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Title:
FASTENING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/166435
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fastening device for connecting a first part to a second part having an opening, with a blocking element which has at least one contact surface for contact against the second part, and with a guide cage which extends along a longitudinal axis from a head region to a foot region and which, in the head region, has a contact portion for contact against the first part and the foot region of which is suitable for guiding through the opening in the second part and which has at least two struts which extend in the direction of the longitudinal axis, wherein the blocking element can be arranged in different positions in the guide cage and, in a first position, is arranged in the guide cage in such a manner that the contact surface of the blocking element is located at least predominantly, particularly preferably entirely, on one side of a plane connecting the two struts of the guide cage and, in a second position, is arranged in the guide cage in such a manner that the contact surface of the blocking element is located at least predominantly, particularly preferably entirely, on the other side of the plane connecting the two struts of the guide cage, wherein the blocking element can be transferred from the first position into the second position by a movement comprising rotation of the blocking element about the longitudinal axis, wherein the movement of the blocking element from the first position into the second position is a movement which is assembled from a plurality of partial movements and which comprises, as one partial movement, rotation of the blocking element about the longitudinal axis and which comprises, as another partial movement, a linear movement of the blocking element along the longitudinal axis, wherein, as part of the linear movement, the blocking element overcomes a projection which projects into the space in which the blocking element carries out its linear movement.

Inventors:
BINKERT, Sven (Brühlstraße 24, Lörrach, 79540, DE)
Application Number:
EP2019/054735
Publication Date:
September 06, 2019
Filing Date:
February 26, 2019
Export Citation:
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Assignee:
A. RAYMOND ET CIE (113 Cours Berriat, Grenoble, 38000, FR)
International Classes:
F16B37/04
Foreign References:
FR2596473A11987-10-02
FR2613439A11988-10-07
DE69503312T21999-02-25
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KÖNIG SZYNKA TILMANN VON RENESSE PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB et al. (TILMANN, Max W.Mönchenwerther Straße 11, Düsseldorf, 40545, DE)
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Claims:
"Patentansprüche:"

1. Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils (1 ) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), mit

• einem Blockadeelement (3), das mindestens eine Anlagefläche (5) zur Anlage an dem zweiten Teil (2) aufweist, und

• einem Führungskäfig (4),

o der sich entlang einer Längsachse (L) von einem Kopfbereich (6) zu einem Fußbereich (7) erstreckt und

o der im Kopfbereich (6) einen Anlageabschnitt (8) zur Anlage an dem ersten Teil (1 ) aufweist und

o dessen Fußbereich (7) dazu geeignet ist, durch die Öffnung des zweiten Teils (2) geführt zu werden, und

o der mindestens zwei Streben (9) aufweist, die sich in Richtung der

Längsachse (L) erstrecken,

wobei das Blockadeelement (3) in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig (4) angeordnet werden kann und dabei

• in einer ersten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet und

• in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet,

wobei das Blockadeelement (3) durch eine Bewegung, die eine Rotation des

Blockadeelements (3) um die Längsachse (L) enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden kann,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Bewegung des Blockadeelements (3) von der ersten Position in die zweite Position eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung ist, die als eine Teilbewegung eine Rotation des Blockadeelements (3) um die Längsachse (L) aufweist und als eine andere Teilbewegung eine lineare Bewegung des Blockadeelements (3) entlang der Längsachse (L) enthält, wobei das Blockadeelement (3) als Teil der linearen Bewegung einen Vorsprung (15, 22) überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement (3) seine lineare Bewegung durchführt.

2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Blockadeelement (3) bei seiner linearen Bewegung von einer Führungsfläche (14) einer der zwei Streben (9) geführt wird.

3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (4) eine erste Strebe (9), eine zweite Strebe (9) und eine dritte Strebe (9) aufweist und die aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung des Blockadeelements (3) als eine Teilbewegung eine erste lineare Bewegung des Blockadeelements (3) aufweist, bei der das Blockadeelement (3) zwischen der ersten Strebe (9) und der zweiten Strebe (9) geführt wird, und als weitere Teilbewegung eine zweite lineare Bewegung des Blockadeelements (3) aufweist, bei der das Blockadeelement (3) zwischen der zweiten Strebe (9) und der dritten Strebe (9) geführt wird.

4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung des Blockadeelements (3) vorsieht, dass das Blockadeelement (3) nach einer ersten Teilbewegung, die die erste lineare Bewegung des Blockadeelements (3) enthält, bei der das Blockadeelement zwischen der ersten Strebe (9) und der zweiten Strebe (9) geführt wird, als zweite Teilbewegung eine Rotation um die Längsachse (L) vollzieht, und dann eine dritte Teilbewegung vorsieht, die die zweite lineare Bewegung des Blockadeelements (3) aufweist, bei der das Blockadeelement (3) zwischen der zweiten Strebe (9) und der dritten Strebe (9) geführt wird.

5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockadeelement (3) als Teil der ersten linearen Bewegung einen Vorsprung (15, 22) überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement (3) seine erste lineare Bewegung durchführt und/oder dass das Blockadeelement (3) als Teil der zweiten linearen Bewegung einen Vorsprung (15, 22) überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement (3) seine zweite lineare Bewegung durchführt.

6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (15, 22) an einer Strebe (9) des Führungskäfigs (4) ausgebildet ist.

7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (4) eine Führungswand (18) aufweist, die sich in Richtung der Längsachse (L) erstreckt, und entlang der das

Blockadeelement (3) zur Durchführung einer linearen Bewegung durch Anlage an der Führungswand (18) geführt wird, wobei die Führungswand (18) eine Abschlusskante (19) aufweist, an der die Erstreckung der Führungswand (18) in Richtung der Längsachse (L) endet, wobei das Blockadeelement (3) eine Rotation um die Längsachse (L) durchführen kann, sobald es nach einer durch die Führungswand (18) geführten linearen Bewegung die Abschlusskante (19) passiert hat.

8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockadeelement (3) ein Gewinde aufweist und eine sich entlang der Längsachse (L) erstreckende Schraube (10) in das Gewinde eingreift, wobei der Kopf der Schraube (10) über den Kopfbereich (6) des Führungskäfigs (4) hinaus aus dem Führungskäfig (4) hinausragt.

9. Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils (1 ) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit

• einem Blockadeelement (3), das mindestens eine Anlagefläche (5) zur Anlage an dem zweiten Teil (2) aufweist, und

• einem Führungskäfig (4),

o der sich entlang einer Längsachse (L) von einem Kopfbereich (6) zu einem Fußbereich (7) erstreckt und

o der im Kopfbereich (6) einen Anlageabschnitt (8) zur Anlage an dem ersten Teil (1 ) aufweist und

o dessen Fußbereich (7) dazu geeignet ist, durch die Öffnung des zweiten Teils (2) geführt zu werden, und

o der mindestens zwei Streben (9) aufweist, die sich in Richtung der

Längsachse (L) erstrecken,

wobei das Blockadeelement (3) in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig (4) angeordnet werden kann und dabei

• in einer ersten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet und

• in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet,

wobei das Blockadeelement (3) durch eine Bewegung, die eine Rotation des

Blockadeelements (3) um die Längsachse (L) enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden kann,

wobei der Führungskäfig (4) mindestens einen vorstehenden, sich zum Fußbereich (7) des Führungskäfigs (4) hin verjüngenden Widerhaken (16) aufweist, der von einer besonders weit vorstehenden Endlage in eine weniger weit vorstehende Lage einfedern kann.

10. Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils (1 ) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit

• einem Blockadeelement (3), das mindestens eine Anlagefläche (5) zur Anlage an dem zweiten Teil (2) aufweist, und

• einem Führungskäfig (4),

o der sich entlang einer Längsachse (L) von einem Kopfbereich (6) zu einem Fußbereich (7) erstreckt und

o der im Kopfbereich (6) einen Anlageabschnitt (8) zur Anlage an dem ersten Teil (1 ) aufweist und

o dessen Fußbereich (7) dazu geeignet ist, durch die Öffnung des zweiten Teils (2) geführt zu werden, und

o der mindestens zwei Streben (9) aufweist, die sich in Richtung der

Längsachse (L) erstrecken,

wobei das Blockadeelement (3) in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig (4) angeordnet werden kann und dabei

• in einer ersten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet und

• in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet,

wobei das Blockadeelement (3) durch eine Bewegung, die eine Rotation des

Blockadeelements (3) um die Längsachse (L) enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden kann,

wobei der Anlageabschnitt (8) eine sich in einem Winkel zur Längsachse (L)

erstreckende Lasche (1 1 ) ist, wobei die Lasche (1 1 ) eine Nut (12) zur Aufnahme eines an dem ersten Teil (1 ) vorgesehenen Vorsprungs (13) aufweist.

1 1. Vorrichtung mit einem ersten Teil (1 ) und einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), gekennzeichnet durch eine Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Führungskäfig (4) die Öffnung des zweiten Teils (2) durchgreift und der Anlageabschnitt (8) des Führungskäfigs (4) an einer Oberfläche des ersten Teils (1 ) anliegt und die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) an einer Oberfläche des zweiten Teils (2) anliegt, die der Oberfläche des ersten Teils (1 ), an der der Anlageabschnitt (8) des ersten Teils (1 ) anliegt, abgewandt ist.

12. Verwendung einer Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Befestigen eines ersten Teils (1 ) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), bei der der Führungskäfig (4) die Öffnung des zweiten Teils (2) durchgreift und der Anlageabschnitt (8) des Führungskäfigs (4) an einer Oberfläche des ersten Teils (1 ) anliegt und die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) an einer Oberfläche des zweiten Teils (2) anliegt, die der Oberfläche des ersten Teils (1 ), an der der Anlageabschnitt (8) des ersten Teils (1 ) anliegt, abgewandt ist.

13. Verfahren zum Verbinden eines ersten Teils (1 ) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil (2), unter Einsatz einer Befestigungsvorrichtung, wobei die Befestigungsvorrichtung

• ein Blockadeelement (3), das mindestens eine Anlagefläche (5) zur Anlage an dem zweiten Teil (2) aufweist, und

• einen Führungskäfig (4),

o der sich entlang einer Längsachse (L) von einem Kopfbereich (6) zu einem Fußbereich (7) erstreckt und

o der im Kopfbereich (6) einen Anlageabschnitt (8) zur Anlage an dem ersten Teil (1 ) aufweist und

o dessen Fußbereich (7) dazu geeignet ist, durch die Öffnung des zweiten Teils (2) geführt zu werden, und

o der mindestens zwei Streben (9) aufweist, die sich in Richtung der

Längsachse (L) erstrecken,

aufweist, wobei das Blockadeelement (3) in verschiedenen Positionen in dem

Führungskäfig (4) angeordnet werden kann und dabei

• in einer ersten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet und

• in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig (4) angeordnet ist, dass sich die Anlagefläche (5) des Blockadeelements (3) zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben (9) des Führungskäfigs (4) verbindenden Ebene (E) befindet,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Blockadeelement (3) durch eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung von der ersten Position in die zweite Position bewegt wird, wobei als eine Teilbewegung eine Rotation des Blockadeelements (3) um die Längsachse (L) durchgeführt wird und als eine andere Teilbewegung eine lineare Bewegung des Blockadeelements (3) entlang der Längsachse (L) durchgeführt wird, wobei das Blockadeelement (3) als Teil der linearen Bewegung einen Vorsprung (15, 22) überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement (3) seine lineare Bewegung durchführt.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrens eine Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 eingesetzt wird.

Description:
Befestiqunqsvorrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, eine Vorrichtung mit einem ersten Teil und einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, eine Verwendung einer vorgenannten Befestigungsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil.

Befestigungsvorrichtungen werden beispielsweise in der Automobilindustrie verwendet, um ein erstes Teil mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil zu verbinden.

Bei dem ersten Teil kann es sich um ein Bauteil handeln, welches an einem Träger - dem zweiten Teil - zu befestigen bzw. mit diesem zu verbinden ist.

Es sind Befestigungsvorrichtungen bekannt, die ein Blockadeelement in einem Führungskäfig aufweisen.

Es hat sich herausgestellt, dass ein Bedarf an einer Befestigungsvorrichtung besteht, die gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Befestigungsvorrichtungen einfach aufgebaut ist, einfach vormontiert an dem ersten und/oder zweiten Teil werden kann, von dem ersten und/oder zweiten Teil einfach gelöst werden kann, eine in gewissen Grenzen voreinstellbare Anzugskraft bzw. Kompression zwischen den beiden Teilen ausführen kann und/oder Toleranzen beim Einsetzen in die Öffnung des zweiten Teils ausgleichen kann.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Befestigungsvorrichtung, eine Vorrichtung mit einem ersten Teil und einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, eine Verwendung einer Befestigungsvorrichtung und ein Verfahren zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil zu schaffen, mit dem bzw. der zumindest eines der genannten Vorteile erreicht werden kann

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben.

Die Erfindung geht in einem ersten Aspekt von dem Grundgedanken aus, ein Blockadeelement relativ zu einem Führungskäfig derart zu bewegen, dass das Blockadeelement zwischen zwei Positionen eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung durchführt, wobei den Teilbewegungen unterschiedlichen Funktionen oder Wirkungen zugeordnet sein können. Beispielsweise kann eine Teilbewegung eine Vorspannung eines der beiden Teile, insbesondere des ersten Teils ermöglichen. Alternativ oder zusätzlich kann durch eine lineare Bewegung eine Spannung erzeugt werden. Beispielsweise kann das Blockadeelement derart bewegt werden, dass es in Richtung auf einen Anlageabschnitt des Führungskäfigs hin bewegt wird, und zwischen dem Blockadeelement und dem Anlageabschnitt befindliche Komponenten zusammendrückt werden. Durch die zusammengesetzte Bewegung ist es zudem zusätzlich oder alternativ möglich, das Blockadeelement vor seiner Rotation, die beispielsweise dazu genutzt wird, eine Anlagefläche aus dem Führungskäfig auszuschwenken, linear zu bewegen.

Die Erfindung schafft in einem ersten Aspekt eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil. Die Befestigungsvorrichtung weist ein Blockadeelement auf, das mindestens eine Anlagefläche zur Anlage an dem zweiten Teil aufweist. Ferner weist die Befestigungsvorrichtung einen Führungskäfig, der sich entlang einer Längsachse von einem Kopfbereich zu einem Fußbereich erstreckt. Der Führungskäfig weist im Kopfbereich einen Anlagenabschnitt zur Anlage an dem ersten Teil auf. Der Fußbereich ist dazu geeignet, durch die Öffnung des zweiten Teils geführt zu werden. Der Führungskäfig weist zudem mindestens zwei Streben auf, die sich in Richtung der Längsachse erstrecken. Das Blockadeelement kann in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig angeordnet werden. Es ist dabei in einer ersten Position so in dem Führungskäfig angeordnet, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet. In einer zweiten Position ist das Blockadeelement so in dem Führungskäfig angeordnet, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet. Das Blockadeelement kann durch eine Bewegung, die eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden. Die Bewegung des Blockadeelements von der ersten Position in die zweite Position ist eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung, die als eine Teilbewegung eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse aufweist. Als eine andere Teilbewegung enthält die Bewegung des Blockadeelements eine lineare Bewegung des Blockadeelements entlang der Längsachse, wobei das Blockadeelement als Teil der linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine lineare Bewegung durchführt.

Ein erstes Teil kann ein Bauteil oder eine Komponente sein, insbesondere im Bereich des Fahrzeugbaus, bevorzugt im Automobilbau, die in Form eines Moduls ausgestaltet sein kann. Bei dem ersten Teil kann es sich insbesondere um einen Aggregatträger, ein Teil einer Verkleidung und im Besonderen um ein Lautsprecher bzw. ein Lautsprechermodul, um einen Teil eines Fensterhebermechanismus bzw. einen Teil eines Fensterhebermechanismusmoduls oder ähnlichem handeln. Der erste Teil kann insbesondere ein, vorzugsweise plattenförmiges, organo sheet (OS) umfassen, welches mehrere Lagen von Fasern bzw. Faserbändern („fiber tapes“) umfassen kann.

Das zweite Teil kann ein Bauteil sein, insbesondere im Bereich des Fahrzeugbaus, bevorzugt im Automobilbau, an dem ein oder mehrere Module, Komponenten oder Bauteile, insbesondere in Form des ersten Teils, befestigt werden können. Insbesondere kann es sich bei dem zweiten Teil um einen Teil einer Türkonstruktion oder um eine Tür eines Fahrzeugs, bevorzugt eines Automobils, handeln.

Ein Blockadeelement kann ein Element sein, das in dem Führungskäfig bzw. an dem Führungskäfig entlang bewegt werden kann. Dazu kann das Blockadeelement insbesondere mittels eines weiteren Elements bewegt werden. Das Blockadeelement kann insbesondere eine Bewegung des zweiten Teils, insbesondere eine Bewegung des zweiten Teils fort vom ersten Teil blockieren bzw. in Anlage mit dem zweiten Teil gelangen und auf das zweite Teil eine Kraft ausüben. Das Blockadeelement kann insbesondere block- oder klotzartig ausgebildet sein. Das Blockadeelement kann insbesondere als Gegenstück einer Schraube, bevorzugt als Mutter, ausgebildet sein.

Eine Anlagefläche des Blockadeelements kann eine ebene Ausgestaltung haben. Der Begriff „Fläche“ ist jedoch funktional zu verstehen ist. Bei der „Fläche“ ist es ausreichend, dass mehrere Anlagepunkte vorhanden sind, die in Anlage zum zweiten Teil gelangen können. Die Anlagefläche kann ein Abschnitt einer Oberfläche des Blockadeelements sein, der nicht mittels einer Strukturierung von der übrigen Oberfläche getrennt vorliegen muss. Die Anlagefläche kann insbesondere eine Fläche sein, die bei in dem Führungskäfig angeordneten Blockadeelement dem Kopfbereich des Führungskäfigs zugewandt ist. Die Anlagefläche kann mit dem Blockadeelement aus dem Führungskäfig gedreht werden, um dann in Anlage mit dem zweiten Teil gelangen zu können. Durch die Rotation des Blockadeelements um die Längsachse kann das Blockadeelement zumindest teilweise aus dem Führungskäfig herausragen, wobei eine in sich starre Oberfläche für die Anlage an dem zweiten Teil vorliegen kann. Es können an dem Blockadeelement mindestens zwei Anlageflächen ausgebildet sein, die im Wesentlichen symmetrisch zum Führungskäfig zur Anlage an dem zweiten Teil ausgebildet sein können.

Der Führungskäfig ist ein funktionales Bauteil in bzw. an dem das Blockadeelement positionierbar ist, wobei der Führungskäfig insbesondere Mittel aufweisen kann, an denen bzw. entlang derer das Blockadeelement am Führungskäfig anliegen bzw. geführt werden kann. Der Führungskäfig kann bezüglich seiner Grundfläche rechteckförmig sein. Der Führungskäfig kann im Fußbereich einen Boden aufweisen, der eine Öffnung aufweisen kann. An zwei gegenüberliegenden Seiten des Bodens kann der Führungskäfig insbesondere klammerartig ausgebildet sein, wobei jede der beiden Seiten zwei Streben aufweisen kann. An den beiden Seiten kann im Kopfbereich auf die Streben folgend ein Anlageabschnitt ausgebildet sein. Die beiden gegenüberliegenden Seiten können symmetrisch, insbesondere punktsymmetrisch zur Längsachse, ausgebildet sein. An den anderen beiden Seiten eines rechteckförmigen Führungskäfig kann jeweils eine Wand ausgebildet sein, von denen entweder zumindest eine, insbesondere bevorzugt jede zumindest einen Vorsprung aufweist, der in den Raum hineinragt, in dem das Blockadeelement seine lineare Bewegung vollzieht.

Der Anlageabschnitt ist ein Abschnitt, der in Anlage zum ersten Teil gebracht werden kann. Der Anlageabschnitt kann eine Lasche umfassen, die in Anlage mit dem ersten Teil gelangen kann. Die Befestigungsvorrichtung kann mit dem ersten Teil mittels des Anlagenabschnitts verbunden sei; es ist möglich, dass der Anlageabschnitt für eine formschlüssige Verbindung mit dem ersten Teil ausgebildet ist, bei der die Befestigungsvorrichtung in einer Richtung auf das erste Teil aufgeschoben werden kann, die einen Winkel zur Längsachse des Führungskäfigs aufweisen kann. Es ist zusätzlich oder alternativ möglich, dass der Anlageabschnitt mit dem ersten Teil stoffschlüssig verbunden bzw. verklebt sein kann. In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Anlageabschnitt einen widerlagerartig wirkenden Abschnitt, vorzugsweise in Form der Lasche, umfassen, mit dem sich der Führungskäfig an dem ersten Teil abstützt, wenn auf den Führungskäfig eine Kraft in Richtung auf das erste Teil ausgeübt wird. Diese Kraft kann mittels eines mit dem Führungskäfig und/oder dem Blockadeelement in Eingriff stehenden Elements bereitgestellt werden, welches beispielweise das erste Teil, insbesondere an einer dafür vorgesehenen Öffnung im ersten Teil, durchgreifen kann, um mit dem Führungskäfig und/oder dem Blockadeelement in Eingriff zu gelangen. Das Element kann sich seinerseits an der Fläche des ersten Teils abstützen, die zu der Fläche des ersten Teils, die dem Anlageabschnitt zugewandt ist, abgewandt ist. Es kann vorgesehen sein, dass das Element in das Blockadeelement eingreift und sich an dem ersten Teil abstützt und eine lineare Bewegung des Blockadeelements dazu verwendet wird, die Befestigungsvorrichtung an dem ersten Teil zu sichern bzw. vorzumontieren. Das Element kann als Schraube ausgestaltet sein, die ein Gewinde aufweist, das einem Gewinde am Blockadeelement entspricht und bei Drehung der Schraube dem Blockadeelement eine Bewegung aufgeprägt wird.

Der Anlageabschnitt kann in einer Ausführungsform entsprechend einer Ausgestaltung des ersten Teils korrespondierend zum ersten Teil strukturiert sein. Beispielsweise kann der Anlageabschnitt eine Ausnehmung oder einen Vorsprung aufweisen, mit dem der Führungskäfig entsprechend zu einem korrespondierend ausgebildeten Vorsprung bzw. Ausnehmung des ersten Teils in Anlage gebracht werden kann. So kann der Führungskäfig und damit die Befestigungsvorrichtung zum ersten Teil ausgerichtet werden und/oder drehsicher gehalten werden.

Der Fußbereich des Führungskäfigs ist dazu geeignet, durch die Öffnung des zweiten Teils geführt zu werden, wobei der Fußbereich nicht zwingend mit seiner Projektionsfläche quer zur Längsachse kleiner ausgestaltet sein muss als die Öffnung, sondern es ist auch möglich, dass die Befestigungsvorrichtung mit dem Fußbereich unter einem Winkel durch die Öffnung im zweiten Teil eingeführt wird, so dass die Einführrichtung und die Längsachse der Befestigungsvorrichtung nicht zusammen fallen.

Im Sinne der Beschreibung umfasst eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse in einer Teilbewegung eine Rotation um mindestens 30°, vorzugsweise mindestens 40°, insbesondere bevorzugt mindestens 50°, besonders bevorzugt mindestens 60°, ganz besonders bevorzugt mindestens 70°, insbesondere ganz besonders bevorzugt mindestens 80°. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Blockadeelement in einer Teilbewegung um 90° rotiert. Es kann vorgesehen sein, dass das Blockadeelement als Teil seiner Bewegung von der ersten Position in die zweite Position nur eine Teilbewegung vollführt, bei der das Blockadeelement rotiert wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass als Teil der Bewegung des Blockadeelements von der ersten Position in die zweite Position mehrere Teilbewegungen mit einer Rotation des Blockadeelements um die Längsachse vorliegen können.

Im Sinne der Beschreibung umfasst eine die zwei Streben des Führungskäfigs verbindende Ebene eine Ebene, die im Wesentlichen parallel oder in kleinem Winkel von unter 20° zur Längsachse des Führungskäfigs verläuft. Die Ebene kann als ein Fenster des Führungskäfigs zwischen zwei Streben betrachtet werden, durch das die Anlagefläche des Blockadeelements aus dem Führungskäfig austreten kann. Die Anlagefläche kann eine Normale aufweisen, die im Wesentlichen parallel oder mit einem Winkel deutlich größer als 90°, insbesondere größer als 130°, zur die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene verläuft.

Die Möglichkeit zu einer aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzten Bewegung des Blockadeelements von der ersten Position in die zweite Position wird insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung des Blockadeelements und des Führungskäfigs bereitgestellt. Blockadeelement und Führungskäfig sind derart ausgestaltet, um eine Bewegung des Blockadeelements von der ersten Position in die zweite Position zu ermöglichen, wobei diese Bewegung eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung ist. Ferner sind Blockadeelement und Führungskäfig derart ausgestaltet, um eine Teilbewegung der zusammengesetzten Bewegung zu erlauben, die eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse ist. Ferner können Blockadeelement und Führungskäfig derart ausgestaltet sein, um eine andere Teilbewegung, die eine lineare Bewegung des Blockadeelements entlang der Längsachse ist, zu ermöglichen. Ferner kann ein Vorsprung derart vorgesehen sein, dass das Blockadeelement während der linearen Bewegung den Vorsprung überwindet und der Vorsprung dazu in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine lineare Bewegung durchführt. Die Ausgestaltung von Blockadeelement und Führungskäfig kann eine zwangsgeführte Bewegung des Blockadeelement im bzw. am Führungskäfig erlauben, wenn auf das Blockadeelement ein Kraft ausgeübt wird, die sowohl einen rotatorischen als auch einen translatorischen Anteil aufweist.

Die Erfindung sieht vor, dass das Blockadeelement als Teil einer linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine lineare Bewegung durchführt. Damit das Blockadeelement den Vorsprung überwinden kann, ist es denkbar, das Blockadeelement zumindest in dem Bereich, in dem es in Kontakt mit dem Vorsprung kommt, und/oder den Vorsprung selbst mit einer Elastizität auszuführen,

• die bis zu einem vorbestimmten Niveau einer Kraft, mit der das Blockadeelement gegen den Vorsprung gedrückt oder gezogen wird, das Blockadeelement zurückhält, mit der Folge das die lineare Bewegung trotz Anliegen einer Kraft beendet oder unterbrochen wird, und • die ab diesem vorbestimmten Niveau ein Einfedern des Vorsprungs und/oder des Bereichs des Blockadeelements, mit dem es in Kontakt mit dem Vorsprung kommt, erlaubt und damit dem Blockadeelement erlaubt, den Vorsprung zu überwinden.

Vergleichbares kann erreicht werden, wenn der Vorsprung durch ein federbelastet in einer Ausnehmung eines anderen Element gehaltenes Element ist, beispielsweise der Vorsprung durch eine Kugel gebildet wird, die in einer Ausnehmung eines Elements, beispielsweise einer Wand des Führungskäfigs, sitzt und durch eine Feder in eine über die Wand hervorstehende Lage gehalten wird und durch eine der Federkraft entgegenwirkende Kraft tiefer in die Ausnehmung gedrückt werden kann. Durch die Wahl der Feder kann das vorbestimmte Niveau der Kraft eingestellt werden, bis zu dem das Blockadeelement trotz Drücken oder Schieben mit einer Kraft vom Vorsprung zurückgehalten wird und ab dem das Blockadeelement durch das Drücken oder Schieben mit einer Kraft den Vorsprung überwinden kann.

Damit das Blockadeelement den Vorsprung überwinden kann, ist es beispielsweise aber auch denkbar, den Vorsprung an einem Element des Führungskäfigs vorzusehen, das gegenüber anderen Elementen federnd seine Lage ändert. Beispielsweise kann der Vorsprung an einer Wand des Führungskäfigs vorgesehen sein, die federnd mit einem anderen Element des Führungskäfigs verbunden ist, beispielsweise über einen Biegeabschnitt in das andere Element, beispielsweise einen Boden des Führungskäfigs übergeht. Durch die Elastizität der federnden Verbindung, beispielsweise des Biegeabschnitts, kann das vorbestimmte Niveau der Kraft eingestellt werden, bis zu dem das Blockadeelement trotz Drücken oder Schieben mit einer Kraft vom Vorsprung zurückgehalten wird und ab dem das Blockadeelement durch das Drücken oder Schieben mit einer Kraft den Vorsprung überwinden kann.

In einer besonderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Blockadeelement den Vorsprung überwindet in dem es ihn permanent deformiert oder sogar den Vorsprung von einem Element abtrennt, an dem er ausgebildet ist. Beispielsweise kann der Vorsprung Kugelabschnitt-förmig oder wulstförmig ausgebildet sein, wobei der Vorsprung ab einem vorbestimmten Niveau einer Kraft permanent verformt, insbesondere in die Oberfläche des Elements, an dem er ausgeführt ist, dauerhaft eingedrückt wird oder von der Oberfläche abgerissen wird. In einer besonderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Blockadeelement den Vorsprung nicht dadurch überwindet in dem es ihn permanent deformiert oder sogar den Vorsprung von einem Element abtrennt, an dem er ausgebildet ist, sondern dass der Vorsprung durch Zurückfedern und/oder der Bereich des Blockadeelements, das in Kontakt mit dem Vorsprung kommt, durch Zurückfedern den Form- und/oder Reibschluss zwischen Blockadeelement und Vorsprung aufhebt und es dem Blockadeabschnitt erlaubt, den Vorsprung dadurch zu überwinden und seine lineare Bewegung fortzusetzen.

Das vorbestimmte Niveau der Kraft, bis zu dem das Blockadeelement trotz Drücken oder Schieben mit einer Kraft vom Vorsprung zurückgehalten wird und ab dem das Blockadeelement durch das Drücken oder Schieben mit einer Kraft den Vorsprung überwinden kann, wird abhängig von der Funktion gewählt, die mit dem Zurückhalten und dem dann beim Ansteigen der Kraft über das vorbestimmte Niveau erfolgenden Überwinden des Vorsprungs erreicht werden soll.

Ein Zurückhalten des Blockadeelements durch Form- und/oder Reibschluss mit dem Vorsprung trotz Anliegen einer das Blockadeelement schiebenden oder drückenden Kraft kann zum Erzeugen einer Vorspannung genutzt werden, mit der der Führungskäfig an dem ersten Teil gehalten wird.

Liegt ein Element mit einer Anlagefläche, beispielsweise eine Schraube mit einer Fläche des Sch rauben köpf s an dem ersten Teil an und wird eine Kraft erzeugt, die das Blockadeelement auf die Anlagefläche des Elements, beispielsweise auf den Schraubenkopf hin zieht oder schiebt und kommt das Blockadeelement aufgrund einer dadurch induzierten linearen Bewegung in Anlage mit dem Vorsprung, so drückt das Blockadeelement bei anhaltender Kraft den Führungskäfig über seine Anlage an den Vorsprung in Richtung auf das erste Teil. Der Führungskäfig wird mit einer der anliegenden Kraft entsprechenden Vorspannung gegen das erste Teil gedrückt. Durch die Wahl des Niveaus der Kraft, bis zu dem das Blockadeelement trotz Drücken oder Schieben mit einer Kraft durch den Vorsprung zurückgehalten wird und ab dem das Blockadeelement durch das Drücken oder Schieben mit einer Kraft den Vorsprung überwinden kann, kann festgelegt werden, mit welcher maximalen Vorspannung der Führungskäfig gegen das erste Teil gedrückt werden kann. Das Niveau der Kraft kann beispielsweise in dem Bereich zwischen 1000 bis 4000 N liegen, insbesondere bevorzugt zwischen 1500 und 3000 N und ganz besonders bevorzugt von 2000 bis 2500 N.

Es kann vorgesehen sein, dass das Blockadeelement bei der Durchführung einer linearen Bewegung mit seiner Anlagefläche, bzw. einer die Anlagefläche begrenzenden Kante in Anlage mit dem Vorsprung kommt.

In einer weiteren Ausführungsform kann der im Kopfbereich des Führungskäfig zur Anlage an dem ersten Teil vorgesehene Anlageabschnitt auch eine Stützfläche aufweisen, die dem Fußbereich des Führungskäfig zugewandt ist und die zur Abstützung des Anlageabschnitts an dem zweiten Teil vorgesehen ist. In einer solchen Ausführungsform ist es möglich, dass das zweite Teil zwischen der Stützfläche des Anlageabschnitts, die dann auf einer Seite des zweiten Teils anliegt, und der Anlagefläche des Blockadeelements, die dann auf der gegenüberliegenden Seite des zweiten Teils anliegt, gehalten wird. Je nach Dicke des zweiten Teils und je nach Lage der Stützfläche des Anlageabschnitts relativ zur Anlagefläche des Blockadeelements kann dieses Halten ein spielbehaftetes Halten sein, beispielsweise um eine Verliersicherung bereitzustellen, oder es kann ein klemmendes Halten sein, beim dem das zweite Teil und die Lage des Führungskäfigs relativ zu einander fixiert werden. Sowohl für das spielbehaftete Halten als auch für das klemmende Halten ist es zweckmäßig, die Bewegungsfreiheit des Blockadeelements relativ zum Anlageabschnitt in eine Richtung fort vom Anlageabschnitt zu beschränken. Dies kann durch entsprechende Anordnung eines Vorsprungs erfolgen, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement eine lineare Bewegung von dem Anlageabschnitt fort vollziehen wird. Ist der Vorsprung bei gegebener Dicke des zweiten Teils und gegebener Dicke des Blockadeelements weiter entfernt vom Anlageabschnitt, so wird ein spielbehaftetes Halten ermöglicht. Andererseits kann bei gegebener Dicke des zweiten Teils und gegebener Dicke des Blockadeelements ein klemmendes Halten bewirkt werden, in dem der Abstand zwischen dem Vorsprung und dem Anlageabschnitt gleich oder kleiner als die Summe aus der Dicke des zweiten Teils und der Dicke des Blockadeelements gewählt wird.

Bei einer solchen Ausführungsform, bei der ein zweites Teil spielbehaftet oder klemmend, insbesondere bevorzugt klemmend zwischen einer Stützfläche des Anlageabschnitts und der Anlagefläche des Blockadeelements gehalten wird, kann die Wahl des vorbestimmten Niveaus der Kraft, bis zu dem das Blockadeelement trotz Drücken oder Schieben mit einer Kraft von dem Vorsprung zurückgehalten wird und ab dem das Blockadeelement durch das Drücken oder Schieben mit einer Kraft den Vorsprung überwinden kann, dazu genutzt werden, das maximale Belastungsniveau festzulegen, bis zu dem das zweite Teil noch spielbehaftet, bzw. klemmend an dem Führungskäfig gehalten wird. Das Niveau der Kraft kann beispielsweise sehr niedrig gewählt werden, beispielsweise im Bereich von 1 bis 100 N. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass hohe Kräfte notwendig sind, also Kräfte von über 1000 N.

Es kann vorgesehen sein, dass das Blockadeelement bei der Durchführung einer linearen Bewegung mit einer Rückseite, bzw. einer die Anlagefläche begrenzenden Kante in Anlage mit dem Vorsprung kommt, wobei eine Rückseite eine Seite des Blockadeelements ist, die der Seite gegenüberliegt, an der die Anlagefläche ausgeführt ist. Die Rückseite weist von der Anlagefläche fort.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Blockadeelement bei seiner linearen Bewegung von einer Führungsfläche einer der zwei Streben geführt. Durch die Führung kann ermöglicht werden, dass das Blockadeelement eine im Wesentlichen translatorische Bewegung während der linearen Bewegung vollführt. Zudem erlaubt eine Führung an einer Führungsfläche eine möglichst ruhige und/oder ungestörte lineare Bewegung des Blockadeelements.

Sofern in der Beschreibung auf Zahlenangaben für Elemente abgestellt wird, so umfassen diese, sofern nicht ausdrücklich erwähnt oder unmittelbar aus dem Kontext ersichtlich, auch das Vorsehen einer größeren Anzahl von Elementen als der genannten Zahl.

Der Führungskäfig kann nicht nur zwei Streben aufweisen, sondern eine Vielzahl von Streben, das heißt drei, vier, fünf usw. Das Blockadeelement kann an den vorhandenen Streben oder einer kleineren Zahl der Streben bei den linearen Bewegungen geführt sein. Es kann ausreichend sein, dass das Blockadeelement bei einer linearen Bewegung nur von einer Strebe geführt wird bzw. eine Strebe eine Führungsfläche für das Blockadeelement aufweist. In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Führungskäfig vier Streben auf, die jeweils eine Führungsfläche für das Blockadeelement bei der linearen Bewegung aufweisen können.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Führungskäfig eine erste Strebe, eine zweite Strebe und eine dritte Strebe auf. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung des Blockadeelements als eine Teilbewegung eine erste lineare Bewegung des Blockadeelements aufweist, bei der das Blockadeelement zwischen der ersten Strebe und der zweiten Strebe geführt wird. Die zusammengesetzte Bewegung kann als weitere Teilbewegung eine zweite lineare Bewegung des Blockadeelements aufweisen, bei der das Blockadeelement zwischen der zweiten Strebe und der dritten Strebe geführt wird. Hierdurch ist eine ruhige Führung bzw. ruhige Bewegung ohne ein Verkanten bzw. eine unkontrollierte Bewegung des Blockadeelements möglich. Es sind zwei voneinander getrennte lineare Bewegungen des Blockadeelements möglich, denen eine unterschiedliche Funktion bzw. Wirkung zugeordnet sein kann. Beispielsweise kann in der ersten linearen Bewegung eine Vorfixierung und/oder eine Vorspannung erfolgen. In der zweiten linearen Bewegung kann eine Endmontage bzw. eine vollständige Fixierung bzw. die vollständige Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Teil erfolgen.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung des Blockadeelements vorsieht, dass das Blockadeelement nach einer ersten Teilbewegung, die die erste lineare Bewegung des Blockadeelements enthält, bei der das Blockadeelement zwischen der ersten Strebe und der zweiten Strebe geführt wird, als zweite Teilbewegung eine Rotation um die Längsachse vollzieht, und dann eine dritte Teilbewegung vorsieht, die die zweite lineare Bewegung des Blockadeelements aufweist, bei der das Blockadeelement zwischen der zweiten Strebe und der dritten Strebe geführt wird. Die Streben können für eine Führung bei der linearen Bewegung verwendet werden, wobei die gleichen oder andere Streben nach der Rotation verwendet werden. Dabei ist es möglich, dass die Streben eine andere Führungsfläche vor und nach der Rotation für die lineare Bewegung des Blockadeelements aufweisen. Durch die drei aufeinanderfolgenden Bewegungen sind unterschiedliche Wirkungen des Blockadeelements möglich und einstellbar. Es ist beispielsweise möglich, dass die Rotation des Blockadeelements dazu verwendet werden kann, die Anlagefläche des Blockadeelements aus dem Führungskäfig zu drehen, damit diese in Anlage mit dem zweiten Teil gelangen kann. Die erste lineare Bewegung kann eine Bewegung sein, bei der das Blockadeelement nahezu gänzlich in dem Führungskäfig geführt sein kann, um beispielweise eine Vormontage zu erreichen. Erst mit der anschließenden Rotation kann es möglich sein, dass die Anlagefläche aus dem Führungskäfig herausgedreht wird, um mit dem zweiten Teil in Anlage zu gelangen und die Endmontage durchzuführen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Blockadeelement als Teil der ersten linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine erste lineare Bewegung durchführt und/oder dass das Blockadeelement als Teil der zweiten linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine zweite lineare Bewegung durchführt. Hierdurch ist es möglich, dass dem Monteur bzw. Bediener eine Rückmeldung in Art einer taktilen oder haptischen Rückmeldung gegeben wird, in welcher Position sich das Blockadeelement im Führungskäfig befindet. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dass das Blockadeelement nach Erreichen einer Position nicht oder erschwert in eine schon durchlaufene Position zurückkehrt. Es ist möglich mit den Vorsprüngen Positionen vorzusehen, die einer Vormontagestellung und/oder einer Endmontagestellung entsprechen. Beispielsweise kann mittels des Vorsprungs in der ersten linearen Bewegung, sie sich insbesondere in einem dem Fußbereich benachbarten Bereich vollzieht, eine Position angegeben werden, in der sich das Blockadeelement aufgrund des Vorsprungs zunächst nicht weiter bewegen kann. Dieser Vorsprung kann zum Aufbringen einer Vorspannung für eine Vormontage oder ein Sichern der Befestigungsvorrichtung an dem ersten Teil verwendet werden. Der Vorsprung bei der zweiten linearen Bewegung, der sich bevorzugt in einem Bereich befinden kann, der dem Kopfbereich benachbart ist, kann dazu verwendet werden, das Blockadeelement daran zu hindern, eine Endmontagestellung zu verlassen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Blockadeelement als Teil der ersten linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine erste lineare Bewegung durchführt und dass das Blockadeelement als Teil der zweiten linearen Bewegung mindestens einen vorstehenden, sich zum Fußbereich des Führungskäfigs hin verjüngenden Widerhaken passiert, der von einer besonders weit vorstehenden Endlage in eine weniger weit vorstehende Lage einfedert, wenn das Blockadeelement ihn passiert und in die weit vorstehende Endlage zurückfedert, wenn das Blockadeelement ihn passiert hat. In seiner weit vorstehenden Endlage ragt der Widerhaken in den Raum, in dem das Blockadeelement seine zweite lineare Bewegung durchführt. Durch den Einsatz eines Widerhakens an dieser Stelle kann das Blockadeelement darin gehindert werden, nach Abschluss der zweiten linearen Bewegung sich in die entgegengesetzte Richtung zur zweiten linearen Bewegung zu bewegen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Vorsprung hinsichtlich der ersten linearen Bewegung bzw. der zweiten linearen Bewegung an einer Strebe des Führungskäfigs ausgebildet, so dass eine vereinfachte Befestigungsvorrichtung ausgebildet werden kann, die im Bezug auf diese Ausgestaltung keiner weiteren separater Bauelemente bedarf. Eine einfacher handhabbare Konstruktion ist möglich.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Führungskäfig eine Führungswand auf, die sich in Richtung der Längsachse erstreckt, und entlang der das Blockadeelement zur Durchführung einer linearen Bewegung durch Anlage an der Führungswand geführt wird, wobei die Führungswand eine Abschlusskante aufweist, an der die Erstreckung der Führungswand in Richtung der Längsachse endet, wobei das Blockadeelement eine Rotation um die Längsachse durchführen kann, sobald es nach einer durch die Führungswand geführten linearen Bewegung die Abschlusskante passiert hat. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Führungswand als Teil bzw. Abschnitt einer Strebe ausgebildet ist. Die Führungswand kann auch ein von einer Strebe unabhängig sich erstreckender Abschnitt des Führungskäfigs sein. Bei der Abschlusskante kann es sich um eine eine Ausnehmung begrenzende Kante handeln, die insbesondere einen Schlitz begrenzen kann. Der Begriff „Abschlusskante“ umfasst die strukturelle Ausgestaltung, dass die Führungswand in diesem Bereich endet und somit keine Anlagefläche mehr vorhanden ist, die einer dem Blockadeelement aufgeprägten Drehbewegung entgegenwirken kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Blockadeelement ein Gewinde auf und eine sich entlang der Längsachse erstreckende Schraube greift in das Gewinde ein, wobei der Kopf der Schraube über den Kopfbereich des Führungskäfigs hinaus aus dem Führungskäfig hinaus ragt. Mittels der Ausgestaltung, dass das Blockadeelement ein Gewinde aufweist, in das eine Schraube mit ihrem Gewinde eingreift, und der Kopf über den Kopfbereich des Führungskäfigs hinaus aus dem Führungskäfig hinausragt, kann dem Blockadeelement eine Bewegung aufgeprägt werden, in dem die Schraube gedreht wird. Durch die Drehung der Schraube wird dem Blockadeelement inhärent eine Drehbewegung aufgeprägt, wobei das Blockadeelements an den an dem Führungskäfig vorgesehenen Mitteln geführt werden kann. Ist das Blockadeelement beispielsweise in Anlage mit einer Führungswand, so wird einer möglichen Drehbewegung des Blockadeelements entgegengewirkt und das Blockadeelement bewegt sich rein linear.

Gemäß einem zweiten Aspekt ist ein Kerngedanke der Erfindung einen Verbindungsschritt vorzusehen, mit dem die Befestigungsvorrichtung nach dem Durchgreifen der Öffnung des zweiten Teils daran gehindert werden kann, wieder aus der Öffnung gezogen zu werden.

Die Erfindung schafft in einem zweiten Aspekt eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, wobei es vorgesehen sein kann, dass die zuvor genannten Ausführungen bzw. Ausführungsformen des ersten Aspekts der Erfindung mit dem zweiten Aspekt verknüpft werden können. Die zum ersten Aspekt genannten Ausführungsformen und Merkmale der Befestigungsvorrichtung sind mit der Befestigungsvorrichtung gemäß zweitem Aspekt frei kombinierbar. Gemäß dem zweiten Aspekt weist die Befestigungsvorrichtung ein Blockadeelement, das mindestens eine Anlage zur Anlage an dem zweiten Teil aufweist, und einen Führungskäfig auf. Der Führungskäfig erstreckt sich entlang einer Längsachse von einem Kopfbereich zu einem Fußbereich und weist im Kopfbereich einen Anlageabschnitt zur Anlage an dem ersten Teil auf, wobei der Fußbereich des Führungskäfigs dazu geeignet ist, durch die Öffnung des zweiten Teils geführt zu werden. Der Führungskäfig weist ferner mindestens zwei Streben auf, die sich in Richtung der Längsachse erstrecken. Das Blockadeelement kann in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig angeordnet werden und dabei in einer ersten Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet und in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet. Das Blockadeelement kann durch eine Bewegung, die eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden. Der Führungskäfig weist mindestens einen vorstehenden, sich zum Fußbereich des Führungskäfigs hin verjüngenden Widerhaken auf, der von einer besonders weit vorstehenden Endlage in eine weniger weit vorstehende Lage einfedern kann. Hierdurch kann eine Möglichkeit geschaffen werden, die Befestigungsvorrichtung zunächst an dem zweiten Teil zu halten. Die Befestigungsvorrichtung kann nicht einfach von dem zweiten Teil abfallen. Es können mehr als ein Widerhaken vorgesehen sein, wobei die Anordnung der Widerhaken am Führungskäfig insbesondere symmetrisch sein kann. Mehrere Widerhaken können achsensymmetrisch zueinander angeordnet sein. Um die Herstellung zu vereinfachen, kann es vorgesehen sein, dass zwei Widerhaken vorgesehen sind, die diagonal zueinander am Führungskäfig angeordnet sind.

Gemäß einem dritten Aspekt geht die Erfindung von dem Grundgedanken aus, eine Strukturierung im oder am Anlageelement vorzusehen, die insbesondere einer Drehsicherung der Befestigungsvorrichtung am ersten Teil dient. Es kann eine Struktur vorgesehen sein, die mit einer am ersten Teil zusammenwirkenden Struktur korrespondiert und ein Zusammenwirken einer solchen Struktur mit einer entsprechenden Struktur am ersten Teil ermöglicht.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung schafft die Erfindung eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, wobei die zuvor genannten Merkmale einer Befestigungsvorrichtung gemäß einem zweiten oder ersten Aspekt der Erfindung zwanglos und ohne Einschränkung mit der Befestigungsvorrichtung nach dem dritten Aspekt kombiniert werden können. Die Befestigungsvorrichtung gemäß dem dritten Aspekt weist ein Blockadeelement, das mindestens eine Anlagefläche zur Anlage mit dem zweiten Teil aufweist, und einen Führungskäfig auf. Der Führungskäfig erstreckt sich entlang einer Längsachse von einem Kopfbereich zu einem Fußbereich. Der Führungskäfig weist im Kopfbereich einen Anlageabschnitt zur Anlage an dem ersten Teil auf und der Fußbereich des Führungskäfigs ist dazu geeignet, durch die Öffnung des zweiten Teils geführt zu werden. Ferner weist der Führungskäfig mindestens zwei Streben auf, die sich in Richtung der Längsachse erstrecken. Das Blockadeelement kann in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig angeordnet werden und dabei in einer Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite einer die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet und in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet. Das Blockadeelement kann durch eine Bewegung, die eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse enthält, von der ersten Position in die zweite Position überführt werden. Der Anlageabschnitt ist eine sich in einem Winkel zur Längsachse erstreckende Lasche, wobei die Lasche eine Nut zur Aufnahme eines an dem ersten Teil vorgesehenen Vorsprungs aufweist. Hierdurch kann eine einfach ausgebildete Rotations- bzw. Drehsicherung geschaffen werden, bei der der Anlageabschnitt und der zweite Teil Zusammenwirken können. Die Erfindung schafft auch eine Vorrichtung mit einer der zuvor genannten Befestigungsvorrichtungen mit einem ersten Teil und einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil. Der Führungskäfig durchgreift die Öffnung des zweiten Teils und der Anlageabschnitt des Führungskäfigs liegt an einer Oberfläche des ersten Teils an und die Anlagefläche des Blockadeelements liegt an einer Oberfläche des zweiten Teils an, die der Oberfläche des ersten Teils, an der der Anlageabschnitt des ersten Teils anliegt, abgewandt ist. Eine einfache Anordnung zum Verbinden von erstem und zweitem Teil ist möglich.

Die Erfindung schafft auch eine Verwendung eines der vorgenannten Befestigungsvorrichtungen zum Befestigen eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, bei der der Führungskäfig die Öffnung des zweiten Teils durchgreift und der Anlageabschnitt des Führungskäfigs an einer Oberfläche des ersten Teils anliegt und die Anlagefläche des Blockadeelements an einer Oberfläche des zweiten Teils anliegt, die der Oberfläche des ersten Teils, an der der Anlageabschnitt des ersten Teils anliegt, abgewandt ist.

Ferner schafft die Erfindung auch ein Verfahren zum Verbinden eines ersten Teils mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil, unter Einsatz einer zuvor genannten Befestigungsvorrichtung gemäß einem der vorgenannten drei Aspekte, wobei die Befestigungsvorrichtung ein Blockadeelement, das mindestens eine Anlagefläche zur Anlage an den zweiten Teil aufweist, und einen Führungskäfig aufweist. Der Führungskäfig erstreckt sich entlang einer Längsachse von einem Kopfbereich zu einem Fußbereich. Der Führungskäfig weist im Kopfbereich einen Anlageabschnitt zur Anlage an dem ersten Teil auf und der Fußbereich des Führungskäfigs ist dazu geeignet, durch die Öffnung des zweiten Teils geführt zu werden. Der Führungskäfig weist mindestens zwei Streben auf, die sich in Richtung der Längsachse erstrecken. Das Blockadeelement kann in verschiedene Positionen in dem Führungskäfig angeordnet werden und dabei in einer ersten Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf einer Seite eine die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet und in einer zweiten Position so in dem Führungskäfig angeordnet sein, dass sich die Anlagefläche des Blockadeelements zumindest mehrheitlich, insbesondere bevorzugt gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene befindet. Das Blockadeelement wird durch eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung von der ersten Position in die zweite Position bewegt, wobei als eine Teilbewegung eine Rotation des Blockadeelements um die Längsachse durchgeführt wird und als eine andere Teilbewegung eine lineare Bewegung des Blockadeelements entlang der Längsachse durchgeführt wird, wobei das Blockadeelement als Teil der linearen Bewegung einen Vorsprung überwindet, der in den Raum ragt, in dem das Blockadeelement seine lineare Bewegung durchführt.

Hinsichtlich der Reihenfolge bzw. Durchführung der Teilbewegungen des Blockadeelements ist es möglich, dass nur eine oder mehrere lineare Bewegungen als Teilbewegungen vorgesehen sind. Bevorzugt können die linearen Bewegungen, sofern mehr als eine vorgesehen ist, in einer Richtung gerichtet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass lineare Bewegungen vorgesehen sind, die eine unterschiedliche Richtung des Blockadeelements im Führungskäfig aufweisen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die linearen Bewegungen des Blockadeelements derart, dass das Blockadeelement vom Fußbereich zum Kopfbereich im Führungskäfig während der linearen Bewegung bewegt wird. Es kann jedoch auch eine Bewegungsumkehr in den linearen Bewegungen vorliegen, so dass eine lineare Bewegung zunächst in einer Richtung erfolgt, dann eine Rotation des Blockadeelements und im Weiteren eine lineare Bewegung des Blockadeelements in Gegenrichtung zur Richtung der ersten linearen Bewegung.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird bei dem Verfahren eine Befestigungsvorrichtung gemäß einem der drei Aspekte der Erfindung eingesetzt.

Der Führungskäfig kann Metall, einen Kunststoff oder ein Verbundmaterial aufweisen. Insbesondere bevorzugt wird der Führungskäfig aus einem Stanzteil hergestellt, insbesondere bevorzugt durch Biegen von Abschnitten des Stanzteils. Der Führungskäfig kann auch als Spritzgussteil hergestellt sein.

Das Blockadeelement kann Metall, einen Kunststoff oder ein Verbundmaterial aufweisen.

Es sind Ausführungsformen denkbar, bei denen das Blockadeelement als einstückiges Element des Führungskäfigs hergestellt wird. Insbesondere bevorzugt sind bei einer solchen Ausführungsform Sollbruchstellen vorgesehen, die entweder zu Beginn der aus mehreren Teilbewegungen des Blockadeelements zusammengesetzten Bewegung des Blockadeelements gebrochen werden oder die in einem separaten Schritt, beispielsweise in Vorbereitung auf die aus mehreren Teilbewegungen des Blockadeelements zusammengesetzten Bewegung des Blockadeelements gebrochen werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen, die lediglich Ausführungsformen der Erfindung zeigen, näher erläutert. Darin zeigt:

Fiq. 1 eine isometrische Ansicht einer Befestigungsvorrichtung; Fig. 2 eine geschnittene Darstellung der Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 von der Seite;

Fig. 3 einen Führungskäfig einer Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 in isometrischer Darstellung;

Fig. 4 ein Blockadeelement einer Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 in isometrischer Darstellung;

Fig. 5 eine Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem ersten Teil in Seitenansicht in teilweise geschnittener Darstellung;

Fig. 6 eine Ansicht einer Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem ersten Teil in einer Ansicht schräg von unten;

Fig. 7 eine Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem ersten und einem zweiten Teil mit einem Blockadeelement in einer ersten Position;

Fig. 8 eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem ersten und einem zweiten Teil mit einem Blockadeelement in einer weiteren Position;

Fig. 9 die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 8 in geschnittener und weggebrochener Darstellung, bei dem das Blockadeelement in der in Figur 8 dargestellten Position ist;

Fig. 10 die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 8 in geschnittener und weggebrochener Darstellung mit einer beginnenden Rotationsbewegung eines Blockadeelements aus der in Figur 9 dargestellten Position;

Fig. 1 1 die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 8 in geschnittener und weggebrochener Darstellung am Ende einer Rotationsbewegung eines Blockadeelements;

Fig. 12 eine Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem Blockadeelement in einer weiteren Position;

Fig. 13 die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit einem Blockadeelement in einer noch weiteren Position;

Fig. 14 eine Seitenansicht einer Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 1 in der in Figur 13 dargestellten Position mit dem zweiten Teil;

Fig. 15 eine isometrische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung aus einer ersten Perspektive und

Fig. 16 eine isometrische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung aus einer zweiten Perspektive.

Die in den Figuren dargestellte Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung vereint drei Aspekte, die jeder für sich alleine in Alleinstellung betrachtet werden können, ohne dass es eines zusätzlichen Vorhandenseins eines oder beider der anderen Aspekte bedarf. Die Betrachtung der drei Aspekte in einer Ausführungsform dient lediglich einer vereinfachten und kompakten Darstellung. Figur 1 zeigt in einer isometrischen Darstellung eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden eines ersten Teils 1 (vgl. Figuren 5 bis 8 sowie 12 und 13) mit einem zweiten, eine Öffnung aufweisenden Teil 2 (vgl. 7, 8 und 12 bis 14). Die Befestigungsvorrichtung weist ein Blockadeelement 3 und einen Führungskäfig 4 auf.

Das Blockadeelement 3 weist zwei zueinander beabstandete Anlageflächen 5, die schraffiert dargestellt sind, zur Anlage an dem zweiten Teil 2 auf. Die Anlageflächen 5 bilden Abschnitte der dem Kopfbereich 6 zugewandten Oberfläche des Blockadeelements 3.

Der Führungskäfig 4 der Befestigungsvorrichtung weist einen Kopfbereich 6 und einen Fußbereich 7 auf, wobei sich der Führungskäfig 4 entlang einer Längsachse L von dem Kopfbereich 6 zu dem Fußbereich 7 erstreckt. Im Kopfbereich 6 weist der Führungskäfig 4 einen Anlageabschnitt 8 rechts und einen Anlageabschnitt 8 links auf, die zur Anlage an dem ersten Teil 2 vorgesehen sind. Der Fußbereich 7 des Führungskäfigs 4 ist dazu geeignet, durch die Öffnung des zweiten Teils 2 geführt zu werden. Ferner weist der Führungskäfig 4 vier Streben 9 auf, die sich in Richtung der Längsachse L erstrecken.

Je zwei der Streben 9 sind an klammerartig ausgebildeten Seiten des Führungskäfigs

4 jeweils gegenüberliegend zueinander ausgebildet.

Das Blockadeelement 3 kann in verschiedenen Positionen in dem Führungskäfig 4 angeordnet werden, was im Nachfolgenden näher beschrieben wird. Der Führungskäfig 4 weist zum Führen des Blockadeelements 3 während einer Bewegung des Blockadeelements 3 Mittel auf, die eine vorgegebene Bewegung des Blockadeelements 3 am Führungskäfig 4 ermöglichen.

In der in Figuren 1 und 2 gezeigten Darstellung ist das Blockadeelement 3 in einer ersten Position so in dem Führungskäfig 4 angeordnet, dass sich die Anlageflächen 5 des Blockadeelements 3 gänzlich auf einer Seite einer die Streben 9 des Führungskäfigs 4 verbindenden Ebene E befinden.

Im nachfolgenden wird dargelegt, dass das Blockadeelement 3 in einer weiteren Position so in dem Führungskäfig 4 angeordnet sein kann, dass sich die Anlagefläche

5 gänzlich auf der anderen Seite der die zwei Streben 9 des Führungskäfigs 4 verbindenden Ebene E befindet (vgl. Figur 1 1 ). Die Bewegung des Blockadeelements 3 von der in Figuren 1 und 2 dargestellten Position in die in Figur 1 1 dargestellte Position ist eine aus mehreren Teilbewegungen zusammengesetzte Bewegung, wie es nachfolgend anhand des mit den Figuren illustrierten Bewegungsablauf gezeigt wird. In der Figur 1 1 ist zu sehen, dass das Blockadeelement 3 durch eine Rotation des Blockadeelements 3 um die Längsachse L von der ersten Position in die zweite Position überführt wurde (vgl. Figuren 9 und 10).

Zur Bewegung des Blockadeelements 3 in dem Führungskäfig 4 ist eine Schraube 10 vorgesehen, wobei das Blockadeelement 3 ein Innengewinde aufweist, das mit dem Außengewinde der Schraube 10 korrespondiert.

Gemäß Figur 5 ist die Befestigungsvorrichtung ist an einem ersten Teil 1 angeordnet und die Schraube 10 greift in das Gewinde des Blockadeelements 3 ein. Die Schraube

10 durchgreift ferner das erste Teil 1 , wobei eine Öffnung in dem ersten Teil 1 vorgesehen ist, an deren Rand eine Anlagefläche für den Kopf der Schraube 10 ausgebildet ist. Der Kopf der Schraube 10 ragt über den Kopfbereich 6 des Führungskäfigs 4 hinaus aus dem Führungskäfig 4.

Der Führungskäfig 4 ist dabei so an dem ersten Teil 1 angeordnet, dass der als Lasche

1 1 ausgebildete Anlageabschnitt 8 eine Nut 12 aufweist, die einen Vorsprung 13 des ersten Teils 1 aufnimmt.

Wird die Schraube 10 gedreht, so kann sich das Blockadeelement 4 in dem Führungskäfig 4 zwischen dem Kopfbereich 6 und dem Fußbereich 7 bewegen. Die Bewegung des Blockadeelements 4 ist eine lineare Bewegung sofern das Blockadeelement 4 zumindest in Anlage an einer Führungsfläche 14 ist, die eine Rotation des Blockadeelements 3 verhindert. Das Blockadeelement 3 kann an der Führungsfläche 14, die an den Streben 9 ausgebildet sind, geführt werden.

In Figur 5 ist eine Position des Blockadeelements 3 im Führungskäfig 4 dargestellt, bei der das Blockadeelement 3 bei seiner linearen Bewegung auf Vorsprünge trifft. Die Vorsprünge 15 ragen in den Raum, in dem das Blockadeelement 3 seine lineare Bewegung durchführt. Die Vorsprünge 15 verhindern zunächst eine mögliche weitere lineare Bewegung auf den Kopfbereich 6 zu und die Befestigungsvorrichtung kann an dem ersten Teil 1 fixiert werden.

In diesem Zustand kann die Befestigungsvorrichtung zusammen mit dem ersten Teil 1 in die Öffnung des zweiten Teils 2 eingeführt werden. Das Einführen der Befestigungsvorrichtung geschieht über den Fußbereich 7. An dem Führungskäfig 4 sind zwei vorstehende, sich zum Fußbereich 7 des Führungskäfigs 4 hin verjüngende Widerhaken 16 vorgesehen, die von einer besonders weit vorstehenden Endlage in eine weniger weit vorstehende Lage einfedern können. Die Widerhaken 16 sind im Wesentlichen punktsymmetrisch zur Längsachse L angeordnet. Nach dem Einführen der Befestigungsvorrichtung in die Öffnung des zweiten Teils 2 ergibt sich der in Figur 7 dargestellte Zustand.

Das erste Teil 1 ist mittels der daran fixierten Befestigungsvorrichtung an dem zweiten Teil 2 gesichert. Die Widerhaken 16 ermöglichen ein Halten des ersten Teils 1 an dem zweiten Teil 2.

Wird die Schraube 10 in der in Figur 7 dargestellten Position weiter gedreht, so bewegt sich das Blockadeelement 3 linear über den Vorsprung 15 hinweg und es ergibt sich die in Figur 8 dargestellte Position., wobei der Pfeil in Richtung auf den Kopfbereich 6 die lineare Bewegung schematisch andeutet. Bei einem weiteren Voranschreiten der Bewegung kommt das Blockadeelement 3 in einen Bereich, in dem die Strebe 9 einen Schlitz bzw. eine Ausnehmung 17 aufweist. Ferner weisen die Wände, an denen jeweils ein Vorsprung 15 ausgebildet ist, je einen als Rastnase ausgestalteten Vorsprung 23 auf, die eine weitere lineare Bewegung auf den Kopfbereich 6 zu, verhindern. Dabei kann die Lage der Vorsprünge 23 an die Lage der Ausnehmungen 17 angepasst sein.

Die Ausnehmung 17 ist in zwei voneinander beabstandeten Streben 9, die diagonal zueinander bezogen auf die Grundfläche des Führungskäfigs 4 angeordnet sind, ausgebildet. Die die Ausnehmung 17 aufweisenden Streben 9 weisen eine Führungswand 18 auf, die für eine Führung der linearen Bewegung vorgesehen ist.

Insbesondere der Figur 2 ist zu entnehmen, dass die die Ausnehmung 17 aufweisenden Streben 9 einen Abschnitt als Führungswand 18 aufweisen, der sich in Richtung der Längsachse L erstreckt. Die Führungswand 18 ist Teil der Strebe 9. Das Blockadeelement 3 wird entlang der Führungswand 18 zur Durchführung der linearen Bewegung durch Anlage an der Führungswand 18 geführt. Die Führungswand 18 weist eine Abschlusskante 19 auf, die die Ausnehmung 17 begrenzt. An der Abschlusskante 19 endet die Erstreckung der Führungswand 18 in Richtung der Längsachse L. Passiert das Blockadeelement 3 bei seiner linearen Bewegung die Abschlusskante 19 kann das Blockadeelement 3 eine Rotation um die Längsachse L durchführen und auf den in der Figur 8 dargestellten Zustand folgt bei weiterer Drehung der Schraube 10 der in den Figuren 9 bis 1 1 dargestellte Bewegungsablauf. Das Blockadeelement 3 führt die Rotation um die Längsachse L durch, nachdem das Blockadeelement 3 die Abschlusskante 19 der Führungswand 18 bei der (ersten) linearen Bewegung passiert hat.

Das Blockadeelement 3 vollführt eine im Wesentlichen 90°-Drehung um die Längsachse L bei der Rotation und gelangt in Anlage an Führungsflächen 20 des Führungskäfigs 4, die an den Streben 9 gebildet sind. Die Führungsflächen 20 sind quer zu den Führungsflächen 14 angeordnet. Die Führungsflächen 20 sind im Wesentlichen 90° um die Längsachse L zu den Führungsflächen 14 gedreht.

Durch die Rotation des Blockadeelements 3 gelangt die Anlagefläche 5 auf die andere Seite der die Streben des Führungskäfigs verbindenden Ebene, so dass die Anlagefläche 5 in Anlage zum zweiten Teil 2 gelangen kann (vgl. Fig. 1 1 ). Dies ist in Figur 12 dargestellt, nachdem das Blockadeelement 3 nach der Rotation eine weitere lineare Bewegung vollzogen hat, die mittels der Drehung der Schraube 10 induziert wurde.

Das Blockadeelement 3 wird nunmehr zwischen anderen Streben 9 bei der linearen Bewegung geführt. Während das Blockadeelement 3 während der ersten linearen Bewegung vor der Rotation zwischen den klammerartig gegenüberliegenden ausgebildeten Streben 9 geführt wurde, wird das Blockadeelement 3 nach der Rotation zwischen Streben 9 einer Klammer linear geführt.

Bei einer weiteren Drehung der Schraube 10 und einer weiteren linearen Bewegung des Blockadeelements 3 wird der zweite Teil 2 weiter auf den ersten Teil 1 zubewegt, welches in Figur 13 dargestellt ist. Eine Dichtung 21 , die zwischen dem ersten Teil 1 und dem zweiten Teil 2 angeordnet ist, wird komprimiert.

Bei der weiteren linearen Bewegung zwischen den in den Figuren 12 und 13 dargestellten Zuständen, überwindet das Blockadeelement 3 den am Führungskäfig 4 ausgebildeten Vorsprung 22. Der Vorsprung 22 ragt in den Raum, in dem das Blockadeelement 3 seine lineare Bewegung durchführt. Der Vorsprung 22 ist an zwei Streben 9 ausgebildet.

Der Figur 14 ist zu entnehmen, dass die Schraube 10 aus dem Blockadeelement 3 gedreht werden kann, ohne dass die Verbindung zwischen dem ersten Teil 1 und dem zweiten Teil 2 gelöst wird. Die Verbindung kann aber wieder gelöst werden, indem das Blockadeelement 3 in einer linearen Bewegung in Richtung auf den Fußbereich 7 des Führungskäfigs am Vorsprung 22 vorbei bewegt wird.

Die Ausführungsform der Fig. 15 und 16 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 14 gezeigten Ausführungsform durch Widerhaken 100, die anstelle der Vorsprünge 22 vorgesehen sind. Die Widerhaken 100 verjüngen sich zum Fußbereich 7 des Führungskäfigs 4. Der jeweilige Widerhaken 100 kann von einer besonders weit vorstehenden Endlage (in den Fig. 15 und 16 dargestellt) in eine weniger weit vorstehende Lage einfedern, wenn das Blockadeelement 3 ihn passiert und in die in Fig. 15 und 16 dargestellte, weit vorstehende Endlage zurückfedern, wenn das Blockadeelement ihn passiert hat, wie in Fig. 15 und 16 dargestellt. In seiner weit vorstehenden Endlage ragt der Widerhaken 100 in den Raum, in dem das Blockadeelement 3 seine zweite lineare Bewegung durchführt. Durch den Einsatz eines Widerhakens an dieser Stelle kann das Blockadeelement 3 darin gehindert werden, nach Abschluss der zweiten linearen Bewegung sich in die entgegengesetzte Richtung zur zweiten linearen Bewegung zu bewegen.