 bewirkt.

In Fig. 2 ist die Befestigungsvorrichtung 10 in dem Zustand dargestellt, in dem die Verriegelungseinheit 34 mit ihrem Innengewinde 90 teilweise auf das

Außengewinde 80 aufgeschraubt ist, ohne dass jedoch die Wandung der Verriegelungseinheit 34 innerhalb des Schlitzes 32 vorhanden ist. Dieser Zustand ist praktisch der Auslieferungszustand, das heißt der Zustand bevor die Vorrichtung 10 in die Durchgangsausnehmung 12 einer Wandung 14 eingeführt wird.

Fig. 3 zeigt schematisch die Befestigung der Befestigungsvorrichtung 10 an einer Ausnehmung 12 einer Wandung 14, beispielsweise eines Schaltschranks, mit einer Außenseite 20 und einer Innenseite 22, im angeschlossenen Zustand, das heißt bei verformten Biegeeinheiten 28.

In Fig. 4 ist die Befestigungsvorrichtung, wie in Fig. 2 dargestellt, im in die

Durchgangsausnehmung 12 einer Wandung 14 angesetztem Zustand dargestellt, wobei von der Außenseite her ein Drehwerkzeug 92 durch die Grundkörpereinheit 24 hindurch eingeführt ist, mittels dessen die Verriegelungseinheit 34 in

Drehrichtung D gedreht werden kann, wobei sie eine Verschiebebewegung in Pfeilrichtung R in Richtung auf den Schlitz 32 hin durchführt.

Das Drehwerkzeug weist in dem in Fig. 4 oberen, ersten Endbereich 36 eine Außenformschlusskontur 94 auf, die auf die Formschlusskontur 84 der Verriege- lungseinheit 34 abgestimmt ist und mit dieser in Formschluss bringbar ist. An den ersten Endbereichen 96 des Drehwerkzeuges 92 schließt ein Schaft 98 an, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Außenformschlusskontur 94, so dass ein Anschlag entsteht, der bei eingesetzten Drehwerkzeug 92 an den Boden der Verriegelungseinheit 34 anschlägt. Der Durchmesser des Schaftes 98 ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der Grundkörpereinheit 24, so dass ein einfaches geführtes Einführen des Drehwerkzeuges 92 bis zum Anschlag problemlos möglich ist.

In seinem dem ersten Endbereich 96 gegenüberliegenden zweiten Endbereich ist an den Schaft 98 eine Werkzeuganschlusskontur 102 angeformt, die beispielsweise zum Anschluss eines maschinell betriebenen Drehwerkzeuges ausgebildet ist. Wird nun das Drehwerkzeug 92 gemäß Fig. 4 in Drehbewegung D versetzt, verschiebt sich die Verriegelungseinheit 34 in Pfeilrichtung R, wodurch die

Wandung der Verriegelungseinheit 34 in den Schlitz 32 eingeführt wird, was zur Folge hat, dass sich die Biegeeinheiten 28 nach außen verbiegen. Dieser Zustand ist in Fig. 5 dargestellt. Durch die Verformung der Biegeeinheiten 28 ist die

Vorrichtung zuverlässig in der Durchgangsausnehmung 12 beziehungsweise an der Wandung fixiert.

Danach wird das Drehwerkzeug 92 in einfacher Art und Weise aus der Grundkörpereinheit hinausgezogen und die anschließende Kabelmontage kann fortgesetzt werden.

In den Figuren 6 bis 9 sind die einzelnen Montageschritte zum Anschluss der Befestigungsvorrichtung 10 an der Durchgangsausnehmung 12 einer Wandung 14 in einer Perspektive in Richtung auf die Verriegelungseinheit 34 gesehen

dargestellt.

In Fig. 6 ist die Befestigungsvorrichtung 10 bis zu ihrem Anschlag in die

Durchgangsausnehmung 12 der Wandung 14 eingesteckt. In Fig. 7 ist das

Drehwerkzeug formschlüssig eingeführt. In Fig. 8 ist die Verformung der

Biegeeinheiten nach Beendigung des Drehvorganges bei noch eingesteckten Drehwerkzeug dargestellt, die die Fixierung der Befestigungsvorrichtung in der Wandung 14 gewährleisten. Fig. 9 zeigt schließlich die befestigte Befestigungsvorrichtung 10 nach Abzug des Drehwerkzeuges 92. Das dargestellte Ausführungsbeispiel stellt eine mögliche konstruktive

Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung dar. Weitere Ausführungsformen sind denkbar, soweit diese von den Merkmalen der Ansprüche Gebrauch machen.