| WO/2001/041396 | INDIRECT DATA TRANSMISSION |
| WO/2010/139920 | APPARATUS AND METHOD FOR IMPLEMENTING SAFE VISUAL INFORMATION PROVISION |
| JP07002111 | METHOD FOR DETECTING MOVING VEHICLE |
VAIHINGER, Stefan (Im Winkelrain 67, Tübingen, 72076, DE)
SCHLÖGL, Andreas (Almoshofer Hauptstrasse 103, Nürnberg, 90427, DE)
VAIHINGER, Stefan (Im Winkelrain 67, Tübingen, 72076, DE)
| Patentansprüche 1 . Befestigungs- und Schutzvorrichtung für eine Euro-Balise, wobei die Eu- ro-Balise im Gleisbereich des schienengebundenen Eisenbahnverkehrs zum Einsatz kommt, gekennzeichnet dadurch, dass die Balise (12) vorzugsweise mittig und mit ihrer Oberfläche bündig in einer Aussparung (4) in einem rechteckig ausgeführten Baiisenträger (1 ) eingebettet ist, der eine U-förmige Querschnittsform aufweist, wobei der Baiisenträger (1 ) an seiner der Balise abgewandten Unterseite einen in Querrichtung verlaufenden Kanal (3) in Form einer Nut besitzt und der Baiisenträger über mindestens ein Befestigungssystem (8) mit dem Schienenfuß der beiden Schienen/der Fahrbahn oder direkt per Schraubanker (5) mit der Festen Fahrbahn/Schwelle lösbar verbunden ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , gekennzeichnet dadurch, dass der Bali- senträger (1 ) über mindestens ein als Winkel ausgeführtes, seitlich angeordnetes Befestigungssystem (8) und Schrauben am Schienenfuß der parallel laufenden Schienen/der Festen Fahrbahn befestigt ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, dass der Baiisenträger (1 ) direkt mit seitlich von / vor oder hinter der Balise (12) angeordneten Schraubankerdurchführungen (5) auf der Festen Fahrbahn fixiert ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass das als Winkel ausgeführte Befestigungssystem (8) vorzugsweise aus Metall gefertigt, über Bohrungen (9) höhenverstellbar ausgeführt und mit Befestigungsdurchführungen (10) versehen ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass der Baiisenträger (1 ) zur Fixierung des Befestigungssystems (8) seitliche Gewindehülsen (6) aufweist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, dass der Baiisenträger (1 ) aus hochfestem Beton oder UV-beständigen, hochfestem Kunststoff besteht. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, dass die Balise (12) mittels Maschinenschrauben am Boden der Aussparung (4) des Baiisenträgers (1 ) befestigt ist, wobei am Boden der Aussparung (4) entsprechende Gewindehülsen (1 1 ) eingearbeitet sind. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, dass die U-förmige Querschnittsform des Baiisenträgers (1 ) so ausgeführt ist, dass die Balise (12) beidseitig zum Anschluss eines Kabels (13) seitlich offen ist. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, dass die U-förmige Querschnittsform des Baiisenträgers (1 ) so ausgeführt ist, dass sie die Balise (12) seitlich weitgehend umschlossen bzw. einge- bunden oder offen ist. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, dass der Baiisenträger (1 ) an seiner Unterseite und/oder an seiner Kontaktfläche zur Festen Fahrbahn/Schwelle, mit einem vibrationsdämmenden Material (2) belegt/beschichtet ist. 1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, gekennzeichnet dadurch, dass beidseitig an den Seitenflächen des Baiisenträgers (1 ) seitlich der Mittelachse eine senkrechte Nut (7) zur sicheren Kabelführung eingearbei- tet ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 1 1 , gekennzeichnet dadurch, dass die Nut (3) des Baiisenträgers (1 ) für die Durchführung eines Linienleiterka- bels ausgeführt ist. |
Die Erfindung betrifft eine Befestigungs- und Schutzvorrichtung für eine Euro- Balise, wobei die Euro-Balise im Gleisbereich des schienengebundenen Eisenbahnverkehrs zum Einsatz kommt.
Bei der DB AG sind bisher ca. 3000 Balisen verlegt. Davon sind der größere Teil GNT- Balisen (Gleisneigetechnik), der andere Teil ist für die ETCS-Pilotausrüstung der Stre- cke Berlin-Leipzig mit ca. 1250 ETCS-Balisen. Sämtliche bisher bei der DB AG verlegten Balisen werden mit einer maximalen Geschwindigkeit von 200 km/h überfahren. Im Zuge einer flächendeckenden ETCS-Ausrüstung des Hochgeschwindigkeitsnetzes der DB AG und der Europäischen Union werden nach und nach sämtliche HGV- Strecken ausgerüstet. Dies erfordert die Anwendung eines geeigneten Systems zur Befestigung von Balisen für Geschwindigkeiten über 200 km/h. Betroffen sind in erster Linie Strecken mit Fester Fahrbahn wie z.B. der Strecke Nürnberg-Ingolstadt, deren ETCS-Ausrüstung bereits beauftragt ist. Künftig werden aber noch weitere Hochgeschwindigkeitsstrecken mit Schotteroberbau mit Balisen ausgerüstet (Hannover- Würzburg). Es werden folgende Anforderungen gestellt:
- Befestigungssystem für Geschwindigkeiten bis zu 330 km/h (Anforderung gemäß Anforderungsdokument)
Befestigungssystem muss LZB-kompatibel sein.
Befestigungssystem muss in der Lage sein, die Kräfte, welche durch den Eisenbahnbetrieb auf die Balise und das Befestigungssystem wirken (z.B. Eisabwurf), nicht zur Zerstörung oder einem Abriss der Balise und/oder des Befestigungssystems führen und somit eine Gefährdung für den Eisenbahnbetrieb und/oder Personen darstellen.
Befestigungssystem muss so ausgeführt sein, dass die Sende- und Empfangseigenschaften der Balise (z.B. durch Metallmassen) nicht beeinträchtigt werden. - Befestigungssystem muss so ausgeführt sein, dass bei einem Aufprall eines Körpers dieser nicht so abprallt, dass er nach oben wegfliegt und dort das ggf. in diesem Moment überfahrende Fahrzeug am Unterboden trifft. Auf der festen Fahrbahn kommen zusätzlich zu den zur Anwendung kommenden Geschwindigkeiten bis 330 km/h noch weitere Anforderungen hinzu, die durch das Befesti- gungssystem beherrscht werden müssen: Aufgrund der Armierung der Festen
Fahrbahn muss die tiefste Lage des Referenzpunktes der Balise höher liegen als bei einer Fahrbahn mit Schwellen. Dadurch liegen die Balisen höher aufgestän- dert im Gleis und sind deshalb in einer exponierteren Lage. Dies und der Umstand, dass auf der Festen Fahrbahn durch die glatte Fläche zwischen den Schienen (im Gegensatz zu den Schwellenfächern beim Schotteroberbau) die Geschwindigkeit eines abgeworfenen Eisklotzes nur sehr langsam abnimmt, führt zu einer drastisch größeren Wirklänge und in der Folge zu einer höheren
Zerstörungswahrscheinlichkeit der Balisen, wenn diese ohne Schutzvorrichtung befestigt werden. Dies führt unabhängig von der Relevanz für die Sicherheit zwangsläufig zu höheren (nicht akzeptablen) Verfügbarkeitseinschränkungen. Befestigungssystem muss auch für Balisen mit Kabel geeignet sein (Transpa- rentdatenbalisen, L1 -Balisen).
Bekannt ist ein Schienenfußklammer-Set mit U-Profilen zur kompletten Befestigung von Impulsgebern, wie z. B. Balisen zwischen Bahnschwellen, bestehend aus einer Schienenfußklammer und angenietetem U-Profil sowie Bohrungen zum Befestigen der Balise und einer weiteren Schienenfußklammer mit angenietetem U-Profil, wobei beide Teile des Sets mittels einer fest verschweißten verzinkten Stahlplatte an beiden Enden der U- Profile mit der innenliegenden UV-beständigen Kunststoffplatte auf der Baustelle miteinander verschraubt werden, wobei die Schrauben im metallischen Teil der Stahlplatte durch UV-beständige Kunststoff hü Isen geführt werden und die selbstsichernden Mut- tern ebenfalls im Kunststoff eingebettet und dadurch isoliert werden (DE 20 2007 004 297 U1).
Die verwendete Schienenfußklammer ist aus der DE 196 49 214 C2 bekannt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungs- sowie Schutzvorrichtung zur Aufnahme von Gleisbalisen zu entwickeln, die es erlaubt, die Balise wirksam vor Gefährdungen aus dem Eisenbahnbetrieb zu schützen und die Sende- sowie die Empfangseigenschaften der Balise nicht beeinträchtigt. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass
die Balise vorzugsweise mittig und mit ihrer Oberfläche bündig in einer Aussparung in einem rechteckig ausgeführten Baiisenträger eingebettet ist, der eine U- förmige Querschnittsform aufweist, wobei der Baiisenträger an seiner der Balise abgewandten Unterseite einen in Querrichtung verlaufenden Kanal in Form einer Nut besitzt und der Baiisenträger über mindestens ein Befestigungssys- tem mit dem Schienenfuß der beiden Schienen/der Fahrbahn oder direkt per Schraubanker mit der Festen Fahrbahn/Schwelle lösbar verbunden ist.
Der Baiisenträger ist über mindestens ein als Winkel ausgeführtes, seitlich an- geordnetes Befestigungssystem und Schrauben am Schienenfuß der parallel laufenden Schienen/der Festen Fahrbahn befestigt.
Der Baiisenträger ist direkt mit seitlich von / vor oder hinter der Balise angeordneten Schraubankerdurchführungen auf der Festen Fahrbahn fixiert.
Das als Winkel ausgeführte Befestigungssystem ist vorzugsweise aus Metall gefertigt, über Bohrungen höhenverstellbar ausgeführt und mit Befestigungsdurchführungen versehen. Der Baiisenträger weist zur Fixierung des Befestigungssystems seitliche Gewindehülsen auf und ist aus hochfestem Beton oder UV-beständigen, hochfestem Kunststoff hergestellt.
Die Balise ist mittels Maschinenschrauben am Boden der Aussparung des Bali- senträgers befestigt, wobei am Boden der Aussparung entsprechende Gewindehülsen eingearbeitet sind.
Die U-förmige Querschnittsform des Baiisenträgers ist dabei so ausgeführt, dass die Balise beidseitig zum Anschluss eines Kabels seitlich offen ist.
Die U-förmige Querschnittsform des Baiisenträgers ist so ausgeführt, dass sie die Balise seitlich weitgehend umschlossen bzw. eingebunden oder offen ist.
Beidseitig an den Seitenflächen des Baiisenträgers ist seitlich der Mittelachse eine senkrechte Nut zur sicheren Kabelführung eingearbeitet.
Die Nut des Baiisenträgers ist für die Durchführung eines Linienleiterkabels ausgeführt. Der Baiisenträger ist an seiner Unterseite und/oder an seiner Kontaktfläche zur Festen Fahrbahn/Schwelle mit einem vibrationsdämmenden Material belegt/beschichtet. Es wird eine kombinierte Befestigungs- und Schutzvorrichtung für die Euro-Balise vorgeschlagen. Die Balise wird in einem speziell geformten Beton- oder Kunststoffkörper aufgenommen, welcher mittels eines Befestigungssystems an der Schiene, festen Fahrbahn oder der Schwelle montiert wird. Der Baiisenträger ist dabei so aufgebaut und geformt, dass der Aufschlag eines Gegenstandes (z.B. eines Eisklotzes) nicht zur Zerstörung des Baiisenträgers führt, dabei ist noch genau zu definieren in welcher Größenordnung Abplatzungen oder Abbrüche, Risse tolerabel sind. Weiterhin soll diese Konstruktion leicht zu montieren sein. Es ist vorgesehen, dass bei einer eventuellen Demontage keine bleibenden Beschädigungen (z.B. Bohrungen) in der festen Fahrbahn oder den betroffenen Schwellen hinterlassen werden.
Um die Sende- und Empfangseigenschaften der Balisen nicht zu beeinträchtigen, ist die Aussparung in der Vorrichtung so ausgeführt, dass die Oberkante der Balise und die Oberseite der Vorrichtung flächenbündig liegen. Ein horizontal oder nahezu horizontal anfliegender Körper kann damit die Balise nur streifend berühren und damit keine zerstörerische Wirkung entfalten. Weiterhin ist auf Stahlarmierung im Bereich der Bali- senaussparung zu verzichten, stattdessen kommt faserverstärkter Beton zur Anwendung. Verstärkungen aus Metall sollen beim Einsatz von kleinen Eurobaiisen und bei querliegendem Einbau mindestens 32 cm vom Referenzpunkt, bei großen Balisen 47 cm vom Referenzpunkt an den exponierten Stellen an der Vorder- bzw. Rückseite zum Einsatz kommen.
Um eine Ablenkung eines Körpers nach oben zu verhindern, ist die Vorrichtung so zu konstruieren, dass Anrampungen nicht vorkommen. Die Kanten sind jedoch abgerundet.
Um Transparentdatenbalisen verwenden zu können, ist es erforderlich, das Datenkabel für den Informationstransfer vom Stellwerk (bzw. von der Lineside Electronic Unit, (LEU)) vor horizontal oder nahezu horizontal in Fahrtrichtung anfliegenden Gegenstän- den zu schützen. Hierfür wird seitlich eine vertikale Aussparung im Befestigungskörper (siehe Zeichnung in der Anlage) angebracht.
Für die Kompatibilität mit der Linienzugbeeinflussung (LZB) wird ein Kanal in der Befestigungs- und Schutzvorrichtung vorgesehen, der an der Unterseite mittig in Gleisrich- tung verläuft. Die mechanischen Anforderungen werden durch die Form und das Material mit entsprechenden Verstärkungen an den exponiertesten Stellen erfüllt.
Vorteile der Erfindung:
- Absorbtion der auftretenden Kräfte durch den Eisenbahnbetrieb,
- definiertes Eigengewicht und somit resistent gegen Sog- und Druckkräfte, universell auf der Festen Fahrbahn und der Schwelle einsetzbar,
Fertigteilelement mit einem definierten Montagesatz,
ermöglicht den Einsatz von Balisen bei Geschwindigkeiten bis zu 330 km/h auf Schwellen und auf der Festen Fahrbahn in Deutschland,
- es wird eine Verbesserung der Verfügbarkeit der Balisen erwartet.
Ausführunqsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Dabei zeigt:
Figur 1 - die seitlich umgreifende Ausführung der Baiisenaufnahme im Gleisbereich mit Befestigungsvorrichtung
Figur 2 - die seitlich umgreifende Ausführung der Baiisenaufnahme im Gleisbereich ohne Befestigungsvorrichtung
Der rechteckig ausgeführten Baiisenträger 1 nach Fig. 1 ; 2 wird vorzugsweise aus Beton oder Kunststoff gefertigt. Der Baiisenträger 1 hat in seinem Querschnitt eine U-förmige Gestalt und weist mittig eine Aussparung 4 auf, in die bündig die Balise 12 eingebettet ist. An einer der Seitenflächen des Balisenträ- gers 1 befindet sich die Aussparung 4 zur Kabelzuführung des Balisenkabels 13. Die Balise 12 weist eingelassene Schraubhülsen 1 1 und Befestigungsdurchführungen 5 für Schrauben zur Befestigung des Baiisenträgers 1 auf der Festen Fahrbahn oder Schwelle auf.
An seinen seitlich angeordneten Schraubhülsen 6 werden vorzugsweise zwei Befestigungswinkel 8 verschraubt. Die Befestigungswinkel 8 weisen Bohrungen für eine höhenverstellbare Montage und Bohrungen 10 für eine Schienenfuss- montage oder eine Montage in der Fahrbahn auf. Der Baiisenträger 1 weist an seiner, dem Gleisbett zugewandten Seite, einen durchgehende Nut 3 für das Kabel der Linienzugbeeinflussung (LZB) auf. Zwischen dem Baiisenträger 1 und der Festen Fahrbahn wird eine Schwingungsdämpferunterlage 2 angeordnet. Diese ermöglicht je nach Dicke eine geringfügige Justage der Höhenlage des Baiisenträgers 1 und damit der Balise 12. Die Gleisachse 14 verläuft in Längsrichtung durch den Baisienträger 1 .
Liste der verwendeten Bezuqszeichen
1 Baiisenträger
2 Schwingungsdämpfende Unterlage
3 Durchgehende Nut
4 Aussparung zur Aufnahme der Balise
5 Schraubankerdurchführungen 6 In das Trägermaterial eingelassene Schraubhülsen
7 senkrechte Nut zur sicheren Kabelführung
8 Befestigungssystem
9 Bohrungen für höheneinstellbare Montage
10 Befestigungsdurchführungen für Schienenfußmontage oder Montage mit Dübeln in der Fahrbahn
11 Eingelassene Schraubhülsen für Baiisenbefestigung im Baiisenträger
12 Balise
13 Balisenkabel
14 Gleisachse
